Bundespräsident: Wulff, die Hypothek der Christdemokraten
Unter CDU-Abgeordneten wächst die Angst vor den kommenden Wahlen. Noch hoffen viele, dass der Bundespräsident seine Probleme selbst löst.
© Sean Gallup/Getty Images

Beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Wulff, mit Außenminister Guido Westerwelle (l.) und Kanzlerin Angela Merkel (2. v. l.)
Als Außenminister Guido Westerwelle das Präsidentenpaar erreicht, wird es herzlich. Händedruck für Christian Wulff, Küsschen links, Küsschen rechts für seine Frau Bettina. So sieht Solidarität unter Bedrängten aus. Der frühere Vizekanzler kennt aus seiner Zeit als FDP-Chef den ungeheuren Druck, den politische Spitzenämter mit sich bringen. Kanzlerin Merkel steht auf dem Neujahrsempfang in Schloss Bellevue bereits neben der Präsidentengattin, unverbindlich lächelnd, in sich ruhend. Daraus lässt sich lesen: Das Land wird weiter regiert, auch wenn die – eingestandenen – Fehler des Bundespräsidenten täglich neue Kritik nach sich ziehen.
Dabei ist Merkels politische Zukunft eng mit dem früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten und CDU-Politiker verbunden – den sie als Präsidentschaftskandidaten durchsetzte. Es stehen Wahlen an, in Schleswig-Holstein wird noch im Frühjahr der Landtag neu gewählt, in einem Jahr dann ist Niedersachsen dran, in beiden Ländern stellt die CDU den Ministerpräsidenten. Trotz, oder gerade wegen dieser Unsicherheit gibt es in der Partei Kollegen, die Christian Wulff immer noch gegen alle Kritik verteidigen.
Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Annette Schwarz etwa hat zwar "politische Unruhe" wahrgenommen, findet aber, dass es Wichtigeres gibt als Debatten über Wulffs Privatkredit und seinen Drohanruf bei der Bild-Zeitung. "Beim Thema Wulff schalten die Leute die Nachrichten ab", weil sie eine Kampagne hinter den Berichten vermuteten, sagt auch Fraktionsvize Heinz Rolfes. Ein "wachsendes Desinteresse" will der Landtagsabgeordnete Harald Noack in Gesprächen auf der Straße ausgemacht haben.
"Anwälte an die Leine legen"
Andere Christdemokraten stoßen sich zwar an den Fehlern des früheren Ministerpräsidenten, leiten daraus aber keine Konsequenzen ab. Sie hoffen immer noch auf schlüssige Erklärungen Wulffs, mit denen er sich selbst rehabilitiert. Sie eint die Bewertung, es sei "nicht sonderlich geschickt" gewesen, sich als Bundespräsident mit harschen Worten zu einer Recherche auf der Mailbox des Bild-Chefredakteurs zu verewigen. Ebenso Wulffs nur teilweise eingelöstes Versprechen im Fernsehen, die etwa 400 Journalistenfragen und Antworten zu Privatkredit und Urlaubsreisen online zu veröffentlichen. Es habe ihn "schon überrascht", dass Wulffs Anwalt daraufhin nur eine sechsseitige Erklärung freigab, sagt ein Bundestagsabgeordneter. Wulffs Rechtsbeistand Gernot Lehr hatte die Zurückhaltung damit begründet, er könne das Urheberrecht der Fragesteller nicht verletzten.





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Natürlich kommt er aus der CDU. Allerdings sollte man hier zwischen seinen Verfehlungen und Angie trennen können. Sollte fairerweise mal gesagt werden. :)
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beiträge, die als beleidigend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz
Dann könnte Sie ihre Unterstützung ja einfach beenden.
Dann könnte Sie ihre Unterstützung ja einfach beenden.
Heute Abend mal bei Monitor reinschauen und mehr über Wulff's Freundschaften erfahren.
Laut Niedersächsischer Staatskanzlei dürfen bei Reisen der Staatskanzlei „diejenigen Vertreter von Unternehmen mitreisen, welche sich von den Zielen einer bestimmten Delegationsreise positive Auswirkungen auf die weitere eigene Arbeit versprechen“. Was versprach sich Wulff's Freunde wie Egon Geerkens ? Im März 2009 reiste neben Geerkens auch der Hannoveraner Rohrleitungsspezialist Eginhard Vietz mit Wulff nach Japan. Vietz begleitete Wulff zudem im Juni 2010 bei seinen Dienstreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar. Im August 2010 bekam der Hannoveraner Unternehmer, der Pipeline-Equipment in die Ölländer der Welt exportiert schließlich Besuch von der Staatsanwaltschaft, da er sich öffentlich zur Zahlung von Schmiergeldern im Ausland bekannte.
Die wahre Hypothek der Christdemokraten findet man (in Unaufrichtigkeit ) auf den Neujahrsempfangfotos.
Beim Anblick dieser politisch herausragenden Persönlichkeiten kann man sich sicher sein, dass das Jahr 2012 schon gerettet wurde.
Wulff hat nicht viel falsch gemacht, er hat nur im Zeitalter des Internets die gleichen Methoden zur Vertuschung wie früher verwandt (Unsauber Sprache, Kontrolle der Information durch Anwalt). Das klappt jetzt nicht mehr, allerdings besteht nur die Gefahr einer medialen Überempfindlichkeit.
Einziger Ausweg für Wulff: Den Fehler (es war einer) zugeben, den "Gewinn" spenden. Ansonsten endet es wie bei Guttenberg.
Schlimmer ist: Die Zeit (Guttenberg Interview mit Weasel-Wording) und die Bild haben hier einen Dammbruch begangen -- die Politik wird sich umstellen. Aber auch die Medien sind durch wenige beschädigt worden, aber hier kann Skepsis heilsam sein.
Diese Medien sollte ihre Fehler aber genauso zugeben wie es Wulff machen sollte.
verschweigen, vertuschen, verbiegen, verleugnen...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf spekulative und beleidigende Äußerungen. Danke, die Redaktion/jz
Zum Thema ist alles gesagt, wer's nicht glauben will liest im Internet nach.
Was für ein BP für den nur noch Witz und Spott übrig ist!!!
Fuer wie blöd halten die uns denn?
Erbärmlich!
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