Arbeitsmarkt Arbeitslosigkeit bedeutet immer häufiger sofort Hartz IV

Eine Studie der Arbeitsagentur zeigt, dass neue Erwerbslose immer öfter sofort auf die Grundsicherung angewiesen sind. Besonders betroffen sind Geringqualifizierte.

Die Agentur für Arbeit in Kiel

Die Agentur für Arbeit in Kiel

Jeder vierte Beschäftigte, der arbeitslos wird, ist nach einem Zeitungsbericht sofort auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Dabei handele es sich häufig um Geringqualifizierte, knapp ein Drittel sei zuvor als Leiharbeiter tätig gewesen, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der neuen Arbeitslosen, die direkt in die staatliche Hartz-IV-Grundsicherung absteigen, hat demnach seit 2008 deutlich zugenommen. 



Wer in den letzten zwei Jahre vor Verlust seines Arbeitsplatzes mindestens ein Jahr in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, besitzt einen Anspruch auf das erheblich höhere Arbeitslosengeld I. Es wird in der Regel zwölf Monate ausgezahlt, Langzeitarbeitslose erhalten danach das geringere Hartz IV. 



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Die Studie der Arbeitsagentur zeigt dem Bericht zufolge, dass immer mehr der neu arbeitslos Gewordenen kein oder zu wenig Geld aus der Arbeitslosenversicherung bekommen. "Entweder war die Beschäftigungszeit zu kurz, um Ansprüche zu erwerben, oder das früher erzielte Lohneinkommen war zu niedrig, um mit dem daraus abgeleiteten Arbeitslosengeld-Anspruch den Bedarf zu decken und muss mit Arbeitslosengeld II aufgestockt werden", heißt es in dem Bericht. 



Nur jede fünfte Fachkraft betroffen

Laut Bundesagentur verloren in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende November 2011 etwa 2,8 Millionen Beschäftigte ihren Job. 737.000 Erwerbslose mussten sofort Hartz IV beziehen. Das sind monatlich 61.000 Personen. Vor drei Jahren waren es monatlich noch 51.000. 



Das Risiko, als Arbeitsloser direkt Hartz IV beziehen zu müssen, hängt maßgeblich von der Qualifikation ab: Bei Fachkräften passiert dies laut der Studie nur etwa in jedem fünften Fall. Bei Geringqualifizierten, die arbeitslos werden, muss fast jeder zweite sofort Leistungen der staatliche Grundsicherung beziehen. Branchen mit hohem Anteil an ungelernten Arbeitskräften wie das Gastgewerbe und die Leiharbeit sind dabei besonders stark vertreten.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Ich engagiere mich nun, mit irgendwann 60 Jahren, mit engagierten jungen Leuten, die mich fast als Vaterfigur erleben, gegen Faschismus jeder Art und gegen das deutsche Unternehmertum.#
    Hier bringe ich gerne Überleistung.
    Wie wichtig das ist, nicht nur gegen braune Kameraden, sondern auch das deutsche Unternehmertum blosszustellen in ihrer Menschenfeindlichkeit und dessen Opfer zu unterstützen, erkennt man auch an dem im ZEIT Text geschilderten Sachverhalt.

    18 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie kämpfen also gegen das deutsche Unternehmertum. Sehr edelmütig. Sie glauben also auch das Arbeitsplätze vom Himmel fallen? Natürlich gibt es Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und mies bezahlen. Solche sind aber in der Minderheit.
    Auch verschleißen Sie gerne die Augen vor den Gründen der Lohnentwicklung. Ich nenne Ihnen mal welche die Ihresgleichen nie berücksichtigt.

    Löhne und Preise stehen in einem direkten Verhältnis. Sagen Sie mir bitte wie Sie einer Friseurin X Euro / Std. zahlen möchten, wenn der Konsument Ihnen pro Stunde nur

    ...abgesehen davon, daß Sie wohl hier in Deutschland "Antinazismus" statt Antifaschismus meinten, möchte ich noch bemerken:
    Das sehe ich doch schon ganz anders:
    Die Sozialleistungen unseres Staates wie z.B. (das ist ja längst nicht alles!) die auch im hiesigen ZEIT-Artikel fast ein bißchen geschmähten - wenn auch vielleicht unbewußt? -
    "Grundsicherungen" und "Hartz4" empfinde ich doch nicht als entwürdigende Beleidigung, sondern dankbar als optional angebotene Hilfe der Solidargemeinschaft Bundesrepublik Deutschland für unverschuldet, ungerechterweise in der Praxis auch für selbst verschuldet, in wirtschaftliche Bedrängnis geratene Mitbürger, was eben Zuwanderer schon eher zu schätzen wissen, als wir Inländer manchmal, ist mein Kummer...

    Die niedrigen Löhne werden von denen produziert, die ihre Fähigkeiten nicht entwickeln wollten. Wir sollten froh sein, daß Unternehmen auch für diese Leute noch Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
    Es ist einfach so, daß geringwertige Produkte nicht mit hohen Lohnkosten produziert werden können. Das hat man in Deutschland mit der Hochlohnpolitik nicht genügend beachtet. Diese Situation hat in den letzten 50 Jahren zur Verlagerung der Arbeit in Billiglohnländer geführt.

    den Herrn Multimillionaer aus Hannover, dem verdanken wir die
    ganze Miseren bald wird er uns (vielleicht) den "lupenreinen
    Rubel" empfehlen !

    Zur Erhellung der Mentalität dieser Leute weise ich gerne auf ein Zitat des ehemaligen Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hin, dass am 16.12.2004 auf dem Nachrichtensender PHOENIX gefallen ist:

    "Am 09.11.1989 haben wir mit der Maueröffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Position gebracht. Hartz V bis Vlll werden demnächst folgen. Es ist Klassenkampf und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum wahrzunehmen ist."

    http://www.randzone-onlin...
    http://www.nrhz.de/flyer/...

    Intern musste er sich dafür vermutlich harsche Kritik anhören. In dieser Position ist der Mann schließlich für Außendarstellung und Lobbyarbeit zuständig. Da darf man nach außen hin nicht einfach so reden, wie im Verband gedacht wird.

    Offenbar haben Sie mit Ihrem Kampf gegen das deutsche Unternehmertum ins schwarze getroffen, wie auch die bisherigen Antworten auf den Beitrag zeigen.

    Ich denke, dass viele deutsche Unternehmer auch keine Hemmungen hätten, wieder Zwangsarbeiter zu "beschäftigen", wenn das gesellschaftliche Umfeld dafür den Boden bereiten würde. Die Agenda2010 ist die Vorstufe. Zwangsarbeit light als "optional angebotene Hilfe der Solidargemeinschaft". Man kann ja schließlich nicht "die Augen vor den Gründen der Lohnentwicklung verschließen", und "sollte froh sein, dass Unternehmen auch für diese Leute noch Arbeitsplätze zur Verfügung stellen"

    Führen Sie Ihren bewundernswerten Kampf nicht an der falschen Front? Fehlgeleitet auch durch mediale Propaganda?
    Sollte Ihr Kampf sich nicht gegen den aus britisch-amerikanischer Wirtschaftsideologie inzwischen nicht nur Deutschland, sondern (ausgenommen Rußland, China) der ganzen Welt aufgezwungenen Raubtierkapitalismus und den Finanzkapitalisms richten?
    Für die Verfechter des „Raubtierkapitalismus“ angelsächsischer Prägung (vergl. Zurück zum Rheinischen Kapitalismus - „Zähmt das Raubtier“ . von Jost Bauch, Universität Konstanz, http://www.jf-archiv.de/a...) gilt das Wort „Wer zu spät kommt, den bestaft das Leben“ oder wie war das nochmal: Den Turbokapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
    Weiterführende Themen:Rheinischer Kapitalismus; Geheimwissenschaft Physische Ökonomie;Freihandelspolitik der East-India-Trde Comp. und Thomas Malthus; lesenswert auch: der oft falsch verstandene Ludwig Erhard "Wohlstand für Alle"

    Sie kämpfen also gegen das deutsche Unternehmertum. Sehr edelmütig. Sie glauben also auch das Arbeitsplätze vom Himmel fallen? Natürlich gibt es Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und mies bezahlen. Solche sind aber in der Minderheit.
    Auch verschleißen Sie gerne die Augen vor den Gründen der Lohnentwicklung. Ich nenne Ihnen mal welche die Ihresgleichen nie berücksichtigt.

    Löhne und Preise stehen in einem direkten Verhältnis. Sagen Sie mir bitte wie Sie einer Friseurin X Euro / Std. zahlen möchten, wenn der Konsument Ihnen pro Stunde nur

    ...abgesehen davon, daß Sie wohl hier in Deutschland "Antinazismus" statt Antifaschismus meinten, möchte ich noch bemerken:
    Das sehe ich doch schon ganz anders:
    Die Sozialleistungen unseres Staates wie z.B. (das ist ja längst nicht alles!) die auch im hiesigen ZEIT-Artikel fast ein bißchen geschmähten - wenn auch vielleicht unbewußt? -
    "Grundsicherungen" und "Hartz4" empfinde ich doch nicht als entwürdigende Beleidigung, sondern dankbar als optional angebotene Hilfe der Solidargemeinschaft Bundesrepublik Deutschland für unverschuldet, ungerechterweise in der Praxis auch für selbst verschuldet, in wirtschaftliche Bedrängnis geratene Mitbürger, was eben Zuwanderer schon eher zu schätzen wissen, als wir Inländer manchmal, ist mein Kummer...

    Die niedrigen Löhne werden von denen produziert, die ihre Fähigkeiten nicht entwickeln wollten. Wir sollten froh sein, daß Unternehmen auch für diese Leute noch Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
    Es ist einfach so, daß geringwertige Produkte nicht mit hohen Lohnkosten produziert werden können. Das hat man in Deutschland mit der Hochlohnpolitik nicht genügend beachtet. Diese Situation hat in den letzten 50 Jahren zur Verlagerung der Arbeit in Billiglohnländer geführt.

    den Herrn Multimillionaer aus Hannover, dem verdanken wir die
    ganze Miseren bald wird er uns (vielleicht) den "lupenreinen
    Rubel" empfehlen !

    Zur Erhellung der Mentalität dieser Leute weise ich gerne auf ein Zitat des ehemaligen Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hin, dass am 16.12.2004 auf dem Nachrichtensender PHOENIX gefallen ist:

    "Am 09.11.1989 haben wir mit der Maueröffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Position gebracht. Hartz V bis Vlll werden demnächst folgen. Es ist Klassenkampf und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum wahrzunehmen ist."

    http://www.randzone-onlin...
    http://www.nrhz.de/flyer/...

    Intern musste er sich dafür vermutlich harsche Kritik anhören. In dieser Position ist der Mann schließlich für Außendarstellung und Lobbyarbeit zuständig. Da darf man nach außen hin nicht einfach so reden, wie im Verband gedacht wird.

    Offenbar haben Sie mit Ihrem Kampf gegen das deutsche Unternehmertum ins schwarze getroffen, wie auch die bisherigen Antworten auf den Beitrag zeigen.

    Ich denke, dass viele deutsche Unternehmer auch keine Hemmungen hätten, wieder Zwangsarbeiter zu "beschäftigen", wenn das gesellschaftliche Umfeld dafür den Boden bereiten würde. Die Agenda2010 ist die Vorstufe. Zwangsarbeit light als "optional angebotene Hilfe der Solidargemeinschaft". Man kann ja schließlich nicht "die Augen vor den Gründen der Lohnentwicklung verschließen", und "sollte froh sein, dass Unternehmen auch für diese Leute noch Arbeitsplätze zur Verfügung stellen"

    Führen Sie Ihren bewundernswerten Kampf nicht an der falschen Front? Fehlgeleitet auch durch mediale Propaganda?
    Sollte Ihr Kampf sich nicht gegen den aus britisch-amerikanischer Wirtschaftsideologie inzwischen nicht nur Deutschland, sondern (ausgenommen Rußland, China) der ganzen Welt aufgezwungenen Raubtierkapitalismus und den Finanzkapitalisms richten?
    Für die Verfechter des „Raubtierkapitalismus“ angelsächsischer Prägung (vergl. Zurück zum Rheinischen Kapitalismus - „Zähmt das Raubtier“ . von Jost Bauch, Universität Konstanz, http://www.jf-archiv.de/a...) gilt das Wort „Wer zu spät kommt, den bestaft das Leben“ oder wie war das nochmal: Den Turbokapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
    Weiterführende Themen:Rheinischer Kapitalismus; Geheimwissenschaft Physische Ökonomie;Freihandelspolitik der East-India-Trde Comp. und Thomas Malthus; lesenswert auch: der oft falsch verstandene Ludwig Erhard "Wohlstand für Alle"

  2. Sie kämpfen also gegen das deutsche Unternehmertum. Sehr edelmütig. Sie glauben also auch das Arbeitsplätze vom Himmel fallen? Natürlich gibt es Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und mies bezahlen. Solche sind aber in der Minderheit.
    Auch verschleißen Sie gerne die Augen vor den Gründen der Lohnentwicklung. Ich nenne Ihnen mal welche die Ihresgleichen nie berücksichtigt.

    Löhne und Preise stehen in einem direkten Verhältnis. Sagen Sie mir bitte wie Sie einer Friseurin X Euro / Std. zahlen möchten, wenn der Konsument Ihnen pro Stunde nur

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    Der Text wurde, warum auch immer, zerhackt. Sollte natürlich heißen, zahlen Sie einer Friseurin als Meister Betrag X, wenn der Kunde nur bereit ist Preise für den Haarschnitt zu zahlen die darunter liegen. In vielen Städten gibt sich folgendes Bild:

    Haarschnitt für nur 10 Euro. Hier für nur 8 Euro. Hier das Megaschnäppchen nur 5 Euro. Die Devise "Viel und billig konsumieren", die in den 80ern wurzelt hat auch die hiesige Wirtschaft unter Druck gesetzt und vor allem die Dienstleistungsbranche. Schuld ist daran aber der Konsument, der durch Aldi und Co gelernt hat, dass er für sein Geld viel erwarten kann. Doch gerade in der Dienstleistung hat man nicht die Skalibarkeit eines Produktes.

    Als böser deutscher Unternehmer in der Dienstleistung, kenne ich die Situation nur zu gut, wenn man den Kunden für ein Projekt 3-4 Arbeitstage in Rechnung stellt und die einen anschauen und meinen das ist ja mehr als ein Laptop kostet...
    Der Preisdruck ist heute immens. Im Bereich der Produktindustrie wird er oft von asiatischen Billigprodukten gewonnen. Der Konsument fragt sich hier allerdings nie, wie sind die Arbeitsbedingungen und bekommt der Mitarbeiter im Falle der Arbeitslosigkeit HartzIV. Der Konsument denk nur an: "Bin ich billig dran gekommen".

    In der Dienstleistung haben Sie das Problem, dass solche Leistungen in den Köpfen vieler Menschen keinen Wert besitzen, dass Sie nicht "greifbar" sind. Entsprechend die Zahlungsmoral.

    • Otto2
    • 29.12.2011 um 10:59 Uhr

    Haben Sie eine Erklärung dafür, dass deutsche Unternehmer (z. B. auch die in den Medien), wenig gegen die unternehmen, die "schwarze Schafe" genannt werden? Diese Typen ruinieren doch das Ansehen des deutschen Unternehmers enorm. Oder ist womöglich die ganze Herde schwarz?

    Natürlich gibt es Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und mies bezahlen. Solche sind aber in der Minderheit.

    Was wollen Sie damit sagen? Weil etwas in der Minderheit ist, heißt das doch noch lange nicht, dass es nicht minder von Bedeutung ist. Können Sie überhaupt sagen wie groß diese Minderheit ist von der wir hier sprechen? Praktisch ein Viertel der Deutschen, also ca. 20 Millionen Menschen, haben kein Vermögen, also keinerlei Rücklagen oder sogar Schulden, und wären bei Arbeitslosigkeit sofort auf die Hilfe der Gemeinschaft angewiesen. Ohne die Hilfe wäre es für diese Menschen unmöglich auch nur einen Monat zu überleben ohne zusätzliche Schulden zu machen. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass wir pro Einwohner und pro Monat ein Bruttoinlandsprodukt von über 3000 EUR haben. Das heißt es werden Waren und Güter im Wert von 3000 EUR geschaffen. Und in so einer Gesellschaft soll es nicht für jeden möglich sein, mal für einen Monat zu überleben? Davon könnten vier Menschen für einen Monat nach deutschen Maßstäben leben.

    Der Text wurde, warum auch immer, zerhackt. Sollte natürlich heißen, zahlen Sie einer Friseurin als Meister Betrag X, wenn der Kunde nur bereit ist Preise für den Haarschnitt zu zahlen die darunter liegen. In vielen Städten gibt sich folgendes Bild:

    Haarschnitt für nur 10 Euro. Hier für nur 8 Euro. Hier das Megaschnäppchen nur 5 Euro. Die Devise "Viel und billig konsumieren", die in den 80ern wurzelt hat auch die hiesige Wirtschaft unter Druck gesetzt und vor allem die Dienstleistungsbranche. Schuld ist daran aber der Konsument, der durch Aldi und Co gelernt hat, dass er für sein Geld viel erwarten kann. Doch gerade in der Dienstleistung hat man nicht die Skalibarkeit eines Produktes.

    Als böser deutscher Unternehmer in der Dienstleistung, kenne ich die Situation nur zu gut, wenn man den Kunden für ein Projekt 3-4 Arbeitstage in Rechnung stellt und die einen anschauen und meinen das ist ja mehr als ein Laptop kostet...
    Der Preisdruck ist heute immens. Im Bereich der Produktindustrie wird er oft von asiatischen Billigprodukten gewonnen. Der Konsument fragt sich hier allerdings nie, wie sind die Arbeitsbedingungen und bekommt der Mitarbeiter im Falle der Arbeitslosigkeit HartzIV. Der Konsument denk nur an: "Bin ich billig dran gekommen".

    In der Dienstleistung haben Sie das Problem, dass solche Leistungen in den Köpfen vieler Menschen keinen Wert besitzen, dass Sie nicht "greifbar" sind. Entsprechend die Zahlungsmoral.

    • Otto2
    • 29.12.2011 um 10:59 Uhr

    Haben Sie eine Erklärung dafür, dass deutsche Unternehmer (z. B. auch die in den Medien), wenig gegen die unternehmen, die "schwarze Schafe" genannt werden? Diese Typen ruinieren doch das Ansehen des deutschen Unternehmers enorm. Oder ist womöglich die ganze Herde schwarz?

    Natürlich gibt es Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und mies bezahlen. Solche sind aber in der Minderheit.

    Was wollen Sie damit sagen? Weil etwas in der Minderheit ist, heißt das doch noch lange nicht, dass es nicht minder von Bedeutung ist. Können Sie überhaupt sagen wie groß diese Minderheit ist von der wir hier sprechen? Praktisch ein Viertel der Deutschen, also ca. 20 Millionen Menschen, haben kein Vermögen, also keinerlei Rücklagen oder sogar Schulden, und wären bei Arbeitslosigkeit sofort auf die Hilfe der Gemeinschaft angewiesen. Ohne die Hilfe wäre es für diese Menschen unmöglich auch nur einen Monat zu überleben ohne zusätzliche Schulden zu machen. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass wir pro Einwohner und pro Monat ein Bruttoinlandsprodukt von über 3000 EUR haben. Das heißt es werden Waren und Güter im Wert von 3000 EUR geschaffen. Und in so einer Gesellschaft soll es nicht für jeden möglich sein, mal für einen Monat zu überleben? Davon könnten vier Menschen für einen Monat nach deutschen Maßstäben leben.

  3. ... und die enormen Exportüberschüsse mit gnadenloser Aufwertung der Mark kompensiert worden.

    Ach wären so Salon-Sozialisten wie der Clemens oder der Schröder nur selber Leiharbeiter gewesen. Man hätte sie unkompliziert und mit wenig Rente rausschmeissen können.

    19 Leser-Empfehlungen
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    ...durchgesetzt wurden diese Regelungen von unserem ach so bescheidenen und als niedersächsischem Ministerpräsidenten ständig von Armut bedrohten heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff ("Ehrenwort!"), seinem "ehrlichen und redlichen" Kollegen Roland Koch ("Ehrenwort!") und Edmund Stoiber - der heute in Brüssel in bergmännischer Form "Bürokratie abbaut". Die Union hatte bei den Beschlüssen der Arbeitsmarktreform die Mehrheit im Bundesrat...

    Angesichts der Entwicklung gebe ich Menschen, denen Hungelöhne gezahlt werden sollen, den Rat, einen Arzt aufzusuchen und sich erwerbsunfähig schreiben zu lassen. Und Herrn Wulff rate ich dringender denn je zum Rücktritt.

    ...durchgesetzt wurden diese Regelungen von unserem ach so bescheidenen und als niedersächsischem Ministerpräsidenten ständig von Armut bedrohten heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff ("Ehrenwort!"), seinem "ehrlichen und redlichen" Kollegen Roland Koch ("Ehrenwort!") und Edmund Stoiber - der heute in Brüssel in bergmännischer Form "Bürokratie abbaut". Die Union hatte bei den Beschlüssen der Arbeitsmarktreform die Mehrheit im Bundesrat...

    Angesichts der Entwicklung gebe ich Menschen, denen Hungelöhne gezahlt werden sollen, den Rat, einen Arzt aufzusuchen und sich erwerbsunfähig schreiben zu lassen. Und Herrn Wulff rate ich dringender denn je zum Rücktritt.

  4. dass die Ursache hierfür auch die in den letzten 20 Jahren immer wieder vorgenommenen Kürzungen des Arbeitslosengeldes sind. Man spart ein paar Euro Arbeitslosengeld um die Menschen dann in das Bürokratiemonster Hartz4 zu zwingen. Noch habe ich keine Berechnung gesehen, ob der Bürokratieaufwand nicht eventl. teurer ist als alle Einsparungen.

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    Hartz4 ist teurer ( Quelle leider vergessen ) als die alte Regrlung = Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe.
    Es ging ja tatsächlich um die Abwertung der Arbeit, Schaffung eines Niedriglohnsektors und die existenzielle Bedrohung bei Arbeitslosigkeit. Dafür haben Schröder ( Salonsozialist ist ein Euphemismus für ihn ) und Konsorten mit Hilfe der Opposition das Grundgesetz geändert. Die Gewerkschaften haben tatenlos zugesehen! Seitdem gibt es außer der LINKEN keine parlamentarische Opposition mehr, jedenfalls nicht inhaltlich.

    • Karl63
    • 29.12.2011 um 10:42 Uhr

    was man niemals vergessen sollte ist: die nach Peter Hartz benannten Reformen waren (und sind bis heute) auch ein Beschäftigungsprogramm für (ehemalige) Beamte der Bahn und der Post / Telekom, sowie Angestellte(r) aus dem öffentlichen Dienst, die man offensichtlich in ihrem jeweiligen ursprünglichem Aufgabengebiet nicht mehr haben wollte.
    Es mangelt gerade in Berlin auch an der Einsicht, dass eine derart ausgeprägte Bürokratie inzwischen längst Teil des Problems ist. Was man mancherorts in Sachen Arbeitsvermittlung / Arbeitsberatung so zustande bringt ist bestenfalls unbefriedigend. Sofern der / die Betroffene bei einem externen Dienstleister landet, sieht es leider mit der Kompetenz der dort beschäftigten Mitarbeiter auch nicht unbedingt besser aus.
    Dringend notwendig wäre ein Paradigmenwechsel, denn unsere Wirtschaft steuert ja keineswegs auf einen Mangel in Niedriglohnsektor zu, es sind gut ausgebildete Fachkräfte die knapp werden.
    Der Artikel lässt jedenfalls befürchten, dass die Anzahl der Mitbürger /innen die in diesem System hängen bleiben, sich in den nächsten Jahren nicht spürbar reduzieren wird.

    Hartz4 ist teurer ( Quelle leider vergessen ) als die alte Regrlung = Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe.
    Es ging ja tatsächlich um die Abwertung der Arbeit, Schaffung eines Niedriglohnsektors und die existenzielle Bedrohung bei Arbeitslosigkeit. Dafür haben Schröder ( Salonsozialist ist ein Euphemismus für ihn ) und Konsorten mit Hilfe der Opposition das Grundgesetz geändert. Die Gewerkschaften haben tatenlos zugesehen! Seitdem gibt es außer der LINKEN keine parlamentarische Opposition mehr, jedenfalls nicht inhaltlich.

    • Karl63
    • 29.12.2011 um 10:42 Uhr

    was man niemals vergessen sollte ist: die nach Peter Hartz benannten Reformen waren (und sind bis heute) auch ein Beschäftigungsprogramm für (ehemalige) Beamte der Bahn und der Post / Telekom, sowie Angestellte(r) aus dem öffentlichen Dienst, die man offensichtlich in ihrem jeweiligen ursprünglichem Aufgabengebiet nicht mehr haben wollte.
    Es mangelt gerade in Berlin auch an der Einsicht, dass eine derart ausgeprägte Bürokratie inzwischen längst Teil des Problems ist. Was man mancherorts in Sachen Arbeitsvermittlung / Arbeitsberatung so zustande bringt ist bestenfalls unbefriedigend. Sofern der / die Betroffene bei einem externen Dienstleister landet, sieht es leider mit der Kompetenz der dort beschäftigten Mitarbeiter auch nicht unbedingt besser aus.
    Dringend notwendig wäre ein Paradigmenwechsel, denn unsere Wirtschaft steuert ja keineswegs auf einen Mangel in Niedriglohnsektor zu, es sind gut ausgebildete Fachkräfte die knapp werden.
    Der Artikel lässt jedenfalls befürchten, dass die Anzahl der Mitbürger /innen die in diesem System hängen bleiben, sich in den nächsten Jahren nicht spürbar reduzieren wird.

  5. Der Text wurde, warum auch immer, zerhackt. Sollte natürlich heißen, zahlen Sie einer Friseurin als Meister Betrag X, wenn der Kunde nur bereit ist Preise für den Haarschnitt zu zahlen die darunter liegen. In vielen Städten gibt sich folgendes Bild:

    Haarschnitt für nur 10 Euro. Hier für nur 8 Euro. Hier das Megaschnäppchen nur 5 Euro. Die Devise "Viel und billig konsumieren", die in den 80ern wurzelt hat auch die hiesige Wirtschaft unter Druck gesetzt und vor allem die Dienstleistungsbranche. Schuld ist daran aber der Konsument, der durch Aldi und Co gelernt hat, dass er für sein Geld viel erwarten kann. Doch gerade in der Dienstleistung hat man nicht die Skalibarkeit eines Produktes.

    Als böser deutscher Unternehmer in der Dienstleistung, kenne ich die Situation nur zu gut, wenn man den Kunden für ein Projekt 3-4 Arbeitstage in Rechnung stellt und die einen anschauen und meinen das ist ja mehr als ein Laptop kostet...
    Der Preisdruck ist heute immens. Im Bereich der Produktindustrie wird er oft von asiatischen Billigprodukten gewonnen. Der Konsument fragt sich hier allerdings nie, wie sind die Arbeitsbedingungen und bekommt der Mitarbeiter im Falle der Arbeitslosigkeit HartzIV. Der Konsument denk nur an: "Bin ich billig dran gekommen".

    In der Dienstleistung haben Sie das Problem, dass solche Leistungen in den Köpfen vieler Menschen keinen Wert besitzen, dass Sie nicht "greifbar" sind. Entsprechend die Zahlungsmoral.

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    Das, was Sie anführen, ist keineswegs Ursache für die niedrigen Entlohnungen - und schon gar nicht der Grund für die oft widrig-animalistisch wirkenden Arbeitsbedingungen in der Dienstleistungsbranche.
    Die Probleme, die Sie beschreiben ("keine Wertschätzung in der Dienstleistung) sind ja nicht neu, es gab sie schon vor 15 Jahren, als ein Haarschnitt 8- 10 DM(!)kostete und die Angestellten bezogen auf die Lebenshaltungskosten wesentlich höher entlohnt wurden als heute.

    Das Problem in der deutschen Arbeitswelt ist also, dass Produktivität und technischer Fortschritt gestiegen sind, was die Arbeitsverdichtung eigentlich hätte auf ein sozialverträgliches Mass hätte fallen lassen müssen.

    Das Gegenteil aber ist der Fall. Viele AN (gerade auch bei mittelständischen den Dienstleistern, die Unternehmensgewinne einfahren, die ihresgleichen suchen)streben natürlich aus der Arbeitswelt, weil sie sich minderwertig entlohnt sehen; aber eben vor allem auch, weil die Arbeitsverdichtung zum Wohle der Unternehmer ein sozial absolut unveträgliches und menschenfeindliches Mass angenommen hat.
    Als Schneeballeffekt zu dem ganzen Komplex führt es natürlich dazu, dass Konsumenten immer weniger zahlen können für Dienstleistungen.
    Sie vertauschen also Ursache und Wirkung.

    Gier, und nur Gier vieler deutscher Unternehmer, führt nun zu dem, was wir hier in der ZEIT lesen müssen.

    Sie vergessen, dass das Lohn- und Preisdumping im Friseurhandwerk massenhaft kleine Betriebe zerstört hat. Ähnliches gilt auch für andere Branchen. Betroffen von den Folgen neoliberaler Politik sind nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmen. Heute findet nämlich der sogenannte "Wettbewerb" ausschließlich über den Preis und nicht mehr über die Qualität eines Produktes statt.

    Klar kann man es nun wieder auf den bösen Konsumenten abschieben, der möglichst viel und damit zwangsläufig auch möglichst billig konsumieren will.

    Doch das ist auch nur eine Seite der Medaille. Denn das Konsumdenken mussten die Menschen auch erst erlernen. Und dafür tragen die Unternehmer tatsächlich die Hauptverantwortung, da sie über massive Ausweitung von Werbung auf diesen Zustand hingewirkt haben.

    • cvnde
    • 29.12.2011 um 10:31 Uhr

    ist aber auch da sAuftauchen neuer Anbieter, gerade im Frisuer-Handwerk zum Beispiel sind haufenweise Familienbetriebe aus dem "östlichen Mittelmeereaum" aufgetaucht, die den Maschinenschnitt für 5,04 € netto anbieten.

    Ich weiß nicht wie man bei solchen Preisen Gewinnmachen will,
    mit angestellten wird man das nicht schaffen.

    Was aber erreicht wird ist, dass das Preis-Niveau untengehalten wird, bis andere Anbietr schließen müssen.

    • mcbb
    • 29.12.2011 um 12:16 Uhr

    zu Ihren Beiträgen 3. und 5. lesen Sie doch mal das hier.

    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Und dann sollten Sie mal Ihre Behauptungen mit Zahlen belegen. Wenn Sie das nicht können, sollte Sie einmal darüber nachdenken, bevor sie so etwas schreiben. Es ist lange überfällig, dass man sich gegen diese übelsten Unterstellungen in Boulevardmanier zur Wehr setzt.

    gerne das Friseurhandwerk bemüht.

    Dabei wird aber von den angeblich so gebeutelten traditionellen Friseurläden meist unterschlagen, dass die nicht nur einfache preiswerte sondern auch arbeitsaufwändige Haarschnitte und „Stylings“ anbieten, und bei letzteren wohl das nennenswerte Geld verdient wird.
    Und um so „angesagter“ eine Frisur gerade ist, lässt sich dies der Friseurladen ohne Entsprechung im Arbeitsaufwand teuer bezahlen. Aufgrund dieser Mischform dürfte hier unterm Strich kaum ein Grund bestehen, Niedriglöhne zu zahlen.
    Auch profitieren Friseurläden von der Dummheit mancher Kunden, die sich z.B. für zig Euro eine Frisur „stylen“ lassen, wie gerade aus dem Bett gestiegen, dies aber umsonst haben könnten, wenn sie sich nach dem Aufstehen einfach nicht kämmen würden.

    Diese 10-Euro-Discount-Frisörläden mit lediglich Standartschnitt sind eine andere Liga, sie bauen rein auf Niedriglohn, weil der Ausgleich der die Einfachfrisuren „subventionierenden“ Luxusfrisuren fehlen. Ein schon von der Idee her unanständiges Geschäftskonzept.

    Die traditionellen Frisörläden aber, obwohl sie keine Discounter sind, nehmen jedoch die externen Discounterlöhne als Argument ihren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit gegenüber, wenig Lohn zu zahlen.
    Statt dessen sollten die Friseurverbände lieber ihren untadeligen Ruf als anspruchsvolles Handwerk mit entsprechenden Werbestrategien zu retten versuchen und sich nicht von den Discountern nach unten ziehen lassen.

    "Haarschnitt für nur 10 Euro. Hier für nur 8 Euro. Hier das Megaschnäppchen nur 5 Euro."

    Mir fällt auf, wie wenig Gefühl für den Wert von Geld die Leute seit dem Euro haben. Ein 5€ Schnitt sind knappe 10 Mark! Für nen einfachen Herrenschnitt mit Maschine hat man das schon immer gezahlt, gut, vielleicht 12 Mark oder so.

    Und mehr sind die Schnitte beileibe nicht wert. Ich rasiere mir die Haare mittlerweile selber mit einer Maschine kurz, einen Unterschied sieht man nicht-könnte im Grunde auch gleich loslegen, gäbe es nicht den Meisterzwang.

    Unterschied ist, früher hat Cheffe mehr vom Geld abgegeben, heute macht er das nicht mehr-kann ja mit Hartz drohen. Am Kunden liegt es nicht. Der kann ja schlecht 100€ für etwas ausgeben, was real betrachtet wirklich nur nach 5€ aussieht.

    Ich sehe das auch bei Technik, da wird für Fernseher mit ungleichmäßiger Ausleuchtung 500€ verlangt-und scheinbar nehmen die Leute das hin, weil sie kein Gefühl für Geldwerte mehr haben. Sogar die Warentester finden solche Preise gerechtfertigt.

    Die DM täte uns allen gut, da sind noch genügend Bürger, die deren Wert noch kennen und für reale Preisverlangen sorgen würden. Im Moment ist eine tierische Inflation in Gange-Schrott für XXX€ und alle machen zwangsweise mit. Deutschland rast in die Totalpleite!

    "Der Preisdruck ist heute immens", schreiben Sie völlig zu recht.
    Aber im Artikel steht auch eine unfassbare Verharmlosung:
    "Bei Fachkräften passiert dies laut der Studie nur etwa in jedem fünften Fall."
    Mal so nebenbei wird hier erwähnt, dass "NUR" 20% der Facharbeiter bei Arbeitslosigkeit direkt in Hartz IV fallen. Gleichzeitig wirbt die Industrie weiterhin dafür, den "Fachkräftemangel" durch Zuzug von außerhalb zu... ja was eigentlich?
    Damit wird auch klar, warum die Industrie dafür wirbt: Der Druck auf die Löhne soll auch bei den Facharbeitern erhöht werden.

    Und da wundern Sie sich noch, dass "der Konsument" kein Geld mehr hat, sich für 20-30 EUR die Haare schneiden zu lassen?

    Auf der anderen Seite der Skala sieht es dann so aus, dass David Beckham 500 Pfund ausgibt, um sich eine Glatze rasieren zu lassen. - Schöne neue Welt!

    Das, was Sie anführen, ist keineswegs Ursache für die niedrigen Entlohnungen - und schon gar nicht der Grund für die oft widrig-animalistisch wirkenden Arbeitsbedingungen in der Dienstleistungsbranche.
    Die Probleme, die Sie beschreiben ("keine Wertschätzung in der Dienstleistung) sind ja nicht neu, es gab sie schon vor 15 Jahren, als ein Haarschnitt 8- 10 DM(!)kostete und die Angestellten bezogen auf die Lebenshaltungskosten wesentlich höher entlohnt wurden als heute.

    Das Problem in der deutschen Arbeitswelt ist also, dass Produktivität und technischer Fortschritt gestiegen sind, was die Arbeitsverdichtung eigentlich hätte auf ein sozialverträgliches Mass hätte fallen lassen müssen.

    Das Gegenteil aber ist der Fall. Viele AN (gerade auch bei mittelständischen den Dienstleistern, die Unternehmensgewinne einfahren, die ihresgleichen suchen)streben natürlich aus der Arbeitswelt, weil sie sich minderwertig entlohnt sehen; aber eben vor allem auch, weil die Arbeitsverdichtung zum Wohle der Unternehmer ein sozial absolut unveträgliches und menschenfeindliches Mass angenommen hat.
    Als Schneeballeffekt zu dem ganzen Komplex führt es natürlich dazu, dass Konsumenten immer weniger zahlen können für Dienstleistungen.
    Sie vertauschen also Ursache und Wirkung.

    Gier, und nur Gier vieler deutscher Unternehmer, führt nun zu dem, was wir hier in der ZEIT lesen müssen.

    Sie vergessen, dass das Lohn- und Preisdumping im Friseurhandwerk massenhaft kleine Betriebe zerstört hat. Ähnliches gilt auch für andere Branchen. Betroffen von den Folgen neoliberaler Politik sind nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmen. Heute findet nämlich der sogenannte "Wettbewerb" ausschließlich über den Preis und nicht mehr über die Qualität eines Produktes statt.

    Klar kann man es nun wieder auf den bösen Konsumenten abschieben, der möglichst viel und damit zwangsläufig auch möglichst billig konsumieren will.

    Doch das ist auch nur eine Seite der Medaille. Denn das Konsumdenken mussten die Menschen auch erst erlernen. Und dafür tragen die Unternehmer tatsächlich die Hauptverantwortung, da sie über massive Ausweitung von Werbung auf diesen Zustand hingewirkt haben.

    • cvnde
    • 29.12.2011 um 10:31 Uhr

    ist aber auch da sAuftauchen neuer Anbieter, gerade im Frisuer-Handwerk zum Beispiel sind haufenweise Familienbetriebe aus dem "östlichen Mittelmeereaum" aufgetaucht, die den Maschinenschnitt für 5,04 € netto anbieten.

    Ich weiß nicht wie man bei solchen Preisen Gewinnmachen will,
    mit angestellten wird man das nicht schaffen.

    Was aber erreicht wird ist, dass das Preis-Niveau untengehalten wird, bis andere Anbietr schließen müssen.

    • mcbb
    • 29.12.2011 um 12:16 Uhr

    zu Ihren Beiträgen 3. und 5. lesen Sie doch mal das hier.

    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Und dann sollten Sie mal Ihre Behauptungen mit Zahlen belegen. Wenn Sie das nicht können, sollte Sie einmal darüber nachdenken, bevor sie so etwas schreiben. Es ist lange überfällig, dass man sich gegen diese übelsten Unterstellungen in Boulevardmanier zur Wehr setzt.

    gerne das Friseurhandwerk bemüht.

    Dabei wird aber von den angeblich so gebeutelten traditionellen Friseurläden meist unterschlagen, dass die nicht nur einfache preiswerte sondern auch arbeitsaufwändige Haarschnitte und „Stylings“ anbieten, und bei letzteren wohl das nennenswerte Geld verdient wird.
    Und um so „angesagter“ eine Frisur gerade ist, lässt sich dies der Friseurladen ohne Entsprechung im Arbeitsaufwand teuer bezahlen. Aufgrund dieser Mischform dürfte hier unterm Strich kaum ein Grund bestehen, Niedriglöhne zu zahlen.
    Auch profitieren Friseurläden von der Dummheit mancher Kunden, die sich z.B. für zig Euro eine Frisur „stylen“ lassen, wie gerade aus dem Bett gestiegen, dies aber umsonst haben könnten, wenn sie sich nach dem Aufstehen einfach nicht kämmen würden.

    Diese 10-Euro-Discount-Frisörläden mit lediglich Standartschnitt sind eine andere Liga, sie bauen rein auf Niedriglohn, weil der Ausgleich der die Einfachfrisuren „subventionierenden“ Luxusfrisuren fehlen. Ein schon von der Idee her unanständiges Geschäftskonzept.

    Die traditionellen Frisörläden aber, obwohl sie keine Discounter sind, nehmen jedoch die externen Discounterlöhne als Argument ihren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit gegenüber, wenig Lohn zu zahlen.
    Statt dessen sollten die Friseurverbände lieber ihren untadeligen Ruf als anspruchsvolles Handwerk mit entsprechenden Werbestrategien zu retten versuchen und sich nicht von den Discountern nach unten ziehen lassen.

    "Haarschnitt für nur 10 Euro. Hier für nur 8 Euro. Hier das Megaschnäppchen nur 5 Euro."

    Mir fällt auf, wie wenig Gefühl für den Wert von Geld die Leute seit dem Euro haben. Ein 5€ Schnitt sind knappe 10 Mark! Für nen einfachen Herrenschnitt mit Maschine hat man das schon immer gezahlt, gut, vielleicht 12 Mark oder so.

    Und mehr sind die Schnitte beileibe nicht wert. Ich rasiere mir die Haare mittlerweile selber mit einer Maschine kurz, einen Unterschied sieht man nicht-könnte im Grunde auch gleich loslegen, gäbe es nicht den Meisterzwang.

    Unterschied ist, früher hat Cheffe mehr vom Geld abgegeben, heute macht er das nicht mehr-kann ja mit Hartz drohen. Am Kunden liegt es nicht. Der kann ja schlecht 100€ für etwas ausgeben, was real betrachtet wirklich nur nach 5€ aussieht.

    Ich sehe das auch bei Technik, da wird für Fernseher mit ungleichmäßiger Ausleuchtung 500€ verlangt-und scheinbar nehmen die Leute das hin, weil sie kein Gefühl für Geldwerte mehr haben. Sogar die Warentester finden solche Preise gerechtfertigt.

    Die DM täte uns allen gut, da sind noch genügend Bürger, die deren Wert noch kennen und für reale Preisverlangen sorgen würden. Im Moment ist eine tierische Inflation in Gange-Schrott für XXX€ und alle machen zwangsweise mit. Deutschland rast in die Totalpleite!

    "Der Preisdruck ist heute immens", schreiben Sie völlig zu recht.
    Aber im Artikel steht auch eine unfassbare Verharmlosung:
    "Bei Fachkräften passiert dies laut der Studie nur etwa in jedem fünften Fall."
    Mal so nebenbei wird hier erwähnt, dass "NUR" 20% der Facharbeiter bei Arbeitslosigkeit direkt in Hartz IV fallen. Gleichzeitig wirbt die Industrie weiterhin dafür, den "Fachkräftemangel" durch Zuzug von außerhalb zu... ja was eigentlich?
    Damit wird auch klar, warum die Industrie dafür wirbt: Der Druck auf die Löhne soll auch bei den Facharbeitern erhöht werden.

    Und da wundern Sie sich noch, dass "der Konsument" kein Geld mehr hat, sich für 20-30 EUR die Haare schneiden zu lassen?

    Auf der anderen Seite der Skala sieht es dann so aus, dass David Beckham 500 Pfund ausgibt, um sich eine Glatze rasieren zu lassen. - Schöne neue Welt!

    • Chali
    • 29.12.2011 um 8:49 Uhr

    Ich erinnere mich vage, dass dieser Effekt schon vor Jahren auf den Nachdenkseiten vorhergesagt wurde.

    Aber mal eine andere Frage zu den so "arbeitslos gewordenen"
    - ein hübscher Euphemismus übrgens, Gratulation -
    Wieviel Prozent haben denn vorher (auf meine Kosten, btw) einen "Lohnzuschuss" bekommen, sagen wir - für einen Jahr?
    (Also - nicht sie. Das Unternehmen hat den Zuschuss bekommen.)

    So dass die Kündigung - Überraschung! - und das das Auslaufen des Zuschuss zusammenfallen?

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  6. Was sich auch meist hinter statistischen Zahlen verbirgt und in den Topf "geringqualifiziert" geworfen wird:

    - Es gibt viele Menschen die nicht wirklich motiviert sind zu arbeiten
    - Es gibt Menschen denen jedwede Qualifikation zur Arbeit fehlt.

    Gerade im Bereich der kleineren Produktionsbetriebe erlebt man es immer wieder. Die großen BMW / Siemens und Co. können höhere Preisaufschläge realisieren, höhere Löhne zahlen und absorbieren entsprechend die Top-Qualifizierten. Vielen kleine Betriebe am Ende der Lieferkette kennen nur den Preisdruck von oben. Dennoch ist die Produktion heute sehr technisch und Fachkräfte sind rar. Wenn Anlernkräfte aber nicht einmal mehr in der Lage sind Plus und Minus zu rechnen oder sich artikulieren können (gleich in welcher Sprache), dann ist es nicht verwunderlich, dass solche Menschen unbrauchbar sind für diese Arbeit.

    Ich finde es immer wieder "erheiternd" wie weltfremd die Theoretiker argumentieren, die sich noch nie mit einem Meister, Unternehmer oder Abteilungsleiter unterhalten haben. Man würde nicht glauben wie viele (jüngere) Geringqulifizierte fast wöchentlich mehrmals zu spät kommen. Ich selbst war im Unternehmen anwesend als der Mitarbeiter herein kam an seinen Arbeitsplatz schlurfte. Kein guten Morgen nichts. Auf die Frage warum er 3 Stunden zu spät sei: "Ich war gestern saufen und habe den Wecker kaputt geschlagen".

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    oder: Wie der Firmeninhaber in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus.

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    Gerade im Bereich der kleineren Produktionsbetriebe erlebt man es immer wieder. Die großen BMW / Siemens und Co. können höhere Preisaufschläge realisieren, höhere Löhne zahlen und absorbieren entsprechend die Top-Qualifizierten.
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    In welcher "Welt" leben Sie ?

    Der Unternehmer zahlt immer nur das "mindeste" was er zahlen muss. Und hierbei sind die genannten "Grossen" Industriebetrieb mit Sicherheit nicht auszuschliessen.

    Bsp:
    VW lässt durch die Zustimmung des Betriebsrates neue Mitarbeiter für ca. 30% weniger Lohn die gleiche Arbeit verrichten wie die andere Belegschaft.
    Das ganze wird schön als sozial ausgewogen beschrieben.

    BMW lies den grossteil der Produktion in den neuen Bundesländern durch Leiharbeiter (und jetzt fragen Sie bitte nicht was diese an Stundenlohn erhalten haben - die Antwort wäre lachhaft gegenüber den betriebseigenen MA) verrichten.

    Siemens ist auch nicht gerade das Beispiel eines Konzernes der seinen Mitarbeiter generöse Gehälter zahlt. Zudem hat man in diesem Unternehmen eingeführt.
    Da werden teile der Produktion geschlossen und die Mitarbeiter einfach auf die Strasse gesetzt.
    Wie schon der Vorstandsvorsitzende Herr Löscher, vor kurzem im Interview andeutete: Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern.

    Anmerkung:
    Soziale Kompetenz bedeutet, sich nicht nur um das Unternehmen zu kümmern sondern Das Unternehmen als Teil der gesellschaftliche Seite zu berücksichtigen.

    Welcher Manager hat soziale Kompetenz ?

    Gruss

    Ich möchte Ihre Erfahrungen mit bestimmten Azubis und Mitarbeitern nicht in Abrede stellen, frage mich nur, wieso es dazu kommt. M.E. trägt die Schule die meiste Schuld dafür, weil sie aus falsch verstandenem, als Relikt der 68er Blumenkinder noch in manchen Köpfen fest sitzen Antiautoritarismus oft keine Menschen erzieht, die sich reibunfslos in die Maschinerie der Arbeitwelt (und der Gesellschaft) einfügen, sondern rebellische Narzisse, die sich im wortreichen Traum der Selbstverwirklichung verlieren. Auch viele Familien sind nicht frei von Schuld zu sprechen. Scheidungen am Fließband, Verwahrlosung durch überbelastete, oft ständig wechselnde Elternteile, altersbedingte Fortsetzung der 68er Wurschtigkeit gegenüber Konventionen, die ein geordnetes Zusammenleben zum Vorteil der Allgemeinheit regeln. Ich meine, jeder sollte eine Chance erhalten, für sein Lebensunterhalt zu "leisten".Und wenn man sich manche Handwerksmeister und Vorgesetzte aller Art anschaut, dann fragt man sich, ob man unbedingt mit Steinen werfen sollte, wenn man selbst im Glashaus sitzt.

    motiviert sind zu arbeiten - Es gibt Menschen denen jedwede Qualifikation zur Arbeit fehlt." - das erinnert doch tief an Guido Westerwelle und seine Hetzkampagnen wegen der ach so gemütlichen sozialen Hängematte! - Es scheint einigen Unternehmern, die vielleicht selbst gar nicht so gerne tatsächlich arbeiten, sondern sich lieber Gedanken darüber machen, wie sie mit Hilfe einer politischen Partei und der Steuergelder andere ausbeuten können, lieber zu sein, jetzt die ach so Bedauernswerten zu spielen. - Auch eine Friseurmeisterin kann anständig bezahlt werden; dafür sind die Preise hoch genug! - Die Folgen der Ausbeutung und des Lohndumpings liegen auf der Hand: geringe Renten - Armut - früher Tod, aus der Gesellschaft aussortierte Kinder. - Die das verantworten, nennen sich meist auch noch Christen und beten zu Weihnachten die Geburt eines Kindes an - nur nicht jeden Kindes (und jedes ist ein Gotteskind!), sonst könnte man doch nicht sortieren. -

    oder: Wie der Firmeninhaber in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus.

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    Gerade im Bereich der kleineren Produktionsbetriebe erlebt man es immer wieder. Die großen BMW / Siemens und Co. können höhere Preisaufschläge realisieren, höhere Löhne zahlen und absorbieren entsprechend die Top-Qualifizierten.
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    In welcher "Welt" leben Sie ?

    Der Unternehmer zahlt immer nur das "mindeste" was er zahlen muss. Und hierbei sind die genannten "Grossen" Industriebetrieb mit Sicherheit nicht auszuschliessen.

    Bsp:
    VW lässt durch die Zustimmung des Betriebsrates neue Mitarbeiter für ca. 30% weniger Lohn die gleiche Arbeit verrichten wie die andere Belegschaft.
    Das ganze wird schön als sozial ausgewogen beschrieben.

    BMW lies den grossteil der Produktion in den neuen Bundesländern durch Leiharbeiter (und jetzt fragen Sie bitte nicht was diese an Stundenlohn erhalten haben - die Antwort wäre lachhaft gegenüber den betriebseigenen MA) verrichten.

    Siemens ist auch nicht gerade das Beispiel eines Konzernes der seinen Mitarbeiter generöse Gehälter zahlt. Zudem hat man in diesem Unternehmen eingeführt.
    Da werden teile der Produktion geschlossen und die Mitarbeiter einfach auf die Strasse gesetzt.
    Wie schon der Vorstandsvorsitzende Herr Löscher, vor kurzem im Interview andeutete: Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern.

    Anmerkung:
    Soziale Kompetenz bedeutet, sich nicht nur um das Unternehmen zu kümmern sondern Das Unternehmen als Teil der gesellschaftliche Seite zu berücksichtigen.

    Welcher Manager hat soziale Kompetenz ?

    Gruss

    Ich möchte Ihre Erfahrungen mit bestimmten Azubis und Mitarbeitern nicht in Abrede stellen, frage mich nur, wieso es dazu kommt. M.E. trägt die Schule die meiste Schuld dafür, weil sie aus falsch verstandenem, als Relikt der 68er Blumenkinder noch in manchen Köpfen fest sitzen Antiautoritarismus oft keine Menschen erzieht, die sich reibunfslos in die Maschinerie der Arbeitwelt (und der Gesellschaft) einfügen, sondern rebellische Narzisse, die sich im wortreichen Traum der Selbstverwirklichung verlieren. Auch viele Familien sind nicht frei von Schuld zu sprechen. Scheidungen am Fließband, Verwahrlosung durch überbelastete, oft ständig wechselnde Elternteile, altersbedingte Fortsetzung der 68er Wurschtigkeit gegenüber Konventionen, die ein geordnetes Zusammenleben zum Vorteil der Allgemeinheit regeln. Ich meine, jeder sollte eine Chance erhalten, für sein Lebensunterhalt zu "leisten".Und wenn man sich manche Handwerksmeister und Vorgesetzte aller Art anschaut, dann fragt man sich, ob man unbedingt mit Steinen werfen sollte, wenn man selbst im Glashaus sitzt.

    motiviert sind zu arbeiten - Es gibt Menschen denen jedwede Qualifikation zur Arbeit fehlt." - das erinnert doch tief an Guido Westerwelle und seine Hetzkampagnen wegen der ach so gemütlichen sozialen Hängematte! - Es scheint einigen Unternehmern, die vielleicht selbst gar nicht so gerne tatsächlich arbeiten, sondern sich lieber Gedanken darüber machen, wie sie mit Hilfe einer politischen Partei und der Steuergelder andere ausbeuten können, lieber zu sein, jetzt die ach so Bedauernswerten zu spielen. - Auch eine Friseurmeisterin kann anständig bezahlt werden; dafür sind die Preise hoch genug! - Die Folgen der Ausbeutung und des Lohndumpings liegen auf der Hand: geringe Renten - Armut - früher Tod, aus der Gesellschaft aussortierte Kinder. - Die das verantworten, nennen sich meist auch noch Christen und beten zu Weihnachten die Geburt eines Kindes an - nur nicht jeden Kindes (und jedes ist ein Gotteskind!), sonst könnte man doch nicht sortieren. -

  7. Vergessen die Zeit, als bei Sabine Christiansen den Deutschen sonntäglich eingetrichtert wurde, nur Niedriglöhne könnten Wohlstand für alle (sic!) schaffen?

    Neoliberale Gehirnwäsche. Und an den politischen Schalthebeln sitzen jetzt Goldman-Sachs-Boys wie Draghi oder Monti, die vor zwei, drei Jahren offenbar noch nicht erkennen konnten, was mit den so geschaffenen Ungleichgewichten passieren wird.

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    das war widerlich!

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