Wulff-Affäre Präsidialamt wusste offenbar von Glaesekers Gratisurlauben
Wulffs Exsprecher hat seine kostenlosen Ferien-Aufenthalte schon 2010 zugegeben. Seine Geschäftsbeziehung zu Unternehmer Schmidt war Wulff-Vertrauten da schon bekannt.
Das Bundespräsidialamt war offenbar schon seit Längerem über Vorwürfe gegen den damaligen Sprecher Olaf Glaeseker informiert. Wie das Magazin Stern berichtet, hat es bereits Ende August 2010 eine entsprechende Medienanfrage gegeben. Damals wollte ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung wissen, ob der Eventmanager Manfred Schmidt Glaeseker wiederholt kostenlose Urlaubsaufenthalte ermöglicht habe.
Glaeseker bejahte damals solche Besuche, stellte sie aber als rein privat dar, wie auch die Süddeutsche am Mittwoch auf Anfrage von ZEIT ONLINE bestätigte. Ob und wie Bundespräsident Christian Wulff und der Leiter des Präsidialamtes, Lothar Hagebölling damals von der Anfrage der Süddeutschen zu den angeblich privaten Urlauben erfahren haben, ist unklar.
Am 29. August 2010 allerdings verfasste Glaeseker laut Stern eine Sachverhaltsdarstellung für Hagebölling. Auch hier bestätigte er die Urlaubseinladungen und stellte seine Beziehung zu Manfred Schmidt ebenfalls als rein privat dar. "Falls Hagebölling diese Stellungnahme damals bekam, muss ihm klar gewesen sein, dass Glaeseker nicht die ganze Wahrheit sagte", schreibt der Stern weiter.
Geschäftliche Beziehungen zwischen Glaeseker und Schmidt bekannt
Denn der Leiter des Bundespräsidialamtes soll damals bereits davon gewusst haben, dass Glaeseker auch dienstlich intensiv mit dem von Schmidt organisierten Nord-Süd-Dialog befasst war. So hatte sich Glaeseker in einem Konflikt zwischen Schmidt und dem Flughafen Hannover, der Ende 2009 für das Event ein Terminal an Schmidt vermietete, an Hagebölling gewandt. Hagebölling war damals Leiter der niedersächsischen Staatskanzlei, Glaeseker amtierte als Sprecher des damaligen Ministerpräsidenten Wulff.
Wie der Stern schreibt, hatte die Flughafengesellschaft Schmidt damals mit angeblich überhöhten Geldforderungen verärgert. In einem Schreiben von Glaeseker an Hagebölling vom 24. November 2009 setzte sich Glaeseker darauf für Schmidt ein. Die "finanziellen Forderungen" des Airport-Betreibers könne und werde der Eventmanager "so nicht akzeptieren", schrieb er. Glaeseker und Hagebölling begaben sich daraufhin gemeinsam zu einem "Vor-Ort-Erörterungstermin" bei der Flughafengesellschaft. Das bestätigte die Staatskanzlei in Hannover. Die Flughafen-Verantwortlichen hätten sowohl Glaeseker und Hagebölling "umfassend überzeugt".
Transparency International fordert Aufklärung
Die Vorsitzende der Antikorruptions-Organisation Transparency International Deutschland, Edda Müller, zeigte sich im Gespräch mit ZEIT ONLINE verärgert über die neuen Vorwürfe. "Zum wiederholten Male muss der Bundespräsident aufgefordert werden, für Aufklärung zu sorgen", sagte sie. Aus dem Bundespräsidialamt hieß es auf Anfrage von ZEIT ONLINE hingegen, es liege keine Sachverhaltsdarstellung Glaesekers an Hagebölling vor.
Wulff hatte Glaeseker kurz vor Weihnachten entlassen. Was der Bundespräsident selbst zu diesem Zeitpunkt über die Vorwürfe gegen Glaeseker wusste, ist nicht sicher. Der Stern verweist darauf, dass ein Redakteur nur wenige Stunden vorher eine Mail mit ausführlichen Fragen zu Glaesekers Gratisurlaub an das Bundespräsidialamt versandt hatte.
Mittlerweile ermittelt auch die Staatsanwaltschaft wegen Bestechlichkeit gegen Wulffs Ex-Sprecher. Sie durchsuchte vergangene Woche seinen Arbeitsraum im Präsidialamt. In den Ermittlungen geht es um die Frage, ob die Staatskanzlei in Hannover während Wulffs Zeit als Ministerpräsident die Veranstaltungsreihe Nord-Süd-Dialog durch Schmidt gefördert und Glaeseker dafür Gegenleistungen erhalten hat. Glaeseker war es als Staatssekretär verboten, Geschenke anzunehmen, die einen Amtsbezug haben.
- Datum 01.02.2012 - 15:44 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Mal ganz generell: Ich möchte als Bürger mal wissen, wer eigentlich, also Dienstgrad und Person, mit den "Kurs" des Amtes bestimmt. Wer wendet denn dort "Schaden" vom Amt ab? Sind das mitgebrachte Vertrauensleute? Oder gibt es einen Stab der, egal wer Präsident ist, als eine Art Hofstaat über das Ansehen wacht?
Immer hört man in Medien vom Amt, ohne die Akteuere zu kennen... Funktioniert das wie in einem Ministerium, also mit vom Amtsherren eingesetzten Akteuren (denke da an Herrn Niebel, FDP) oder ist hier ein Amtsgeist, ähnlich dem des Auswärtigen Amtes, vorliegend, der auch im eigenen Interesse seinen Amtsherrn abschirmt?
Es werden sicher hohe Beamte sein, über die möchte man gern mehr wissen. In der Vergangenheit war das Amt natürlich nicht im Fokus, man konnte demnach schalten und walten wie man mochte, aber jetzt ist das Interesse, dank Wulff, ja für das an sich langweilige Amt vorhanden...
Ich denke dort gibt es mehr "wirkende" Personen als den Berater und Pressesprecher...
Im Bundespräsidialamt sind etwa 180 Personen beschäftigt. Auch die Sekretariate der noch lebenden Altbundespräsidenten Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Horst Köhler sind Teil des Bundespräsidialamtes.
Die Abteilung für zentrale Angelegenheiten ist für den administrativen und technischen Betrieb sowie protokollarische Fragen zuständig. Die Zentralabteilung umfasst etwa 100 Mitarbeiter, die in fünf Referaten tätig sind.
Die Abteilung 1 – Inland ist für den innenpolitischen Bereich zuständig. Sie gliedert sich in fünf Referate mit jeweils bis zu sechs Mitarbeitern.
Die Abteilung 2 – Ausland ist für außenpolitische Fragen zuständig und kooperiert eng mit dem Auswärtigen Amt. Sie gliedert sich in drei Referate mit 13 Mitarbeitern.
(Quelle: Wikipedia)
Man sieht, die meisten Mitarbeiter sind mit ihrer eigenen Verwaltung beschäftigt.
Nun gibt es also Belege dafür, was man schon längst ahnte: Dem Bundespräsidenten und dem Bundespräsidialamt waren die Vorwürfe gegen Glaeseker längst bekannt.
Der Bundespräsident darf Lügner genannt werden, man spricht von einem "Pinocchio im Bundespräsidialamt", von einem "Schnäppchen-Präsidenten". Der Bundespräsident ist bestenfalls noch eine Witzfigur, schlimmstenfalls eine Hassfigur für die Bevölkerung.
Im Bundespräsidialam findet eine Durchsuchung statt - ein bisher einmaliger Vorgang in der Bundesrepublik.
Die Debatte wird vernebelt von Wulffs Helfershelfern wie dem derzeitigen Finanzminister Niedersachsens, Hartmut Möllring. Wulff selbst schweigt, sondern wartet die Klärung vor Gericht ab.
"Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig," sagte Christian Wulff in seiner ersten Erklärung zu den Vorwürfen gegen ihn im Dezember. Damals dachte er wohl, die Causa sei bald ausgestanden, die "Stahlgewitter" seien bald vorüber. Dem ist nicht ganz offensichtlich nicht so.
Zum wiederholten Mal formuliert unser geschätzter Bundespräsident eine hohe moralische Einsicht. Und bleibt doch zum wiederholten Mal hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück.
Es ist an der Zeit, dass Frau Merkel endlich ihre mantraartige Vertrauensbekundungen beendet und erkennt, dass dieser Bundespräsident das Vertrauen in Politik und Demokratie nachhaltig beschädigt.
Bundesministerien oder auch den Staatskanzleien der Länder. Die großen Leitlinien gibt die Hausleitung vor. Diese besteht dort aus dem Bundespräsidenten selbst und seinem Staatssekretär (= Chef des Präsidialamtes, z.Zt. Lothar Hagebölling, zuvor Chef der Staatskanzlei in Hannover unter Wulff als MP). Unterstützt wird der Bundespräsident durch ein persönliches Büro. Der Stab "Öffentlichkeitsarbeit", dem bis Ende 2011 Glaeseker vorstand, ist in der Struktur über den CdP angebunden. Insgesamt bilden diese genannten Bereiche den sogenannten Leitungsbereich. Die drei Fachabteilungen sind der sogenannte Arbeitsbereich.
Die Struktur finden Sie unter folgendem Link:
http://www.bundespraeside...
Der Chef des Präsidialamtes ist als Staatssekretär ein politischer Beamter und muss das besondere Vertrauen des Präsidenten haben. Dies gilt auch für den Sprecher, der im Rang eines Abteilungsleiters ebenfalls als politischer Beamter austauschbar ist (theoretisch auch die Leiter der drei Fachabteilungen, jedoch ist das dort nicht üblich). Im Leitungsbereich finden sich daher meist Personen, die vom jeweiligen Amtsinhaber ausgesucht bzw. mitgebracht werden. Da das Präsidialamt kaum eigene Beschäftigte hat, sondern diese sich aus den Bundesministerien rekrutieren (= Stammbehörde) kann dies im Regelfall durch Rückversetzung in die Stammbehörde gelöst werden.
CHILLY
Im Bundespräsidialamt sind etwa 180 Personen beschäftigt. Auch die Sekretariate der noch lebenden Altbundespräsidenten Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Horst Köhler sind Teil des Bundespräsidialamtes.
Die Abteilung für zentrale Angelegenheiten ist für den administrativen und technischen Betrieb sowie protokollarische Fragen zuständig. Die Zentralabteilung umfasst etwa 100 Mitarbeiter, die in fünf Referaten tätig sind.
Die Abteilung 1 – Inland ist für den innenpolitischen Bereich zuständig. Sie gliedert sich in fünf Referate mit jeweils bis zu sechs Mitarbeitern.
Die Abteilung 2 – Ausland ist für außenpolitische Fragen zuständig und kooperiert eng mit dem Auswärtigen Amt. Sie gliedert sich in drei Referate mit 13 Mitarbeitern.
(Quelle: Wikipedia)
Man sieht, die meisten Mitarbeiter sind mit ihrer eigenen Verwaltung beschäftigt.
Nun gibt es also Belege dafür, was man schon längst ahnte: Dem Bundespräsidenten und dem Bundespräsidialamt waren die Vorwürfe gegen Glaeseker längst bekannt.
Der Bundespräsident darf Lügner genannt werden, man spricht von einem "Pinocchio im Bundespräsidialamt", von einem "Schnäppchen-Präsidenten". Der Bundespräsident ist bestenfalls noch eine Witzfigur, schlimmstenfalls eine Hassfigur für die Bevölkerung.
Im Bundespräsidialam findet eine Durchsuchung statt - ein bisher einmaliger Vorgang in der Bundesrepublik.
Die Debatte wird vernebelt von Wulffs Helfershelfern wie dem derzeitigen Finanzminister Niedersachsens, Hartmut Möllring. Wulff selbst schweigt, sondern wartet die Klärung vor Gericht ab.
"Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig," sagte Christian Wulff in seiner ersten Erklärung zu den Vorwürfen gegen ihn im Dezember. Damals dachte er wohl, die Causa sei bald ausgestanden, die "Stahlgewitter" seien bald vorüber. Dem ist nicht ganz offensichtlich nicht so.
Zum wiederholten Mal formuliert unser geschätzter Bundespräsident eine hohe moralische Einsicht. Und bleibt doch zum wiederholten Mal hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück.
Es ist an der Zeit, dass Frau Merkel endlich ihre mantraartige Vertrauensbekundungen beendet und erkennt, dass dieser Bundespräsident das Vertrauen in Politik und Demokratie nachhaltig beschädigt.
Bundesministerien oder auch den Staatskanzleien der Länder. Die großen Leitlinien gibt die Hausleitung vor. Diese besteht dort aus dem Bundespräsidenten selbst und seinem Staatssekretär (= Chef des Präsidialamtes, z.Zt. Lothar Hagebölling, zuvor Chef der Staatskanzlei in Hannover unter Wulff als MP). Unterstützt wird der Bundespräsident durch ein persönliches Büro. Der Stab "Öffentlichkeitsarbeit", dem bis Ende 2011 Glaeseker vorstand, ist in der Struktur über den CdP angebunden. Insgesamt bilden diese genannten Bereiche den sogenannten Leitungsbereich. Die drei Fachabteilungen sind der sogenannte Arbeitsbereich.
Die Struktur finden Sie unter folgendem Link:
http://www.bundespraeside...
Der Chef des Präsidialamtes ist als Staatssekretär ein politischer Beamter und muss das besondere Vertrauen des Präsidenten haben. Dies gilt auch für den Sprecher, der im Rang eines Abteilungsleiters ebenfalls als politischer Beamter austauschbar ist (theoretisch auch die Leiter der drei Fachabteilungen, jedoch ist das dort nicht üblich). Im Leitungsbereich finden sich daher meist Personen, die vom jeweiligen Amtsinhaber ausgesucht bzw. mitgebracht werden. Da das Präsidialamt kaum eigene Beschäftigte hat, sondern diese sich aus den Bundesministerien rekrutieren (= Stammbehörde) kann dies im Regelfall durch Rückversetzung in die Stammbehörde gelöst werden.
CHILLY
Leider nicht nur unendlich, sondern auch äußerst unsäglich was unser Hr. BP da schon seit Monaten veranstaltet.
Mittlerweile ist es sicher nicht übertrieben, wenn man sagt, dass sich das nun wirklich niemand mehr leisten könnte - außer eben unser Hr. BP.
Stöbert ein GOA-Angestellter im Müll oder nimmt gar was mit: entlassen!
Isst ne Krankenschwester oder ne Altenpflegerin ein Brötchen aus dem Essensrücklauf (!!!der ohnehin in den Müll kommen würde!!!): entlassen!
Unser BP dreht Dinger, die gehen auf keine Kuhaut mehr: nicht entlassen bzw. kein Rücktritt!
Geht's noch?! Da stimmt doch irgendwas nicht mehr!
halte ich ihm gut, also dem Präsidenten, dass er sich der Diskussion, wenn auch verbesserungswürdig, stellt und nicht, wie unser letzter Präsident, bei der ersten Kritik beleidigt das Amt räumt.
Wer veranstaltet denn was?
Diese Dinge um den so genannten Filz um Herrn Wulff müssten doch schon lange bekannt gewesen sein. Warum werden diese Dinge scheibchenweise hervorgeholt?
Wie wäre es, wenn die Medien mit der gleichen Ausdauer bei anderen Politikern nachschauen würden?
halte ich ihm gut, also dem Präsidenten, dass er sich der Diskussion, wenn auch verbesserungswürdig, stellt und nicht, wie unser letzter Präsident, bei der ersten Kritik beleidigt das Amt räumt.
Wer veranstaltet denn was?
Diese Dinge um den so genannten Filz um Herrn Wulff müssten doch schon lange bekannt gewesen sein. Warum werden diese Dinge scheibchenweise hervorgeholt?
Wie wäre es, wenn die Medien mit der gleichen Ausdauer bei anderen Politikern nachschauen würden?
"Nicht sicher ob Wulff davon wusste"
Ich glaube Wulff ist sich momentan nicht mal mehr sicher ob er Glaeseker überhaupt kannte. Vermutlich hat der Kerl einfach heimlich neben Wulff so rumgearbeitet, also total selbstständig "... ich hab ihn zwar mal im Flur gesehn.... ach, das ist dieser unmögliche Glaeseker.....".
Wulff hat mal erzählt, dass zwischen ihn und Glaeseker kein Blatt Papier gepasst hätte. Ich schätze die Grammatur dieses Papiers liegt dann aus heutiger Sicht so im 30-stelligen Bereich.
30-stelligen Bereich." - und wenn es noch dicker wäre, geht nicht bei Zwillingen, vielleicht eineiig, evtl. sogar siamesisch!
30-stelligen Bereich." - und wenn es noch dicker wäre, geht nicht bei Zwillingen, vielleicht eineiig, evtl. sogar siamesisch!
Warum hat Herr Wulff Herrn Glaeseker im Dezember entlassen?
Gerne wüsste ich die Gründe.
Richtig, DAS ist die Frage! Er wollte wohl Schaden abwenden, nur von wem oder was? Vom Amt oder von der Amtsperson?
Kann Herr Wulff dann ja mal lückenlos aufklären, wenn er wieder aus dem Skiurlaub mit Gattin in das Schloß zurückkehrt.
Welchen Dienstgrad bekleidet denn der Sprecher? Ist leider aus dem offiziellen PDF vom Amt nicht zu entnehmen? Jedenfalls dürften da Urlaube vom eigenen Gehalt "drin" sein.
Im Grunde habe ich als Bürger nicht mal was gegen eine Einladung, solange: 1. Die öffentlich bekannt ist und 2. Sich kein nachfolgender Vorteil für den Spender (auch später) ergibt oder die Bezugsperson gegen das Wohl des Staates agiert.
Aber auch als eher konservativer Bürger sehe ich das Amt durch diesen wirklich zum Teil hochnäsig und medial dilettantisch agierenden Präsidenten gefährdet.
Wir leben in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, das "normale" Volk (also mit den zum Teil sehr komplexen Thema "Wirtschaft" wenig vertraute) braucht aufrechte höchste Amtsträger, damit es an die Demokratie glaubt. Nun kann man leider nicht H. Schmidt zum Bundespräsidenten machen, aber ich denke Gauch wäre (der Überzeugung war ich schon damals) die weisere Wahl...
Sie werden kein Zitat finden, wo Wulff das zugegeben hat; er prüft (Süddeutsche heute), ob er Glaeseker kündigen kann. Das würde auch dem ansonsten "schlappen" Verhalten des Herrn Wulff entsprechen. Anscheinend ist Glaeseker nur bei Fortgewähr seiner Bezüge freigestellt. Auch das wird sicherlich noch herauskommen ....
Der Herr Glaesecker ist dem Herrn Wulff zu dick und zu gross geworden. Das Risiko wurde zu gross, dass er über ihn stolpern könnte. Jetzt kann Wulff noch sagen, er hat den Glaesecker noch nie gesehen. Auf Dauer kann man das antürlich nicht durchhalten. Also mußte er handeln. Und einen Grund für die Entlassung braucht Herr Wulff nicht, denn er hat ja nur jemanden weggeschcikt, den er vorher nie gesehen hat. Sie schreiben ja auch keine Begründung, wenn jemand vor der Haustür steht, den sie nicht kennen und deshalb nicht reinlassen wollen. Ausserdem ist es eine niederträchtige Gemeinheit, dass ständig Fotomontagen gezeigt werden, auf denen Wulff und Glaesecker abgebildet sind. Fragen sie mal den Anwalt von Wulff, der sagt ihnen schon die Wahrheit.
Richtig, DAS ist die Frage! Er wollte wohl Schaden abwenden, nur von wem oder was? Vom Amt oder von der Amtsperson?
Kann Herr Wulff dann ja mal lückenlos aufklären, wenn er wieder aus dem Skiurlaub mit Gattin in das Schloß zurückkehrt.
Welchen Dienstgrad bekleidet denn der Sprecher? Ist leider aus dem offiziellen PDF vom Amt nicht zu entnehmen? Jedenfalls dürften da Urlaube vom eigenen Gehalt "drin" sein.
Im Grunde habe ich als Bürger nicht mal was gegen eine Einladung, solange: 1. Die öffentlich bekannt ist und 2. Sich kein nachfolgender Vorteil für den Spender (auch später) ergibt oder die Bezugsperson gegen das Wohl des Staates agiert.
Aber auch als eher konservativer Bürger sehe ich das Amt durch diesen wirklich zum Teil hochnäsig und medial dilettantisch agierenden Präsidenten gefährdet.
Wir leben in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, das "normale" Volk (also mit den zum Teil sehr komplexen Thema "Wirtschaft" wenig vertraute) braucht aufrechte höchste Amtsträger, damit es an die Demokratie glaubt. Nun kann man leider nicht H. Schmidt zum Bundespräsidenten machen, aber ich denke Gauch wäre (der Überzeugung war ich schon damals) die weisere Wahl...
Sie werden kein Zitat finden, wo Wulff das zugegeben hat; er prüft (Süddeutsche heute), ob er Glaeseker kündigen kann. Das würde auch dem ansonsten "schlappen" Verhalten des Herrn Wulff entsprechen. Anscheinend ist Glaeseker nur bei Fortgewähr seiner Bezüge freigestellt. Auch das wird sicherlich noch herauskommen ....
Der Herr Glaesecker ist dem Herrn Wulff zu dick und zu gross geworden. Das Risiko wurde zu gross, dass er über ihn stolpern könnte. Jetzt kann Wulff noch sagen, er hat den Glaesecker noch nie gesehen. Auf Dauer kann man das antürlich nicht durchhalten. Also mußte er handeln. Und einen Grund für die Entlassung braucht Herr Wulff nicht, denn er hat ja nur jemanden weggeschcikt, den er vorher nie gesehen hat. Sie schreiben ja auch keine Begründung, wenn jemand vor der Haustür steht, den sie nicht kennen und deshalb nicht reinlassen wollen. Ausserdem ist es eine niederträchtige Gemeinheit, dass ständig Fotomontagen gezeigt werden, auf denen Wulff und Glaesecker abgebildet sind. Fragen sie mal den Anwalt von Wulff, der sagt ihnen schon die Wahrheit.
So siehts aus. Ein Staat ist solange korrupt, bis er die Korruption perfektioniert hat.
Genau das ist das Problem. Wir wissen schon heute, dass Herr Wulff Selbstverständlich nichts davon gewusst hat. Genauso, wie er nichts von den Subventionen auf den Zimmerpreis im Hotel oder von den Verlagskosten wusste.
Deshalb wissen wir ja auch, dass dieser Bundespräsident, den man offizielle einen Lügner nennen darf, den Anforderungen seines Amtes nicht gerecht wird. Nur nützt das alles nichts. Seine Selbstgerechtigkeit wird von der Kanzlerin und damit von der gesamten CDU hingenommen.
Gesetzt den Fall, man glaubt das, was sagt das über Wulffs Qualifikation als Vorgesetzter?
Abgesehen davon müsste er schon längst zurückgetreten sein. Marcel Reich-Ranicki hat dazu das Notwendige gesagt: Er hat zu hohe finanzielle Ansprüche. Wie könnte er auf die These reagieren, die Gier der Deutschen im Dritten Reich habe ihr Verhalten gegenüber den Juden mitverursacht?!
Er kann dieses Amt einfach nicht mehr ausfüllen.
"Man" weiß viel in solchen "Ämtern" bzw. Positionen. Vor allem weiß man, wie man sich (besonders in den "Grauzonen" des eigenen Handlungsspielraums) auf Kosten Anderer Macht, Einfluss und Vorteile verschaffen kann.
Solche "Grauzonen" nutzt man mit möglichst geringem Risiko für die eigene Person, wenn man nur als Anstifter auftritt und die Drecksarbeit seinem "Vertrauten" zu überlässt.
Diesen Mechanismus kennt wohl jeder und er wird von vielen Führungskräften je nach Risikofreudigkeit und Ehrgefühl genutzt oder eben gemieden.
Das läuft dann so:
Der Chef kommt ins Büro seines "Vertrauten" (auch "Siamesischer Zwilling" genannt):
"Hallo Olaf, da gibts ein Problem mit einem engen Freund von mir. Ich möchte ihm helfen, es darf aber nicht wie eine Amtshandlung aussehen. Bitte erledige das mal für mich. Die Einzelheiten überlasse ich Dir! Er wird sich Dir gegenüber auch erkenntlich zeigen!"
Tür zu, Abgang Chef.
Nun kann der Chef seine Hände in Unschuld waschen, keiner kann ihm was und wenn die Geschichte auffliegt, hat der Untergebene seine "Komptenzen" überzogen, steckte vielleicht sogar voller "krimineller Enerige", so dass man jetzt maßlos "enttäuscht" von ihm ist usw.
Das ist durchaus gängige Praxis, rechtlich fast einwandfrei ("Anstiftung" ist nun mal schwer zu beweisen), aber leider moralisch derart schäbig und würdelos, dass (zumindest Film-)Mafiapaten in dieser Beziehung deutlich mehr Ehre im Leib haben als die sich i.d.R. ahnungslosen gebenden Anstifter".
"Man" weiß viel in solchen "Ämtern" bzw. Positionen. Vor allem weiß man, wie man sich (besonders in den "Grauzonen" des eigenen Handlungsspielraums) auf Kosten Anderer Macht, Einfluss und Vorteile verschaffen kann.
Solche "Grauzonen" nutzt man mit möglichst geringem Risiko für die eigene Person, wenn man nur als Anstifter auftritt und die Drecksarbeit seinem "Vertrauten" zu überlässt.
Diesen Mechanismus kennt wohl jeder und er wird von vielen Führungskräften je nach Risikofreudigkeit und Ehrgefühl genutzt oder eben gemieden.
Das läuft dann so:
Der Chef kommt ins Büro seines "Vertrauten" (auch "Siamesischer Zwilling" genannt):
"Hallo Olaf, da gibts ein Problem mit einem engen Freund von mir. Ich möchte ihm helfen, es darf aber nicht wie eine Amtshandlung aussehen. Bitte erledige das mal für mich. Die Einzelheiten überlasse ich Dir! Er wird sich Dir gegenüber auch erkenntlich zeigen!"
Tür zu, Abgang Chef.
Nun kann der Chef seine Hände in Unschuld waschen, keiner kann ihm was und wenn die Geschichte auffliegt, hat der Untergebene seine "Komptenzen" überzogen, steckte vielleicht sogar voller "krimineller Enerige", so dass man jetzt maßlos "enttäuscht" von ihm ist usw.
Das ist durchaus gängige Praxis, rechtlich fast einwandfrei ("Anstiftung" ist nun mal schwer zu beweisen), aber leider moralisch derart schäbig und würdelos, dass (zumindest Film-)Mafiapaten in dieser Beziehung deutlich mehr Ehre im Leib haben als die sich i.d.R. ahnungslosen gebenden Anstifter".
A neverending story...
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