Deutschland Öffentliche Schulden erreichen Rekordniveau
Im dritten Quartal sind die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden um mehr als 10 Milliarden Euro gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Bestehen der Bundesrepublik.
Die öffentlichen Schulden in Deutschland sind im dritten Quartal 2011 auf die Rekordsumme von 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 10,4 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent mehr als am Ende des zweiten Quartals und zugleich die höchste Summe seit Bestehen der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Den höchsten Schuldenstand verzeichnete der Bund mit fast 1,289 Billionen Euro. Das war im Vergleich zum zweiten Quartal ein Plus von 0,4 Prozent oder 5,8 Milliarden Euro. Die Bundesländer waren mit 610 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einer Zunahme um 0,7 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro. Die Verschuldung der Kommunen stieg um 0,3 Prozent oder 400 Millionen Euro auf 128,7 Milliarden Euro.
Das Bundesamt korrigierte zudem das Schuldenergebnis für das zweite Quartal 2011 auf rund 2 Billionen und 17 Milliarden Euro. Grund dafür ist die Ende Oktober bekannt gewordene Bilanzierungspanne bei der Bad Bank der Hypo Real Estate. Das FMS-Wertmanagement hatte zum 30. Juni rund 55 Milliarden Euro Schulden zu viel gemeldet.
Die Statistik bildet die Schulden von Bund, Ländern sowie Gemeinden und Gemeindeverbänden ab und umfasst auch die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der gesetzlichen Sozialversicherung sind nicht enthalten. Zum Teil werden aber Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einbezogen, wie zum Beispiel den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung.
- Datum 27.12.2011 - 12:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wulff: "Bekommen wir die Staatsschuldenkrise in Europa in den Griff? Was wird aus unserem Europa, das wir seit Jahrzehnten als Garant für Frieden und Wohlstand erleben? Ich bin zuversichtlich..."
Wohl gemerkt reden wir nur von Schulden. Die Risiken wie Schattenhaushalt, FMS oder EFSF und ESM sind gar nicht bilanziert. Oder die 3-5 Billionen für die Pensionen und Diäten, die immer weniger junge Menschen mit immer mehr Zeitarbeit aufbringen müssen.
Faktisch haben wir also 12-15 Billionen DM Schulden. Nun rechnen wir dagagen: Die Infrastruktur ist ja auch was wert. Moment Infrastruktur? Die ist doch privatisiert: Strom, Wasserkraftwerke, Krankenhäuser, Sporthallen, etc. Moment... alles privatisiert? Aber wofür zahlen wir dann noch Steuern? Ganz einfach, damit Verwalter uns im Notfall bestrafen können, wenn wir keine Steuern zahlen.
Es gibt in Deutschland etwa 20 Millionen Vollzeit Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, also die, die auch Steuern zahlen². Nehmen wir nur die Schulden von 2Billionen, sind es 200.000DM pro Arbeitnehmer...
Oder anders herum: 1% mehr Zinsen kostet uns 20 Milliarden € zusätzlich im Jahr. Soviel wie das gesamte HatzIV-Geld kostet (ohne Mieten, aber mit "Fortbildung").
Aktuell hat Deuthscland, öh.. so 2% Zinsen - man stelle sich vor, die Zinsen steigen auf "normale" 4-5%. Und das müssen sie, denn die Inflation liegt über 2,6% und die EZB MUSS mittelfristig die Leitzinsen anheben, um einer Detonations-Inflation vorzubeugen...
Flutorkel schreibt:
"Oder anders herum: 1% mehr Zinsen kostet uns 20 Milliarden € zusätzlich im Jahr. Soviel wie das gesamte HatzIV-Geld kostet (ohne Mieten, aber mit "Fortbildung")."
Die Mieten samt Nebenkosten sind bei Hartz IV ungefähr die Hälfte der Leistung. Die andere Hälfte ist das, was den Hartz-IV-lern auch zum Lebensunterhalt ausbezahlt wird. Und so betragen die Hartz-IV-Kosten ca. 40 Milliarden €, nicht 20 Mrd. €. Mit den Kosten der Arbeitsämter kommt man sogar auf 50 bis 60 Milliarden €.
Weiter schreibt Flutorkel:
"Aktuell hat Deuthscland, öh.. so 2% Zinsen - man stelle sich vor, die Zinsen steigen auf "normale" 4-5%."
Deutschland nimmt derzeit langfristige Kredite auf. Die genannten 2% sind also auf 10 Jahre fest! Bei kurzlaufenden Krediten sind die Zinsen sogar noch niedriger: 5-jährige Bundesobligationen haben eine Rendite von unter 0,9%, und die Tagesanleihe kommt auf sensationelle 0,27% pro Jahr!
Weiter schreibt Flutorkel:
"Und das [steigen] müssen sie [die Zinsen], denn die Inflation liegt über 2,6% und die EZB MUSS mittelfristig die Leitzinsen anheben, um einer Detonations-Inflation vorzubeugen..."
Inflationsgefahr gibt es nur bei überhitzter Konjunktur, und die ist derzeit nicht zu sehen. Auch sonst hat die EZB derzeit kein Interesse an Nullinflation: Mit der Inflation verlieren ja die Staatsschulden an Wert, und das ist gut. Offiziell redet man von 2%, die man halten will, inoffiziell akzeptiert man bei der EZB sicher auch 3% Inflationsrate.
Jag
Nicht alles ist privatisiert, nur die Teile, die Gewinn bringen.
Beispiel Bahnprivatisierung (noch nicht vollendet) Die Gleise und Bahnhöfe bleiben beim Bund, die Züge mit den Passagieren weden privatisiert (damit man "Marktverhältnisse" bekommt...)
Der Steurzahler wird sich um den Erhalt des Netzes kümmern, die BahnAG wid Gewinne ausschütten. So war der Plan zwischen Kapital und Politik ausgehandelt worden.
Wieso rechnen Sie in DM? Oder war das nur ein Versehen? Man sollte meinen, der Euro existiere jetzt lange genug, um sich daran gewöhnt zu haben...
Flutorkel schreibt:
"Oder anders herum: 1% mehr Zinsen kostet uns 20 Milliarden € zusätzlich im Jahr. Soviel wie das gesamte HatzIV-Geld kostet (ohne Mieten, aber mit "Fortbildung")."
Die Mieten samt Nebenkosten sind bei Hartz IV ungefähr die Hälfte der Leistung. Die andere Hälfte ist das, was den Hartz-IV-lern auch zum Lebensunterhalt ausbezahlt wird. Und so betragen die Hartz-IV-Kosten ca. 40 Milliarden €, nicht 20 Mrd. €. Mit den Kosten der Arbeitsämter kommt man sogar auf 50 bis 60 Milliarden €.
Weiter schreibt Flutorkel:
"Aktuell hat Deuthscland, öh.. so 2% Zinsen - man stelle sich vor, die Zinsen steigen auf "normale" 4-5%."
Deutschland nimmt derzeit langfristige Kredite auf. Die genannten 2% sind also auf 10 Jahre fest! Bei kurzlaufenden Krediten sind die Zinsen sogar noch niedriger: 5-jährige Bundesobligationen haben eine Rendite von unter 0,9%, und die Tagesanleihe kommt auf sensationelle 0,27% pro Jahr!
Weiter schreibt Flutorkel:
"Und das [steigen] müssen sie [die Zinsen], denn die Inflation liegt über 2,6% und die EZB MUSS mittelfristig die Leitzinsen anheben, um einer Detonations-Inflation vorzubeugen..."
Inflationsgefahr gibt es nur bei überhitzter Konjunktur, und die ist derzeit nicht zu sehen. Auch sonst hat die EZB derzeit kein Interesse an Nullinflation: Mit der Inflation verlieren ja die Staatsschulden an Wert, und das ist gut. Offiziell redet man von 2%, die man halten will, inoffiziell akzeptiert man bei der EZB sicher auch 3% Inflationsrate.
Jag
Nicht alles ist privatisiert, nur die Teile, die Gewinn bringen.
Beispiel Bahnprivatisierung (noch nicht vollendet) Die Gleise und Bahnhöfe bleiben beim Bund, die Züge mit den Passagieren weden privatisiert (damit man "Marktverhältnisse" bekommt...)
Der Steurzahler wird sich um den Erhalt des Netzes kümmern, die BahnAG wid Gewinne ausschütten. So war der Plan zwischen Kapital und Politik ausgehandelt worden.
Wieso rechnen Sie in DM? Oder war das nur ein Versehen? Man sollte meinen, der Euro existiere jetzt lange genug, um sich daran gewöhnt zu haben...
Die Schulden Deutschlands sind im dritten Quartal nominal um 0,5 Prozent gestiegen. Ebenso sind im dritten Quartal die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent gestiegen (laut statistischem Bundesamt im Juli +0,4% und im September +0,1%). Mit anderen Worten: Die Schulden Deutschlands sind am Ende des dritten Quartals genauso viel wert wie am Ende des zweiten Quartals. Uff, also zwar ein nomineller Anstieg der Schuldensumme, aber kein wertmäßiger!
Besser noch, gab es im 3. Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5%, und zwar bereits preisbereinigt. Die nominale Wirtschaftsleistung ist also sogar um 1% gestiegen, von denen dann 0,5% reine Preissteigerungen darstellen (wir bezahlen mehr für ein vergleichbares Gut) und 0,5% wirkliche Leistungssteigerung sind (die dann in der Statistik ausgewiesen werden).
Stellt man die nominal um 0,5% gewachsenen Schulden dem nominal um 1,0% gewachsenen Bruttosozialprodukt gegenüber, sieht man: Die Schuldenquote - und das ist mit Abstand der wichtigste Messfaktor für die Schuldenhöhe! - ist um 0,5% GESUNKEN. Und das in einem Quartal; auf Jahressicht sind es schon 2%. Das ist zwar kein Riesenschritt, aber definitiv einer in die richtige Richtung.
Gelingt ein ausgeglichener Haushalt - für Deutschland gar nicht mehr so weit in der Ferne - dann senken sowohl Inflation als auch BSP-Wachstum die Schuldenquote. Dann sind sogar 3 bis 4% "Schuldentilgung" pro Jahr möglich.
Jag
...dein Kommentar setzt den copy-paste-dpa-Artikel ins richtige Verhältnis. Die absolute Schuldenhöhe ist tatsächlich auch absolut irrelevant.
Allerdings steht D, trotz seiner verfehlten Steuerpolitik nur deshalb so gut da, weil es per Exportüberschuß von ausländischen Schulden lebt. Wären wir zu einem Ausgleich gewzungen, sähe es ganz anders aus. Den Ausgleich verlangt eigentlich das Stabilitätsgesetz §1:
"Bund und Länder [...] gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, [...] Stabilität des Preisniveaus, zu einem hohen Beschäftigungsstand und außenwirtschaftlichem Gleichgewicht [...] beitragen."
Quelle: http://www.querschuesse.d...
Weder den hohen Beschäftigungsstand, noch das außenwirtschaftliche Gleichgewicht strebt die Politik aktiv an. Im Ggs. es werden sogar extra Gesetze gemacht, die den Export fördern sollen. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass man sich mit dem Euro selbst entmachtet hat...
Sie sind ein Optimist. Weiter so.
Sollte aber das BSP sinken (weeil unsere Exportländer auf dem Zahnfleisch gehen) dann sieht es leider nicht so gut aus.
Es wäre übrigens da erste mal, daß die Konjunktur in Deutschland keine Abschwünge ertragen müßte. Natürlich kann man wieder eine Abwrackprämie (schuldenfinanziert) gewähren und damit die Konjuktur künstlich hoch halten. Alle ist möglich.
Aber eine Verringerung der Schulden gab es in den letzten 25 Jahren real nicht mehr.
... ist leider ganz und gar nicht "absolut irrelevant", jedenfalls nicht in der Realität einer Volkswirtschaft, die vollkommen von der Auslandsnachfrage abhängig ist, wie bei der Bundesrepublik.
Nur ein kleines Detail sollte Beachtung finden: die Schuldenquote wird derzeit gegenüber BIP gemessen und nicht gegenüber BSP. Das BIP (Wertschöpfung) ist ein besserer Indikator der Wirtschaftskraft eines Landes als das nationale Einkommen. Insbesondere in Griechenland, weil die größten Vermögen der Griechen inzwischen im Ausland sind und dort fleißig Erträge "erwirtschaften".
Auch meine Vermutung ist, daß die EZB eine höhere Inflation in Kauf nimmt, um die Schuldenquoten zu reduzieren (über nominales BIP-Wachstum). Sollte sie es aber übertreiben, wird es früher oder später eine Verfassungsklage in Deutschland geben.
Logische Folgerung der Wirtschaftsexperten daher: Löhne, Konsum und Inflation müssen rauf! Ersteres dürfte aber kaum für den öffentlichen Sektor gelten.
...dein Kommentar setzt den copy-paste-dpa-Artikel ins richtige Verhältnis. Die absolute Schuldenhöhe ist tatsächlich auch absolut irrelevant.
Allerdings steht D, trotz seiner verfehlten Steuerpolitik nur deshalb so gut da, weil es per Exportüberschuß von ausländischen Schulden lebt. Wären wir zu einem Ausgleich gewzungen, sähe es ganz anders aus. Den Ausgleich verlangt eigentlich das Stabilitätsgesetz §1:
"Bund und Länder [...] gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, [...] Stabilität des Preisniveaus, zu einem hohen Beschäftigungsstand und außenwirtschaftlichem Gleichgewicht [...] beitragen."
Quelle: http://www.querschuesse.d...
Weder den hohen Beschäftigungsstand, noch das außenwirtschaftliche Gleichgewicht strebt die Politik aktiv an. Im Ggs. es werden sogar extra Gesetze gemacht, die den Export fördern sollen. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass man sich mit dem Euro selbst entmachtet hat...
Sie sind ein Optimist. Weiter so.
Sollte aber das BSP sinken (weeil unsere Exportländer auf dem Zahnfleisch gehen) dann sieht es leider nicht so gut aus.
Es wäre übrigens da erste mal, daß die Konjunktur in Deutschland keine Abschwünge ertragen müßte. Natürlich kann man wieder eine Abwrackprämie (schuldenfinanziert) gewähren und damit die Konjuktur künstlich hoch halten. Alle ist möglich.
Aber eine Verringerung der Schulden gab es in den letzten 25 Jahren real nicht mehr.
... ist leider ganz und gar nicht "absolut irrelevant", jedenfalls nicht in der Realität einer Volkswirtschaft, die vollkommen von der Auslandsnachfrage abhängig ist, wie bei der Bundesrepublik.
Nur ein kleines Detail sollte Beachtung finden: die Schuldenquote wird derzeit gegenüber BIP gemessen und nicht gegenüber BSP. Das BIP (Wertschöpfung) ist ein besserer Indikator der Wirtschaftskraft eines Landes als das nationale Einkommen. Insbesondere in Griechenland, weil die größten Vermögen der Griechen inzwischen im Ausland sind und dort fleißig Erträge "erwirtschaften".
Auch meine Vermutung ist, daß die EZB eine höhere Inflation in Kauf nimmt, um die Schuldenquoten zu reduzieren (über nominales BIP-Wachstum). Sollte sie es aber übertreiben, wird es früher oder später eine Verfassungsklage in Deutschland geben.
Logische Folgerung der Wirtschaftsexperten daher: Löhne, Konsum und Inflation müssen rauf! Ersteres dürfte aber kaum für den öffentlichen Sektor gelten.
Rechnet man die Sonderbelastungen heraus, die Deutschland aufgrund der Wiedervereinigung zu tragen hatte, dann hat die Umverteilung von unten nach oben (sowie die damit verbundenen Staatsverschuldungen) woanders noch viel schlimmere Ergebnisse erzielt (GB, insbesondere England):
http://www.gfmag.com/tool...
....andere Länder ausgeben um zu verhindern, dass aus der Eurolandkrise keine Welt weite Rezession wird und man bedenkt, wie viel die deutsche Exportmaschine davon abgreift, ist es sehr bedenklich, dass die hiesigen öffentlichen Schulden so wenig gestiegen sind. Effektiv benehmen wir, wie so oft und in verschiedensten Bereichen beobachtet, uns als Trittbrettfahrer atemberaubenden Ausmaßes.
Flutorkel schreibt:
"Oder anders herum: 1% mehr Zinsen kostet uns 20 Milliarden € zusätzlich im Jahr. Soviel wie das gesamte HatzIV-Geld kostet (ohne Mieten, aber mit "Fortbildung")."
Die Mieten samt Nebenkosten sind bei Hartz IV ungefähr die Hälfte der Leistung. Die andere Hälfte ist das, was den Hartz-IV-lern auch zum Lebensunterhalt ausbezahlt wird. Und so betragen die Hartz-IV-Kosten ca. 40 Milliarden €, nicht 20 Mrd. €. Mit den Kosten der Arbeitsämter kommt man sogar auf 50 bis 60 Milliarden €.
Weiter schreibt Flutorkel:
"Aktuell hat Deuthscland, öh.. so 2% Zinsen - man stelle sich vor, die Zinsen steigen auf "normale" 4-5%."
Deutschland nimmt derzeit langfristige Kredite auf. Die genannten 2% sind also auf 10 Jahre fest! Bei kurzlaufenden Krediten sind die Zinsen sogar noch niedriger: 5-jährige Bundesobligationen haben eine Rendite von unter 0,9%, und die Tagesanleihe kommt auf sensationelle 0,27% pro Jahr!
Weiter schreibt Flutorkel:
"Und das [steigen] müssen sie [die Zinsen], denn die Inflation liegt über 2,6% und die EZB MUSS mittelfristig die Leitzinsen anheben, um einer Detonations-Inflation vorzubeugen..."
Inflationsgefahr gibt es nur bei überhitzter Konjunktur, und die ist derzeit nicht zu sehen. Auch sonst hat die EZB derzeit kein Interesse an Nullinflation: Mit der Inflation verlieren ja die Staatsschulden an Wert, und das ist gut. Offiziell redet man von 2%, die man halten will, inoffiziell akzeptiert man bei der EZB sicher auch 3% Inflationsrate.
Jag
(Beruf?). Wir können natürlich nun in Klaubereien verharren, aber ich frage Sie einfach mal: Wie sieht die Zukunft aus? Wie glauben Sie, dass die Schulden abgebaut werden können oder gleich bleiben. Oder wie hier gerechter werden soll (bzw. definieren Sie bitte gerecht, kein Anspruch auf Essen?). Wie denken Sie wird der Alltag friedlicher, Integrationsrpobleme sich auflösen und es weniger Krieg geben? Wie?
Ich sehe ein System, bei dem die Armen ausgebeutet wurden und nun die Mittelschicht über die Generation ausgehöhlt wird. Ich sehe einen Staat, bei dem alles Profitable in Händen von Privatiers und Bonzen liegt. Ich sehe nicht, wie die Armen weiter am Leben erhalten werden können, da nur noch die Reichen die Möglichkeit dazu haben. Und wie die reagieren, wenn man den an den Penny will, sieht man ja an Griechenland.
Die Doktrin "Du bist ein geiler W*xer, weil Du Geld hast - alle anderen sind Penner." hat die Eliten asozialisiert. Faktisch gibt es keinen gGesellscahftlichen Konsens mehr und der Grund warum sie noch nicht getötet werden, liegt in der Bequemlichkeit/Nutzwertverhältnis der jeweiligen Initiatoren.
Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk
(Beruf?). Wir können natürlich nun in Klaubereien verharren, aber ich frage Sie einfach mal: Wie sieht die Zukunft aus? Wie glauben Sie, dass die Schulden abgebaut werden können oder gleich bleiben. Oder wie hier gerechter werden soll (bzw. definieren Sie bitte gerecht, kein Anspruch auf Essen?). Wie denken Sie wird der Alltag friedlicher, Integrationsrpobleme sich auflösen und es weniger Krieg geben? Wie?
Ich sehe ein System, bei dem die Armen ausgebeutet wurden und nun die Mittelschicht über die Generation ausgehöhlt wird. Ich sehe einen Staat, bei dem alles Profitable in Händen von Privatiers und Bonzen liegt. Ich sehe nicht, wie die Armen weiter am Leben erhalten werden können, da nur noch die Reichen die Möglichkeit dazu haben. Und wie die reagieren, wenn man den an den Penny will, sieht man ja an Griechenland.
Die Doktrin "Du bist ein geiler W*xer, weil Du Geld hast - alle anderen sind Penner." hat die Eliten asozialisiert. Faktisch gibt es keinen gGesellscahftlichen Konsens mehr und der Grund warum sie noch nicht getötet werden, liegt in der Bequemlichkeit/Nutzwertverhältnis der jeweiligen Initiatoren.
Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk
Das nenne ich eine echte Sensationsmeldung, die die Wirtschaftskompetenz der ZEIT abermals unter Beweis stellt.
Solange es eine Nettoneuverschuldung gibt, erreichen die Gesamtschulden jedes Jahr einen neuen Rekordstand. Denn zu den Altschulden kommen ja immer neue hinzu.
Nur bei Überschüssen reduzieren sich die Gesamtschulden. Aber dann wird Mark Schieritz sofort über die Gefahren der Deflation und über die Gefahren der Brüningschen Politik schreiben.
So oder so - Katastrophe ist immer. Frohe Weihnachten.
Warten wir kurz ab, bis der Chinese seine Bestellungen um sagen wir mal einen lausigen Prozentpunkt herunter schraubt. Dann geht hier wieder das Hundt-Geschreie los, und die Arbeitslosenzahl geht schneller wieder in die Höhe, als mancher glauben kann...
Deutschland ist wirtschaftlich zum 100%-Trittbrettfahrer geworden, und dies trotz berechtigter Warnungen aus dem Ausland. Man betreibt hier zulande mit deutlicher Hilfe der Gewerkschaften und Lobbies eine Art staatlich organisertes Lohndumping; die benachbarten Volkswirtschaften leiden unter dieser Konkurrenz gewaltig. Bloß das will hier keiner verstanden, ja noch nicht mal davon gehört haben... Ergo der Niedriglohn-Sektor explodiert nachweislich, die Binnennachfrage sinkt, oder bestenfalls stagniert. Folge: die Abhängigkeit von der Auslandsnachfrage nimmt bizarre Ausmaße an. (vergessen scheint das Geschreie vor zwei Jahren)
Das einzige, was die deutsche Volkswirtschaft mit den eigenen (!) Staatsschulden mittelfristig noch stabilisieren kann, ist tatsächlich sich endlich zum nennenswerten Anteil von DER Abhängigkeit von der Auslandsnachfrage zu lösen. Und das ist bei der Arbeitsmarkt-Politik schlicht unmöglich.
Keine Sorge, das "staatlich organisierte Lohndumping" wird sich von selbst korrigieren. Dazu braucht es keine Occupy-Bewegung und keine "Empört Euch"-Pamphlete. (Juckt eh keinen.)
Die globale "Konjunktur-Lokomotive" ist bereits kaputt und fährt nur noch geradeaus, weil sie über staatliche Bürgschaften von hinten angeschoben wird. Ab einer 90 Prozent-Verschuldung verlieren die Staaten ihre Handlungsfähigkeit (Rogoff + Reinhart), weshalb man nur noch "über den Berg" kommen könnte, wenn man echtes Geld - nicht nur gedrucktes! - in den Kessel schaufeln würde. Echtes Geld ist bestehendes Geld, das in ganz grossem Stil und mit maximaler Geschwindigkeit von oben nach unten umverteilt wird. Weil dazu keine ausreichende Bereitschaft besteht (siehe Kommentar Nr. 5, "Hartz IV ist teuer" ), werden wir in den nächsten zwei Jahren einen globalen Crash von geradezu biblischen Ausmassen erleben.
Keine Sorge, das "staatlich organisierte Lohndumping" wird sich von selbst korrigieren. Dazu braucht es keine Occupy-Bewegung und keine "Empört Euch"-Pamphlete. (Juckt eh keinen.)
Die globale "Konjunktur-Lokomotive" ist bereits kaputt und fährt nur noch geradeaus, weil sie über staatliche Bürgschaften von hinten angeschoben wird. Ab einer 90 Prozent-Verschuldung verlieren die Staaten ihre Handlungsfähigkeit (Rogoff + Reinhart), weshalb man nur noch "über den Berg" kommen könnte, wenn man echtes Geld - nicht nur gedrucktes! - in den Kessel schaufeln würde. Echtes Geld ist bestehendes Geld, das in ganz grossem Stil und mit maximaler Geschwindigkeit von oben nach unten umverteilt wird. Weil dazu keine ausreichende Bereitschaft besteht (siehe Kommentar Nr. 5, "Hartz IV ist teuer" ), werden wir in den nächsten zwei Jahren einen globalen Crash von geradezu biblischen Ausmassen erleben.
Nicht alles ist privatisiert, nur die Teile, die Gewinn bringen.
Beispiel Bahnprivatisierung (noch nicht vollendet) Die Gleise und Bahnhöfe bleiben beim Bund, die Züge mit den Passagieren weden privatisiert (damit man "Marktverhältnisse" bekommt...)
Der Steurzahler wird sich um den Erhalt des Netzes kümmern, die BahnAG wid Gewinne ausschütten. So war der Plan zwischen Kapital und Politik ausgehandelt worden.
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