Regierungserklärung Merkel"Wachstum auf Pump holt die Krise zurück"

Merkel ändert leicht die Rhetorik: Statt nur vom Sparen zu reden, legt die Kanzlerin mehr Wert auf Wachstum – doch nicht mit neuen Schulden, sondern durch Strukturreform.

Angela Merkel im Bundestag

Angela Merkel im Bundestag

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin um Wachstums-Anreize zu erweitern. "Der Abbau der Verschuldung und die Stärkung von Wachstum und Beschäftigung sind die beiden Säulen der Strategie", sagte Merkel in einer Regierungserklärung. Sie verweigerte aber jede Form des schuldenfinanzierten Aufschwungs.

"Wachstum durch Strukturreformen, das ist sinnvoll, das ist wichtig, das ist notwendig", sagte Merkel. Ein "Wachstum auf Pump würde uns jedoch an den Anfang der Krise zurückführen, deshalb werden wir das so nicht machen".

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Hintergrund ihrer Erläuterung ist die Politik des künftigen französischen Präsidenten François Hollande. Der will den europäischen Fiskalpakt für eine bessere Kontrolle der Staatsfinanzen um ein Element erweitern: Die Staaten müssten demnach ein Wachstumsprogramm auflegen, um die Wirtschaft zu beleben. Bei einem Treffen in der kommenden Woche in Berlin wollen Hollande und Merkel über die künftige gemeinsame Europa-Politik sprechen. Mit Hollandes Amtsvorgänger Nikolas Sarkozy war sich Merkel grundlegend darüber einig gewesen.

Merkel wiederholte im Bundestag, man müsse anerkennen, dass dass die Überwindung der Krise ein "langer, anstrengender Prozess" sei. Ebenso wichtig sei, die Ursachen zu erkennen: die hohe Verschuldung und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit einiger Euro-Staaten. Deshalb sei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bedeutsam und der Abbau der Schulden. "So legen wir die Basis für eine nachhaltige Stabilisierung", sagte sie.

Freier Welthandel

Merkel sprach im Bundestag über die Themen des bevorstehenden Gipfeltreffens führender Industrienationen, dem G-8-Gipfel am 18. und 19. Mai in Camp David. Sie umriss zudem die Agenda eines Treffens der Nato in den USA.

Im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit sprach sie sich für einen freien Welthandel aus. Es gebe immer wieder Versuche, Handel zu behindern, wie die Berichte der OECD zuletzt wieder gezeigt hätten. Wichtig sei, Handelsschranken abzubauen, denn sie hemmten Wachstum. Das werde sie auch bei dem Treffen in Camp David vertreten.

Nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen würden im Mittelpunkt des G-8-Gipfels stehen, sagte Merkel. Auch über Klimaschutz werde zu reden sein, etwa das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Merkel bekräftigte, dass Deutschland und EU daran festhalten, ein verbindliches Abkommen dazu zu schließen. International sei dies schwierig, gestand Merkel zu. Aber es sei alternativlos und deshalb unumgänglich.

Allianz gegen Armut

Merkel ging auch auf die Energiepolitik ein: Der Energiemix in der G-8-Gruppe sei sehr unterschiedlich. Deshalb müsse der Wandel der Zusammensetzung der verschiedenen Energieformen Thema werden. Schwerpunkte sollten Offshore-Energiegewinnung und Gas als Energieträger sein. Ein wichtiges Mittel sei da die Energieeffizienz, bei deren Erhöhung Deutschland Vorreiter sei. Deshalb könne Deutschland selbstbewusst in diese Diskussion gehen.

Merkel erwähnte auch eine US-Initiative im Kampf gegen Armut. Die Regierung in Washington plane eine neue Allianz mit Subsahara-Staaten zur Ernährungssicherung. Schwerpunkt sei die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Kleinbauern. Merkel bilanzierte, die G-8-Staaten hätten bisher 22 Milliarden Euro für den Kampf gegen Hunger aufgebracht, Deutschland davon 2,2 Milliarden.

Im Anschluss nach G8 trifft sich die Nato in Chicago – erstmals seit vielen Jahren wieder in den USA. Merkel sagte, Deutschland habe der Nato besonders viel zu verdanken, was sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gezeigt habe. Sie verwies auf den Balkan-Krieg, den die Nato beendete.

Steinmeier wirft Merkel Initiativarmut vor

Europäer und Amerikaner seien unverändert aufeinander angewiesen, sagte Merkel. In Afghanistan seien wichtige Fortschritte erreicht, bilanzierte sie, die Lage sei ausreichend stabil. Die Nato werde auf ihrem Treffen den bisherigen Zeitplan für Afghanistan bekräftigen: "Wir gehen gemeinsam hinein und gemeinsam heraus", sagte Merkel unter Bezug auf den Plan, bis 2014 die Kampftruppen abzuziehen. Weiterhin sei die zivile Hilfe ein Schwerpunkt. Zunehmend werde das Land dann auch die finanziell eigenständig.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der direkt auf die Kanzlerin reagierte, warf der Regierungskoalition drei Jahre "Dahinlämpeln" vor. Er vermisse Initiative und Aktivität, sagte er. Merkel müsse zu ihren Vorhaben die Details vorlegen.

 
Leserkommentare
  1. Welche Krise soll den hier zurück geholt werden. Die Krise war nie weg, sie wurde nur ein paar Wochen unter dem Mäntelchen des Schweigens versteckt.

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    • joG
    • 10.05.2012 um 10:59 Uhr

    ....dass ihre Leute ihr noch nicht erklärt haben, dass sie solche Dinge nicht sagen sollte, weil sie falsch und gefährlich sind: "Wachstum auf Pump würde uns jedoch an den Anfang der Krise zurückführen, deshalb werden wir das so nicht machen". Das ist wie die Regierenden 1929/30 dachten und handelten.

    Offenbar will man die Wähler für dumm verkaufen und eine politische Katastrophe riskieren. Deutschland wird zu einem ganz großes Risiko für die Weltwirtschaft und für den politischen sowie zivilen Frieden in Europa.

    lautete die Schlagzeile von Robert von Heusinger am 28.4.2010

    http://www.fr-online.de/s...

    Zwei Jahre später nach diversen Rettungsschirmen, der dicken Berta durch die EZB, kann man sehen, er hatte Recht!!

    "Ob diese irrationale Panik wieder in Vertrauen gekehrt werden kann, welche Worte und wie viele Billionen Euro an Garantien notwendig sein werden, das werden erst Historiker wissen. Wir Zeitgenossen wissen nur eines: Die Euro-Krise hat eine Hauptverantwortliche - Angela Merkel."

    Aber sie schafft es Deutschlands Beliebteste und die Retterin Europas zu spielen.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.

    Die Aussagen von Merkel sind erschreckend, sind sie doch von Ignoranz und Perspektivlosigkeit geprägt.

    Hat sie den Ernst der Lage nicht begriffen, oder will sie Bevölkerung mit den üblichen Worthülsen in Sicherheit wiegen?

    Mal ein par Fakten:

    Wachstum auf Pump? Deutschland macht das seit über 40 Jahren! Seit den 60ern hat Deutschland keinen ausgeglichenen Haushalt mehr gehabt.
    Würden alle Gläubiger ihr Geld haben wollen, wäre Deutschland Bankrott, weil es diese Forderungen nicht bedienen kann.

    Seit Jahren versucht man uns die neoliberale Globalisierung als Allheilmittel zu verkaufen. Besonders der freie Welthandel wäre für uns ganz toll, für uns als Exportweltmeister.

    Das stimmt so leider nicht. Profitieren tun nur eine Handvoll transnationaler Konzerne, China und Indien.

    Wir haben den Chinesen und Indern den (technologischen) Strick verkauft, an dem sie uns jetzt aufhängen.
    Denn die Produzieren nicht mehr den einfachen Dreck.
    Die laufen uns im Hightech-Bereich den Rang ab. Beispielsweise bei Elektronik, oder im Solar-Bereich.

    Und unsere Regierung schaut nur zu, wie unsere Solar-Hersteller weg gedumpt werden.

    Alleine der Energiehunger dieser zwei Länder drückt uns die Luft ab.
    Beispiel Indien: Im ersten Quartal sind die Exporte von Indien nach Europa zurückgegangen. Wegen der Euro-Krise. Aber die Ölimporte nach Indien haben im gleichen Zeitraum um 30% zugelegt!

    Der ("freie") neoliberale Welthandel ist nicht die Lösung, sondern unser Grab. Auch das der USA.

    • joG
    • 10.05.2012 um 10:59 Uhr

    ....dass ihre Leute ihr noch nicht erklärt haben, dass sie solche Dinge nicht sagen sollte, weil sie falsch und gefährlich sind: "Wachstum auf Pump würde uns jedoch an den Anfang der Krise zurückführen, deshalb werden wir das so nicht machen". Das ist wie die Regierenden 1929/30 dachten und handelten.

    Offenbar will man die Wähler für dumm verkaufen und eine politische Katastrophe riskieren. Deutschland wird zu einem ganz großes Risiko für die Weltwirtschaft und für den politischen sowie zivilen Frieden in Europa.

    lautete die Schlagzeile von Robert von Heusinger am 28.4.2010

    http://www.fr-online.de/s...

    Zwei Jahre später nach diversen Rettungsschirmen, der dicken Berta durch die EZB, kann man sehen, er hatte Recht!!

    "Ob diese irrationale Panik wieder in Vertrauen gekehrt werden kann, welche Worte und wie viele Billionen Euro an Garantien notwendig sein werden, das werden erst Historiker wissen. Wir Zeitgenossen wissen nur eines: Die Euro-Krise hat eine Hauptverantwortliche - Angela Merkel."

    Aber sie schafft es Deutschlands Beliebteste und die Retterin Europas zu spielen.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.

    Die Aussagen von Merkel sind erschreckend, sind sie doch von Ignoranz und Perspektivlosigkeit geprägt.

    Hat sie den Ernst der Lage nicht begriffen, oder will sie Bevölkerung mit den üblichen Worthülsen in Sicherheit wiegen?

    Mal ein par Fakten:

    Wachstum auf Pump? Deutschland macht das seit über 40 Jahren! Seit den 60ern hat Deutschland keinen ausgeglichenen Haushalt mehr gehabt.
    Würden alle Gläubiger ihr Geld haben wollen, wäre Deutschland Bankrott, weil es diese Forderungen nicht bedienen kann.

    Seit Jahren versucht man uns die neoliberale Globalisierung als Allheilmittel zu verkaufen. Besonders der freie Welthandel wäre für uns ganz toll, für uns als Exportweltmeister.

    Das stimmt so leider nicht. Profitieren tun nur eine Handvoll transnationaler Konzerne, China und Indien.

    Wir haben den Chinesen und Indern den (technologischen) Strick verkauft, an dem sie uns jetzt aufhängen.
    Denn die Produzieren nicht mehr den einfachen Dreck.
    Die laufen uns im Hightech-Bereich den Rang ab. Beispielsweise bei Elektronik, oder im Solar-Bereich.

    Und unsere Regierung schaut nur zu, wie unsere Solar-Hersteller weg gedumpt werden.

    Alleine der Energiehunger dieser zwei Länder drückt uns die Luft ab.
    Beispiel Indien: Im ersten Quartal sind die Exporte von Indien nach Europa zurückgegangen. Wegen der Euro-Krise. Aber die Ölimporte nach Indien haben im gleichen Zeitraum um 30% zugelegt!

    Der ("freie") neoliberale Welthandel ist nicht die Lösung, sondern unser Grab. Auch das der USA.

  2. Lösung und Ursache all unserer Probleme...

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    ...was anderes ist in der marktgläubigen Kapitalismuswelt auch nicht drin.

    Eine Gesellschaft die zumindest nicht wachstumsfixiert ist, müsste flexibel genug sein, trotzdem jedem ein Einkommen zu schaffen und eine sinnvolle effektive Arbeit ermöglichen, ohne gleichzeitig Veränderungen und Verbesserungen mit Planwirtschaft abzuwürgen.

    Das ist prinzipiell denkbar, funktioniert aber nicht innerhalb des jetzigen Finanzierungsrahmens, in dem sich selbst die öffentlichen Körperschaften verzinst Geld von privat leihen müssen...

    • gquell
    • 10.05.2012 um 11:46 Uhr

    Wir sollen also ein Wachstum erzeugen und gleichzeitig keine Kredite aufnehmen. Wow, wenn das funktionieren würde, hätte jemand den Stein der Weisen gefunden.
    Wachstum kann nur funktionieren, indem wir man sich verschuldet, egal ob Staat oder Privatperson. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten dazu, eine wäre, daß der Staat und die Unternehmen sich verschulden. Eine andere, und das ist das war Frau Merkel meint, wäre die Möglichkeit, daß sich die Fleißigen weiter verschulden und damit das Wachstum finanziert wird. Das Geld soll also von den Fleißigen zu den leistungslosen Geldempfängern wandern und so Wachstum generieren. Leistungslose Geldempfänger sind aber nicht nur die Armen, die mehr recht als schlecht von staatlicher Fürsorge leben müssen, es sind vor allem die Kapitalbesitzer.

    Die Rede von A. Merkel ist also eine Kampfansage an die Fleißigen und die Ankündigung, daß die Sozialtransfers noch weiter reduziert werden, damit Wachstum generiert werden kann und die Umverteilung von der Mitte an die Ränder weiter erfolgt.

    ...was anderes ist in der marktgläubigen Kapitalismuswelt auch nicht drin.

    Eine Gesellschaft die zumindest nicht wachstumsfixiert ist, müsste flexibel genug sein, trotzdem jedem ein Einkommen zu schaffen und eine sinnvolle effektive Arbeit ermöglichen, ohne gleichzeitig Veränderungen und Verbesserungen mit Planwirtschaft abzuwürgen.

    Das ist prinzipiell denkbar, funktioniert aber nicht innerhalb des jetzigen Finanzierungsrahmens, in dem sich selbst die öffentlichen Körperschaften verzinst Geld von privat leihen müssen...

    • gquell
    • 10.05.2012 um 11:46 Uhr

    Wir sollen also ein Wachstum erzeugen und gleichzeitig keine Kredite aufnehmen. Wow, wenn das funktionieren würde, hätte jemand den Stein der Weisen gefunden.
    Wachstum kann nur funktionieren, indem wir man sich verschuldet, egal ob Staat oder Privatperson. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten dazu, eine wäre, daß der Staat und die Unternehmen sich verschulden. Eine andere, und das ist das war Frau Merkel meint, wäre die Möglichkeit, daß sich die Fleißigen weiter verschulden und damit das Wachstum finanziert wird. Das Geld soll also von den Fleißigen zu den leistungslosen Geldempfängern wandern und so Wachstum generieren. Leistungslose Geldempfänger sind aber nicht nur die Armen, die mehr recht als schlecht von staatlicher Fürsorge leben müssen, es sind vor allem die Kapitalbesitzer.

    Die Rede von A. Merkel ist also eine Kampfansage an die Fleißigen und die Ankündigung, daß die Sozialtransfers noch weiter reduziert werden, damit Wachstum generiert werden kann und die Umverteilung von der Mitte an die Ränder weiter erfolgt.

    • Chali
    • 10.05.2012 um 10:22 Uhr

    .. dann weiss ich, dass damit nicht eine Reform der Steuer-Struktur gemeint ist.

    Und mit "Wachstum auf Pump" ist sicher nicht das Geld gemeint, mit dem man die Unternehmensreform auf Pump finanziert hat - immerhin: 50 Mia Steuerverzicht pro Jahr.

    Gewiss ... das ist nicht viel. Belanglos, irrelevant ... Ran an HartzIV!

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    Richtig, Wachstum durch Strukturreformen bedeutet eigentlich nichts anderes als darauf zu hoffen, dass durch das Sparen - denn genau das verbirgt sich hinter dem Begriff "Strukturreform" - doch noch, irgendwie, so Gott will, ein Wachstum entsteht.
    Merkel hat nur die Sprache nicht aber ihr Denken geändert.

    Richtig, Wachstum durch Strukturreformen bedeutet eigentlich nichts anderes als darauf zu hoffen, dass durch das Sparen - denn genau das verbirgt sich hinter dem Begriff "Strukturreform" - doch noch, irgendwie, so Gott will, ein Wachstum entsteht.
    Merkel hat nur die Sprache nicht aber ihr Denken geändert.

  3. 4. Falsch

    "Ebenso wichtig sei, die Ursachen zu erkennen: die hohe Verschuldung und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit einiger Euro-Staaten."
    Wenn man das allein als Ursache der "Krise" betrachtet verhöhnt man uns noch beim Verhungern.
    Frau Merkel sollte nicht vergessen, dass es die Banken waren die Pleite gegangen sind.
    Die Griechen haben in den von aussen geschaffenen Rahmenbedingungen gewirtschaftet. Unter diesen Umständen kann man sie nicht für etwas haften lassen, dass sie garnicht besitzen. So wie das unter normalen Umständen mit jedem anderen Kreditnehmer auch ist.

    Niemand wollte dir Banken retten ausser denen die Schuld an der Misere sind. Aber die ärmsten sollen dafür bluten.

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    • joG
    • 10.05.2012 um 10:50 Uhr

    ....waren die Pleite gegangen sind."

    [...] Gekürzt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/kvk

    • joG
    • 10.05.2012 um 10:50 Uhr

    ....waren die Pleite gegangen sind."

    [...] Gekürzt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/kvk

    • PigDog
    • 10.05.2012 um 10:24 Uhr

    Also keine neuen Schulden mehr.

    Wie hoch wird die Neuverschuldung dieses Jahr ausfallen?

    Mit welchen Maßnahmen wollen Sie erreichen, daß sie nächstes Jahr bei Null liegt?

    9 Leserempfehlungen
  4. ...statt "systemrelevanten" Banken Aber- und abermilliarden in den Rachen zu werfen, sollte man das Geld in Strukturmaßnahmen zur Schaffung von Arbeit und Wohlstand der Bevölkerung aufwenden.

    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    5 Leserempfehlungen
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    ...ist lediglich neoliberales Schönsprech für: runter mit den Löhnen und Ansprüchen.

    Das ist ebenso wie bei "Flexibilisierung" damit war auch nicht gemeint, dass die Arbeitnehmer alle Gleitzeit bekommen und für die Familie Teilzeit arbeiten können, sondern dass die Unternehmen keine Verpflichtungen mehr haben (Leiharbeit) oder nach Bedarf den AN zur Manövriermasse machen (beliebige Anordnung von Überstunden und Null-Arbeit, die Familie hat hintenan zu stehen).

    ...ist lediglich neoliberales Schönsprech für: runter mit den Löhnen und Ansprüchen.

    Das ist ebenso wie bei "Flexibilisierung" damit war auch nicht gemeint, dass die Arbeitnehmer alle Gleitzeit bekommen und für die Familie Teilzeit arbeiten können, sondern dass die Unternehmen keine Verpflichtungen mehr haben (Leiharbeit) oder nach Bedarf den AN zur Manövriermasse machen (beliebige Anordnung von Überstunden und Null-Arbeit, die Familie hat hintenan zu stehen).

  5. vor dem alles und jeden beherrschenden Schuldgeldsystem.

    Liebe Leute, wacht endlich auf und fragt Euch und andere WARUM wir stetiges Wachstum brauchen! Wir haben seit den 60-er Jahren die Arbeitsproduktivität um 600 Prozent gesteigert!! Ist die Lebenszufriedenheit ebenso gestiegen? NEIN!

    Wir brauchen Wachstum, um die immer neuen Schulden nebst Zinsen bezahlen zu können. Und neue Schulden nebst Zinsen sind in einem Schuldgeldsystem SYSTEMIMMANENT!

    Und das wurzelt letztlich in der Geldschöpfung, die 99% der Bevölkerung immer am Rennen hält. Immer auf der Jagd nach den Zinsen, die es eigentlich nicht gibt, weil sie im Rahmen der Geldschöpfung nicht geschaffen wurden.

    Da dies leider immer noch Wenigsten wissen, empfehle ichHIER einmal zu klicken und zu lesen und zu verarbeiten...

    25 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 10.05.2012 um 11:10 Uhr

    ....laufend von einem "Schuldgeld" System und dessen Probleme schreiben. Ich habe mir die Frage angesehen und finde eigentlich kein generelles Problem in unserem momentanen Geldsystem, wenn man davon absieht, dass der Euro miserabel konstruiert wurde, damit man es am Volk vorbei entscheiden konnte. Aber das sind so grundsätzlich die Defekte auch sind, nicht dem Geld zuzuschreiben. Das war feige Tücke einer unkontrollierten politischen Elite, die ein Partikularinteresse durchsetzten. Das hatte nichts mit "Schuldgeld" zu tun. Wenn Sie anderer Meinung sind, erläutern Sie es bitte. Das wäre nett.

    Man liest es in den letzten Jahren verstärkt, dass das Zinsgeld-System per se schlecht sei. Von daher freute ich mich über die Kommentare, die dem entgegen treten.

    Der Zins ist kein Grundübel, da er nicht isoliert zu sehen ist. Die Betrachtung mit dem fehlen Geld, welches die Schulden begleichen könnte, ist theoretisch vollkommen richtig, allerdings in der Realität so nicht wiederzufinden. Es gibt dort nicht isoliert den Zins, der beglichen werden muss, denn der Zins wird auf Geld erhoben, welches in die Wirtschaft eingebracht wird. Somit muss man bereits mit berücksichtigen, wo und warum Geld in die Wirtschaft eingebracht wird.

    Und innerhalb unseres Wirtschaftssystems gibt es noch anderen Komponenten, die eine Rolle spielen. Das wären Inflation, Lohn und Produktivität, aber noch andere. Und sie hängen miteinander zusammen.

    Ich kann die Aufforderung, wie sie von joG ausgesprochen wurde, nur wiederholen: was wäre denn besser in einem zinslosen Geldsystem?

    Zinsen gab und gibt es immer, solange es eben Kredite gibt. Den Zins gibt es weder für den Geber noch den Nehmer umsonst, da ein Teil des Zinses die Risikoprämie darstellt (wie bei einer Versicherung). Wenn ich zehn Menschen denselben Betrag leihe und aufgrund der Erfahrung davon ausgehen muss, dass einer seinen Kredit nicht zurückzahlen können wird (Risikoklasse), dann muss ich eben 10% Risikoaufschlag auf den Zins schlagen, damit ich als Kreditgeber hinterher nicht schlechter als vorher dastehe. Der risikfreihe Teil des Zinses ist hingegen relativ niedrig (2 bis 4%). Diese Prämie zahlt man an den Kreditgeber, für seine Bereitschaft mir sein Geld zu überlassen und es nicht selbst zu verwenden. Wenn ich sein Geld nutze, kann er es vorübergehen nicht verwenden.
    Die schmarrige Auffassung, dass Zins etwas Übles sei übersieht, dass es ohne Zinsen gar keine Kredite gäbe. Dies würde dazu führen, dass das Kapital in den Händen weniger kumulierte und jene die etwas besseres damit anfangen könnten, erst gar nicht zum Zuge kämen.

    • joG
    • 10.05.2012 um 11:10 Uhr

    ....laufend von einem "Schuldgeld" System und dessen Probleme schreiben. Ich habe mir die Frage angesehen und finde eigentlich kein generelles Problem in unserem momentanen Geldsystem, wenn man davon absieht, dass der Euro miserabel konstruiert wurde, damit man es am Volk vorbei entscheiden konnte. Aber das sind so grundsätzlich die Defekte auch sind, nicht dem Geld zuzuschreiben. Das war feige Tücke einer unkontrollierten politischen Elite, die ein Partikularinteresse durchsetzten. Das hatte nichts mit "Schuldgeld" zu tun. Wenn Sie anderer Meinung sind, erläutern Sie es bitte. Das wäre nett.

    Man liest es in den letzten Jahren verstärkt, dass das Zinsgeld-System per se schlecht sei. Von daher freute ich mich über die Kommentare, die dem entgegen treten.

    Der Zins ist kein Grundübel, da er nicht isoliert zu sehen ist. Die Betrachtung mit dem fehlen Geld, welches die Schulden begleichen könnte, ist theoretisch vollkommen richtig, allerdings in der Realität so nicht wiederzufinden. Es gibt dort nicht isoliert den Zins, der beglichen werden muss, denn der Zins wird auf Geld erhoben, welches in die Wirtschaft eingebracht wird. Somit muss man bereits mit berücksichtigen, wo und warum Geld in die Wirtschaft eingebracht wird.

    Und innerhalb unseres Wirtschaftssystems gibt es noch anderen Komponenten, die eine Rolle spielen. Das wären Inflation, Lohn und Produktivität, aber noch andere. Und sie hängen miteinander zusammen.

    Ich kann die Aufforderung, wie sie von joG ausgesprochen wurde, nur wiederholen: was wäre denn besser in einem zinslosen Geldsystem?

    Zinsen gab und gibt es immer, solange es eben Kredite gibt. Den Zins gibt es weder für den Geber noch den Nehmer umsonst, da ein Teil des Zinses die Risikoprämie darstellt (wie bei einer Versicherung). Wenn ich zehn Menschen denselben Betrag leihe und aufgrund der Erfahrung davon ausgehen muss, dass einer seinen Kredit nicht zurückzahlen können wird (Risikoklasse), dann muss ich eben 10% Risikoaufschlag auf den Zins schlagen, damit ich als Kreditgeber hinterher nicht schlechter als vorher dastehe. Der risikfreihe Teil des Zinses ist hingegen relativ niedrig (2 bis 4%). Diese Prämie zahlt man an den Kreditgeber, für seine Bereitschaft mir sein Geld zu überlassen und es nicht selbst zu verwenden. Wenn ich sein Geld nutze, kann er es vorübergehen nicht verwenden.
    Die schmarrige Auffassung, dass Zins etwas Übles sei übersieht, dass es ohne Zinsen gar keine Kredite gäbe. Dies würde dazu führen, dass das Kapital in den Händen weniger kumulierte und jene die etwas besseres damit anfangen könnten, erst gar nicht zum Zuge kämen.

    • PALVE
    • 10.05.2012 um 10:30 Uhr

    Nachtigall ick hör dir trapsen.

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