Umfrage: Jeder zweite Deutsche für weitere Griechenland-Hilfen
Knapp die Hälfte der Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, Griechenland weiter finanziell zu unterstützen. Der Streit um Athens Kritik an Deutschland hält derweil an.
© Oli Scarff/Getty Images

Ein älteres griechisches Paar vor der Fassade der Universität in Athen
Einer Umfrage zufolge befürwortet knapp jeder zweite Bundesbürger weitere Hilfen für Athen, trotz wachsender Misstöne zwischen Deutschland und Griechenland. In einer Erhebung von Infratest dimap im Auftrag der ARD sprachen sich 48 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Euro-Länder Griechenland weiterhin finanziell unterstützen. Dagegen seien 43 Prozent der Meinung, die EU solle Griechenland pleite gehen lassen.
Fünf Monate zuvor, im Oktober 2011, hatten bei den gleichen Fragen noch 50 Prozent der Bürger ihre Unterstützung für Griechenland signalisiert. 41 Prozent hatten sich damals gegen weitere Hilfen ausgesprochen, heißt es bei tagesschau.de.
Zuvor hatte es Streit um die heftige Kritik Griechenlands an der deutschen Politik gegeben. Außenminister Guido Westerwelle rief die griechischen Politiker nach ihren kritischen Äußerungen zur Zurückhaltung auf. Staatspräsident Karolos Papoulias hatte Deutschland, Finnland und die Niederlande angegriffen, die Politik der Länder gegenüber Griechenland sei zu streng. Papoulias hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeworfen, mit seinen öffentlich geäußerten Zweifeln an der Zuverlässigkeit der Griechen das ganze Land beleidigt zu haben.
Koalitionspolitiker: Rauswurf Griechenlands
SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich Griechenland gegenüber hingegen verständnisvoll. Gabriel warnte vor weiteren Sparauflagen, die vor allem Rentner und Arbeitnehmer in Griechenland treffen würden. "Ich glaube, die Grenze der Belastbarkeit ist in diesem Land ohnehin erreicht." Stattdessen regte Gabriel an, ausländische Konten von reichen griechischen Steuerflüchtlingen zu sperren. "Warum sollte es nicht möglich sein, sich als EU darauf zu verständigen, die Konten wohlhabender Griechen zu sperren, bis diese Personen in ihrer Heimat ausstehende Steuern bezahlt haben?", sagte Gabriel der Rheinischen Post. Die EU müsse Steuerflucht unterbinden können, wenn sie gleichzeitig Milliardenhilfen in Aussicht stellt.
Einige Koalitionspolitiker forderten den Rauswurf Griechenlands aus der Euro-Zone. "Wir müssen uns für den Fall wappnen, dass Griechenland die versprochenen Reformen nicht umsetzt", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. "Dann muss ein Notfallplan greifen, dass Griechenland aus dem Euro austritt, und ein EU-Marshallplan zur Sanierung Griechenlands kommt." Ähnlich äußerten sich die bekannten Eurorettungskritiker Frank Schäffler (FDP), Wolfgang Bosbach (CDU) und Klaus-Peter Willsch (CDU).







Es gibt keine günstigere Alternative.
...für einen Neuanfang.
Man wird Griechenland nur dann pleite gehen lassen, wenn man total sicher ist,dass der Austritt aus der Eurozone keinen Domino-Effekt verursachen wird. Solange sich aber die Wirtschaftswissenschaftler selbst nicht über die Konsequenzen innerhalb der EU einigen können, gibt es keine günstere Alternative als die Unterstützung Griechenlands.
...für einen Neuanfang.
Man wird Griechenland nur dann pleite gehen lassen, wenn man total sicher ist,dass der Austritt aus der Eurozone keinen Domino-Effekt verursachen wird. Solange sich aber die Wirtschaftswissenschaftler selbst nicht über die Konsequenzen innerhalb der EU einigen können, gibt es keine günstere Alternative als die Unterstützung Griechenlands.
...für einen Neuanfang.
1000 Menschen sind meiner meinung nach einfach nicht repräsentaiv um die Gesamtheit aller Wahlberechtigten darzustellen. Bei 1000 anderen Befragten sähe das Ergebnis wiederum ganz anders aus, gerade in Bezug auf Telefoninterviews.
"Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast."..oder wie war das noch? ;)
Der deutsche Steuerzahler, das erfolgversprechende Perpetuum mobile für unsere griechischen Freunde. Weiter so liebe Freunde! Egal was kommt, wir holen euch da raus! Äääährlich!
Also sind 41.000.000 Bürger dafür ? Was soll das immer mit jeder zweite jeder dritte wenn man grad mal eine Hand voll befragt hat, das kann doch nicht sein. Das ist wie die alltäglichen neuen Umfrage-Werte der Bild.
Hört auf Meinungen zu bilden!
Ich nicht!! Uns haben doch die eigenen Finanzjongleure schon dreist vorgeführt, reicht das immer noch nicht? Offensichtlich nicht, gelle.
Also ich zähle mich zu der anderen Hälfte
Interessant wären die Gründe für die Zustimmung/Ablehnung.
Ich vermute, dass eine Mehrheit dafür ist, solidarisch mit den Griechen zu sein, aber dagegen, Banken Geld in den Rachen zu werfen.
Die Meinungen müssen also gar nicht so widersprüchlich sein, wie die Umfrage nahe legt.
...solange man die genauen Fragen nicht kennt, taugt die Umfrage nichts.
Sie ist ein Spiegel der Erwartungshaltung der Bevölkerung. Glaubt sie, dass G wieder auf die Beine kommt? Glaubt sie, damit ihre eigene Exportwirtschaft und Renten zu retten? Glaubt sie, dass sparen sinnvoll ist? Glaubt sie, die Zahlungen erreichen die notleidende Bevölkerung?
Da die Medien um G ein Verwirrspiel veranstalten, kann man über die wahren Gründe bestenfalls rätseln.
Seriöser wäre eine Volksabstimmung mit vorheriger Diskussion und Offenlegung der Faktenlage.
...solange man die genauen Fragen nicht kennt, taugt die Umfrage nichts.
Sie ist ein Spiegel der Erwartungshaltung der Bevölkerung. Glaubt sie, dass G wieder auf die Beine kommt? Glaubt sie, damit ihre eigene Exportwirtschaft und Renten zu retten? Glaubt sie, dass sparen sinnvoll ist? Glaubt sie, die Zahlungen erreichen die notleidende Bevölkerung?
Da die Medien um G ein Verwirrspiel veranstalten, kann man über die wahren Gründe bestenfalls rätseln.
Seriöser wäre eine Volksabstimmung mit vorheriger Diskussion und Offenlegung der Faktenlage.
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