Soziales Engagement Zehntausende engagieren sich in Freiwilligendiensten
Die Beliebtheit des Bundesfreiwilligendienstes hat die Regierung überrascht. Alle Stellen sind besetzt, der Etat ist aufgebraucht. Im Juli soll es neue Stellen geben.
Mehr als 80.000 Menschen in Deutschland leisten nach Angaben des Bundesfamilienministeriums einen freiwilligen Dienst. Das sei ein Höchststand, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hermann Kues (CDU). Die Zahl umfasst die Bürger, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder den Bundesfreiwilligendienst absolvieren.
Der Parlamentarische Staatssekretär bezifferte die Summe, die im laufenden Jahr für Freiwilligendienste bereitgestellt werden auf 250 Millionen Euro. Kues widersprach zugleich Berichten über einen Einstellungsstopp im Bundesfreiwilligendienst (BFD). "Wir gehen davon aus, dass es ab dem 1. Juli wieder viele neue Startmöglichkeiten gibt", sagte der CDU-Politiker.
Medien hatten in der vergangenen Woche über einen Einstellungsstopp für den Freiwilligendienst berichtet. Die 35.000 im Haushalt eingeplanten Stellen für Bundesfreiwillige sind bereits besetzt. Der Etat des Familienministeriums ist für dieses Jahr bereits ausgeschöpft. Die Träger des Freiwilligendienstes forderten eine Aufstockung der Stellen und mehr finanzielle Mittel für das Programm. Darüber muss jedoch der Bundestag entscheiden.
Das Interesse am Bundesfreiwilligendienst hat die Erwartungen der Bundesregierung deutlich übertroffen.
- Datum 14.02.2012 - 12:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONINE, dpa
- Kommentare 9
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Ein Vergleich mit den früheren Zivi-Zahlen wäre natürlich mal schön, denn eigentlich war es nur der Zwangszivi, der auch freiwillige Dienste gefördert hat.
Scheinbar haben diese sich nun aber verselbstständigt. Eine gute Sache.
...wie wurde sich in den Medien (Print und TV) über den Bundesfreiwilligendienst lustig gemacht.
Berichte über ein nahezu vollständiges Ablehnen in der Bevölkerung, über angeblich kaum vorhandene Interessenten, Spezialisten die das Scheitern schon belegen konnten... usw. usf.
Und nun zu wenig vorhandene Stellen im Bundesfreiwilligendienst.
Das passt als Paradebeispiel wunderbar zum derzeitigen Empfinden, Berichten, Schreiben, "Wissen": Erstmal alles schlecht reden, denn damit schwimmt man ohne anzuecken im Strom mit.
"Die Beliebtheit des Bundesfreiwilligendienstes hat die Regierung überrascht."
"Die Träger des Freiwilligendienstes forderten eine Aufstockung der Stellen "
Wie war das noch mit "JEDE ARBEIT IST ZUMUTBAR"?
Ich will nicht wissen, wieviele massiv von den ARGEN unter Druck gesetzt wurden.
Es nur noch eine Frage der Zeit bis aus
"Bundesfreiwilligendienstes" ein "Bundes(arbeits-)dienst" wird!
Ist schon geklärt ob ein abgeleisteter Wehr- oder Sozialdienst angerechnet wird?
dass die Argen die Ursache für die angeblich Beliebtheit sind.
Ich lasse mich diesbezüglich gern belehren, aber ich glaube, mit echter Freiwilligkeit hat das nicht viel zu tun.
Wenn jedoch, dann ist das ein zweifelsfreies Argument für das Bürgergeld. Würde es doch belegen, dass Leute auch freiwillig auch mit Minimalvergütung arbeiten.
dass die Argen die Ursache für die angeblich Beliebtheit sind.
Ich lasse mich diesbezüglich gern belehren, aber ich glaube, mit echter Freiwilligkeit hat das nicht viel zu tun.
Wenn jedoch, dann ist das ein zweifelsfreies Argument für das Bürgergeld. Würde es doch belegen, dass Leute auch freiwillig auch mit Minimalvergütung arbeiten.
dass die Argen die Ursache für die angeblich Beliebtheit sind.
Ich lasse mich diesbezüglich gern belehren, aber ich glaube, mit echter Freiwilligkeit hat das nicht viel zu tun.
Wenn jedoch, dann ist das ein zweifelsfreies Argument für das Bürgergeld. Würde es doch belegen, dass Leute auch freiwillig auch mit Minimalvergütung arbeiten.
natürlich kann dies positiv bewertet werden. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Junge Leute machen dies zur Überbrückung oder weil sie keinen Job fanden. Ältere BFD-teilnehmer tun dies vorallem um die eigenen Finanzen zu verbessern. Es ist in meinen Augen eher ein Armutszeugnis. Es war lange genug bekannt wie sehr die Zivis das Sozialsystem am Laufen hielten und nichts wurde getan. Stattdessen werden die nächsten billigen Arbeitskräfte reingeschickt. Immer öfter erwische ich mich bei dem Gedanken dass dies Absicht ist.
...denn Zivildienstleistende fungierten natürlich als billige Arbeitskräfte für unbedingt notwendige Aufgaben. Allerdings finde ich, dass der Freiwilligendienst eine gute Sache ist, denn Solidarität innerhalb unserer Gesellshaft kann sich nicht darin erschöpftn (widerwillig!) Steuern zu zahlen, um dadurch wichtige staatliche Aufgaben zu finanzieren. Selbst anpacken steht jedem Bürger gut an. Ich habe meinen Zivildienst auch freiwillig angetreten, statt darauf zu hoffen, ausgemustert zu werden und ich empfand diese Arbeit damals - und heute auch noch - als wertvolle Erfahrung.
...denn Zivildienstleistende fungierten natürlich als billige Arbeitskräfte für unbedingt notwendige Aufgaben. Allerdings finde ich, dass der Freiwilligendienst eine gute Sache ist, denn Solidarität innerhalb unserer Gesellshaft kann sich nicht darin erschöpftn (widerwillig!) Steuern zu zahlen, um dadurch wichtige staatliche Aufgaben zu finanzieren. Selbst anpacken steht jedem Bürger gut an. Ich habe meinen Zivildienst auch freiwillig angetreten, statt darauf zu hoffen, ausgemustert zu werden und ich empfand diese Arbeit damals - und heute auch noch - als wertvolle Erfahrung.
"Die Beliebtheit des Bundesfreiwilligendienstes hat die Regierung überrascht. Alle Stellen sind besetzt, der Etat ist aufgebraucht. Im Juli soll es neue Stellen geben."
...will den wirklich Keiner die guten tariflich bezahlten Stellen haben? Wie wir aus der Qualiträtspresse wissen, können viele Stellen von den Arbeitgebern nicht mehr besetzt werden und bis 67 ist viel Zeit;-(
...denn Zivildienstleistende fungierten natürlich als billige Arbeitskräfte für unbedingt notwendige Aufgaben. Allerdings finde ich, dass der Freiwilligendienst eine gute Sache ist, denn Solidarität innerhalb unserer Gesellshaft kann sich nicht darin erschöpftn (widerwillig!) Steuern zu zahlen, um dadurch wichtige staatliche Aufgaben zu finanzieren. Selbst anpacken steht jedem Bürger gut an. Ich habe meinen Zivildienst auch freiwillig angetreten, statt darauf zu hoffen, ausgemustert zu werden und ich empfand diese Arbeit damals - und heute auch noch - als wertvolle Erfahrung.
ich fühle mich in meinem Vertrauen in meine Mitbürger bestärkt.
Statt Zwang, Angebote zu machen, scheint mir zukunftsträchtig.
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