Duisburg: Eine Stadt atmet auf
Duisburg hat Adolf Sauerland abgewählt, die Symbolfigur der Loveparade-Katastrophe. Warum der Rathauschef sich diese Schmach zumutete, bleibt unklar.
Sogar bei seinem letzten Auftritt lassen sie ihn nicht in Ruhe. Als Adolf Sauerland, der nun abgewählte Oberbürgermeister, die paar Schritte von seinem Auto zum Rathaus läuft, das so viel Jahre sein Rathaus war, muss er vorbei an seinen feiernden Gegnern. Rund 50 jubelnde Duisburger stehen da, sie schießen Raketen in die Luft.
Unter Buhrufen bahnt sich Sauerland den Weg, stellt sich dann ein letztes Mal vor die blaue Wand mit dem Logo seiner Stadt. Dann spricht er, mit stockender Stimme, schwer atmend. Dass er das Votum der Bürger natürlich akzeptiere, auch wenn er sich "ziemlich sicher" gewesen sei, dass es anders ausgeht. Kaum drei Minuten dauert seine letzte Rede. Die Loveparade gehöre genauso wie "kommunalpolitische Erfolge" zu seiner Amtszeit, sagt Sauerland. Von eigenen Fehlern kein Wort, auch heute nicht. Er schließt mit den Worten: "Gott schütze die Stadt Duisburg." Dann verschwindet er so schnell, wie er gekommen war. Es ist der unspektakuläre Schlusspunkt einer anderthalbjährigen, unseligen Hängepartie.
129.626 Duisburger haben sich an diesem Sonntag gegen ihren umstrittenen Oberbürgermeister gestellt. Das sind mehr als 85 Prozent aller abgegeben Stimmen und rund 35,52 Prozent aller Wahlberechtigten. Damit haben die Duisburger Abwähler das erforderliche Quorum von 25 Prozent so deutlich übertroffen, wie es selbst die größten Optimisten unter ihnen kaum zu hoffen gewagt hatten. Zum ersten Mal in der Geschichte Nordrhein-Westfalens haben Bürger ihr eigenes Stadtoberhaupt direkt aus dem Amt gewählt. Ein Vorgang, der in seiner Einzigartigkeit passt zum so einzigartigen Schicksal Duisburgs in den vergangenen knapp 20 Monaten, seit jener Katastrophe am 24. Juli 2010, als bei der Loveparade 21 Menschen starben.
Dabei war der selbst Wahltag noch geprägt von nervöser Spannung, besonders bei den Abwahl-Initiatoren selbst. Im Rathaus, wohin man sie geladen hatte, liefen sie von Grüppchen zu Grüppchen, wurden von Journalisten belagert. So aufgedreht waren Sauerlands Gegner, dass sie irgendwann Wetten abschlossen auf das exakte Ergebnis: Fünf Euro Einsatz, der Gewinner bekommt alles. Natürlich tippten sie alle auf Sieg.
Manche weinen vor Erleichterung
Um kurz vor 19 Uhr gingen bereits Gerüchte um, dass Sauerland abgewählt sei, aber offiziell bestätigen wollte es da noch niemand. Man konnte aber Ralf Jäger beobachten, den aus Duisburg stammenden SPD-Innenminister von NRW, wie er im Vorbeigehen bestimmt und vielsagend herübernickte zu Theo Steegmann, einem der Sprecher der Abwahl-Initiative. Jäger, so hörte man später, wusste da wohl bereits Bescheid. Dann vermeldeten erste Medien die Niederlage Sauerlands, aber weil es noch keine offizielle Bestätigung gab, mussten Steegmann und Co. weiter zittern. Als Stadtdirektor Peter Greulich, einer der letzten engen Verbündeten Sauerlands, um kurz nach halb acht das Ergebnis verkündet, explodiert der Jubel im Rathaus. Manche weinen vor Erleichterung.
Später am Abend, nur einige hundert Meter vom Rathaus entfernt, feiern die Sauerland-Gegner in ihrer Stammkneipe ihren Triumph. Mindestens hundert Leute drängen sich hier, sie liegen sich in den Armen und können selbst kaum fassen, wie deutlich sie am Ende gewonnen haben. "Jetzt können wir endlich wieder mit erhobenem Haupt nach vorne blicken", ruft Bündnis-Sprecher Steegmann unter Applaus.
Nach vorne blicken, das tun die Parteien schon. Ralf Jäger kündigt für die SPD an, dass man schon am kommenden Tag die Gespräche "mit allen Kräften, auch der Bürgerinitiative" suchen werde, um einen breiten Konsens für einen Neuanfang zu finden. Eine Vertreterin der Grünen preist ganz grundsätzlich das bürgerschaftliche Engagement und die Linke verbucht die Abwahl kurzerhand als eigenen Erfolg, weil sie auf Landesebene das entsprechende Gesetz angestoßen habe. Auch das ist eine Konsequenz der heutigen Abwahl: Jetzt, wo der übergroße Blitzableiter Sauerland demontiert wurde, werden die alten, normalen Rituale und Gräben der Parteipolitik wieder sichtbarer. Man kann das bedauern, aber in Duisburg hat man in den vergangenen Monaten erfahren, dass es wirklich Schlimmeres gibt.





Zum einen bleibt die Frage offen, wer die zivil- und strafrechtliche Verantwortung für die Katastrophe schlägt. In Deutschland neigt man ja gerne dazu, Menschen in Rente zu schicken, wenn es irgendwo Probleme gibt, aber die Analyse von Ursachen und eine echte Aufarbeitung bleibt auf der Strecke. Niemandem war damti geholfen, dass S. an der Macht blieb, niemandem ist mit seiner Abwahl geholfen. Jetzt kann man aber so weiter machen, als ob nichts gewesen wäre.
Das zweite Problem ist die parteipolitische Nutzung dieser Krise durch die linken Parteien in Duisburg. Sie haben die Kampagne finanziert, aber scheinen ebensowenig Interesse an der Aufklärung zu haben wie die CDU. Die Aufgabe der Opposition ist die Kontrolle der Regierung und hier haben sie ebenfalls versagt. Wie in Köln bleiben hier außer ein paar Bauernopfern nur viele offene Fragen, an deren Aufklärung die Bürgerinitiative offenbar nicht interessiert ist.Inter
...dass die CDU einfach nicht regieren kann. Offenbahr kann man nur am Stuhl kleben, nimmt alle sich bietenden Vorteile mit und versucht hinterher seine Hände nicht nur in Unschuld zu waschen, sondern wittert "Verrat", "Neiderei", "Kampagnen von Ganz Links Außen" oder - hilfsweise - "Medienkampagnen" und sieht den "Untergang des Abendlandes" kommen. Wenn das alles nichts bringt, glaubt man, das "Werk Linker Ausländerfeinde" oder gar "Linker Antisemiten" erkennen zu können. Nur man selbst weiß, worin die Zukunft liegt - dem eigenen Volk unterstellt man dagegen "Zukunftsfeindlichkeit".
Fakt ist: sowohl Adolf Sauerland, als auch Christian Wulff haben in elementaren Bereichen der Politik als "Berufspolitiker" (sic!) versagt. Und mehr noch: sie haben ihre eigene Verantwortung noch nicht einmal eingesehen und einfach weiter gemacht, als sei nichts gewesen.
Und aus nackter Angst, so schnell nun nicht wieder solche Ämter mit Personal des selbsternannten "Bürgerlichen Lagers" besetzen zu können, haben sich die eigenen Parteifreunde wie die Lemminge hinter sie gestellt und sind ihnen gefolgt - bzw. folgen ihnen noch. In Duisburg ist man nun einen entscheidenden Schritt weiter: Sauerland wurde mit klarer Mehrheit abgewählt. Die dortige CDU und ihre Freunde erweisen sich in ihrer Wut, Enntäuschung und Verzweiflung als schlechte Verlierer - und suchen die Schuld natürlich bei den Anderen. Auch da bleibt man sich treu.
mir aus der Seele...
Man hat jetzt "den Sündenbock" und jagt ihn in die Wüste - ganz Manier von heute - die Majorität will "DEN SCHULDIGEN"...
Also wird "Geliefert" - dabei spielen hier ja wohl mehr Faktoren ineinander, um nur auf einem "Rücken" abgeladen zu werden - und gut iss!?!...
Die Umstände sind viel komplexer um von "Dem" Schuldigen zu sprechen - aber "es" braucht einen Schuldigen - egal ob damit die tatsächlichen Ursachen/Fakten wirklich geklärt sind/werden oder nicht...
Jetzt atmen vermutlich einige auf, die so im Schatten des "Sündenbocks" weiter unter dem Schweigedeckchen gut behütet weitermachen können...
Wieder einmal ist außer Parteien-Imagepflege nichts geschehen...
Eine Opposition, die ihre Aufgabe als "Kontrollorgan der Regierung" nicht erfüllt ist es auch nicht wert die nächste Regierung zu stellen...
Am Ende wird es wieder eine "Loveparade (man wird dem "Kinde" einen anderen Namen geben - "the show goes on - doesn't matter who pays for"...
Wäre ich ein Angehöriger eines der Opfer - ich würde sagen: "Damit ist keinem der zu Tode gekommenen geholfen - sie haben eine echte "Aufklärungsarbeit" verdient"...
"Dies sollt ihr IHNEN schulden - damit dieses Unglück wenigstens dafür gut war, um ein weiteres dieser Art zu verhindern"...
Ihnen Alles Gute und liebe Grüße
Angesichts der Opfer und des Leids ist es mehr als unwuerdig, wenn das zu politischen Zwecken missbraucht wird. es geht offensichtlichin erster Linie darum, einen politischen Gegner der Gruenen und Linken abzuschiessen. Wo ist die juristische Aufarbeitung?
Ich bin kein Parteigaenger der CDU. Solche tragischen Ereignisse sollten aber nicht politisch instrumentalisiert werden.
...dass die CDU einfach nicht regieren kann. Offenbahr kann man nur am Stuhl kleben, nimmt alle sich bietenden Vorteile mit und versucht hinterher seine Hände nicht nur in Unschuld zu waschen, sondern wittert "Verrat", "Neiderei", "Kampagnen von Ganz Links Außen" oder - hilfsweise - "Medienkampagnen" und sieht den "Untergang des Abendlandes" kommen. Wenn das alles nichts bringt, glaubt man, das "Werk Linker Ausländerfeinde" oder gar "Linker Antisemiten" erkennen zu können. Nur man selbst weiß, worin die Zukunft liegt - dem eigenen Volk unterstellt man dagegen "Zukunftsfeindlichkeit".
Fakt ist: sowohl Adolf Sauerland, als auch Christian Wulff haben in elementaren Bereichen der Politik als "Berufspolitiker" (sic!) versagt. Und mehr noch: sie haben ihre eigene Verantwortung noch nicht einmal eingesehen und einfach weiter gemacht, als sei nichts gewesen.
Und aus nackter Angst, so schnell nun nicht wieder solche Ämter mit Personal des selbsternannten "Bürgerlichen Lagers" besetzen zu können, haben sich die eigenen Parteifreunde wie die Lemminge hinter sie gestellt und sind ihnen gefolgt - bzw. folgen ihnen noch. In Duisburg ist man nun einen entscheidenden Schritt weiter: Sauerland wurde mit klarer Mehrheit abgewählt. Die dortige CDU und ihre Freunde erweisen sich in ihrer Wut, Enntäuschung und Verzweiflung als schlechte Verlierer - und suchen die Schuld natürlich bei den Anderen. Auch da bleibt man sich treu.
mir aus der Seele...
Man hat jetzt "den Sündenbock" und jagt ihn in die Wüste - ganz Manier von heute - die Majorität will "DEN SCHULDIGEN"...
Also wird "Geliefert" - dabei spielen hier ja wohl mehr Faktoren ineinander, um nur auf einem "Rücken" abgeladen zu werden - und gut iss!?!...
Die Umstände sind viel komplexer um von "Dem" Schuldigen zu sprechen - aber "es" braucht einen Schuldigen - egal ob damit die tatsächlichen Ursachen/Fakten wirklich geklärt sind/werden oder nicht...
Jetzt atmen vermutlich einige auf, die so im Schatten des "Sündenbocks" weiter unter dem Schweigedeckchen gut behütet weitermachen können...
Wieder einmal ist außer Parteien-Imagepflege nichts geschehen...
Eine Opposition, die ihre Aufgabe als "Kontrollorgan der Regierung" nicht erfüllt ist es auch nicht wert die nächste Regierung zu stellen...
Am Ende wird es wieder eine "Loveparade (man wird dem "Kinde" einen anderen Namen geben - "the show goes on - doesn't matter who pays for"...
Wäre ich ein Angehöriger eines der Opfer - ich würde sagen: "Damit ist keinem der zu Tode gekommenen geholfen - sie haben eine echte "Aufklärungsarbeit" verdient"...
"Dies sollt ihr IHNEN schulden - damit dieses Unglück wenigstens dafür gut war, um ein weiteres dieser Art zu verhindern"...
Ihnen Alles Gute und liebe Grüße
Angesichts der Opfer und des Leids ist es mehr als unwuerdig, wenn das zu politischen Zwecken missbraucht wird. es geht offensichtlichin erster Linie darum, einen politischen Gegner der Gruenen und Linken abzuschiessen. Wo ist die juristische Aufarbeitung?
Ich bin kein Parteigaenger der CDU. Solche tragischen Ereignisse sollten aber nicht politisch instrumentalisiert werden.
Ich muss mal fragen, da ich nicht so tief in der Materie drin stecke. Es scheint ja, als wollte Hr. Sauerland unbedingt diese Loveparade. Ok, aber das ist ja erst mal ok und weist grundsätzlich keine Verantwortlichkeit für die Tragödie auf. Ich bitte jetzt einfach nur um Erklärung: Gibt es denn wirklich Fakten dafür, dass der Mann verantwortlich für das alles ist? Ich habe noch im Kopf, dass es da einen Fitness-Unternehmer gibt, seltsame Stadträte, bizarre Genehmigungen und laues Verhalten von Sicherheitskräften, Polizei, Feuerwehr etc. Ging das alles über seinen Tisch und er hat immer brav abgehakt? Oder ist der Hr. Sauerland jetzt das bekannte "Bauernopfer"? Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass er ganz alleine für diese Tragödie verantwortlich sein soll.
Danke im voraus
Wer in seinem Leben schon mal unter hierachischen Strukturen gearbeitet hat, weiß, wie Entscheidungsfindung läuft: Der Boss sagt, was um jeden Preis realisiert werden muss und die, die das (wie auch immer)realisieren, halten ihren Kopf dafür hin. Genau so war es auch in Duisburg: Die Bochumer Bürgermeisterin, die aufgrund ungeeigneter räumlicher Verhältnisse der Love-Parade einen Korb gegeben hatte, wurde mit Häme und Spott aus dem Keis ihrer toughen CDU-Kollegen überschüttet. Der Polizeipräsident, der aufgrund des in Duisburg zur Verfügung stehenden Geländes strikt gegen die Ausrichtung der Massenveanstaltung war, wurde in den Vorruhestand geschickt. Die Bedenkenträger im Baudezernat wurden mit der Begründung, hier handele es sich um eine Chefsache, in ihre Schranken verwiesen. Der gesunde Menschenverstand, der bei einer einzigen Besichtigung des Geländes, seiner Umkesselung und dessen Zugangsmöglichkeiten JEDEM deutlich machen musste, dass eine emotionsgeladene Massenveranstaltung hier auf gar keinen Fall ohne dass es zu einer Katastrophe kommt, stattfinden kann- das wäre selbst bei Kirchentagsbesuchern passiert!- wurde bei ALLEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGERN konsequent ausgeschaltet. Die Gier nach Gewinn und Reputation und die Unkenntnis, wie eine solche Veranstaltung abläuft (Herr S. war sicher noch nie Teilnehmer einer Love-Parade)haben diese Katastrophe billigend in Kauf genommen - aber hinterher von all dem nichs mehr gewusst...
... durch die Staatsanwaltschaft geführt wird - und zwar gegen
Beschuldigte aus den Bereichen Stadtverwaltung Duisburg,
Veranstalter und Polizei, nicht etwa gegen Herrn Sauerland! -
jemals etwas herauskommen wird (im Sinne einer individuellen
Schuldfeststellung nebst entsprechender Anklageerhebung),
steht in den Sternen. In einer solchen Situation neigen
deutsche Wutbürger regelmäßig dazu, sich einen Sündenbock,
auch Prügelknabe genannt, zu suchen. Und wer bot sich dafür
in geradezu idealer Weise, einerseits durch seinen (von ihm selbst so eingestanden) unsensiblen Umgang mit der Katastrophe, ihren Opfern und deren Hinterbliebenen, andererseits aufgrund seiner Eignung, auf dem Herdfeuer
seiner Abwahl ein leckeres (partei-)politisches Süppchen zu kochen, an? Der Sauerland natürlich.
http://linksunten.indymed...
Bitte die Anlage 25 beachten und ie handschriftlichen Zusätze.
Lopavent! Das gibt einem schon sehr zu denken -.-
"Herr Rabe stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der OB die Veranstaltung wünsche und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse."
Themen :
Brandschutzkonzept, Beschränkte Anzahl von Besuchern und Entfluchtung.
http://linksunten.indymed...
Politisch steckt der OB da voll mit drin.
Aber natürlich hat ein OB Untergebene, die Ihre Unterschriften leisten müssen.
http://www.derwesten.de/s...
"Chronik einer angekündigten Katastrophe" - bislang die beste Zusammenfassung der Ereignisse, die ich gelesen habe.
"Seit der Absage von Bochum befürchten Sicherheitsfachleute, dass Duisburg zu klein sei, die Veranstaltung durchzusetzen. Spezialisten von Feuerwehr und Polizei warnen vor einer Katastrophe.
Besonders hart trifft es eine leitende Mitarbeiterin im Bauamt. Sie soll sich geweigert haben, wie gewünscht die Loveparade durchzuwinken. Sie wird versetzt. Eine unter Adolf Sauerland übliche Praxis, mit kritischen Mitarbeitern umzugehen. Ein Amtsleiter berichtet von „Säuberungswellen“ im Duisburger Rathaus. So sei ein Klima der Angst entstanden.
(...)
Und Wolfgang Rabe, der Ordnungsdezernent, sagt, wo es langgehen soll. Der Oberbürgermeister, Adolf Sauerland eben, wünsche die Veranstaltung. Es müsse eine Lösung gefunden werden. Das Bauamt solle konstruktiv mitarbeiten.
(...)
Unter dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 genehmigt ein untergeordneter Mitarbeiter im Bauamt die Sondernutzung des Güterbahnhofs für die Loveparade. Dabei wird auf zwei dürren Seiten das Baurecht außer Kraft gesetzt. Die Fluchtwege dürfen schmaler ausfallen als im Gesetz vorgeschrieben. (...) Das Recht wurde damit den Örtlichkeiten angepasst."
Sauerland wußte schon, warum ER SELBER nichts unterschrieben hat!!!
auch wenn der oberste Boss nicht direkt eingegriffen hat so ist er doch für seinen Laden verantwortlich. Das gilt für die Wirtschaft aber ganz besonders für die Politik.
Eine weniger arrogante und weltfremde Haltung unmittelbar nach der Katastrophe hätte diese Abwahl wahrscheinlich verhindert.
Wenn der Mann die Verantwortung nach unten delegiert und dies in einem Vertrag von "seinen" Sicherheitsleuten hätte gegenzeichnen lassen, hätte er sich bereits am ersten Tag aus der Schusslinie nehmen können.
Dann wäre es allerdings auch nicht "seine" Loveparade gewesen.
Ein Amt hat Rechte und Pflichten und zu den Pflichten gehört eben auch die Haftung.
Die Staatsanwaltschaft hat dies begriffen, nur kann sie nichts tun, weil sie fremdbestimmt wird. Hier wäre die grosse Frage anzubringen - wieso ist eine Staatsanwaltschaft in Deutschland nicht unabhängig?
PS: Der Fall Wulff liegt ähnlich.
>>> Gibt es denn wirklich Fakten dafür, dass der Mann verantwortlich für das alles ist? <<<
Nein, die gibt es nicht, und er ist in dem juristischen Verfahren auch kein Beschuldigter, es wird nicht ermittelt gegen ihn.
Es gab lediglich ein emotionales Bedürfnis bei einer Bevölkerungsgruppe, dem Mann Schuld zuzuweisen, ihn verantwortlich zu machen, als Sündenbock.
Herr Sauerland, für den ich keine besonderen Sympathien habe, hat das mit Haltung hingekriegt, und sich dem populistischen Druck nicht gebeugt.
Sehr massiv forderte die damalige Oppositionsführerin Hannelore Kraft, dass es möglich gemacht werden muss, die Loveparade in Duisburg durchzuführen nachdem Bochum abgesagt hat. Jetzt hört man nichts mehr von ihr dazu.
Und Herr Pleitgen? Und der rot-rot-grüne Rat der Stadt Duisburg der mit Mehrheit zugestimmt und die LP gewollt hat? Alle verstummt! Der Rat bestimmt und der OB hat das auszuführen. Das ist nun mal so.
Wer in seinem Leben schon mal unter hierachischen Strukturen gearbeitet hat, weiß, wie Entscheidungsfindung läuft: Der Boss sagt, was um jeden Preis realisiert werden muss und die, die das (wie auch immer)realisieren, halten ihren Kopf dafür hin. Genau so war es auch in Duisburg: Die Bochumer Bürgermeisterin, die aufgrund ungeeigneter räumlicher Verhältnisse der Love-Parade einen Korb gegeben hatte, wurde mit Häme und Spott aus dem Keis ihrer toughen CDU-Kollegen überschüttet. Der Polizeipräsident, der aufgrund des in Duisburg zur Verfügung stehenden Geländes strikt gegen die Ausrichtung der Massenveanstaltung war, wurde in den Vorruhestand geschickt. Die Bedenkenträger im Baudezernat wurden mit der Begründung, hier handele es sich um eine Chefsache, in ihre Schranken verwiesen. Der gesunde Menschenverstand, der bei einer einzigen Besichtigung des Geländes, seiner Umkesselung und dessen Zugangsmöglichkeiten JEDEM deutlich machen musste, dass eine emotionsgeladene Massenveranstaltung hier auf gar keinen Fall ohne dass es zu einer Katastrophe kommt, stattfinden kann- das wäre selbst bei Kirchentagsbesuchern passiert!- wurde bei ALLEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGERN konsequent ausgeschaltet. Die Gier nach Gewinn und Reputation und die Unkenntnis, wie eine solche Veranstaltung abläuft (Herr S. war sicher noch nie Teilnehmer einer Love-Parade)haben diese Katastrophe billigend in Kauf genommen - aber hinterher von all dem nichs mehr gewusst...
... durch die Staatsanwaltschaft geführt wird - und zwar gegen
Beschuldigte aus den Bereichen Stadtverwaltung Duisburg,
Veranstalter und Polizei, nicht etwa gegen Herrn Sauerland! -
jemals etwas herauskommen wird (im Sinne einer individuellen
Schuldfeststellung nebst entsprechender Anklageerhebung),
steht in den Sternen. In einer solchen Situation neigen
deutsche Wutbürger regelmäßig dazu, sich einen Sündenbock,
auch Prügelknabe genannt, zu suchen. Und wer bot sich dafür
in geradezu idealer Weise, einerseits durch seinen (von ihm selbst so eingestanden) unsensiblen Umgang mit der Katastrophe, ihren Opfern und deren Hinterbliebenen, andererseits aufgrund seiner Eignung, auf dem Herdfeuer
seiner Abwahl ein leckeres (partei-)politisches Süppchen zu kochen, an? Der Sauerland natürlich.
http://linksunten.indymed...
Bitte die Anlage 25 beachten und ie handschriftlichen Zusätze.
Lopavent! Das gibt einem schon sehr zu denken -.-
"Herr Rabe stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der OB die Veranstaltung wünsche und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse."
Themen :
Brandschutzkonzept, Beschränkte Anzahl von Besuchern und Entfluchtung.
http://linksunten.indymed...
Politisch steckt der OB da voll mit drin.
Aber natürlich hat ein OB Untergebene, die Ihre Unterschriften leisten müssen.
http://www.derwesten.de/s...
"Chronik einer angekündigten Katastrophe" - bislang die beste Zusammenfassung der Ereignisse, die ich gelesen habe.
"Seit der Absage von Bochum befürchten Sicherheitsfachleute, dass Duisburg zu klein sei, die Veranstaltung durchzusetzen. Spezialisten von Feuerwehr und Polizei warnen vor einer Katastrophe.
Besonders hart trifft es eine leitende Mitarbeiterin im Bauamt. Sie soll sich geweigert haben, wie gewünscht die Loveparade durchzuwinken. Sie wird versetzt. Eine unter Adolf Sauerland übliche Praxis, mit kritischen Mitarbeitern umzugehen. Ein Amtsleiter berichtet von „Säuberungswellen“ im Duisburger Rathaus. So sei ein Klima der Angst entstanden.
(...)
Und Wolfgang Rabe, der Ordnungsdezernent, sagt, wo es langgehen soll. Der Oberbürgermeister, Adolf Sauerland eben, wünsche die Veranstaltung. Es müsse eine Lösung gefunden werden. Das Bauamt solle konstruktiv mitarbeiten.
(...)
Unter dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 genehmigt ein untergeordneter Mitarbeiter im Bauamt die Sondernutzung des Güterbahnhofs für die Loveparade. Dabei wird auf zwei dürren Seiten das Baurecht außer Kraft gesetzt. Die Fluchtwege dürfen schmaler ausfallen als im Gesetz vorgeschrieben. (...) Das Recht wurde damit den Örtlichkeiten angepasst."
Sauerland wußte schon, warum ER SELBER nichts unterschrieben hat!!!
auch wenn der oberste Boss nicht direkt eingegriffen hat so ist er doch für seinen Laden verantwortlich. Das gilt für die Wirtschaft aber ganz besonders für die Politik.
Eine weniger arrogante und weltfremde Haltung unmittelbar nach der Katastrophe hätte diese Abwahl wahrscheinlich verhindert.
Wenn der Mann die Verantwortung nach unten delegiert und dies in einem Vertrag von "seinen" Sicherheitsleuten hätte gegenzeichnen lassen, hätte er sich bereits am ersten Tag aus der Schusslinie nehmen können.
Dann wäre es allerdings auch nicht "seine" Loveparade gewesen.
Ein Amt hat Rechte und Pflichten und zu den Pflichten gehört eben auch die Haftung.
Die Staatsanwaltschaft hat dies begriffen, nur kann sie nichts tun, weil sie fremdbestimmt wird. Hier wäre die grosse Frage anzubringen - wieso ist eine Staatsanwaltschaft in Deutschland nicht unabhängig?
PS: Der Fall Wulff liegt ähnlich.
>>> Gibt es denn wirklich Fakten dafür, dass der Mann verantwortlich für das alles ist? <<<
Nein, die gibt es nicht, und er ist in dem juristischen Verfahren auch kein Beschuldigter, es wird nicht ermittelt gegen ihn.
Es gab lediglich ein emotionales Bedürfnis bei einer Bevölkerungsgruppe, dem Mann Schuld zuzuweisen, ihn verantwortlich zu machen, als Sündenbock.
Herr Sauerland, für den ich keine besonderen Sympathien habe, hat das mit Haltung hingekriegt, und sich dem populistischen Druck nicht gebeugt.
Sehr massiv forderte die damalige Oppositionsführerin Hannelore Kraft, dass es möglich gemacht werden muss, die Loveparade in Duisburg durchzuführen nachdem Bochum abgesagt hat. Jetzt hört man nichts mehr von ihr dazu.
Und Herr Pleitgen? Und der rot-rot-grüne Rat der Stadt Duisburg der mit Mehrheit zugestimmt und die LP gewollt hat? Alle verstummt! Der Rat bestimmt und der OB hat das auszuführen. Das ist nun mal so.
Jetzt können die toten endlich in Ruhe ruhen!
freuen sich diejenigen, die sich als Fürsprecher der Toten gerieren, über die Abwahl in ausgelassener Heiterkeit. Wäre ich Opfer dieses Unglücks geworden oder hätte ich durch diese unselige Parade Angehörige verloren, wollte ich mich nicht von solchen marktschreierischen Siegertypen präsentiert sehen. Stilfragen scheinen in Duisburg nur in zweiter Linie eine Rolle zu spielen. Das hat man ja auch unmittelbar nach der Katastrophe am Verhalten aller, also auch der Stadtführung, gesehen.
freuen sich diejenigen, die sich als Fürsprecher der Toten gerieren, über die Abwahl in ausgelassener Heiterkeit. Wäre ich Opfer dieses Unglücks geworden oder hätte ich durch diese unselige Parade Angehörige verloren, wollte ich mich nicht von solchen marktschreierischen Siegertypen präsentiert sehen. Stilfragen scheinen in Duisburg nur in zweiter Linie eine Rolle zu spielen. Das hat man ja auch unmittelbar nach der Katastrophe am Verhalten aller, also auch der Stadtführung, gesehen.
Ich kann mir nur vorstellen, dass der Bürgermeister Adolf Sauermann nur an seinem Stuhl klebte, da er wohl bei einem Rücktritt seine Versorgungsansprüche ganz oder teilweise verwirkt hätte. Armutszeugnis
Wieso Armutszeugnis?
Wenn es A.S unter anderem darum ging, Ansprüche nicht zu verlieren, dann ist das ein nur zu menschliches Verhalten. Hätten SIE denn aus ethischen Motiven heraus ihre eigene Zukunft riskiert? Schließlich hat der Mann eine Familie, die er versorgen muss und gegenüber der er eine Verantwortung trägt.
Als Außenstehenden fällt es natürlich leicht große Töne zu spucken und fordern das Köpfe rollen sollen, aber in seiner Situation zu stecken, ist es alles andere als leicht.
Wenn man Oberbürgermeister ist, dann trägt man Verantwortung für sein handeln. Wer eine PR-Aktion plant, dabei Dilettantismus an den Tag legt und dabei Menschenleben riskiert und Tote zu beklagen hat, der muss seinen Hut nehmen und die politische Verantwortung tragen.
Was bedeutet seine finanzielle Absicherung, wenn Menschen sterben und deren Angehörige um sie trauern? Vielleicht gab es auch Menschen unter den Toten die als Hauptverdiener ihrer Familien ausgefallen sind.
Jetzt hat er vielleicht ein paar Euro, aber das Amt hat er beschädigt und sich erniedrigt.
Wieso Armutszeugnis? Wird doch von höchster Stelle im Staat vorgemacht. Oder was glauben Sie, warum der Wulff nicht demissioniert? Der wäre dann nämlich finanziell erledigt. Und an der Stelle von Herrn Sauerland hätte ich auch nicht eingesehen, das Bauernopfer zu spielen.
Wieso Armutszeugnis?
Wenn es A.S unter anderem darum ging, Ansprüche nicht zu verlieren, dann ist das ein nur zu menschliches Verhalten. Hätten SIE denn aus ethischen Motiven heraus ihre eigene Zukunft riskiert? Schließlich hat der Mann eine Familie, die er versorgen muss und gegenüber der er eine Verantwortung trägt.
Als Außenstehenden fällt es natürlich leicht große Töne zu spucken und fordern das Köpfe rollen sollen, aber in seiner Situation zu stecken, ist es alles andere als leicht.
Wenn man Oberbürgermeister ist, dann trägt man Verantwortung für sein handeln. Wer eine PR-Aktion plant, dabei Dilettantismus an den Tag legt und dabei Menschenleben riskiert und Tote zu beklagen hat, der muss seinen Hut nehmen und die politische Verantwortung tragen.
Was bedeutet seine finanzielle Absicherung, wenn Menschen sterben und deren Angehörige um sie trauern? Vielleicht gab es auch Menschen unter den Toten die als Hauptverdiener ihrer Familien ausgefallen sind.
Jetzt hat er vielleicht ein paar Euro, aber das Amt hat er beschädigt und sich erniedrigt.
Wieso Armutszeugnis? Wird doch von höchster Stelle im Staat vorgemacht. Oder was glauben Sie, warum der Wulff nicht demissioniert? Der wäre dann nämlich finanziell erledigt. Und an der Stelle von Herrn Sauerland hätte ich auch nicht eingesehen, das Bauernopfer zu spielen.
Über die innere Gefühlslage von Herrn Sauerland kann man rätseln, man fragt sich wirklich warum sich jemand diese Lage antut. Aus Egomanie oder infolge eines Amtsverständnisses "bis zum Schluss"?
Wie auch immer, der OB ist natürlich die oberste Behörde der Stadt und er war schnell, auch aufgrund seiner PR-Wirkung, das schwarze Schaf, an dem sich die tragischen Ereignisse in eine "persönliche Verantwortung" kanalisieren ließen.
Natürlich hätte er sofort die Verantwortung übernehmen können, und nach Meinung vieler auch müssen, aber es stellt sich doch die Frage, wer eigentlich Schuld ist an dem Unglück. Oder wer trägt eine Mitschuld:
- Der Veranstalter (und Sponsor), der dieses Event in diesem Umfang wollte und vielleicht ja auch Druck ausgeübt haben könnte auf die genehmigenden Behörden.
- Die Mitarbeiter der Behörden, denn schließlich kommt ja nicht der OB (in keiner Stadt!) und prüft persönlich die Verhältnisse, er verlässt sich auf das Urteil der ihm unterstellten Behörde.
- Letztlich leider auch ein Teil der Besucher. Natürlich kommt es auf die Umstände an, die bauliche Situation im Tunnel etc. aber ganz grundsätzlich muss man sich als Mensch auch mal fragen, wie man sich in Situationen verhält, ob in Einzelfällen auch Drogen und Alkohol nicht derartige Situationen verstärken.
Ich denke der OB hat viel falsch gemacht und es wäre auch richtig vom Amt zurückzutreten, aber die Angehörigen hatten so auch ein schnelles Feinbild, an dem sich viel Hass etc. abreagierte.
also, im klartext: wasser ist nass und der papst katholisch!
verzeihen sie meinen direkten ton, aber sie haben viel geschrieben und nichts gesagt. dass die staatsanwaltschaft nach wie vor die schuldfrage klärt ist allen beteiligten bekannt und muß nicht extra erwähnt werden. es ging bei der causa sauerland nur um diese eine frage: wer trägt und übernimmt verantwortung?
wer schuld ist steht auf einem ganz anderen blatt papier, darum ging es hier nie!
hier geht es einmal mehr um die frage mit welcher moral einige menschen ihr amt ausführen. sich feiern lassen wenns gut geht, nichts damit zu tun zu haben wenn schlecht geht!
und die sondervergütungen die einem in gewissen positionen zustehen werden ja letztlich auch nicht mit der besonders harten arbeit oder wertschöpfung gerechtfertigt, sondern mit der besonderen verantwortung welche die position inne hat.....
also, im klartext: wasser ist nass und der papst katholisch!
verzeihen sie meinen direkten ton, aber sie haben viel geschrieben und nichts gesagt. dass die staatsanwaltschaft nach wie vor die schuldfrage klärt ist allen beteiligten bekannt und muß nicht extra erwähnt werden. es ging bei der causa sauerland nur um diese eine frage: wer trägt und übernimmt verantwortung?
wer schuld ist steht auf einem ganz anderen blatt papier, darum ging es hier nie!
hier geht es einmal mehr um die frage mit welcher moral einige menschen ihr amt ausführen. sich feiern lassen wenns gut geht, nichts damit zu tun zu haben wenn schlecht geht!
und die sondervergütungen die einem in gewissen positionen zustehen werden ja letztlich auch nicht mit der besonders harten arbeit oder wertschöpfung gerechtfertigt, sondern mit der besonderen verantwortung welche die position inne hat.....
Auf welch dünnen Beinchen die Zivilisatiion steht, demonstriert (zumindest für Außenstehende) die Abwahl des Sauerland.
Atavistisch magische Attribuierung von Schuld! Wo nach Normen aufgeklärter Zivilstrukturen keine Schuld besteht.
So werden in Duisburg und anderen entlegenen Gegenden dieser Erde die Schamanen fortgejagt oder aufgefressen, wenn sich die Wünsche des Kollektivs an die umgebende Natur nicht erfüllen.
>> Atavistisch magische Attribuierung von Schuld! Wo nach Normen aufgeklärter Zivilstrukturen keine Schuld besteht. <<
... nicht um Schuld, es geht um Verantwortung. Der Bürgermeister, der die Veranstaltung gewollt hat, trägt dafür die Verantwortung, aber ganz sicher nicht die alleinige Schuld.
Die Schuldfrage wird letztendlich nicht vollständig zu klären sein, wenn Anordnungen nicht schriftlich erteilt wurden. Hier kann man nur vermuten - ein "der Bürgermeister will aber" kann schon dafür sorgen, dass Bedenken unter den Tisch fallen.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag
Er muss daher wiederholt werden:
"Auf welch dünnen Beinchen die Zivilisatiion steht, demonstriert (zumindest für Außenstehende) die Abwahl des Sauerland.
Atavistisch magische Attribuierung von Schuld! Wo nach Normen aufgeklärter Zivilstrukturen keine Schuld besteht.
So werden in Duisburg und anderen entlegenen Gegenden dieser Erde die Schamanen fortgejagt oder aufgefressen, wenn sich die Wünsche des Kollektivs an die umgebende Natur nicht erfüllen."
In der Tat. Die Abwahl ist ein eigentlich peinlicher Vorgang für die, die meinen, in einer fortschrittlichen Kultur auf hohem Niveau zu leben. Weit gefehlt.
Der Mann wäre von denselben Menschen als Held von Duisburg gefeiert worden, wenn dieses Unglück nicht passiert wäre, das letztlich durch eine Aneinanderreihung unseliger, sich aus mangelnder Achtsamkeit vieler - auch der Opfer - ergebender Umstände ergab.
>> Atavistisch magische Attribuierung von Schuld! Wo nach Normen aufgeklärter Zivilstrukturen keine Schuld besteht. <<
... nicht um Schuld, es geht um Verantwortung. Der Bürgermeister, der die Veranstaltung gewollt hat, trägt dafür die Verantwortung, aber ganz sicher nicht die alleinige Schuld.
Die Schuldfrage wird letztendlich nicht vollständig zu klären sein, wenn Anordnungen nicht schriftlich erteilt wurden. Hier kann man nur vermuten - ein "der Bürgermeister will aber" kann schon dafür sorgen, dass Bedenken unter den Tisch fallen.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag
Er muss daher wiederholt werden:
"Auf welch dünnen Beinchen die Zivilisatiion steht, demonstriert (zumindest für Außenstehende) die Abwahl des Sauerland.
Atavistisch magische Attribuierung von Schuld! Wo nach Normen aufgeklärter Zivilstrukturen keine Schuld besteht.
So werden in Duisburg und anderen entlegenen Gegenden dieser Erde die Schamanen fortgejagt oder aufgefressen, wenn sich die Wünsche des Kollektivs an die umgebende Natur nicht erfüllen."
In der Tat. Die Abwahl ist ein eigentlich peinlicher Vorgang für die, die meinen, in einer fortschrittlichen Kultur auf hohem Niveau zu leben. Weit gefehlt.
Der Mann wäre von denselben Menschen als Held von Duisburg gefeiert worden, wenn dieses Unglück nicht passiert wäre, das letztlich durch eine Aneinanderreihung unseliger, sich aus mangelnder Achtsamkeit vieler - auch der Opfer - ergebender Umstände ergab.
Nun wissen wir, dass es anderthalb Jahre zu spät war, dass er von seinem Amt als OB von Duisburg zurückgetreten ist. Trotzdem ist dieser Tag auch eine Zäsur für die Deutsche Demokratie. In Frankreich werden bei unverantwortlichen Handeln die Bürgermeister, im wahrsten Sinne des Wortes, aus ihren Ämtern gejagt. In Deutschland darf der OB nach einem langen staatlichen Prozess (Bürgerentscheid) abgewählt werden.
„Das ist ein guter Tag für die Demokratie“
Wir wissen aber auch, dass unser jetziger Innenmister Ralf Jäger (SPD) eine Mitverantwortung trägt. Und genau diese Innenminister freut sich wie ein Schneekönig über die Abwahl Sauerlands. Jener Innenminister, der immer noch seine eigene - nicht aufgeklärte Spendenaffäre - am Hacken hat. http://www.sueddeutsche.d...
„Demokratisches Element“
Nun können wir uns auch Hoffnung machen, dass unser Innenminister Jäger zurücktritt. Gründe gibt es reichlich. Einer ist wegen dem Spendenskandal und der andere ist, wegen Unfähigkeit im Amt.
Der Eine geht, der Andere bleibt?
Das befriedigt die wunde Seele.Hat man einen Schuldigen dem man alle Verantwortung zuschustern kann.
Er allein ist schuld.Nicht die Menschen die sich im Pulk ohne Rücksicht völlig undiszipliniert verhalten haben.Nicht die Duisburger die es verpasst haben das Ansinnen die Parade zu holen noch rechtzeitig zu vereiteln.
Nicht die,die trotzdem zur Veranstaltung gingen,obwohl sie wussten,dass Masenveranstaltungen im Falle einer Massenpanik immer auch zur tödlichen Falle werden können.
Ich bin wahrlich kein Freund der CDU.Aber das was hier stattfand,lässt meinen Glauben an mein Volk doch wieder ganz erheblich sinken.
Und es ist wieder mal typisch die Kollektivschuld auf einen "Einzeltäter" zu schieben.
http://www.youtube.com/wa...
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich Ihrerseits mit sachlichen Argumenten an der Diskussion des konkreten Artikelthemas. Danke, die Redaktion/lv
"Da werden Menschen zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz.Noch zuckend,mit des Pöbels Zähnen,zerreißen sie des Feindes Herz!"(frei nach Schiller).Einer muss ja schuld sein dafür,dass Menschen, die sich nur in Massen wohlfühlen,und Panik damit billigend in Kauf nehmen,sich wieder wohlfühlen können.
Poveri illusi!
Bei einem derartig ignoranten und die Opfer verhöhnenden Kommentar kann man nur Dieter Nuhr zitieren: "Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal Fresse halten." Und Sie haben ganz offenbar nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung, wovon Sie reden.
Bei einer Situation wie sie sich in Duisburg abspielte sind Rücksicht und Disziplin völlig irrelevant - die Menschen starben, weil sie so eng zusammengepresst waren, dass ihnen die Luft zum Atmen fehlte, und die verzweifelten Versuche der einen, sich die lebensnotwenigen paar Zentimeter Platz zu schaffen, den Anderen diesen Platz nahmen.
Und es ist sehr genau bekannt, wie man solche Situationen auf Massenveranstaltungen vermeidet: indem man den Zu- und Abfluss von Menschen in geschlossene Räume so abstimmt so dass es nicht zu eng wird, und Notausgänge bereit hält. Und falls dies an einem Ort nicht möglich ist, darf dort keine Massenveranstaltung stattfinden. Auf dem Duisburger Loveparade-Gelände war letzteres ganz klar der Fall, und es gab mehrere Verantwortliche, die klar davor gewarnt haben. Sie wurden gezielt mundtot gemacht, von Sauerlands Apparat, auf sein Geheiß hin.
Und niemand hat behauptet, Sauerland allein sei Schuld - die juristischen Verfahren laufen, aber er trägt ganz klar einen beträchtlichen Teil der Schuld weil seine Stadtverwaltung auf seinen Willen hin eine Veranstaltung genehmigte die nach allen Regeln niemals hätte genehmigt werden dürfen, mit den bekannten Folgen.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich Ihrerseits mit sachlichen Argumenten an der Diskussion des konkreten Artikelthemas. Danke, die Redaktion/lv
"Da werden Menschen zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz.Noch zuckend,mit des Pöbels Zähnen,zerreißen sie des Feindes Herz!"(frei nach Schiller).Einer muss ja schuld sein dafür,dass Menschen, die sich nur in Massen wohlfühlen,und Panik damit billigend in Kauf nehmen,sich wieder wohlfühlen können.
Poveri illusi!
Bei einem derartig ignoranten und die Opfer verhöhnenden Kommentar kann man nur Dieter Nuhr zitieren: "Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal Fresse halten." Und Sie haben ganz offenbar nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung, wovon Sie reden.
Bei einer Situation wie sie sich in Duisburg abspielte sind Rücksicht und Disziplin völlig irrelevant - die Menschen starben, weil sie so eng zusammengepresst waren, dass ihnen die Luft zum Atmen fehlte, und die verzweifelten Versuche der einen, sich die lebensnotwenigen paar Zentimeter Platz zu schaffen, den Anderen diesen Platz nahmen.
Und es ist sehr genau bekannt, wie man solche Situationen auf Massenveranstaltungen vermeidet: indem man den Zu- und Abfluss von Menschen in geschlossene Räume so abstimmt so dass es nicht zu eng wird, und Notausgänge bereit hält. Und falls dies an einem Ort nicht möglich ist, darf dort keine Massenveranstaltung stattfinden. Auf dem Duisburger Loveparade-Gelände war letzteres ganz klar der Fall, und es gab mehrere Verantwortliche, die klar davor gewarnt haben. Sie wurden gezielt mundtot gemacht, von Sauerlands Apparat, auf sein Geheiß hin.
Und niemand hat behauptet, Sauerland allein sei Schuld - die juristischen Verfahren laufen, aber er trägt ganz klar einen beträchtlichen Teil der Schuld weil seine Stadtverwaltung auf seinen Willen hin eine Veranstaltung genehmigte die nach allen Regeln niemals hätte genehmigt werden dürfen, mit den bekannten Folgen.
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