Parteien: Entscheidet euch, Piraten!
Die Piraten wehren sich gegen eine Einordnung ins Parteienspektrum. Das wirkt wenig verlässlich und nützt weder dem Wähler noch der Partei, kommentiert Tilman Steffen.
© Ralph Orlowski/Getty Images

Arbeitsplatz eines Teilnehmers auf dem Piratenparteitag in Offenbach
Die Analyse des Piratenparteitags fiel eindeutig aus: Ihre liberale Bürgerrechtspolitik haben die Piraten in Offenbach durch eine klar linke Sozialpolitik ergänzt, so deuteten es etliche Beobachter. Denn die einstige Internetpartei hatte die Forderung nach Grundeinkommen zur Parteilinie erhoben , sie sprach sich gegen Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger aus und für frei zugängliche Drogen. Sind die Piraten also am vergangenen Wochenende nach links gerückt?
Wer diese Frage einem Piraten stellt, fängt sich meist Schelte ein. Vehement wehren sich Mitglieder und Parteiführung gegen ein solches Etikett, sie lehnen jegliche Verortung in herkömmliche Links-Rechts-Schemata ab. Von einem Linksruck könne keine Rede sein, beteuert Parteichef Nerz, der die Piraten als die Partei der Bürgerrechte und "liberale Kraft in Deutschland" sieht. Das klingt nach der Furcht, im Schlagschatten anderer linker Parteien zu verschwinden. Frei ist derzeit immerhin nur der Platz der FDP – wenn man auf die Umfragen schaut.
Und in der Tat: Bislang entzogen sich die Piraten erfolgreich der Einpassung in existierende Schablonen. Wofür steht die Partei, abgesehen von ihren Kernthemen Netzpolitik und das Transparenzversprechen? Das war vor dem Parteitag oft genug kaum auszumachen. In ihrem Piratenwiki debattieren Mitglieder und Interessierte Positionen zu einer schier unendlichen Themenfülle. Für und gegen Griechenland-Hilfen, für und gegen Mindestlöhne – eine Tendenz war bei etlichen Themen lange nicht erkennbar, auch vor den Abstimmungen auf dem Parteitag nicht.
Das ist jetzt anders. Mit ihren Beschlüssen zum bedingungslosen Grundeinkommen, der doppelten Staatsbürgerschaft, ihren Plädoyers für Europa und einem Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr haben sich die Piraten klarer denn je verortet. Und ob sie es wollen oder nicht, sie stehen damit zumindest weiter links als die derzeitige FDP.
Die Partei argumentiert, dass sie das alte Links-Rechts-Schema überwunden habe. Das mag zukunftsweisend sein, doch der Realität in Deutschland entspricht es (noch) nicht. Auch heute noch gehört es zur Sozialisation der meisten Jugendlichen, sich irgendwann politisch zu verorten, links, konservativ oder was auch immer. Links-Rechts-Schablonen sind nicht einfach bloß eine Erfindung der Medien oder der Politikwissenschaft. Sie sind real.
Das alles könnte den Piraten gleichwohl egal sein, würden sie nach dem Wahlerfolg in Berlin nicht zu höheren Zielen streben. Der Bundestag soll es 2013 sein, und davor noch das ein oder andere Landes- oder Kommunalparlament.
Und genau da wird politische Einordnung so wichtig. Nicht nur, weil die wenigsten Wähler Wahlprogramme komplett durchlesen, sondern vor allem, weil eine Partei, die mehr sein will als bloß eine vorübergehende Erscheinung, verlässlich auch in Fragen sein muss, die sich heute noch gar nicht stellen. Wie CDU und SPD, Grüne, FDP und Linke seinerzeit auf die Finanzkrise reagierten, ließ sich einigermaßen abschätzen, obwohl vieles an dieser Krise völlig neu war. Auch wie diese Parteien auf tatsächliche oder scheinbare Bedrohungen reagieren, ist halbwegs klar.
Doch wie würden die Piraten auf heute nicht absehbare Probleme und Krisen reagieren? Was wären ihre Antworten? Aus welchem Fundus würden sie sich mit Ideen bedienen? Die Ergebnisse des Offenbacher Parteitages legen nahe: aus dem linken. Doch diese Vermutung, so sie denn überhaupt stimmt, kann den Wählern der Piratenpartei auf Dauer nicht ausreichen. Sie dürfen erwarten, von "ihrer Partei" auch nach einer Wahl nicht völlig vor den Kopf gestoßen zu werden.
Die Piraten müssen sich entscheiden, wo genau sie stehen. Noch scheuen sie diese Festlegung, was unter anderem dazu führt, dass zwielichtige Leute wie Bodo Thiesen noch immer Mitglied der Partei sind. Ein Dauerzustand kann das nicht sein.







"Wie CDU und SPD, Grüne, FDP und Linke seinerzeit auf die Finanzkrise reagierten, ließ sich einigermaßen abschätzen (...)."
Ich weiß ja nicht ob Sie schon einmal ein Parteiprogramm gelesen haben, aber ich finde bei keiner der genannten Parteien im Programm einen Hinweis auf Ihr derzeitiges Handeln. Meist ist sogar das krasse Gegenteil der Fall, wie z.B. bei der FDP die im Parteiprogramm IMMERNOCH von "Selbstregulation der Märkte", "Eigenverantwortung" und den großen Vorteilen der "freien Marktwirtschaft" faselt.
Das Verhalten der derzeitigen Regierung ist auf keinen Fall konform den Parteiprogrammen. Sie sollten vielleicht mal einen Artikel über Wahlbetrug oder ähnliches schreiben, denn die Wähler haben nämlich eigentlich diese Parteiprogramme gewählt (auch wenn laut Ihnen, kaum jemand die Programme zu Ende liest).
Wobei, nach diesem Auftritt ist es eventuell besser, wenn Sie jemand anderen einen solchen Artikel schreiben lassen...
Mein erster Gedanke beim lesen dieses Artikels finde ich als Überschrift im ersten Kommentar.
---
Fragen an den Autor:
Ist die Presse überfordert mit Parteien, die sich nicht einfach und bequem in alte, verstaubte Schubladen einordnen lassen? Oder nur Sie selbst...
@Redaktion: nein, das ist keine Beleidigung sondern eine ernsthafte Frage an den Artikelschreiber! Wer derart hanebüchenen Unsinn öffentlich schreibt, sollte sich auch derartigen Fragen in der Öffentlichkeit stellen lassen!
der Friesen, die sich der Unterwerfung mit dem Ruf "Eala Frya Fresena" verweigerten, zeigen trotz des Missbrauchs des zweiten Leitspruchs der Friesen "Lewer duad üs Slav" durch die neuen braunen Besitzstandsfeudalgesellschaftsbüttel, ganz unübersehbar auf die heutige Alleinstellung der "Piratenpartei" im deutschen Parteienkonzert.
Deutschland 2011. Das Land, in dem die entante cordiale der neuen neonazistischen Besitzstandsfeudalrepublik Deutschland in Gestalt der sogen. bürgerlichen Parteien erschreckend an den putinschen Demokratiebegriff erinnert.
Machen wir uns doch endlich einmal nichts mehr vor. Machen wir uns auf den Weg in die gesellschaftliche Praxis dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft, in der die Neue Nomenklatura dieses Neuen Deutschlands jene sozio-ökonomische Allmacht übernommen hat, die in der Ostzone von 1949 bis 1989 unter dem Schutz russisischer Panzerkanonen und der stalinistischen Geheimdienstdiktatur von der damaligen Macht- und Besitzstandselite okkupiert worden war.
Haben wir nichts gelernt? Nicht von den nazistischen Herrenmenschen? Nicht von den stalintistischen Herrenmenschen? Nichts, so daß wir uns schon wieder wie die bekannten teutschen Untertanenseelen den plutonomistischen Herrenmenschen des heutigen Kannibalkapitalismus unterwerfen, die ihre ganze Macht aus der imposant-multimedialen "Diktatur der Märkte" herleiten?
Geistig-moralisch verwahrlost, intellektuell und professionell verelendet, so wie von 1933 bis 1989?
Ein schlimmer Artikel.
Mein erster Gedanke beim lesen dieses Artikels finde ich als Überschrift im ersten Kommentar.
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Fragen an den Autor:
Ist die Presse überfordert mit Parteien, die sich nicht einfach und bequem in alte, verstaubte Schubladen einordnen lassen? Oder nur Sie selbst...
@Redaktion: nein, das ist keine Beleidigung sondern eine ernsthafte Frage an den Artikelschreiber! Wer derart hanebüchenen Unsinn öffentlich schreibt, sollte sich auch derartigen Fragen in der Öffentlichkeit stellen lassen!
der Friesen, die sich der Unterwerfung mit dem Ruf "Eala Frya Fresena" verweigerten, zeigen trotz des Missbrauchs des zweiten Leitspruchs der Friesen "Lewer duad üs Slav" durch die neuen braunen Besitzstandsfeudalgesellschaftsbüttel, ganz unübersehbar auf die heutige Alleinstellung der "Piratenpartei" im deutschen Parteienkonzert.
Deutschland 2011. Das Land, in dem die entante cordiale der neuen neonazistischen Besitzstandsfeudalrepublik Deutschland in Gestalt der sogen. bürgerlichen Parteien erschreckend an den putinschen Demokratiebegriff erinnert.
Machen wir uns doch endlich einmal nichts mehr vor. Machen wir uns auf den Weg in die gesellschaftliche Praxis dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft, in der die Neue Nomenklatura dieses Neuen Deutschlands jene sozio-ökonomische Allmacht übernommen hat, die in der Ostzone von 1949 bis 1989 unter dem Schutz russisischer Panzerkanonen und der stalinistischen Geheimdienstdiktatur von der damaligen Macht- und Besitzstandselite okkupiert worden war.
Haben wir nichts gelernt? Nicht von den nazistischen Herrenmenschen? Nicht von den stalintistischen Herrenmenschen? Nichts, so daß wir uns schon wieder wie die bekannten teutschen Untertanenseelen den plutonomistischen Herrenmenschen des heutigen Kannibalkapitalismus unterwerfen, die ihre ganze Macht aus der imposant-multimedialen "Diktatur der Märkte" herleiten?
Geistig-moralisch verwahrlost, intellektuell und professionell verelendet, so wie von 1933 bis 1989?
Ein schlimmer Artikel.
Dass die Piraten sich nicht in ein eindimensionales Schema wie links-rechts einordnen wollen, ist richtig und entspricht dem Sinn der Partei. Personen, die nur aufgrund eines solchen Labels ihr Kreuz setzen, wollen die Piraten sicher nicht ansprechen. Die Idee von Selbstbestimmung und Mündigkeit setzt auch einen informierten Wähler voraus, der abseits von links-rechts-KLassifikationen entscheidet.
Wo diese Einteilung hinführt hat doch Frank Schirrmacher exzellent dargelegt, nämlich dazu, dass man eine CDU wählt, weil sie angeblich konservativ (also mitte-rechts) ist, nur um dann festzustellen, dass außer Neoliberalismus, Klientelpolitik und der Übernahme von klassischen SPD-Themen nichts geblieben ist.
Deshalb weiter so Piraten und an die Wähler: nutzt diese Gelegenheit, weg von aussagelosen Labels hin zu mehr Inhalten in der Politik.
Welchen Sinn hat denn eine unpolitische Partei?
"Dass die Piraten sich nicht in ein eindimensionales Schema wie links-rechts einordnen wollen, ist richtig und entspricht dem Sinn der Partei."
Eine Partei, die nicht einmal ihre Grundorientierung zu erkennen gibt, ist und bleibt dubios. Sind die nur naiv , sind es getarnte Extremisten oder sind es politische Analphabeten, wird sich das ernsthafte Wahlvolk fragen.
Eine unpolitische Partei wird in der Politik nicht benötigt.
interessante Definition von "politisch" und "unpolitisch"
Sehr geehrter Dr. Nerd. und andere Kommentatoren, sicherlich setzen viele Wähler der Piraten ihr Kreuz deshalb dort, weil sie sich detailliert mit den Zielen und der bisher fixierten Programmatik auseinandersetzten oder einfach an dieser mitarbeiten wollen. Ich wage aber die These, dass dieses Wählerpotenzial über eine klassische Kernwählerschaft nicht hinausgeht. Die allein reicht aber nicht aus, um tatsächliche Gestaltungsmacht zu erlangen. Auf welchen Wegen lassen sich Ihrer Meinung nach vor der kommenden Bundestagswahl unschlüssige Wähler für die Piraten begeistern?
Tilman Steffen/Redaktion
Denn was der Autor den Piraten vorwirft ist, dass sie den ehemaligen Erfolg der Grünen widerholen. Ein Dejà vu für die - inzwischen nur noch in Plüschsessel pupsende - ehemalig agile Atomkraftpartei
Welchen Sinn hat denn eine unpolitische Partei?
"Dass die Piraten sich nicht in ein eindimensionales Schema wie links-rechts einordnen wollen, ist richtig und entspricht dem Sinn der Partei."
Eine Partei, die nicht einmal ihre Grundorientierung zu erkennen gibt, ist und bleibt dubios. Sind die nur naiv , sind es getarnte Extremisten oder sind es politische Analphabeten, wird sich das ernsthafte Wahlvolk fragen.
Eine unpolitische Partei wird in der Politik nicht benötigt.
interessante Definition von "politisch" und "unpolitisch"
Sehr geehrter Dr. Nerd. und andere Kommentatoren, sicherlich setzen viele Wähler der Piraten ihr Kreuz deshalb dort, weil sie sich detailliert mit den Zielen und der bisher fixierten Programmatik auseinandersetzten oder einfach an dieser mitarbeiten wollen. Ich wage aber die These, dass dieses Wählerpotenzial über eine klassische Kernwählerschaft nicht hinausgeht. Die allein reicht aber nicht aus, um tatsächliche Gestaltungsmacht zu erlangen. Auf welchen Wegen lassen sich Ihrer Meinung nach vor der kommenden Bundestagswahl unschlüssige Wähler für die Piraten begeistern?
Tilman Steffen/Redaktion
Denn was der Autor den Piraten vorwirft ist, dass sie den ehemaligen Erfolg der Grünen widerholen. Ein Dejà vu für die - inzwischen nur noch in Plüschsessel pupsende - ehemalig agile Atomkraftpartei
Glückwunsch, die ersten Kommentare sind ja genau wie erwartet. Das war ein Volltreffer.
Bitte bleiben Sie konstruktiv. Danke, die Redaktion/se
Ich kann leider keinen Sinn in Ihrem Kommentar finden, lasse mich aber gerne erleuchten.
Ich meine, wenn jmd. etwas über eine Person, Gruppe schreibt, dann darf sich ja wohl die Person oder jmd. der sich der Gruppe nahe stehend fühlt auch darüber aüßern?
...aber ganz nebenbei, um mal den Ball "wuff,wuff" zurückzuspielen - wo hat man Sie denn getroffen?
Oder habe ich Sie eben nicht "bellen" hören ;-).
Dlugi
Der Kommentar war wirklich nicht sehr konstruktiv, allerdings waren die ersten Kommentare so im Sinne des Artikels, genauso borniert wie vorhergesagt, dass ich mir nicht einmal sicher war, ob sie ernst gemeint waren. Das wollte ich ausdrücken, ohne dass mir viel zusätzliches konstruktives einfiel.
Ich kann leider keinen Sinn in Ihrem Kommentar finden, lasse mich aber gerne erleuchten.
Ich meine, wenn jmd. etwas über eine Person, Gruppe schreibt, dann darf sich ja wohl die Person oder jmd. der sich der Gruppe nahe stehend fühlt auch darüber aüßern?
...aber ganz nebenbei, um mal den Ball "wuff,wuff" zurückzuspielen - wo hat man Sie denn getroffen?
Oder habe ich Sie eben nicht "bellen" hören ;-).
Dlugi
Der Kommentar war wirklich nicht sehr konstruktiv, allerdings waren die ersten Kommentare so im Sinne des Artikels, genauso borniert wie vorhergesagt, dass ich mir nicht einmal sicher war, ob sie ernst gemeint waren. Das wollte ich ausdrücken, ohne dass mir viel zusätzliches konstruktives einfiel.
Im verengten Weltbild einiger Journalisten gibt es nur eine Linie von Rechts nach Links, auf der sie jede Partei gern irgendwie einordnen möchten.
Die (Parteien-) Welt ist aber komplexer.
Wenn die Mehrheit der Parteimitglieder, die auf dem Parteitag anwesend waren, diese Beschlüsse in einer offenen Diskussion gefasst haben, dann ist das in erster Linie ein Zeichen von Transparenz, das andere Parteien nicht bieten (nicht die Rechten, die Mitte oder die Linken)
Ich drücke euch die Daumen, Piraten aller Länder!
Sehr geehrter Herr Steffen,
[...] grade das streben gegen die traditionelle einordung ist für mich als jungen mensch ein großes plus der piraten. schauen sie sich das schema doch mal an... links, rechts und letztendlich wollen alle in die mitte.
ich will keine partei mehr ,die vorgibt, antworten auf alles zu haben, denn das keine partei das wirklich hat, haben alles ausreichend bewiesen.
dann doch lieber ein ehrliches "ich weiß es nicht" oder ein "da geb ich der CDU recht, da der SPD". wozu dieses stumpfe eischießen auf rechts und links? warum nicht offen sein für lösungen aus allen richtungen und die jeweils beste nehmen?
und ganz wehement möchte ich diesem satz widersprechen:
"Auch heute noch gehört es zur Sozialisation der meisten Jugendlichen, sich irgendwann politisch zu verorten, links, konservativ oder was auch immer."
meiner erfahrung nach, geht es ehr in die richtung: links, mitte, rechts - alles scheiße. keiner hat vernünftige antworten oder lösungen. wir brauchen und wollen was neues.
und da wirkt es erfrischend, wenn sich eine junge partei gegen diese veraltete sortiereung in schubladen wehrt.
Gekürzt. Bitte bemühen Sie sich auch bei kritischen Äußerungen um eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/se
Die Reduktion auf Rechts, Links oder Mitte dient doch nur dem, der seine spektrumsspezifische Keule rausholen will. Ist jemand erstmal als rechts deklariert, kann man ja auch gleich sagen, er sei ein Nazi. Das ist alles Quatsch, wie Sie zurecht erkennen.
Wir haben doch in der Vergangenheit gesehen, wie sich Probleme mit Ideologien lösen lassen: nämlich gar nicht. Vor lauter Grabenkämpfe sieht man dann das eigentliche Problem nicht mehr. So eine eingeschränkte Sicht können wir uns in Zukunft nicht leisten und hoffentlich hat das die Jugend, zu der ich auch gehöre, verstanden. Sie ist vielleicht doch nicht so oberflächlich, wie die Älteren meinen.
Die Reduktion auf Rechts, Links oder Mitte dient doch nur dem, der seine spektrumsspezifische Keule rausholen will. Ist jemand erstmal als rechts deklariert, kann man ja auch gleich sagen, er sei ein Nazi. Das ist alles Quatsch, wie Sie zurecht erkennen.
Wir haben doch in der Vergangenheit gesehen, wie sich Probleme mit Ideologien lösen lassen: nämlich gar nicht. Vor lauter Grabenkämpfe sieht man dann das eigentliche Problem nicht mehr. So eine eingeschränkte Sicht können wir uns in Zukunft nicht leisten und hoffentlich hat das die Jugend, zu der ich auch gehöre, verstanden. Sie ist vielleicht doch nicht so oberflächlich, wie die Älteren meinen.
Was ist denn bitte real? Das Rechts- Links- Schema ist eine Kategorisierung, eine Konstruktion, die es lediglich einfacher macht, Akteure (Menschen/Parteien/Medien,...) in bestimmte Schubladen einzuordnen.
Manche Akteure unterwerfen sich dieser Kategorisierung freiwillig und bezeichnen sich dann selbst als links oder rechts, lesen nur linke/rechte Journale, wählen nur linke/rechte Parteien,fassen nur linke/rechte Beschlüsse, schreiben nur pro linke/rechte Politiker...
Diese freiwillige Selbsteinordnung in eine weltanschauliche Gruppe verengt doch nur das Blickfeld, verbaut den Weg zu alternativen Lösungen und nützt am Ende niemandem!
"Kohärenz der Ideen" zu tun.
Keine Angst, dahin finden die Piraten auch noch von ganz allein. Sie können nicht auf ewig LINKE Ideen votieren und sich als neue FDP bezeichnen. Das Spektrum der politischen Grundideen/Motivationen ist begrenzt. Wenn erst einmal Inhalte da sind, werden auch die emotionalen Anhänglichkeiten deutlicher.
"Kohärenz der Ideen" zu tun.
Keine Angst, dahin finden die Piraten auch noch von ganz allein. Sie können nicht auf ewig LINKE Ideen votieren und sich als neue FDP bezeichnen. Das Spektrum der politischen Grundideen/Motivationen ist begrenzt. Wenn erst einmal Inhalte da sind, werden auch die emotionalen Anhänglichkeiten deutlicher.
damit sie ja in irgendeine Schublade passen und die Journalisten nicht überfordert sind. Was tut's, das auch Konservative ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern und dass dadurch gleichzeitig der Markt und die Eigenverantwortung ein größeres Gewicht bekommen. Die ganze Sozialbürokratie wird ja zumindest stark reduziert (liberal) und wer mehr als das notwendigste will, wird auch weiterhin arbeiten müssen. Was tut's, dass der Kopf des Neoliberalismus, Milton Friedman, für eine Freigabe von Drogen war, während die SPD natrülich gegen die Freigabe von Drogen ist.
Aber so ist es. Arme Piraten. Sie werden jetzt von allen Parteien und Medien gedrückt, gestutzt, beschnitten, gequetscht und geformt werden, bis nur noch ein verpackungsfreundlicher Würfel übrigbleibt: Kubisch, Praktisch, Gut.
Auf dass ja kein neuer und interessanter Gedanke über unsere Köpfe kommen. Oder, Gott behüte, in sie.
...auch gelingen, bisher hat sich noch jede Partei in medialen Mainstream gestellt oder ist untergegangen. Ein Grund, warum dieses System eigentlich nicht demokratisch ist.
Es beginnt z.B. damit, dass man gewisse Sachen überbetont und andere vernachlässigt. So kann man z.B. immer wiederholen, dass die Piraten das umstrittene Grundeinkommen "fordern". Tatsächlich ist das aber in der Partei umstritten und man könnte deshalb auch die Wahrheit schreiben, die dann wesentlich weniger spektakulär daherkommen würde, etwa so:
http://www.heise.de/tp/bl...
Titel:
"Piraten sprechen sich für Volksabstimmung über bedingungsloses Grundeinkommen aus"
Aber das lässt sich nicht so schön verwursten.
...auch gelingen, bisher hat sich noch jede Partei in medialen Mainstream gestellt oder ist untergegangen. Ein Grund, warum dieses System eigentlich nicht demokratisch ist.
Es beginnt z.B. damit, dass man gewisse Sachen überbetont und andere vernachlässigt. So kann man z.B. immer wiederholen, dass die Piraten das umstrittene Grundeinkommen "fordern". Tatsächlich ist das aber in der Partei umstritten und man könnte deshalb auch die Wahrheit schreiben, die dann wesentlich weniger spektakulär daherkommen würde, etwa so:
http://www.heise.de/tp/bl...
Titel:
"Piraten sprechen sich für Volksabstimmung über bedingungsloses Grundeinkommen aus"
Aber das lässt sich nicht so schön verwursten.
... und dann nicht links sein wollen!
Die Piratenpartei bedient sich bei SPD und Grünen, möchte aber partout nicht zu ihrem Lager gezählt werden. Man kann aber nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
...aber man muss gar nicht erst zu einer Hochzeit gehen, sondern feiert gleich eine Gruppenorgie :-)
Aber das liegt jenseits des Horizontes der meisten Medien.
Die Piraten sorgen für Verwirrung in den lagerdenkenden Gesellschaftsgruppen. Und auch wenn die das sicher nicht ewig durchhalten, ist es sehr erfrischend anzusehen. Ich wünschte man würde diesen ganzen rechts-links-Kram endlich über Bord werfen, aber das ist wohl Utopie.
Doch man kann, wenn man weder Braut noch Bräutigam ist !
Eine Idee oder ein Konstrukt wird nicht automatisch dadurch schlecht, dass der Verursacher ein "Nicht-Netter" ist. Wenn man sich selbst die Freiheit nimmt, aus allen Kuchen die Rosinen zu picken...was soll daran verkehrt sein ?
Na ja, vielleicht finden es die Anderen am Kuchenbuffet es nicht so schön !
...aber man muss gar nicht erst zu einer Hochzeit gehen, sondern feiert gleich eine Gruppenorgie :-)
Aber das liegt jenseits des Horizontes der meisten Medien.
Die Piraten sorgen für Verwirrung in den lagerdenkenden Gesellschaftsgruppen. Und auch wenn die das sicher nicht ewig durchhalten, ist es sehr erfrischend anzusehen. Ich wünschte man würde diesen ganzen rechts-links-Kram endlich über Bord werfen, aber das ist wohl Utopie.
Doch man kann, wenn man weder Braut noch Bräutigam ist !
Eine Idee oder ein Konstrukt wird nicht automatisch dadurch schlecht, dass der Verursacher ein "Nicht-Netter" ist. Wenn man sich selbst die Freiheit nimmt, aus allen Kuchen die Rosinen zu picken...was soll daran verkehrt sein ?
Na ja, vielleicht finden es die Anderen am Kuchenbuffet es nicht so schön !
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