Ursula von der Leyen Merkels umstrittene Reformerin
Mindestlöhne eingeführt, Bildungspaket durchgesetzt: Im Kabinett ist Ursula von der Leyen die dominante Frau neben der Kanzlerin. Sie hat noch viel vor. Von Lisa Caspari
Auf dem Heft des Arbeitsministeriums sind glückliche Menschen zu sehen, starke Männer mit Zollstock und entspannte Frauen im Businessanzug mit Kind im Arm. "Ganze Arbeit in zwei Jahren", so der Titel der 20 Hochglanzseiten starken Zwischenbilanz. "Deutschland hat gute Arbeit geleistet", schreibt Ursula von der Leyen in der Einleitung.
Auf den Tag genau vor zwei Jahren ist sie Bundesarbeitsministerin geworden. An diesem Mittwoch hat sie Journalisten eingeladen, um sich selbst zu loben. "Ich habe gute Arbeit geleistet", wäre also vielleicht der passendere Satz für ihr Heft gewesen.
Tatsächlich kann die 53-Jährige einige große Arbeitsmarkt-Reformen für sich verbuchen: 2010 überredete sie die im Bundesrat so starke SPD und die Unions-geführten Länder zu einer Grundgesetzänderung für die Jobcenter-Reform. Jetzt können die Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen Langzeitarbeitslose legal gemeinsam betreuen.
Bildungspaket geschaffen, Mindestlöhne durchgedrückt
Nur ein Jahr später trat von der Leyen wieder gegen die Sozialdemokraten an: In einem Verhandlungsmarathon zur Neuordnung der Hartz-IV-Sätze setzte sie letztlich eine Erhöhung um wenige Euro durch. Die SPD hatte ursprünglich einen fast 60 Euro teureren Satz verlangt. Allerdings musste sich die Ministerin damals im Verhandlungs-Endspurt zähneknirschend von den Ministerpräsidenten Horst Seehofer, Wolfgang Böhmer und Kurt Beck unterstützen lassen.
Von der Leyen konnte sich damit trösten, dass das von ihr initiierte Bildungspaket für bedürftige Kinder aus Hartz-IV-Familien durchkam. Sie hatte sich damit gegen zahllose Kritiker durchgesetzt, die statt Gutscheinen eine direkte Ausgabe des zur Verfügung gestellten Geldes forderten.
Bestätigt fühlen darf sich von der Leyen auch beim Thema Mindestlohn. Sie ist schon lange eine erklärte Anhängerin der Lohnuntergrenze, als zuständige Ministerin tastete sie sich nun Branche für Branche an ihr Ziel heran: Stolz verweist das Bilanz-Heftchen auf sechs Mindestlöhne seit Amtsantritt, zum Beispiel im Baugewerbe, für Gebäudereiniger sowie für Pflegeleistungen. In der Lohn- und Zeitarbeit soll die vorgeschlagene Lohnuntergrenze von 7 Euro im Osten und 7,80 Euro im Westen laut von der Leyen am 20. Dezember im Kabinett verabschiedet werden.
Dass der CDU-Parteitag in Leipzig vor wenigen Wochen den ersten Schritt in Richtung einer allgemeinen Lohnuntergrenze gemacht hat, hat von der Leyens Position gestärkt.
Auch eine Reform der Eingliederungsinstrumente für Arbeitslose ist beschlossen. Von der Leyen freut sich, dass in diesem Sektor nun "weg von starker, künstlicher, öffentlicher Beschäftigung" und "hin zu mehr Ausbildung" gegangen werde. Die Kritik an ihrer radikalen Kürzung zum Beispiel des Gründungszuschusses für Selbstständige erwähnt sie nicht. Kritik an den Einsparungen in der Förderung für Arbeitslose kontert von der Leyen mit den guten Wirtschaftsdaten: Die Zahl derer, die ohne Hilfe vom Staat einen Arbeitsplatz finden, steige schließlich. Doch was passiert in wirtschaftlich schlechteren Zeiten? Von der Leyen will darüber heute nicht reden.
- Datum 30.11.2011 - 19:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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... entschuldigung, aber man kann es empirisch nachweisen, dass in dieser Zeit mehr "Privatgespräche, Interviews, Artikel, etc." mit von der Leyen stehen, als über jeden anderen Politiker ausser guttenberg.
Zudem wurde es mehrfach nachgewiesen, dass von der Leyen in ihren bisherigen Ressort einen hohen Werbe- und Marketingbudget hat. So zum Beispiel vorgefertigte Radiosendungen und Artikelbeiträge.
Dies sind einfach Tatsachen und zu einer Demokratie gehört es eben auch Kritik zu üben - sowie natürlich das grundsätzliche Hinterfragen von Aussagen. Nur ein aufgeklärter Bürger ist ein echter Demokrat. Dieser oberste Maxime sollte die Zeit nicht aus sekundär-finanziellen Motiven unterbinden. Danke.
... entschuldigung, aber man kann es empirisch nachweisen, dass in dieser Zeit mehr "Privatgespräche, Interviews, Artikel, etc." mit von der Leyen stehen, als über jeden anderen Politiker ausser guttenberg.
Zudem wurde es mehrfach nachgewiesen, dass von der Leyen in ihren bisherigen Ressort einen hohen Werbe- und Marketingbudget hat. So zum Beispiel vorgefertigte Radiosendungen und Artikelbeiträge.
Dies sind einfach Tatsachen und zu einer Demokratie gehört es eben auch Kritik zu üben - sowie natürlich das grundsätzliche Hinterfragen von Aussagen. Nur ein aufgeklärter Bürger ist ein echter Demokrat. Dieser oberste Maxime sollte die Zeit nicht aus sekundär-finanziellen Motiven unterbinden. Danke.
sollte aus unserer Politiklandschaft verschwinden. Alles was sie angefasst hat, war nichts weiter als billige Propaganda. Keine der von ihr angegangenen Probleme wurde gelöst (nichtmal für eine kurze Zeit).
Würde in unserer Gesellschaft die Leistung wirklich lohnen, dann würde diese Frau arm sein.
Da kann man noch so viel posaunen,
die Falten verschwinden weder in ihrem Gesicht, noch im Urteil der Bevölkerung.
Ob eine festgesetzte Lohnuntergrenze etwas bewirkt, oder den Schwarzmarkt befördert, wissen wir nicht.
Hier zählt der Erfolg im Heftchen. Was draußen passiert interessiert niemanden.
Bestes Beispiel Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahl sinkt und sinkt. Im Osten gibt es aber immer mehr Leute ohne Arbeit.
Wir freuen uns über die Erfolge der "Reformerin", was auch immer sie reformiert.
Oh nein, ich habe es befürchtet.
sie noch einmal demokratisch in welches Amt gewählt?
>>>Wann wurde sie noch einmal demokratisch in welches Amt gewählt?<<<
.
.
Da gibt es doch in Europa noch (mind.) einen weiteren Politiker, der sich derlei Ungemach
nur allzu gern erspart.
"Der lupenreine Demokrat" wird er in den Medien gar zu gern genannt.
.
Möglicherweise hat sie sich dies von ihm ja abgeschaut?
Offensichtlich funktioniert es ja. Nicht nur in Russland.
>>>Wann wurde sie noch einmal demokratisch in welches Amt gewählt?<<<
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Da gibt es doch in Europa noch (mind.) einen weiteren Politiker, der sich derlei Ungemach
nur allzu gern erspart.
"Der lupenreine Demokrat" wird er in den Medien gar zu gern genannt.
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Möglicherweise hat sie sich dies von ihm ja abgeschaut?
Offensichtlich funktioniert es ja. Nicht nur in Russland.
... entschuldigung, aber man kann es empirisch nachweisen, dass in dieser Zeit mehr "Privatgespräche, Interviews, Artikel, etc." mit von der Leyen stehen, als über jeden anderen Politiker ausser guttenberg.
Zudem wurde es mehrfach nachgewiesen, dass von der Leyen in ihren bisherigen Ressort einen hohen Werbe- und Marketingbudget hat. So zum Beispiel vorgefertigte Radiosendungen und Artikelbeiträge.
Dies sind einfach Tatsachen und zu einer Demokratie gehört es eben auch Kritik zu üben - sowie natürlich das grundsätzliche Hinterfragen von Aussagen. Nur ein aufgeklärter Bürger ist ein echter Demokrat. Dieser oberste Maxime sollte die Zeit nicht aus sekundär-finanziellen Motiven unterbinden. Danke.
Ja, was bilden sie sich denn ein?
Da macht sich eine so renommierte Zeitung wie die ZEIT die Mühe sie über ihre Denkfehler zu informieren und sie haben nichts besseres zu tun, als nach Demokratie zu schreien?
Sogar ein rückständiger Unrecht-Staat wie die "DDR" konnte auf solche Massnahmen zur Aufklärung seiner bevölkerung nicht verzichten!
Wie Herr Guttenberg, ist auch Frau VON DER Leyen von Adel und hat von Geburt an bessere Einsicht in die Welt als sie.
Schon der erste Satz des Artikels besagt, sie habe einen Mindestlohn eingeführt hat... genauso gut könnten da jetzt 2 Millionen Leute behaupten, sie selber hätten davon noch nichts bemerkt, und wieder kämen Leser wie sie daher und würden behaupten die 2 Millionen hätten REcht, und die ZEIT und Frau VON DER Leyen hätten gelogen!
Lass mich raten liebe ZEIT... so ein Kommentar muss zensiert werden, denn auf solche Dinge darf man zwar hinweisen, aber nicht gar so deutlich, dass es andere auch verstehen?
Ja, was bilden sie sich denn ein?
Da macht sich eine so renommierte Zeitung wie die ZEIT die Mühe sie über ihre Denkfehler zu informieren und sie haben nichts besseres zu tun, als nach Demokratie zu schreien?
Sogar ein rückständiger Unrecht-Staat wie die "DDR" konnte auf solche Massnahmen zur Aufklärung seiner bevölkerung nicht verzichten!
Wie Herr Guttenberg, ist auch Frau VON DER Leyen von Adel und hat von Geburt an bessere Einsicht in die Welt als sie.
Schon der erste Satz des Artikels besagt, sie habe einen Mindestlohn eingeführt hat... genauso gut könnten da jetzt 2 Millionen Leute behaupten, sie selber hätten davon noch nichts bemerkt, und wieder kämen Leser wie sie daher und würden behaupten die 2 Millionen hätten REcht, und die ZEIT und Frau VON DER Leyen hätten gelogen!
Lass mich raten liebe ZEIT... so ein Kommentar muss zensiert werden, denn auf solche Dinge darf man zwar hinweisen, aber nicht gar so deutlich, dass es andere auch verstehen?
hätten wohl auch den Rahmen des Artikels gesprengt. Also lässt man sie lieber weg. Ursula von der Leyen denkt doch sie hätte diw Weisheit mit Löffeln gefuttert und ist unbelehrbar. Wenn man sich ihre angeblichen Erfolge genau ansieht stellt sich nur allzu häufig heraus, dass sie Minimal sind oder sich in ihr Gegenteil verkehren. Sie ist eine Blenderin - sonst nichts. Achja und der mordsmäßige Fachkräftemangel der keiner ist (http://www.zeit.de/2011/4...) muss natürlich auch mal wieder solange eingehämmert werden bis er auch dem Letzten den Inahlt seines Kopfes zu Grütze verarbeitet hat.
Daß unter ihrer Führung die Mittel für den Gründerzuschuss radikal gekürzt wurden, nehme ich ihr bis heute übel. Firmenneugründungen sind gut für die Wirtschaft, gut für den Arbeitsmarkt, gut für Deutschland. Aber von der Leyen mißtraut wohl denen, die ein Unternehmen führen wollen, ohne bereits zu den Privilegierten zu gehören...
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