Piratenpartei: Nazi-Vergleiche und Machtkämpfe
Die Piraten werden von Medien und Konkurrenz zunehmend scharf attackiert. Auch intern streiten sie: Am Wochenende küren sie den neuen Parteichef. Von M. Schlieben
Inzwischen haben auch die Spitzen-Piraten erkannt, dass die Partei ein Rechtsextremismus-Problem hat. Anfangs, als die ersten anti-semitischen, anti-muslimischen oder NS-relativierenden Äußerungen an der Piraten-Basis aufpoppten, sprach die Parteiführung gern von "Einzelfällen". Jede Partei hätte einen gewissen Prozentsatz an Idioten, hieß es dann. Im Parteiprogramm distanziere man sich dagegen klar von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Die Piraten hätten "kein rechtes Problem", ließ sich am Wochenende noch einmal Parteichef Sebastian Nerz zitieren, obwohl zuvor die politische Geschäftsführerin Marina Weisband gerade den zu laxen Umgang ihrer Partei mit rechten Mitgliedern beklagt hatte.
An diesem Montag klingt Nerz schon etwas anders. Er klagt über "dämliche" Parteifreunde und mahnt einen "professionelleren Umgang mit Medien" an. Der Berliner Fraktionschef Andreas Baum sagt, die Partei sei künftig sehr wohl "daran zu messen", wie sie mit rechtsextremen Positionen aus ihren Reihen umgehe.
Schuld an diesem neuen Problembewusstsein ist Martin Delius, der Politische Geschäftsführer der Berliner Piratenfraktion. Dieser hatte in einem Gespräch mit einem Spiegel-Redakteur den "rasanten Aufstieg" der Piraten mit dem der NSDAP verglichen. Inzwischen hat er sich in seinem Blog entschuldigt und den Vergleich bereut.
"Nazimäßig" – ein im Netz beliebtes Schimpfwort
Ausgerechnet Delius: Der 27-jährige Physiker gilt in einer Partei voller politischer Anfänger als einer der wenigen Profis. Selbst die politische Konkurrenz im Berliner Abgeordnetenhaus hält ihn für einen der seriöseren Piraten. In seiner Jugend hat er sich in Brandenburg ehrenamtlich gegen Rechtsextremismus engagiert. Er sei "völlig unverdächtig", was das Nazi-Ding angehe, sagt ein Berliner Pirat, der ihn schon länger kennt.
Warum dann überhaupt dieser Vergleich? Achselzucken. Der Berliner Pirat sagt: Delius habe das vermutlich im Gespräch einfach mal so rausgehauen und die Wirkung seiner Sätze nicht durchdacht. Tatsächlich pflegen die Piraten in ihren Chats eine drastische Sprache, die nicht immer politisch korrekt ist. Online formuliere man eben extremer als offline. "Nazimäßig" sei im Netz ein durchaus beliebtes Schimpfwort, hört man aus der Partei. Es klingt nicht so, als wolle man daran künftig etwas ändern.
Kritischer formuliert es Anita Möllering, die Pressesprecherin der Partei: Delius' NSDAP-Sätze seien Ausdruck der "Überforderung" und "Überlastung", mit der Piraten derzeit zu kämpfen hätten. Doch auch den Medien geben die Piraten Schuld: Jedes Wort der neuen, jungen Politikergarde werde inzwischen von der Öffentlichkeit auf die Goldwaage gelegt. "Die Medien greifen alles dankbar auf – und verwenden es gegen uns", beschweren sich die Berliner Piraten.
Kritischere Berichterstattung
Auch die Piraten aus Schleswig-Holstein klagen darüber, dass Äußerungen ihrer Kandidaten in diesem Wahlkampf unfair zitiert würden. Ihr Direktkandidat aus Lübeck hatte sich kritisch über den Zentralrat für Juden geäußert. Seither werde das von Presse und Konkurrenz aufgebauscht und willentlich in einen falschen Kontext gestellt, heißt es an der Küste.
Tatsächlich weht den Piraten derzeit ein rauer Wind entgegen. Während ihrer ersten Erfolge wurden sie meist als lustige, bunte Chaostruppe dargestellt, die den politischen Betrieb durchaus bereichert. Inzwischen ist die Berichterstattung schärfer und kritischer. Programm und Kandidaten werden aufmerksam durchleuchtet. Das ganze oft im hämischen Ton. "Avanti Dilettanti", titelt diese Woche der Spiegel. Auch die ZEIT wird sich in ihrer Ausgabe am Donnerstag mit den Piraten auseinandersetzen. ZEIT ONLINE stellte unlängst im Interview dem Spitzenkandidaten zur NRW-Wahl etliche kritische Fragen, was mehrere Leser als unangemessen scharf bezeichnet haben.
Keine Frage: Die Schonphase für die Piraten ist vorbei. Verwunderlich ist das allerdings nicht, angesichts der jüngsten Umfragen. Die Partei steht derzeit bei etwa zehn Prozent. Sie macht den Grünen die Position als drittstärkste Kraft ernsthaft streitig. Binnen kurzer Zeit ist sie zum echten Machtfaktor geworden, der für Koalitionen infrage kommt oder diese verhindern kann. Kein Wunder also, dass Medien und Konkurrenz den Polit-Neulingen derzeit einen gewissen Lackmustest abverlangen. Wer will schon von Dilettanten regiert werden oder mit ihnen koalieren? Oder von verkappten Rechten?
Die Piraten selbst sprechen von "Wachstumsschmerzen", an denen sie derzeit litten. Ihre Mitgliederzahl hat sich in Folge der jüngsten Wahlerfolge binnen kurzer Zeit nahezu verdoppelt. Über "Mitläufer" und "Fünf-Minuten-Piraten" spotten diejenigen, die schon seit 2009 dabei sind. Bei diesem Zuwachs an Neu-Mitgliedern könne man für die ideologische Sattelfestigkeit eines jeden Einzelnen nicht garantieren, heißt es zur Entschuldigung.
Kein freies Zimmer mehr in Neumünster
Zusammentreffen werden all die neuen und alten Piraten an diesem Wochenende. In Neumünster findet der Bundesparteitag statt. Alle gut 25.000 Mitglieder sind eingeladen. Knapp 3.000 werden erwartet. In ganz Neumünster gibt es heute schon kein freies Hotelzimmer mehr.
Gemäß der basisdemokratischen Tradition hat jeder Teilnehmer Rederecht. Gewählt wird der neue Bundesvorstand, inklusive Parteichef. Dutzende Kandidaten stehen zur Wahl. Alle sollen sich vorstellen. Dass sich einer der Favoriten durchsetzt, entweder der bisherige Parteichef Nerz oder sein Stellvertreter Bernd Schlömer, gilt keineswegs als ausgemacht. Begehrt ist auch der Job des Politischen Geschäftsführers, den bisher Marina Weisband ausübte, die sich nun vorübergehend aus der Politik zurückzieht. Einer der Kandidaten war Martin Delius aus Berlin, der nach seinem NS-Vergleich nun aber verzichtet.
Beobachter wie Piraten selbst erwarten, dass es wieder einmal chaotisch wird, wie so oft, wenn die Partei zusammenkommt. Allerdings, auch darauf verweisen mehrere Alt-Piraten: Bislang hat das Chaos der Partei nicht sonderlich geschadet. Nicht mal rechtsextreme Zitate, die es schon vor Monaten gab, haben ihrem Aufstieg etwas anhaben können.








Herr Delius ist ja wirklich absolut unverdächtig, was Sympathien für rechte Gesinnung angeht. Wenn ihm einmal ein misslungener Vergleich rausrutscht, dann wird dieses eine Zitat von allen Medien begierig hundertfach wiedergegeben und tausendfach negativ kommentiert, auch wenn er sich für diesen Vergleich schon längst entschuldigt hat.Politiker können nur noch absolut perfekte 100prozentig kontrollierte Sprechautomaten sein, die jedes Wort bevor sie es aussprechen
hundertmal auf die Goldwaage legen. Mir graut es vor diesen all zu perfekten Politsprechern mit ihren Wortblasen
"Mir graut es vor diesen all zu perfekten Politsprechern mit ihren Wortblasen"
Aber genau dieser Typus würde noch mehr gefördert, wenn sich die Piraten mit ihren Ideen durchstzen würden. Zur Erinnerung: Die Piraten fordern z.B. Koalitionsgespräche und andere Gremien live im Internet zu übertragen. Wer spräche denn da noch frei und suchte nach Kompromissen, wenn er weiß, dass tausende Zuschauer nur darauf warten, dass etwas "Unkorrektes" gesagt wird. Die Piraten erleben gerade das Ergebnis Ihrer eigenen Forderungen, der Abschaffung aller kommunikativen Schutzräume.
Zum Nachdenken: Die totale Transparenz heißt die totale Überwachung.
"...Wenn ihm einmal ein misslungener Vergleich rausrutscht, ..."
Ja gerade dieses "Rausrutschen" zeigt, was in den Tiefen dieses Herren schlummert. Man kann nur dankbar sein, dass sich an vielen Stellen jetzt zeigt, wes Geistes Kind diese Damen und Herren sind!
Ein Bundestagspräsident - Jenninger - wegen ähnlicher unsäglicher Worte zurück getreten.
Für so etwas gehört ein konsequenter Ausschluss aus der Partei!
Aber diese Konsequenz besitzen diese Damen und Herren nicht!
Auch das spricht Bände!!
noch keine Stiftung, die auch Rhetorik-Kurse anbietet. Deshalb werden sie den "etbalierten Parteien" auf dem Sektor der "Hohlsprecherei" noch etwas länger unterlegen sein. Mit vielen Worten wenig sagen ist noch bei vielen die Erwartungshaltung an die Politiker. Das ist hoffentlich nun bald vorbei.
"Mir graut es vor diesen all zu perfekten Politsprechern mit ihren Wortblasen"
Aber genau dieser Typus würde noch mehr gefördert, wenn sich die Piraten mit ihren Ideen durchstzen würden. Zur Erinnerung: Die Piraten fordern z.B. Koalitionsgespräche und andere Gremien live im Internet zu übertragen. Wer spräche denn da noch frei und suchte nach Kompromissen, wenn er weiß, dass tausende Zuschauer nur darauf warten, dass etwas "Unkorrektes" gesagt wird. Die Piraten erleben gerade das Ergebnis Ihrer eigenen Forderungen, der Abschaffung aller kommunikativen Schutzräume.
Zum Nachdenken: Die totale Transparenz heißt die totale Überwachung.
"...Wenn ihm einmal ein misslungener Vergleich rausrutscht, ..."
Ja gerade dieses "Rausrutschen" zeigt, was in den Tiefen dieses Herren schlummert. Man kann nur dankbar sein, dass sich an vielen Stellen jetzt zeigt, wes Geistes Kind diese Damen und Herren sind!
Ein Bundestagspräsident - Jenninger - wegen ähnlicher unsäglicher Worte zurück getreten.
Für so etwas gehört ein konsequenter Ausschluss aus der Partei!
Aber diese Konsequenz besitzen diese Damen und Herren nicht!
Auch das spricht Bände!!
noch keine Stiftung, die auch Rhetorik-Kurse anbietet. Deshalb werden sie den "etbalierten Parteien" auf dem Sektor der "Hohlsprecherei" noch etwas länger unterlegen sein. Mit vielen Worten wenig sagen ist noch bei vielen die Erwartungshaltung an die Politiker. Das ist hoffentlich nun bald vorbei.
Wie man auf einen Vergleich des Erfolgs Piratenpartei mit dem der NSDAP kommt, ist mir auch nicht erklärlich. Der Vergleich ergibt einfach von keinem Betrachtungswinkel Sinn. Vielleicht müsste man den Kontext kennen, aber es bleibt irritierend.
Was die Sprache im Netz angeht, so ist besonders im Englischen Sprachraum die Bezeichnung "Irgendwas-Nazi" durchaus gebräuchlich, und wenn man sich in diesem internationaleren Umfeld bewegegt, gewöhnt man sich das vielleicht an und sagt es auch mal in entsprechendem Kontext.
(Bekanntes Beispiel, Linus Torvalds, http://www.tecchannel.de/...)
Dass die Piraten ein grundsätzliches Problem mit Rechtsradikalen haben, glaube ich nicht. Dazu sind sie zu weltoffen und international ausgerichtet, auch ihr Wertesystem mit Demokratie, Freiheit des Individuums und Bildung und Kultur als passt dazu nicht so recht.
Aber der Umgang damit ist eben noch nicht eingespielt.
Die ablehnenden Reaktionen aus der Partei sind ja aber doch recht deutlich.
Im Spiegel Interview kann man es nachlesen.
Der Mann hat lediglich zum Ausdruck gebracht, dass der rasante Aufstieg der NSDAP auf großen wirtschaftlichen Nöten weiter Teile der Bevölkerung und auf einer gehörigen Portion Wut verarmter Bevölkerungsschichten und deren Protestpotential beruhte.
Das den Piraten heute soviele aus Protest gegen soziale Ungerechtigkeiten und abgehobene Politiker ihre Stimme geben wollen und der Zustrom so schnell geht, hat ihn zu diesem Vergleich geführt.
Man sieht, wenn behauptet wird, er habe "den Erfolg" der Piraten mit dem der NSDAP verglichen, ist dies absichtlich abwertend aus dem Zusammenhang gerissen.
Nachdem die Diffamerung der Partei als ahnungslose Anfänger sich in den Umfragen nicht widerspiegelte, wird jetzt von den Medien die Nazikarte gezogen.
Faschistische Parteimitglieder sind die Pest, aber ich behaupte die Idiotendichte ist an jedem niederbayerischen CSU Stammtisch genauso hoch, wenn nicht höher.
Und das verbale Entgleisungen von teils einfachen Parteimitgliedern der Piraten so hochgepusht werden können, liegt zum großen Teil daran, dass jede Äußerung transparent und nachlesbar kommuniziert wird. Wie gesagt, wie auch in der ganzen Bevölkerung gibt es in jeder Partei Idioten. Dadurch auf rechte Unterwanderung zu schließen ist Quatsch.
graphicdog
gehören, konnte ich bisher nicht feststellen. Aber jeder ist natürlich willkommen, sich am Kampf gegen die konservativen Windmühlenflügel zu beteiligen.
Im Spiegel Interview kann man es nachlesen.
Der Mann hat lediglich zum Ausdruck gebracht, dass der rasante Aufstieg der NSDAP auf großen wirtschaftlichen Nöten weiter Teile der Bevölkerung und auf einer gehörigen Portion Wut verarmter Bevölkerungsschichten und deren Protestpotential beruhte.
Das den Piraten heute soviele aus Protest gegen soziale Ungerechtigkeiten und abgehobene Politiker ihre Stimme geben wollen und der Zustrom so schnell geht, hat ihn zu diesem Vergleich geführt.
Man sieht, wenn behauptet wird, er habe "den Erfolg" der Piraten mit dem der NSDAP verglichen, ist dies absichtlich abwertend aus dem Zusammenhang gerissen.
Nachdem die Diffamerung der Partei als ahnungslose Anfänger sich in den Umfragen nicht widerspiegelte, wird jetzt von den Medien die Nazikarte gezogen.
Faschistische Parteimitglieder sind die Pest, aber ich behaupte die Idiotendichte ist an jedem niederbayerischen CSU Stammtisch genauso hoch, wenn nicht höher.
Und das verbale Entgleisungen von teils einfachen Parteimitgliedern der Piraten so hochgepusht werden können, liegt zum großen Teil daran, dass jede Äußerung transparent und nachlesbar kommuniziert wird. Wie gesagt, wie auch in der ganzen Bevölkerung gibt es in jeder Partei Idioten. Dadurch auf rechte Unterwanderung zu schließen ist Quatsch.
graphicdog
gehören, konnte ich bisher nicht feststellen. Aber jeder ist natürlich willkommen, sich am Kampf gegen die konservativen Windmühlenflügel zu beteiligen.
Martin Delius hat einen sehr unglücklichen Vergleich zu Rate gezogen, als er den (zeitlichen) Aufstieg der Piraten mit dem der NSDAP verglich.
Doch sollten wir auch die Kirche im Dorf lassen, denn meines Wissens (leider weiß ich nicht genau, was er ganz genau sagte) fand hier lediglich ein chronologischer Vergleich statt, der aufzeigen sollte, dass die Piratenpartei einen ähnlich raketenhaften Aufstieg erfährt, wie seinerseits die Partei, die das III.Reich begründete.
Insofern möchte ich daran erinnern, dass dies schon einen Unterschied macht und dass dies nichts mit Rechtsradikalismus zu tun hat.
Ebensogut könnte man behaupten, dass eine Partei (nennen wir sie "XY") ähnliche Berufsgruppenanteile hat wie seinerzeit die NSDAP. Es sollte jedem einleuchten, dass die parteipolitische Richtung dieser Partei XY gar nichts mit der der NSDAP gemein hat, da sie sich lediglich auf die Berufsgruppenanteile bezieht.
So ähnlich sehe ich das hier auch und ich weiß nicht, warum das so aufgebauscht wird. Der Vergleich ist unglücklich gewesen, aber sonst nichts. Von rechten Gesinnungsproblemen -in diesem Fall- kann nun wirklich nicht die Rede sein.
Welcome to reality, pirates. Erst entern und dann blöd auf dem Schiff rumstehen und nicht wissen wie's weiter geht. Vielleicht mal eine von den zwei Augenklappen ablegen.
ist das...
Noch besser: Keine Augen(Scheu)klappen!
Passt nicht zu "weltoffen"...
Aber für Medien und andere "Basher" gilt: Abwarten - vielleicht überraschen die Piraten dadurch, dass sie schneller lernfähig sind...
Vielleicht sogar schneller als es den Etablierten und "Miesmachern" lieb ist...
Solche Kommentare kommen von denjenigen, "die es nicht mal gelernt haben zu schwimmen, sozusagen nicht mal auf das Schiff dürften bzw. zu ängstlich wären, aber grölend an der Küste stehend."
ist das...
Noch besser: Keine Augen(Scheu)klappen!
Passt nicht zu "weltoffen"...
Aber für Medien und andere "Basher" gilt: Abwarten - vielleicht überraschen die Piraten dadurch, dass sie schneller lernfähig sind...
Vielleicht sogar schneller als es den Etablierten und "Miesmachern" lieb ist...
Solche Kommentare kommen von denjenigen, "die es nicht mal gelernt haben zu schwimmen, sozusagen nicht mal auf das Schiff dürften bzw. zu ängstlich wären, aber grölend an der Küste stehend."
sind in meinen Augen jene, die
- billige Diffamierungsversuche erkennen und nicht so leicht darauf hereinfallen
- ihre Meinung zur Wählbarkeit einer Partei nicht überstürzt ändern, weil mal ein schwarzes Schaf auftaucht (Gibt es eine Partei, die frei von ihnen ist?).
- nachfragen, was gemeint ist, wenn jemand steile Thesen zum Holocaust aufstellt. Das ist meiner Ansicht nach bei Ihrer Aussage der Fall, wonach diejenigen, die den Erfolg ihrer Partei mit dem der NSDAP gleichsetzen, "die Leugnung des Holocausts legalisieren wollen". Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht im Geringsten.
Die Erkärung ist einfach: Häme & Politikverachtung.
Die Grünen und die SPD sind gescheitert, die CDU wird in einigen Artikeln in der Zeit (Wefing?) sogar als "modern" bezeichnet.
Was sollen junge Leute da wohl wählen? Deshalb versuchen sie es jetzt mit ihresgleichen. Die haben zwar auch keine Ahnung, wirken aber erst einmal ehrlicher und -- bei den Ihnen vertrauten Themen, ohne Lobbyeinfluss -- bei weitem besser informiert.
Versuchen sollte man das daher unbedingt. Auch wenn die von Machiavelli aufgezeigten Konflikte zwischen politischen Verhalten und Idealen weiterhin bestehen bleiben ...
Aber wenn man beachtet, was CDU, SPD, Grüne und die FDP gerade (nicht) machen (ACTA, Urheberrecht, VDS, Apple, Facebook, Banken), ist da noch eine Menge Platz.
Und die Interviews in der Zeit sind, vergleicht man sie z. B. mit denen im DLF, einfach unterirdisch. Interviews sind Arbeit für Profis ...
Martin Delius ging aus meiner Sicht mit seinem unglücklichen Vergleich gut und ehrlich um. Ich kenne ihn nicht, fand sein Verhalten soweit aber in Ordnung.
Wäre die Zeit etwas mutiger, könnte sie auch andere Artikel schreiben, statt sich nur auf Mini Skandale zu konzentrieren. Dies ist aber vermutlich redaktionell gar nicht gewollt. Schade -- zu viele zu junge Autoren im Online Bereich, zu viele zu konservative im Print ... Naja, es gibt ja noch andere Webseiten und Medien.
wollte sich um ALLE Meinungen kümmern und KEINE ausgrenzen - war wohl nichts.
wollte sich um ALLE Meinungen kümmern und KEINE ausgrenzen - war wohl nichts.
hier die Grundsatz- und Wahlprogramme (nach Bundesländern)
der Piratenpartei.
https://www.piratenpartei...
Das Konzept der Partei ist grundlegend neu und
es ist absolut zeitgemäß.
Die Zustimmung zu den Piraten verschreckt Medien
und andere Parteien gleichermaßen....
und führt zu vorhersehbaren Reaktionen.
Der Mechanismus der "allgemeinen Ablehnung" gleicht
derjenigen, die man beim Erscheinen des
Gedichts von Grass wahrnehmen konnte.
Als ehemaliges Mitglied der FDP (als dort noch
Bürgerrechte im Mittelpunkt standen), dann jahrelange
Wählerin der Grünen(deren Mimikry Taktik zwecks
Machterlangung erschreckend ist), bin ich jetzt froh
über die Piratenpartei.
Authentizität und Wahrhaftigkeit sind nicht die
schlechtesten Grundvoraussetzungen für politische
Menschen.....und das zeichnet mit Sicherheit
die Piraten aus.
Sie setzen sich vehement für Informationsfreiheit und Meinungsfreiheit ein.
Und wie sehr man auf die Informationen des
Internets angewiesen ist.....das weiß ich
spätestens, seitdem ich hier täglich die Nachrichten
der Mainstreammedien kritisch verfolge und mit
den anderen Infos des Netzes abgleiche .
Das Recht auf eine umfassende, unzensierte Information,
ist für mich ein Menschenrecht.
Die Grünen schützen dieses Recht nicht mehr.
Ihr Machtinstinkt hat sie verdorben.
zu Ihrem Beitrag!
Da die etablierten Parteien Angst haben, zuzugeben, dass sie in vielen Programmpunkten alte Ansichten vertreten und deswegen viele Stimme verlieren, verurteilen sie neue Ideen und stempeln sie als falsch ab.
Und da die Medien auch um ihren Einfluss fürchten, den sie bei den etablierten Parteien besitzen, spielen sie dieses Spiel natürlich gerne mit.
zu Ihrem Beitrag!
Da die etablierten Parteien Angst haben, zuzugeben, dass sie in vielen Programmpunkten alte Ansichten vertreten und deswegen viele Stimme verlieren, verurteilen sie neue Ideen und stempeln sie als falsch ab.
Und da die Medien auch um ihren Einfluss fürchten, den sie bei den etablierten Parteien besitzen, spielen sie dieses Spiel natürlich gerne mit.
Es gibt mehrere Argumente, die für die Piratenpartei sprechen. Ein Argument:
Die Hetze der Springerpresse gegen die Piraten spricht dafür, dass ich bei der letzten Wahl die richtige Partei gewählt habe, die Piraten!
für die piraten spricht dasselbe wie für die grünen:
die anderen parteien
für die piraten spricht dasselbe wie für die grünen:
die anderen parteien
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