Piraten und Grüne: Streit ums Tanzverbot an Karfreitag
Das Bundesverfassungsgericht lehnt die Anträge der Piraten gegen das Verbot ab. Die Grüne Jugend nennt die Regelung unzeitgemäß; in Köln protestieren 200 Tänzer am Dom.
Hessische Mitglieder der Piratenpartei sind mit ihren Anträgen gegen das Verbot von Tanzveranstaltungen am Karfreitag vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Die Eilanträge seien unzulässig, sagte ein Gerichtssprecher. Über den Inhalt entschied das Gericht nicht. Grundlage für die Entscheidung war ein Formfehler: Die Piraten hätten demnach zunächst den hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) anrufen müssen, um den Rechtsweg auszuschöpfen, bevor sie vor das Bundesverfassungsgericht zogen.
Landespartei-Sprecher Christian Hufgard bedauerte die Entscheidung: "Das Landesgesetz greift aus religiös motivierten Gründen in unzulässiger Form in die allgemeine Freiheit ein", sagte er. Deswegen werde man weiter dagegen kämpfen. Auch weitere rechtliche Schritte werden geprüft.
Zuvor hatten Piraten in Frankfurt und Gießen zu Tanz-Demos am Karfreitag aufgerufen. Die Grüne Jugend plante ähnliche Veranstaltungen in Wiesbaden und Kiel. Die drei Aktionen in Hessen waren von den jeweils zuständigen Verwaltungsgerichten untersagt worden. Die Initiatoren kündigten an, die rechtlichen Vorgaben zu akzeptieren.
In Köln hingegen trafen sich am Karfreitagabend rund 200 Menschen auf der Domplatte, um tanzend gegen das Tanzverbot zu protestieren. Zu der Aktion unter dem Motto "Zum Teufel mit dem Tanzverbot!" hatte eine Facebook-Gruppe aufgerufen. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, griffen die Behörden nicht ein. In Kassel versammelten sich Polizeiangaben zufolge rund 30 Menschen zu einer genehmigten Demonstration mit "tanzfigürlichen Darstellungen der Teilnehmer zu Kopfhörermusik".
Nach dem hessischen Feiertagsgesetz sind Tanzveranstaltungen von Gründonnerstag 04.00 Uhr bis Ostersamstag 24.00 Uhr verboten. Am Ostersonntag und Ostermontag ist Tanzen zwischen 04.00 Uhr und 12.00 Uhr verboten, wie an allen anderen gesetzlichen Feiertagen im Jahr. Die Grüne Jugend Hessen erklärte in einer Mitteilung, gesetzlich vorgeschriebene Bräuche seien unvereinbar mit einem säkularen Staat. Es sei "nicht die Aufgabe des Staates, allen Andächtigkeit vorzuschreiben".
Ähnliche Vorschriften gibt es auch in anderen Bundesländern. Seit Jahren regt sich immer wieder zu Karfreitag dagegen Protest. Im vergangenen Jahr traf in Frankfurt ein Flashmob gegen das Tanzverbot auf eine kroatische Karfreitagsprozession und störte diese vorsätzlich. Die Gläubigen fühlten sich in ihrer Religionsausübung eingeschränkt. Der Frankfurter Rundschau zufolge sind sie immer noch verbittert ob des Vorfalls.







In der Frage nach einer tanzlosen österlichen Dreitagefeier zeigt sich in den Kommentaren immer wieder folgende Reaktion:
Man mokiert sich über die Tanzwütigen, die scheinbar jeden einzelnen Tag im Jahr das Tanzbein schwingen müssen. Es geht in dieser Frage aber nicht um einen Zappeldrang, den es 365 Tage im Jahr auszuleben gilt. Es geht vielmehr um eine strukturelle Frage, und zwar um die Freiheit jedes Einzelnen, an allen 365 Tagen im Jahr frei und für sich entscheiden zu können, ob man tanzen möchte oder nicht. Diese Entscheidung sollte in einem freiheitlich orientierten Staat und in einer durch Vielfalt gekennzeichneten Gesellschaft nicht durch Institutionen, Religionen o.dgl. vorgeschrieben sein (oder wenigstens nicht einseitig und allein durch christliche). Nicht 365 Tage im Jahr Tanzen, sondern 365 Tage im Jahr Entscheidungsfreiheit, lautet also die Forderung. Indem man diese Forderung jedoch auf die Zappelligkeit der ruhelosen Generation abwälzt, verzerrt und minimalisiert man das eigentliche Problem und verschiebt die strukturelle Forderung nach freier Lebensgestaltung auf die trivial-lächerliche Forderung nach einer eintägigen Tanzpause. Nach diesem Argumentationsmuster könnte man genauso gut fordern, dass sich die geruhsamen Karwochen-Entspanner doch auch an jedem anderen Tag im Jahr entspannen könnten. Aber so wollen wir doch nicht argumentieren, oder?
Niemand, auch der Staat nimmt Ihnen an Karfreitag nicht IHRE Freiheit zu entscheiden, ob Sie tanzen wollen oder nicht. Das können Sie halten wie Sie wollen. Der Staat hat durch Gesetze festgelegt, an Karfreitag "keine Tanzveranstaltungen auszurichten" und bezieht sich dabei auf Art. 139 GG. Warum die Aufregung über etwas, was es nicht gibt?
Niemand, auch der Staat nimmt Ihnen an Karfreitag nicht IHRE Freiheit zu entscheiden, ob Sie tanzen wollen oder nicht. Das können Sie halten wie Sie wollen. Der Staat hat durch Gesetze festgelegt, an Karfreitag "keine Tanzveranstaltungen auszurichten" und bezieht sich dabei auf Art. 139 GG. Warum die Aufregung über etwas, was es nicht gibt?
Wäre auch deutlich sinnvoller, als alle Feiertage in den Mai/Juni reinzudrücken.
Saufen ja, tanzen nein! Bekloppt oder?
Die Formulierung hat der Herr/ die Dame Pjotr_ sicher ein wenig überzogen. Dennoch komme ich nicht umhin, ihm/ihr prinzipiell zuzustimmen.
Wahlen sind ein ganz schlechter Vergleich, da diese zwar ritualisiert, sicher aber nicht schwachsinnig sind. Eine Wahl ist schließlich essentieller Bestandteil unseres Staatsystems und trägt somit zum Erhalt einer stabilen Gesellschaft und darüber zu unser aller Überleben bei, was sie der Wahl sicher nicht übel nehmen.
Religiöse Rituale haben, wenn überhaupt, einen psychischen Nutzen, weil man z.B. in der Lage ist, jemand anderem seine Sünden aufzudrücken. Was übrigens wirklich Schwachsinn ist. Stellen sie sich vor, ein Mörder könnte diese Sünde einfach beichten und geht dann als freier Mensch von dannen. Zugegeben, das Beispiel ist ein wenig überzogen, aber ich denke, der Kerngedanke wird deutlich.
Ob sich Christen, Muslime, Juden oder Buddhisten nun besser fühlen, wenn sie ihre Rituale vollziehen ist ja deren Privatsache. Ich als Atheist komme jedenfalls gut ohne Rituale klar. Und da bin ich sicher nicht der einzige.
"Religiöse Rituale haben, wenn überhaupt, einen psychischen Nutzen, weil man z.B. in der Lage ist, jemand anderem seine Sünden aufzudrücken."
Sie meinen hier wohl: einen manipulativen Nutzen. Und wenn sie das meinen, greifen Sie entschieden zu kurz. Religion ist einn wesentlicher Bestandteil der Identität zahlreicher Menschen. Wenn Sie dies als marginal abtun, verneinen Sie gleichzeitig die Freiheit zur Selbstbestimmung und freien Entwicklung dieser Menschen. Das möchten Sie sicher nicht tun, so wie ich Ihre Kommentare lese.
"Ich als Atheist komme jedenfalls gut ohne Rituale klar. "
Schön. (Auch wenn ich das nicht glaube, Sie haben bestimmt Alltagsrituale, aber Schwamm drüber...). Aber akzeptieren Sie, das andere eben anders sind.
"Religiöse Rituale haben, wenn überhaupt, einen psychischen Nutzen, weil man z.B. in der Lage ist, jemand anderem seine Sünden aufzudrücken."
Sie meinen hier wohl: einen manipulativen Nutzen. Und wenn sie das meinen, greifen Sie entschieden zu kurz. Religion ist einn wesentlicher Bestandteil der Identität zahlreicher Menschen. Wenn Sie dies als marginal abtun, verneinen Sie gleichzeitig die Freiheit zur Selbstbestimmung und freien Entwicklung dieser Menschen. Das möchten Sie sicher nicht tun, so wie ich Ihre Kommentare lese.
"Ich als Atheist komme jedenfalls gut ohne Rituale klar. "
Schön. (Auch wenn ich das nicht glaube, Sie haben bestimmt Alltagsrituale, aber Schwamm drüber...). Aber akzeptieren Sie, das andere eben anders sind.
Wir haben an genau drei Tagen im Jahr Tanzverbot. Längst nicht an allen Feiertagen und erst recht nicht jeden Sonntag. Davon steht übrigens nichts im Artikel.
"Am Ostersonntag und Ostermontag ist Tanzen zwischen 04.00 Uhr und 12.00 Uhr verboten, wie an allen anderen gesetzlichen Feiertagen im Jahr."
Also auch am 3. Oktober - und der ist nicht Religionbedingt.
Aber die Sonntage wären doch ganz nett, oder?
"Am Ostersonntag und Ostermontag ist Tanzen zwischen 04.00 Uhr und 12.00 Uhr verboten, wie an allen anderen gesetzlichen Feiertagen im Jahr."
Also auch am 3. Oktober - und der ist nicht Religionbedingt.
Aber die Sonntage wären doch ganz nett, oder?
Mit Verlaub, aber dieser Kommentar ist doch etwas sehr plakativ. Hören Sie mir bitte mit Inquisitionen und Kreuzzügen auf. Abgesehen davon, dass wir uns damit zunehmend vom Thema der Diskussion entfernen, halte ich es für nicht zielführend mit mehreren hunderten von Jahren alten Vorkommnissen zu argumentieren.
Abgesehen davon ist es doch eigentlich zu Genüge bekannt, dass durch nicht-religiöse Weltanschauungen motiviertes Handeln - zumal im letzten Jahrhundert - deutlich mehr Opfer zu verantworten hat, als religiös motiviertes. Ganz zu schweigen von alltäglichen menschlichen Anwandlungen wie Gier, Eifersucht, und so weiter.
Sie schreiben
"Glaube beinhaltet immer die Möglichkeit, die Menschen von Denken abzuhalten."
Ich sage: Wie so vieles andere auch!
Sie schreiben weiter:
"Und wie bei jeder anderen Möglichekeit, prinzipiell gut Gemeintes zu missbrauchen, werden auch alle Religionen immer wieder missbraucht werden."
Tatsache. "wie bei jeder anderen Möglichkeit" - warum sind Religionen dann also in Ihren Augen so überdurchschnittlich schlimm? Ich plädiere für etwas mehr Gelassenheit im Umgang zwischen Atheisten und Gläubigen!
Ich habe niemals behaupted, die Religionen seien überdurchschnittlich schlimm. Ich habe bloß alle anderen Irrationalitäten, die, wie ich ja schrieb, eben auch missbraucht werden können nicht erwähnt, da das mit der Fragestellung gar nichts zu tun hat.
Natürlich kann man der heutigen Christen die Sünden des mittelalterlichen Pabsttums nicht anlasten. Die hatte ich ja auch nur erwähnt, um meine Abneigung gegen die Feier der Geburt Jesu zu begründen.
"Abgesehen davon ist es doch eigentlich zu Genüge bekannt, dass durch nicht-religiöse Weltanschauungen motiviertes Handeln - zumal im letzten Jahrhundert - deutlich mehr Opfer zu verantworten hat"
Gibt es dafür wissenschaftlich untermauerte Beweise? Wenn ja, währe ich ihnen sehr dankbar, wenn sie diesen verlinken könnten.
"zumal im letzten Jahrhundert"
Nationalsozialismus ist in meinem Augen nichts anderes als eine besonders korrumpierte Form der Religion. Der Führerkult basierte doch auf der Annahme, das Hitler unfehlbar sei und man ihm deshalb gehorchen muss. Das ist das gleiche wie die Annahme, Gott oder die Bibel seien unfehlbar. Das nehmen sicher nicht alle Chrsten an, aber besonders in Amerika können sie da schon sehr verzerrte Religionsausübungen sehen.
Eine letzte Frage: Wo sehen sie fehlende Gelassenheit? Das Tanzverbot beseitigen zu wollen ist doch lediglich eine Formsache. Da geht es ums Prinzip, nicht um tatsächliche Einschränkungen.
"Abgesehen davon ist es doch eigentlich zu Genüge bekannt, dass durch nicht-religiöse Weltanschauungen motiviertes Handeln - zumal im letzten Jahrhundert - deutlich mehr Opfer zu verantworten hat, als religiös motiviertes. Ganz zu schweigen von alltäglichen menschlichen Anwandlungen wie Gier, Eifersucht, und so weiter."
Bitte nennen Sie mir konkrete Beispiele. Klar, Stalin und Mao waren wahrscheinlich Atheisten, aber ihr Atheismus war nicht ausschlaggebend für ihre Taten oder ein unabdingbarer Bestandteil ihrer Ideologie. Niemand hat jemals in der Weltgeschichte Massenmorde gegen religiöse Gruppierungen im Namen des Atheismus begangen. Die Behauptung, dass Stalin, Mao et al. Mörder im Namen des Atheismus waren, ersteigt der verqueren Weltsicht, dass auch im dem Atheismus immer etwas aktives, positivistisches steckt. Aber im Gegensatz zur Religiösität kann Atheismus auch passiv, sozusagen default sein.
Die Zahl an Morden, die explizit im Namen Gottes begangen wurden, steigt weiterhin stetig.
Ich habe niemals behaupted, die Religionen seien überdurchschnittlich schlimm. Ich habe bloß alle anderen Irrationalitäten, die, wie ich ja schrieb, eben auch missbraucht werden können nicht erwähnt, da das mit der Fragestellung gar nichts zu tun hat.
Natürlich kann man der heutigen Christen die Sünden des mittelalterlichen Pabsttums nicht anlasten. Die hatte ich ja auch nur erwähnt, um meine Abneigung gegen die Feier der Geburt Jesu zu begründen.
"Abgesehen davon ist es doch eigentlich zu Genüge bekannt, dass durch nicht-religiöse Weltanschauungen motiviertes Handeln - zumal im letzten Jahrhundert - deutlich mehr Opfer zu verantworten hat"
Gibt es dafür wissenschaftlich untermauerte Beweise? Wenn ja, währe ich ihnen sehr dankbar, wenn sie diesen verlinken könnten.
"zumal im letzten Jahrhundert"
Nationalsozialismus ist in meinem Augen nichts anderes als eine besonders korrumpierte Form der Religion. Der Führerkult basierte doch auf der Annahme, das Hitler unfehlbar sei und man ihm deshalb gehorchen muss. Das ist das gleiche wie die Annahme, Gott oder die Bibel seien unfehlbar. Das nehmen sicher nicht alle Chrsten an, aber besonders in Amerika können sie da schon sehr verzerrte Religionsausübungen sehen.
Eine letzte Frage: Wo sehen sie fehlende Gelassenheit? Das Tanzverbot beseitigen zu wollen ist doch lediglich eine Formsache. Da geht es ums Prinzip, nicht um tatsächliche Einschränkungen.
"Abgesehen davon ist es doch eigentlich zu Genüge bekannt, dass durch nicht-religiöse Weltanschauungen motiviertes Handeln - zumal im letzten Jahrhundert - deutlich mehr Opfer zu verantworten hat, als religiös motiviertes. Ganz zu schweigen von alltäglichen menschlichen Anwandlungen wie Gier, Eifersucht, und so weiter."
Bitte nennen Sie mir konkrete Beispiele. Klar, Stalin und Mao waren wahrscheinlich Atheisten, aber ihr Atheismus war nicht ausschlaggebend für ihre Taten oder ein unabdingbarer Bestandteil ihrer Ideologie. Niemand hat jemals in der Weltgeschichte Massenmorde gegen religiöse Gruppierungen im Namen des Atheismus begangen. Die Behauptung, dass Stalin, Mao et al. Mörder im Namen des Atheismus waren, ersteigt der verqueren Weltsicht, dass auch im dem Atheismus immer etwas aktives, positivistisches steckt. Aber im Gegensatz zur Religiösität kann Atheismus auch passiv, sozusagen default sein.
Die Zahl an Morden, die explizit im Namen Gottes begangen wurden, steigt weiterhin stetig.
"Am Ostersonntag und Ostermontag ist Tanzen zwischen 04.00 Uhr und 12.00 Uhr verboten, wie an allen anderen gesetzlichen Feiertagen im Jahr."
Also auch am 3. Oktober - und der ist nicht Religionbedingt.
Aber die Sonntage wären doch ganz nett, oder?
Zum einen bezieht sich der Artikel m. E. nach nur auf Hessen, zum anderen ist man, wie sie ja eben bestätigten, momentan in beide Richtungen inkonsequent. Ich fürchte nur, kosequenz in der Politik werden wir wohl nie erleben.
Zum einen bezieht sich der Artikel m. E. nach nur auf Hessen, zum anderen ist man, wie sie ja eben bestätigten, momentan in beide Richtungen inkonsequent. Ich fürchte nur, kosequenz in der Politik werden wir wohl nie erleben.
ich empfinde es immer als höchst zynisch wenn dieselben Leute die dem Christentum mit Überzeugung Verbrechen vorwerfen, die Verbrechen des realen Atheimus (da wollen sie doch hin, wenn ich sie richtig verstehe) komplett ausblenden.
Die Frage wie die Welt aussieht wenn es keine Religion gegeben hätte ist irrelevant, denn Religion gehört zum Menschen.
Andererseits können sie die Atheistischen Experimente (Jakobiner, Mao, Pol Pot, Lenin, Stalin, Hitler, Kim whatever) durchaus bewerten und mit verlaub, dagegen ist die Inquisition ein Kindergeburtstag.
Ich halte Ihre Betonung des Ratio (Annahme von Dingen ohne Beweisführung, ..vom Denken abhalten) ohnehin für naiv,
Glauben sie die Ärzte auf der Rampe von Auschwitz waren Kretins? Nein, die waren klar durchdrungen von der Idee hier der Welt etwas gutes zu tun, ganz rational und rasiermesserscharf.
Genauso der Bolschewik, der dem Kulaken einen Genickschuss verpasst. Alles für die neue bessere Zukunft der Welt, wieder rational rasiermesserscharf von Marx vorausberechnet.
Und seien Sie Gott dankbar, dass er auf Beweisbarkeit keinen Wert legt.
Wenn Ihnen Gödel mit Quantorenlogik die Existenz Gottes beweisen könnte, säßen sie schön in der Tinte, dann haben sie nämlich keine Wahl mehr.
MFG
"Andererseits können sie die Atheistischen Experimente (Jakobiner, Mao, Pol Pot, Lenin, Stalin, Hitler, Kim whatever) durchaus bewerten und mit verlaub, dagegen ist die Inquisition ein Kindergeburtstag."
Es ist unsagbarer Unsinn, dass sie die Taten einiger der negativsten Persönlichkeiten, die die Menschheit je hervorgebracht hat, dem Atheismus zuschieben wollen.
Das hat nichts, aber auch wirklich überhaupt gar nichts mit dem Atheismus zu tun, sondern eher mit Sozialismus (hierarchische Kirche unvereinbar mit Alle-sind-gleich) oder Nationalsozialismus (okkulte Züge, richtet sich gegen eine bestimmte Minderheits-Religion).
Dem Atheismus vorzuwerfen, er sei an all dem Schuld, nur weil die Täter konfessionslos waren, ist dabei fast schon witzig.
Überdies gehört die Religion für mich nicht zum Menschen. Die Menschen in den höheren Kulturen vor tausenden Jahren haben sich gefragt, wo wir herkommen, woraus die Sterne bestehen, was nach dem Tod passiert usw. Das wusste aber leider keiner.
Unwissenheit schafft Angst, Angst schafft Instabilität. Also musste ein Modell her, das den Menschen ihre Fragen beantwortet: Gott hat den Menschen erschaffen, die Erde ist eine Scheibe und die Sterne liegen oben drauf, nach dem Tod kommst du zu ihm, aber nicht davor, denn dann müsste es ja jemanden geben, der von ihm berichten kann. Wo Gott herkommt, soweit haben die Leute wohl nicht gefragt.
Dieses Modell ist heutzutage überholt, ich schätze die Kirche höchstens noch als sozialen Treffpunkt.
"Andererseits können sie die Atheistischen Experimente (Jakobiner, Mao, Pol Pot, Lenin, Stalin, Hitler, Kim whatever) durchaus bewerten und mit verlaub, dagegen ist die Inquisition ein Kindergeburtstag."
Die Verbrechen eines Hitler und sicherlich nicht religionfreien Deutschlands haben sich gewiss nicht aus dem Atheismus abgeleitet. Ich empfehle ein Geschichtsbuch zum nächsten Weihnachtsfest.
"Andererseits können sie die Atheistischen Experimente (Jakobiner, Mao, Pol Pot, Lenin, Stalin, Hitler, Kim whatever) durchaus bewerten und mit verlaub, dagegen ist die Inquisition ein Kindergeburtstag."
Es ist unsagbarer Unsinn, dass sie die Taten einiger der negativsten Persönlichkeiten, die die Menschheit je hervorgebracht hat, dem Atheismus zuschieben wollen.
Das hat nichts, aber auch wirklich überhaupt gar nichts mit dem Atheismus zu tun, sondern eher mit Sozialismus (hierarchische Kirche unvereinbar mit Alle-sind-gleich) oder Nationalsozialismus (okkulte Züge, richtet sich gegen eine bestimmte Minderheits-Religion).
Dem Atheismus vorzuwerfen, er sei an all dem Schuld, nur weil die Täter konfessionslos waren, ist dabei fast schon witzig.
Überdies gehört die Religion für mich nicht zum Menschen. Die Menschen in den höheren Kulturen vor tausenden Jahren haben sich gefragt, wo wir herkommen, woraus die Sterne bestehen, was nach dem Tod passiert usw. Das wusste aber leider keiner.
Unwissenheit schafft Angst, Angst schafft Instabilität. Also musste ein Modell her, das den Menschen ihre Fragen beantwortet: Gott hat den Menschen erschaffen, die Erde ist eine Scheibe und die Sterne liegen oben drauf, nach dem Tod kommst du zu ihm, aber nicht davor, denn dann müsste es ja jemanden geben, der von ihm berichten kann. Wo Gott herkommt, soweit haben die Leute wohl nicht gefragt.
Dieses Modell ist heutzutage überholt, ich schätze die Kirche höchstens noch als sozialen Treffpunkt.
"Andererseits können sie die Atheistischen Experimente (Jakobiner, Mao, Pol Pot, Lenin, Stalin, Hitler, Kim whatever) durchaus bewerten und mit verlaub, dagegen ist die Inquisition ein Kindergeburtstag."
Die Verbrechen eines Hitler und sicherlich nicht religionfreien Deutschlands haben sich gewiss nicht aus dem Atheismus abgeleitet. Ich empfehle ein Geschichtsbuch zum nächsten Weihnachtsfest.
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