Hauskauf-Vorwürfe Der nette Herr Wulff

Der Bundespräsident nimmt es mit der Wahrheit und der Ferne zu Unternehmern nicht so genau. Zu halten wird er kaum sein – er sollte von sich aus gehen.

Christian Wulff war einmal so etwas wie der nationale ideale Schwiegersohn: nett, anständig, langweilig. Ein politischer Karrierist, der es ohne größere Skandale, aber auch ohne sonderliche Leistung von der Jungen Union über das Ministerpräsidentenamt in Niedersachsen bis ins höchste Staatsamt geschafft hat.

Irgendwann hielt es Wulff nicht mehr in der Landespolitik und in seiner angestammten Rolle. Erst tauschte er seine nette Ehefrau nebst Tochter gegen eine neue, jüngere. Die an der Schulter tätowiert ist und schon ein Kind aus anderer Beziehung hatte. Das gab auch Wulff etwas leicht Verruchtes, weniger Glattes. Eine geschickte Image-Korrektur.

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Denn Wulff wollte noch etwas werden. Den Weg ins Zentrum der Macht, ins Kanzleramt, traute er sich nicht zu. Dafür fehlte ihm, wie er selber einmal in einem Interview sagte, die nötige Härte. Als sich dann aber im Frühsommer 2010 die Gelegenheit ergab, Bundespräsident zu werden, als Nachfolger des glücklosen Horst Köhler, da griff er gerne zu. Angela Merkel, froh, einen weiteren potenziellen Widersacher loszuwerden, lobte ihn bereitwillig weg ins Schloss Bellevue.

Anderthalb Jahre später holen den so Beförderten nun alte Sünden ein. Als Landespolitiker und Ministerpräsident in einem strukturschwachen Bundesland, zu dessen vornehmsten Aufgaben die Sicherung des Wirtschaftsstandortes gehört, pflegte er einen engen Umgang mit Unternehmern. Offensichtlich auch privat. Soweit noch normal.

Aber dann konnte auch er offenbar der Versuchung nicht widerstehen, die Verbindungen aus seinem politischen Amt für eigene Zwecke zu nutzen: Als er nach der zweiten Heirat für seine neue Familie nach einem passenden Haus suchte, nahm er das Angebot der mit ihm seit langem befreundeten Unternehmerfamilie Egon und Edith Geerkens in Anspruch, ihm das Geld dafür privat zu leihen. Zu einem günstigeren Zinssatz als bei der Bank.

Menschlich ist das nachvollziehbar. Denn wie Egon Geerkens Spiegel online sagte: "Christian musste sein Leben neu ordnen, und jeder weiß, dass Scheidungen teuer sind". Auch ein Ministerpräsident verdient nicht unbegrenzt, ein Privatkredit kam dem Neuvermählten, der ja auch noch für die Ex-Frau und die gemeinsame Tochter zahlen musste, da vermutlich sehr zupass.

Doch Wulff muss schon damals klar gewesen sein, dass dieses Privatgeschäft ein "Geschmäckle" hatte und mit den Regeln politischen Anstands schwer vereinbar war. Warum sonst ließ er sich das Darlehen von Frau Geerkens und nicht von deren Mann oder einer von dessen Firmen geben? Denn so blieb die Finanzierungsquelle für den Hauskauf im Dunkeln, tauchte in keinen Büchern und auch nicht im Grundbuch auf.

Und warum sonst löste Wulff, als die Grünen Anfang 2010 im niedersächsischen Landtag nach geschäftlichen Verbindungen zu Geerkens fragten, den Kredit eilends ab und ersetzte ihn durch ein Darlehen der staatlichen BW-Bank (zu offenbar noch günstigeren Bedingungen)?

Erst recht anrüchig wird der Deal, wenn stimmt, was Geerkens Spiegel online sagte: Dass die 500.000 Euro zwar ursprünglich von einem Schweizer Konto seiner Frau kamen, dann jedoch auf eines seiner eigenen Konten in Deutschland flossen und er Wulff schließlich einen Scheck über die Summe ausstellte.

Denn dann hat der Bundespräsident nicht nur die Unwahrheit gesagt, als er noch am Dienstag bestreiten ließ, dass er das Geld vom Unternehmer Geerkens bekommen hat. Sondern die ganze Sache riecht auch nach möglicher Beihilfe zur Geldwäsche von in der Schweiz versteckten Geldern der Unternehmerfamilie. Oder wie Geerkens es unverblümt formulierte: "Uns war geholfen und ihm auch."

Ohnehin ist die bisherige Darstellung Wulffs wenig glaubhaft. Schließlich nutzte er noch im Winter 2009 eine Ferienresidenz Geerkens in Florida. Für den Flug verschaffte der Wulff ebenfalls freundschaftlich verbundene Air-Berlin-Chef Hunold der Familie einen kostenlosen Upgrade, wodurch die Geschichte mit der Geerkens-Ferienvilla erst bekannt wurde – was die Grünen zu ihrer Frage im Landtag veranlasste.

Wulff hat sich für den Verstoß gegen das Ministergesetz, das die Annahme von Privilegien wie einen kostenlosen Flug in der Business-Class verbietet, später entschuldigt. Doch der Fall unterstreicht, dass es der jetzige Bundespräsident mit der gebotenen Distanz zur Wirtschaft und zu geldwerten Vorteilen nicht sonderlich streng nahm. Und womöglich kommt, wenn sich die Affäre ausweitet, da noch einiges mehr hoch.

Leicht durchschaubar war auch schon Wulffs erste Reaktion am Dienstag. Falls das Geld für das Haus tatsächlich von Frau Geerkens kam, hat er formal-juristisch zwar die Wahrheit gesagt, als er auf die Frage der Grünen damals antwortete, er habe keine geschäftlichen Verbindungen zu ihrem Mann. Aber trotzdem beweist er damit einen für einen Bundespräsidenten unwürdigen flexiblen Umgang mit der Aufrichtigkeit.

Denn natürlich liegt der Verdacht nahe, dass der Privatkredit der Unternehmergattin aus der Sicht ihres Mannes der privat-politischen Klimapflege diente. Man kann das auch korruptive Nähe nennen. Jedenfalls hätte er als Ministerpräsident, um jeden Verdacht zu vermeiden, damals angeben müssen, dass Geld zwar nicht von einer der Geerkens-Firmen aber aus der Familie geflossen war.

Aber Wulff tat das bewusst nicht. Er verschleierte die Wahrheit. Und er tut es bis heute. Deshalb wird er nur schwer aus der Sache herauskommen. Im besten Fall wird er im Amt bleiben, weil Merkel mitten in der Euro-Krise wenig Interesse daran haben dürfte, schon wieder den Bundespräsidenten auszuwechseln.

Wenn sich die Affäre aber weiter entfaltet und ihre übliche Eigendynamik entwickelt, wird er kaum zu halten sein. Falls Wulff noch politische Ehre besitzt, sollte er sich und der Republik den drohenden wochen-, wenn nicht gar monatelangen Kampf um den Verbleib im Präsidentenamt ersparen.

Der Rest seiner bislang glanzlosen Amtszeit dürfte ohnehin von diesem Skandal überschattet werden. In Erinnerung an ihn wird dann weder die erste Patchwork-Familie auf Schloss Bellevue bleiben noch seine bisher einzige mutige Rede am 3. Oktober 2010, als gegen Volkes Stimmung verkündete: "Der Islam gehört zu Deutschland."

Im Gedächtnis bleiben wird vielmehr ein üblicher Politiker, mit kräftigen Flecken auf der vermeintlich so weißen Weste, für den das oberste Staatsamt eine Nummer zu groß war. Fast sehnt man sich schon nach Horst Köhler zurück, der immerhin rasch Konsequenzen zog, als er sich in der politischen Rhetorik verhedderte.

Und nicht auszudenken, wenn Deutschland jetzt tatsächlich den funkelnden, unabhängigen Intellektuellen Joachim Gauck an der Spitze hätte. Der hätte zur Euro-Krise und den politischen Umbrüchen in der Welt sicher Vieles zu sagen.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Frage ist doch nicht, ob Wulff als Ministerpräsident auf eine Anfrage der Grünen korrekt geantwortet hat oder nicht.

    Die Frage ist, ob er (wie in der Flugaffäre) durch die Annahme eines Privatkredits von der Ehefrau eines befreundeten Unternehmers gegen das Ministergesetz verstoßen hat. Schließlich hat er aufgrund des geringen Zinssatzes einiges Geld sparen können. Das nennt man wohl "geldwerten Vorteil".

    Ob im vorliegenden Fall der Tatbestand der Vorteilsannahme erfüllt ist, sollte von einem Gericht geklärt werden. Dafür müsste die Immunität des Bundespräsidenten allerdings aufgehoben werden. Diese kann am einfachsten durch den Rücktritt erreicht werden.

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    Wie es um den Bundespräsidenten stehen muss, macht eine - scheinbar ihn stärkende - Äusserung des sich ebenso in Bedrängnis befindlichen FDP-Bundesvorsitzenden, Bundeswirtschaftsminister und Weggefährten, Philipp Rösler deutlich. Der hat nämlich heute gesagt (GROSSSCHRIFT von mir):

    "Wer ein Eigenheim kauft oder baut, nimmt zumeist einen PRIVATEN KREDIT über die HAUSBANK auf. Das ist bei meiner Familie nicht anders."

    Quelle: http://www.zeit.de/politi...

    Ich glaube, das können wir getrost als Fußtritt seitens Röslers interpretieren.

    1. Ein Gesetzesverstoß ist bei jetziger Sachlage weit und breit nicht erkennbar.

    2. Wieso Wulff sich bei seiner Antwort im Landesparlament auf die „bloß“ formale Wahrheit zurückzog, kann ich mir jedenfalls sehr gut denken: Unsachliche, hypermoralisierende „Berichterstattung“ ist der normalen Kommunikation nun mal extrem abträglich.

    Ach ja: Bei Lichte betrachtet ist der echte Skandal der causa Wulff in Wahrheit doch eher bei Bettina Wulffs Schulter-Tätowierung zu suchen. Neben den den Berufsethos des Autors entlarvenden Beschimpfungen ein insofern wahrlich nützlicher Artikel!

    Den Vorteil hat auch auf jeden Fall Frau Geerkens gehabt. 4 % hätte sie bei keiner Bank bekommen. Für mich wäre das "Geschäft" unter Freunden noch in Ordnung gewesen, wenn Frau Geerkens das gleiche bekommen hätte, wie von einer Bank. Das wäre etwa die Hälfte von dessem gewesen, was Wulf bezahlt hat. Unter der Berücksichtigung dass die Freundschaft bereits lange vor seiner politischen Karriere bestanden hat, sehe ich hier seine Privatsphäre verletzt.

    ...warum soll man sich von einem anscheinend sehr guten Freund kein Geld leihen? Gerade wenn man wegen einer Scheidung in der Klemme steckt, ist das doch naheliegend. Warum soll man nicht in die Villa des Freundes in den Urlaub fahren? Haben Sie noch nie einen Bekannten besucht oder einem Bekannten Geld geliehen? Gut vielleicht nicht in den Dimensionen. Aber was ist daran schlimm, wenn man einen reichen Freund hat? Ein Privatkredit, für den auch noch Zinsen bezahlt wurden, würde ich nicht einmal als Geschäftsbezeiehung bezeichnen, zumal er ja von der Ehefrau kam. Deshalb sehe ich darin nicht ehrenrühriges, erst recht keine Vorteilsnahme. Wäre es etwa Vorteilsnahme, wenn er den Kredit bei der deutschen Bank oder gar der Volkswagenbank genommen hätte? Genauso wenig.

    Erst mal richtig schlau machen und dann mitquaken.
    Lächerlich.
    Und wenn, dann erst mal woanders an die Schwergewichte gehen. Mal bei Herrn Lammert intensiv nachforschen.

    • ribera
    • 15.12.2011 um 21:45 Uhr

    Kaum als Kanzler abgewählt und schon bei Gazprom.
    Aber vermutlich durch Fingerschnipp war diese Postenvergabe perfekt. Nähe zur Wirtschaft? Dank für ein politisch eingefädeltes Geschäft?
    Diese Fragen haben sich wohl viele gestellt.
    Ich kann mich aber nicht erinnern, dass man sich in der SPD oder wohlgesonnenen Blättern ähnlich echauffiert hat, wie im Falle Wulff.
    Das finde ich peinlich.
    Ohne dass ich das Verhalten des Bundespräsidenten für akzeptabel halte - aber welche Partei hat ein Recht, den "erste Stein" zu werfen?

    Wie es um den Bundespräsidenten stehen muss, macht eine - scheinbar ihn stärkende - Äusserung des sich ebenso in Bedrängnis befindlichen FDP-Bundesvorsitzenden, Bundeswirtschaftsminister und Weggefährten, Philipp Rösler deutlich. Der hat nämlich heute gesagt (GROSSSCHRIFT von mir):

    "Wer ein Eigenheim kauft oder baut, nimmt zumeist einen PRIVATEN KREDIT über die HAUSBANK auf. Das ist bei meiner Familie nicht anders."

    Quelle: http://www.zeit.de/politi...

    Ich glaube, das können wir getrost als Fußtritt seitens Röslers interpretieren.

    1. Ein Gesetzesverstoß ist bei jetziger Sachlage weit und breit nicht erkennbar.

    2. Wieso Wulff sich bei seiner Antwort im Landesparlament auf die „bloß“ formale Wahrheit zurückzog, kann ich mir jedenfalls sehr gut denken: Unsachliche, hypermoralisierende „Berichterstattung“ ist der normalen Kommunikation nun mal extrem abträglich.

    Ach ja: Bei Lichte betrachtet ist der echte Skandal der causa Wulff in Wahrheit doch eher bei Bettina Wulffs Schulter-Tätowierung zu suchen. Neben den den Berufsethos des Autors entlarvenden Beschimpfungen ein insofern wahrlich nützlicher Artikel!

    Den Vorteil hat auch auf jeden Fall Frau Geerkens gehabt. 4 % hätte sie bei keiner Bank bekommen. Für mich wäre das "Geschäft" unter Freunden noch in Ordnung gewesen, wenn Frau Geerkens das gleiche bekommen hätte, wie von einer Bank. Das wäre etwa die Hälfte von dessem gewesen, was Wulf bezahlt hat. Unter der Berücksichtigung dass die Freundschaft bereits lange vor seiner politischen Karriere bestanden hat, sehe ich hier seine Privatsphäre verletzt.

    ...warum soll man sich von einem anscheinend sehr guten Freund kein Geld leihen? Gerade wenn man wegen einer Scheidung in der Klemme steckt, ist das doch naheliegend. Warum soll man nicht in die Villa des Freundes in den Urlaub fahren? Haben Sie noch nie einen Bekannten besucht oder einem Bekannten Geld geliehen? Gut vielleicht nicht in den Dimensionen. Aber was ist daran schlimm, wenn man einen reichen Freund hat? Ein Privatkredit, für den auch noch Zinsen bezahlt wurden, würde ich nicht einmal als Geschäftsbezeiehung bezeichnen, zumal er ja von der Ehefrau kam. Deshalb sehe ich darin nicht ehrenrühriges, erst recht keine Vorteilsnahme. Wäre es etwa Vorteilsnahme, wenn er den Kredit bei der deutschen Bank oder gar der Volkswagenbank genommen hätte? Genauso wenig.

    Erst mal richtig schlau machen und dann mitquaken.
    Lächerlich.
    Und wenn, dann erst mal woanders an die Schwergewichte gehen. Mal bei Herrn Lammert intensiv nachforschen.

    • ribera
    • 15.12.2011 um 21:45 Uhr

    Kaum als Kanzler abgewählt und schon bei Gazprom.
    Aber vermutlich durch Fingerschnipp war diese Postenvergabe perfekt. Nähe zur Wirtschaft? Dank für ein politisch eingefädeltes Geschäft?
    Diese Fragen haben sich wohl viele gestellt.
    Ich kann mich aber nicht erinnern, dass man sich in der SPD oder wohlgesonnenen Blättern ähnlich echauffiert hat, wie im Falle Wulff.
    Das finde ich peinlich.
    Ohne dass ich das Verhalten des Bundespräsidenten für akzeptabel halte - aber welche Partei hat ein Recht, den "erste Stein" zu werfen?

  2. eines Horst Köhler. Ihr Vorbild, Herr Wulff!

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    • joG
    • 14.12.2011 um 15:26 Uhr

    ...und Deutschland zeigt, dass das nicht geht.

    • joG
    • 14.12.2011 um 15:26 Uhr

    ...und Deutschland zeigt, dass das nicht geht.

  3. dieser Artikel ist doch nicht anderes als Rufmord,
    und das Motiv erschliest sich spätestens mit dem letzen Satz
    "Und nicht auszudenken, wenn Deutschland jetzt tatsächlich den funkelnden, unabhängigen Intellektuellen Joachim Gauck an der Spitze hätte. Der hätte zur Euro-Krise und den politischen Umbrüchen in der Welt sicher Vieles zu sagen."

    wir haben es also mit einem enttäuschten Verbietterten Autor zu tun, der der vergebenen Chance Herrn Gauck als Bundespräsidenen einzusetzen immer noch hinterhertrauert.
    Und nun soll wohl die erste Chance sich zu rächen und revanchieren ausgenutzt werden.
    Traurig , das sich die Zeit hierfür als Platform bereitstellt.

    "Falls das Geld für das Haus tatsächlich von Frau Geerken kam, hat er formal-juristisch zwar die Wahrheit gesagt, als er auf die Frage der Grünen damals antwortete, er habe keine geschäftlichen Verbindungen zu ihrem Mann. "

    das ist richtung , umso unverschämter ist es ihm
    zu unterstellen pauschal unehrlich zu sein.
    "Und womöglich kommt, wenn sich die Affäre ausweitet, da noch einiges mehr hoch."

    20 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Geehrter Leser,
    Informationen schaden nur dem der sie nicht hat.
    Sie haben offenbar noch niemals Kommentare von Prof. Selenz (Insider)gelesen, gerade über dubiose Handlungen des C. Wulff.
    Ich empfehle Ihnen und allen Lesern:
    http://www.youtube.com/wa...
    Kommentare von Prof. Selenz
    http://www.hans-joachim-s...
    kommentare/2008/justiz-sumpf-deutschland.html
    und
    http://www.hans-joachim-s... wirtschaftskriminalitaet/wulff-vw-piech-porsche/index.html

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Diffamierungen. Danke. Die Redaktion/sc

    Laut Financial Times ist der Kreditvertrag, mit dem der Privat-Kredit Wullfs bei Geerkens abgelöst wurde, auf Grund deren Vermittlung zustande gekommen:

    Zitat:

    "Der Kredit von Bundespräsident Christian Wulff bei der BW Bank ist mithilfe des Unternehmers Egon Geerkens und seiner Frau zustande gekommen. "Die BW Bank hat seit Jahren intensive Geschäftsbeziehungen zur Familie Geerkens. Darüber ist auch der Kontakt zwischen der BW Bank und Herrn Wulff entstanden", erfuhr die FTD aus dem Umfeld der Privatbank. Mithilfe eines Kredits der BW Bank löste Wulff anschließend das private Darlehen ab, das ihm Geerkens Ehefrau Edith gewährt hatte."

    Quelle: http://www.ftd.de/politik...

    Wir sehen: die Schlinge wird immer enger und enger. Wulff kommt aus der ganzen Angelegenheit nicht mehr raus. Als Bundespräsident ist er bereits jetzt vollständig beschädigt und mit jedem Tag nimmt das Amt des Staatsoberhauptes immer größeren Schaden.

    Ein Rücktritt noch vor Weihnachten würde der gesamten Republik die Peinlichkeit einer heuchlerischen "Weihnachtsansprache" ersparen.

    • Mike_E
    • 14.12.2011 um 22:37 Uhr

    ...dass Herr Wulff erstmal einen Ruf hätte.

    dieser „Artikel“ ist pure Panikmache, es fehlt der Respekt gegenüber dem Amt des Bundespräsidenten - den H. Köhler einst zu Recht nachmonierte - und insgesamt merkt man dem Autor ein bitteres Nachgeschmack verlorener politischer Opportunität an.

    Gruß
    AV

    Geehrter Leser,
    Informationen schaden nur dem der sie nicht hat.
    Sie haben offenbar noch niemals Kommentare von Prof. Selenz (Insider)gelesen, gerade über dubiose Handlungen des C. Wulff.
    Ich empfehle Ihnen und allen Lesern:
    http://www.youtube.com/wa...
    Kommentare von Prof. Selenz
    http://www.hans-joachim-s...
    kommentare/2008/justiz-sumpf-deutschland.html
    und
    http://www.hans-joachim-s... wirtschaftskriminalitaet/wulff-vw-piech-porsche/index.html

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Diffamierungen. Danke. Die Redaktion/sc

    Laut Financial Times ist der Kreditvertrag, mit dem der Privat-Kredit Wullfs bei Geerkens abgelöst wurde, auf Grund deren Vermittlung zustande gekommen:

    Zitat:

    "Der Kredit von Bundespräsident Christian Wulff bei der BW Bank ist mithilfe des Unternehmers Egon Geerkens und seiner Frau zustande gekommen. "Die BW Bank hat seit Jahren intensive Geschäftsbeziehungen zur Familie Geerkens. Darüber ist auch der Kontakt zwischen der BW Bank und Herrn Wulff entstanden", erfuhr die FTD aus dem Umfeld der Privatbank. Mithilfe eines Kredits der BW Bank löste Wulff anschließend das private Darlehen ab, das ihm Geerkens Ehefrau Edith gewährt hatte."

    Quelle: http://www.ftd.de/politik...

    Wir sehen: die Schlinge wird immer enger und enger. Wulff kommt aus der ganzen Angelegenheit nicht mehr raus. Als Bundespräsident ist er bereits jetzt vollständig beschädigt und mit jedem Tag nimmt das Amt des Staatsoberhauptes immer größeren Schaden.

    Ein Rücktritt noch vor Weihnachten würde der gesamten Republik die Peinlichkeit einer heuchlerischen "Weihnachtsansprache" ersparen.

    • Mike_E
    • 14.12.2011 um 22:37 Uhr

    ...dass Herr Wulff erstmal einen Ruf hätte.

    dieser „Artikel“ ist pure Panikmache, es fehlt der Respekt gegenüber dem Amt des Bundespräsidenten - den H. Köhler einst zu Recht nachmonierte - und insgesamt merkt man dem Autor ein bitteres Nachgeschmack verlorener politischer Opportunität an.

    Gruß
    AV

  4. ... wird dadurch erkennbar, dass sich die davon befallenen nicht einmal mehr bemüssigt sehen, irgendetwas zu vertuschen: "Uns war geholfen und ihm auch."
    Mittlerweile hat man fast den Eindruck, man brauche einen Aufzug, um soweit nach unten zu kommen, wie die politischen Sitten in diesem Land gesunken sind.

    30 Leser-Empfehlungen
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    Die Spitzfindigkeiten sollten wir Herrn Wulff überlassen. Wenn Herr Geerkens sagt:"Uns war geholfen und ihm auch.", so heißt das, dass seine Frau eine Möglichkeit suchte, ihr Geld anzulegen.

    • Harzer
    • 14.12.2011 um 17:32 Uhr

    "wird dadurch erkennbar, dass sich die davon befallenen nicht einmal mehr bemüssigt sehen, irgendetwas zu vertuschen: "Uns war geholfen und ihm auch."
    Mittlerweile hat man fast den Eindruck, man brauche einen Aufzug, um soweit nach unten zu kommen, wie die politischen Sitten in diesem Land gesunken sind."

    ... vielleicht "müssen" wir noch froh sein über die "gemäßigte Verkommenheit" unseres politischen Personals, in anderen Ländern gibt es Präsidenten die ihre Mitarbeiterinnen vergewaltigen und dafür in den Knast müssen ... ??!

    Frau Merkel hat wirklich ein glückliches Händchen bei "ihren" Bundespräsidenten ... ... !

    Die Spitzfindigkeiten sollten wir Herrn Wulff überlassen. Wenn Herr Geerkens sagt:"Uns war geholfen und ihm auch.", so heißt das, dass seine Frau eine Möglichkeit suchte, ihr Geld anzulegen.

    • Harzer
    • 14.12.2011 um 17:32 Uhr

    "wird dadurch erkennbar, dass sich die davon befallenen nicht einmal mehr bemüssigt sehen, irgendetwas zu vertuschen: "Uns war geholfen und ihm auch."
    Mittlerweile hat man fast den Eindruck, man brauche einen Aufzug, um soweit nach unten zu kommen, wie die politischen Sitten in diesem Land gesunken sind."

    ... vielleicht "müssen" wir noch froh sein über die "gemäßigte Verkommenheit" unseres politischen Personals, in anderen Ländern gibt es Präsidenten die ihre Mitarbeiterinnen vergewaltigen und dafür in den Knast müssen ... ??!

    Frau Merkel hat wirklich ein glückliches Händchen bei "ihren" Bundespräsidenten ... ... !

  5. ... als "EU-Berater für Eigenheimzulage".

    Da ich nicht an Zufälle glaube, hängt die Kampange wohl mit der Eurokritik oder Waffengeschäften zusammen. Auf jedenfall wird er einknicken. Nur wenn er geht kann er noch Rückgrat bewahren bzw. bilden (die Evolution der Amöbe). WEnn er bleibt, dann wird der Posten so besetzt, wie er von Merkel installiert wurde: Als Schaustellpüppchen.

    13 Leser-Empfehlungen
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    • Frans
    • 15.12.2011 um 3:27 Uhr

    "Nur wenn er geht kann er noch Rückgrat bewahren bzw. bilden"

    Solche Leute brauchen kein Rückgrat - die haben so eine dicke Haut, dass sie ohne Rückgrat locker drin stehen können. ;-)

    • Frans
    • 15.12.2011 um 3:27 Uhr

    "Nur wenn er geht kann er noch Rückgrat bewahren bzw. bilden"

    Solche Leute brauchen kein Rückgrat - die haben so eine dicke Haut, dass sie ohne Rückgrat locker drin stehen können. ;-)

  6. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/sc

  7. Das war wirklich ziemlich blöde von unserem Herrn Präsidenten. Es ist nicht schlimm, dass er den Kredit genommen hat, sondern dass er nicht sofort offen damit umgegangen ist.
    Laut FAZ (ein paar mehr Fakten hätte ich auch von der ZEIT erwartet) sind Wulff und Familie Geerken seit Ewigkeiten befreundet. Ferner soll der Unternehmer Geerken niemals staatliche Hilfen o. ä. bekommen haben. Der Kredit sei für beide ein gutes Geschäft gewesen. Wulff hat ein Prozent Zinsen gespart und Fam. Geerken mußte ihr Geld nicht für einen ähnlichen Zinssatz an die von der Krise gebeutelten Banken verleihen. Muss ein Politiker in seiner aktiven Zeit alle Brücken in die Vergangenheit abbrechen ? Darf man keine alten Freunde mehr haben ? Und ist es verwerflich, wenn sich Freunde gegenseitig helfen ?
    Noch gibt es in Deutschland Vertragsfreiheit. Offensichtlich möchte man aber von interessierter Seite eine Art Moralismus einführen, in dem eine Gruppe selbsternannter Bessermenschen über Wohl und Wehe bestimmen möchte.
    Wulff muss sich Unklugheit vorwerfen lassen, Tölpelhaftigkeit, Unbedachtheit. Das sind für einen Präsidenten nicht gerade löbliche Eigenschaften. Aber ihn (und mit ihm pauschal einen Unternehmer) in die moralische Schmuddelecke zu schubsen, ist unangemessen, stillos und eigentlich unter ZEIT-Niveau.

    24 Leser-Empfehlungen
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    Wulff zu attestieren, er habe die Wahrheit gesagt, ist in etwa genauso tragfähig wie die damalige Behauptung Clintons, er habe nicht gelogen, als er sagte, keine sexuelle Beziehung zu Lewinsky gehabt zu haben, Oralverkehr sei schließlich kein Geschlechtsverkehr...

    Der eigentliche Skandal ist in dem Spiel aber, wie viele das beschönigen, was hier passiert.

    Für mein eigenes Berufsleben wie für das der meisten, mit denen ich zu tun habe, gelten in gewissen Punkten strikte Anforderungen an ans eigene Wertesystem und das eigene Verhalten! Ich will mir von keinem nachsagen lassen, dass ich irgendwelche persönlichen, privaten Vorteile aus gewissen beruflichen Kontakten bzw. umgekehrt ziehe und diese dann womöglich meine Unabhängigkeit gefährden. Die Führungskräfte, zu denen ich Kontakt habe und die ich schätze, denken und handeln genauso.

    Es gab mal Zeiten, da standen Menschen, die sich so verhalten haben in Achtung, man hatte Respekt davor. Menschen, die sich nicht integer verhalten haben, waren dagegen im Ansehen nicht wohl gelitten.

    Heute scheint sich diese Bewertung in weiten Teilen der Bevölkerung umgedreht zu haben. Nicht die sind Haudrauf, die auf Werte wie Integrität pfeifen, sondern die, welche ein solches Verhalten kritisieren.

    Bezeichnend ist, dass Wulff das Gespür, was anständig ist sogar noch hat. Wieso sonst hat er auf Anfrage so verklausuliert? Wenn die Sache nur ein ehrlicher Freundschaftsdienst gewesen wäre, hätte er doch einfach offen sein können.

    Freundschaften soll man pflegen, insbesondere gute und langjährige. Soweit richtig. Zu seinen Freunden zählt Christian Wulff nicht nur Familie Geerken, die in die Schweiz verzogen sind, sondern auch Carsten Maschmeyer, der seine Kunden nicht nur glücklich gemacht hat. Freundeschaften sagen etwas über denjenigen aus, der sie pflegt. Wenn dieser mich vertreten soll, dann darf ich da nachfragen. Wenn ich nicht einmal mehr von Politikern und insbesondere dem Bundespräsidenten moralische Integrität und wirtschaftliche Unabhängigkeit erwarten kann und fordern darf, von wem dann?

    Es war nicht nur "ziemlich blöde von unserem Herrn Präsidenten", unklug, tölpelhaftig und unbedacht, sondern es war unprofessionell und wenig ausgerichtet an die Anforderungen, die - zumindest ich - an dieses Amt stelle. Wenn nicht der Bundespräsident über jeden rechtlichen und moralischen Zweifel erhaben sein soll, wer dann?

    Unserer politischen Klasse ständig ihre Kavaliersdelikte durchgehen zu lassen, ist in meinen Augen nicht weniger "schmuddelig". Es geht nicht um "selbsternannte Bessermenschen" sondern um die Grundsätze - nicht Prinzipien - die uns die Väter des Grundgesetzes mit auf den Weg in die Zukunft gegeben haben. Da kann einfach ein Bundespräsident nicht an dem gemessen werden, was landläufig als tolerierbar gilt. Er hat über den Dingen zu stehen oder sich auf die "landläufige" Ebene zurück zu begeben. Wenn alles nur Makulatur sein soll, dann können wir und das Ganze ernsthaft sparen

    Man muss wohl wirklich Wähler oder Symphatisant der christlichen Parteien sein, um diesen Vorgang unanstössig zu finden. Diesen Zeitgenossen kommt Vetternwirtschaft und Korruption schon so normal vor, dass sie sich verwundert die Augen reiben.

    "Der Ehrliche ist der Dumme" - das weiss doch nun Jeder - und wer will schon zu den Dummen gehören.

    Bevor man die Zeit mit der angeblich Wulff so wohl wollenden FAZ beschimpft, sollte man den folgenden Artikel lesen:
    http://www.faz.net/aktuel...

    • Hokan
    • 14.12.2011 um 22:15 Uhr

    Wenn ich es richtig verstehe, dann meinen Sie, dieser Vorgang sei in zwei Punkten höchst normal:
    Erstens ist diese Art der Verpflechtung privater Interessen von Amtsträgern mit privaten Interessenträgern normal im Sinne von "sehr häufig".
    Und zweitens gibt es für Sie und für viele andere keinen Anlass, daran Anstoß zu nehmen. Das Verhalten beider Seiten sei eventuell sogar positiv als freundschaftliche Hilfestellung zu bewerten, mindestens jedoch akzeptabel.

    Stimme Ihnen zu. Diese "Wulf-Affaire" ist nichts anderes als eine Erzählung, wie sie unzählige Male zu berichten wäre. Sie beschreibt eben Normalität in unserer Republik.

    Ach ja, hätte ich fast übersehen:

    Zur Normalität zählt wohl auch, dass der vorgestreckte Betrag von einem Schweizer Konto genommen wurde. Das ließe sich damit erklären, dass Vermögende in Deutschland in aller Regel mit Schweizerinen verheiratet sind.

    aber das Amt eines Politikers bringt eben auch so einiges mit sich und zwar nicht nur Vergünstigungen. Wenn ich ein öffentliches Amt anstrebe, welches mir solche Verbindungen zur Wirtschaft verbietet, dann muss ich dies auch einhalten. Egal ob es sich um alte Freunde handelt oder nicht. Und als er plötzlich, Hals über Kopf, seinen Kredit abgelöst hat, weil es im klar bewußt war das es nicht erlaubt war, da hätte er es zugeben sollen. Man hätte etwas gemeckert und gemäkelt, und es akzeptiert. So aber, hat er verschleiert. Es ist doch eine Haarspalterei ob Herr oder Frau Geerken diesen Kredit gegeben haben. Wenn ich einen Kredit gebe an Freunde (was ich vor einiger Zeit gemacht habe), dann ist doch selbstverständlich auch mein Mann Kreditgeber. Nur, wir haben kein öffentliches Amt und nehmen keine Zinsen, sondern helfen von Mensch zu Mensch in einer Notsituation. Wulff hat geschwiegen, nicht die volle Wahrheit gesagt und, wenn das Geld wirklich vorher auf einem schweizer Konto war, Geldwäsche zumindest geduldet. Und hier (ich bin kein Jurist) sollte aber jeder Bürger darauf bestehen, das ein solches Verhalten für ein Staatsoberhaupt inakzeptabel ist. Alle Guttenbergs und Wulffs führen zu einem Verfall der gesellschaftlichen Werte und der Schaden duch dieses Verhalten ist so hoch, das die Folgen m.E. überhaupt noch nicht absehbar sind. Wir erwarten von unserer Jugend, das sie die demokratischen Werte stützen. Wie denn?

    Wulff zu attestieren, er habe die Wahrheit gesagt, ist in etwa genauso tragfähig wie die damalige Behauptung Clintons, er habe nicht gelogen, als er sagte, keine sexuelle Beziehung zu Lewinsky gehabt zu haben, Oralverkehr sei schließlich kein Geschlechtsverkehr...

    Der eigentliche Skandal ist in dem Spiel aber, wie viele das beschönigen, was hier passiert.

    Für mein eigenes Berufsleben wie für das der meisten, mit denen ich zu tun habe, gelten in gewissen Punkten strikte Anforderungen an ans eigene Wertesystem und das eigene Verhalten! Ich will mir von keinem nachsagen lassen, dass ich irgendwelche persönlichen, privaten Vorteile aus gewissen beruflichen Kontakten bzw. umgekehrt ziehe und diese dann womöglich meine Unabhängigkeit gefährden. Die Führungskräfte, zu denen ich Kontakt habe und die ich schätze, denken und handeln genauso.

    Es gab mal Zeiten, da standen Menschen, die sich so verhalten haben in Achtung, man hatte Respekt davor. Menschen, die sich nicht integer verhalten haben, waren dagegen im Ansehen nicht wohl gelitten.

    Heute scheint sich diese Bewertung in weiten Teilen der Bevölkerung umgedreht zu haben. Nicht die sind Haudrauf, die auf Werte wie Integrität pfeifen, sondern die, welche ein solches Verhalten kritisieren.

    Bezeichnend ist, dass Wulff das Gespür, was anständig ist sogar noch hat. Wieso sonst hat er auf Anfrage so verklausuliert? Wenn die Sache nur ein ehrlicher Freundschaftsdienst gewesen wäre, hätte er doch einfach offen sein können.

    Freundschaften soll man pflegen, insbesondere gute und langjährige. Soweit richtig. Zu seinen Freunden zählt Christian Wulff nicht nur Familie Geerken, die in die Schweiz verzogen sind, sondern auch Carsten Maschmeyer, der seine Kunden nicht nur glücklich gemacht hat. Freundeschaften sagen etwas über denjenigen aus, der sie pflegt. Wenn dieser mich vertreten soll, dann darf ich da nachfragen. Wenn ich nicht einmal mehr von Politikern und insbesondere dem Bundespräsidenten moralische Integrität und wirtschaftliche Unabhängigkeit erwarten kann und fordern darf, von wem dann?

    Es war nicht nur "ziemlich blöde von unserem Herrn Präsidenten", unklug, tölpelhaftig und unbedacht, sondern es war unprofessionell und wenig ausgerichtet an die Anforderungen, die - zumindest ich - an dieses Amt stelle. Wenn nicht der Bundespräsident über jeden rechtlichen und moralischen Zweifel erhaben sein soll, wer dann?

    Unserer politischen Klasse ständig ihre Kavaliersdelikte durchgehen zu lassen, ist in meinen Augen nicht weniger "schmuddelig". Es geht nicht um "selbsternannte Bessermenschen" sondern um die Grundsätze - nicht Prinzipien - die uns die Väter des Grundgesetzes mit auf den Weg in die Zukunft gegeben haben. Da kann einfach ein Bundespräsident nicht an dem gemessen werden, was landläufig als tolerierbar gilt. Er hat über den Dingen zu stehen oder sich auf die "landläufige" Ebene zurück zu begeben. Wenn alles nur Makulatur sein soll, dann können wir und das Ganze ernsthaft sparen

    Man muss wohl wirklich Wähler oder Symphatisant der christlichen Parteien sein, um diesen Vorgang unanstössig zu finden. Diesen Zeitgenossen kommt Vetternwirtschaft und Korruption schon so normal vor, dass sie sich verwundert die Augen reiben.

    "Der Ehrliche ist der Dumme" - das weiss doch nun Jeder - und wer will schon zu den Dummen gehören.

    Bevor man die Zeit mit der angeblich Wulff so wohl wollenden FAZ beschimpft, sollte man den folgenden Artikel lesen:
    http://www.faz.net/aktuel...

    • Hokan
    • 14.12.2011 um 22:15 Uhr

    Wenn ich es richtig verstehe, dann meinen Sie, dieser Vorgang sei in zwei Punkten höchst normal:
    Erstens ist diese Art der Verpflechtung privater Interessen von Amtsträgern mit privaten Interessenträgern normal im Sinne von "sehr häufig".
    Und zweitens gibt es für Sie und für viele andere keinen Anlass, daran Anstoß zu nehmen. Das Verhalten beider Seiten sei eventuell sogar positiv als freundschaftliche Hilfestellung zu bewerten, mindestens jedoch akzeptabel.

    Stimme Ihnen zu. Diese "Wulf-Affaire" ist nichts anderes als eine Erzählung, wie sie unzählige Male zu berichten wäre. Sie beschreibt eben Normalität in unserer Republik.

    Ach ja, hätte ich fast übersehen:

    Zur Normalität zählt wohl auch, dass der vorgestreckte Betrag von einem Schweizer Konto genommen wurde. Das ließe sich damit erklären, dass Vermögende in Deutschland in aller Regel mit Schweizerinen verheiratet sind.

    aber das Amt eines Politikers bringt eben auch so einiges mit sich und zwar nicht nur Vergünstigungen. Wenn ich ein öffentliches Amt anstrebe, welches mir solche Verbindungen zur Wirtschaft verbietet, dann muss ich dies auch einhalten. Egal ob es sich um alte Freunde handelt oder nicht. Und als er plötzlich, Hals über Kopf, seinen Kredit abgelöst hat, weil es im klar bewußt war das es nicht erlaubt war, da hätte er es zugeben sollen. Man hätte etwas gemeckert und gemäkelt, und es akzeptiert. So aber, hat er verschleiert. Es ist doch eine Haarspalterei ob Herr oder Frau Geerken diesen Kredit gegeben haben. Wenn ich einen Kredit gebe an Freunde (was ich vor einiger Zeit gemacht habe), dann ist doch selbstverständlich auch mein Mann Kreditgeber. Nur, wir haben kein öffentliches Amt und nehmen keine Zinsen, sondern helfen von Mensch zu Mensch in einer Notsituation. Wulff hat geschwiegen, nicht die volle Wahrheit gesagt und, wenn das Geld wirklich vorher auf einem schweizer Konto war, Geldwäsche zumindest geduldet. Und hier (ich bin kein Jurist) sollte aber jeder Bürger darauf bestehen, das ein solches Verhalten für ein Staatsoberhaupt inakzeptabel ist. Alle Guttenbergs und Wulffs führen zu einem Verfall der gesellschaftlichen Werte und der Schaden duch dieses Verhalten ist so hoch, das die Folgen m.E. überhaupt noch nicht absehbar sind. Wir erwarten von unserer Jugend, das sie die demokratischen Werte stützen. Wie denn?

  8. ... Und? Was hat das mit der tätowierten Schulter zu tun? Ein richtig schmieriger Artikel. Schreiben Sie doch lieber über die schwierigen Verhältnisse von Politikern zu Herrn Maschmeyer - wie Rürup, Riester, Schröder, ... Bei solchen Beratern in der Politik wird es interessant. Aber ob sich Wulff für ein Haus Geld leiht und das nicht an die große Klocke hängt ist im Vergleich eine Erdnuss. Schließlich lassen tausende ihr Geld in Rentenversicherungen laufen und ahnen nichts von den Hintergründen und deren eigentlichen Geschäftsgebaren. Wer sich interessiert: "Der Drückerkönig und die Politik" gibt es auch in der Originalfassung bei Youtube - nach der Erstausstrahlung mussten Teile weggeschnitten werden. hier der Link zu Teil 1: http://www.youtube.com/wa...

    21 Leser-Empfehlungen
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    • Akka1
    • 14.12.2011 um 18:13 Uhr

    "Schreiben Sie doch lieber über die schwierigen Verhältnisse von Politikern zu Herrn Maschmeyer - wie Rürup, Riester, Schröder, ... Bei solchen Beratern in der Politik wird es interessant.

    Ich würde es sogar schmierige Verhältnisse nennen. Nur ist ihr Held auch ein sehr guter, alter Freund von Herrn Maschmeyer, bei dem er sich im Urlaunb erst einmal gründlich erholt hat.
    http://www.wiwo.de/finanz...

    Noch Fragen?

    Soll das ein Versuch sein, dan Fauxpass mit Guttemberg wettzumachen.
    Oder soll das, wie ein anderer Forumsteilnehmer feststellte, ein Ruf nach "Gauck" sein. Dieser hatte sich doch leztens auch wegen irgendetwas geoutet (ich muss noch mal recherchieren was das war), wobei man nur froh sein konnte, dass die LINKE ihn eben nicht unterstützte.

    Und der Autor schmiert auch formal: "...Florida. Für den Flug verschaffte der Wulff ebenfalls freundschaftlich verbundene Air-Berlin-Chef Hunold der Familie einen kostenlosen Upgrade,"

    Nicht dass ich Wulff mag - es gäbe zweifelsohne besser Präsidenten.

    Im Übrigen: Wird auch er seine (Wulff) lebenslangen Pensionsansprüche in Höhe des Präsidentengehalts behalten dürfen ?

    ... >Rürup, Riester, Schröder, ...<. Der Name ist nicht "Rumpelstilzchen" sondern Wulff(!)

    • Akka1
    • 14.12.2011 um 18:13 Uhr

    "Schreiben Sie doch lieber über die schwierigen Verhältnisse von Politikern zu Herrn Maschmeyer - wie Rürup, Riester, Schröder, ... Bei solchen Beratern in der Politik wird es interessant.

    Ich würde es sogar schmierige Verhältnisse nennen. Nur ist ihr Held auch ein sehr guter, alter Freund von Herrn Maschmeyer, bei dem er sich im Urlaunb erst einmal gründlich erholt hat.
    http://www.wiwo.de/finanz...

    Noch Fragen?

    Soll das ein Versuch sein, dan Fauxpass mit Guttemberg wettzumachen.
    Oder soll das, wie ein anderer Forumsteilnehmer feststellte, ein Ruf nach "Gauck" sein. Dieser hatte sich doch leztens auch wegen irgendetwas geoutet (ich muss noch mal recherchieren was das war), wobei man nur froh sein konnte, dass die LINKE ihn eben nicht unterstützte.

    Und der Autor schmiert auch formal: "...Florida. Für den Flug verschaffte der Wulff ebenfalls freundschaftlich verbundene Air-Berlin-Chef Hunold der Familie einen kostenlosen Upgrade,"

    Nicht dass ich Wulff mag - es gäbe zweifelsohne besser Präsidenten.

    Im Übrigen: Wird auch er seine (Wulff) lebenslangen Pensionsansprüche in Höhe des Präsidentengehalts behalten dürfen ?

    ... >Rürup, Riester, Schröder, ...<. Der Name ist nicht "Rumpelstilzchen" sondern Wulff(!)

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