Anruf bei ChefredakteurWulffs Anwalt überlässt "Bild" Entscheidung über Mailbox

Der Präsident stellt der "Bild" frei, seinen Mailbox-Anruf bei dem Zeitungschef zu veröffentlichen. Seinem Anwalt zufolge fürchtet Wulff diesen "Tabubruch" nicht.

Im Streit um den Anruf von Bundespräsident Christian Wulff bei der Bild-Zeitung hat sein Anwalt dem Blatt die Freigabe des Gesprächs indirekt freigestellt. Der Bundespräsident fürchte die Veröffentlichung seiner Nachricht auf der Mailbox von Chefredakteur Kai Diekmann nicht, sagte Gernot Lehr im Deutschlandfunk. Wenn die Bild-Zeitung "das tun will, dann mag sie es tun", sagte der Medienanwalt. "Das muss sie selbst in eigener Verantwortung entscheiden." Auf Anfrage der Zeitung hatte Wulff einer Veröffentlichung bisher nicht zugestimmt.

Wulff habe in seinem Schreiben auf die Bitte der Zeitung in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass die Medien in eigener Verantwortung entscheiden müssten.

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"Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der Bild-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen", erläuterte Lehr nun.

Wulffs Nachricht auf dem Anrufbeantworter wird eine große Bedeutung zur Klärung der Frage beigemessen, ob der Bundespräsident eine kritische Berichterstattung über einen zinsgünstigen Privatkredit für den Bau seines Wohnhauses verhindern wollte. So stellt es die Zeitung dar. Wulff hatte in einem Fernsehinterview dagegen beteuert, er habe die Berichte nicht verhindern wollen, sondern nur um Aufschub bei der Veröffentlichung gebeten. Dem hatte der stellvertretende Chefredakteur des Blatts widersprochen: Der Bundespräsident habe vielleicht das Verschieben als Etappe gesehen, "das Verhindern ganz eindeutig als Ziel", sagte Nikolaus Blome.

Es sei ärgerlich, dass Blome dies erneut behaupte, sagte Wulffs Anwalt nun. "Der Bundespräsident wollte diese Berichterstattung nicht verhindern." Wulff sei in höchster Sorge gewesen, dass die Artikel der Bild-Zeitung die Privatsphäre der Unternehmergattin und Kreditgeberin Edith Geerkens belasten würde. "Und deshalb bat er dringend darum, dass er die Chance bekommt, die Sache noch einmal mit der Redaktion zu besprechen", sagte Lehr.

Wulff soll auch Döpfner gedroht haben

Mehrere Zeitungen zitieren bereits Passagen von Wulffs Botschaft auf der Mailbox von Diekmann, ohne das Wulff die Berichte dementiert hat. Aus dem Wortlaut geht sowohl hervor, dass Wulff um eine Verschiebung bat, zugleich aber auch juristische Schritte ankündigte. Zudem soll er gesagt haben, dass er zu einer Pressekonferenz zu den journalistischen Methoden der Zeitung einladen will.

Er hatte den Anruf später als Fehler bezeichnet und sich bei Diekmann dafür entschuldigt.

Anlass dafür waren Nachfragen der Zeitung zu dem 500.000 Euro umfassenden privaten Hauskredit, den Wulff zu seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident von der Frau des befreundeten Unternehmers Egon Geerkens bekommen hatte. Wulff hatte vor dem niedersächsischen Landtag geschäftliche Beziehungen zu Geerkens bestritten, das Darlehen seiner Frau aber verschwiegen und es erst nach Veröffentlichung eines Berichts im Dezember bestätigt.

Der Spiegel berichtete, dass Wulff nicht nur dem Chefredakteur der Bild-Zeitung mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht haben soll, sondern auch dem Chef des Springer-Verlags, Mathias Döpfner. Wenn der Artikel über seinen 500.000-Euro-Privatkredit erscheine, bedeute das Krieg zwischen dem Präsidialamt und Springer bis zum Ende seiner Amtszeit, werde Wulff im Springer-Verlag zitiert. Der Verlag bestätigte den Bericht des Magazins. Bisher war nur berichtet worden, dass Wulff auch Döpfner angerufen hatte, nicht aber eine solche Drohung.

 
Leserkommentare
    • riessm
    • 09.01.2012 um 11:45 Uhr

    Es ist ja nicht mehr erträglich, ständig diesem: "Der hat das gesagt" und "neee, der hat was anderes gesagt" zuzuhören.
    Sich endlich selber eine Meinung bilden zu dürfen und nicht auf Interpretationen der Bild und anderer Zeitungen mit Häppcheninformationen verlassen zu müssen wäre klar ein Fortschritt.

    20 Leserempfehlungen
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    nein, nein, das ist keine Redlichkeit die uns vor WULFF bewahren will; das ist Auflagengeilheit und der damit verbundene Bonus an die Chefetagen.
    Im Lande der Zumwinkels, Essers und Mehdorns , ganz zu schweigen von KOHL und SCHROEDER fuellt WULFF seinen Platz *zwar nicht ideal aber immerhin adaequat aus ! bleiben SIE ruhig Herr BP , Sie repreasentatieren gut und "die Anderené machen diese Republik auch nicht besser, ALLES GUTE 2012 !

    • Matths
    • 09.01.2012 um 17:14 Uhr

    Wenn das was Herr Wullf da gesagt hat, wirklich so zerreißend gewesen wäre, wäre es schon längst draußen. Wahrscheinlich werden wir gähnend uns umdrehen.

    Und wenn es doch für Aufsehen sorgt, dann frage ich mich, warum der Kampagnentreiber nicht damit rausgeht: Salamitaktik für Auflage?

    Oder muss jemand, der tatsächlich bedroht wurde, tatsächlich erst um Erlaubnis fragen, bevor er das Band der Polizei gibt?

    Naja, meine Hypothese war von Tag eins: Hier beißt sich die Bild aus. Und die gemeine Presse macht mit. Aus der Causa wird der Bundespräsident sehr gestärkt rausgehen und die mediale Republik mit einem heftigen Kater erwachen.

    Gruß, matths

    geht halt "die Nanny" oder "Bauer sucht Frau" schauen.
    Es ist gut gewesen mit der HEtze, jetzt ist Zeit wieder zum Tagesgeschäft zurückzukehren und sich um die wichtogen Dinge zu kümmern.

    nein, nein, das ist keine Redlichkeit die uns vor WULFF bewahren will; das ist Auflagengeilheit und der damit verbundene Bonus an die Chefetagen.
    Im Lande der Zumwinkels, Essers und Mehdorns , ganz zu schweigen von KOHL und SCHROEDER fuellt WULFF seinen Platz *zwar nicht ideal aber immerhin adaequat aus ! bleiben SIE ruhig Herr BP , Sie repreasentatieren gut und "die Anderené machen diese Republik auch nicht besser, ALLES GUTE 2012 !

    • Matths
    • 09.01.2012 um 17:14 Uhr

    Wenn das was Herr Wullf da gesagt hat, wirklich so zerreißend gewesen wäre, wäre es schon längst draußen. Wahrscheinlich werden wir gähnend uns umdrehen.

    Und wenn es doch für Aufsehen sorgt, dann frage ich mich, warum der Kampagnentreiber nicht damit rausgeht: Salamitaktik für Auflage?

    Oder muss jemand, der tatsächlich bedroht wurde, tatsächlich erst um Erlaubnis fragen, bevor er das Band der Polizei gibt?

    Naja, meine Hypothese war von Tag eins: Hier beißt sich die Bild aus. Und die gemeine Presse macht mit. Aus der Causa wird der Bundespräsident sehr gestärkt rausgehen und die mediale Republik mit einem heftigen Kater erwachen.

    Gruß, matths

    geht halt "die Nanny" oder "Bauer sucht Frau" schauen.
    Es ist gut gewesen mit der HEtze, jetzt ist Zeit wieder zum Tagesgeschäft zurückzukehren und sich um die wichtogen Dinge zu kümmern.

  1. Bundespräsident Wulff sollte seinem Anwalt das Mandat entziehen. Dem Rechts- und möglichen Prozessgegner leichtfertig die "Wahl der Waffen" zu überlassen, kann unmöglich im Interesse Wulffs sein. Im Gegenteil: Jetzt kann die "Blöd"-Zeitung völlig machen, was sie will. Sie hat ja das "Go" der Gegenseite.

    3 Leserempfehlungen
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    Das konnte sie von dem Moment an, als Wulff - von jedwedem Verstand befreit - Diekmann & co angerufen hat und sich so selbst zum medialen Abschuß positioniert hat. Was immer er auch tut, die Bild hat ihn im Würgegriff.

    Freiheitsfreund:

    "Jetzt kann die "Blöd"-Zeitung völlig machen, was sie will. Sie hat ja das "Go" der Gegenseite."

    Nein, erst jetzt werden die Spielmacher und Konstrukteure dieser Affäre anfangen sich zurückzusziehen.

    Der einzige Fehler war ausgebliebene Gelassenheit des Herrn Wulff bei der Anfrage über Privatkredit.

    Solle einfach sagen, es ist meine private rechtlich einwandfreie private Angelegenheit.

    Wir werden es veröffentlichen! Hätte BILD weiter gekocht.

    Die richtige Antwort wäre gewesen:

    Naja dann machen sie was für richtig halten.

    Schluß, keine Affäre, gar nichts.

    Also die BILD wollte die Affäre und hat sie sorgfältig vorbereitet und eingesetzt.

    Bleibt die alle wichtigste Frage warum und wessen Interessen die wichtigste Rolle in der ganzem Spielchen die Pfaden ziehen.

    Sich der unseligen Rechtsanwälte zu bedienen, ist schliesslich die Idee von Wulff gewesen ! Er (der Rechtsanwalt) kann schliesslich nur so weit agieren wie es denn Wulff zulässt !
    Auf den Boten zu schiessen ist keine Lösung!

    Von der Veröffentlichung sind doch letztlich nur noch Nuancen über ein Thema zu erwarten, dass die Öffentlichkeit mangels Neuem kaum noch interessiert und das sich in den Medien nur ausbreitet, wichtigere meldungen verdrängt, weil diesem "Bundespräsidenten" die Souveränität fehlt, die von einem Vorbild erwartet wird.
    Er ist seit Beginn der Präsident der "Boulevard"medien und nicht der politisch motivierten Deutschen.
    Eigentlich ein Skandal, dass er Anwälte braucht, darüber zu entscheiden, was wahr ist und was nicht. Insofern ist er auch nicht Opfer seiner Anwälte , sondern seiner mangelnden Souveränität. Wenn ein Buundespräsident die Medien und die Öffentlichkeit mit solcher lächerlichen Hinhalterei zur anhaltenden Gardinenguckerei auf allen Kanälen einlädt, hat er sein Amt wohl missverstanden.
    Sein Hauptproblem dürfte sein: Er ist der typisch großbürgerlichen Versuchung erlegenen, anderen eine Moral zu predigen, die er selbst nicht versteht, legitimiert allein durch sein "Amt", in das ihn eine Seilschaft hob, das er aber mit eigener Erfahrung unzureichend ausfüllt.
    Wenn jetzt die Anwälte das Tagesgeschäft des BuPräs. erledigen müssen, wird man in Zukunft gleich eine Großkanzlei mit dem Amt beauftragen können. Man schreibt es aus, und die billigste erhält den Zuschlag, wie bei allen anderen öffentlichen Ausschreibungen (nach VOL oder VOB) auch. Qualität zählt auch dort weniger als Verfahrensform Opportunität der billigsten Preise.
    Schöne Aussichten.

    Sie hat ja eben nicht das "Go". Das wäre eine Zustimmung zur Veröffentlichung, die ist explizit verweigert worden. Stattdessen wird behauptet, man habe keine Angst, eine Veröffentlichung sei aber dennoch ein Tabubruch - stimmt ja sogar, solange keine Zustimmung vorliegt.

    Das ist ein billiger juristischer Trick, um Wulff zum Opfer zu erklären. Wenn die Bild veröffentlicht, wird der Tabubruch herausgestellt; wenn sie nicht veröffentlicht, wird wohl auf diese Erklärung und die Eigenverantwortung der Bild verwiesen; Wulff hofft wohl tatsächlich auf das Vergessen.

    Juristische Tricksereien. Das ist es, was er gelernt hat. Damit hätte er vielleicht ein erfolgreicher Anwalt werden können, aber die Moral hat er dabei komplett verloren. Eine Schande auch für seine Zunft, für die er hoffentlich nicht repräsentativ ist.

    Ja jetzt kommt wohl der 2.. Kommentar, aber muss sein.
    Wie macht man aus einer Mücke einen Elefanten?
    Hat sich schon mal jemand gefragt oder wissen das wohl alle außer mir, wieso Herr Wulff schon vor dem Drucken über einen Artikel Bescheid weiß? Woher weiß eigentlich die Bild von einem Darlehen unter Privatleuten? Warum wird mir eigentlich so mulmig, wenn ich Bild und Pressefreiheit in Zusammenhang bringen muß? Wieso kommt der Artikel so spät - gab es damals nur die Zeugenaussage von Herrn Wulff? Was hat eigentlich Herr Wulff den G. für Vorteile gewährt. Warum sollte er die BW Bank vor Schaden bewahren, wo er doch immer für VW gehandelt hat.
    Wer soll eigentlich wirklich unter Druck gesetzt werden? Ist Herr Wulff nicht nur das Bauernopfer?
    Ich glaube Pfarrer Bonnhoefer hat mal gesagt, wer behauptet eine weiße Weste zu tragen, der muss über 40 sein, denn ab da hat man das Gewissen totgeschlagen. Glaubt jemand im Ernst, dass man als Politiker erfolgreich sein kann, wenn man nicht Mäzene hat?
    Natürlich scheiden hierfür Hartz 4 Empfänger aus.
    Was also will Bild erreichen - außer Auflage natürlich.
    Also ich hoffe wirklich, dass die vielen unterstrichenen Wörter in diesem Kommentar nicht als Rechtschreibfehler gewertet werden.

    Das konnte sie von dem Moment an, als Wulff - von jedwedem Verstand befreit - Diekmann & co angerufen hat und sich so selbst zum medialen Abschuß positioniert hat. Was immer er auch tut, die Bild hat ihn im Würgegriff.

    Freiheitsfreund:

    "Jetzt kann die "Blöd"-Zeitung völlig machen, was sie will. Sie hat ja das "Go" der Gegenseite."

    Nein, erst jetzt werden die Spielmacher und Konstrukteure dieser Affäre anfangen sich zurückzusziehen.

    Der einzige Fehler war ausgebliebene Gelassenheit des Herrn Wulff bei der Anfrage über Privatkredit.

    Solle einfach sagen, es ist meine private rechtlich einwandfreie private Angelegenheit.

    Wir werden es veröffentlichen! Hätte BILD weiter gekocht.

    Die richtige Antwort wäre gewesen:

    Naja dann machen sie was für richtig halten.

    Schluß, keine Affäre, gar nichts.

    Also die BILD wollte die Affäre und hat sie sorgfältig vorbereitet und eingesetzt.

    Bleibt die alle wichtigste Frage warum und wessen Interessen die wichtigste Rolle in der ganzem Spielchen die Pfaden ziehen.

    Sich der unseligen Rechtsanwälte zu bedienen, ist schliesslich die Idee von Wulff gewesen ! Er (der Rechtsanwalt) kann schliesslich nur so weit agieren wie es denn Wulff zulässt !
    Auf den Boten zu schiessen ist keine Lösung!

    Von der Veröffentlichung sind doch letztlich nur noch Nuancen über ein Thema zu erwarten, dass die Öffentlichkeit mangels Neuem kaum noch interessiert und das sich in den Medien nur ausbreitet, wichtigere meldungen verdrängt, weil diesem "Bundespräsidenten" die Souveränität fehlt, die von einem Vorbild erwartet wird.
    Er ist seit Beginn der Präsident der "Boulevard"medien und nicht der politisch motivierten Deutschen.
    Eigentlich ein Skandal, dass er Anwälte braucht, darüber zu entscheiden, was wahr ist und was nicht. Insofern ist er auch nicht Opfer seiner Anwälte , sondern seiner mangelnden Souveränität. Wenn ein Buundespräsident die Medien und die Öffentlichkeit mit solcher lächerlichen Hinhalterei zur anhaltenden Gardinenguckerei auf allen Kanälen einlädt, hat er sein Amt wohl missverstanden.
    Sein Hauptproblem dürfte sein: Er ist der typisch großbürgerlichen Versuchung erlegenen, anderen eine Moral zu predigen, die er selbst nicht versteht, legitimiert allein durch sein "Amt", in das ihn eine Seilschaft hob, das er aber mit eigener Erfahrung unzureichend ausfüllt.
    Wenn jetzt die Anwälte das Tagesgeschäft des BuPräs. erledigen müssen, wird man in Zukunft gleich eine Großkanzlei mit dem Amt beauftragen können. Man schreibt es aus, und die billigste erhält den Zuschlag, wie bei allen anderen öffentlichen Ausschreibungen (nach VOL oder VOB) auch. Qualität zählt auch dort weniger als Verfahrensform Opportunität der billigsten Preise.
    Schöne Aussichten.

    Sie hat ja eben nicht das "Go". Das wäre eine Zustimmung zur Veröffentlichung, die ist explizit verweigert worden. Stattdessen wird behauptet, man habe keine Angst, eine Veröffentlichung sei aber dennoch ein Tabubruch - stimmt ja sogar, solange keine Zustimmung vorliegt.

    Das ist ein billiger juristischer Trick, um Wulff zum Opfer zu erklären. Wenn die Bild veröffentlicht, wird der Tabubruch herausgestellt; wenn sie nicht veröffentlicht, wird wohl auf diese Erklärung und die Eigenverantwortung der Bild verwiesen; Wulff hofft wohl tatsächlich auf das Vergessen.

    Juristische Tricksereien. Das ist es, was er gelernt hat. Damit hätte er vielleicht ein erfolgreicher Anwalt werden können, aber die Moral hat er dabei komplett verloren. Eine Schande auch für seine Zunft, für die er hoffentlich nicht repräsentativ ist.

    Ja jetzt kommt wohl der 2.. Kommentar, aber muss sein.
    Wie macht man aus einer Mücke einen Elefanten?
    Hat sich schon mal jemand gefragt oder wissen das wohl alle außer mir, wieso Herr Wulff schon vor dem Drucken über einen Artikel Bescheid weiß? Woher weiß eigentlich die Bild von einem Darlehen unter Privatleuten? Warum wird mir eigentlich so mulmig, wenn ich Bild und Pressefreiheit in Zusammenhang bringen muß? Wieso kommt der Artikel so spät - gab es damals nur die Zeugenaussage von Herrn Wulff? Was hat eigentlich Herr Wulff den G. für Vorteile gewährt. Warum sollte er die BW Bank vor Schaden bewahren, wo er doch immer für VW gehandelt hat.
    Wer soll eigentlich wirklich unter Druck gesetzt werden? Ist Herr Wulff nicht nur das Bauernopfer?
    Ich glaube Pfarrer Bonnhoefer hat mal gesagt, wer behauptet eine weiße Weste zu tragen, der muss über 40 sein, denn ab da hat man das Gewissen totgeschlagen. Glaubt jemand im Ernst, dass man als Politiker erfolgreich sein kann, wenn man nicht Mäzene hat?
    Natürlich scheiden hierfür Hartz 4 Empfänger aus.
    Was also will Bild erreichen - außer Auflage natürlich.
    Also ich hoffe wirklich, dass die vielen unterstrichenen Wörter in diesem Kommentar nicht als Rechtschreibfehler gewertet werden.

  2. Da man (Wulff/Bild) ja im "Krieg" ist, macht so ein "Tabubruch" auch nicht mehr aus: also los.

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    "Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der Bild-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen", erläuterte Lehr nun.

    Der "Tabubruch" ist also die Veröffentlichung eines Anrufes, bei dem das deutsche Staatsoberhaupt Einfluss auf das nehmen wollte, was eine zugegebenermaßen schmuddelige Zeitung veröffentlicht.

    Meiner Meinung nach war Wulffs Anruf der Tabubruch - die Veröffentlichung dieses unerhörten Anrufs jetzt als "Tabubruch" zu bezeichnen - das kann man nur als "Chupze" bezeichnen.

    "Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der Bild-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen", erläuterte Lehr nun.

    Der "Tabubruch" ist also die Veröffentlichung eines Anrufes, bei dem das deutsche Staatsoberhaupt Einfluss auf das nehmen wollte, was eine zugegebenermaßen schmuddelige Zeitung veröffentlicht.

    Meiner Meinung nach war Wulffs Anruf der Tabubruch - die Veröffentlichung dieses unerhörten Anrufs jetzt als "Tabubruch" zu bezeichnen - das kann man nur als "Chupze" bezeichnen.

  3. Anwälte den Protagonisten widersprechen.
    Dem Anwalt Wulffs kommt die Mailboxaffäre gut zupass, um die eigentlichen Fragen zu vernebeln:
    Von wem hat Wulff einen anonymen Scheck über 500000 € erhalten?
    Kam er von Frau Geerkens oder hat Frau Geerkens lediglich irgendwann einen notariell nicht beglaubigten Vertrag unterzeichnet?
    Wann und wohin und ob überhaupt wurde das Geld zurückgezahlt?
    Auf welche Weise haben sie das euriborgekoppelte Darlehen mit 0,2% Zinsaufschlag an Wulff vermittelt?
    Zu diesen Fragen haben die Geerkens offensichtlich einen anwaltlichen Maulkorb verpasst bekommen.

    24 Leserempfehlungen
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    z. B. jene nach der Maschmeyer-Werbekampagne für das Wulff-Buch sind es, die der Fragenkatalog der niedersächsischen Grünen an die niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung gestellt hat:

    http://www.fraktion.gruen...

    Man darf auf die Antworten gespannt sein.

    Der dummdreiste Anruf bei BILD und seine möglicherweise strafrechtliche Relevanz ist nur ein Nebenkriegsschauplatz, auf dem die Stahlgewitter umso heftiger dröhnen.

    Ich verstehe nicht, wie man immer wieder den gleichen Quatsch wiederholen kann.

    Es ist bekannt, wohin Wulff das Geld zurückgezahlt hat. Es ist auch bekannt, wann er das Geerkensdarlehen zurückzahlte.
    Es ist bekannt, wohin Wulff Zinsen für das Darlehen zahlte. Er zahlte sie von Anfang an. Das lässt darauf schließen, dass der nichtnotarielle Vertrag mit Frau Geerkens von Anfang an bestand.

    Herr Geerkens hat im Spiegel bestätigt, dass das Geld von ihnen kam. Vermutlich lässt sich die zeitnahe Abbuchung auch nachweisen.

    Und was verstehen Sie unter einer Vermittlung des euriborgebundenen Darlehens?

    Man wird seitens der BW-Bank Wulff - nach dessen Einstufung - diverse Finanzierungsoptionen vorgestellt haben. Wulff hat sich dann vermutlich für eine entschieden. Wenn Sie meinen, dass sich Wulff dabei einen Vorteil erschlichen hat, dann müssen Sie das nachweisen. Bislang gibt es nur Verschwörungstheorien (Porsche, BW-Bank, Wulff), aber nicht die Spur eines ernsthaften Verdachts.

    Sollte Wulff den Kredit unberechtigterweise bekommen haben, dann ist das zunächst ein BW-Bank- und kein Wulff-Problem.

    Mal eine dumme Frage: Lesen Sie keine Zeitung? Die meisten ihrer Fragen wurden schon in den allerersten 3 Tagen der Affäre restlos geklärt.

    Gestern sagte der Anwalt von Schirach bei Jauch, dass der Geerkenskredit vermutlich völlig unproblematisch sei und das habe auch die Staatsanwaltschaft bestätigt.

    Lassen Sie mal einfach ihre politischen Ziele weg!

    Mit der Fixierung auf die Medienaffäre geraten wichtige Fragesstellungen in den Hintergrund.Warum reiste Egon Geerkens mit dem Ministerpräsidenten Wulff zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Kreditvergabe mehrfach ins Ausland, obwohl er gar nicht mehr in Niedersachsen lebte ? Geerkens wurde bei diesen Reisen offiziell als "Private Investor" und "Familienunternehmer" geführt, behauptet heute aber, er sei damals kein Unternehmer mehr gewesen.
    Auch die Umstände des BW Bank Kredits sind nach wie vor nicht geklärt.Auffällig bei beiden Umschuldungen – vom Privatkredit zum Geldmarktkredit und von diesem zum Immobiliendarlehen – ist jeweils ihr Zeitpunkt: Sie geschahen immer dann, wenn kritische Fragen aufkamen, zuerst zu Wulffs Geschäftsverbindungen zu dem Kreditgeberinnengatten Egon Geerkens, dann, als die Diskussion über Wulffs Privatkredit begann. „Inzwischen habe ich das Geldmarktdarlehen in ein langfristiges Bankdarlehen festgeschrieben.“ erklärte Wulff am 15.Dezember. Nach Angaben der BW-Bank hatte Wulff die Papiere aber erst am 21. Dezember unterschrieben. Bemerkenswert ist zudem, dass die BW-Bank, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Hausbank des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche ist. Bei der Rettung des Autoherstellers spielte Wulff - als niedersächsischer Ministerpräsident im Präsidium des VW-Aufsichtsrats – eine wichtige Rolle.Auch offen:Welche Rolle spielten Wulff und Manfres Schmidt bei der Sponsorensuche für den Nord Süd Dialog ?

    z. B. jene nach der Maschmeyer-Werbekampagne für das Wulff-Buch sind es, die der Fragenkatalog der niedersächsischen Grünen an die niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung gestellt hat:

    http://www.fraktion.gruen...

    Man darf auf die Antworten gespannt sein.

    Der dummdreiste Anruf bei BILD und seine möglicherweise strafrechtliche Relevanz ist nur ein Nebenkriegsschauplatz, auf dem die Stahlgewitter umso heftiger dröhnen.

    Ich verstehe nicht, wie man immer wieder den gleichen Quatsch wiederholen kann.

    Es ist bekannt, wohin Wulff das Geld zurückgezahlt hat. Es ist auch bekannt, wann er das Geerkensdarlehen zurückzahlte.
    Es ist bekannt, wohin Wulff Zinsen für das Darlehen zahlte. Er zahlte sie von Anfang an. Das lässt darauf schließen, dass der nichtnotarielle Vertrag mit Frau Geerkens von Anfang an bestand.

    Herr Geerkens hat im Spiegel bestätigt, dass das Geld von ihnen kam. Vermutlich lässt sich die zeitnahe Abbuchung auch nachweisen.

    Und was verstehen Sie unter einer Vermittlung des euriborgebundenen Darlehens?

    Man wird seitens der BW-Bank Wulff - nach dessen Einstufung - diverse Finanzierungsoptionen vorgestellt haben. Wulff hat sich dann vermutlich für eine entschieden. Wenn Sie meinen, dass sich Wulff dabei einen Vorteil erschlichen hat, dann müssen Sie das nachweisen. Bislang gibt es nur Verschwörungstheorien (Porsche, BW-Bank, Wulff), aber nicht die Spur eines ernsthaften Verdachts.

    Sollte Wulff den Kredit unberechtigterweise bekommen haben, dann ist das zunächst ein BW-Bank- und kein Wulff-Problem.

    Mal eine dumme Frage: Lesen Sie keine Zeitung? Die meisten ihrer Fragen wurden schon in den allerersten 3 Tagen der Affäre restlos geklärt.

    Gestern sagte der Anwalt von Schirach bei Jauch, dass der Geerkenskredit vermutlich völlig unproblematisch sei und das habe auch die Staatsanwaltschaft bestätigt.

    Lassen Sie mal einfach ihre politischen Ziele weg!

    Mit der Fixierung auf die Medienaffäre geraten wichtige Fragesstellungen in den Hintergrund.Warum reiste Egon Geerkens mit dem Ministerpräsidenten Wulff zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Kreditvergabe mehrfach ins Ausland, obwohl er gar nicht mehr in Niedersachsen lebte ? Geerkens wurde bei diesen Reisen offiziell als "Private Investor" und "Familienunternehmer" geführt, behauptet heute aber, er sei damals kein Unternehmer mehr gewesen.
    Auch die Umstände des BW Bank Kredits sind nach wie vor nicht geklärt.Auffällig bei beiden Umschuldungen – vom Privatkredit zum Geldmarktkredit und von diesem zum Immobiliendarlehen – ist jeweils ihr Zeitpunkt: Sie geschahen immer dann, wenn kritische Fragen aufkamen, zuerst zu Wulffs Geschäftsverbindungen zu dem Kreditgeberinnengatten Egon Geerkens, dann, als die Diskussion über Wulffs Privatkredit begann. „Inzwischen habe ich das Geldmarktdarlehen in ein langfristiges Bankdarlehen festgeschrieben.“ erklärte Wulff am 15.Dezember. Nach Angaben der BW-Bank hatte Wulff die Papiere aber erst am 21. Dezember unterschrieben. Bemerkenswert ist zudem, dass die BW-Bank, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Hausbank des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche ist. Bei der Rettung des Autoherstellers spielte Wulff - als niedersächsischer Ministerpräsident im Präsidium des VW-Aufsichtsrats – eine wichtige Rolle.Auch offen:Welche Rolle spielten Wulff und Manfres Schmidt bei der Sponsorensuche für den Nord Süd Dialog ?

  4. dieser Praesident. Ich bin fuer wahr kein Bild-Fan, aber moechte mich hier mal ausdruecklich mit dem Blatt solidarisieren. Den Tabubruch hat mehrfach und wiederholt dieser unfaehige Praesident begangen und als Buerger moechte ich endlich Tatsachen! Bitte unbedingt veroeffentlichen!

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    als Audio-Datei - da koennte man Wulff authentisch erleben.

    • P_S
    • 09.01.2012 um 14:22 Uhr

    und die von einer Redaktion die vor einer Veröffentlichung Herrn Wulff bescheid gegeben hat sie will etwas veröffentlichen, dass dieser nicht will?
    Die sich "moralisch" bzgl. des Tonbandes zurückgehalten hat, weil Herr Wulff es nicht wollte?
    Herr Wulff ist sicherlich nicht deutschlands bester Präsident, dass war von vor Anfang an klar, aber dass die Bild mit grenzwertigen Tatsachen Auflage macht sollte jedem klar sein!

    als Audio-Datei - da koennte man Wulff authentisch erleben.

    • P_S
    • 09.01.2012 um 14:22 Uhr

    und die von einer Redaktion die vor einer Veröffentlichung Herrn Wulff bescheid gegeben hat sie will etwas veröffentlichen, dass dieser nicht will?
    Die sich "moralisch" bzgl. des Tonbandes zurückgehalten hat, weil Herr Wulff es nicht wollte?
    Herr Wulff ist sicherlich nicht deutschlands bester Präsident, dass war von vor Anfang an klar, aber dass die Bild mit grenzwertigen Tatsachen Auflage macht sollte jedem klar sein!

  5. ... setzt den Provinzpolitiker ab.

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  6. als Audio-Datei - da koennte man Wulff authentisch erleben.

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    Dann haben die ihren Soll fürs Frühjahr ruck zuck erfüllt..

    Wenn ich diese Mailbox hätte..lechtz da lohnt sich ja ein Einbruch.. ;-)

    "HALLO HERR DIEKMANN!, Christian Wulff hier! [...] Also eines sag ich Ihnen! Für mich und meine Frau ist der RUBIKON ÜBERSCHRITTEN! Aber sowas von![...]"

    ich freu mich schon riesig!

    • Psy03
    • 09.01.2012 um 12:38 Uhr

    "Damit wäre der Rubikon überschritten" - wäre ein toller Klingelton!

    Damit sich endlich jeder seine eigene Meinung BILDen kann.
    Herr Wulff hat durch seine "glitschigen" (v.Schirach) AndersBehauptung und Verweigerung der Veröffentlichung die öffentliche Neugier erst richtig geschürt.
    Ich finde, jeder Staatsbürger und Medienkonsument hat jetzt den Anspruch auf den transparent gegenübergestellten Vergleich, um einer verdächtigenden Schloss-Gespensterdebatte den Riegel vorzuschieben.
    Denn:
    Einer der beiden Kontrahenten LÜGT offenkundig!
    Bisher unterstellte man sowas ja nur BLÖD...

    Dann haben die ihren Soll fürs Frühjahr ruck zuck erfüllt..

    Wenn ich diese Mailbox hätte..lechtz da lohnt sich ja ein Einbruch.. ;-)

    "HALLO HERR DIEKMANN!, Christian Wulff hier! [...] Also eines sag ich Ihnen! Für mich und meine Frau ist der RUBIKON ÜBERSCHRITTEN! Aber sowas von![...]"

    ich freu mich schon riesig!

    • Psy03
    • 09.01.2012 um 12:38 Uhr

    "Damit wäre der Rubikon überschritten" - wäre ein toller Klingelton!

    Damit sich endlich jeder seine eigene Meinung BILDen kann.
    Herr Wulff hat durch seine "glitschigen" (v.Schirach) AndersBehauptung und Verweigerung der Veröffentlichung die öffentliche Neugier erst richtig geschürt.
    Ich finde, jeder Staatsbürger und Medienkonsument hat jetzt den Anspruch auf den transparent gegenübergestellten Vergleich, um einer verdächtigenden Schloss-Gespensterdebatte den Riegel vorzuschieben.
    Denn:
    Einer der beiden Kontrahenten LÜGT offenkundig!
    Bisher unterstellte man sowas ja nur BLÖD...

  7. Das konnte sie von dem Moment an, als Wulff - von jedwedem Verstand befreit - Diekmann & co angerufen hat und sich so selbst zum medialen Abschuß positioniert hat. Was immer er auch tut, die Bild hat ihn im Würgegriff.

    5 Leserempfehlungen
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    • GDH
    • 09.01.2012 um 12:42 Uhr

    Sie schreiben richtig, dass Bild die Wahl hat, den Mitschnitt zu veröffentlichen oder nicht. Ob das ohne Zustimmung von Herrn Wulff zulässig gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen (ein Gespräch aufzuzeichnen wäre nicht erlaubt gewesen - ob aus dem Zusammenhang, dass Wulff wissentlich eine Mailbox besprochen hat, was anders folgt, weis ich nicht.).

    Auf der anderen Seite hat die Zeitung ja in Interesse daran, dass auch in Zukunft Politiker mit den Redakteuren telefonieren und Nachrichten hinterlassen. Wenn diese befürchten, dass sie auch einmal in die Lage kommen, dass die BILD ihnen den schwarzen Peter überlässt, ob eine Mitteilung veröffentlich wird, kriegen sie vielleicht keine Infos mehr "ins Unreine gesprochen" (also entweder garkeine Aussage oder eine veröffentlichungsreife, nichtssagende Formulierung).

    Diese Hetzkampagne gegen Wulff ist sicherlich nicht das Gelbe vom Ei. Aber sie zeigt uns, wie nachlässig wir alle mit unseren privaten Daten und dem Schutz unserer Freiheit umgehen. Und wie schnell unser Leben von einem einzelnen Menschen mit einem Verlag zerstört werden kann. Natürlich waren die Handlungen Wulffs fragwürdig und sein Anruf so ziemlich das Schlimmste, das er hätte machen können...

    Wulff bleiben meiner Meinung nach nur noch 2 Möglichkeiten: entweder er tritt zurück und veröffentlicht nichts mehr und "bricht das Tabu nicht" oder er bleibt, muss dann allerdings seiner Privatssphäre endgültig lebewohl sagen.

    Und unter uns: es ist ganz normal und OK zu seinen Freunden in die Villa zu reisen.Vor allem an Orten wie Miami. Und jetzt zeigt mir mal einen normalen Bürger, der das freiwillig ablehnen würde?

    Das Problem ist nämlich gar nicht das Wer oder Wohin. Sondern bloss das Warum. Sind es Wulffs Freunde dann ist zumindest diese Sache OK. Geht es allerdings um indirekte Bestechung, dann muss man dagegen vorgehen. Aber gleich alles zu verbieten, kann es ja wohl nicht sein. Wir sind alle nur Menschen und haben bloss ein einziges Leben.

    Nebenbei: Die Bild hat einen Großteil der deutschen Gesellschaft im Würgegriff. Es ist doch eine schreckliche Tatsache für die Deutschen, dass die meistgelesene Tageszeitung ein niveauloses Boulevard-Blatt ist. Das spiegelt wohl den allgemeinen neuronalen Zustand wieder. Fasst euch mal an den Kopf!

    • GDH
    • 09.01.2012 um 12:42 Uhr

    Sie schreiben richtig, dass Bild die Wahl hat, den Mitschnitt zu veröffentlichen oder nicht. Ob das ohne Zustimmung von Herrn Wulff zulässig gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen (ein Gespräch aufzuzeichnen wäre nicht erlaubt gewesen - ob aus dem Zusammenhang, dass Wulff wissentlich eine Mailbox besprochen hat, was anders folgt, weis ich nicht.).

    Auf der anderen Seite hat die Zeitung ja in Interesse daran, dass auch in Zukunft Politiker mit den Redakteuren telefonieren und Nachrichten hinterlassen. Wenn diese befürchten, dass sie auch einmal in die Lage kommen, dass die BILD ihnen den schwarzen Peter überlässt, ob eine Mitteilung veröffentlich wird, kriegen sie vielleicht keine Infos mehr "ins Unreine gesprochen" (also entweder garkeine Aussage oder eine veröffentlichungsreife, nichtssagende Formulierung).

    Diese Hetzkampagne gegen Wulff ist sicherlich nicht das Gelbe vom Ei. Aber sie zeigt uns, wie nachlässig wir alle mit unseren privaten Daten und dem Schutz unserer Freiheit umgehen. Und wie schnell unser Leben von einem einzelnen Menschen mit einem Verlag zerstört werden kann. Natürlich waren die Handlungen Wulffs fragwürdig und sein Anruf so ziemlich das Schlimmste, das er hätte machen können...

    Wulff bleiben meiner Meinung nach nur noch 2 Möglichkeiten: entweder er tritt zurück und veröffentlicht nichts mehr und "bricht das Tabu nicht" oder er bleibt, muss dann allerdings seiner Privatssphäre endgültig lebewohl sagen.

    Und unter uns: es ist ganz normal und OK zu seinen Freunden in die Villa zu reisen.Vor allem an Orten wie Miami. Und jetzt zeigt mir mal einen normalen Bürger, der das freiwillig ablehnen würde?

    Das Problem ist nämlich gar nicht das Wer oder Wohin. Sondern bloss das Warum. Sind es Wulffs Freunde dann ist zumindest diese Sache OK. Geht es allerdings um indirekte Bestechung, dann muss man dagegen vorgehen. Aber gleich alles zu verbieten, kann es ja wohl nicht sein. Wir sind alle nur Menschen und haben bloss ein einziges Leben.

    Nebenbei: Die Bild hat einen Großteil der deutschen Gesellschaft im Würgegriff. Es ist doch eine schreckliche Tatsache für die Deutschen, dass die meistgelesene Tageszeitung ein niveauloses Boulevard-Blatt ist. Das spiegelt wohl den allgemeinen neuronalen Zustand wieder. Fasst euch mal an den Kopf!

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