Ein Politiker ist ständigen Versuchungen ausgesetzt, schreibt Leserin Ute Breitengraser. Nur wenn er ihnen widersteht, kann er seine Unabhängigkeit und Integrität wahren.
© Friso Gentsch/dpa

Christian Wulff im Volkswagenwerk in Osnabrück zum offiziellen Produktionsstart des neuen Golf Cabrio
Ich habe mich oft gefragt, warum ein Politiker nach höheren Ämtern strebt. Es kann nicht nur die Lust am Machtgefühl sein, denn dafür ist der Weg nach oben zu unbequem. Außer, der Politiker hat wirklich den eisernen Willen, mitgestalten zu wollen. Er will Leben, Arbeit, Wohlstand, Gesundheit, Familie, soziale Gerechtigkeit auf breiter Ebene schaffen und erhalten.
Auf kommunaler Ebene ist das noch einfach. Hier wird die Politik zwischen Stammtisch und Gemeinderat gemacht. Selbst ein Freizeitpolitiker kann noch verhältnismäßig viel erreichen.
Aber spätestens auf der nächsten politischen Ebene wird es schwierig. Jetzt muss der Politiker entscheiden: Verabschiede ich mich vom Brotberuf und gehe ganz in die Politik? Oder arbeite ich parallel als Interessensvertreter für die Landwirtschaft, für die Industrie, als Unternehmer oder für eine saubere Umwelt?
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© BeneA / photocase.com
Ist der Berufspolitiker nicht finanziell unabhängig, wird er spätestens jetzt verführbar. Der Übergang ist fließend. Er fühlt sich geschmeichelt, kleine Erfolge errungen zu haben. Das bringt Lob und Unterstützung.
Erste Lobbyisten sind als Unterstützer da. Sie arrangieren und finanzieren das Geburtstagsfest oder helfen beim Wahlkampf – ganz uneigennützig natürlich. "Lass mal, ich druck Dir schon die Plakate." Und wieder eine Hürde genommen. Die Wahl ist gewonnen. Aber nach der Wahl ist vor der Wahl. Denn jetzt kann der Politiker schon den Sprung vom Gemeinderat zur Bundesebene wagen.
Aber dieser schnelle Aufstieg kann ihm schnell über den Kopf wachsen. Manch einem Politiker ist nicht klar, dass es einer wirklich astreinen Vita bedarf, wenn man sich in die hohe Politik begibt. Selbst finanziell unabhängig zu sein, reicht manchmal nicht aus, siehe Guttenberg. Die moralischen Fehltritte der Vergangenheit drohen jeden Politiker irgendwann einzuholen.
Die Autorin des Artikels betreibt ein eigenes Blog, auf dem eine ausführliche Version dieses Beitrages erschienen ist.
- Datum 25.01.2012 - 11:16 Uhr
- Quelle Leserartikel
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Seine Unabhängigkeit und Integrität kann er schon wegen der Parteidisziplin nicht wahren.
Vielleicht ist dann der Schritt zur Vorteilsnahme nur noch klein? Mal so als Theorie.
Persönlich versuche ich Lobbyarbeit für eine bestimmte Gruppe benachteiligter Kinder zu machen. Wir verstehen das so, dass wir Politiker vom Anliegen überzeugen möchten. Da schlägt uns viel Staunen entgegen. Ohne Einsatz großer Summen Geldes ist da anscheinend nichts zu machen. Man bekommt nicht einmal ein Gespräch mit den entscheidenden Personen. Und falls doch, möchte ich nicht detaillierter beschreiben, wie man da behandelt wird.
Und man erlebt natürlich, wie andere das anders machen. Nach meinem Eindruck müssen da nicht mal Gelder fließen. Es muss nur Geld dahinterstehen. Schon öffnen sich alle Türen und die Herrschaften setzen ein freundliches Lächeln auf.
Sie schreiben: "Seine Unabhängigkeit und Integrität kann er schon wegen der Parteidisziplin nicht wahren."
Selbstverständlich kann er das. Sie reden wie der Blinde von der Farbe. Ich empfehle, mal längere Zeit in die Arbeit einer Partei hinein zu schnuppern - längere Zeit.
Dann werden sie fest stellen, dass es gar nicht so selten genau anders herum läuft: dass nämlich ein Einzelner durchaus auf die Partei Einfluss ausüben kann - wenn er über genügend langen Atem verführt. Anders geht's nicht, weder in einer Massengesellschaft noch in einer Demokratie.
Das leuchtende Beispiel: der verstorbene SPD-Politiker Hermann Scheer: ein sehr interessantes Beispiel. Denn Scheer gelang es während seiner langen politischen Karriere nie, seinen Wahlkreis direkt zu erringen, während er international geehrt und gefeiert wurde (alternativer Nobelpreis). Dennoch hat ihn seine Partei - in diesem Fall die zuständige Kreisdelegiertenkonferenz - immer wieder aufgestellt.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
"Nach meinem Eindruck müssen da nicht mal Gelder fließen."
Das haben Sie schön formuliert, denn Vorteilnahmen um nicht zu sagen Geschenke tun es übrigens auch.
Ps.
Nach wie Vor leide ich physisch darunter dass der Bundespräsident ein LÜGNER ist.
M.f.G Kohl-Haas
Sie schreiben: "Seine Unabhängigkeit und Integrität kann er schon wegen der Parteidisziplin nicht wahren."
Selbstverständlich kann er das. Sie reden wie der Blinde von der Farbe. Ich empfehle, mal längere Zeit in die Arbeit einer Partei hinein zu schnuppern - längere Zeit.
Dann werden sie fest stellen, dass es gar nicht so selten genau anders herum läuft: dass nämlich ein Einzelner durchaus auf die Partei Einfluss ausüben kann - wenn er über genügend langen Atem verführt. Anders geht's nicht, weder in einer Massengesellschaft noch in einer Demokratie.
Das leuchtende Beispiel: der verstorbene SPD-Politiker Hermann Scheer: ein sehr interessantes Beispiel. Denn Scheer gelang es während seiner langen politischen Karriere nie, seinen Wahlkreis direkt zu erringen, während er international geehrt und gefeiert wurde (alternativer Nobelpreis). Dennoch hat ihn seine Partei - in diesem Fall die zuständige Kreisdelegiertenkonferenz - immer wieder aufgestellt.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
"Nach meinem Eindruck müssen da nicht mal Gelder fließen."
Das haben Sie schön formuliert, denn Vorteilnahmen um nicht zu sagen Geschenke tun es übrigens auch.
Ps.
Nach wie Vor leide ich physisch darunter dass der Bundespräsident ein LÜGNER ist.
M.f.G Kohl-Haas
Nun, ich bin auch Ehrenämtler, eisern. Allerdings, es ist eigenartig, dafür brauch ich keine Macht. Ich seh das so: Mein Ansehen und meine "Macht" sollte sich aus dem ergeben, was ich wie mache. Und das hat damit zu tun, dass ich niemals jemandem Entscheidungen darüber, dies zu tun und jenes zu lassen, aus der Hand nehme. Dass ich niemals anderer Leute Hände wasche. Und meine nicht von anderen gewaschen haben will. Auf die Art lass ich meine Mitstreiter regelmäßig im Regen stehen, weil ich nicht bereit bin, deren Leben zu leben oder als deren Surrogat zu firmieren beispsw.. Das pflegt nicht die Macht, sondern meine persönliche Freiheit und Integrität ebenso, wie die meiner Mitstreiter. In dem Sinne weicht der Begriff Macht einer integren Überzeugungskraft. Auch dann, wenn mehrere Menschen sich zusammengefunden haben, um etwas auf den Weg zu bringen.
Macht braucht Manipulation, zuweilen mehr oder weniger gewaltsam unterlegte. Respekt dagegen entsteht durch integre streitbare Überzeugungskraft. In dieser Hinsicht: Eine saubere Vita, was soll das sein?
Sie schreiben: "Seine Unabhängigkeit und Integrität kann er schon wegen der Parteidisziplin nicht wahren."
Selbstverständlich kann er das. Sie reden wie der Blinde von der Farbe. Ich empfehle, mal längere Zeit in die Arbeit einer Partei hinein zu schnuppern - längere Zeit.
Dann werden sie fest stellen, dass es gar nicht so selten genau anders herum läuft: dass nämlich ein Einzelner durchaus auf die Partei Einfluss ausüben kann - wenn er über genügend langen Atem verführt. Anders geht's nicht, weder in einer Massengesellschaft noch in einer Demokratie.
Das leuchtende Beispiel: der verstorbene SPD-Politiker Hermann Scheer: ein sehr interessantes Beispiel. Denn Scheer gelang es während seiner langen politischen Karriere nie, seinen Wahlkreis direkt zu erringen, während er international geehrt und gefeiert wurde (alternativer Nobelpreis). Dennoch hat ihn seine Partei - in diesem Fall die zuständige Kreisdelegiertenkonferenz - immer wieder aufgestellt.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
Ich warte immer noch auf einen entsprechenden Beitrag Ihrerseits im anderen Thread.
Fruendlichen Gruß
Ich mache das seit 25 Jahren.....
"Dann werden sie fest stellen, dass es gar nicht so selten genau anders herum läuft: dass nämlich ein Einzelner durchaus auf die Partei Einfluss ausüben kann - wenn er über genügend langen Atem verführt. Anders geht's nicht, weder in einer Massengesellschaft noch in einer Demokratie."
...nur dass das rein gar nichts mit Demokratie mehr zu tun hat. Derartigen Einfluß innerhalb von Machtapparaten kann man in jeder beliebigen Diktatur ausüben, wenn man sich mit langem Atem in die richtigen Seilschaften vorarbeitet und die richtigen Leute kennt. Das funktionierte z.B. auch in der DDR.
Das Problem dabei ist auch altbekannt, je länger der Weg, desto mehr wird man selbst zum weltfremden Apparatschik, mit eigener Logik. Und Erfolg hat man überhaupt nur, wenn die Lobby dann nicht doch dagegen schiesst, sobald man sich mal aus der Deckung wagt.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
Ich warte immer noch auf einen entsprechenden Beitrag Ihrerseits im anderen Thread.
Fruendlichen Gruß
Ich mache das seit 25 Jahren.....
"Dann werden sie fest stellen, dass es gar nicht so selten genau anders herum läuft: dass nämlich ein Einzelner durchaus auf die Partei Einfluss ausüben kann - wenn er über genügend langen Atem verführt. Anders geht's nicht, weder in einer Massengesellschaft noch in einer Demokratie."
...nur dass das rein gar nichts mit Demokratie mehr zu tun hat. Derartigen Einfluß innerhalb von Machtapparaten kann man in jeder beliebigen Diktatur ausüben, wenn man sich mit langem Atem in die richtigen Seilschaften vorarbeitet und die richtigen Leute kennt. Das funktionierte z.B. auch in der DDR.
Das Problem dabei ist auch altbekannt, je länger der Weg, desto mehr wird man selbst zum weltfremden Apparatschik, mit eigener Logik. Und Erfolg hat man überhaupt nur, wenn die Lobby dann nicht doch dagegen schiesst, sobald man sich mal aus der Deckung wagt.
Parteispenden sind nichts Ungehöriges.
Ordnungsgemäß als Parteispende ausgewiesen kann der Boss des lokalen Handwerksbetriebs so viele Plakate für seine Lieblingspartei finanzieren wie er will.
Eine private Geburtstagsparty über eine Parteispende zu finanzieren zu lassen wird dagegen schwierig, denn hier kommt das Geld nicht der politischen Partei zugute, sondern einer bestimmten Person.
Das ist alles genau so, wie man sich das vorgestellt hat.
Wenn man in dieser Weise seinen moralischen Grundsätzen folgt, ist Korruptheit leicht zu vermeiden.
... dann kann man sogar darauf verzichten zu versuchen, sich in die Gedankenwelt des auf dem Foto abgebildeten Herren hinein zu versetzen.
was ist denn mit "ordentlich ausgewisenen Parteispenden", wenn der großzügige Spender über kurz oder lang danach öffentliche Aufträge bekommt, bei denen sich der Verdacht aufdrängt, dass die Parteispenden dafür ursächlich gewesen sein könnten?
Das gilt selbstverständlich auch für Ihren "Handwerksbetrieb", der "Plakate seiner Lieblingspartei finanziert hat".
was ist denn mit "ordentlich ausgewisenen Parteispenden", wenn der großzügige Spender über kurz oder lang danach öffentliche Aufträge bekommt, bei denen sich der Verdacht aufdrängt, dass die Parteispenden dafür ursächlich gewesen sein könnten?
Das gilt selbstverständlich auch für Ihren "Handwerksbetrieb", der "Plakate seiner Lieblingspartei finanziert hat".
In den Schlangengruben der Politik sich selbst(!)und gegenüber Anderen charakterfest und integer zu bleiben, ist eine Grundanforderung - übrigens gilt dies für jeden Menschen, egal in welchem Kontext.
Sie schreiben also nichts aufklärerisch "Bewegendes", sondern legen bekannte Strukturen politischer Lebensläufe und Tatsachen menschlicher Defizite bloß. Mit der Unmöglichkeit einer "astreinen Vita" stimulieren Sie eine allseits relativierende Haltung des Achselzuckens, denn wer kann schon Tadellosigkeit aufweisen.
Unterhaltsames Kabarett, wie auf Ihrem Blog eigentlich: Amüsement, Ventil mit einem Bezin-Gasgemisch aus Spott und Zynismus, um die herrschenden Zustände knallig und gesellig zu verarbeiten. Ich finde es prima und lache auch gern, nur fügt es etwas Konstruktives, Neues, Konkretes hinzu? Nein.
.
http://ubibeneibicolonia....
.
war der Blog-Beitrag, auf den von der Redaktion hingewiesen wurde.
Zynismus, Kabarett, Zorn und ein wenig Schadenfreude - so what? Ansonsten bleibt dem Stimmvieh ja eh nur das Kreuzerl.
Das es nun ausgerechnet Wulff ist, der bei mir Pate für das ganze Dilemma steht, das ist halt so.
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http://ubibeneibicolonia....
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war der Blog-Beitrag, auf den von der Redaktion hingewiesen wurde.
Zynismus, Kabarett, Zorn und ein wenig Schadenfreude - so what? Ansonsten bleibt dem Stimmvieh ja eh nur das Kreuzerl.
Das es nun ausgerechnet Wulff ist, der bei mir Pate für das ganze Dilemma steht, das ist halt so.
Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde.
Ich warte immer noch auf einen entsprechenden Beitrag Ihrerseits im anderen Thread.
Fruendlichen Gruß
"Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde."
geehrter Herr Forenteilnehmer, daß vor Ihrer kritischen Intelltkeualität die anderen Forenschreiber nicht bestehen können, wir werden uns inhaltlicher Qualität steigern lassen durch Ihre Lektoratsvorgaben.
Liebe Grüße.
etwas näher - ich verstehe Sie nämlich nicht.
Sie schreiben: "Ich warte immer noch auf einen entsprechenden Beitrag Ihrerseits im anderen Thread."
Sie werden vergeblich warten, weil
- ich mich weder als Zensor noch als Benoter verstehe, sondern als (sehr) kritischer Teilnehmer solcher Diskussionen.
Eine kritische Einmischung halte ich vor allem dann für angebracht, ja notwendig, wenn die Meinungs-)Herde erkennbar in eine Richtung trampelt und die aufspringenden Trittbrettfahrer erkennbar zunehmen. Dies betrifft zur Zeit vor allem die Themen System- und Politikerbeschimpfung. Da halte ich bewusst dagegen und nehme die entsprechenden Reaktionen (Beschimpfungen) in Kauf.
- ich meine, dass das Angebot des Grundgesetzes nicht einmal teilweise ausgeschöpft ist, vor allem was den Alltag der Menschen betrifft.
- ich es für eine demokratische Grundaufgabe halte, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Menschen im Alltag auszuweiten und so der uns durch das Leben begleitenden Ohnmacht zu begegnen.
Allerdings darf dies meiner Meinung nach nicht so geschehen, dass diese Mitwirkungsmöglichkeit nur von Rentnern, Lehrern, Schülern, Studenten, Künstler und Intellektuellen wahr genommen werden können, weil nur die über die entsprechende Zeit und (Aus-)Bildung verfügen.
- Die Mitwirkungsmöglichkeiten der Menschen hängen davon ab, ob die die überwiegende Mehrheit überhaupt verstehen kann, was da vermittelt werden soll. Bisher hat nur BILD kapiert: ein sehr großes, vielschichtiges Problem.
Mit den besten Grüßen
lonetal
"Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde."
geehrter Herr Forenteilnehmer, daß vor Ihrer kritischen Intelltkeualität die anderen Forenschreiber nicht bestehen können, wir werden uns inhaltlicher Qualität steigern lassen durch Ihre Lektoratsvorgaben.
Liebe Grüße.
etwas näher - ich verstehe Sie nämlich nicht.
Sie schreiben: "Ich warte immer noch auf einen entsprechenden Beitrag Ihrerseits im anderen Thread."
Sie werden vergeblich warten, weil
- ich mich weder als Zensor noch als Benoter verstehe, sondern als (sehr) kritischer Teilnehmer solcher Diskussionen.
Eine kritische Einmischung halte ich vor allem dann für angebracht, ja notwendig, wenn die Meinungs-)Herde erkennbar in eine Richtung trampelt und die aufspringenden Trittbrettfahrer erkennbar zunehmen. Dies betrifft zur Zeit vor allem die Themen System- und Politikerbeschimpfung. Da halte ich bewusst dagegen und nehme die entsprechenden Reaktionen (Beschimpfungen) in Kauf.
- ich meine, dass das Angebot des Grundgesetzes nicht einmal teilweise ausgeschöpft ist, vor allem was den Alltag der Menschen betrifft.
- ich es für eine demokratische Grundaufgabe halte, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Menschen im Alltag auszuweiten und so der uns durch das Leben begleitenden Ohnmacht zu begegnen.
Allerdings darf dies meiner Meinung nach nicht so geschehen, dass diese Mitwirkungsmöglichkeit nur von Rentnern, Lehrern, Schülern, Studenten, Künstler und Intellektuellen wahr genommen werden können, weil nur die über die entsprechende Zeit und (Aus-)Bildung verfügen.
- Die Mitwirkungsmöglichkeiten der Menschen hängen davon ab, ob die die überwiegende Mehrheit überhaupt verstehen kann, was da vermittelt werden soll. Bisher hat nur BILD kapiert: ein sehr großes, vielschichtiges Problem.
Mit den besten Grüßen
lonetal
"Es wäre für Diskussionen dieser Art sehr hilfreich, wenn man nicht nur daher reden, sondern sich einfach ein bisschen kundig machen würde."
geehrter Herr Forenteilnehmer, daß vor Ihrer kritischen Intelltkeualität die anderen Forenschreiber nicht bestehen können, wir werden uns inhaltlicher Qualität steigern lassen durch Ihre Lektoratsvorgaben.
Liebe Grüße.
Ich mache das seit 25 Jahren.....
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