NRW-Wahl : Der CDU geht der Nachwuchs aus
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Selbst die Konservativen setzen auf Merkel

Mit Röttgen ist zudem nicht nur irgendein Hoffnungsträger gescheitert, sondern ein Mann, der wie kaum ein anderes Parteimitglied den Modernisierungskurs der Merkel-CDU verkörperte. Er stand und steht nicht nur für die Abkehr der CDU von der Atomkraft, sondern eben auch für eine Annäherung an die Grünen und eine liberale Gesellschaftspolitik.

Doch wer geglaubt haben sollte, die Konservativen in der Partei würden nun ihr übliches Klagen über die Sozialdemokratisierung der Union anstimmen, sah sich getäuscht. Zwar betonte etwa der Vorsitzende des Innenausschusses Wolfgang Bosbach, die CDU dürfte sich nicht nur um neue Wählerschichten kümmern, sondern müsse sich auch wieder stärker um die Stammwähler bemühen. Doch setzte er auch hinzu: "Unser stärkstes Argument 2013 heißt Angela Merkel."

So unumstritten ist Merkel mittlerweile in ihrer Partei, dass selbst die Konservativen auf sie ihre ganze Hoffnung setzen müssen. Doch was für Merkel angenehm sein mag, wird für die CDU langfristig zum Problem. Denn mit Röttgens Niederlage hat sich die Reihe der aussichtsreichen Kandidaten für ihre Nachfolge erneut gelichtet.

Talente verzweifelt gesucht

Und die Liste der Nachwuchstalente, die in den vergangenen Jahren aufgegeben haben, ist in der Tat lang. Von der Riege der starken Ministerpräsidenten, die einst von Roland Koch , Jürgen Rüttgers , Christian Wulff und Peter Müller gebildet wurde, ist kein einziger mehr in der Politik aktiv.

Der frühere Hamburger Bürgermeister Ole von Beust , der die erste und einzige schwarz-grüne Regierung auf Landesebene anführte, ist ebenfalls nicht mehr dabei. Ganz zu schweigen von Friedrich Merz , der auch lange Zeit als Hoffnungsträger der CDU galt und dem noch heute viele CDU-Anhänger nachtrauern. Auch der CSU-Mann Karl Theodor zu Guttenberg hätte ein Kanzlerkandidat für 2017 sein können, wenn er nicht über seine abgeschriebene Doktorarbeit gestolpert wäre.

Weitere Talente, die geeignet sein könnten, eines Tages den CDU-Vorsitz oder gar die Kanzlerschaft zu übernehmen, sind derzeit nicht in Sicht. Lediglich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Verteidigungsminister Thomas de Maizière wird vielleicht noch zugetraut, dass sie für diese höchsten Aufgaben in Frage kommen könnten. Doch beide haben eben noch nie eine Wahl gewonnen.

Röttgen versicherte am Montag jedenfalls, dass er durchaus gedenke, auch über diese Legislaturperiode hinaus Politik zu machen. Für ihn bleibt immerhin die Hoffnung, dass auch Sigmar Gabriel es am Ende zum Parteichef gebracht hat. Heute fast vergessen: Nach einer schmerzhaften Wahlniederlage in Niedersachsen war Gabriel einige Zeit lang zum Popbeauftragten der SPD degradiert gewesen.

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Kommentare

43 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren

Was für eine Aussage ...

Zeit : Mit Nobert Röttgen ist in der CDU ein weiterer Hoffnungsträger gescheitert. Angela Merkel kann das egal sein, ihrer Partei eher nicht.

Merkel sagte heute : Weiter so ( wie bisher ) ... meinte damit sicherlich wieder " ... das ist alternativlos " ...

Themenwechsel : Heute ging die FÜNFTE Solarfirma in Deutschland pleite ... die Discounter drücken weiter den Milchpreis ... OPEL reduziert Standorte ...

Aber was solls : Das ist halt alles alternativlos ...

Der CDU geht nicht der Nachwuchs aus,

sondern

das Volk lässt sich nicht mehr mit Islamismus,Euro-Krise oder Integrationsdebatten Täuschen und Lenken

fasst 20 Mio Bundesbürger sind überschuldet oder Leben in Armut,jede 2. Vollzeitbeschäftigte (alleinstehend) verdient unter 1250 Euro Netto

Fr. Bundeskanzlerin wachen sie bitte endlich auf
wir lassen uns nicht mehr an der Nase herumführen

Das ist ihr nicht nur egal, sondern so gewollt.

Ist den Herren Journalisten denn nie aufgefallen, dass Merkel VORHER nie von Roettgen gefordert hat er möge sich im Sinne der NRW Wahl klar dafür positionieren. Zufall???? Denken wir mal wie Merkel von hinten her. Was war vor der Wahl die beste Option für sie, fass sie unabhängig vom Wahlausgang gewinnt? Genau, in dem Roettgen eben nicht sein Bundestagsmandat abgibt sie ihm aber beim Wahlkampf tatkräftig unterstützt. Im Falle eines Sieges wäre das auch iht zugute gescbrieben worden im Falle einer Niederlage (was vir der Wahl eh schon wahrscheinlich war) fällt nun der Fokus auf ihn eben weil das klare Signal ausblieb...was am Morgen danach von den Merkeljüngern in der Partei auch gleich lautstark kolportiert wurde. Ganz nebenbei ist sie nun im Falle der Niederlage auch noch einen lästigen Konkurrenten losgeworden, ohne dass man ihr das richtig anlasten kann.
So oder so konnte sie nur gewinnen....ob nun NRW von rot gruen regiert wird oder nicht ist ihr sicher wurscht, da sie keine wirklichen politischen Inhalte verfolgt.
Was Machterhalt angeht hat Frau Merkel meinen höchsten Respekt. ManN kann da viel von ihr lernen.
Schade nur dass die Mainstreampresse mit dieser Art Machtwillen so überfordert ist.