BundespräsidentMerkels Kehrtwende

Eine Einigung schien kaum noch möglich, wohl aber der Bruch der Koalition: Wie die Kanzlerin doch noch zur Befürworterin von Joachim Gauck wurde.

Es ist viertel nach acht am Sonntagabend als Angela Merkel im Bundeskanzleramt zum Telefon greift. Der Mann, bei dem es klingelt, sitzt in diesem Moment in einem Taxi. Er ist gerade mit dem Flugzeug aus Wien zurückgekommen, als er erfährt, dass der Abend für ihn noch nicht zu Ende ist.

Oft ist Joachim Gauck in den vergangenen Tagen danach gefragt worden, ob er es denn noch wolle, dieses Amt, um das er sich vor zwei Jahren schon einmal beworben hat, und das dann doch ein anderer übernommen hat. Er hat stets hartnäckig geschwiegen. Jetzt darf er endlich antworten. Ja, er will annehmen. Er will der nächste deutsche Bundespräsident werden.

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Das Telefonat mit dem Mann im Taxi ist zugleich der Höhe- und Wendepunkt einer dramatischen Kandidatenkür, die sich über drei Tage hingezogen hat und die, so scheint es zumindest, auch einen anderen Ausgang hätte haben können. Den Bruch der schwarz-gelben Koalition nämlich.

Auch im Hinblick auf den Kandidaten ist es ein überraschendes Ende. Zwar war Gauck schon als möglicher Nachfolger für Schloss Bellevue gehandelt worden, als die Causa Wulff gerade erst begonnen hatte. Doch galt zugleich als unvorstellbar, dass die Union tatsächlich bereit sein könnte, den einst von Rot-Grün Nominierten nun mitzutragen und damit offen zuzugeben, dass man bei der Wahl 2010 die falsche Entscheidung getroffen hatte.

"Ziemlich muntere" Sitzung

Noch unwahrscheinlicher aber schien diese Lösung im Laufe des Sonntags zu werden, als die FDP plötzlich mit einem Präsidiumsbeschluss für Gauck vorpreschte, von dem die Union – die zu diesem Zeitpunkt schon seit Stunden mit den Liberalen über einen Kandidaten verhandelte – nicht etwa im persönlichen Gespräch, sondern aus den Nachrichtenagenturen erfuhr.

Wer rückt nach?

Bis zur Wahl eines neuen Bundespräsidenten führt laut Grundgesetz der Präsident des Bundesrates die Amtsgeschäfte. Das ist derzeit der bayerische Regierungschef Horst Seehofer (CSU). Spätestens 30 Tage nach dem Ausscheiden des Staatsoberhauptes muss dann die Bundesversammlung zusammentreten und einen Nachfolger wählen.

Als Horst Köhler 2010 zurücktrat, übernahm der damalige Bundesratspräsident und Bremer Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) kommissarisch die Geschäfte des Staatsoberhauptes. Er tat, wie er später sagte, das "staatspolitisch Notwendige": Gesetze unterzeichnen, Diplomaten empfangen. Aus Respekt vor dem Amt verzichtete er in der Übergangszeit auf Auslandsreisen.

Wann wird von wem gewählt?

Für die Wahl des Bundespräsidenten ist die Bundesversammlung zuständig. Sie setzt sich zu gleichen Teilen zusammen aus den Mitgliedern des Bundestages und aus Personen, die von den Landesparlamenten bestimmt werden.

Aktuell sitzen 620 Abgeordnete im deutschen Bundestag, der Bundesversammlung werden also 1240 Mitglieder angehören. CDU und FDP haben dort nur eine Mehrheit von wenigen Stimmen. Daher könnte möglicherweise ein überparteilicher Kandidat nominiert werden.

Der Nachfolger des zurückgetretenen Christian Wulff muss spätestens bis zum 18. März gewählt sein.

Die Sitzung sei danach "ziemlich munter" gewesen, sagte einer, der dabei war. Die Union erschien nun doch plötzlich als vom Koalitionspartner getrieben. Verantwortlich für dieses Vorgehen soll übrigens nicht der junge Parteichef Philipp Rösler gewesen sein, der sich bei der anschließenden Pressekonferenz im Lichte seines Erfolges auf dem Podium sonnen durfte, sondern der alte, erfahrene Fraktionschef Rainer Brüderle, der bescheiden in der ersten Zuhörerreihe Platz genommen hatte.

Allerdings hat sich die Union an der verfahrenen Situation einen guten Teil der Schuld selbst zuzuschreiben. Ließ sie doch nur Minuten nach dem Präsidiumsbeschluss aus Kreisen verlauten, Gauck käme nicht in Frage. Er sei großen Teilen der Union nicht vermittelbar.  

Leserkommentare
  1. - und ich bitte sehr, mir das Gegenteil glaubhaft zu machen - war die Zahl von 54% der Bevölkerung, die laut jüngster Umfrage hinter Gauck standen.

    Die Kanzlerin hat abermals - genau wie nach dem Atomunfall in Fukushima - ihr Fähnchen in den Wind gehängt. Auf diese Weise zerknirscht sie den ein oder anderen ihrer konservativen Stammwähler, macht sich jedoch für die Mehrheit der Bevölkerung kaum noch angreifbar.

    27 Leserempfehlungen
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    Ist es im Endeffekt so falsch dem Wähler zu geben was er will? Ist das nicht irgendwie Demokratie?
    Sicher, wir wünschen und Politiker mit Rückrad und Überzeugungen, aber wir brauchen auch Politiker die vernünftig genug sind zu erkennen, dass der Preis für den Sieg manchmal einfach zu hoch ist.
    Genau das hat Merkel bei den AKWs gemacht und macht es jetzt beim Bundespräsidenten. Ihre persönliche Überzeugung stellt sie hinten an.
    Vielleicht ist es auch genau das was sie dem Wähler sympatisch macht: Sie ist uneitel und lösungsorientiert.
    Und wenn sie dabei den konservativen Teil der CDU auf die Füße tritt gefällt mir das hervorragend.
    Hoffen wir das Gauck, sowohl für die politische Klasse wie auch für die Menschen die sie wiederspiegeln, die richtigen Worte findet.

    Letztenendes sind Angela Merkel und ihre CDU auch an Wulffs Rücktritt nicht ganz unschuldig: man wollte Wulff helfen, in dem man ihn Peterchen Hintze zur Seite stellte. Der verteidigte ihn dann mit so einer Vehemenz, dass er nicht nur sich, sondern auch Wulff um Kopf und Kragen redete. Hintzes Strategie, bei "Günter Jauch" niemanden zu Wort kommen zu lassen, ging nicht nur völlig in die Hose, nein, es sorgte auch dafür, dass die Staatsanwaltschaft Hannover sich mit jener Aktnnotiz beschäftigte, die Wulff eigentlich nach Hintzes Chaos-Strategie entlasten sollte.

    Jetzt bin ich mal gespannt, ob Angela Merkel den Mut hat, die FDP-Minister vor die Tür zu setzen. Ich bezweifle das erst einmal. Fakt ist: am Ende war's eine schwere Niederlage für die Kanzlerin. Sie hat sie sich selbst beigebracht.

    • Puki
    • 20.02.2012 um 8:00 Uhr

    Die Nominierung Gaucks hat nichts mit Einsicht, Kompromiss oder einer Kehrtwende zu tun. Es waren genau 2 Punkte die dazu geführt haben.
    1. Die FDP sah mit einer Nominierung Gaucks die einzige Chance positiv auf sich aufmerksam zu machen und hat diese genutzt.

    2. Die CDU/ CSU wusste das sie ohne die wenigen FDP-Stimmen keinen anderen, eigenen Kandidaten durch bekommen und wollten sich bei den Wahlgängen nicht lächerlich machen, waren also gezwungen Gauck anzunehmen.

    Noch kurz zuvor war Gauck keine Option, auf einmal ist er die beste Lösung. Lächerliche Kanzlerin, lächerliche CDU aber gut für das Amt und hoffentlich das Land.

    Also wenn sie dem mutmaßlichen Willen der Bevölkerung folgt und Gauck nimmt, hängt sie "ihr Fähnchen nach dem Wind". Und wenn sie ihn nicht nimmt, dann hätte man ihr vorgeworfen "den Willen des Volkes zu ignorieren".

    Ich bin kein Merkel-Fan, aber irgendwann wird's lächerlich mit der Krittelei.

    (Das ist übrigens die gleiche Sorte Mecker-Zwickmühle wie mit Ackermanns angeblicher Geburtstagsparty im Kanzleramt)

    für diese 54%?

    "und ich bitte sehr, mir das Gegenteil glaubhaft zu machen - war die Zahl von 54% der Bevölkerung, die laut jüngster Umfrage hinter Gauck standen."

    es zeigt nur wieder mal die macht der medien die deutsche meinung zu beeinflussen.

    die causa wulff aus dem nichts als hetzjagd auf den BP.
    sie glauben doch nicht, das sich eine fr. merkel gegen die mediale meinung stellt und selbst riskiert ins kreuzfeuer genommen zu werden und zudem noch die koaliton aufs spiel zu setzen?

    diese ganze inszenierung ist doch nur ein weiterer beweis wer hier wirklich das sagen hat.

    > Entscheidend

    > - und ich bitte sehr, mir das Gegenteil glaubhaft
    > zu machen - war die Zahl von 54% der Bevölkerung

    Beweise mir das Gegenteil einer Aussage, die ich selbst nicht beweisen kann..?

    „Yes we Gauck“ – Springer hat sich durchgesetzt

    Die Präsidentschaft von Joachim Gauck ist ein Produkt der Springer-Presse."

    http://www.nachdenkseiten...

    Schlimm genug, dass sich Medien wie die ZEIT dem bedingungslos anschlossen.

    Ist es im Endeffekt so falsch dem Wähler zu geben was er will? Ist das nicht irgendwie Demokratie?
    Sicher, wir wünschen und Politiker mit Rückrad und Überzeugungen, aber wir brauchen auch Politiker die vernünftig genug sind zu erkennen, dass der Preis für den Sieg manchmal einfach zu hoch ist.
    Genau das hat Merkel bei den AKWs gemacht und macht es jetzt beim Bundespräsidenten. Ihre persönliche Überzeugung stellt sie hinten an.
    Vielleicht ist es auch genau das was sie dem Wähler sympatisch macht: Sie ist uneitel und lösungsorientiert.
    Und wenn sie dabei den konservativen Teil der CDU auf die Füße tritt gefällt mir das hervorragend.
    Hoffen wir das Gauck, sowohl für die politische Klasse wie auch für die Menschen die sie wiederspiegeln, die richtigen Worte findet.

    Letztenendes sind Angela Merkel und ihre CDU auch an Wulffs Rücktritt nicht ganz unschuldig: man wollte Wulff helfen, in dem man ihn Peterchen Hintze zur Seite stellte. Der verteidigte ihn dann mit so einer Vehemenz, dass er nicht nur sich, sondern auch Wulff um Kopf und Kragen redete. Hintzes Strategie, bei "Günter Jauch" niemanden zu Wort kommen zu lassen, ging nicht nur völlig in die Hose, nein, es sorgte auch dafür, dass die Staatsanwaltschaft Hannover sich mit jener Aktnnotiz beschäftigte, die Wulff eigentlich nach Hintzes Chaos-Strategie entlasten sollte.

    Jetzt bin ich mal gespannt, ob Angela Merkel den Mut hat, die FDP-Minister vor die Tür zu setzen. Ich bezweifle das erst einmal. Fakt ist: am Ende war's eine schwere Niederlage für die Kanzlerin. Sie hat sie sich selbst beigebracht.

    • Puki
    • 20.02.2012 um 8:00 Uhr

    Die Nominierung Gaucks hat nichts mit Einsicht, Kompromiss oder einer Kehrtwende zu tun. Es waren genau 2 Punkte die dazu geführt haben.
    1. Die FDP sah mit einer Nominierung Gaucks die einzige Chance positiv auf sich aufmerksam zu machen und hat diese genutzt.

    2. Die CDU/ CSU wusste das sie ohne die wenigen FDP-Stimmen keinen anderen, eigenen Kandidaten durch bekommen und wollten sich bei den Wahlgängen nicht lächerlich machen, waren also gezwungen Gauck anzunehmen.

    Noch kurz zuvor war Gauck keine Option, auf einmal ist er die beste Lösung. Lächerliche Kanzlerin, lächerliche CDU aber gut für das Amt und hoffentlich das Land.

    Also wenn sie dem mutmaßlichen Willen der Bevölkerung folgt und Gauck nimmt, hängt sie "ihr Fähnchen nach dem Wind". Und wenn sie ihn nicht nimmt, dann hätte man ihr vorgeworfen "den Willen des Volkes zu ignorieren".

    Ich bin kein Merkel-Fan, aber irgendwann wird's lächerlich mit der Krittelei.

    (Das ist übrigens die gleiche Sorte Mecker-Zwickmühle wie mit Ackermanns angeblicher Geburtstagsparty im Kanzleramt)

    für diese 54%?

    "und ich bitte sehr, mir das Gegenteil glaubhaft zu machen - war die Zahl von 54% der Bevölkerung, die laut jüngster Umfrage hinter Gauck standen."

    es zeigt nur wieder mal die macht der medien die deutsche meinung zu beeinflussen.

    die causa wulff aus dem nichts als hetzjagd auf den BP.
    sie glauben doch nicht, das sich eine fr. merkel gegen die mediale meinung stellt und selbst riskiert ins kreuzfeuer genommen zu werden und zudem noch die koaliton aufs spiel zu setzen?

    diese ganze inszenierung ist doch nur ein weiterer beweis wer hier wirklich das sagen hat.

    > Entscheidend

    > - und ich bitte sehr, mir das Gegenteil glaubhaft
    > zu machen - war die Zahl von 54% der Bevölkerung

    Beweise mir das Gegenteil einer Aussage, die ich selbst nicht beweisen kann..?

    „Yes we Gauck“ – Springer hat sich durchgesetzt

    Die Präsidentschaft von Joachim Gauck ist ein Produkt der Springer-Presse."

    http://www.nachdenkseiten...

    Schlimm genug, dass sich Medien wie die ZEIT dem bedingungslos anschlossen.

  2. das nie zu Ende geht. Beschämend für unsere Demokratie das jetzt der Gegenkandidat aus der letzen Wahl herangezogen wird.

    Vielleicht darf demnächst jeder Mal der Reihe nach "ran" - und wir lassen die umständlichen Wahlen ganz weg. Schließlich reicht es heutzutage der Herzenskandidat einer imaginären Über-Ich-Masse zu sein.

    Statt des notwendigen Neuanfangs wird wieder nur stur auf Kurs gehalten. Etwas anderes war von Teflon-Merkel leider nicht zu erwarten.

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    • serins
    • 20.02.2012 um 5:50 Uhr

    Fahne hängen zu tun, da haben sich ehemalige DDR Eliten Ämter zu geschachert ohne das es auffällt, das hat BK Merkel schliesslich in Moskau gelernt.
    Die Deutschen haben jetzt zwei ihrer höchsten Ämter mit systemnahen DDR Größen besetzt. Sei es die ominöse IM Erika/Havemann Affäre (http://www.spiegel.de/spi...) oder die unbegrenzte Reisefreiheit für die Gauckschen Kinder zu DDR Zeiten, die nur ausgewählten systemtreuen Bürgern zu gebilligt wurde.
    Was natürlich den Medien zu gute kommt, da sie so Druckmittel haben und Dieckmann hat ja gezeigt, wie es gehen kann, wenn man sich mit den Medien anlegt.

    ...ist schlüssig und sicherlich normalerweise zutreffend. In diesem Fall würde ich aber sagen: Es wurde einfach ein Fehler korrigiert.

    • serins
    • 20.02.2012 um 5:50 Uhr

    Fahne hängen zu tun, da haben sich ehemalige DDR Eliten Ämter zu geschachert ohne das es auffällt, das hat BK Merkel schliesslich in Moskau gelernt.
    Die Deutschen haben jetzt zwei ihrer höchsten Ämter mit systemnahen DDR Größen besetzt. Sei es die ominöse IM Erika/Havemann Affäre (http://www.spiegel.de/spi...) oder die unbegrenzte Reisefreiheit für die Gauckschen Kinder zu DDR Zeiten, die nur ausgewählten systemtreuen Bürgern zu gebilligt wurde.
    Was natürlich den Medien zu gute kommt, da sie so Druckmittel haben und Dieckmann hat ja gezeigt, wie es gehen kann, wenn man sich mit den Medien anlegt.

    ...ist schlüssig und sicherlich normalerweise zutreffend. In diesem Fall würde ich aber sagen: Es wurde einfach ein Fehler korrigiert.

    • ingel
    • 20.02.2012 um 1:44 Uhr

    wird mir gruselig.

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    Demokratie lebt vom Streit - die Findung und die Phrase vom überparteilichen hat weder was mit Streit noch mit Demokratie zu tun.
    [...]

    Gekürzt. Verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Die Redaktion/mak

    Entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zur Diskussion bei. Die Redaktion/mak

    das bild ist nicht gruselig, es ist bezeichnend.
    hinter merkel steht wer?
    richtig keine cdu/csu köpfe.
    so kann man auch seine meinung rüber bringen ...

    es ja auch ausgewählt.

    Mir wird bei so manchen Beiträgen recht gruselig, sind sie so simpel und oberflächlich wie Ihrer (Verzeihung aber anders kann man solche Kommentare leider nicht nennen, schlimm auch das Bürger oder besser die "immer besseren" ZEIT-Kommentatoren dies auch noch empfehlen.

    Ich verstehe persönlich nicht, was man gegen Gauck haben kann, ist er doch wirklich kein Berufspolitiker.. Und wie soll man bitte realistisch einen Kandidaten finden, der 100 % Unterstützung aller Bürger, die ja zum Glück so facettenreich leben, genießt?
    Nur weil Gauck gegen die, auch meiner Ansicht recht dürftigen Ansätze der occupybewegung, die beim deutschen Bürger nur z.T. Ansehen genießt, weil es gegen die Banken, die verlorenen Täler etc geht (kein Kapitalismus wollen die Menschen nämlich leider auch nicht, auch keinen teuren nicht-Atomstrom) Stellung bezogen hat, soll der Mann der sich wenigstens noch traut auch mal unbequeme Themen anzusprechen, ein schlechter Präsident sein?
    Wollten sie etwas Peter Sodan?

    Man wird es dem Volk, gerade den immer noch privilegierten Deutschen, die oft noch nicht den Wert der Demokratie und der Einheit erkannt haben, nie recht machen können.
    Es wird immer jemanden "dagegen" geben und Dank Internet, Foren und Facebook kann sich jede Meinung wichtig nehmen. Erkennen Sie doch an, das Gauck wirklich beliebt ist und doch eine ganz andere Tiefe haben wird als Wulff, dafür aber keinen Boulevard, über den Christian und Bettina stolperten..

    Mich fröstelte es auch bei diesem Titelbild.

    Zuerst dachte ich an eine Foto-Montage, als es mir dann ziemlich schnell dämmerte, was unsere Politiker sind:

    Pappkameraden - jenseits ihres Volkes!

    Demokratie lebt vom Streit - die Findung und die Phrase vom überparteilichen hat weder was mit Streit noch mit Demokratie zu tun.
    [...]

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    das bild ist nicht gruselig, es ist bezeichnend.
    hinter merkel steht wer?
    richtig keine cdu/csu köpfe.
    so kann man auch seine meinung rüber bringen ...

    es ja auch ausgewählt.

    Mir wird bei so manchen Beiträgen recht gruselig, sind sie so simpel und oberflächlich wie Ihrer (Verzeihung aber anders kann man solche Kommentare leider nicht nennen, schlimm auch das Bürger oder besser die "immer besseren" ZEIT-Kommentatoren dies auch noch empfehlen.

    Ich verstehe persönlich nicht, was man gegen Gauck haben kann, ist er doch wirklich kein Berufspolitiker.. Und wie soll man bitte realistisch einen Kandidaten finden, der 100 % Unterstützung aller Bürger, die ja zum Glück so facettenreich leben, genießt?
    Nur weil Gauck gegen die, auch meiner Ansicht recht dürftigen Ansätze der occupybewegung, die beim deutschen Bürger nur z.T. Ansehen genießt, weil es gegen die Banken, die verlorenen Täler etc geht (kein Kapitalismus wollen die Menschen nämlich leider auch nicht, auch keinen teuren nicht-Atomstrom) Stellung bezogen hat, soll der Mann der sich wenigstens noch traut auch mal unbequeme Themen anzusprechen, ein schlechter Präsident sein?
    Wollten sie etwas Peter Sodan?

    Man wird es dem Volk, gerade den immer noch privilegierten Deutschen, die oft noch nicht den Wert der Demokratie und der Einheit erkannt haben, nie recht machen können.
    Es wird immer jemanden "dagegen" geben und Dank Internet, Foren und Facebook kann sich jede Meinung wichtig nehmen. Erkennen Sie doch an, das Gauck wirklich beliebt ist und doch eine ganz andere Tiefe haben wird als Wulff, dafür aber keinen Boulevard, über den Christian und Bettina stolperten..

    Mich fröstelte es auch bei diesem Titelbild.

    Zuerst dachte ich an eine Foto-Montage, als es mir dann ziemlich schnell dämmerte, was unsere Politiker sind:

    Pappkameraden - jenseits ihres Volkes!

  3. Nach Wulff, dem berufspolitischen Bundespräsidentenlehrling, nun ein designierter BP, der pseudo Aufarbeiter deutscher Teilgeschichte und Bundestagsabgeordnetenüberwachungsbefürworter ist. Gleich mal auf gästabook, äh facebook, gefällt mir drücken.

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  4. Demokratie lebt vom Streit - die Findung und die Phrase vom überparteilichen hat weder was mit Streit noch mit Demokratie zu tun.
    [...]

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    Hinterzimmer und Gleichschritt sind polemisch?
    Wie bezeichnen sie den Findungsprozess und den einzig abzunickenden Kandidaten durch die Versammlung im März? Und bitte kommen sie nicht mit ihrer Email und Kritik an die Redaktion. Lassen sie uns das öffentlich ausdiskutieren...
    Ich verstehe ja ihre Freude über diese Nominierung. Jedoch auf der einen Seite Wulff an seinen Maßstäben und seinen realem Verhalten messen und auf der anderen Seite ein Gauck als lupenreinen Menschrechtler und Demokrat hinstellen, erzeugt bei mir einen sehr bitteren Beigeschmack.
    Gauck ist ja nicht einer der uneingeschränkt für das Recht der anderen einsteht - siehe Verfassungsschutzdebatte - so wie er hier dargestellt wird.

    Hinterzimmer und Gleichschritt sind polemisch?
    Wie bezeichnen sie den Findungsprozess und den einzig abzunickenden Kandidaten durch die Versammlung im März? Und bitte kommen sie nicht mit ihrer Email und Kritik an die Redaktion. Lassen sie uns das öffentlich ausdiskutieren...
    Ich verstehe ja ihre Freude über diese Nominierung. Jedoch auf der einen Seite Wulff an seinen Maßstäben und seinen realem Verhalten messen und auf der anderen Seite ein Gauck als lupenreinen Menschrechtler und Demokrat hinstellen, erzeugt bei mir einen sehr bitteren Beigeschmack.
    Gauck ist ja nicht einer der uneingeschränkt für das Recht der anderen einsteht - siehe Verfassungsschutzdebatte - so wie er hier dargestellt wird.

  5. Ich persönlich halte Gauck für einen Fehlgriff. Letztlich beweist es, daß die Volksparteien nicht mehr wählbar sind.

    Hier hat nicht der abgeschmackte "Bundespräsident der Herzen" gewonnen, sondern berechnende, manipulative, auf die eigenen Pfründe bedachte Parteipolitik. Das nennt man einen Pyrrhussieg.

    Nun ja, sei's drum. Möge Gauck beweisen, daß er ein würdiger Bundespräsident ist. Hoffentlich ist er sich darüber im Klaren, daß sein Handeln mißtrauischer beäugt wird, denn je.

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    Sind damit sehr zufrieden. Sie titelten ja schon als es um Wulff oder Gauck ging mit "Gauck: der bessere Präsident" (2010) - so wird Politik gemacht.

    Sind damit sehr zufrieden. Sie titelten ja schon als es um Wulff oder Gauck ging mit "Gauck: der bessere Präsident" (2010) - so wird Politik gemacht.

  6. 7. [...]

    Entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zur Diskussion bei. Die Redaktion/mak

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    @Komm.7: Wie kommen Sie denn darauf?? Was hat ein ruhiger, alter Mann, der für Demokratie und Freiheit eintritt, mit den überlieferten Grausamkeiten und Morden aus der Bibel zu tun?

    Ich kann mir beileibe keine zulässige Interpretation oder Analogie denken, die auch nur annähernd Ihren Kommentar rechtfertigt. Sollten Sie einen nachvollziehbaren Gedanken dabei gehabt haben, erklären Sie das bitte!

    @Komm.7: Wie kommen Sie denn darauf?? Was hat ein ruhiger, alter Mann, der für Demokratie und Freiheit eintritt, mit den überlieferten Grausamkeiten und Morden aus der Bibel zu tun?

    Ich kann mir beileibe keine zulässige Interpretation oder Analogie denken, die auch nur annähernd Ihren Kommentar rechtfertigt. Sollten Sie einen nachvollziehbaren Gedanken dabei gehabt haben, erklären Sie das bitte!

  7. Sind damit sehr zufrieden. Sie titelten ja schon als es um Wulff oder Gauck ging mit "Gauck: der bessere Präsident" (2010) - so wird Politik gemacht.

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