Familienpolitik: Betreuungsgeld lässt Thüringer Eltern kalt
In Thüringen gibt es das umstrittene Betreuungsgeld schon. Doch die Familien schicken ihre Kinder trotzdem in die Kita. Nur zwei Gruppen profitieren von der Leistung.
Wissenschaftler schlugen am Dienstag Alarm: Das geplante Betreuungsgeld könnte deutlich teurer werden, weil mehr Familien als bisher angenommen es beantragen könnten. In Thüringen dagegen, wo bereits seit 2006 ein vergleichbares Landeserziehungsgeld gezahlt wird, weisen die Erfahrungen in eine andere Richtung.
Dort sinken die Ausgaben für den Zuschuss, der allen Familien zusteht, die Kinder im zweiten Lebensjahr ganz oder teilweise zu Hause betreuen, seit Jahren. Während 2008 noch 36,1 Millionen Euro für das Erziehungsgeld ausgegeben wurden, sind 2012 nur 28 Millionen dafür vorgesehen.
Und selbst diese dürften nicht vollständig ausgezahlt werden. Dem Vernehmen nach plant die Sozialministerin nämlich rund vier Millionen davon bereits für andere Zwecke ein, da sie davon ausgeht, dass die Mittel nicht vollständig gebraucht werden.
An sinkenden Geburtenzahlen kann das nicht liegen. Denn die Zahl der Neugeborenen ist in Thüringen zwischen 2006 und 2010 mit Ausnahme von 2009 sogar gestiegen.
Betreuungsgeld ist ein Auslaufmodell
Die Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Anja Siegesmund, hat für die Entwicklung beim Erziehungsgeld eine einfache Erklärung. "Für 150 Euro im Monat können die allermeisten Eltern nicht aufhören zu arbeiten", sagt sie. Mit einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt sinke deswegen auch das Interesse am dem Betreuungsgeld. Das "Betreuungsgeld ist ein Auslaufmodell", lautet ihr Fazit.
Interessant sei es vor allem für Familien, die entweder sehr wenig Geld haben oder sehr viel. Anders als dies im Bund geplant ist, können in Thüringen auch Hartz-IV-Bezieher das Erziehungsgeld erhalten. Für sie ist der Anreiz, ihre Kinder nicht öffentlich betreuen zu lassen, am stärksten, da sie ja ohnehin zu Hause sind.
Zudem ist das Betreuungsgeld in Thüringen nach der Kinderzahl gestaffelt. Während man für das erste Kind 150 Euro im Monat erhält, sind es für das zweite Kind 200 Euro, für das dritte 250 Euro und ab dem vierten 300 Euro. Damit lässt sich mit dem Betreuungsgeld der Hartz-IV-Regelsatz für Kinder von 213 Euro ab dem zweiten Kind – wenn auch nur für die Dauer eines Jahres – fast schon verdoppeln.
Auf der anderen Seite ist das Betreuungsgeld natürlich ein willkommenes Zubrot für alle Familien, in denen ein Partner alleine so viel verdient, dass der andere zu Hause bleiben kann. Diese Familien seien auf die staatliche Unterstützung aber eigentlich auch nicht angewiesen, sagt Siegesmund.
Auch Landessozialministerin Heike Taubert (SPD) konstatiert: "Anders als von der früheren konservativen Landesregierung gedacht, hat das Erziehungsgeld für die allermeisten Eltern keine Wahlfreiheit zwischen häuslicher und außerhäuslicher Kinderbetreuung geschaffen." Dafür sei es schlicht zu niedrig. Als Steuerungsinstrument einer konservativen Familienpolitik sei das Erziehungsgeld gescheitert. Dies zeige sich auch an der Entwicklung der Betreuungsquote in Thüringen.





Das Thüringer Modell hilft den Ärmsten und hilft, dass ein Paar Kita-Plätze mehr für Berufstätige frei werden.
Insgesammt scheitert es an der zu geringen Summe, da viele Eltern weiterhin ihr(e) Kind(er) in die Kita bringen müssen um zu arbeiten. Ein höheres Kita-Geld könnte daher sogar die Arbeitslosenstatistiken verbessern, da sich weniger Menschen auf die gleiche Anzahl von Arbeitsplätzen bewerben werden.
Das hieße ja im Umkehrschluss, dass Arbeitslose ihre Kinder ruhig zu Hause lassen sollen, um den Arbeitstätigen nicht die Kita-Plätze wegzunehmen. Für die Eltern gut gedacht, aber was ist mit den Kindern? Wo soll bei denen die Sozialisation vor allem mit Gleichaltrigen stattfinden?
Gerade z.B. Hartz4- Empfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, werden dieses Angebot sicherlich annehmen müssen. Und die Kinder kommen zu kurz.
In der Kita hätten genau diese eher eine Chance. Dort hat man Zeit für sie und kann gegebenenfalls reagieren, wenn es Entwicklungsprobleme gibt. (Bevor es zu bösen Diskussionen kommt: Ich meine alle Kinder generell, nicht explizit Hartz4-Kinder!)
Zudem förderte das die Integration. Darauf sind doch auch immer alle so scharf.
Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen.
Ich akzeptiere es, wenn eine Frau sagt, sie möchte ganz Hausfrau und Mutter sein (solange sie weiß, was das für ihre Rente bedeutet), aber dass die Politik in solche Riegen drängt ist unverschämt.
Das hieße ja im Umkehrschluss, dass Arbeitslose ihre Kinder ruhig zu Hause lassen sollen, um den Arbeitstätigen nicht die Kita-Plätze wegzunehmen. Für die Eltern gut gedacht, aber was ist mit den Kindern? Wo soll bei denen die Sozialisation vor allem mit Gleichaltrigen stattfinden?
Gerade z.B. Hartz4- Empfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, werden dieses Angebot sicherlich annehmen müssen. Und die Kinder kommen zu kurz.
In der Kita hätten genau diese eher eine Chance. Dort hat man Zeit für sie und kann gegebenenfalls reagieren, wenn es Entwicklungsprobleme gibt. (Bevor es zu bösen Diskussionen kommt: Ich meine alle Kinder generell, nicht explizit Hartz4-Kinder!)
Zudem förderte das die Integration. Darauf sind doch auch immer alle so scharf.
Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen.
Ich akzeptiere es, wenn eine Frau sagt, sie möchte ganz Hausfrau und Mutter sein (solange sie weiß, was das für ihre Rente bedeutet), aber dass die Politik in solche Riegen drängt ist unverschämt.
dass hier über Thüringen das GENAUE Gegenteil von dem steht, was in der morgen erscheinenden Papierausgabe steht. Denn da hieß es, es hätten sich alle Ängste bestätigt.
In der Printausgabe heißt es
"Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit über den Effekt des Betreuungsgelds in Thüringen [...] belegt, dass sich alle Befürchtungen gegenüber der böse, aber zutreffend so genannten >>Herdprämie<< bewahrheiten [...]"
Mal davon abgesehen finde ich, dass diese Herdprämie wirklich in die falsche Richtung schlägt. Die vielen Millionen Euros wären direkt in den Kitas sehr viel besser aufgehoben. Zum einen könnte man dann endlich genügend bauen, zum anderen könnte man endlich die ErzieherInnen anständig und würdig bezahlen.
Auch ist es eine Farce, denn so wird nur mehr verhindert, dass Mütter wieder ins Berufsleben einsteigen können, um sich direkt für später abzusichern (ich nenne dazu den Artikel über drohende Frauenarmut, die zu lange daheim blieben oder geringfügig beschäftigt waren). Hier fehlt eine zusammenhängende Denkweise der Politik. Ich kann nicht auf der einen Seite fordern, dass Mütter daheim bleiben sollen und andererseits warnen, dass genau diese Mütter dann in Armut leben müssen. Wo bleibt da die Logik?
es gibt hier kein eindeutiges "richtig" oder "falsch" die jeweiligen Artikel repräsentieren die Meinungen der Redakteuere. Überlegen Sie selbst, welche Argumente Sie für stichhaltiger halten.
es gibt hier kein eindeutiges "richtig" oder "falsch" die jeweiligen Artikel repräsentieren die Meinungen der Redakteuere. Überlegen Sie selbst, welche Argumente Sie für stichhaltiger halten.
Das hieße ja im Umkehrschluss, dass Arbeitslose ihre Kinder ruhig zu Hause lassen sollen, um den Arbeitstätigen nicht die Kita-Plätze wegzunehmen. Für die Eltern gut gedacht, aber was ist mit den Kindern? Wo soll bei denen die Sozialisation vor allem mit Gleichaltrigen stattfinden?
Gerade z.B. Hartz4- Empfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, werden dieses Angebot sicherlich annehmen müssen. Und die Kinder kommen zu kurz.
In der Kita hätten genau diese eher eine Chance. Dort hat man Zeit für sie und kann gegebenenfalls reagieren, wenn es Entwicklungsprobleme gibt. (Bevor es zu bösen Diskussionen kommt: Ich meine alle Kinder generell, nicht explizit Hartz4-Kinder!)
Zudem förderte das die Integration. Darauf sind doch auch immer alle so scharf.
Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen.
Ich akzeptiere es, wenn eine Frau sagt, sie möchte ganz Hausfrau und Mutter sein (solange sie weiß, was das für ihre Rente bedeutet), aber dass die Politik in solche Riegen drängt ist unverschämt.
es gibt genügend Studien die Zeigen, dass Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahre sich negativ auf das Sozialisationsverhalten auswirkt. Ich wundere mich auch, warum Leute glauben, dass eine Kita-Angestellte, die 15-30 kleine Kinder betreuen soll dies besser kann als eine Mutter mit 1-3 Kinder.
Natürlich gibt es fälle in denen dies so ist aber es ist auch eine träumerei, dass genau diese Mütter ihre Kinder bei der Kita abgeben (werden).
"Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen."
Und die Väter? Soweit ich weiß wird das Betreungsgeld nicht nur ausgezahlt, wenn die Mutter zuhause bleibt. Ich finde es jedenfalls veraltet, wenn man Kindererziehung zur reinen Frauensache macht. Väter können genauso gut zuhause bleiben, oder man wechselt sich ab, das finde ich eh das Beste. Aber nein Krippenbetreuung wird immer gegen Frauenerwerbstätigkeit ausgespielt! Ich jedenfalls hab schon 4 Wochen nach der Geburt wieder weiter gemacht und bin trotzdem keine reine Befürtworterin der Krippenbetreuung!!!
Ihre Aussage:
"Gerade z.B. Hartz4- Empfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, werden dieses Angebot sicherlich annehmen müssen. Und die Kinder kommen zu kurz." Mag zwar einerseits richtig sein, weil die Erziehungsberechtigten sich eventuell dieses Geld in die eigene Tasche stecken, sprich: Wie den Hartz IV-Satz der Kinder für sich verbrauchen (Fälle dieser Art werden immer wieder beklagt, sind aber nur sehr schwer zu beweisen.
Denn schon jetzt kann der Kita-Besuch von Hartz IV-Empfängern (Kind) durch Kommunen finanziell gefördert werden.
Auch die Aussage:
"In der Kita hätten genau diese eher eine Chance. Dort hat man Zeit für sie und kann gegebenenfalls reagieren, wenn es Entwicklungsprobleme gibt. (Bevor es zu bösen Diskussionen kommt: Ich meine alle Kinder generell, nicht explizit Hartz4-Kinder!)
Zudem förderte das die Integration. Darauf sind doch auch immer alle so scharf." stimmt nur bedingt:
a. Sind die Kita-Betreuerinnen nicht nur für 1-5 Kinder zuständig und
b. und vor Allem: Sie können Entwicklungsprobleme der Kinder nur gegenüber den Erziehungsberechtigten ansprechen. Wenn die darauf nicht reagieren und eine Zusammenarbeit/Unterstützung ablehnen, dann sind die Kitas machtlos. Das Jugendamt einschalten, weil ein Kind die anderen Kinder in der Kita tyrannisiert? Da können sie sich selbst vorstellen, was geschehen würde.
Und wie sonst auch: Integration erfordert Integrationsbereitschaft und -willigkeit von beiden Seiten.
es gibt genügend Studien die Zeigen, dass Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahre sich negativ auf das Sozialisationsverhalten auswirkt. Ich wundere mich auch, warum Leute glauben, dass eine Kita-Angestellte, die 15-30 kleine Kinder betreuen soll dies besser kann als eine Mutter mit 1-3 Kinder.
Natürlich gibt es fälle in denen dies so ist aber es ist auch eine träumerei, dass genau diese Mütter ihre Kinder bei der Kita abgeben (werden).
"Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen."
Und die Väter? Soweit ich weiß wird das Betreungsgeld nicht nur ausgezahlt, wenn die Mutter zuhause bleibt. Ich finde es jedenfalls veraltet, wenn man Kindererziehung zur reinen Frauensache macht. Väter können genauso gut zuhause bleiben, oder man wechselt sich ab, das finde ich eh das Beste. Aber nein Krippenbetreuung wird immer gegen Frauenerwerbstätigkeit ausgespielt! Ich jedenfalls hab schon 4 Wochen nach der Geburt wieder weiter gemacht und bin trotzdem keine reine Befürtworterin der Krippenbetreuung!!!
Ihre Aussage:
"Gerade z.B. Hartz4- Empfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, werden dieses Angebot sicherlich annehmen müssen. Und die Kinder kommen zu kurz." Mag zwar einerseits richtig sein, weil die Erziehungsberechtigten sich eventuell dieses Geld in die eigene Tasche stecken, sprich: Wie den Hartz IV-Satz der Kinder für sich verbrauchen (Fälle dieser Art werden immer wieder beklagt, sind aber nur sehr schwer zu beweisen.
Denn schon jetzt kann der Kita-Besuch von Hartz IV-Empfängern (Kind) durch Kommunen finanziell gefördert werden.
Auch die Aussage:
"In der Kita hätten genau diese eher eine Chance. Dort hat man Zeit für sie und kann gegebenenfalls reagieren, wenn es Entwicklungsprobleme gibt. (Bevor es zu bösen Diskussionen kommt: Ich meine alle Kinder generell, nicht explizit Hartz4-Kinder!)
Zudem förderte das die Integration. Darauf sind doch auch immer alle so scharf." stimmt nur bedingt:
a. Sind die Kita-Betreuerinnen nicht nur für 1-5 Kinder zuständig und
b. und vor Allem: Sie können Entwicklungsprobleme der Kinder nur gegenüber den Erziehungsberechtigten ansprechen. Wenn die darauf nicht reagieren und eine Zusammenarbeit/Unterstützung ablehnen, dann sind die Kitas machtlos. Das Jugendamt einschalten, weil ein Kind die anderen Kinder in der Kita tyrannisiert? Da können sie sich selbst vorstellen, was geschehen würde.
Und wie sonst auch: Integration erfordert Integrationsbereitschaft und -willigkeit von beiden Seiten.
... da die Kitagebuehren in Thueringen so niedrig sind. Ob jemand aber z.B. in Freiburg 800 Euro fuer einen Kitaplatz zahlt, oder 150 erhaelt ist schon eine ganz andere Frage. Erst recht wenn man mehrere Kinder hat und dadurch, dass man zu hause bleibt, dann auch die anderen zu hause betreuen kann.
es gibt genügend Studien die Zeigen, dass Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahre sich negativ auf das Sozialisationsverhalten auswirkt. Ich wundere mich auch, warum Leute glauben, dass eine Kita-Angestellte, die 15-30 kleine Kinder betreuen soll dies besser kann als eine Mutter mit 1-3 Kinder.
Natürlich gibt es fälle in denen dies so ist aber es ist auch eine träumerei, dass genau diese Mütter ihre Kinder bei der Kita abgeben (werden).
es gibt doch für jede Meinung die passende Studie...
Interessanter und aufschlussreicher finde ich da die Erfahrungen erfahrener Kindergärtnerinnen. Zum Beispiel dass Kinder, die erst ab dem 3. Lebensjahr in den Kindergarten gehen vor allem dadurch auffallen, dass sie in einigen Bereichen (Sozialkompetenz, Sprachkompetenz) weit hinter gleichaltrigen Kindergartenkindern zurück sind - in der Regel ca. 1 Jahr!
Ich sagte nicht, Erzieherinnen könnten das generell besser. Jedoch haben sie eine Ausbildung (gut, an der müsste auch noch gefeilt werden) und können durch Erfahrung, Vergleiche, ihre Ausbildung und vor allem Objektivität (zumindest mehr als die Eltern objektiv sein können, was ja ganz natürlich ist) Förderungsbedarf eher erkennen und entgegenwirken.
Auch die angeblichen Rückstände bei der Sozialisation sind diferenziert zu betrachten. Manche Kinder sind noch nicht so weit wie andere mit 3 Jahren, das ist klar. Aber die notwendige Sozialisation unter Gleichaltrigen (inklusive Durchsetzung von Bedürfnissen vor anderen, "Rangordnung" ausmachen etc.) ist nunmal zu hause nicht oder kaum möglich, denn vor den Eltern kann man sich nunmal weder behaupten noch durchsetzen wie vor Gleichberechtigten. Auch der beginnende Abnabelungsprozess ist hier sehr wichtig. Man könnte auch unterstellen, dass Kinder, die nie in einer Kita waren, zu Schulbeginn massive Probleme mit der Entfernung vom Elternhaus haben und vielleicht sogar noch einige Jahre mehr brauchen werden, um selbstständiger zu werden. Irgendeine Studie wird das schon aussagen ;)
es gibt doch für jede Meinung die passende Studie...
Interessanter und aufschlussreicher finde ich da die Erfahrungen erfahrener Kindergärtnerinnen. Zum Beispiel dass Kinder, die erst ab dem 3. Lebensjahr in den Kindergarten gehen vor allem dadurch auffallen, dass sie in einigen Bereichen (Sozialkompetenz, Sprachkompetenz) weit hinter gleichaltrigen Kindergartenkindern zurück sind - in der Regel ca. 1 Jahr!
Ich sagte nicht, Erzieherinnen könnten das generell besser. Jedoch haben sie eine Ausbildung (gut, an der müsste auch noch gefeilt werden) und können durch Erfahrung, Vergleiche, ihre Ausbildung und vor allem Objektivität (zumindest mehr als die Eltern objektiv sein können, was ja ganz natürlich ist) Förderungsbedarf eher erkennen und entgegenwirken.
Auch die angeblichen Rückstände bei der Sozialisation sind diferenziert zu betrachten. Manche Kinder sind noch nicht so weit wie andere mit 3 Jahren, das ist klar. Aber die notwendige Sozialisation unter Gleichaltrigen (inklusive Durchsetzung von Bedürfnissen vor anderen, "Rangordnung" ausmachen etc.) ist nunmal zu hause nicht oder kaum möglich, denn vor den Eltern kann man sich nunmal weder behaupten noch durchsetzen wie vor Gleichberechtigten. Auch der beginnende Abnabelungsprozess ist hier sehr wichtig. Man könnte auch unterstellen, dass Kinder, die nie in einer Kita waren, zu Schulbeginn massive Probleme mit der Entfernung vom Elternhaus haben und vielleicht sogar noch einige Jahre mehr brauchen werden, um selbstständiger zu werden. Irgendeine Studie wird das schon aussagen ;)
es gibt hier kein eindeutiges "richtig" oder "falsch" die jeweiligen Artikel repräsentieren die Meinungen der Redakteuere. Überlegen Sie selbst, welche Argumente Sie für stichhaltiger halten.
dann erwarte ich einen differenziertes Bild in einem Artikel, der die Online- und die Papierleser gleichermaßen gut informiert. So entsteht den Eindruck, dass die Zeit möglichst vielen Lesern nach dem Mund reden möchte.
dann erwarte ich einen differenziertes Bild in einem Artikel, der die Online- und die Papierleser gleichermaßen gut informiert. So entsteht den Eindruck, dass die Zeit möglichst vielen Lesern nach dem Mund reden möchte.
dann erwarte ich einen differenziertes Bild in einem Artikel, der die Online- und die Papierleser gleichermaßen gut informiert. So entsteht den Eindruck, dass die Zeit möglichst vielen Lesern nach dem Mund reden möchte.
"Aber mit einer Herdprämie sehe ich schwarz. Das ist veraltetes, verstaubtes, nicht zeitgemäßes und erzkonservatives Denken: Muttchen bleibt schön daheim und ist ganz Hausfrau und Papa ist der Familienernährer. Bei den heutigen Lohn-Kosten-Verhältnissen undenkbar. Und für Frauen unwürdig. Ich will mich nicht für ein paar lausige Kröten daheim einpflocken lassen."
Und die Väter? Soweit ich weiß wird das Betreungsgeld nicht nur ausgezahlt, wenn die Mutter zuhause bleibt. Ich finde es jedenfalls veraltet, wenn man Kindererziehung zur reinen Frauensache macht. Väter können genauso gut zuhause bleiben, oder man wechselt sich ab, das finde ich eh das Beste. Aber nein Krippenbetreuung wird immer gegen Frauenerwerbstätigkeit ausgespielt! Ich jedenfalls hab schon 4 Wochen nach der Geburt wieder weiter gemacht und bin trotzdem keine reine Befürtworterin der Krippenbetreuung!!!
"Und die Väter? Soweit ich weiß wird das Betreungsgeld nicht nur ausgezahlt, wenn die Mutter zuhause bleibt. Ich finde es jedenfalls veraltet, wenn man Kindererziehung zur reinen Frauensache macht."
Wow, das ist ja schon mal fortschrittlich. Zumindest bei Kita-Plätzen zb wird eine alleinerziehende Mutter immer noch einem alleinerziehenden Vater vorgezogen.
Aber unterm Strich kann ich dem TE nur beipflichten. Kinder sollten in jungen Jahren Zeit mit ihres gleichen verbringen. Dieses Modell fördert geradezu die Ghettoisierung von H4lern und Migranten.
die Erziehung zur reinen Frauensache erklärt. Auch ich bin für eine gleichberechtigte Erziehung durch Vater UND Mutter. Aber es ist ja nunmal so, dass eine Frau doch mehr "opfert", als ein Mann.
Sie haben wirklich schnell wieder angefangen. Mir wäre das persönlich wohl zu schnell gewesen, aber das muss ja jeder für sich entscheiden.
In der krippenbetreuung haben wir denke ich ähnliche Meinungen. Ich bin weder komplett für noch komplett gegen Krippenbetreuung. Es kommt immer auf die Umstände an. Aber ich war auch in einer Kinderkrippe und mir hat es jedenfalls nicht geschadet. Anders wäre es aber auch gar nicht möglich gewesen, wo doch meine Mutter alleinerziehend war und mein 'Vater' sich nie interessierte.
Mit meinem überspitzt dargestellten Kommentar wollte ich zeigen, dass dieses Modell doch geradezu wieder in diese alte Leier drängt. Und wenn man mal rein wirtschaftlich rechnet, so verdient ein Mann im Schnitt immernoch mehr als eine Frau mit gleicher Ausbildung und Kenntnissen im gleichen Berufsstand. Somit gehe ich persönlich davon aus, dass die meisten Paare sich doch eher dazu entschließen werden, dass die Frau länger daheimbleibt als der Mann, einfach um trotzdem so viel Geld wie möglich rauszuholen. Ich würde es jedenfalls so machen, wenn mein Mann mehr Geld erhält als ich. Pure Kalkulation. Und darauf wird doch sowas ausgelegt. Das ist keine Spinnerei oder Schwarzmalerei, sondern leider Realität, ich erinnere nur an von der Leyens Hausfrauenzitate.
"Und die Väter? Soweit ich weiß wird das Betreungsgeld nicht nur ausgezahlt, wenn die Mutter zuhause bleibt. Ich finde es jedenfalls veraltet, wenn man Kindererziehung zur reinen Frauensache macht."
Wow, das ist ja schon mal fortschrittlich. Zumindest bei Kita-Plätzen zb wird eine alleinerziehende Mutter immer noch einem alleinerziehenden Vater vorgezogen.
Aber unterm Strich kann ich dem TE nur beipflichten. Kinder sollten in jungen Jahren Zeit mit ihres gleichen verbringen. Dieses Modell fördert geradezu die Ghettoisierung von H4lern und Migranten.
die Erziehung zur reinen Frauensache erklärt. Auch ich bin für eine gleichberechtigte Erziehung durch Vater UND Mutter. Aber es ist ja nunmal so, dass eine Frau doch mehr "opfert", als ein Mann.
Sie haben wirklich schnell wieder angefangen. Mir wäre das persönlich wohl zu schnell gewesen, aber das muss ja jeder für sich entscheiden.
In der krippenbetreuung haben wir denke ich ähnliche Meinungen. Ich bin weder komplett für noch komplett gegen Krippenbetreuung. Es kommt immer auf die Umstände an. Aber ich war auch in einer Kinderkrippe und mir hat es jedenfalls nicht geschadet. Anders wäre es aber auch gar nicht möglich gewesen, wo doch meine Mutter alleinerziehend war und mein 'Vater' sich nie interessierte.
Mit meinem überspitzt dargestellten Kommentar wollte ich zeigen, dass dieses Modell doch geradezu wieder in diese alte Leier drängt. Und wenn man mal rein wirtschaftlich rechnet, so verdient ein Mann im Schnitt immernoch mehr als eine Frau mit gleicher Ausbildung und Kenntnissen im gleichen Berufsstand. Somit gehe ich persönlich davon aus, dass die meisten Paare sich doch eher dazu entschließen werden, dass die Frau länger daheimbleibt als der Mann, einfach um trotzdem so viel Geld wie möglich rauszuholen. Ich würde es jedenfalls so machen, wenn mein Mann mehr Geld erhält als ich. Pure Kalkulation. Und darauf wird doch sowas ausgelegt. Das ist keine Spinnerei oder Schwarzmalerei, sondern leider Realität, ich erinnere nur an von der Leyens Hausfrauenzitate.
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