Stippvisite: Tunesische Frauen erklären Schröder die Quote
Zum Frauentag reist Ministerin Schröder nach Tunis, um dort den Kampf der Frauen für ihre Rechte zu unterstützen. Die Bilanz zu Hause fällt mau aus.
Ein bisschen sieht es aus, als habe sich Kristina Schröder an diesem Morgen in das Büro einer linken Aktivistengruppe verirrt. Die 34-Jährige, die in ihrem grauen Hosenanzug wie stets sehr distinguiert wirkt, sitzt unter grellem Neonlicht an einem schlichten Resopaltisch. Hinter ihr hängen bunte Revolutionsplakate, die demonstrierende Frauen und rote Sterne zeigen.
In der Tat ist die deutsche Frauenministerin hier zu Gast bei echten Feministinnen. Allerdings bei tunesischen. Am Tag vor dem internationalen Frauentag hat sie sich mit einer Delegation aus Ministeriumsmitarbeitern und Bundestagsabgeordneten nach Tunis aufgemacht.
Tunesien, das Ursprungsland des arabischen Frühlings, ist ein Staat, in dem Frauenrechte eine vergleichsweise lange Tradition haben. Seit 1956 ist Polygamie hier verboten. Im gleichen Jahr garantierte der Code du statut personnel den Frauen gleiche Rechte bei der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt und beim Wahlrecht. Frauen haben ein Scheidungsrecht und dürfen nicht zwangsverheiratet werden.
"Wenn es hier nicht klappt, Frauenrechte zu sichern und auszubauen, muss man sich für den Rest der arabischen Welt erst recht große Sorgen machen", erklärt die deutsche Frauenministerin den tunesischen Feministinnen ihr Interesse an ihrem Land. Ahlem Behhadj, Präsidentin der Association Tunisienne des Femmes Démocrates – graues Jackett, roter V-Ausschnitt, natürlich kein Kopftuch – lacht herzlich, als sie das hört. "Oh", sagt sie, "das ist eine große Verantwortung".
Für die tunesischen Frauen geht es derzeit vor allem um die Frage, ob die künftige Verfassung Bezug auf islamische Werte oder die Scharia nehmen wird und ob damit Frauenrechte unter Vorbehalt gestellt werden. Man darf Schröder, die sich schon als Innenpolitikerin mit dem Islam beschäftigte, sicher glauben, dass es ihr ein Herzensanliegen ist, diesen Kampf zu unterstützen. Je größer das internationale Interesse, desto besser für die Frauen, so ihr Kalkül.
Schon wieder diese Quotendiskussion
Doch manchmal wird die junge Frauenministerin an diesem Tag auch von Debatten eingeholt, denen sie doch eigentlich mal für einen Tag entfliehen wollte. Sehr wichtig sei für die tunesischen Frauen die Verankerung der Geschlechterparität im Wahlrecht, erklärt ihr etwa eines der Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung, die sie wenig später trifft. Man wolle diese Quotendiskussion nicht ewig führen müssen. Breites Grinsen auf Seite der mitreisenden SPD-Abgeordneten. Schröder lächelt, zum ersten Mal an diesem Tag, ein wenig gequält.
Die leidige Quotendiskussion verweist schließlich auch auf die Frage, wie eigentlich die Bilanz der Ministerin hinsichtlich der Frauenrechte in Deutschland ausfällt.
Die sogenannte Flexi-Quote ist eines der Projekte, das Schröder vorantreiben wollte, um den Frauenanteil in den Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft zu erhöhen. Anders als viele Parteikolleginnen und auch ihre Vorgängerin im Amt, Ursula von der Leyen, hat Schröder nie eine starre Quote befürwortet. Ihre Idee war es, den Unternehmen per Gesetz vorzuschreiben, sich selbst auf ein bestimmtes Ziel zu verpflichten.
Doch daraus dürfte nichts mehr werden. Das ist nicht allein Schröders Schuld. Weil das Thema nicht im Koalitionsvertrag vereinbart war, braucht sie, bevor sie das Gesetz auf den Weg bringen kann, die Zustimmung der Koalitionspartner.





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Ich fürchte, ich komme nicht umhin die Feststellung zu treffen, das Frau Schröder eines der Beispiele ist, die gegen jede Quotierung von Frauen spricht.
Das ist sehr schade, da es in diesem Land viele Frauen gibt, die durchaus qualifiziert wären, den Job von Frau Schröder hervorragend auszuführen.
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Erst dachte ich, es wäre eine gute Idee einfach Frau Schröder mit einer tunesischen Politikerin zu tauschen, sozusagen ein echter kultureller Austausch, aber dann dachte ich das nach all dem was man in Tunesien durchgemacht hat, das wirklich kein feiner Schachzug wäre.
Frau Schröder ist einfach völlig überfordert mit ihrem Job.
Ach wie schön, dass ein Artikel zum Anlass des Frauentags in einer Beschreibung des Eindrucks einer Frau auch deren Klamotten nicht ausspart, ohne dass dies einen besonders großen Teil zur Aussage des Artikels beiträgt.
Und das auch noch von einer Frau, möchte man munkeln.
Die Überschrift suggeriert, dass die sogenannte Gleichberechtigung über die Quote in Führungspositionen in Tunesien bereits geregelt sei? Vielleicht hätte mal erwähnt werden sollen, wie die sogenannten Rechte der Frauen in Tunesien in der Praxis aussehen, sexuelle Gewalt etc.
Wieviele börsennotierte tunesische Konzerne gibt es? Wie hoch ist der Anteil an Frauen dort in Spitzenpostionen.
Dieses Gerede über die Frauenquote ist feministische Rhetorik. Die wirklichen wichtigen Dinge sind gesicherte, bezahlbare Kinderbetreuung und finanzielle Entlastung der Familien und Eltern, dann erledigt sich das unsinnige Gerede über die Frauenquote von selbst und gleichzeitig erreicht man einen wirkungsvollen demografischen Effekt, der gleichzeitig die Rentendiskussion entschärft.
Das erreicht man aber nicht mit einer gesetzlichen Frauenquote, denn diese ist feministische Augenwischerei, die keine Probleme löst.
Die Frauen in Tunesien können durchaus stolz auf sich sein, zumal die tunesische Verfassung ihnen viele Rechte einräumt: http://2010sdafrika.wordpress.com/2011/10/22/frauenrechte-im-„neuen-tunesien“-mussen-erkampft-werden/.
Vielleicht für die USA. Und erst recht die Türkei. Und einen großen Teil der arabischen Welt.
Nicht aber für Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch nicht für Bahrain. Und erst recht nicht für Deutschland!
Eine gute Übersicht über die soziale Ungleichheit der Geschlechter liefern die Vereinten Nationen mit ihrem "Gender Inequality Index (GII)", der in derzeit 146 Ländern dieser Erde gemessen und über die Länder hinweg vergleichend darstellt wird: http://hdr.undp.org/en/da... Zum Erstellen der Liste "Gender" aktivieren (Häkchen setzen) und alle anderen Items deaktivieren!)
___
"The Gender Inequality Index (GII) reflects women’s disadvantage in three dimensions—reproductive health, empowerment and the labour market—for as many countries as data of reasonable quality allow." Siehe dazu auch:
Technical Notes: http://hdr.undp.org/en/me...
Vielleicht für die USA. Und erst recht die Türkei. Und einen großen Teil der arabischen Welt.
Nicht aber für Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch nicht für Bahrain. Und erst recht nicht für Deutschland!
Eine gute Übersicht über die soziale Ungleichheit der Geschlechter liefern die Vereinten Nationen mit ihrem "Gender Inequality Index (GII)", der in derzeit 146 Ländern dieser Erde gemessen und über die Länder hinweg vergleichend darstellt wird: http://hdr.undp.org/en/da... Zum Erstellen der Liste "Gender" aktivieren (Häkchen setzen) und alle anderen Items deaktivieren!)
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"The Gender Inequality Index (GII) reflects women’s disadvantage in three dimensions—reproductive health, empowerment and the labour market—for as many countries as data of reasonable quality allow." Siehe dazu auch:
Technical Notes: http://hdr.undp.org/en/me...
dass die gute Frau Ministerin dafür einen Tag Urlaub genommen hat und den Flug aus der eigenen Geldbörse finanziert hat. Denn Als Familienministerin der Bundesrepublik Deutschland ist es definitiv nicht ihre Aufgabe auch nur irgendeinen Ausflug in andere Staaten zu unternehmen um sich dort für ihre Privatinteressen einzusetzen, welche sie als Ministerin im eigenen Land nicht glaubhaft rüberbringen kann.
Das riecht mal wieder nach Flugmeilenskandal!!!
Ich verstehs halt wirklich nicht. Was macht die Frau (plus Stab) dort??? Gibs in Deutschland nix zu tun oder wat???
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