Schwarz-GelbWahlforscher sieht Existenz der FDP bedroht

Die Liberalen dümpeln in der Koalition weit unter der Fünfprozenthürde. Schwarz-Gelb liegt laut einer Umfrage rund zehn Prozentpunkte unter ihrem Wahlergebnis von 2009.

Angesichts des jüngsten Umfrageergebnisses für die FDP sieht Forsa-Chef Manfred Güllner die FDP "zum ersten Mal in ihrer Existenz gefährdet". In der Vergangenheit hätten ihr jedes Mal Koalitionswechsel zu schaffen gemacht, weil ein Teil ihrer Wähler die Wende verweigerte, sagte Güllner zur neuesten Umfrage, die sein Umfrageinstitut im Auftrag von stern und RTL erstellte. Doch davon habe sie sich stets berappelt. "Dass sie so lange wie jetzt unter fünf Prozent liegt, hatten wir noch nie", sagte der Forsa-Chef.

Die schwarz-gelbe Koalition startet damit in der Wählergunst ohne eigene Mehrheit ins neue Jahr. Die Union erreicht in der Umfrage wie in der Vorwoche 35 Prozent. Vor allem wegen der Schwäche der Liberalen (derzeit drei Prozent) liegen Union und FDP damit rund zehn Punkte unter ihrem Wahlergebnis von 2009, als sie zusammen 48,4 Prozent erzielten.

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Die SPD kommt zum Jahresauftakt auf 27 Prozent, einen Punkt weniger als in der Woche zuvor. Die Grünen erzielen erneut 14 Prozent, die Linke verharrt bei acht Prozent. Die Piratenpartei gewinnt einen Punkt und wäre mit acht Prozent im nächsten Bundestag vertreten.

Für die Umfrage wurden vom 27. bis 30. Dezember 2011 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt.

 
Leserkommentare
  1. ... 'Ich bin kein Experte". Hut ab ...

    Hier ist der Gegenbeweis.

    > ... sieht Forsa-Chef Manfred Güllner die FDP "zum ersten Mal in ihrer Existenz gefährdet". ... <

    Das ist ja mal eine unglaublich brilliante Feststellung. Da wäre ich doch niemals 'drauf' gekommen. Und ich vermute sonst auch niemand.

    Allen Foristen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

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  2. Haengt schon seit eh und je ihr Mäntelchen in den Wind und strebt einzig und allein danach, egal mit welcher anderen Partei, in der Regierung zu sein. Endlich kommt die Quittung.

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    Fern davon je FDP gewählt zu haben, will ich doch dem Fatalismus ein wenig entgegentreten.
    Die FDP zu jetziger Zeit ist sicher eine schiere Katastrophe. Klientelpolitik wohin das Auge reicht. Und es ist gut das sie gehörig ein´s auf den Latz bekommt.
    ABER, dass war nicht immer so.Wenn ich nur an Gerhart Baum denke, was für ein Streiter für Freiheit und Bürgerrechte! Da geht mir das Herz auf. Zwar habe ich noch nicht einmal zu dessen aktiver Zeit FDP gewählt, aber das war eben auch die FDP.
    Und gerade deshalb steht es so schlecht um diese Partei! Schadenfreude gegenüber dem aktuellen Personal, dass ist absolut ok. Aber bitte, diese Partei HATTE einmal wirklich kluge Köpfe.Neben Baum gab es da noch Burkhard Hirsch und Hildegard Hamm-Brücher. Alle nicht voll auf meiner Linie, aber ganz bestimmt wichtige Streiter für die Demokratie und davon hatten wir in der Nachkriegszeit leider viel zu wenige.

    Der FDP ist es doch völlig egal in welcher Konstellation sie das Gesundheitsministerium bekommt. Die Hauptsache man kann die Klientel versorgen. Der ganze liberale Hokuspokus ist nur ein Feigenblatt.

    Fern davon je FDP gewählt zu haben, will ich doch dem Fatalismus ein wenig entgegentreten.
    Die FDP zu jetziger Zeit ist sicher eine schiere Katastrophe. Klientelpolitik wohin das Auge reicht. Und es ist gut das sie gehörig ein´s auf den Latz bekommt.
    ABER, dass war nicht immer so.Wenn ich nur an Gerhart Baum denke, was für ein Streiter für Freiheit und Bürgerrechte! Da geht mir das Herz auf. Zwar habe ich noch nicht einmal zu dessen aktiver Zeit FDP gewählt, aber das war eben auch die FDP.
    Und gerade deshalb steht es so schlecht um diese Partei! Schadenfreude gegenüber dem aktuellen Personal, dass ist absolut ok. Aber bitte, diese Partei HATTE einmal wirklich kluge Köpfe.Neben Baum gab es da noch Burkhard Hirsch und Hildegard Hamm-Brücher. Alle nicht voll auf meiner Linie, aber ganz bestimmt wichtige Streiter für die Demokratie und davon hatten wir in der Nachkriegszeit leider viel zu wenige.

    Der FDP ist es doch völlig egal in welcher Konstellation sie das Gesundheitsministerium bekommt. Die Hauptsache man kann die Klientel versorgen. Der ganze liberale Hokuspokus ist nur ein Feigenblatt.

  3. eine gute Nachricht.

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  4. Wird ja auch wirklich Zeit, dass diese Zahnarztwitwen- und Hotelierspartei auf den Müllhaufen der Geschichte wandert.

    Sorgen machen mir allerdings die 14 Prozent, die weiland diese Truppe berufsmäßiger Lobbyisten mit Abgeordnetenstatus gewählt haben. Nicht, dass die schon wieder an der falschen Stelle ihr Kreuzchen machen, wenn das Stimmvieh mal wieder so tun darf, als sei es der Souverän in diesem Land.

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  5. Fern davon je FDP gewählt zu haben, will ich doch dem Fatalismus ein wenig entgegentreten.
    Die FDP zu jetziger Zeit ist sicher eine schiere Katastrophe. Klientelpolitik wohin das Auge reicht. Und es ist gut das sie gehörig ein´s auf den Latz bekommt.
    ABER, dass war nicht immer so.Wenn ich nur an Gerhart Baum denke, was für ein Streiter für Freiheit und Bürgerrechte! Da geht mir das Herz auf. Zwar habe ich noch nicht einmal zu dessen aktiver Zeit FDP gewählt, aber das war eben auch die FDP.
    Und gerade deshalb steht es so schlecht um diese Partei! Schadenfreude gegenüber dem aktuellen Personal, dass ist absolut ok. Aber bitte, diese Partei HATTE einmal wirklich kluge Köpfe.Neben Baum gab es da noch Burkhard Hirsch und Hildegard Hamm-Brücher. Alle nicht voll auf meiner Linie, aber ganz bestimmt wichtige Streiter für die Demokratie und davon hatten wir in der Nachkriegszeit leider viel zu wenige.

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    Antwort auf "Die FDP"
  6. Der FDP ist es doch völlig egal in welcher Konstellation sie das Gesundheitsministerium bekommt. Die Hauptsache man kann die Klientel versorgen. Der ganze liberale Hokuspokus ist nur ein Feigenblatt.

    Antwort auf "Die FDP"
  7. Also bekämen CDU/CSU/FDP zZ etwa 35% der Stimmen?

    WARUM???

    Es kann doch in D nicht so viele Gewohnheitswaehler geben. Und das so viele mit Merkels Arbeit einverstanden sind kann ich auch nicht verstehen.

    Dass die CDU/CSU bei den Umfragen so gut da steht, ausser neben der Demontage des Koalitionsvertrages und vieler Wahlversprechen irgendetwas geleistet zu haben, verblüfft und frustriert ungemein.

    Und auch die Foristen scheinen ihre volle Energie ja auf die 2% der FDP zu verbrauchen...

    Vielleicht wurde die "repräsentative" Umfrage aber auch direkt vor der CDU-Parteizentrale gemacht, da sind 35% fuer die Koalition dann schon glaubhaft... ;)

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    Die CDU kann sich m.E. auf eine pseudo-religiös indoktrinierte Klientel verlassen. Da geht es nicht um Sachthemen oder Realpolitik, sondern um Glaubensfragen.

    CDU Wähler mögen Politik fürs einfache Gemüt. Sie wollen nicht überfordert werden. Die größten Wählergruppen sind Rentner und Hauptschüler.

    Es bedarf also noch ein wenig Geduld. In der jüngeren Wählergruppe wandert die CDU prozentual schon auf den Spuren der SPD.

    Die CDU kann sich m.E. auf eine pseudo-religiös indoktrinierte Klientel verlassen. Da geht es nicht um Sachthemen oder Realpolitik, sondern um Glaubensfragen.

    CDU Wähler mögen Politik fürs einfache Gemüt. Sie wollen nicht überfordert werden. Die größten Wählergruppen sind Rentner und Hauptschüler.

    Es bedarf also noch ein wenig Geduld. In der jüngeren Wählergruppe wandert die CDU prozentual schon auf den Spuren der SPD.

  8. Die FDP als liberale, demokratische Partei gibt es sowieso nicht mehr.

    Eigentlich war der Wahlsieg 2009 und die damit gefüllten Hoffnungen, an z.b. eine Vereinfachung (sprich Entbürokratisierung) des deutschen Steuersystems (auch nicht eingetroffen), ein Fluch für die FDP. Jetzt durften die Bunderbürger Westerwelles FDP in der Regierungsrolle, und damit ihren unter Wolfgang Gerhard adoptierten Neoliberalismus in aller Fülle erleben, was dazu führte dass die Mehrheit anfing einen sehr, aber wirklich sehr grossen Bogen um diese Partei zu machen.

    Auch nach dem Rücktritt Lindners besteht die Führungsriege der FDP aussliesslich aus Karrieristen und Yuppies die viel zu wenig Lebenserfahrung an den Tag bringen um wirklich effektiv regieren zu können. Dazu kommen Herrschaften wie Otto Fricke oder Martin Lindner, die wöchentlich mit ihrem süffisanten Auftreten in Talkshows wahrlich zur Existenzkrise der FDP beitragen und dessen ganz offensichtliche Inakzeptanz von Meinungen die ihren nicht entsprechen weder liberal noch demokratisch ist.

    Eine Partie, die sich mit ihrer marktradikalen Politik so demonstrativ gegen Mittelstand und Normalverbraucher stellt hat nichts anderes als den Untergang verdient.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte FDP | Grüne | Manfred Güllner | SPD | RTL | Bundestag
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