Streit um Personalpolitik SPD-Politiker zeigt Entwicklungsminister Niebel an
Die Opposition wirft Niebel Vetternwirtschaft bei der Besetzung von Posten vor. Ein SPD-Abgeordneter hat deshalb nun Strafanzeige gestellt.
© Thomas Niedermüller/Getty Images

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP)
Der Streit um die Personalpolitik von Dirk Niebel (FDP) hat eine neue Qualität erreicht: Der SPD-Politiker Sascha Raabe hat gegen den Entwicklungsminister Anzeige wegen des Verdachts der Untreue erstattet. Konkret geht es um die Anstellung der früheren Ettlinger Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker als Leiterin der neuen Servicestelle Engagement Global, die das Ministerium kürzlich eröffnet hat.
"Es besteht der dringende Verdacht, dass der Minister oder jemand anderes aus der Leitung des Ministeriums Niebels FDP-Parteifreundin Büssemaker lange vor Abschluss des regulären Auswahlverfahrens die Zusage für die Stelle gegeben hat", sagte Raabe. Büssemaker hatte im Oktober in einem Interview mit dem Boulevard Baden gesagt, sie habe eine feste neue Job-Zusage. Es liegt nahe, dass sie damit die Leitungsfunktion bei Engagement Global meinte.
Allerdings wurde die Stelle, so Rabe, erst Mitte Oktober öffentlich ausgeschrieben. Anschließend begann ein aufwändiges Bewerbungsverfahren. Die Auswahlgespräche fanden Raabe zufolge sogar noch später, nämlich im November und Dezember, statt.
Den Verdacht, Büssemaker habe bereits im Oktober eine Zusage für die Stelle erhalten, stützt auch das Protokoll einer Sitzung des Kreistags in Karlsruhe, das ZEIT ONLINE vorliegt. Am 26. Oktober stellten die Mitglieder fest, dass die FDP-Politikerin zum Jahresende aus dem Gremium ausscheiden würde. Als Grund ist vermerkt, sie werde ihren Wohnsitz Ende 2011 von Ettlingen verlegen und nicht mehr im Landkreis Karlsruhe wohnen.
Sollte Büssemaker die Stelle bereits vor dem Bewerbungsverfahren zugesprochen worden sein, wäre das gesamte "Bewerbungsverfahren mit 133 Bewerbern im November/Dezember ein 60.000 Euro teures Scheinverfahren auf Kosten der Steuerzahler gewesen", kritisierte Raabe, der entwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Da die Bundesregierung die offenen Fragen in einer Fragestunde des Bundestags am Mittwoch nicht aufklären konnte, könne die Aufklärung jetzt nur die Staatsanwaltschaft leisten, sagte er.
Niebel hatte im Bundestag gesagt, er habe Gabriela Büssemaker zu keinem Zeitpunkt etwas zugesagt oder zusagen lassen. Er habe sie am Ende des Bewerbungsverfahrens aus den 3 übriggebliebenen von insgesamt 133 Bewerbern ausgewählt.
- Datum 26.01.2012 - 17:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
- Kommentare 17
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








mit dem schlanken Staat?
...mir wäre es lieber, der Staat und die vom Souverän beauftragten Politiker wären nur für das Wohl der Bürger da.
Keine Korruption,
keine Begünstigung,
keine Parteispenden,
keine Drehtüreffekte,
kein Lobbyismus,
keine Steuerhinterziehung.
...mir wäre es lieber, der Staat und die vom Souverän beauftragten Politiker wären nur für das Wohl der Bürger da.
Keine Korruption,
keine Begünstigung,
keine Parteispenden,
keine Drehtüreffekte,
kein Lobbyismus,
keine Steuerhinterziehung.
...mir wäre es lieber, der Staat und die vom Souverän beauftragten Politiker wären nur für das Wohl der Bürger da.
Keine Korruption,
keine Begünstigung,
keine Parteispenden,
keine Drehtüreffekte,
kein Lobbyismus,
keine Steuerhinterziehung.
Ohne Korruption wäre ihnen lieber? :D
zum Artikel:
Fände ich gut, wenn man das wirklich nachweisen könnte. Viel Glück, Herr Raabe.
Ohne Korruption wäre ihnen lieber? :D
zum Artikel:
Fände ich gut, wenn man das wirklich nachweisen könnte. Viel Glück, Herr Raabe.
Ohne Korruption wäre ihnen lieber? :D
zum Artikel:
Fände ich gut, wenn man das wirklich nachweisen könnte. Viel Glück, Herr Raabe.
in Deutschland führen muß! Leider gehören diese Sauerein schon zum Alltag in diesem Lande. Ob Niebel, Guttenberg (u. a. Plagiatoren) Wulf u.s.w. ich würde diese der Verrats am Volke bezichtigen. Immerhin haben doch alle einen Eid abgelegt!
so richtig schreiben:
"Immerhin haben doch alle einen Eid abgelegt!"
Ja eben, die haben den Eid "abgelegt".
Schönes WE
so richtig schreiben:
"Immerhin haben doch alle einen Eid abgelegt!"
Ja eben, die haben den Eid "abgelegt".
Schönes WE
Das wird Nibel doch schon die ganze Zeit vorgeworfen. Aber man diskutiert hier offenbar lieber über Wulff.
Herr Niebel weiß sehr genau, dass er die Staatsanwaltschaft hinter sich hat. Die Staatsanwaltschaft ist weisungsgebunden und wird das Verfahren ohne Anklage einstellen. Dass arrogante Auftreten des Herrn Niebel ist doch Beweis für "Mir kann doch keiner was!" Die FDP möchte sich durch Postenvergabe verewigen, indem sie möglichst noch viele Beamte ohne entsprechende Qualifikation in Amt und Würden bringt, obwohl sie doch als liberale Partei Staatsferne propagiert. Dabei führt die FDP die meisten Beamten in ihren Reihen.
Wie ein Strafverfahren gegen Herrn Niebel ausgehen kann, ist in den Kommentaren 12 und 15 des Artikels "Parlamentsgremium billigt Beobachtung von Linksabgeordneten" dargestellt (Einstellung des Verfahrens gegen den sächsischen Wirtschaftsminister Morlok, FDP). Die Staatsanwaltschaft wird eine ähnlich lächerliche Begründung für die Verfahrenseinstellung bei Herrn Niebel finden, denn die Staatsanwaltschaft ist die Kavallerie der Justiz:
Schneidg aber doof!
der Umgangssitten in Deutschland. Macht weiter
so!
Jugendliche in der U-Bahn (Zitat):
"Hab bei den HA einfach gutten&pärgt
"Hey, hab Dir gestern auf'n AB gewulfft"
wahrscheinlich folgt nun:
"hab zur Party all meine ni(e)bels eingeladen"...
zu dämlich?
sowohl die Rechtschreibfehler als auch die Dämlichkeit sind Ausdruck meiner tiefsitzenden Verzweiflung über die teilweise infantilen Auswüchse innerhalb und außerhalb der Dialektik zwischen Medien und politischen Akteuren...
zu dämlich?
sowohl die Rechtschreibfehler als auch die Dämlichkeit sind Ausdruck meiner tiefsitzenden Verzweiflung über die teilweise infantilen Auswüchse innerhalb und außerhalb der Dialektik zwischen Medien und politischen Akteuren...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren