Wahlkampf: Rösler kostet den Gauck-Coup aus
Parteichef Rösler ist an die Saar gereist, um den Parteifreunden Mut zu machen – und sich vom Koalitionspartner CDU noch ein wenig mehr abzusetzen.
© Jochen Lübke/dpa

Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler
Der Joachim-Gauck-Coup darf nicht fehlen in St. Ingbert an der Saar. "Die Gerüchte ranken sich schließlich darum, wer wann was gesagt hat", sagt Philipp Rösler über jenen Abend im Kanzleramt, als die Liberalen der Union den früheren Stasi-Aufklärer als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten aufzwangen.
Und Rösler hat dazu tatsächlich etwas Erhellendes zu sagen. Nicht er selbst, räumt er ein, habe die Idee zu diesem Coup gehabt. Nein, der Vorschlag sei aus den Landesverbänden gekommen: "Der Oli war der erste, der mir eine SMS geschickt hat, gemeinsam mit Kubicki."
"Der Oli", das ist der Spitzenkandidat der FDP Saar, Oliver Luksic, der mit seinem Landesverband anderthalb Wochen vor der Wahl ums politische Überleben kämpft. Seine FDP kommt einer letzten Umfrage zufolge noch auf ganze ein Prozent der Wählerstimmen.
Gauck ist nicht dankbar
Der 32-Jährige ist daher sichtlich stolz auf diese Wertschätzung seines Parteivorsitzenden: Er strahlt. Auch Rösler gluckst fröhlich. Der Glanz seines Sieges über Angela Merkel darf ruhig auch ein wenig auf die strauchelnden Wahlkämpfer im Saarland und in Schleswig-Holstein abfärben.
Dass Gauck nur wenige Stunden zuvor Gast bei der FDP in Berlin war, erwähnt Rösler allerdings nicht. Vielleicht möchte er nicht darauf angesprochen werden, dass der künftige Bundespräsident anschließend den Journalisten in die Blöcke diktierte, er sehe keinen Grund, sich bei Rösler zu bedanken.
Ohnehin ist fraglich, ob Röslers Sieg über Merkel überhaupt einer war. Die Umfragewerte in Bund und Ländern sind für die FDP jedenfalls gleich schlecht geblieben. Und ob Rösler Bundesvorsitzender bleibt, dürfte davon abhängen, ob die Liberalen zumindest im Norden nochmal den Einzug in den Landtag schaffen.





niemand auch nur eine einzige Träne nachweinen.
Unglaublich, dass die FDP sich noch die Mühe gemacht hat ihre Plakate im Saarland aufzuhängen. Vor allem zeigen diese auch nur die Hälfte eines Mensches, gerade so, als ob sie schon immer nur halb da waren.
Mit einem Prozent ist die FDP im Saarland noch gut bedient. Es werde wohl eher noch weniger.
Den Anfang vom Ende der FDP.
Da reist der Bundesvorsitzende einer dem Tod geweihten Partei zu einem verstorbenen Landesverband um ihn wiederzubeleben.
Das entbehrt nicht einer gewissen Komik und lässt viele im Land schmunzeln..........;-))
...übers Wasser zu gehen :D
>>und lässt viele im Land schmunzeln<<
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Es lässt vor allem die Schmunzeln, die für ein "weiter so" mit CDU und SPD sind. Grinsen werden sogar diejenigen, die für anlasslose Vorratsdatenspeicherung und Eurobonds sind.
Allerdings ist das nur der eher untertänige Teil der Bevölkerung.
Gestatten Sie mir: Ich gehöre nicht dazu!
...übers Wasser zu gehen :D
>>und lässt viele im Land schmunzeln<<
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Es lässt vor allem die Schmunzeln, die für ein "weiter so" mit CDU und SPD sind. Grinsen werden sogar diejenigen, die für anlasslose Vorratsdatenspeicherung und Eurobonds sind.
Allerdings ist das nur der eher untertänige Teil der Bevölkerung.
Gestatten Sie mir: Ich gehöre nicht dazu!
Der Glanz seines Sieges über Angela Merkel ?
Frau Merkel hat ihm einen Knochen überlassen, der die FDP nicht fetter macht.
Es ist schlicht egal, wer in der FDP die Rolle des Bundesvorsitzenden spielt. Wenn der Inhalt des Programms nur für 3-4% der Wähler akzeptabel ist, hat die Partei auch nicht mehr Stimmen verdient; ist nicht konkurrenzfähig und wird vom (Wähler)markt bestraft.
...die FDP-Minister dürfen lediglich noch eine Weile Minister spielen. Zu sagen haben sie schon lange nichts mehr, sie sind auch nicht mehr ernst zu nehmen.
Im Zweifelsfall entscheidet Frau Merkel zusammen mit Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin.
...die FDP-Minister dürfen lediglich noch eine Weile Minister spielen. Zu sagen haben sie schon lange nichts mehr, sie sind auch nicht mehr ernst zu nehmen.
Im Zweifelsfall entscheidet Frau Merkel zusammen mit Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, die Milchbubis um Philipp Rösler und Patrick Döring haben immer noch nicht begriffen, dass Politik ein Sandkastenspiel im Kindergarten ist.
...übers Wasser zu gehen :D
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
Was sieht Herr Rösler, wenn er in den Spiegel schaut? Ich vermute: ein politisches Alphatier aka political animal, smart, kompetent, durchsetzungsstark, sympathisch, gewinnend, eloquent, ungemein humorbegabt - kurzum: einen Mann, mit dem man rechnen muß!
Was sieht der Rest der Welt, wenn er Herrn Rösler zuschaut? Nichts von alledem...
...dass selbst das Parkinson'sche Gesetz ausgehebelt werden kann. Das wiederum ist ein Beweis von Murphy's Gesetz, das besagt, dass sich immer wieder jemand findet, dem es gelingt, selbst die schlimmste und auswegloseste Situation dazu zu nutzen, sie noch schlimmer und noch auswegloser zu machen.
...dass selbst das Parkinson'sche Gesetz ausgehebelt werden kann. Das wiederum ist ein Beweis von Murphy's Gesetz, das besagt, dass sich immer wieder jemand findet, dem es gelingt, selbst die schlimmste und auswegloseste Situation dazu zu nutzen, sie noch schlimmer und noch auswegloser zu machen.
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