Kredit-Affäre Wulff gesteht Fehler ein und bleibt im Amt

Der Bundespräsident hat bestritten, er wollte Berichte über sich verhindern. Er habe sie nur verschieben wollen. Die Drohungen gegen den "Bild"-Chef bedauerte er.

Bundespräsident Christian Wulff will trotz der gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Amt bleiben. "Ich nehme meine Verantwortung gerne wahr, ich habe sie für fünf Jahre übernommen", sagte Wulff in einem gemeinsamen Interview mit ARD und ZDF. Wulff begründete sein Nein zu einem Rücktritt auch damit, dass er in den vergangenen Wochen viel Unterstützung erfahren habe.

Wulff bezeichnete den vielfach kritisierten Anruf bei der Bild-Zeitung, mit dem er einen Bericht über seinen umstrittenen Hauskredit hatte stoppen wollen, als "schweren Fehler, der mir leid tut, für den ich mich entschuldige". Er habe sich in der Situation offenkundig eher als Opfer gesehen, denn "als derjenige, der eine Bringschuld hat", sagte das Staatsoberhaupt. Er verwies darauf, dass er sich auf einem Auslandsaufenthalt befunden hätte, als er von der geplanten Veröffentlichung der Zeitung erfahren habe. Nun müsse er sein Verhältnis zu den Medien neu ordnen.

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Erneut verteidigte er sein Vorgehen mit seinem Anliegen, seine Familie zu schützen. Das gelte auch vor dem Hintergrund dessen, "was im Internet alles verbreitet wird über meine Frau". Wulff sprach dabei von Fantasien.

Der Bundespräsident sagte, er könne bei seinen Urlauben bei befreundeten Unternehmern ausdrücklich keinen Verstoß gegen das niedersächsische Ministergesetz erkennen. Es handele sich bei den Personen auch um Freunde aus Schulzeiten, die er seit seinem 14. Lebensjahr kenne. Er sehe in diesem Punkt kein Unrecht.

Keine Rechnung für Nächte im Gästezimmer

Wenn alle Politiker ab sofort nicht mehr bei Freunden übernachten dürften oder eine Rechnung für Nächte im Gästezimmer ausstellen müssten, dann würde sich die Republik nicht zum Guten verändern, sagte Wulff.

Auf den Vorwurf, Wulff informiere die Öffentlichkeit nur per Salami-Taktik, erwiderte er, die etwa 400 Anfragen von Journalisten seien von seinen Anwälten umfassend, nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet worden. Da die Anfragen scheibchenweise hereingekommen seien, könnten diese nur scheibchenweise beantwortet werden. Am morgigen Donnerstag sollen alle Details im Internet veröffentlicht werden, kündigte Wulff an.

Der Bundespräsident steht wegen der Finanzierung seines Privathauses bei Hannover in der Kritik, für die er sich als niedersächsischer Ministerpräsident eine halbe Million Euro von der Frau des befreundeten Unternehmers Egon Geerkens geliehen hatte. Später hat er den Privatkredit in ein Darlehen bei der BW Bank umgewandelt.

Mit Blick auf das Bankdarlehen sagte der Bundespräsident, es handele sich dabei um normale und übliche Konditionen. Das gesamte Risiko der Zinsentwicklung liege bei ihm, sagte Wulff. Er habe keine Vorteile genossen, es handele sich um ein Angebot wie für andere auch.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stärkte Wulff den Rücken. Die Kanzlerin habe "volles Vertrauen darin, dass der Bundespräsident auch weiterhin alle anstehenden Fragen umfassend beantworten wird", sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter. Bereits jetzt habe Wulff viele Fragen beantwortet. CSU-Chef Horst Seehofer sagte in Wildbad Kreuth, seine Partei stehe zu Wulff. "Und er hat auch unser Vertrauen", fügte der bayerische Ministerpräsident hinzu.

 
Leser-Kommentare
  1. Nach bestem Wissen und Gewissen ? Wulff gesteht Fehler ein ? Fehlt nur noch die Guttenberg Formulierung er habe die Fehler „nicht bewusst“ gemacht. Erst 2000 forderte Christian Wulff den Rücktritt von Johannes Rau wegen dessen Flugaffäre und hängte ein Jahr die moralische Messlatte für den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Glogowski sehr hoch gehängt, da für ihn bereits der „Schein von Abhängigkeit“ ein Problem für die Würde des Präsidentenamtes war. Dann kam die geistig moralische Wende. Mehrere Gratis-Urlaube in den Luxusdomizilen befreundeter Unternehmer, die Finanzierung einer Anzeigenkampagne für sein Buch „Besser die Wahrheit“ durch Carsten Maschmeyer,mit dem er u.a. über die „Optimierung der Riester-Rente“ diskutierte und ein vorteilhafter Privatkredit des Osnabrücker Geschäftsmannes Egon Geerkens, den Wulff absurderweise immer noch der Gattin Edith Geerkens zuordnet, stellen plötzlich kein Problem dar. Geerkens, zweifacher Trauzeuge von Wulff, lud diesen nach Spanien und die USA ein und reiste zum Zeitpunkt der Kreditvergabe als „Familienunternehmer“ mehrfach in der Wirtschaftsdelegation des damaligen Ministerpräsidenten, obwohl er längst nicht mehr in Niedersachsen lebte. Die anschließende Salamitaktik, die offenen Fragen zum BW Bank-Kredit und der Versuch mit Drohanrufen die Pressefreiheit einzuschränken sind nicht mal eben mit einem aufgezeichneten Interview wegzuwischen, Herr Bundespräsident !

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    Damals ging es ihm doch "körperlich schlecht" oder so ähnlich. [...] Vielleicht sollte man ihn in Zukunft einfach ignorieren. Denn es steht ja zu befürchten, dass er mit seinem Pattexhintern weiter am Präsidentenstuhl kleben wird. Ignorieren schafft zwar die Ungerechtigkeit nicht aus der Welt, aber man muss sich dafür auch wenigstens nicht mehr für dumm verkauft vorkommen.

    Teil entfernt. Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    "Wenn alle Politiker ab sofort bei nicht mehr bei Freunden übernachten dürften oder eine Rechnung für Nächte im Gästezimmer ausstellen müssten, dann würde sich die Republik nicht zum Guten verändern, sagte Wulff."

    Kurz gesagt bedeutet dies, dass Wulff keinerlei Unrechtsbewusstsein besitzt und somit charakterlich nicht geeignet ist, ein hohes Staatsamt zu besetzen.

    • Buh
    • 04.01.2012 um 20:33 Uhr

    Fehltritt war systematisch und während seines Amtes als Präsident. Wulffs Fehltritte sind auch irgendwie systematisch, nicht im geringsten juristisch relevant und fanden alle vor seinem Amt statt.

    • sfgrw
    • 05.01.2012 um 0:48 Uhr

    Man müsste sich wundern, wenn Herr Diekmann die bundespräsidiale Hinterlassenschaft auf seiner Mailbox bereits gelöscht hätte.
    Für einen jeden Journalisten, für eine jede Zeitung weltweit wäre die Dokumentation der persönlichen Entgleisung des Staatsoberhauptes ein Hauptgewinn und ein Pfund in der Hand, das man doch wohl nicht vernichtet.
    Da die Bellevue'sche Version der Bitte um Verschiebung der Veröffentlichung des Wulffschen Kreditgebarens um einen Tag nicht so ganz der Version des Hauses Springers entspricht, gilt abzuwarten, wie Wulff diese Tatsache parieren will.
    Ein nächster derartiger Auftritt, der seiner Stilisierung zum Opfer diente, könnte etwas knapper ausfallen, weil man ihm eine weitere Pirouette nicht mehr nachsehen kann.
    Eine in einem Staatswesen derart exponierte Figur muss der ihr zugedachten (und selbst gewünschten) Rolle gerecht werden, unabhängig davon, ob die Rolle nun sinnvoll ist oder nicht.
    So funktioniert jedes Theaterstück. Dramen ebenso wie Komödien.
    Um welche Gattung es sich hier handelt, möge der geneigte Leser selbst entscheiden.
    Wir nähern uns dem Vorhang.
    Applaus gibt es für den Unterhaltungswert, daher ein Bravo! an den Protagonisten!

    • Ellmax
    • 05.01.2012 um 2:10 Uhr

    ... spendieren lassen, auch auf Mallorca oder in Florida. Natürlich darf ein Freund eine Anzeigenkampagne für das eigene Buch finanzieren. Natürlich darf man sich bei Freunden Geld leihen. Auch zu Vorzugskonditionen.

    Unterhält man zu diesen Freunden allerdings Geschäftsbeziehungen, nennt man das Korruption.
    Ist man Beamter, heißt das: Bestechung.
    Ist man Mandatsträger, heißen die Freunde: Amigos, die Freundschaften ein Amigosystem.

    Thorsten Denkler hat Wulff auf süddeutsche.de als Hinterzimmer-Paten bezeichnet:

    http://www.sueddeutsche.d...

    Da der Artikel mittlerweile redigiert wurde, hier der Originaltext:

    http://www.bild.de/politi...

    http://article.wn.com/vie...

    Rainer Borchhart spricht im Deutschlandfunk von einem Amtsversager:

    http://www.dradio.de/dlf/...

    Jetzt möchte er seine Freunde auch noch nach Bellevue einladen, kostenlos natürlich:

    http://ondemand-mp3.dradi...

    Der Bundespräsident nimmt für sich nichts anderes in Anspruch, als den moralischen Kompass der Republik neu zu interpretieren. Vielleicht glaubt er ja, er dürfe das, jetzt, im höchsten Amt im Staate.

    Wulff fehlt die nötige Integrität für diese Amt. Er soll endlich zurücktreten.

    Endloses Schwadronieren und Assoziieren: Quantified-Self-Technologie hilft da vielleicht - allseits gute Besserung!

    • Toni_B
    • 05.01.2012 um 21:33 Uhr

    ...mit dieser endlosen Wiederholung bekannter Tatsachen beim Syker Kreisblatt als Sonderredakteur bewerben, der das Blat vom Bezug von SID/dpa und Ähnlichem befreit. Wenn Sie es schaffen Ihre Zeilen vorher Korrektur zu lesen dann passt das.

    Damals ging es ihm doch "körperlich schlecht" oder so ähnlich. [...] Vielleicht sollte man ihn in Zukunft einfach ignorieren. Denn es steht ja zu befürchten, dass er mit seinem Pattexhintern weiter am Präsidentenstuhl kleben wird. Ignorieren schafft zwar die Ungerechtigkeit nicht aus der Welt, aber man muss sich dafür auch wenigstens nicht mehr für dumm verkauft vorkommen.

    Teil entfernt. Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    "Wenn alle Politiker ab sofort bei nicht mehr bei Freunden übernachten dürften oder eine Rechnung für Nächte im Gästezimmer ausstellen müssten, dann würde sich die Republik nicht zum Guten verändern, sagte Wulff."

    Kurz gesagt bedeutet dies, dass Wulff keinerlei Unrechtsbewusstsein besitzt und somit charakterlich nicht geeignet ist, ein hohes Staatsamt zu besetzen.

    • Buh
    • 04.01.2012 um 20:33 Uhr

    Fehltritt war systematisch und während seines Amtes als Präsident. Wulffs Fehltritte sind auch irgendwie systematisch, nicht im geringsten juristisch relevant und fanden alle vor seinem Amt statt.

    • sfgrw
    • 05.01.2012 um 0:48 Uhr

    Man müsste sich wundern, wenn Herr Diekmann die bundespräsidiale Hinterlassenschaft auf seiner Mailbox bereits gelöscht hätte.
    Für einen jeden Journalisten, für eine jede Zeitung weltweit wäre die Dokumentation der persönlichen Entgleisung des Staatsoberhauptes ein Hauptgewinn und ein Pfund in der Hand, das man doch wohl nicht vernichtet.
    Da die Bellevue'sche Version der Bitte um Verschiebung der Veröffentlichung des Wulffschen Kreditgebarens um einen Tag nicht so ganz der Version des Hauses Springers entspricht, gilt abzuwarten, wie Wulff diese Tatsache parieren will.
    Ein nächster derartiger Auftritt, der seiner Stilisierung zum Opfer diente, könnte etwas knapper ausfallen, weil man ihm eine weitere Pirouette nicht mehr nachsehen kann.
    Eine in einem Staatswesen derart exponierte Figur muss der ihr zugedachten (und selbst gewünschten) Rolle gerecht werden, unabhängig davon, ob die Rolle nun sinnvoll ist oder nicht.
    So funktioniert jedes Theaterstück. Dramen ebenso wie Komödien.
    Um welche Gattung es sich hier handelt, möge der geneigte Leser selbst entscheiden.
    Wir nähern uns dem Vorhang.
    Applaus gibt es für den Unterhaltungswert, daher ein Bravo! an den Protagonisten!

    • Ellmax
    • 05.01.2012 um 2:10 Uhr

    ... spendieren lassen, auch auf Mallorca oder in Florida. Natürlich darf ein Freund eine Anzeigenkampagne für das eigene Buch finanzieren. Natürlich darf man sich bei Freunden Geld leihen. Auch zu Vorzugskonditionen.

    Unterhält man zu diesen Freunden allerdings Geschäftsbeziehungen, nennt man das Korruption.
    Ist man Beamter, heißt das: Bestechung.
    Ist man Mandatsträger, heißen die Freunde: Amigos, die Freundschaften ein Amigosystem.

    Thorsten Denkler hat Wulff auf süddeutsche.de als Hinterzimmer-Paten bezeichnet:

    http://www.sueddeutsche.d...

    Da der Artikel mittlerweile redigiert wurde, hier der Originaltext:

    http://www.bild.de/politi...

    http://article.wn.com/vie...

    Rainer Borchhart spricht im Deutschlandfunk von einem Amtsversager:

    http://www.dradio.de/dlf/...

    Jetzt möchte er seine Freunde auch noch nach Bellevue einladen, kostenlos natürlich:

    http://ondemand-mp3.dradi...

    Der Bundespräsident nimmt für sich nichts anderes in Anspruch, als den moralischen Kompass der Republik neu zu interpretieren. Vielleicht glaubt er ja, er dürfe das, jetzt, im höchsten Amt im Staate.

    Wulff fehlt die nötige Integrität für diese Amt. Er soll endlich zurücktreten.

    Endloses Schwadronieren und Assoziieren: Quantified-Self-Technologie hilft da vielleicht - allseits gute Besserung!

    • Toni_B
    • 05.01.2012 um 21:33 Uhr

    ...mit dieser endlosen Wiederholung bekannter Tatsachen beim Syker Kreisblatt als Sonderredakteur bewerben, der das Blat vom Bezug von SID/dpa und Ähnlichem befreit. Wenn Sie es schaffen Ihre Zeilen vorher Korrektur zu lesen dann passt das.

    • WiKa
    • 04.01.2012 um 18:39 Uhr

    Will sich denn die Presse schon geschlagen geben? 3 Wochen Dauerfeuer und der Mann ist immer noch nicht gefallen? Mir ist kein bundesdeutscher Präsident bekannt der in so kurzer Zeit so oft auf dem Titel mit Negativbenotung erschien. Gut ich brauch den auch nicht, aber ich finde es in höchstem Maße nachfragenswert warum er so intensiv gejagt wird, der Wulff?

    Man kann es ja auch mal anders ausleuchten, so wie hier:
    „Deutschland rennt sich einen Wulff – Winternachtsalbtraum“ … Link
    und da wird dann zurecht auch mal die Rolle der Medien hinterfragt, denn ein ganz wesentlicher Punkt rund um den Wulff Zirkus wird von keiner Seite hinterfragt, wer so im eigentlich zur Jagdsaison geblasen hat. Die paar Kleinigkeiten die heute öffentlich diskutiert werden, die sehe ich eher als aufgeblasene Mücken. Und warum wurde gerade bei Wulff gesucht? Also wer hat ein Interesse daran Wulff zu entsorgen. Andere Quellen behaupten er hätte sich beim ESM querlegen wollen, ähnliches gab es damals auch schon gerüchteweise zu Köhler. Sollten wir tatsächlich zwei verkappte Präsidenten fürs Volk gehabt haben und keiner hat es bemerkt … (°!°)

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    "Gut ich brauch den auch nicht, aber ich finde es in höchstem Maße nachfragenswert warum er so intensiv gejagt wird, der Wulff?"

    Das ist wie bei jedem Mobbing: Er gibt durch seine Art und sein Ungeschick das ideale Opfer. So etwas beginnt immer recht harmlos und kann dann schnell eskalieren. Geradezu typisch, das Ganze.

    " ...Also wer hat ein Interesse daran Wulff zu entsorgen. ..."
    Ist eine Person ohne Charisma, bei deren Wahl gut 50% der Bevölkerung den Kopf geschüttet hat, und die keinen besseren Weg aus Ihren privaten Geschäfteln findet als sich in so einer Muppetshow zu winden, gehört - ich will bewußt nicht das Wort "entsorgt" verwenden - in die Schranken gewiesen. Schade, dass Herr Wulff sich in diesem Punkt gegensätzlich zum ebenfalls undurchchaubaren Herrn Köhler verhält.
    Es gab glücklicherweise mehrere Präsidenten der BRD, die ich SEHR akzeptierte UND GESCHÄTZT habe.
    Die Erbsenzählerin von ARD hat es nicht viel besser gemacht - soll sich lieber beim Bund der Steuerzahler bewerben... RESUMEE: Herrn Deppendorf kann ich mit Abstand von allen drei als Präsidenten akzeptieren und schätzen.

    Wenn unser aller Staatsoberhaupt sein Selbst-, Amts- und Staatsverständnis offen legt, indem er unter Drohungen versucht die redaktionelle Arbeit der Presse zu beeinflussen, hat er sich mit diesem Verhalten für seinen derzeitigen Job vollkommen diskreditiert.
    Was Sie als "Jagd" bezeichnen ist in allererster Linie ein Ausdruck von Sorge um unser Staatswesen und den Zustand unserer Demokratie. Wulff ist beidem abträglich und sollte schnellsmöglich durch einen Mann ersetzt werden, dessen Lebenswerk eine klare Empfehlung für das Amt des Bundespräsidenten ist: Durch Joachim Gauck. Frau Merkel, bitte korrigieren Sie!

    "Gut ich brauch den auch nicht, aber ich finde es in höchstem Maße nachfragenswert warum er so intensiv gejagt wird, der Wulff?"

    Das ist wie bei jedem Mobbing: Er gibt durch seine Art und sein Ungeschick das ideale Opfer. So etwas beginnt immer recht harmlos und kann dann schnell eskalieren. Geradezu typisch, das Ganze.

    " ...Also wer hat ein Interesse daran Wulff zu entsorgen. ..."
    Ist eine Person ohne Charisma, bei deren Wahl gut 50% der Bevölkerung den Kopf geschüttet hat, und die keinen besseren Weg aus Ihren privaten Geschäfteln findet als sich in so einer Muppetshow zu winden, gehört - ich will bewußt nicht das Wort "entsorgt" verwenden - in die Schranken gewiesen. Schade, dass Herr Wulff sich in diesem Punkt gegensätzlich zum ebenfalls undurchchaubaren Herrn Köhler verhält.
    Es gab glücklicherweise mehrere Präsidenten der BRD, die ich SEHR akzeptierte UND GESCHÄTZT habe.
    Die Erbsenzählerin von ARD hat es nicht viel besser gemacht - soll sich lieber beim Bund der Steuerzahler bewerben... RESUMEE: Herrn Deppendorf kann ich mit Abstand von allen drei als Präsidenten akzeptieren und schätzen.

    Wenn unser aller Staatsoberhaupt sein Selbst-, Amts- und Staatsverständnis offen legt, indem er unter Drohungen versucht die redaktionelle Arbeit der Presse zu beeinflussen, hat er sich mit diesem Verhalten für seinen derzeitigen Job vollkommen diskreditiert.
    Was Sie als "Jagd" bezeichnen ist in allererster Linie ein Ausdruck von Sorge um unser Staatswesen und den Zustand unserer Demokratie. Wulff ist beidem abträglich und sollte schnellsmöglich durch einen Mann ersetzt werden, dessen Lebenswerk eine klare Empfehlung für das Amt des Bundespräsidenten ist: Durch Joachim Gauck. Frau Merkel, bitte korrigieren Sie!

  2. Mein Bundespräsident ist er ab heute nicht mehr.

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    war es von Anfang an nicht.

    Seine ProChrist-Vergangenheit hat ihn schon seit jeher für dieses Amt untauglich gemacht.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Mein Bundespräsident ist er auch nicht mehr.

    Herr Wulff wurde Bundespräsident, weil diese Bundesregierung es so wollte, und er bleibt in diesem Amt aus nur einem Grunde: weil diese Bundesregierung es so will.

    Für mich ist er seit Bekanntwerden der Telefonanrufe als Bundespräsident untragbar, er ist als Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland untragbar. Ich verwahre mich dagegen, dass jemand, der meint, ein fundamentales Grundrecht so geringschätzen zu können, die Bundesrepublik nach außen vertritt: er bleibt Präsident von Merkels Gnaden und ist als solcher der Präsident der Bundesregierung, mehr nicht.

    In moralischer und handwerklich-qualitativer Hinsicht passen Regierung und Präsident ja auch wirklich gut zusammen.

    Dem kritschen Bürger bleibt nur die Methode Kohl: Aussitzen, irgendwann geht auch diese Ära zuende.

    war es von Anfang an nicht.

    Seine ProChrist-Vergangenheit hat ihn schon seit jeher für dieses Amt untauglich gemacht.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Mein Bundespräsident ist er auch nicht mehr.

    Herr Wulff wurde Bundespräsident, weil diese Bundesregierung es so wollte, und er bleibt in diesem Amt aus nur einem Grunde: weil diese Bundesregierung es so will.

    Für mich ist er seit Bekanntwerden der Telefonanrufe als Bundespräsident untragbar, er ist als Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland untragbar. Ich verwahre mich dagegen, dass jemand, der meint, ein fundamentales Grundrecht so geringschätzen zu können, die Bundesrepublik nach außen vertritt: er bleibt Präsident von Merkels Gnaden und ist als solcher der Präsident der Bundesregierung, mehr nicht.

    In moralischer und handwerklich-qualitativer Hinsicht passen Regierung und Präsident ja auch wirklich gut zusammen.

    Dem kritschen Bürger bleibt nur die Methode Kohl: Aussitzen, irgendwann geht auch diese Ära zuende.

  3. Wulff kann aus zweierlei Gründen nicht zurücktreten:

    Zum Ersten.
    Ein Rücktritt würde diejenige, die ihn ins Amt des Bundespräsidenten hievte, nämlich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht nur massiv schwächen, sondern sie politisch in schwerste Bedrängnis bringen. Und das nicht nur innerhalb der Koalition sondern auch und besonders in der eigenen Partei. Angela Merkel wollte mit der Personalie Wulff im Juni 2010 "Signale setzen" und die "politische Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit" ihrer schon damals mehr als schwachen Bundesregierung unter Beweis stellen. Im Unions-Jargon bezeichnet man dies "FÜHRUNG". Kurz: geht Wulff, muss auch Merkel gehen, da sie die Hauptschuld trifft.

    Zum Zweiten.
    Da ist Wulffs Ehefrau, die Präsidenten-Gattin, die Wulff als treibende Kraft ins Schloss Bellevue brachte. Die sehr ehrgeizige und besonders zielstrebige PR-Spezialistin und in Pressefragen sehr bewanderte Bettina Wulff flankierte den Einzug ins Präsidentenamt indem sie es für glamouröse Berichterstattung öffnete. Statt Wulff auf die Finger zu schauen, blickten die Medien und ganz besonders der Boulevard auf Nebensächlichkeiten - wie das Tattoo der Gattin, die ihre Rolle als Gattin des Inhabers des höchsten deutschen Staatsamtes zudem außerordentlich offensiv interpretierte.

    Ansonsten - Was für ein Schmierentheater!

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    daß sie jetzt den Posten der Sprecherin des BP übernommen hat.

    Ohne uns regiert niemand.
    Politiker sind nur Politiker von Springers Gnaden.

    Doppelposting

    daß sie jetzt den Posten der Sprecherin des BP übernommen hat.

    Ohne uns regiert niemand.
    Politiker sind nur Politiker von Springers Gnaden.

    Doppelposting

    • Panic
    • 04.01.2012 um 18:41 Uhr

    Verstehe die ganze Aufregung nicht. Das Amt "Bundespräsident" braucht kein Mensch. Was macht der denn? Nix. Einfach abschaffen das Amt, und gut is.

    12 Leser-Empfehlungen
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    ....

    Aber wenn wir schon einen BP haben, dann wenigstens einen, den man ernst nehmen kann! Teuer genug isser ja!

    schön, dass man überhaupt mal was von ihm hört.

    Der Bundespräsident kann beispielsweise Gesetze blockieren (nicht unterzeichnen) wenn er den Verdacht hegt, dass sie mit dem Grundgesetz in Konflikt geraten.

    Für manche Interessengruppen könnte Herr Wulff ein unbequemer Präsident sein.

    ....

    Aber wenn wir schon einen BP haben, dann wenigstens einen, den man ernst nehmen kann! Teuer genug isser ja!

    schön, dass man überhaupt mal was von ihm hört.

    Der Bundespräsident kann beispielsweise Gesetze blockieren (nicht unterzeichnen) wenn er den Verdacht hegt, dass sie mit dem Grundgesetz in Konflikt geraten.

    Für manche Interessengruppen könnte Herr Wulff ein unbequemer Präsident sein.

  4. muss man eigentlich miteinbeziehen dass er der BILD drohte, die nicht gerade zimperlich ist, was Hetzkampagnen betrifft!?!? Ich bezeichne die Bild auch nicht als "Presse".

    20 Leser-Empfehlungen
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    und genau deshalb schwindet sein rückhalt: es ist nicht sein machtmissbrauch, sondern die dummheit der BILD zu drohen.

    und genau deshalb schwindet sein rückhalt: es ist nicht sein machtmissbrauch, sondern die dummheit der BILD zu drohen.

  5. Entfernt. Bitte kommentieren Sie im Rahmen der Netiquette. Danke. Die Redaktion/sh

    49 Leser-Empfehlungen
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    Vielleicht wird ja Kai Diekmann neuer Bundespräsident. Der ist doch ein absoluter Marketingstratege oder?
    Darum geht es doch den Leuten: Hätte er besser seine Spuren vertuscht und sich den BILD Chefredakteur unter 4 Augen zur Brust genommen wär er der perfekte Präsident oder wie?

    Menschen machen Fehler. Fehler haben Konsequenzen. Aber es muss nicht gleich immer die ultimative Konsequenz sein.

    Grade die Offenbarung der Anrufe Wochen nachdem sie stattgefunden haben. Erst hat die BILD Köhler rausgemobbt. Jetzt Wulff und Gauck wird immer ordentlich aus dem BILD Lager angepriesen.

    "Würden wir nach den für Wulff angelegten Maßstäben jetzt den Bundestag durchforsten und alle Redaktionsstuben der Nation gleich dazu, dort sodann Ausschau halten nach all den Leuten die schon mal im Puff waren, fremd gegangen sind, Geschenke, Zuwendungen oder sonstige Vergünstigungen angenommen haben oder auch nur im Geringsten Vorteile im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit eingestrichen haben, diese aus ihren Positionen entfernen, dann wären diese Orte menschenleer und wir hätten endlich Ruh."

    Wir haben ja auch einen Außenminister der völlig unfähig ist und ohne Plan von Merkel nicht mehr vor die Tür gelassen wird.
    Da können wir mit Wulf doch aller Welt zeigen das wir noch mehr davon auf Lager haben.

    In Ungarn schenkt der Staat die Pressefreiheit ein, bei uns der greifen die Politiker noch selbst zum Höhrer. :)

    Wulff bereut also die Drohungen ggü. der Springerpresse.

    Dass er einen Facebook-User wegen §90, Verunglimpfung des Bundesprädidenten, vor den Kadi zerrt, weil dieser eine (dämliche) Bemerkung ggü. seiner Gattin ("Blitzmädchen") machte, bereut er offenbar nicht.

    Hey, haben ihn Deppendorf/Schausten ja auch nicht nach gefragt, wozu das also bereuen...

    Germanys next Guttenberg.

    In den Medien wurden in den letzten 30 Tagen mehr Artikel über C. Wulff geschrieben, als in den Tagen seiner Amtszeit.

    Mittlerweile ist die Kreditthematik in den Hintergrund getreten und die Medien mutmaßen nur noch über die „Drohansage“ auf dem AB von Herrn Diekmann. Scheibchenweise wird von Medien und politischen Kontrahenten das Theater am Köcheln gehalten und verliert immer mehr an Substanz. Und die Kommentare erreichen kaum noch Stammtisch-Niveau.

    Ich hätte C. Wulff nicht zum BP gewählt und seine Partei schätze ich nicht. Mir ist aber zuwider, mit welcher Häme und wie tief unter der Gürtellinie über den Bundespräsidenten Christian Wulff diskutiert wird. Gerade auch von Medien, die bisher so gerne sehr „privat“ berichtet und die Neugierde der „Boulevardleserschaft“ befriedigt haben.

    Das Schmierentheater wird auch mit der heutigen Erklärung von C. Wulff nicht beendet sein – laut Interview hat er von der Presse 400 Fragen zur Beantwortung vorgelegt bekommen; da können die Medien noch vieles drehen und wenden.

    Vielleicht wird ja Kai Diekmann neuer Bundespräsident. Der ist doch ein absoluter Marketingstratege oder?
    Darum geht es doch den Leuten: Hätte er besser seine Spuren vertuscht und sich den BILD Chefredakteur unter 4 Augen zur Brust genommen wär er der perfekte Präsident oder wie?

    Menschen machen Fehler. Fehler haben Konsequenzen. Aber es muss nicht gleich immer die ultimative Konsequenz sein.

    Grade die Offenbarung der Anrufe Wochen nachdem sie stattgefunden haben. Erst hat die BILD Köhler rausgemobbt. Jetzt Wulff und Gauck wird immer ordentlich aus dem BILD Lager angepriesen.

    "Würden wir nach den für Wulff angelegten Maßstäben jetzt den Bundestag durchforsten und alle Redaktionsstuben der Nation gleich dazu, dort sodann Ausschau halten nach all den Leuten die schon mal im Puff waren, fremd gegangen sind, Geschenke, Zuwendungen oder sonstige Vergünstigungen angenommen haben oder auch nur im Geringsten Vorteile im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit eingestrichen haben, diese aus ihren Positionen entfernen, dann wären diese Orte menschenleer und wir hätten endlich Ruh."

    Wir haben ja auch einen Außenminister der völlig unfähig ist und ohne Plan von Merkel nicht mehr vor die Tür gelassen wird.
    Da können wir mit Wulf doch aller Welt zeigen das wir noch mehr davon auf Lager haben.

    In Ungarn schenkt der Staat die Pressefreiheit ein, bei uns der greifen die Politiker noch selbst zum Höhrer. :)

    Wulff bereut also die Drohungen ggü. der Springerpresse.

    Dass er einen Facebook-User wegen §90, Verunglimpfung des Bundesprädidenten, vor den Kadi zerrt, weil dieser eine (dämliche) Bemerkung ggü. seiner Gattin ("Blitzmädchen") machte, bereut er offenbar nicht.

    Hey, haben ihn Deppendorf/Schausten ja auch nicht nach gefragt, wozu das also bereuen...

    Germanys next Guttenberg.

    In den Medien wurden in den letzten 30 Tagen mehr Artikel über C. Wulff geschrieben, als in den Tagen seiner Amtszeit.

    Mittlerweile ist die Kreditthematik in den Hintergrund getreten und die Medien mutmaßen nur noch über die „Drohansage“ auf dem AB von Herrn Diekmann. Scheibchenweise wird von Medien und politischen Kontrahenten das Theater am Köcheln gehalten und verliert immer mehr an Substanz. Und die Kommentare erreichen kaum noch Stammtisch-Niveau.

    Ich hätte C. Wulff nicht zum BP gewählt und seine Partei schätze ich nicht. Mir ist aber zuwider, mit welcher Häme und wie tief unter der Gürtellinie über den Bundespräsidenten Christian Wulff diskutiert wird. Gerade auch von Medien, die bisher so gerne sehr „privat“ berichtet und die Neugierde der „Boulevardleserschaft“ befriedigt haben.

    Das Schmierentheater wird auch mit der heutigen Erklärung von C. Wulff nicht beendet sein – laut Interview hat er von der Presse 400 Fragen zur Beantwortung vorgelegt bekommen; da können die Medien noch vieles drehen und wenden.

  6. ....

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    • Panic
    • 04.01.2012 um 19:10 Uhr

    lachen :)

    ...mich macht es ehrlich gesagt sehr traurig.

    Schlimm finde ich auch, wie sich inzwischen Angela Merkel und Horst Seehofer in "Nibelungentreue" an ihn gekettet haben - und mit ihm untergehen werden.

    ... unsere Winkelemente ...

    • BenGO
    • 04.01.2012 um 21:30 Uhr

    und er wird noch oft winken. Und das Publikum an der Straße auf der Fahrt nach Güstrow steht auf der gewollten Seite. Dort werden sie hingestellt, notfalls passend ins BILD
    Alles schon mal da gewesen.
    Drehbuch und Regie : A.Merkel
    incl. 5-Jahres Festvertrag

    • Panic
    • 04.01.2012 um 19:10 Uhr

    lachen :)

    ...mich macht es ehrlich gesagt sehr traurig.

    Schlimm finde ich auch, wie sich inzwischen Angela Merkel und Horst Seehofer in "Nibelungentreue" an ihn gekettet haben - und mit ihm untergehen werden.

    ... unsere Winkelemente ...

    • BenGO
    • 04.01.2012 um 21:30 Uhr

    und er wird noch oft winken. Und das Publikum an der Straße auf der Fahrt nach Güstrow steht auf der gewollten Seite. Dort werden sie hingestellt, notfalls passend ins BILD
    Alles schon mal da gewesen.
    Drehbuch und Regie : A.Merkel
    incl. 5-Jahres Festvertrag

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