Staatsakt für Nazi-Opfer Merkels verpasste Chance

Immerhin hat die Kanzlerin mit ihrer Rede zu Ehren der Nazi-Mordopfer nichts kaputt gemacht. Klare Worte zur Integration aber fehlten. Ein Kommentar

Kanzlerin Angela Merkel nach ihrer Ansprache im Konzerthaus in Berlin

Kanzlerin Angela Merkel nach ihrer Ansprache im Konzerthaus in Berlin

Angela Merkel hätte heute viel Falsches sagen können. Doch ihr gelang ein Auftritt ohne Zweideutigkeiten und falsche Schlüsse. Sie hat die Morde in der notwendigen Drastik verurteilt, sie hat um Verzeihung gebeten und es unterlassen, Linke mit den Neonazis gleichzusetzen. Rechtsextremismus und Rassismus kennzeichnete sie als übergeordnete gesellschaftliche Probleme.

Ein wichtiges Signal hatte sie zudem schon vorher ausgesandt. Sie überließ die Rede nicht dem Bundesratspräsidenten Seehofer oder der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer, sondern machte das Thema mit ihrer Präsenz zur Chefsache. Man könnte sagen, Merkel hat geliefert.

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Andererseits: Die Situation, wie sie ist, verlangt auch nicht weniger als sichtbare Konsequenz von ganz oben.

Deutschland ist nicht nur weiß und christlich

Die große Bedeutung der Zwickauer Terrorzelle liegt in einem Verdacht. Dem nämlich, dass die Mordtaten (und ihre Nicht-Aufklärung) der Auswuchs eines weitverbreiteten aggressiven Unwillens sind, zu akzeptieren, dass Deutschland aus mehr als nur einer Monokultur besteht.

Christian Bangel
Christian Bangel

Christian Bangel ist Chef vom Dienst bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Auf diesen Unwillen deutete schon das wohlwollende Brummen der Deutschen über Sarrazin hin, ebenso wie die Häme gegen Wulffs Äußerung, der Islam gehöre zu Deutschland. Die Migranten in Deutschland hat das verunsichert, manche in die innere Abwendung getrieben. Die Kollegin Özlem Topcu spricht von der "Opfergeschichte der Migranten", die die Wiedervereinigung und das, was danach kam, an ganz andere als die gängigen Assoziationen bindet: Solingen, Mölln, Zwickau

Das alles wäre Anlass gewesen, auch einmal die Alteingesessen zu mehr als nur Toleranz und Gewaltfreiheit zu verpflichten. Der politische Begriff der Integration, auf den sich alle demokratischen Parteien in Deutschland geeinigt haben, hat die diversen Migrationskonflikte nur vordergründig und notdürftig befriedet. Denn ist es wirklich angekommen, dass Integration auch bedeutet, dass auf die Deutschstämmigen die Arbeit zukommt, die Vielfältigkeit des Landes zu akzeptieren?

Warum also hat Angela Merkel den Deutschen nicht zugerufen, dass das Land nicht mehr nur christlich und weiß ist – und auch nicht wieder werden wird? Dass es schon fast zur Hälfte aus Menschen besteht, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden? Dass es in unserem Land nun Mitbewohner mit Verhaltensweisen und Traditionen gibt, die wir nicht nur zu akzeptieren, sondern auch – so sie sich ans Grundgesetz halten – als gleichrangig zu behandeln haben?

Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Tragen Sie sachlich zum Thema bei. Die Redaktion/mak

    17 Leser-Empfehlungen
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    "Jeder soll sich um seine Integration endlich selber kümmern. Basta!"

    Dann kümmern Sie sich doch bitte um Ihre eigene Integration in dieses Land und fragen Sie sich, ob Sie fest auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen - dort steht nämlich nichts von "Basta!";)

    Das zeugt davon, dass Sie wohl nicht wissen, dass Integration keine persönliche Angelegenheit ist, um die sich jeder Einzelne selbst zu kümmern hat, sondern dass Integration immer zwei Seiten benötigt, die gegenseitig austauschen, kennenlernen und Akzeptanz schaffen.

    Leider wird dieser Zusammenhang in Deutschland oft verkannt. Deshalb kommen da so halb ausgegorene Kommentare wie Ihrer bei heraus. Ziemlich schade.

    "Jeder soll sich um seine Integration endlich selber kümmern. Basta!"

    Dann kümmern Sie sich doch bitte um Ihre eigene Integration in dieses Land und fragen Sie sich, ob Sie fest auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen - dort steht nämlich nichts von "Basta!";)

    Das zeugt davon, dass Sie wohl nicht wissen, dass Integration keine persönliche Angelegenheit ist, um die sich jeder Einzelne selbst zu kümmern hat, sondern dass Integration immer zwei Seiten benötigt, die gegenseitig austauschen, kennenlernen und Akzeptanz schaffen.

    Leider wird dieser Zusammenhang in Deutschland oft verkannt. Deshalb kommen da so halb ausgegorene Kommentare wie Ihrer bei heraus. Ziemlich schade.

  2. "Jeder soll sich um seine Integration endlich selber kümmern. Basta!"

    Absolut richtig. Da gibt es eine Bringschuld!

    39 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Lieber gerd-h, liebe/r levandulova,

    so einfach ist das leider alles nicht. Integration kann man nicht zum individuellen Problem machen, wenn kollektive Einstellungen sie verhindern. Sie kann nur funktionieren, wenn sie nicht bedeutet, dass der zu Integrierende sich bis zur Unkenntlichkeit anpasst. Beobachtet man die deutsche Öffentlichkeit in den letzten Jahren, entsteht nicht nur bei Mirgranten der Eindruck, dass es vielen Deutschen aber genau darum geht.
    Diese Fehleinschätzung hätte Merkel heute korrigieren müssen.

    Bestes,
    Christian Bangel

    ...die Gesellschaft, die aufnehmen soll, dazu gar nicht bereit ist?

    Seien wir doch mal ehrlich. Wer in Deutschland "südländisch" oder "arabisch" aussieht, dem begegnet man doch nur allzu gern mit Vorbehalten. Ist es nicht so? Schließlich sind "die" ja alle gleich: klauen, pöbeln, schmarotzen und beten zum falschen Gott.

    Redaktion

    Lieber gerd-h, liebe/r levandulova,

    so einfach ist das leider alles nicht. Integration kann man nicht zum individuellen Problem machen, wenn kollektive Einstellungen sie verhindern. Sie kann nur funktionieren, wenn sie nicht bedeutet, dass der zu Integrierende sich bis zur Unkenntlichkeit anpasst. Beobachtet man die deutsche Öffentlichkeit in den letzten Jahren, entsteht nicht nur bei Mirgranten der Eindruck, dass es vielen Deutschen aber genau darum geht.
    Diese Fehleinschätzung hätte Merkel heute korrigieren müssen.

    Bestes,
    Christian Bangel

    ...die Gesellschaft, die aufnehmen soll, dazu gar nicht bereit ist?

    Seien wir doch mal ehrlich. Wer in Deutschland "südländisch" oder "arabisch" aussieht, dem begegnet man doch nur allzu gern mit Vorbehalten. Ist es nicht so? Schließlich sind "die" ja alle gleich: klauen, pöbeln, schmarotzen und beten zum falschen Gott.

    • gerd-h
    • 23.02.2012 um 17:51 Uhr
    3. [...]

    Entfernt. Tragen Sie sachlich zum Thema des Artikels bei. Die Redaktion/mak

    9 Leser-Empfehlungen
    • scfrei
    • 23.02.2012 um 17:52 Uhr

    Ich trage keine Mitschuld an den Verbrechen irgendwelcher Nazi-Spinner. Das ist eigentlich alles was ich dazu zu sagen habe. Die beständige Tendenz der Zeit mir gegenteiliges einzureden geht mir ziemlich auf den Wecker.

    75 Leser-Empfehlungen
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    man, dass sie sich von den Terroristen unter Ihnen stärker abgrenzen sollen - auch öffentlich. Auch wenn sie, wie Die, nichts mit den Extremen gemeinsam haben.
    Warum sollten wir das nicht auch immer wieder nach außen zeigen, dass wir mit den Rechtsradikalen Spinnern nichts zu tun haben?
    Kostet nichts und bringt Ansehen...

    Fast genauso wie die Morde der Neonazis erschreckt mich die selbstgerechte, bequeme Haltung, die aus Ihrem und vielen anderen Einträgen zu Herrn Bangels Kommentar spricht: Das angewiderte Wegsehen, das Nicht-Wahrhaben-Wollen, die schon regelrecht pathologische Abwehr, sich praktisch als Bürger, nicht nur theoretisch als Privatmensch, mit dem Thema Integration zu befassen. Es geht nicht darum, sich selbst zu beschuldi-gen (den Schuh anziehen), es geht darum, sich aktiv an einer gesellschaftlichen Aufgabe zu beteiligen, die es zu meistern gilt. Vorbildlich sind die Demonstranten in Dresden, aber genauso wertvoll ist das Engagement vielr Einzelner an allen Plätzen, wo das Zusammenleben mit so genannten Ausländern geübt und Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Multi-Kulti-Romantik war auch zu bequem. Aber diese Ignoranz ist sozial gefährlich wie privat erbärmlich und lässt mich an jene bleierne Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg denken. Auch damals dachte so gut wie jeder Deutsche vor allem daran, sich von jeder Mitschuld am Nazi-Terror freizusprechen.

    • u.t.
    • 24.02.2012 um 7:31 Uhr

    Soso. Und ich könnte wetten, wenn z.B. eine Bande ausländischer Krimineller eine Mordserie hingelegt hätte, würden Sie sicher nicht von irgendwelchen "Spinnern" reden. Das klingt ja schon fast "niedlich".

    Bei Ausländern hätte der durchschnittliche Poster wohl eher wieder Worte vom Untergang des Abendlandes und von blutrünstigen Bestien im Munde geführt.

    Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele.

    Ich fühle mich von dem Artikel persönlich angegriffen!

    Die Morde haben mit dem Thema Integration NICHTS zu tun!

    Wir müssen die Nazis bekämpfen. Mit allen Mitteln. Basta.

    Wenn jetzt noch jemand die Moralkeule auspackt, haben wir Walsers Friedenspreisrede und die Debatte im Nachklang 2.0 :-)

    Dass sich einige aber auch immer sofort als Täter angesprochen fühlen. Schlechtes Gewissen?

    Natürlich will nun niemand die Mitschuld an den Morden der Neo-Nazis mittragen, aber die Muslime sollen immer in Kollektivhaft genommen werden für alles - genetisch wie sozial.

    Schon ziemlich kleinkariert. Die Einträge im Zeit-Forum sprechen für sich, es müssen sogar teilweise die Kommentarfunktionen abgeschaltet werden.

    Nationalismus und Rassismus sind nichts elitäres sondern ganz und gar was niederes.

    man, dass sie sich von den Terroristen unter Ihnen stärker abgrenzen sollen - auch öffentlich. Auch wenn sie, wie Die, nichts mit den Extremen gemeinsam haben.
    Warum sollten wir das nicht auch immer wieder nach außen zeigen, dass wir mit den Rechtsradikalen Spinnern nichts zu tun haben?
    Kostet nichts und bringt Ansehen...

    Fast genauso wie die Morde der Neonazis erschreckt mich die selbstgerechte, bequeme Haltung, die aus Ihrem und vielen anderen Einträgen zu Herrn Bangels Kommentar spricht: Das angewiderte Wegsehen, das Nicht-Wahrhaben-Wollen, die schon regelrecht pathologische Abwehr, sich praktisch als Bürger, nicht nur theoretisch als Privatmensch, mit dem Thema Integration zu befassen. Es geht nicht darum, sich selbst zu beschuldi-gen (den Schuh anziehen), es geht darum, sich aktiv an einer gesellschaftlichen Aufgabe zu beteiligen, die es zu meistern gilt. Vorbildlich sind die Demonstranten in Dresden, aber genauso wertvoll ist das Engagement vielr Einzelner an allen Plätzen, wo das Zusammenleben mit so genannten Ausländern geübt und Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Multi-Kulti-Romantik war auch zu bequem. Aber diese Ignoranz ist sozial gefährlich wie privat erbärmlich und lässt mich an jene bleierne Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg denken. Auch damals dachte so gut wie jeder Deutsche vor allem daran, sich von jeder Mitschuld am Nazi-Terror freizusprechen.

    • u.t.
    • 24.02.2012 um 7:31 Uhr

    Soso. Und ich könnte wetten, wenn z.B. eine Bande ausländischer Krimineller eine Mordserie hingelegt hätte, würden Sie sicher nicht von irgendwelchen "Spinnern" reden. Das klingt ja schon fast "niedlich".

    Bei Ausländern hätte der durchschnittliche Poster wohl eher wieder Worte vom Untergang des Abendlandes und von blutrünstigen Bestien im Munde geführt.

    Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele.

    Ich fühle mich von dem Artikel persönlich angegriffen!

    Die Morde haben mit dem Thema Integration NICHTS zu tun!

    Wir müssen die Nazis bekämpfen. Mit allen Mitteln. Basta.

    Wenn jetzt noch jemand die Moralkeule auspackt, haben wir Walsers Friedenspreisrede und die Debatte im Nachklang 2.0 :-)

    Dass sich einige aber auch immer sofort als Täter angesprochen fühlen. Schlechtes Gewissen?

    Natürlich will nun niemand die Mitschuld an den Morden der Neo-Nazis mittragen, aber die Muslime sollen immer in Kollektivhaft genommen werden für alles - genetisch wie sozial.

    Schon ziemlich kleinkariert. Die Einträge im Zeit-Forum sprechen für sich, es müssen sogar teilweise die Kommentarfunktionen abgeschaltet werden.

    Nationalismus und Rassismus sind nichts elitäres sondern ganz und gar was niederes.

  3. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se

    55 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    vermutlich auch gedacht...

    @5
    das sehe ich ganz genauso...
    WER hat jemals die deutsche Bevoelkerung gefragt ob sie das ueberhaupt will? niemand..
    Politiker und Unternehmer haben einfach der Einwanderung freien lauf gelassen..und die Bevoelkerung kann das nun ausbaden wie immer.
    Wir haetten schon in den 60er Jahren Zeitvertraege gebraucht wie in der Schweiz und seit mindestens 30 Jahren Einwanderungsgesetze wie in den USA, Kanada und Australien.

    Das ist wirklich antidemokratisch.

    Und dann diese Zahlen: "Dass es schon fast zur Hälfte aus Menschen besteht, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden?" Bislang wurden immer "nur" 20% Ausländer/Immigranten zugegeben.

    Ich gebe Ihnen Recht-in diesem Lanfd gibt es bald mehr Ausländer als Deutsche-selbst unsere Politik wird schon von Ausländern mitbestimmt!
    Sagt man hie die Wahrheit wird der Kommentar gekürzt oder gestrichen.
    Vermerk: Bitte tragen sie sachlich zur Diskussion bei-
    Bitte was ist hieran unsachlich?????.

    "Dass es schon zu fast zur Hälfte aus Menschen besteht, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden?"

    Nun mal Butter bei die Fische. In die Kategorie der Statistik fallen auch Westeurpäer und Kinder binationaler Ehen. Mein alter Herr ist zum Beispiel ist Deutschbrite und bis auf die Tatsache das er Englisch akzentfrei spricht, fällt der garnicht auf und dann nur wenn er Englisch spricht. Insofern ist das Problem nicht so groß. Oder denken Sie an die ganzen polnischen Namen, oder die Herren di Fabio oder de Lorenzo oder Frau Feldbusch (keine Ahnung wie die jetzt heißt). Das sind alles gute Deutsche.

    Der Historiker Götz Ali ist überigens türkischstämmig.

    Jeder Einwanderer, der später CDU wählt, ist willkommen. Ohne die erhofften Wählerstimmen hätte es damals keine Wiedervereinigung gegeben. Die Millionen Migranten wurden zugelassen, weil sie ja für irgend jemand als Arbeitskraft Profit bringen. Der Mensch dahinter hat nie jemanden interessiert. Und der Ur-Bundesbürger wundert sich nur.

    Entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zur Diskussion bei. Die Redaktion/mak

    und damit Deutsche, genauso, wie die Westdeutschen. Zusammen stellen sie immer noch mind. 85% Prozent der Deutschen in Deutschland.

    Der Autor spricht stattdessen nur von "Menschen, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden", um die Zahl klein zu halten, er setzt die Ostdeutschen so mit Ausländern, resp. Einwanderern gleich, was aber nicht der Fall ist; siehe oben. Genausowenig sind die Vertriebenen aus Ostpreußen, Schlesien usw., Deutsche (GG, Art. 116), und haben daher in Wahrheit keinen "Migrationshintergrund", den sie aber statistisch seit 2005 "verpasst bekommen", weswegen auch die Zahl von angeblich rund 20% Migranten in Deutschland ensteht.

    • khage
    • 24.02.2012 um 11:42 Uhr

    Das, was Sie geschrieben haben fasse ich nicht!
    Sprachlos,
    K.

    vermutlich auch gedacht...

    @5
    das sehe ich ganz genauso...
    WER hat jemals die deutsche Bevoelkerung gefragt ob sie das ueberhaupt will? niemand..
    Politiker und Unternehmer haben einfach der Einwanderung freien lauf gelassen..und die Bevoelkerung kann das nun ausbaden wie immer.
    Wir haetten schon in den 60er Jahren Zeitvertraege gebraucht wie in der Schweiz und seit mindestens 30 Jahren Einwanderungsgesetze wie in den USA, Kanada und Australien.

    Das ist wirklich antidemokratisch.

    Und dann diese Zahlen: "Dass es schon fast zur Hälfte aus Menschen besteht, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden?" Bislang wurden immer "nur" 20% Ausländer/Immigranten zugegeben.

    Ich gebe Ihnen Recht-in diesem Lanfd gibt es bald mehr Ausländer als Deutsche-selbst unsere Politik wird schon von Ausländern mitbestimmt!
    Sagt man hie die Wahrheit wird der Kommentar gekürzt oder gestrichen.
    Vermerk: Bitte tragen sie sachlich zur Diskussion bei-
    Bitte was ist hieran unsachlich?????.

    "Dass es schon zu fast zur Hälfte aus Menschen besteht, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden?"

    Nun mal Butter bei die Fische. In die Kategorie der Statistik fallen auch Westeurpäer und Kinder binationaler Ehen. Mein alter Herr ist zum Beispiel ist Deutschbrite und bis auf die Tatsache das er Englisch akzentfrei spricht, fällt der garnicht auf und dann nur wenn er Englisch spricht. Insofern ist das Problem nicht so groß. Oder denken Sie an die ganzen polnischen Namen, oder die Herren di Fabio oder de Lorenzo oder Frau Feldbusch (keine Ahnung wie die jetzt heißt). Das sind alles gute Deutsche.

    Der Historiker Götz Ali ist überigens türkischstämmig.

    Jeder Einwanderer, der später CDU wählt, ist willkommen. Ohne die erhofften Wählerstimmen hätte es damals keine Wiedervereinigung gegeben. Die Millionen Migranten wurden zugelassen, weil sie ja für irgend jemand als Arbeitskraft Profit bringen. Der Mensch dahinter hat nie jemanden interessiert. Und der Ur-Bundesbürger wundert sich nur.

    Entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zur Diskussion bei. Die Redaktion/mak

    und damit Deutsche, genauso, wie die Westdeutschen. Zusammen stellen sie immer noch mind. 85% Prozent der Deutschen in Deutschland.

    Der Autor spricht stattdessen nur von "Menschen, die nicht in Westdeutschland geprägt wurden", um die Zahl klein zu halten, er setzt die Ostdeutschen so mit Ausländern, resp. Einwanderern gleich, was aber nicht der Fall ist; siehe oben. Genausowenig sind die Vertriebenen aus Ostpreußen, Schlesien usw., Deutsche (GG, Art. 116), und haben daher in Wahrheit keinen "Migrationshintergrund", den sie aber statistisch seit 2005 "verpasst bekommen", weswegen auch die Zahl von angeblich rund 20% Migranten in Deutschland ensteht.

    • khage
    • 24.02.2012 um 11:42 Uhr

    Das, was Sie geschrieben haben fasse ich nicht!
    Sprachlos,
    K.

    • Chilly
    • 23.02.2012 um 17:53 Uhr

    da er in dem fraglichen Interview klar und eindeutig dessen biologistischen/genetischen Ansatz klar und deutlich abgelehnt hat. Die Basis für die Kritik an ihm selbst hat er letztlich lediglich dadurch gelegt, dass er Sarrazin Mut attestiert hat, ein heikles und für die Politik "unangenehmes Thema" in der Öffentlichkeit angesprochen zu haben. Dies war sicher nicht wirklich geschickt, macht Gauck aber inhaltlich in keinster Weise zum Parteigänger Sarrazins.

    Was Angela Merkel betrifft. Wer auf Parteitagen etc. die größen Jubelstürme dafür bekommen hat, wenn der Satz fiel "Multi-kulti hat versagt", der riskiert nicht, sich mit den eigenen Leuten anzulegen. Zwar unterdrückt die Union seit ein paar Jahren den Begriff der Leitkultur, pflegt diesen mit der Umschreibung der christlich-jüdischen Tradition und der Notwendigkeit des Spracherwerbs unter freundlicherem und scheinbar politisch korrektem Sprachgebrauch. Ansonsten bleibt die Union inhaltlich weitgehend unkonkret, außer dass die Türkei nicht Vollmitglied der EU werden soll. Lediglich Wulff hat mit seinem Satz, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre, diese Sprachregelung gestört. Wulff ist weg, Merkel macht daher dieses "Fass" nicht neu auf. Machttaktikerin Merkel sägt doch keinesfalls selbst am eigenen Stuhl.

    Ferner ist Empathie nicht die große Stärke der Kanzlerin. Daher war ihre - wie üblich - recht kühle Art nicht überraschend.

    CHILLY

    16 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wie wahr !
    Wie ich schon einmal geschrieben habe, bin ich befreundet mit einem deutschen Staatsbürger, der vor 25 Jahren als Arbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam. Er betreibt mit seiner Frau einen Kiosk, ist hochgebildet, sicher auch durch die Bücher und Zeitschriften, die er vertreibt.
    Er hatte sich glatt geweigert, Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" zu verkaufen.
    Nun fragt er, warum saß Gauck in der ersten Reihe. Er ist doch noch gar nicht Bundespräsident. Warum erwähnte er überhaupt Sarrazin. Auch wenn er beim genaueren Lesen, Sarrazins Thesen zum Teil widerspricht, er weckt da alte Geister, obwohl ihn niemand danach gefragt hat.
    Ich traue ihm nicht...Gauck treibt da ein gefährliches Spiel. Ich glaube, mein Bundespräsident wird er nicht.

    Meiner auch nicht, als durch und durch arischer deutscher Staatsbürger, auf deren Wurzeln ich historisch gesehen gar nicht so stolz bin, weil wir Westfalen so blöd waren, die Römer zu schlagen als die Rheinländer schon längst mit ihnen Wein tranken und Handel trieben.

    Wie wahr !
    Wie ich schon einmal geschrieben habe, bin ich befreundet mit einem deutschen Staatsbürger, der vor 25 Jahren als Arbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam. Er betreibt mit seiner Frau einen Kiosk, ist hochgebildet, sicher auch durch die Bücher und Zeitschriften, die er vertreibt.
    Er hatte sich glatt geweigert, Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" zu verkaufen.
    Nun fragt er, warum saß Gauck in der ersten Reihe. Er ist doch noch gar nicht Bundespräsident. Warum erwähnte er überhaupt Sarrazin. Auch wenn er beim genaueren Lesen, Sarrazins Thesen zum Teil widerspricht, er weckt da alte Geister, obwohl ihn niemand danach gefragt hat.
    Ich traue ihm nicht...Gauck treibt da ein gefährliches Spiel. Ich glaube, mein Bundespräsident wird er nicht.

    Meiner auch nicht, als durch und durch arischer deutscher Staatsbürger, auf deren Wurzeln ich historisch gesehen gar nicht so stolz bin, weil wir Westfalen so blöd waren, die Römer zu schlagen als die Rheinländer schon längst mit ihnen Wein tranken und Handel trieben.

  4. vermutlich auch gedacht...

    9 Leser-Empfehlungen
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    ... aber zu spät ;-)

    ich hoffe doch für uns nicht auf die gleiche perspektive ...

    ... aber zu spät ;-)

    ich hoffe doch für uns nicht auf die gleiche perspektive ...

  5. Gauck warnte vor „Überfremdung“ und Stadtvierteln mit “allzu vielen Zugewanderten und allzu wenigen Altdeutschen”. Er attestierte Sarrazin Mut und sagte in diesem Kontext,dass "ihre Sprache [die,der Politiker] der politischen Korrektheit bei den Menschen das Gefühl weckt, dass die wirklichen Probleme verschleiert werden sollen."
    Vor dem Hintergrund, dass in Teilen der Republik national befreite Zonen errichtet wurden, sind solche Aussagen mehr als fahrlässig.

    18 Leser-Empfehlungen
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    Jedes Wort stimmt. Man kann nur hoffen, daß der alte Kämpe sich nicht von der Berliner Kamarilla den Schneid abkaufen läßt.

    • js.b
    • 23.02.2012 um 18:26 Uhr

    Wieder mal ein stramm linker Kommentar, Herr Bangel, der leider an völlig unangebrachter Stelle und ein weiteres Mal "die Sarrazins dieser Republik" (definieren Sie das bitte mal genau) in einen Topf schmeißt, mit brauner Soße übergießt, draufspuckt und kräftig durchrührt. Sie tun dem Anliegen derjenigen, die Fremdenfeindlichkeit bekämpfen möchten, damit keinen Gefallen. Und ganz nebenbei, einer der beiden Kommentare, auf die Sie sich beziehen, ist schon wieder gelöscht worden - nachweislich völlig grundlos, er ist nur nicht auf Linie Ihres Artikels. Das ist verwerflich, und ähnliches ist heute bereits in einem anderen Artikel zum selben Thema auf diesen Seiten passiert.

    @Mary Poppins: Andersrum wird ein Schuh draus. Wer tatsächlich existierende Probleme verharmlost und nicht ausspricht, ist mitschuldig, wenn die Leute denjenigen hinterherlaufen, die radikale Stammtischparolen ausgeben, einfache Lösungen präsentieren wollen und - im schlimmsten Fall - "national befreite Zonen" in der ostdeutschen Provinz zu etablieren versuchen. Der Missbrauch des Themas durch braune Idioten darf kein Grund sein, tatsächliche Probleme nicht anzugehen, wie es jahrelang der Fall war. Was Herr Gauck gesagt hat, ist daher zu 100% zu unterschreiben. Ansonsten empfehle ich den Artikel "Wie Gauck durch halbe Zitate zum Sarrazin-Kumpel wird", siehe http://www.medien-monitor....

    Genau diese Tatsache, das sie (die Politiker) eben nicht deutlich sagen, dass es national befreite Zonen gibt, sondern genau diesen Umstand mit Ihrer politisch korrekten Wortwahl verschleiern, ist es die Herr Gauck anspricht. Also ist er doch voll bei Ihnen werte Mary Poppins.
    Und genau das, dass es in jedem Viertel immer alteingesessene Deutsche gibt, ist es doch was Integraton bedeutet. Und eben genau nicht, dass Viertel entstehen in dem es überhaupt keine Mischung gibt. Also ist Herr Gauck doch auch voll bei Ihnen.
    Diese Wortklauberei ist das eigentliche Problem. Er hat das Wort Mut benutzt. Au weiha... Aber im Zusammenhang gesehen macht das gar nichts aus. Aber wer immer nur was zu meckern sucht, dem kommt sowas gerade recht. Und damit Ihnen mein Standpunkt nicht allzusehr Unbehagen bereitet, hier Ihre Ausstiegsklausel und Meckervorlage: Feige!

    Was ich befürchte: Gauck wird allzuviele einlullen.

    Wenn er das schon bei Precht geschafft hat(s. Anne Will), lässt das Schlimmes ahnen.

    Jedes Wort stimmt. Man kann nur hoffen, daß der alte Kämpe sich nicht von der Berliner Kamarilla den Schneid abkaufen läßt.

    • js.b
    • 23.02.2012 um 18:26 Uhr

    Wieder mal ein stramm linker Kommentar, Herr Bangel, der leider an völlig unangebrachter Stelle und ein weiteres Mal "die Sarrazins dieser Republik" (definieren Sie das bitte mal genau) in einen Topf schmeißt, mit brauner Soße übergießt, draufspuckt und kräftig durchrührt. Sie tun dem Anliegen derjenigen, die Fremdenfeindlichkeit bekämpfen möchten, damit keinen Gefallen. Und ganz nebenbei, einer der beiden Kommentare, auf die Sie sich beziehen, ist schon wieder gelöscht worden - nachweislich völlig grundlos, er ist nur nicht auf Linie Ihres Artikels. Das ist verwerflich, und ähnliches ist heute bereits in einem anderen Artikel zum selben Thema auf diesen Seiten passiert.

    @Mary Poppins: Andersrum wird ein Schuh draus. Wer tatsächlich existierende Probleme verharmlost und nicht ausspricht, ist mitschuldig, wenn die Leute denjenigen hinterherlaufen, die radikale Stammtischparolen ausgeben, einfache Lösungen präsentieren wollen und - im schlimmsten Fall - "national befreite Zonen" in der ostdeutschen Provinz zu etablieren versuchen. Der Missbrauch des Themas durch braune Idioten darf kein Grund sein, tatsächliche Probleme nicht anzugehen, wie es jahrelang der Fall war. Was Herr Gauck gesagt hat, ist daher zu 100% zu unterschreiben. Ansonsten empfehle ich den Artikel "Wie Gauck durch halbe Zitate zum Sarrazin-Kumpel wird", siehe http://www.medien-monitor....

    Genau diese Tatsache, das sie (die Politiker) eben nicht deutlich sagen, dass es national befreite Zonen gibt, sondern genau diesen Umstand mit Ihrer politisch korrekten Wortwahl verschleiern, ist es die Herr Gauck anspricht. Also ist er doch voll bei Ihnen werte Mary Poppins.
    Und genau das, dass es in jedem Viertel immer alteingesessene Deutsche gibt, ist es doch was Integraton bedeutet. Und eben genau nicht, dass Viertel entstehen in dem es überhaupt keine Mischung gibt. Also ist Herr Gauck doch auch voll bei Ihnen.
    Diese Wortklauberei ist das eigentliche Problem. Er hat das Wort Mut benutzt. Au weiha... Aber im Zusammenhang gesehen macht das gar nichts aus. Aber wer immer nur was zu meckern sucht, dem kommt sowas gerade recht. Und damit Ihnen mein Standpunkt nicht allzusehr Unbehagen bereitet, hier Ihre Ausstiegsklausel und Meckervorlage: Feige!

    Was ich befürchte: Gauck wird allzuviele einlullen.

    Wenn er das schon bei Precht geschafft hat(s. Anne Will), lässt das Schlimmes ahnen.

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