"In den Grundfragen einig"
Gaucks erster Tag war dem Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vaschem gewidmet. Dennoch überschattet die Geschichte, die den Präsidenten beim Besuch in der Ausstellung sichtlich erschütterte, die bilateralen Beziehungen schon lange nicht mehr: "Wir freuen uns sehr auf Gaucks Besuch", sagte Mark Regev, Sprecher des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu, ZEIT ONLINE. Man sei geehrt von Gaucks Beschluss, Israel als erstes Ziel außerhalb Europas anzusteuern. "Die Tiefe und Innigkeit der bilateralen Beziehungen haben Beispielcharakter auf internationalem Niveau. Sie zeigen der Welt, was Versöhnung wirklich bedeutet. Wir vergessen die Geschichte nicht, aber wir haben die Fähigkeit, gemeinsam in die Zukunft zu blicken", sagt Regev.
Schauen Israelis in die Zukunft, sehen sie im Gegensatz zu Deutschland existenzielle Gefahren vor allem bei den Unruhen in der arabischen Welt. Aus diesem Grund wurde Deutschland die Entscheidung von Bundeskanzlerin Merkel, Israel neue U-Boote zu liefern, um der Gefahr eines iranischen Atomschlags entgegnen zu können, hoch angerechnet, sagt Regev. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten zwischen Merkel und Netanjahu, dessen andauernder Siedlungsbau die Kanzlerin zu öffentlicher Kritik an Israel bewegt hat, wird Deutschland weiterhin als wichtiger und verlässlicher Verbündeter wahrgenommen. Dies betonte auch Gauck bei seinem Besuch. In einem Interview mit Haaretz äußerte er Verständnis für Israels Sorgen, ein Standpunkt, den man in Jerusalem sonst nur selten vernimmt.
Der Besuch Gaucks hat aus israelischer Sicht weniger praktische, dafür aber eine umso größere "symbolische Bedeutung", sagt Jigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums, denn in den Grundfragen, seien "Deutschland und Israel sich einig." Das wird Gauck vor allem bei Besuchen bei Projekten demonstrieren, von denen beide Seiten immens profitieren. Im Weizmann-Institut in Rehovot, einem der renommiertesten Forschungseinrichtungen weltweit, in der Israelis und Deutsche Seite an Seite arbeiten, wird er beispielsweise die intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit preisen.
Trotz trauter Einigkeit wird Gaucks Reise am Donnerstag noch einem wichtigen Test unterzogen werden: Dann fährt er zum palästinensischen Regierungssitz in Ramallah, um sich mit der dortigen Führung zu treffen. Israelis und Palästinenser werden genau hinhören um herauszufinden, mit welcher Seite der Bundespräsident sich nach dem Besuch in den besetzten Gebieten identifiziert.






...in dieser wird von einer Mehrheit eine Partei oder eine Koalition gewählt, die dann eine Regierung bildet und Deutschlands Interessen nach Aussen vertritt.
Diese Regierung steht dann mit Ihrem Programm und aussenpolitischen Ansichten stellvertretend für das "ganze" deutsche Volk.
http://de.wikipedia.org/w...
Hier gibt es Details zum nachlesen. Hoffe, ich konnte helfen.
...ins Spiel und errechnen dann die aktuelle Zahl aller Wähler, die hinter der Politik dieser Regierung und dieses heroischen Bürgerrechtlers und gloreichen Freiheitskämpfers wirklich stehen.
Ich hoffe ich konnte helfen, ansonsten fragen hier einfach nach:
http://www.youtube.com/wa...
Beste Grüße
...ins Spiel und errechnen dann die aktuelle Zahl aller Wähler, die hinter der Politik dieser Regierung und dieses heroischen Bürgerrechtlers und gloreichen Freiheitskämpfers wirklich stehen.
Ich hoffe ich konnte helfen, ansonsten fragen hier einfach nach:
http://www.youtube.com/wa...
Beste Grüße
"Während laut Umfragen 59 Prozent der Deutschen eine negative Meinung über Israel haben, 13 Prozent gar meinen, der Staat habe kein Recht zu existieren"
Auf welche Umfrage wird sich hier bezogen und wie lauten die exakten Fragestellungen sowie Antwortmöglichkeiten?
Insbesondere die 13 Prozent machen mich stutzig. Lieber möchte ich glauben, dass hier versucht wird, möglichst schlagzeilen-wirksame Aussagen aus dünnen Fakten herauszukonstruieren, als dass mehr als jeder 8. Bürger hierzulande Israel das Existenzrecht aberkennt.
Die Medien in Deutschland - und dies schließt explizit die ZEIT mit ein - bemühen sich seit langem, ein sehr differenziertes Bild darüber abzugeben, was die "Siedlungspolitik" in der Realität bedeutet, speziell für die im Westjordanland lebenden Palästinenser. Wer genau genug hinsieht, für den ergibt sich ein Bild, in dem der von der Regierung Israels ausdrücklich akzeptierte Umgang mit ganz fundamentalen Menschen- und Eigentumsrechten der nichtjüdischen Bevölkerung zumindest fragwürdig ist. Hinzu kommt noch, in der Knesset sind auch einige Gruppen vertreten, die gegenüber den im Staatsgebiet Israels lebenden Nichtjuden eine Haltung propagieren, die mit "abwertend" noch vorsichtig umschrieben ist.
Das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen ist in meinen Augen absolut inakzeptabel. Gleichzeitig bin ich skeptisch, ob dies auch in Zukunft primär mit militärischen Mitteln gesichert werden kann. Anders ausgedrückt, wie das Existenzrecht Israels zu sichern ist, wenn nicht mittelfristig eine Strategie der Koexistenz mit der Muslimischen Welt entwickelt wird.
Die Medien in Deutschland - und dies schließt explizit die ZEIT mit ein - bemühen sich seit langem, ein sehr differenziertes Bild darüber abzugeben, was die "Siedlungspolitik" in der Realität bedeutet, speziell für die im Westjordanland lebenden Palästinenser. Wer genau genug hinsieht, für den ergibt sich ein Bild, in dem der von der Regierung Israels ausdrücklich akzeptierte Umgang mit ganz fundamentalen Menschen- und Eigentumsrechten der nichtjüdischen Bevölkerung zumindest fragwürdig ist. Hinzu kommt noch, in der Knesset sind auch einige Gruppen vertreten, die gegenüber den im Staatsgebiet Israels lebenden Nichtjuden eine Haltung propagieren, die mit "abwertend" noch vorsichtig umschrieben ist.
Das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen ist in meinen Augen absolut inakzeptabel. Gleichzeitig bin ich skeptisch, ob dies auch in Zukunft primär mit militärischen Mitteln gesichert werden kann. Anders ausgedrückt, wie das Existenzrecht Israels zu sichern ist, wenn nicht mittelfristig eine Strategie der Koexistenz mit der Muslimischen Welt entwickelt wird.
als der Krieg und die Morde an den Juden schon 4 Jahre vorbei waren. Seit dem ich klar denken kann, höre ich von meiner Schuld und der Schuld meiner Vorfahren. Ich bin es einfach leid und ich kann es nicht mehr hören, ohne dass mir übel wird. Dieser Bundespräses, von dem ich den Eindruck habe, dass er seinen Auftritt in Yad Vaschem hervorragend einstudiert hat, sollte zur Kenntnis nehmen, daß ich mich unschuldig fühle! Ich werde seine Schuldzuweisugen auch nicht an meine Kinder und Enkelkinder weitergeben.
und habe nie etwas gehört oder gelesen, das mich auf Idee bringen könnte, ich wäre schuldig.
Gauck sagt das auch nicht, aber er weist auf die Verantwortung hin, die sich aus früher Schuld ergibt. Und die betrifft als deutscher Staatsbürger auch mich.
Im Erbrecht läuft es ganz analog; für die Schulden Ihrer Vorfahren müssen Sie auch die Verantwortung übernehmen, wenn Sie ein Erbe antreten.
...bin hier zur Schule gegangen, habe hier das Abitur gemacht, ein Studium abgeschlossen und lebe nun seit 38 Jahren in diesem Land. Komischerweise hat mir noch nie jemand die Schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten gegeben. Auch habe ich noch nie selbst erlebt, in einem Artikel gelesen oder in einem Fernseh-Beitrag gesehen, dass man mir oder älteren Deutschen pauschal die Schuld an diesen Verbrechen geben würde. Allerdings muss ich mir seit meiner Kindheit das larmoyante Jammern vieler Deutscher anhören, die permanent behaupten, man gäbe ihnen die Schuld am Nationalsozialismus, trotz der "Gnade der späten Geburt". Kann es sein, dass Menschen wie Sie einfach nicht fähig sind, die (Selbst-)Erkenntnis zu ertragen, dass es in einem aufgeklärten, gebildeten, kulturell hoch entwickelten, modernen Land zu dem größten Zivilisationsbruch der Menschheitsgeschichte gekommen ist? Dass dieser Zivilisationsbruch mit modernsten Mitteln, rational und effizient geplant und "durchgeführt" wurde - und dass all dies in Deutschland geschah? Es ist ja wirklich traurig, dass Sie sich persönlich verfolgt fühlen. Aber ist das wirklich der springende Punkt bei diesem Thema?
Nebenbei noch nachgefragt: Wo genau im Artikel oder in den Aussagen von Herrn Gauck gibt man Ihnen Ihrem Empfinden nach die Schuld?
...und doch leben Sie in einem Land, das Deutschland heisst, sprechen Sie die deutsche Sprache, Ihr Rechtssystem entstammt im wesentlichen dem Kaiserreich, etc...Schuldig: nein! Aber unser Land hat eine Geschichte und vor dieser Geschichte kann man nicht weglaufen.
... und bin je zur Hälfte deutscher und tschechischer Nationalität. Ich lebe seit Jahrzehnten in Deutschland. Ich habe nie - selbst in Israel nicht - erlebt, dass man mir Schuld zugewiesen hätte.
Bei meinem ersten Besuch in Tel Aviv hat man mir quasi auf der Türschwelle gesagt "Wir sprechen später darüber."
Dazu kam es nicht. Ein Mann sagte später zu mir: "Es reicht völlig aus, wenn man sich selbst vorstellt, man müsse das, was man gerade tut, sofort beenden, müsse in drei Minuten entscheiden, was wichtig sei, und würde dabei wissen, dass man ab jetzt niemals wieder etwas Vertrautes hätte."
Ich hoffe, Joachim Grauck findet die Worte sowohl für das jüdische als auch das palestinensische Volk.
Wenn ich auch erst 1962 geboren bin, so habe ist mir gleichwohl von der Barbarei meines Volkes in der Zeit von 1933 bis 1945 gegenwärtig. Auch ohne persönliche Schuld nehme ich die historische Verantwortung an. Die sog. "Gnade der späten Geburt" (Helmut Kohl) hilft hierüber nicht hinweg; der Altkanzler Kohl - wie auch alle Kanzler - hat das stets begriffen, nur manche Menschen in Deutschland scheinen das nicht nachzuvollziehen. Sollten Sie für das Lesen Zeit und Geduld aufbringen, empfehle ich Ihnen dringend die Lektüre von Friedländer "Das Dritte Reich und die Juden". Darin werden Sie sehen, zu welchen Gemeinheiten und Schandtaten Menschen imstande sind; jeder noch so harte Krimi ist dagegen harmloses Geschichtenerzählen. Sie können auch weiterhin die Augen verschließen, nur zur historischen Erkenntnis wird das nicht führen. Es geht mir auch nicht darum, keine kritische Sicht auf die israelische Politik zu haben, jedoch um die besondere Verantwortung um das israelische Volk.
Schön klingende Worte, die völlig bedeutungslos sind, sofern sie überhaupt einen Inhalt tragen.
Gauck soll beschwichtigen, wie der Typ, der einen charmant ablenken soll, während ein andere einem hinten rum die Geldbörse raubt. Und das kann er als Prediger und Opportunist natürlich sehr gut.
Solange dieser Mann nicht all die dunklen Stellen in seiner Vergangenheit während nach der SED klar und eindeutig nachgewiesen äußert, bleibt er für mich das, was man ihn laut Gerichtsbeschluss offen nennen darf und entsprechend genauso glaubwürdig.
Als Alternative darf er natürlich auch gerne zumindest damit Anfangen, die Dinge beim Namen zu nennen und nicht um den heißen Brei herumzusülzen. Das wäre auch noch zu respektieren.
Aber ich bin mir 100%ig sicher, dass ich bei diesem BP beides nicht erleben werde.
"Seit dem ich klar denken kann, höre ich von meiner Schuld und der Schuld meiner Vorfahren."
sein.
Noch nie haben Sie derartiges gehört - und es gibt auch keinerlei Belege dazu.
Der Topos von einer deutschen Kollektivschuld existiert allein in der Fantasie des deutschen Rechtsextremismus.
und habe nie etwas gehört oder gelesen, das mich auf Idee bringen könnte, ich wäre schuldig.
Gauck sagt das auch nicht, aber er weist auf die Verantwortung hin, die sich aus früher Schuld ergibt. Und die betrifft als deutscher Staatsbürger auch mich.
Im Erbrecht läuft es ganz analog; für die Schulden Ihrer Vorfahren müssen Sie auch die Verantwortung übernehmen, wenn Sie ein Erbe antreten.
...bin hier zur Schule gegangen, habe hier das Abitur gemacht, ein Studium abgeschlossen und lebe nun seit 38 Jahren in diesem Land. Komischerweise hat mir noch nie jemand die Schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten gegeben. Auch habe ich noch nie selbst erlebt, in einem Artikel gelesen oder in einem Fernseh-Beitrag gesehen, dass man mir oder älteren Deutschen pauschal die Schuld an diesen Verbrechen geben würde. Allerdings muss ich mir seit meiner Kindheit das larmoyante Jammern vieler Deutscher anhören, die permanent behaupten, man gäbe ihnen die Schuld am Nationalsozialismus, trotz der "Gnade der späten Geburt". Kann es sein, dass Menschen wie Sie einfach nicht fähig sind, die (Selbst-)Erkenntnis zu ertragen, dass es in einem aufgeklärten, gebildeten, kulturell hoch entwickelten, modernen Land zu dem größten Zivilisationsbruch der Menschheitsgeschichte gekommen ist? Dass dieser Zivilisationsbruch mit modernsten Mitteln, rational und effizient geplant und "durchgeführt" wurde - und dass all dies in Deutschland geschah? Es ist ja wirklich traurig, dass Sie sich persönlich verfolgt fühlen. Aber ist das wirklich der springende Punkt bei diesem Thema?
Nebenbei noch nachgefragt: Wo genau im Artikel oder in den Aussagen von Herrn Gauck gibt man Ihnen Ihrem Empfinden nach die Schuld?
...und doch leben Sie in einem Land, das Deutschland heisst, sprechen Sie die deutsche Sprache, Ihr Rechtssystem entstammt im wesentlichen dem Kaiserreich, etc...Schuldig: nein! Aber unser Land hat eine Geschichte und vor dieser Geschichte kann man nicht weglaufen.
... und bin je zur Hälfte deutscher und tschechischer Nationalität. Ich lebe seit Jahrzehnten in Deutschland. Ich habe nie - selbst in Israel nicht - erlebt, dass man mir Schuld zugewiesen hätte.
Bei meinem ersten Besuch in Tel Aviv hat man mir quasi auf der Türschwelle gesagt "Wir sprechen später darüber."
Dazu kam es nicht. Ein Mann sagte später zu mir: "Es reicht völlig aus, wenn man sich selbst vorstellt, man müsse das, was man gerade tut, sofort beenden, müsse in drei Minuten entscheiden, was wichtig sei, und würde dabei wissen, dass man ab jetzt niemals wieder etwas Vertrautes hätte."
Ich hoffe, Joachim Grauck findet die Worte sowohl für das jüdische als auch das palestinensische Volk.
Wenn ich auch erst 1962 geboren bin, so habe ist mir gleichwohl von der Barbarei meines Volkes in der Zeit von 1933 bis 1945 gegenwärtig. Auch ohne persönliche Schuld nehme ich die historische Verantwortung an. Die sog. "Gnade der späten Geburt" (Helmut Kohl) hilft hierüber nicht hinweg; der Altkanzler Kohl - wie auch alle Kanzler - hat das stets begriffen, nur manche Menschen in Deutschland scheinen das nicht nachzuvollziehen. Sollten Sie für das Lesen Zeit und Geduld aufbringen, empfehle ich Ihnen dringend die Lektüre von Friedländer "Das Dritte Reich und die Juden". Darin werden Sie sehen, zu welchen Gemeinheiten und Schandtaten Menschen imstande sind; jeder noch so harte Krimi ist dagegen harmloses Geschichtenerzählen. Sie können auch weiterhin die Augen verschließen, nur zur historischen Erkenntnis wird das nicht führen. Es geht mir auch nicht darum, keine kritische Sicht auf die israelische Politik zu haben, jedoch um die besondere Verantwortung um das israelische Volk.
Schön klingende Worte, die völlig bedeutungslos sind, sofern sie überhaupt einen Inhalt tragen.
Gauck soll beschwichtigen, wie der Typ, der einen charmant ablenken soll, während ein andere einem hinten rum die Geldbörse raubt. Und das kann er als Prediger und Opportunist natürlich sehr gut.
Solange dieser Mann nicht all die dunklen Stellen in seiner Vergangenheit während nach der SED klar und eindeutig nachgewiesen äußert, bleibt er für mich das, was man ihn laut Gerichtsbeschluss offen nennen darf und entsprechend genauso glaubwürdig.
Als Alternative darf er natürlich auch gerne zumindest damit Anfangen, die Dinge beim Namen zu nennen und nicht um den heißen Brei herumzusülzen. Das wäre auch noch zu respektieren.
Aber ich bin mir 100%ig sicher, dass ich bei diesem BP beides nicht erleben werde.
"Seit dem ich klar denken kann, höre ich von meiner Schuld und der Schuld meiner Vorfahren."
sein.
Noch nie haben Sie derartiges gehört - und es gibt auch keinerlei Belege dazu.
Der Topos von einer deutschen Kollektivschuld existiert allein in der Fantasie des deutschen Rechtsextremismus.
Gil Yaron, der Autor des Artikels, schreibt zum Schluss:
"Dann fährt er zum palästinensischen Regierungssitz in Ramallah, um sich mit der dortigen Führung zu treffen. Israelis und Palästinenser werden genau hinhören um herauszufinden, mit welcher Seite der Bundespräsident sich nach dem Besuch in den besetzten Gebieten identifiziert."
Nach den fast durchgängig positiven Worten über Gauck auf den ersten eineinhalb Seiten, bleibt diese Frage als Essenz des Artikels: Für wen entscheidet sich Gauck?
Kann/ will/ wird sich Gauck eindeutig entscheiden?
Wieso wollen wir einen Bundespräsidenten, der sich im Nahostkonflikt mit der einen oder anderen Seite "nach dem Besuch in den besetzten Gebieten identifiziert"?
Wieso sollte denn "Identifikation" mit einer Seite, in welchem Konflikt auch immer, auch nur annähernd gewünscht sein, gerade von einem Politiker? ( Ich gehe mal davon aus, dass es selten "Gut" und "Böse" in einem Konflikt gibt)
Allein aufgrund diesen einen Satzes und der meiner Meinung nach darin enthaltenen Sichtweise auf Probleme halte ich nichts von diesem Artikel, evtl. auch wenig von dem Autor. Vielleicht hätte ich die abschliessenden Sätze anders verstanden, wenn der Rest des Artikels nicht in die selbe Richtung gegangen wäre.
Während laut Umfragen 59 Prozent der Deutschen eine negative Meinung über Israel haben, 13 Prozent gar meinen, der Staat habe kein Recht zu existieren, ist das Image Deutschlands vor Ort fast durchgängig positiv.
Könnte es vielleicht sein, dass das daran liegt das Deutschland kein an die Apartheid erinnerndes Besatzungsregime unterhält? Übrigens liegt der gute Ruf (Deutschland beliebtetes Land der Welt laut BBC World Services Umfragen) auch daran, dass wir uns in heikler aussenpolitischen Fragen öfters mal neutral verhalten und tententiell pazifistisch sind.
Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Gauck versucht möglichst wenig anzuecken. Er gibt ja im Prinzip Israel in jeder Hinsicht Recht und stellt sich bei der Kritik (Grass) auf dessen Seite.
Na herzlichen Glückwunsch Herr Gauck. War ja garnicht so schwer sich bei den Israelis beliebt zu machen.
und zitierte damit fast wörtlich Israels Regierungssprecher."
War doch von vornherein klar und keine Überraschung, den Besuch hätte er sich auch sparen können, eine Videokonferenz mit symbolischen Kopfnicken hätte wohl auch gereicht.
Die Medien in Deutschland - und dies schließt explizit die ZEIT mit ein - bemühen sich seit langem, ein sehr differenziertes Bild darüber abzugeben, was die "Siedlungspolitik" in der Realität bedeutet, speziell für die im Westjordanland lebenden Palästinenser. Wer genau genug hinsieht, für den ergibt sich ein Bild, in dem der von der Regierung Israels ausdrücklich akzeptierte Umgang mit ganz fundamentalen Menschen- und Eigentumsrechten der nichtjüdischen Bevölkerung zumindest fragwürdig ist. Hinzu kommt noch, in der Knesset sind auch einige Gruppen vertreten, die gegenüber den im Staatsgebiet Israels lebenden Nichtjuden eine Haltung propagieren, die mit "abwertend" noch vorsichtig umschrieben ist.
Das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen ist in meinen Augen absolut inakzeptabel. Gleichzeitig bin ich skeptisch, ob dies auch in Zukunft primär mit militärischen Mitteln gesichert werden kann. Anders ausgedrückt, wie das Existenzrecht Israels zu sichern ist, wenn nicht mittelfristig eine Strategie der Koexistenz mit der Muslimischen Welt entwickelt wird.
ich kann es nicht mehr hoeren, das ewige gerede von deutschland als treuen (?) freund an israels seite. ja, nie wieder sollen derart unmenschlich und schreckliche verbrechen von unserem land ausgehen wie vor 70 jahren, aber wer zweifelt daran? nicht ein einziger israeli! wann wird diese beziehung eindlich normal = freundschaftlich? wann kann man israels politik (nicht die aller buerger!!) als deutscher kritisieren ohne als antisemit bezeichnet zu werden? werden die englaender, die spanier und viele andere auch noch fuer ihre unmenschlichen taten des mittelalters waehrend der occupation von kolonien gescholten? nein, natuerlich nicht. denn das gehoert nicht mehr in diese zeit. wir die nachkriegsgeneration wollen mit allen voelkern (wenn es geht) in frieden leben und sagen was uns gegenseitig an uns nicht gefaellt. also bundespraedident, frage die israelis ob sie atomwaffen haben und wenn ja von wem. fragen sie bitte was sie die israelis mit den palistinensern machen (die palestinensische mauer!). aber fragen sie auch warum die vielen israelis die in frieden ohne waffen mit ihren palestinensischen mitbuergern wohnen und leben wollen nicht gehoert werden.
die religioesen grundlagen israaels sprechen genau gegen gewalt wenn ich das judentum richtig verstanden habe!
was die palestinenser machen ist auch nicht ok! wer bomben auf friedliche buerger israels schiesst ist, der ist schlichtweg ein verbrecher, wie eben ein gleich agierender auf der israelischen seite es auch ist!
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