RechtsextremismusCottbusser blockieren Neonazi-Aufmarsch

Hunderte Gegendemonstranten versperrten knapp 100 NPD-Anhängern den Weg. Beate Klarsfeld unterstützte die Neonazi-Gegner.

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Cottbus einen Aufmarsch der rechtsextremistischen Partei NPD stundenlang blockiert. "Wir wollten den Neonazis auf keinen Fall unsere Straßen überlassen, sagte Angelika Müller vom Bündnis Cottbus nazifrei. Mehr als 700 Menschen beteiligten sich nach Angaben des Bündnisses an friedlichen Protestaktionen.

Laut Polizei wurde der NPD-Aufmarsch mit knapp 100 Teilnehmern über Stunden aufgehalten. In der angemeldeten Demo-Zeit von 12 bis 16 Uhr hätten die Rechtsextremisten gerade einmal die Hälfte der Demo-Strecke geschafft, hieß es.

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Prominente Unterstützung erhielten die Cottbusser von der als Nazi-Jägerin bekannt gewordenen Beate Klarsfeld. Sie ermutigte die Gegendemonstranten, sich aktiv gegen die Neonazis zur Wehr zu setzen. "Klarsfeld hat den Menschen hier aus dem Herzen gesprochen", sagte Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD).
 

 
Leserkommentare
  1. Ansicht nach eindeutig überzogenen Hitlerredenvergleiche, die Klarsfeld vor kurzem angestellt hat, erinnere ich mich durchaus noch.

    Trotzdem war die Beteiligung an dieser Protestaktion sinnvoll. Ihr und den anderen Demonstranten ein Lob!

    Eine Leserempfehlung
    • xpeten
    • 12.05.2012 um 22:59 Uhr

    dumpfbackigen Unsinn zu der Blockade von Aufmärschen Rechtsradikaler gelesen.

    War ja auch nur eine Frage der Zeit, bis der Begriff Zivilcourage von Rechts vereinnahmt und ad absurdum geführt wird.

    2 Leserempfehlungen
    • Bolle3
    • 12.05.2012 um 23:20 Uhr

    Erstmal die Aktion, aber vor allem NDP voll cool die "Zeit" lernt.

    Tach auch und Bolle3 hat sich köstlich amüsiert! :-)

  2. eigentlich wäre es Aufgabe der Politik und Justiz, verfassungsfeindliche Organisationen und Parteien abzuräumen und damit auch am Aufmarschieren und Demonstrieren zu hindern. Eigentlich.

    Die NPD ist offensichtlich verfassungsfeindlich. Deswegen richten sich "grenzwertige" Demonstrationsformen in Wahrheit gegen einige Formalfundamentalisten im roten Talar und einige hasenfüßige Politiker, die inzwischen zu glauben scheinen, dass das Grundgesetz ein Parteienverbot nur pro forma vorsehe.

    Ich stelle deshalb meine Bedenken zurück und schließe mich dem Dank vieler Foristen an Frau Klarsfeld und die Cottbuser Sitzblockierer an.

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    • Ma-Lu
    • 13.05.2012 um 5:41 Uhr

    Versammlungsgesetz
    4. Abschnitt - Straf- und Bußgeldvorschriften

    § 21

    Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das interessiert hier nicht. Hier zählt nur die rechte (sprich: linke) Gesinnung. Illegal? S#####egal. Kommentatoren bedanken sich hier noch artig für den zeremoniellen (und natürlich folgenlosen) Rechtsbruch, und die Sympathisantin eines menschenverachtenden Regimes darf sich wieder einmal als "Ikone" fühlen. Die Selbstgerechtigkeit der Ewiggestrigen. In Hamburg werden bereits "Blockadetrainings" für solche Kontexte angeboten, wahrscheinlich öffentlich bezuschußt und geleitet von pensionsberechtigten Berufswiderständlern.

    Bitte achten Sie auf Ihren Umgangston. Sofern Sie Zitate oder Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Danke, die Redaktion/se.

    Ich denke aber trotzdem, dass es in Deutschland das recht auf freie Nutzung von öffentlichen Wegen und Plätzen gibt. Die Cottbuser wurden ja nicht gegen die Demonstranten aktiv, sondern haben von ihrem recht nur Gebrauch gemacht.

    Wenn wir hier im Forum anfangen, Gesetzestexte zu zitieren, werden wir bald keine Diskussion mehr führen können.

    Das interessiert hier nicht. Hier zählt nur die rechte (sprich: linke) Gesinnung. Illegal? S#####egal. Kommentatoren bedanken sich hier noch artig für den zeremoniellen (und natürlich folgenlosen) Rechtsbruch, und die Sympathisantin eines menschenverachtenden Regimes darf sich wieder einmal als "Ikone" fühlen. Die Selbstgerechtigkeit der Ewiggestrigen. In Hamburg werden bereits "Blockadetrainings" für solche Kontexte angeboten, wahrscheinlich öffentlich bezuschußt und geleitet von pensionsberechtigten Berufswiderständlern.

    Bitte achten Sie auf Ihren Umgangston. Sofern Sie Zitate oder Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Danke, die Redaktion/se.

    Ich denke aber trotzdem, dass es in Deutschland das recht auf freie Nutzung von öffentlichen Wegen und Plätzen gibt. Die Cottbuser wurden ja nicht gegen die Demonstranten aktiv, sondern haben von ihrem recht nur Gebrauch gemacht.

    Wenn wir hier im Forum anfangen, Gesetzestexte zu zitieren, werden wir bald keine Diskussion mehr führen können.

  3. Entfernt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn

  4. Eine friedliche Blockade einer Nazi Demonstration ist der richtige Weg diese Leute zu isolieren.

    Wenn man Ewiggestrige zwar kaum "heilen" kann so kann man durch solche Aktionen aufzeigen das die Mehrheit der Bürger gegen diesen braunen Sumpf aufstehen - und gerade durch friedliche Aktionen zeigen die Cottbusser wie das geht.

    Sollten wir uns Alle als gutes Beispiel für Demokratie von Unten merken!!!

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    • Lyaran
    • 13.05.2012 um 10:00 Uhr

    "Eine friedliche Blockade einer Nazi Demonstration ist der richtige Weg diese Leute zu isolieren."

    Das sehe ich nicht unbedingt so. Es gibt den Rechten nämlich die Möglichkeit sich als Opfer darzustellen welche ihre demokratisch zugesicherten Rechte nicht ausüben dürfen. Von mir aus sollen sie sich öffentlich zum Affen machen. Wer zu Sympathien mit der rechten Szene und Politik tendiert wird sich auf anderem Wege informieren und seine Entscheidung nicht von einem pöbelnden Umzug abhängig machen.

    Ich kann zwar Menschenmengen nicht gut abschätzen aber ich denke nicht dass mehr als 300 Leute mitgelaufen sind, einige davon auch aus der Umgebung angereist. So toll und engagiert ist Cottbus dann wohl doch nicht. Man möchte eben seine Ruhe haben und eventuelle Probleme mit der rechten Szene ignorieren. Könnte ja unangenehm werden.

    Ausserdem waren die Reden, zumindest während der Gegendemo eher schlecht. Die Redner konnten sich zum Teil nicht verkneifen nochmal Werbung für die eigene Gruppierung zu machen, sei es Antifa oder die Linke. Dabei wurde ignoriert dass sich die Mitglieder der Demo aus allen denkbaren Gruppen zusammensetzte, die einfach ein gemeinsames Interesse an einem toleranten Cottbus demonstrieren wollten und kein Interesse an einer Wahlveranstaltung hatten. Wer dann zu den Ereignissen in Spremberg ein "Mauer drum und zuscheissen" von sich gibt wirbt keine Sympatisanten.

    Aber ein Zeichen war es dennoch und das war gut so.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte Beate Klarsfeld | NPD | SPD | Rechtsextremismus | Herz | Polizei
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