Koalitionskrach: NRW-CDU will Mindestlohn "auf Biegen und Brechen"
Der ehemalige Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist nicht bereit, das Nein der FDP zum Mindestlohn zu akzeptieren. Die zeigt sich immerhin zu Gesprächen bereit.
© Victoria Bonn-Meuser/dpa

Karl-Josef Laumann, ehemaliger CDU-Arbeitsminister in Nordrhein-Westfalen
Das CDU-Konzept für eine Lohnuntergrenze sorgt in der schwarz-gelben Koalition weiter für Streit. Vor allem der Initiator dieser Regelung, der ehemalige nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, lässt an seiner Entschlossenheit, die CDU-Variante eines Mindestlohns auch umzusetzen, keinen Zweifel aufkommen.
Die Union werde die Regelung nach der NRW-Landtagswahl durchsetzen. "Auf Biegen und Brechen, das muss kommen", sagte Laumann den Aachener Nachrichten. Auch sei er überzeugt, dass die FDP nach dem 13. Mai anders reden werde als heute. "Die 14 Tage haben wir jetzt aber auch noch Zeit", gab sich Laumann, der Chef der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA ist, gelassen.
Die FDP lehnte das Mindestlohn-Modell am Mittwoch jedoch erneut ab. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnte davor, mit gesetzlichen Mindestlohn-Vorgaben den Aufschwung am Arbeitsmarkt zu gefährden. "Neue Hürden für mehr Beschäftigung müssen unter allen Umständen vermieden werden", sagte Rösler am Mittwoch in Berlin. Dann werde der Arbeitsmarkt eine maßgebliche Stütze für die Konjunktur bleiben. Ähnlich hatte sich zuvor bereits FDP-Generalsekretär Patrick Döring geäußert.
FDP weiß nicht, was der Mittelstand denkt
Laumann warf der FDP vor, sie wisse offenbar nicht, was der Mittelstand denke. Besonders die Inhaber geführten Unternehmen hätten "von der Schmutzkonkurrenz die Schnauze voll" und drängten auf eine Lohnuntergrenze.
Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe appellierte an den Koalitionspartner, das CDU-Modell wenigstens zu prüfen. Seine Partei wolle ja gar keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Den halte man weiterhin für den falschen Weg. Stattdessen setze sich die Union für "faire Lohnuntergrenzen, die durch die Tarifpartner festgelegt werden" ein.
Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) kritisierte die rigorose Ablehnung der FDP. Es sei "politisch unklug" von der FDP, sich jetzt einer vernünftigen Regelung zu verweigern, denn spätestens nach der nächsten Bundestagswahl sei nicht auszuschließen, dass es zu einer Regelung kommen werde, sagte die CDU-Politikerin den Aachener Nachrichten.





Karl-Josef Laumann ist jetzt Oppositionsführer in NRW - er war dort Arbeitsminister. - Bitte, berichtigen; danke. -
Liebe(r) Pünktchen,
vielen Dank für den Hinweis. Ist geändert.
Gruß, Lisa Caspari
Liebe(r) Pünktchen,
vielen Dank für den Hinweis. Ist geändert.
Gruß, Lisa Caspari
gewesen für die CDU.
Die Lohn Untergrenze ist nicht das schlechteste. Frankreich ist ein Fass ohne Boden und hoher Jugendarbeitslosigkeit. Die Niederlande haben ganz andere Sozialsysteme und sind anders augebaut (auch viel kleiner).
Das, was die CDU/CSU mit ihrer Lohnuntergrenze vor hat, behebt nicht die Spaltung unserer Gesellschaft. Auch ein Mindestlohn, wie von der SPD, den Grünen und der Linkspartei gefordert ändert daran auch nichts. Es wird durch ihn nicht "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" geben. Das war früher Konsens auf unserem Arbeitsmarkt. Durch die Öffnung des Sektors Leih- und Zeitarbeit jedoch, wurde aus diesem Konsens eine soziale Spaltung.
Bewerber werden nicht abgelehnt, nur weil sie aus dem Osten der Republik stammen. Diese Mauer haben wir überwunden. Wer jedoch einmal im Niedriglohnbereich tätig war, der entkommt dem sozialen Abstieg bis hin zur Altersarmut nicht mehr.
Wenn heute Unternehmer nach Fachkräften rufen, so ist das pure Heuchelei. Sie selbst sind daran schuld, dass Millionen von Menschen durch ihre Tätigkeit als Leiharbeiter, als Zeitarbeiter, als Berufstätige im Niedriglohnsektor mehr und mehr ihre erworbene Qualifikation verloren haben. Da wurde schnell aus der Fachkraft ein Hilfsarbeiter, der heute froh ist, wenn sein nächster Zeitvertrag verlängert wird. Ein Mindestlohn wird diesen Raubbau an fachlicher Qualifikation nicht beenden.
Es ist trügerisch zu glauben, dass die Millionen von Menschen, die in diesen Sektoren arbeiten von Anfang an ungebildet waren. Nein. Sie wurden ihrer sozialen Sicherheit durch die Gewinngier weltweit tätiger Unternehmen in Deutschland beraubt. Ein Mindestlohn schafft keine soziale Sicherheit. Er verhindert keine Altersarmut.
Ich will andere Politiker haben! Besonders keine mehr, die einen Mindestlohn überhaupt erforderlich gemacht haben!
Politiker, die den Finanzmarkt samt Realmarkt regulieren, und Spielregeln aufstellen, welche Armut in der Bevölkerung verhindern!
Und ich bin auch zu Gesprächen bereit.
fein - das wird interessant...
Liebe Grüße
fein - das wird interessant...
Liebe Grüße
Liebe(r) Pünktchen,
vielen Dank für den Hinweis. Ist geändert.
Gruß, Lisa Caspari
humorvoll gedacht) ein Punktchen ist immer sächlich.
humorvoll gedacht) ein Punktchen ist immer sächlich.
Herr Laumann populistisch...
fein - das wird interessant...
Liebe Grüße
Alles andere ist unseriös.
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