NRW-Wahlkampf: Hannelore Krafts Notoptionen
Die Umfragen sind knapp. Rot-Grün ist wahrscheinlich, aber nicht sicher. Bis hin zur Piraten-Ampel werden Koalitionsoptionen diskutiert.
"Das ist kein Thema", so lautet der Tenor, wenn man SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen derzeit zu Koalitionsoptionen jenseits von Rot-Grün befragt. Kein Wunder, die beiden Parteien, die im bevölkerungsreichsten Bundesland bis vor Kurzem eine Minderheitsregierung gebildet haben, setzen auf eine Verlängerung ihrer Zusammenarbeit, diesmal möglichst mit einer ordentlichen parlamentarischen Mehrheit. Die Chancen stehen dafür auch nicht schlecht.
Die jüngsten Umfragen sehen Rot-Grün zwischen 47 und 52 Prozent. Eine Wechselstimmung im Land gibt es nicht. Allerdings bergen derart vermeintlich sichere Wahlausgänge auch die Gefahr einer geringen Mobilisierung. In der SPD wird deshalb daran erinnert, dass die Wahlergebnisse bei den vergangenen Landtagswahlen meist unter den Umfrageerwartungen geblieben sind.
Es könnte also knapp werden. Zwar kündigten Rote und Grüne bereits an, selbst bei einer äußerst dünnen Mehrheit von nur einem Sitz miteinander koalieren zu wollen. Aber insgeheim denken die Parteistrategen natürlich darüber nach, was passiert, wenn es knapp nicht reichen sollte. Es gibt mehrere Möglichkeiten. ZEIT ONLINE stellt sie vor.
Tolerierung durch die Piraten
Sollte Rot-Grün nur ein oder wenige Sitze im Landtag zur absoluten Mehrheit fehlen, wäre eine bereits erprobte Option, es noch einmal mit einer Minderheitsregierung zu versuchen und mit wechselnden Partnern zu regieren. Beide Parteien betonen im Wahlkampf recht stolz, wie gut das mit der "Koalition der Einladungen" in den vergangenen beiden Jahren geklappt habe. Mal stimmte die Linke mit der Koalition, mal die CDU, mal die FDP.
Als neuer Kandidat für die Mehrheitsbeschaffung gelten die Piraten, die wohl in den Düsseldorfer Landtag einziehen werden. Prominente Grünen-Politiker wiesen unlängst auf diese Machtoption hin: In Schleswig-Holstein haben die Piraten bereits angekündigt, den SPD-Kandidaten Torsten Albig zum Ministerpräsidenten zu wählen, was auch in Düsseldorf gut ankam. Die Piraten selbst halten sich in NRW eine Regierungsbeteiligung offen. Man wolle nicht zur Unregierbarkeit des Landes beitragen, sagte ihr Spitzenkandidat Joachim Paul im Interview mit ZEIT ONLINE.
Allerdings gibt es bei den Regierungsparteien auch gravierende Zweifel, was die Verlässlichkeit der Piraten angeht. Sie könne sich nicht von der "Schwarmintelligenz" abhängig machen, spottete unlängst die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. "Punktuelle Zusammenarbeit ja – Koalitionen nein", so fasst Generalsekretärin Andrea Nahles die aktuelle Strategie der SPD in Hinblick auf die Piraten zusammen.
Wie bisher mit den Linken
Ein anderer potenzieller Tolerierungs- oder Standby-Partner für Rot-Grün wäre die Linkspartei. Sie tritt in diesem Wahlkampf gemäßigter auf als noch vor zwei Jahren. Ihre Spitzenkandidatin Katharina Schwabedissen betont gern ihre Bereitschaft zur Verantwortung, was Rote und Grüne durchaus registriert haben. Allerdings muss die Linke überhaupt erst mal in den Landtag kommen. Die jüngsten Umfragen sprechen eher dagegen.
Gegen ein loses Bündnis mit der Linken oder auch den Piraten spricht allerdings die explizite Ankündigung von Kraft, diesmal mit einer ordentlichen Mehrheit regieren zu wollen. NRW brauche "klare Verhältnisse", so ihre Vorgabe. Im Wahlkampf 2010 hat sie allerdings dasselbe gesagt.





gut so
danach wird sie erleben was schwarmitelligenz bedeutet!
die Piraten lassen sich nicht jede(n) Dumme(n) vorsetzen.
wenn die spd mitglieder merken, wie es auch gehen kann, werden denen nur noch 15% SpD übrig bleiben - soviel wie die SPD bisher an Pöstchen verteilen konnte.
musst du Piraten wählen!
"Bedauerlicherweise entscheidet ... der Wähler."
Egal wie gewählt wird, alle bleiben im Amt! Mit oder ohne Mandat, Scheißegal, wir machen was wir wollen. Verfassung ? Was ist das ? Ich lieben Deutscheland...
sondern die Wähler entscheiden darüber ....““
Diese öffentliche Aussage - ZDF-log in - Interview, 08. 05. 2012 - von Herrn Röttgen über die Entscheidungsfindung, wer Ministerpräsident in NRW wird, war keine Ironie oder Versprecher: spontan bahnte sich offenkundig die Ehrlichkeit ihren Weg.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1637594/Herr-Röttgen-und-der-Wähler
Dokumentiert wurde so Herrn Röttgens mangelndes Demokratieverständnis und fehlender Respekt vor der verfassungsgemäßen Ordnung:
““ Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus ....““
Den Parteien steht bei der politischen Willensbildung nur ein Mitwirkungsrecht zu, jedoch kein prägender Einfluss (GG Art. 20 und 21). Diese Fehlentwicklung schlägt sich in der weit verbreiteten Politikerverdrossenheit (nicht Politikverdrossenheit) nieder.
Eine Journalistik wie diese, die sich durch einen oberflächlichen Boulevardauftritt auszeichnet und offenbar verstärkt Aufgaben als PR-Agentur bestimmter Interessen wahrnimmt, unterstützt die Abwärtsspirale:
die Sandkastenspiele oder Aussagen wie ““ Hannelore Krafts begrenzte Möglichkeiten ““ sind überflüssig, sie zeugen von wenig Respekt gegenüber der Wahlentscheidung, die am 13. 05. 2012 vom Souverän getroffen wird.
Wartet doch erst mal ab bis die in NRW Wahl das Anzeigen wird, was machbar ist. Was sollen diese Besserwisserreien im Vorfeld. Der Deutsche neigt immer mehr alles zu zerreden ohne Sachinhalt. Es wäre nicht schlecht wenn sich alle Seiten mal Fragen, was ich für einen Blödsinn rede und in den Raum stelle. Es geht NRW und Deutschland um Sachpolitik und nichts anderes. Die Politische Seite muss endlich lernen, dass es nur darum geht wichtige Handlungen in die Wege zu leiten. Und nicht, ich habe eine Idee vor der Wahl und gehe damit Hausieren und nach der Wahl habe ich davon gesagt oder gewusst.
ist die neue Alternative.
Wieso brauchen wir die anderen Parteien, wenn die Piraten eine ideale Meinugsbildung haben?
Ich sehe demnächst zwei Arten von Parteien. Die, die die Partizipation anbieten und die die das nicht wollen/können (senioren)
"[...]schon gar nicht von einem die Prinzipien der soziale Marktwirtschaft und des rechtschaffenden Unternehmertums verspottenden Herrn Lindner."
Herr Lindner ist der einzige Kandidat in diesem Wahlkampf, der für Unternehmertum und die soziale Marktwirtschaft eintritt, wie sie Erhard und Müller-Armack erfunden haben.
Online finden Sie "Wohlstand für alle" von Ludwig Erhard als PDF. Da können Sie sich informieren, was Ludwig Erhard unter sozialer Marktwirtschaft verstand. Ludwig Erhard wäre heute in der FDP und würde hier im Forum als "marktradikaler Wirtschaftstaliban" beschimpft werden.
Lindner soll der einzige Verteidiger der sozialen marktwirtschaft sein?
Ist das wirklich ihr ernst?
Eine sehr treffende Analyse! NRW besteht aus großen traditionsreichen Industrieunternehmen. Außer die FDP denkt an deren Mitarbeiter niemand.
Wenn man der SPD und den Grünen so zuhört, muss man sich ja fast schon schämen, dass man nicht arbeitslos ist.
Gottseidank vertreten Sie eine zu vernachlässigende Grösse
von vielleicht 5 %
Herr Lindner soll's also richten,weil er als Einziger die Thesen von L.Erhardt verstanden hat?
Mein Gott, die Ideen von Erhardt stammen aus einem vergangenen Jarhundert. Ich glaube nicht, dass er sich die Auswüchse des Casinokapitalismus auch nur im Entferntesten vorstellen konnte. Und da sollen die Antworten für das 21.Jahrhundert herkommen?
Und weil er diese Uraltthesen als Einziger verstanden hat, soll man ihn wählen? den Lindner?
graphicdog
Lindner soll der einzige Verteidiger der sozialen marktwirtschaft sein?
Ist das wirklich ihr ernst?
Eine sehr treffende Analyse! NRW besteht aus großen traditionsreichen Industrieunternehmen. Außer die FDP denkt an deren Mitarbeiter niemand.
Wenn man der SPD und den Grünen so zuhört, muss man sich ja fast schon schämen, dass man nicht arbeitslos ist.
Gottseidank vertreten Sie eine zu vernachlässigende Grösse
von vielleicht 5 %
Herr Lindner soll's also richten,weil er als Einziger die Thesen von L.Erhardt verstanden hat?
Mein Gott, die Ideen von Erhardt stammen aus einem vergangenen Jarhundert. Ich glaube nicht, dass er sich die Auswüchse des Casinokapitalismus auch nur im Entferntesten vorstellen konnte. Und da sollen die Antworten für das 21.Jahrhundert herkommen?
Und weil er diese Uraltthesen als Einziger verstanden hat, soll man ihn wählen? den Lindner?
graphicdog
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