Parteitag in Berlin Steinbrück warnt SPD vor falschen Versprechen

Der frühere Finanzminister hat von seiner Partei realistische Ziele gefordert, um Wahlen zu gewinnen. Beim Spitzensteuersatz setzt er sich gegen die SPD-Linke durch.

Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück hat vor einem Scheitern der Euro-Zone gewarnt. "Ein Zerfall der Euro-Zone hätte schnell die politische Renationalisierung zufolge", sagte Steinbrück auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin. Angesichts des Einflusses von Rating-Agenturen und Finanzmärkten auf die wirtschaftliche Lage von Staaten forderte er das Primat der Politik zurückzugewinnen. "Bei wem liegt eigentlich der Taktstock des Geschehens?", fragte der frühere Finanzminister. "Das Volk ist der Souverän, und nicht der Markt oder irgendwelche Marktakteure."

 Steinbrück brachte auf dem Parteitag das Steuerkonzept der SPD-Führung ein, das ohne grundsätzliche Änderungen beschlossen wurde. Die SPD fordert darin die Heraufsetzung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent. Auch die Vermögensteuer soll wieder eingeführt werden.

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Die SPD-Linke und die Jusos scheiterten mit ihrer Forderung nach einem Festhalten an der Reichensteuer. Sie wollten beim Spitzensteuersatz für Einkommen ab 125.000 Euro noch einen Drei-Prozent-Aufschlag durchsetzen. Sie zogen ihren Antrag zurück, nachdem ein Kompromiss bei der Abgeltungssteuer zustande kam: Sie soll von 25 auf 32 Prozent erhöht werden. Sollten damit aber nicht die gewünschten höheren Einnahmen zu erzielen sein, will die SPD innerhalb von drei Jahren zu der alten Regelung zurückkommen, nach der Kapitalerträge wie Einkommen dem gleichen Steuersatz unterliegen.

Der neue Spitzensteuersatz von 49 Prozent soll ab einem steuerpflichtigen Einkommen von 100.000 Euro für Ledige und 200.000 Euro für Verheiratete greifen. In der Debatte stellten sich sowohl Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als auch Parteichef Sigmar Gabriel hinter den Kompromissvorschlag zur Abgeltungssteuer, aber gegen die Reichensteuer. Die Linken hatten auch für eine sofortige Abschaffung der Abgeltungssteuer plädiert. Dies hätte als Beschädigung des möglichen Kanzlerkandidaten Steinbrück verstanden werden können, in dessen Amtszeit als Finanzminister diese Steuer eingeführt worden war.

SPD soll "Realitätstest" bestehen

Steinbrück rief die SPD mit Blick auf die Debatte um den Spitzensteuersatz auf, sich Wahlchancen nicht durch zu drastische Forderungen zu verspielen. Wer das wolle, solle zum Beispiel Christian Ude fragen, ob er dies als hilfreich für seinen Landtagswahlkampf in Bayern empfinden würde. "Wir müssen der Versuchung widerstehen, den Menschen mehr zu versprechen, als wir halten können." Sonst koste das Glaubwürdigkeit. Die SPD müsse direkt nach dem Ende des Parteitags den "Realitätstest" bestehen und kritische Einwände abwehren können.

"Die SPD ist die Partei, die das Bündnis zwischen den Starken und Schwachen organisieren muss", sagte Steinbrück. Man dürfe die Starken aber auch nicht verprellen. Die SPD müsse mit ihren Konzepten mehrheitsfähig werden, "um Frau Merkel und ihre Regierung in den Vorruhestand zu schicken". Dafür brauche die SPD realitätsnahe Konzepte. Der Maßstab für Regierungsfähigkeit und Regierungswillen sei, ob sich die SPD inhaltlich öffnen könne auf eine sich verändernde Welt und Gesellschaft. Nur so könnten Wahlen gewonnen werden.

"Europa ist nicht Physik"

Steinbrück warf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fehlenden Zugang zur europäischen Geschichte vor. "Europa ist nicht Physik", sagte er unter Anspielung auf Merkels Ausbildung als Physikerin und ihr Herangehen an die Schuldenkrise. "Europa ist viel mehr", sagte Steinbrück. Europa stehe aber am Scheideweg. "Zerfällt die europäische Union in einen losen Staatenbund, reduziert auf einen Binnenmarkt?" Oder gehe man den Weg einer vertieften Integration, fragte der 64-jährige.

Mehrfach griff Steinbrück Union und FDP an. Er ärgere sich über den "schamlosen Betrug der CDU" bei der Einführung einer Lohnuntergrenze. Ebenso ärgere ihn, dass die Regierung zu wenig tue, um rasch eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Das Betreuungsgeld geißelte er als "dämliche und skandalöse Fernhalteprämie". Diese sei auch unter dem Gesichtspunkt der Förderung der Erwerbstätigkeit der Frauen "reiner Schwachsinn". Auch die geplanten Steuersenkungen seien "fiskalpolitischer Schwachsinn". Diese seien "nichts anderes als ein Pausentee für die FDP auf der Wegstrecke zur nächsten Wahl", sagte Steinbrück. "Manche sagen Abführtee."

"Wir müssen zurück zu einer sozialen Marktwirtschaft", sagte Steinbrück. Es sei eine Ironie der Geschichte, dass die SPD die CDU an die Grundsätze von Ludwig Erhard erinnern müsse. Auch die SPD habe sich dem Glauben an die Kraft des freien Marktes "zu lange, zu widerstandslos ergeben", sagte er mit Blick auf Deregulierungen der Finanzmärkte unter der rot-grünen Regierung.

 
Leser-Kommentare
  1. sozialen Marktwirtschaft fordert H. Steinbrück. Seine Partei hat sich doch davon, mit seiner Mithilfe, kräftig entfernt.

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    • Chali
    • 06.12.2011 um 11:16 Uhr

    Es handelt sich hier um die Neue Soziale Marktwirtschaft!

    Um die hat er sich grosse Verdienste erworben! Daher: Kein Wunder, dass er gegen Reichenstuer ist.

    @sozialen Marktwirtschaft fordert H. Steinbrück. Seine Partei hat sich doch davon, mit seiner Mithilfe, kräftig entfernt.
    Ist nicht richtig so, sondern Schröder und seine Spießgesellen haben die soziale Marktwirtschaft zu Grabe getragen und Clement macht den Friedhofsgärtner damit eine Wiederauferstehung verhindert wird.
    Bitte immer bei anstehenden Wahlen daran denken DANKE
    M.f.G.

    • Chali
    • 06.12.2011 um 11:16 Uhr

    Es handelt sich hier um die Neue Soziale Marktwirtschaft!

    Um die hat er sich grosse Verdienste erworben! Daher: Kein Wunder, dass er gegen Reichenstuer ist.

    @sozialen Marktwirtschaft fordert H. Steinbrück. Seine Partei hat sich doch davon, mit seiner Mithilfe, kräftig entfernt.
    Ist nicht richtig so, sondern Schröder und seine Spießgesellen haben die soziale Marktwirtschaft zu Grabe getragen und Clement macht den Friedhofsgärtner damit eine Wiederauferstehung verhindert wird.
    Bitte immer bei anstehenden Wahlen daran denken DANKE
    M.f.G.

    • Chali
    • 06.12.2011 um 11:14 Uhr

    Sehr lobenswert!
    Wenn manm bedenkt, dass die Abgeordenten alle unter die Reichensteuer fallen - insbesondere natürlich nach der Amszeit - gebe ich dem Unterfangen keine Erfolsaussichten.

    > Sonst koste das Glaubwürdigkeit.
    Ich glaube nicht, dass dies ein Problem der SPD ist.
    Wenn ich mir die Herrn so anschaue ...

    Im Übrigen haben wir hier einen "Warner" vor uns?
    Wer nicht tut, wer nichts kann, wohlgar keine Ahnung hat, kann ja immer noch "warnen". Warnen ist auch ein Tätigkeitswort!

    • Chali
    • 06.12.2011 um 11:16 Uhr

    Es handelt sich hier um die Neue Soziale Marktwirtschaft!

    Um die hat er sich grosse Verdienste erworben! Daher: Kein Wunder, dass er gegen Reichenstuer ist.

    13 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Zurück zur"
    • PALVE
    • 06.12.2011 um 11:18 Uhr

    Aha.

    Und die Schwachen, die beispielsweise an der Misere ihrer Arbeitslosigkeit zum größten Teil keine Schuld tragen, weiter schröpfen.

    Wenn man starke Schultern fordert, um unschuldig schwach Gemachte zu unterstützen, dann heißt das also "verprellen".

    Aber zurück zur eigentlichen Ursache: Das System Kapitalismus gehört abgeschafft.

    Alle anderen Diskussionen versuchen nur, von dieser historischen Notwendigkeit abzulenken.

    Eine SPD spielt da auch nur das altbekannte Polittheater.
    Vergessen wir nicht ihre linken Köpfe wie Luxemburg und Liebknecht.
    Ihre damals in Auftrag gegebene Ermordung sollte den Schwenk nach links verhindern.

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    • ludna
    • 06.12.2011 um 11:49 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/mk

    • fanta4
    • 06.12.2011 um 13:36 Uhr

    Zwischen 1992 und 2005 fiel die Steuerquote des obersten Prozents um 27 Prozent - bei den Superreichen waren es sogar 34 Prozent. Alle anderen wurden gar nicht oder nur minimal entlastet.

    Die Volkswirte Stefan Bach, Giacomo Corneo und Viktor Steiner haben erforscht, wer genau von den rot-grünen Reformen profitiert hat. Ihre Studie aus diesem Juni zeigt, dass es höchst ungenau ist, das oberste Zehntel als eine Gesamtgruppe zu betrachten, wie es die OECD tut. Denn der große Gewinner der Steuerreformen war das oberste Hundertstel - wobei die reichsten 0,0001 Prozent besonders profitiert haben.

    http://www.taz.de/Einkommensverteilung-in-OECD-Staaten/!83158/

    Sach mal - ein Millionär kann doch nicht mehr als 25% Steuern zahlen, oder? Mehr wäre doch ne Zumutung.

    Das versteht ihr doch, nich wahr? Ha, ha, ha...

    Schröder lässt Grüßen.

    Viele sind ihrer Meinung.
    Aber mehrheitsfähig ist diese Meinung heute (noch) nicht.

    Die SPD ist die einzige Partei mit dem Potential zur Regierungsmacht die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hat.

    Was soll die Häme?
    Wie wollen sie denn den Kapitalismus abschaffen? Alleine? Oder wollen sie sich und gleichgesinnte bewaffnen und einen Putsch anzetteln?

    Es ist sinnlos die SPD zu beschimpfen. Die SPD ist eine Volkspartei. Von ihr eine elitäre Programmatik zu verlangen ist lächerlich.

    • ludna
    • 06.12.2011 um 11:49 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/mk

    • fanta4
    • 06.12.2011 um 13:36 Uhr

    Zwischen 1992 und 2005 fiel die Steuerquote des obersten Prozents um 27 Prozent - bei den Superreichen waren es sogar 34 Prozent. Alle anderen wurden gar nicht oder nur minimal entlastet.

    Die Volkswirte Stefan Bach, Giacomo Corneo und Viktor Steiner haben erforscht, wer genau von den rot-grünen Reformen profitiert hat. Ihre Studie aus diesem Juni zeigt, dass es höchst ungenau ist, das oberste Zehntel als eine Gesamtgruppe zu betrachten, wie es die OECD tut. Denn der große Gewinner der Steuerreformen war das oberste Hundertstel - wobei die reichsten 0,0001 Prozent besonders profitiert haben.

    http://www.taz.de/Einkommensverteilung-in-OECD-Staaten/!83158/

    Sach mal - ein Millionär kann doch nicht mehr als 25% Steuern zahlen, oder? Mehr wäre doch ne Zumutung.

    Das versteht ihr doch, nich wahr? Ha, ha, ha...

    Schröder lässt Grüßen.

    Viele sind ihrer Meinung.
    Aber mehrheitsfähig ist diese Meinung heute (noch) nicht.

    Die SPD ist die einzige Partei mit dem Potential zur Regierungsmacht die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hat.

    Was soll die Häme?
    Wie wollen sie denn den Kapitalismus abschaffen? Alleine? Oder wollen sie sich und gleichgesinnte bewaffnen und einen Putsch anzetteln?

    Es ist sinnlos die SPD zu beschimpfen. Die SPD ist eine Volkspartei. Von ihr eine elitäre Programmatik zu verlangen ist lächerlich.

  2. @sozialen Marktwirtschaft fordert H. Steinbrück. Seine Partei hat sich doch davon, mit seiner Mithilfe, kräftig entfernt.
    Ist nicht richtig so, sondern Schröder und seine Spießgesellen haben die soziale Marktwirtschaft zu Grabe getragen und Clement macht den Friedhofsgärtner damit eine Wiederauferstehung verhindert wird.
    Bitte immer bei anstehenden Wahlen daran denken DANKE
    M.f.G.

    Antwort auf "Zurück zur"
  3. Ich kann es bald nicht mehr hören. Dieses Gelabere ist unerträglich. Das hat auch nichts mit nuancierter Kurskorrektur zu tun, wie hier manche schon flehend interpretieren.

    Man darf also Zusammenhalt zwischen "Schwachen" und "Starken" organisieren, aber die "Starken" nicht "verprellen"? Wer ist eigentlich "schwach" und wer "stark" und warum ist das so? Unternimmt man gar nicht erst die Anstrengung die Polarisiertheit der deutschen Vermögensverhältnisse zu analysieren, kommt man darauf, dass man die "Starken" nicht "verprellen" darf.

    Herr Steinbrück labert und labert und labert, wie es auch schon Gabriel getan hat. Sie haben sich inhaltlich nicht korrigiert. Oder wie sollen wir sonst die Berichterstattung verstehen, es "drohe eine Steuerdebatte" oder dann das journalistische Aufatmen, die "Linke" sei gestoppt worden, damit "Maß und Mitte" gewahrt bleibe?

    Dieser Parteitag ist eine Farce. Die selbst ernannten Sozialdemokraten beschließen heiße Luft und geben sich Status-Quo-affirmativ. Wie seit Jahren.

    Und dann soll mir bitte ein SPD-Politiker mit "Maß und Mitte" auch mal erklären, was an einem höheren Spitzensteuersatz überhaupt "links" sein soll. Waren Kohl, Erhard, Adenauer und selbst Schmidt etwa Linke?

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    • Harzer
    • 06.12.2011 um 12:21 Uhr

    ..."schwach" und wer "stark" und warum ist das so?

    "Reicher Mann und armer Mann standen da und sah`n sich an. Da sagt der Arme bleich: 'Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.'"

    (Berthold Brecht)

    • Harzer
    • 06.12.2011 um 12:21 Uhr

    ..."schwach" und wer "stark" und warum ist das so?

    "Reicher Mann und armer Mann standen da und sah`n sich an. Da sagt der Arme bleich: 'Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.'"

    (Berthold Brecht)

    • ludna
    • 06.12.2011 um 11:37 Uhr

    " 'Die SPD ist die Partei, die das Bündnis zwischen den Starken und Schwachen organisieren muss', sagte Steinbrück. Man dürfe die Starken aber auch nicht verprellen."

    Wenn ich so was lese kann ich mich nur schwer zurückhalten, aber ich will nicht zensiert werden.
    Wer sind denn "die Starken" nach Meinung des Herrn Steinbrück. Seine Banker- und Investmentkumpel, Guttenberg oder Rösler ?

    Und die Menschen wie Krankenschwestern, Altenpfleger usw usw, die bei unsicheren Arbeitsverhältnissen einen Hungerlohn verdienen (und viele müssen Hartz IV aufstocken)und richtig arbeiten müssen,
    nicht wissen was aus ihnen und ihren Kindern wird, aber dennoch jeden Tag den Karren ziehen sind die "Schwachen" ??

    Und so was auf einem SPD Parteitag, von einem der SPD Kanzlerkandidat werden will.

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    • TDU
    • 06.12.2011 um 12:31 Uhr

    Genau das ist mit auch aufgefallen, ich hätte es nur ein wenig sanfter formuliert.

    Hartz IV Empfänger hat er an dem zentralen Punkt sicher nicht gemeint, vielleicht auch, und deswegen ist es richtig fest zu stellen, dass auf einmal die von Ihnen genannten, die oft in der Privatwirtschaft arbeiten, gemeint sind und als schwach bezeichnet werden.

    Drauf gekommen sind wir beide vermutlich, weil er von sozialer Marktwirtschaft gesprochen hat. Aber da hätte ich gerne etwas darüber gehört, wie er die wieder einführen will.

    Bei der Fixierung auf Konzerne, Abgabenhöhen die sich sich ein sozial Denkender Unternehmer gar nicht mehr leisten kann, ohne Löhne einzufrieren und eben keine Arbeitsplätze zu können oder wenn, dann zu Niedriglöhnen.

    • TDU
    • 06.12.2011 um 12:31 Uhr

    Genau das ist mit auch aufgefallen, ich hätte es nur ein wenig sanfter formuliert.

    Hartz IV Empfänger hat er an dem zentralen Punkt sicher nicht gemeint, vielleicht auch, und deswegen ist es richtig fest zu stellen, dass auf einmal die von Ihnen genannten, die oft in der Privatwirtschaft arbeiten, gemeint sind und als schwach bezeichnet werden.

    Drauf gekommen sind wir beide vermutlich, weil er von sozialer Marktwirtschaft gesprochen hat. Aber da hätte ich gerne etwas darüber gehört, wie er die wieder einführen will.

    Bei der Fixierung auf Konzerne, Abgabenhöhen die sich sich ein sozial Denkender Unternehmer gar nicht mehr leisten kann, ohne Löhne einzufrieren und eben keine Arbeitsplätze zu können oder wenn, dann zu Niedriglöhnen.

    • Voce
    • 06.12.2011 um 11:44 Uhr

    doch anstelle ständiger, z.T unsinniger (z.B. Europa ist nicht Physik) aber auch viel berechtigter, Kritik ( z.B. fehlende Finanztransaktionssteuer, unsinnige Maßnahme Betreuungsgeld, geplante Steuersenkungen usw) an der Regierungskoalition zu üben, wäre in diesen zweifellos schweren Zeiten mehr Kreativität angebracht.

    Doch die haben weder Steinbrück , den man durchaus für befähigt halten kann u.U. einen passablen Kanzler abzugeben, noch Gabriel in ihren Reden gezeigt. Breitseiten gegen die Kanzlerin und die Koalition abzuschießen ohne eigene Vorschläge anzubringen, was und wie nun eine mitregierende SPD zur Lösung der Krise und zum Wohle des Volkes beitragen bzw. ändern würde, ist nichts weiteres als Emotion pur.

    Das mag auf einem SPD-Parteitag gut sein für die Gemüter der Genossen, aber es ist einfach zu wenig für den Bürger, der sich um die Zukunft seines Landes Sorgen macht. Zu wenig zumindest für den Bürger, der nicht mit Scheuklappen irgeneiner Partei bedingungslos folgt.

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    Ist Schwarz/Gelb denn eine Alternative?

    Bei aller an den Regierungsparteien vorgetragenen Kritik wurden auf dem SPD Parteitags sehr konkrete Beschlüsse entschieden:

    1. eine Reform der Vermögensbesteuerung und der Abgeltungsteuer.

    2. eine Erhöhung der Einkommensteuer ab einem jährlichen Einkommen von 100.000 Euro.

    3. die Einführung einer Spekulationssteuer (Finanztransaktionssteuer).

    Und hier kann man konkret nachlesen, was die SPD für die Bürger und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands tun will:

    http://www.spd.de/aktuell...

    Also: Einfach die Scheuklappen öffnen.

    Ist Schwarz/Gelb denn eine Alternative?

    Bei aller an den Regierungsparteien vorgetragenen Kritik wurden auf dem SPD Parteitags sehr konkrete Beschlüsse entschieden:

    1. eine Reform der Vermögensbesteuerung und der Abgeltungsteuer.

    2. eine Erhöhung der Einkommensteuer ab einem jährlichen Einkommen von 100.000 Euro.

    3. die Einführung einer Spekulationssteuer (Finanztransaktionssteuer).

    Und hier kann man konkret nachlesen, was die SPD für die Bürger und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands tun will:

    http://www.spd.de/aktuell...

    Also: Einfach die Scheuklappen öffnen.

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