Präsidenten-Vereidigung: Gauck bezirzt selbst seine Gegner
Applaus von CSU bis Linke: Der neue Bundespräsident zeigt zur Vereidigung, wie er unterschiedliche Menschen begeistern kann. Aber auch, was er von ihnen erwartet. Von M. Schlieben
Was für ein schöner Freitagvormittag. Die Sonne scheint ins Reichstagsgebäude. Die politischen Streitigkeiten ruhen für eine Weile. Alexander Dobrindt und Klaus Ernst sind normalerweise politische Erzfeinde. Heute kommt es vor, dass sie zeitgleich zustimmend nicken. Aber nicht nur CSU und Linke klatschen mehrfach einträchtig zu denselben Sätzen, sondern das ganze Plenum.
Es ist die Stunde des neuen Bundespräsidenten, der an diesem Vormittag in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt wird. Die meisten Anwesenden haben Gauck am vergangenen Sonntag in der Bundesversammlung gewählt. Der neue Präsident ist bei Bevölkerung und Medien beliebt. Kein Grund also für Trübsaal und Meckereien.
Von dieser Stimmung profitiert auch Gaucks Amtsvorgänger, der unter weniger schönen Begleitumständen Bellevue verlassen musste. Christian Wulff wohnt der Zeremonie im Reichstag ebenfalls bei. Er wird begleitet von seiner Frau Bettina. Das junge Ex-Präsidentenpärchen sieht entspannter aus als noch vor einigen Wochen. Sie hat eine neue Frisur. Er lächelt wieder. Beide werden mit höflichem Applaus von allen Fraktionen bedacht.
Wulff zu danken, sei ein "Gebot der Redlichkeit", sagt Norbert Lammert. Es klingt ziemlich mitleidig. Der Bundestagspräsident eröffnet die Sitzung, will sich aber nicht lange mit der Vergangenheit aufhalten. Lammert, der nach dem Wulff-Rücktritt selbst als Kandidat gehandelt wurde, geht es um eine Würdigung des Neuen. Es klingt freundlich, aber nicht ganz so launig wie sonst, als Lammert "das große Vertrauen", das auf Gauck ruht, und "die Woge der Sympathie", die ihn trägt, betont. Er hoffe sehr, dass es so bleibt, endet Lammert.
Wie ein Klassenclown beim ernsten Referat
Danach ist Horst Seehofer in seiner Eigenschaft als Bundesratspräsident an der Reihe. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef hatte das höchste Staatsamt in der Vakanz nach dem Wulff-Rücktritt übergangsweise ausgefüllt.
So richtig präsidial ist Seehofer nun aber nicht. Er ist eher bekannt für seinen frotzeligen Humor und Eigensinn. Entsprechend fangen die anderen Ministerpräsidenten an zu kichern, als Seehofer zur Laudatio ans Pult tritt. Er wirkt ein wenig wie ein Klassenclown, der nun ein ernstes Referat halten muss. Allerdings klappt es dann ganz gut, ohne Clownerien und recht höflich lobt auch Seehofer Gauck als Vorbild und Identifikationsfigur.
Und dann kommt Gauck selbst. Um 9.22 Uhr wird er vereidigt. Danach hält er seine Antrittsrede. Er ist, mal wieder, der beste Rhetoriker an diesem Vormittag. Matthias Platzeck und andere Politiker sind so gebannt, dass sie zwischenzeitlich die Hände vor den Mund halten.





Eine schöne Mischung aus Patriotismus und Weltoffenheit, aus Freiheit und Veranwortung. Ich habe große Hoffnungen in Herrn Gauck und finde es großartig, dass er Ecken und Kanten hat.
Viel Glück Herr Bundespräsident!
um Vertrauen betteln zu müssen, der bislang von einer Woge des Vorschussvertrauens ins höchste Staatsamt getragen worden ist.
Denn diese "schöne Rede"beendete er mit dem einfordernden Satz:
"Zum Schluss erlaube ich mir, Sie alle um ein Geschenk zu bitten: um Vertrauen. Zuletzt bitte ich Sie um Vertrauen in meine Person."
Vorschussvertrauen wurde dem jetzigen Bundespräsidenten Gauck seit Juni 2010 bislang in überreichlichster Weise entgegengebracht, nicht zuletzt vermittelt durch mannigfaltig einseitige Lobhudeleien div.Medien (Einige davon bildeten eine ausgewogene Ausnahme), aber ganz besonders durch die Schwarzrotgrüngelbe Konsenspartei, die das Volk in den letzten Wochen erfolgreich auf "Gauck-Linie zu bringen trachtete".
Nun sollte es jedoch "Herzensangelegenheit" des Amtierenden sein, sich das überreichlich entgegengebrachte Vertrauen verdienstvoll zu erarbeiten und in Glaubwürdigkeit zu verwandeln. Oder???
Jedenfalls so viel Mindestmaß an Demutsbekundung vor der anstehenden Aufgabe des höchsten Staatsamtes hätte ich mir in dieser pathetischen Rede schon gewünscht!
wie die Rede auf Nicht-Deutsche Migranten in Deutschland wirkt, von denen wir immerhin ca. 7 Millionen haben. "Mein Deutschland", sollen die Kinder dieser Nation sagen können, so Gauck. Was ist mit den Menschen, die nicht hier geboren sind, oder die zwar hier geboren sind, aber keinen Deutschen Pass haben? Die Werden wie Ausländer, wie Touristen behandelt, obwohl sie in diesem Land leben, arbeiten ect, eben alles tun, was Menschen mit deutschem Pass eben auch tun.
Viele werden aber aus gänzlich unpatriotischen Gründen nicht eingebürgert. Meist weil ihnen das Geld fehlt oder es an irgendwelchen bürokratischen Hürden scheitert.
Es ist an der Zeit, dass die Konservativen rechts der SPD begreifen, dass auch diese Menschen von Gauck und Co. umworben werden müssen, anstatt ständig beschimpft zu werden. Dass auch diese Menschen, Teil dieses Landes sind, und dass es eben auch ihr Land ist. Sie gehören dazu, und wer Menschen nach fast 20 Jahren abschiebt, wie neulich passiert, und kurz darauf wieder revidiert(Ein Trauma für die Kinder!), der sollte mal überlegen,ob eine solche Abschiebung nicht auch eine Art Vertreibung ist.Es passiert fast täglich, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit ungeklärtem oder vorübergehenden Aufenthaltsstatus abgeschoben werden, obwohl sie keine andere Heimat kennen als Deutschland.
Ich würde mir von Medien und Politik wünschen, dass diese Problematik Teil der öffentlichen Debatte ist. Ausländerfragen dürfen nicht Sarrazin und Co. überlassen werde.
Für alle, die es hören möchten:
http://tagesschau.de/inla...
um Vertrauen betteln zu müssen, der bislang von einer Woge des Vorschussvertrauens ins höchste Staatsamt getragen worden ist.
Denn diese "schöne Rede"beendete er mit dem einfordernden Satz:
"Zum Schluss erlaube ich mir, Sie alle um ein Geschenk zu bitten: um Vertrauen. Zuletzt bitte ich Sie um Vertrauen in meine Person."
Vorschussvertrauen wurde dem jetzigen Bundespräsidenten Gauck seit Juni 2010 bislang in überreichlichster Weise entgegengebracht, nicht zuletzt vermittelt durch mannigfaltig einseitige Lobhudeleien div.Medien (Einige davon bildeten eine ausgewogene Ausnahme), aber ganz besonders durch die Schwarzrotgrüngelbe Konsenspartei, die das Volk in den letzten Wochen erfolgreich auf "Gauck-Linie zu bringen trachtete".
Nun sollte es jedoch "Herzensangelegenheit" des Amtierenden sein, sich das überreichlich entgegengebrachte Vertrauen verdienstvoll zu erarbeiten und in Glaubwürdigkeit zu verwandeln. Oder???
Jedenfalls so viel Mindestmaß an Demutsbekundung vor der anstehenden Aufgabe des höchsten Staatsamtes hätte ich mir in dieser pathetischen Rede schon gewünscht!
wie die Rede auf Nicht-Deutsche Migranten in Deutschland wirkt, von denen wir immerhin ca. 7 Millionen haben. "Mein Deutschland", sollen die Kinder dieser Nation sagen können, so Gauck. Was ist mit den Menschen, die nicht hier geboren sind, oder die zwar hier geboren sind, aber keinen Deutschen Pass haben? Die Werden wie Ausländer, wie Touristen behandelt, obwohl sie in diesem Land leben, arbeiten ect, eben alles tun, was Menschen mit deutschem Pass eben auch tun.
Viele werden aber aus gänzlich unpatriotischen Gründen nicht eingebürgert. Meist weil ihnen das Geld fehlt oder es an irgendwelchen bürokratischen Hürden scheitert.
Es ist an der Zeit, dass die Konservativen rechts der SPD begreifen, dass auch diese Menschen von Gauck und Co. umworben werden müssen, anstatt ständig beschimpft zu werden. Dass auch diese Menschen, Teil dieses Landes sind, und dass es eben auch ihr Land ist. Sie gehören dazu, und wer Menschen nach fast 20 Jahren abschiebt, wie neulich passiert, und kurz darauf wieder revidiert(Ein Trauma für die Kinder!), der sollte mal überlegen,ob eine solche Abschiebung nicht auch eine Art Vertreibung ist.Es passiert fast täglich, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit ungeklärtem oder vorübergehenden Aufenthaltsstatus abgeschoben werden, obwohl sie keine andere Heimat kennen als Deutschland.
Ich würde mir von Medien und Politik wünschen, dass diese Problematik Teil der öffentlichen Debatte ist. Ausländerfragen dürfen nicht Sarrazin und Co. überlassen werde.
Für alle, die es hören möchten:
http://tagesschau.de/inla...
seine parteiübergreifenden Aufgaben nicht zuletzt durch seine Kritiker erkannt.
Soziale Gerechtigkeit als Wegbedingung für Freiheit, einen Begriff den man nur als aktiver Demokrat füllen kann, ist tatsächlich eine mögliche Klammer zwischen Politik und Bürgern, vielleicht die einzig mögliche hierzulande - denn nur durch das zivile Engagement lassen sich auch die Sprödigkeiten zwischen Ost - und Westdeutschen langsam auflösen und die Schere zwischen Arm und Reich verringern.
Fast müsste man sagen - möge es ihm bzw. uns gelingen.
Eine Sonntagsrede am Freitag, aber eine besondere.
Mal sehen was da noch so kommt vom Bürgerbundespräsidenten Gauck.
I.
...dass er mit seiner Rede die tiefen Gräben zwischen der LINKEN und den übrigen Parteien zumindest für einen Augenblick überbrückt hat. Diese Gräben zuzuschütten, braucht allerdings sehr viel mehr Geduld, Mühe - und vor allem Zeit. Wenn Gauck auch nur ein Teil gelingt, von dem, was er heute angesprochen hat, umzusetzen, dann können wir mit ihm sehr zufrieden sein.
...dass er mit seiner Rede die tiefen Gräben zwischen der LINKEN und den übrigen Parteien zumindest für einen Augenblick überbrückt hat. Diese Gräben zuzuschütten, braucht allerdings sehr viel mehr Geduld, Mühe - und vor allem Zeit. Wenn Gauck auch nur ein Teil gelingt, von dem, was er heute angesprochen hat, umzusetzen, dann können wir mit ihm sehr zufrieden sein.
...v.a. nachdem der letzte Bundespräsident alles andere, als zufriedenstellend das Amt ausgeübt und ausgefüllt hat. Und trotzdem: liest man die Rede nach, dann wird deutlich, dass Angela Merkel und Horst Seehofer massive Gründe hatten, Gauck unbedingt als Bundespräsident verhindern zu wollen. Vor allem Gaucks Hinweise auf das Jahr 1968 dürfte sehr schmerzhaft in den Ohren der allermeisten in den Fraktionen von UNION und FDP sein. Dort hat man sich immer noch nicht von diesem Schock erholt, dort gibt es immer noch sehr tiefe Wunden - Wunden, die kaschiert, aber nicht geheilt sind - und das 44 Jahre später.
Nicht gefallen haben dürften UNION, FDP, aber auch die Seeheimer in der SPD Gaucks Bemerkungen zur Chancengleichheit, zur Möglichkeit des sozialen Aufstiegs. Sie stehen im krassen Widerspruch zu den Auffassungen und Zielen der Neoliberalen und der Neokonservativen, die ein gesellschaftliches Elitenmodell befürworten - geprägt von sozial geschlossenen "Eliten". Soetwas gab es schon in der DDR - sie nannte sich "Avantguarde" und genoss im Gegensatz zum normalen Volk ein Höchstmaß an Privilegien. Genau daran ist die DDR am Ende gescheitert.
Schon wieder jemand, der genau weiß, was UNION und FDP, aber auch die Seeheimer, die Neoliberalen und die Neokonservativen wollen - ohne je so etwas von einem Vertreter der genannten Gruppen gehört zu haben.
Genau diese billig oberflächlichen Pauschalkategorisierungen wird man Gottseidank vom neuen Bundespräsidenten wohl nie zu hören bekommen.
Und noch eine Bitte an DIE ZEIT: "bezirzen" - bei dieser Orthographie dreht sich einem ja der Magen um. Ganz klassich "Circe" ja, von mir aus auch noch Kirke als nicht unübliche phonetische Umschreibung, aber Zirze - brrrr!
Das ist mir neu, dass die von Ihnen genannten Parteien gegen Chancengleichheit seien... mich wundert jetzt nicht mehr, dass die FDP bei 2 % dahin dümpelt, wenn es ihr nicht schnellstens gelingt, dieses immer wieder kolportierte Vorurteil zu entkräften.
Das Gegenteil ist nämlich richtig - allerdings: ANSTRENGEN muss man sich schon ein bisschen, um dem Unheil im Leben zu entrinnen, und wenigstens ein bisschen IQ braucht es auch...
Schön das Sie darauf hinweisen. Gaucks Hinweis auf die Bedeutung der 68er für die Aufarbeitung der Nazizeit in der BRD ist nicht überall gut angekommen (in der Aufzeichnung teilweise gut zu sehen). Dennoch hat er natürlich damit Recht und es ist wichtig dies zu klären.
Das eine entsprechnde offene Durchleuchtung der Geschichte in der DDR nicht erfolgte gehört aber auch zur Geschichte. Aber ein paar Themen muss Herr Gauck sich ja noch aufheben.
Ich bin beeindruckt und hoffe, dass er so weiter macht. Viele, die ihm ein geschlossenes Weltbild vorwerfen, sollten vielleicht mal in den Spiegel schauen.
Und ich wünsche mir, dass viele diese Rede so positiv aufgenommen haben. Seit heute wissen wir jedenfalls, was Gauck meint, wenn er sich als linken konservativen Liberalen bezeichnet.
Schon wieder jemand, der genau weiß, was UNION und FDP, aber auch die Seeheimer, die Neoliberalen und die Neokonservativen wollen - ohne je so etwas von einem Vertreter der genannten Gruppen gehört zu haben.
Genau diese billig oberflächlichen Pauschalkategorisierungen wird man Gottseidank vom neuen Bundespräsidenten wohl nie zu hören bekommen.
Und noch eine Bitte an DIE ZEIT: "bezirzen" - bei dieser Orthographie dreht sich einem ja der Magen um. Ganz klassich "Circe" ja, von mir aus auch noch Kirke als nicht unübliche phonetische Umschreibung, aber Zirze - brrrr!
Das ist mir neu, dass die von Ihnen genannten Parteien gegen Chancengleichheit seien... mich wundert jetzt nicht mehr, dass die FDP bei 2 % dahin dümpelt, wenn es ihr nicht schnellstens gelingt, dieses immer wieder kolportierte Vorurteil zu entkräften.
Das Gegenteil ist nämlich richtig - allerdings: ANSTRENGEN muss man sich schon ein bisschen, um dem Unheil im Leben zu entrinnen, und wenigstens ein bisschen IQ braucht es auch...
Schön das Sie darauf hinweisen. Gaucks Hinweis auf die Bedeutung der 68er für die Aufarbeitung der Nazizeit in der BRD ist nicht überall gut angekommen (in der Aufzeichnung teilweise gut zu sehen). Dennoch hat er natürlich damit Recht und es ist wichtig dies zu klären.
Das eine entsprechnde offene Durchleuchtung der Geschichte in der DDR nicht erfolgte gehört aber auch zur Geschichte. Aber ein paar Themen muss Herr Gauck sich ja noch aufheben.
Ich bin beeindruckt und hoffe, dass er so weiter macht. Viele, die ihm ein geschlossenes Weltbild vorwerfen, sollten vielleicht mal in den Spiegel schauen.
Und ich wünsche mir, dass viele diese Rede so positiv aufgenommen haben. Seit heute wissen wir jedenfalls, was Gauck meint, wenn er sich als linken konservativen Liberalen bezeichnet.
...dass er mit seiner Rede die tiefen Gräben zwischen der LINKEN und den übrigen Parteien zumindest für einen Augenblick überbrückt hat. Diese Gräben zuzuschütten, braucht allerdings sehr viel mehr Geduld, Mühe - und vor allem Zeit. Wenn Gauck auch nur ein Teil gelingt, von dem, was er heute angesprochen hat, umzusetzen, dann können wir mit ihm sehr zufrieden sein.
Versprechen kann jeder alles und eine Brücke allein aus Worten schlagen, ist etwas extrem einfaches. Ohne Taten jedoch auch gänzlich bedeutungslos.
Alles, was Gauck sagt, ist eine Selbstverständlichkeit, aber an die echten Probleme traut er sich nicht ran, nicht hinein.
Die Lage in unserem Land verlangt keine oberflächliche Predigt, sondern eine Zurechtweisung auf der Grundlage der höchsten Gesetze und damit Grundlage dieses Landes.
Freiheit, Verantwortung, Vertrauen, Mut - das ist eine tolle patriotische Rede, wie man sie auch in jeden beliebigebn Kriegsepos immer wieder findet, das denken sich Autoren mal an einem Nachmittag nebenbei aus, weil´s halt so schön klingt.
Wir bräuchten einen BP mit Zorn (Zorn ist nicht zu verwechseln mit ungerichtete Wut. Er ist gerechtfertigt und auf ein klares Ziel gerichtet, eben gegen das Unrecht).
Gauck verschleiert mehr, als er aufklärt und genau das war und ist die nun bestätigte Befürchtung bei ihm gewesen. Er ist ein Beschwichtiger und das können wir derzeit nun so gar nicht brauchen, weil dadurch die Probleme unangepackt bleiben.
Versprechen kann jeder alles und eine Brücke allein aus Worten schlagen, ist etwas extrem einfaches. Ohne Taten jedoch auch gänzlich bedeutungslos.
Alles, was Gauck sagt, ist eine Selbstverständlichkeit, aber an die echten Probleme traut er sich nicht ran, nicht hinein.
Die Lage in unserem Land verlangt keine oberflächliche Predigt, sondern eine Zurechtweisung auf der Grundlage der höchsten Gesetze und damit Grundlage dieses Landes.
Freiheit, Verantwortung, Vertrauen, Mut - das ist eine tolle patriotische Rede, wie man sie auch in jeden beliebigebn Kriegsepos immer wieder findet, das denken sich Autoren mal an einem Nachmittag nebenbei aus, weil´s halt so schön klingt.
Wir bräuchten einen BP mit Zorn (Zorn ist nicht zu verwechseln mit ungerichtete Wut. Er ist gerechtfertigt und auf ein klares Ziel gerichtet, eben gegen das Unrecht).
Gauck verschleiert mehr, als er aufklärt und genau das war und ist die nun bestätigte Befürchtung bei ihm gewesen. Er ist ein Beschwichtiger und das können wir derzeit nun so gar nicht brauchen, weil dadurch die Probleme unangepackt bleiben.
Das Gauck Tendenzen des Volkes Stimme aufnehmen und verarbeiten kann hat er nun gezeigt. Hoffentlich bleibt es dabei. Das mit dem mehr Europa sehe ich etwas skeptisch. Ich habe immer noch Angst vor einem technokratisch geführten Europa auf dem Weg in die Sklaverei!
Damit stehen sie ja schon zur Hälfte auf der Seite Gaucks. Für den nächsten Schritt ist nur notwendig, dass sie nicht nur skeptisch die ZEIT-ONLINE lesen, sondern auch aktiv mit anderen dafür eintreten, dass wir zwar mehr Europa, aber kein Technokraten-Europa bekommen.
Damit stehen sie ja schon zur Hälfte auf der Seite Gaucks. Für den nächsten Schritt ist nur notwendig, dass sie nicht nur skeptisch die ZEIT-ONLINE lesen, sondern auch aktiv mit anderen dafür eintreten, dass wir zwar mehr Europa, aber kein Technokraten-Europa bekommen.
... kommt er direkt aus der PR-Abteilung des Bundespräsidalamts?
Ich empfand die Sitzung als trocken, künstlich und einheitsbreiig.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Argumenten an der Debatte. Danke, die Redaktion/jz
... in dem Artikel Propaganda aus dem Bundespräsidialamt? Es stimmt nun mal, dass wie beschrieben geklatscht wurde und dass das durchaus etwas ausergewöhnliches ist.
Aber atürlich wenn sie die Sitzung als langweilig empfanden, muss es wohl so sein. Und Artikel, die einen positiven AKzent setzen sind dann selbstverständlich entweder Satire oder parteisch.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Argumenten an der Debatte. Danke, die Redaktion/jz
... in dem Artikel Propaganda aus dem Bundespräsidialamt? Es stimmt nun mal, dass wie beschrieben geklatscht wurde und dass das durchaus etwas ausergewöhnliches ist.
Aber atürlich wenn sie die Sitzung als langweilig empfanden, muss es wohl so sein. Und Artikel, die einen positiven AKzent setzen sind dann selbstverständlich entweder Satire oder parteisch.
Schon wieder jemand, der genau weiß, was UNION und FDP, aber auch die Seeheimer, die Neoliberalen und die Neokonservativen wollen - ohne je so etwas von einem Vertreter der genannten Gruppen gehört zu haben.
Genau diese billig oberflächlichen Pauschalkategorisierungen wird man Gottseidank vom neuen Bundespräsidenten wohl nie zu hören bekommen.
Und noch eine Bitte an DIE ZEIT: "bezirzen" - bei dieser Orthographie dreht sich einem ja der Magen um. Ganz klassich "Circe" ja, von mir aus auch noch Kirke als nicht unübliche phonetische Umschreibung, aber Zirze - brrrr!
von einem nicht-humanistisch gebildeten Autor. Persönlich empfinde ich den neuen Bundespräsidenten als einen Menschen mit einem geschlossenem Weltbild, um es freundlich auszudrücken.
http://www.duden.de/recht...
wurde von den Römern bekanntlich wie die griechische Kirke ausgesprochen. Wenn schon humanistisch gebildet, dann doch bitte konsequenterweise "bekirken"!
Hallo, herrlich gefunden. Wir gingen an der Penne auch mit Kikero und Käsar in den Kirkus, hahaha. Das spielte sich in der Zeit von 1949 bis 1958 ab. C wurde im Lateinunrerricht wie K gesprochen. Hi, der obere Satz natürlich nicht.
bezirzen Definition: [1] jemanden durch seinen Charme, seinen Liebreiz zu etwas bewegen, was nicht unbedingt vorteilhaft für ihn ist...
http://de.dict.md/definit...
Jetzt fühle ich mich richtig gut, da keineswegs bezirzt!
Entfernt. Bitte kehren Sie zum Artikelthema zurück. Danke, die Redaktion/au.
von einem nicht-humanistisch gebildeten Autor. Persönlich empfinde ich den neuen Bundespräsidenten als einen Menschen mit einem geschlossenem Weltbild, um es freundlich auszudrücken.
http://www.duden.de/recht...
wurde von den Römern bekanntlich wie die griechische Kirke ausgesprochen. Wenn schon humanistisch gebildet, dann doch bitte konsequenterweise "bekirken"!
Hallo, herrlich gefunden. Wir gingen an der Penne auch mit Kikero und Käsar in den Kirkus, hahaha. Das spielte sich in der Zeit von 1949 bis 1958 ab. C wurde im Lateinunrerricht wie K gesprochen. Hi, der obere Satz natürlich nicht.
bezirzen Definition: [1] jemanden durch seinen Charme, seinen Liebreiz zu etwas bewegen, was nicht unbedingt vorteilhaft für ihn ist...
http://de.dict.md/definit...
Jetzt fühle ich mich richtig gut, da keineswegs bezirzt!
Entfernt. Bitte kehren Sie zum Artikelthema zurück. Danke, die Redaktion/au.
von einem nicht-humanistisch gebildeten Autor. Persönlich empfinde ich den neuen Bundespräsidenten als einen Menschen mit einem geschlossenem Weltbild, um es freundlich auszudrücken.
:D
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