EU-KommissionGuttenberg will in Brüssel Rückkehr in die Politik proben

Karl-Theodor zu Guttenberg plant, kommende Woche in Brüssel eine Initiative zur Freiheit im Internet vorzustellen. Was ausgerechnet ihn dazu qualifiziert, bleibt unklar.

Der frühere Verteidigungsminister und CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg nutzt die EU-Kommission in Brüssel für seine Rückkehr auf die politischen Bühne. Zusammen mit der EU-Kommissarin für Digitales, Neelie Kroes, will Guttenberg am Montag eine Initiative zur Freiheit im Internet starten, wie die Kommission in Brüssel ankündigte.

Eine Begründung, warum ausgerechnet zu Guttenberg an der Seite von Kroes auftreten soll, war zunächst nicht von der Kommission zu bekommen.

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Kroes' Sprecher Ryan Heath bestätigte gegenüber Welt Online, dass ein gemeinsamer Auftritt geplant sei, und sagte, Kroes werde gemeinsam mit Guttenberg über die EU-Pläne zur Unterstützung von Bloggern und Netzaktivisten in autoritären Regimes informieren. Die EU wolle sicherstellen, dass Menschenrechte und grundlegende Freiheiten on- wie offline respektiert würden. Kroes sagte in Den Haag, die EU könne zum Beispiel Programme zur Umgehung von staatlichen Internetsperren verteilen.

Freie Wähler wollen Guttenberg nicht

In Bayern verursacht eine mögliche Rückkehr Guttenbergs ein unterschiedliches Echo. Die ehemalige CSU-Politikerin und jetzt fraktionslose Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli kann sich vorstellen, mit Guttenberg in einer neuen Partei zusammenzuarbeiten. Das sagte sie gegenüber der Zeitschrift Bunte.

Der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hingegen schließt eine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Verteidigungsminister kategorisch aus. "Nein danke, wir haben kein Interesse an Guttenberg", sagte Aiwanger der Süddeutschen Zeitung. Der Ex-Minister solle es weiter bei der CSU versuchen "oder was Eigenes gründen".

 
Leserkommentare
    • Fluhu
    • 09.12.2011 um 16:04 Uhr

    Auch das Internet hat kein Interesse mehr an Guttenberg.

    Basta!

    62 Leserempfehlungen
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    ...dort scheint man ein vehementes Interesse an einer Rückkehr Guttenbergs in die Politik zu haben. Sonst würde man nicht alle Hebel in Bewegung setzen, um ihm einen neuen Job in der Politik zu besorgen.

    Bitte nehmen Sie Abstand von Kommentaren, die als tendenziös gelesen werden können. Die Redaktion/mak

    • Nest
    • 09.12.2011 um 18:58 Uhr

    Denn Guttenbergs Comeback ist ein Lehrstück darüber, wie man in unserer Demokratie ohne Partei und ohne Wähler Politik machen kann, wenn man einflussreiche Kreise im Rücken hat.

    ... ich staune immer wieder wie auf EU-Ebene das Personal ausgesucht wird. Lieber nimmt man einen mehrsprachigen Universaldilettanten mit Abschluss in European Studies als wirkliche im Heimatland anerkannte Spezialisten. Wie kann jemand, der im Heimatland nur noch eine Witzfigur darstellt, für solch ein Job überhaupt in Frage kommen?

    ...dort scheint man ein vehementes Interesse an einer Rückkehr Guttenbergs in die Politik zu haben. Sonst würde man nicht alle Hebel in Bewegung setzen, um ihm einen neuen Job in der Politik zu besorgen.

    Bitte nehmen Sie Abstand von Kommentaren, die als tendenziös gelesen werden können. Die Redaktion/mak

    • Nest
    • 09.12.2011 um 18:58 Uhr

    Denn Guttenbergs Comeback ist ein Lehrstück darüber, wie man in unserer Demokratie ohne Partei und ohne Wähler Politik machen kann, wenn man einflussreiche Kreise im Rücken hat.

    ... ich staune immer wieder wie auf EU-Ebene das Personal ausgesucht wird. Lieber nimmt man einen mehrsprachigen Universaldilettanten mit Abschluss in European Studies als wirkliche im Heimatland anerkannte Spezialisten. Wie kann jemand, der im Heimatland nur noch eine Witzfigur darstellt, für solch ein Job überhaupt in Frage kommen?

  1. Karl Theodor zu Guttenberg fühlt sich frei für ein Comeback, die Publicity folgt ihm. Politische Beobachter halten ihn für einen Zwerg der sich aufbläht, die Mehrheitsmeinung hat sich gegen ihn gekehrt und doch, Freiherr zu Guttenberg ist für das politische Klima in Deutschland nicht nur gefährlich, er ist sehr gefährlich, denn Guttenberg hat das volle Potential das Jörg Haider für Österreich hatte.Die inzwischen riesige Menge von Nichtwählern bietet dem Freiherrn die Hoffnung auf ein breites Potential von etwa 25 Prozent Wählern. Seine Rede in Kelsterbach im Februar 2011, darf ihm Hoffnung machen dieses Potential wecken zu können. Guttenberg wird sich nicht damit zufrieden geben, zweite Garnitur bei der CSU zu spielen und sich ständig mit Kritik auseinander setzen zu müssen. Guttenberg will führen, die Unzufriedenen werden in ihm eine Lichtgestalt sehen. Wie er den Spagat zwischen den Rechten und der Unterstützung von Israel hinbekommen will wird sich zeigen. Guttenberg wird sich als Mann der Amerikaner positionieren, im Bereich der Militär- und Wirtschaftspolitik. In der Deutschlandpolitik wird er eine Figur wie Jörg Haider kopieren.Karl Theodor zu Guttenberg will als Berg wahrgenommen werden. Highway to hell, das Lieblingslied des Baron wird ihn begleiten, ob das dem Papst auch gefällt werden wir erfahren, wenn Guttenberg mit einer eigenen Bewegung in die politische Steilwand steigt um den Gipfel der Macht zu erklimmen.

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    aber das Buch zum jetzigen Zeitpunkt ist denkbar unguenstig,
    ER haette das wissen muessen, nur ein Einwand: JOERG HAIDER
    war korrupt und das ist Herr zu Guttenberg sicherlich nicht.

    aber das Buch zum jetzigen Zeitpunkt ist denkbar unguenstig,
    ER haette das wissen muessen, nur ein Einwand: JOERG HAIDER
    war korrupt und das ist Herr zu Guttenberg sicherlich nicht.

  2. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion. Die Redaktion/mak

    8 Leserempfehlungen
  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte setzen Sie sich argumentativ mit den Inhalten des Artikels auseinander statt Verdächtigungen und Spekulationen anzustellen. Danke. Die Redaktion/mo.

    2 Leserempfehlungen
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    "2004 wurde Kroes zur Wettbewerbskommissarin der EU ernannt ... Ihre Nominierung wurde wegen ihrer Verbindungen zu Großunternehmen und ihrer angeblichen Verwicklungen in dubiose Waffengeschäfte kritisiert."

    "Außerdem arbeitete sie als Aufsichtsratsmitglied für Ballast Nedam (Transportfirma), ABP-PGGM (Rentenversicherung), NIB (Investment Bank), McDonald’s Netherlands..."

    "Kroes besuchte 2005 und 2006 die Bilderberg-Konferenz."

    "Während ihrer Amtszeit als Ministerin war sie in die sogenannte TCR-Affäre verwickelt. So soll sie beim illegalen Verkauf von Kriegsschiffen mitgewirkt ... haben..."

    http://de.wikipedia.org/w...

    Wenn Guttenberg - trotz erkennbarer Nicht-Qualifikation bzw. Nicht-Reputation im Bereich IT, Netzsicherheit oder Freiheitsrechte - von einer Neelie Kroes promotet wird, dann sollte man kritisch nachhaken. Mit "Verdächtigungen und Spekulationen" hat es nichts zu tun, wenn ich feststelle, dass es zwischen Kroes und Guttenberg inhaltliche und biografische Parallelen gibt (Bilderberg; Verteidigung; neoliberal-konservatives Weltbild; transatlantische Orientierung).

    "2004 wurde Kroes zur Wettbewerbskommissarin der EU ernannt ... Ihre Nominierung wurde wegen ihrer Verbindungen zu Großunternehmen und ihrer angeblichen Verwicklungen in dubiose Waffengeschäfte kritisiert."

    "Außerdem arbeitete sie als Aufsichtsratsmitglied für Ballast Nedam (Transportfirma), ABP-PGGM (Rentenversicherung), NIB (Investment Bank), McDonald’s Netherlands..."

    "Kroes besuchte 2005 und 2006 die Bilderberg-Konferenz."

    "Während ihrer Amtszeit als Ministerin war sie in die sogenannte TCR-Affäre verwickelt. So soll sie beim illegalen Verkauf von Kriegsschiffen mitgewirkt ... haben..."

    http://de.wikipedia.org/w...

    Wenn Guttenberg - trotz erkennbarer Nicht-Qualifikation bzw. Nicht-Reputation im Bereich IT, Netzsicherheit oder Freiheitsrechte - von einer Neelie Kroes promotet wird, dann sollte man kritisch nachhaken. Mit "Verdächtigungen und Spekulationen" hat es nichts zu tun, wenn ich feststelle, dass es zwischen Kroes und Guttenberg inhaltliche und biografische Parallelen gibt (Bilderberg; Verteidigung; neoliberal-konservatives Weltbild; transatlantische Orientierung).

  4. "Gabriele Pauli kann sich vorstellen, mit Guttenberg in einer neuen Partei zusammenzuarbeiten. Das sagte sie gegenüber der Zeitschrift Bunte."

    Der Freiherr und die Karnevalsprinzessin - Deutschlands neuer Hochadel?

    23 Leserempfehlungen
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    dann fehlte nur noch Joerg Kachelmann als politischer
    Wetterberater !

    dann fehlte nur noch Joerg Kachelmann als politischer
    Wetterberater !

    • Tammy
    • 09.12.2011 um 16:16 Uhr

    Gewöhnlich steht das, was zu Guttenberg sagt, mit dem, was er dann tatsächlich tut, in signifikantem Widerspruch. Ich gehe demzufolge davon aus, dass es ihm unter dem Motto "Freiheit im Internet" um Netzsperren geht.

    35 Leserempfehlungen
  5. Naja, er hat sich bei seiner Doktorarbeit doch einige "Freiheiten" herausgenommen, vermutlich auch per Internet. Daher leitet sich die Qualifikation vermutlich ab.

    48 Leserempfehlungen
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    und er hat ein Problem: er muss schnell ein comeback versuchen, solange er noch einen solchen Bekanntheitsgrad hat

    und er hat ein Problem: er muss schnell ein comeback versuchen, solange er noch einen solchen Bekanntheitsgrad hat

    • keibe
    • 09.12.2011 um 16:17 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/mo.

    2 Leserempfehlungen
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    • keibe
    • 09.12.2011 um 16:29 Uhr

    aber die Sache durchaus treffende Kommentar 8 nun in knallharter Konstruktivität:

    1. Herr zu Guttenberg hat sich ohne Einhaltung einschlägiger Zitierregeln aus dem Internet bedient.

    2. Er gab zu, bei der Abfassung seiner Doktorarbeit chaotisch gearbeitet zu haben.

    3. Ihm wurde der Doktortitel aberkannt.

    Und nun (siehe Artikel):

    "Karl-Theodor zu Guttenberg plant, kommende Woche in Brüssel eine Initiative zur Freiheit im Internet vorzustellen. Was ausgerechnet ihn dazu qualifiziert, bleibt unklar."

    Die Qualifikation des ehemaligen Doktors für diese Initiative bleibt zumindest mir nicht unklar.

    • keibe
    • 09.12.2011 um 16:29 Uhr

    aber die Sache durchaus treffende Kommentar 8 nun in knallharter Konstruktivität:

    1. Herr zu Guttenberg hat sich ohne Einhaltung einschlägiger Zitierregeln aus dem Internet bedient.

    2. Er gab zu, bei der Abfassung seiner Doktorarbeit chaotisch gearbeitet zu haben.

    3. Ihm wurde der Doktortitel aberkannt.

    Und nun (siehe Artikel):

    "Karl-Theodor zu Guttenberg plant, kommende Woche in Brüssel eine Initiative zur Freiheit im Internet vorzustellen. Was ausgerechnet ihn dazu qualifiziert, bleibt unklar."

    Die Qualifikation des ehemaligen Doktors für diese Initiative bleibt zumindest mir nicht unklar.

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