Röttgen ging es stets um das große Ganze
Für Röttgen ging es stets um das große Ganze. Die Rettung der Umwelt, die Zukunft unserer Kinder, die Zukunft überhaupt. Seinen Ruhm als großer Rhetoriker begründete er nicht zuletzt mit einer Rede im Bundestag auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Danach atmete die Partei geradezu auf. Endlich einmal einer, der Politik erklären konnte.
Im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen schien ihm diese Fähigkeit abhanden gekommen zu sein. Vielleicht wird dies am Besten erklärt durch das Bonmot, Röttgen sei ein großer Redner, allerdings nur in geschlossenen Räumen.
Die Rolle des Marktschreiers – die hätte er noch lernen müssen. Dazu dürfte es jetzt keine Gelegenheit mehr geben.
Rücksicht nahm Röttgen nie
Schon einmal wäre Norbert Röttgen fast aus der Politik ausgestiegen. Geschäftsführer beim Bund der deutschen Industrie wollte er damals werden. In der Politik gehe es ihm mitunter zu zäh und zu langsam zu, war damals zu hören. Auch schritt ihm seine Karriere wohl nicht schnell genug voran. Damals ließ er sich überreden, zu bleiben. Die Partei wollte ein Talent wie ihn nicht verlieren.
Doch auf eine Partei, die einen an die Spitze tragen soll, muss man auch Rücksicht nehmen. Diesen Grundsatz hat Röttgen im Wahlkampf schmählich vernachlässigt. Die Quittung dafür bekam er nun.
Jetzt ist er das Merkel-Opfer
Bleibt die Frage, ob aus Röttgen eines Tages ein politischer Märtyrer werden könnte, wie es Friedrich Merz geschehen ist. Dem ehemaligen Fraktionschef trauern noch heute viele in der Partei hinterher. Er gilt als Merkel-Opfer.
Möglicherweise hat Röttgen ja trotz Drängens nicht um seine Entlassung gebeten, sondern sich rauswerfen lassen, weil er genau auf diesen Effekt hofft. Allerdings: Friedrich Merz ist seither nicht in die Politik zurückgekehrt.





Etwas zu langweilig, etwas zu integer, etwas zu wenig intrigant.
Die Politik braucht aus meiner Sicht mehr Röttgens, und weniger zu Guttenbergs.
Er konnte Merkel gefährlich werden, da auch er nicht so harte Grundsätze hatte aber gleichzeitig auch nicht so schlecht beim Wahlvolk ankam.
Von den Fakten sieht es sonst bisher mau aus - wie im Artikel erwähnt hat er ja "nur" eine schlechte Wahl hingelegt und niemanden im Parlament belogen (beispiele stehen ja auch oben).
Ob Merkel jetzt irgend wann für ihre Rückradlosigkeit die Quittung bekommt? Soeben noch behaupten, dass sich an der "Aufgabenstellung des Umweltministers sich nichts geändert habe" um ihn danach zu entlassen - wird die Presse wenigstens nachhaken und Frau Merkel um ein Interviwe bitten?
Röttgen hätte sich nicht in den NRW Wahlkampf einmischen sollen.So eine Energiewende sollte einen Minister eigentlich genug beschäftigen. Merkel hat das Anfangs zugelassen, weil wohl niemand an einen so desolaten Auftritt im Wahlkampf erwartet hätte. (Röttgen könnte man fast schon als eingeschleusten Wahlkampfhelfer für SPD und FDP bezeichnen.)
Ähnlich wie bei Gutenberg damals, werden jetzt wohl auch im Nachhinein in den Medien zusehens die Verfehlungen von Röttgens Leistungen aufgearbeitet. Allerdings werden die nicht der Kanzlerin angehängt die ihren ehemaligen Schützling ja prompt gefeuert hat. Sie hat wieder einmal zur rechten Zeit die Reißleine gezogen. Selbstverliebte Egozentriker sind in der Öffentlichkeit nunmal nicht beliebt und Merkel profitiert davon wenn sie slche schnellst möglich absägt. Wenn man bedenkt das Merkel Röttgen als Umweltminister am Montag noch hoffierte, kann man nun ein paar Tage später eiskalt abservierte, kann man gelassen auf ein Bauernopfer zugunsten des eigenen Machterhalts plädiern.
Er konnte Merkel gefährlich werden, da auch er nicht so harte Grundsätze hatte aber gleichzeitig auch nicht so schlecht beim Wahlvolk ankam.
Von den Fakten sieht es sonst bisher mau aus - wie im Artikel erwähnt hat er ja "nur" eine schlechte Wahl hingelegt und niemanden im Parlament belogen (beispiele stehen ja auch oben).
Ob Merkel jetzt irgend wann für ihre Rückradlosigkeit die Quittung bekommt? Soeben noch behaupten, dass sich an der "Aufgabenstellung des Umweltministers sich nichts geändert habe" um ihn danach zu entlassen - wird die Presse wenigstens nachhaken und Frau Merkel um ein Interviwe bitten?
Röttgen hätte sich nicht in den NRW Wahlkampf einmischen sollen.So eine Energiewende sollte einen Minister eigentlich genug beschäftigen. Merkel hat das Anfangs zugelassen, weil wohl niemand an einen so desolaten Auftritt im Wahlkampf erwartet hätte. (Röttgen könnte man fast schon als eingeschleusten Wahlkampfhelfer für SPD und FDP bezeichnen.)
Ähnlich wie bei Gutenberg damals, werden jetzt wohl auch im Nachhinein in den Medien zusehens die Verfehlungen von Röttgens Leistungen aufgearbeitet. Allerdings werden die nicht der Kanzlerin angehängt die ihren ehemaligen Schützling ja prompt gefeuert hat. Sie hat wieder einmal zur rechten Zeit die Reißleine gezogen. Selbstverliebte Egozentriker sind in der Öffentlichkeit nunmal nicht beliebt und Merkel profitiert davon wenn sie slche schnellst möglich absägt. Wenn man bedenkt das Merkel Röttgen als Umweltminister am Montag noch hoffierte, kann man nun ein paar Tage später eiskalt abservierte, kann man gelassen auf ein Bauernopfer zugunsten des eigenen Machterhalts plädiern.
Um sich selber zu retten würd Merkel jeden und alles opfern, was bei ihr zählt, ist die eigene Macht
>> Um sich selber zu retten würd Merkel jeden und alles opfern, was bei ihr zählt, ist die eigene Macht. <<
Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt.
sondern ein eiskalter Machttaktierer, der sich schlicht verzockt hat, indem er sich immer einen "Plan B" für seine persönliche Karriere offenhielt.
Deswegen hat er auch als Umweltminister nichts zustandegebracht, denn Profil zu zeigen, für die Sache etwas durchzusetzen und sich damit angreifbar zu machen, ist ja höchst unopportun für das eigene Weiterkommen.
So einen braucht kein Kabinett, kein Parlament und kein Wähler.
k.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und bemühen Sie sich um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
>> Um sich selber zu retten würd Merkel jeden und alles opfern, was bei ihr zählt, ist die eigene Macht. <<
Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt.
sondern ein eiskalter Machttaktierer, der sich schlicht verzockt hat, indem er sich immer einen "Plan B" für seine persönliche Karriere offenhielt.
Deswegen hat er auch als Umweltminister nichts zustandegebracht, denn Profil zu zeigen, für die Sache etwas durchzusetzen und sich damit angreifbar zu machen, ist ja höchst unopportun für das eigene Weiterkommen.
So einen braucht kein Kabinett, kein Parlament und kein Wähler.
k.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und bemühen Sie sich um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
Er konnte Merkel gefährlich werden, da auch er nicht so harte Grundsätze hatte aber gleichzeitig auch nicht so schlecht beim Wahlvolk ankam.
Von den Fakten sieht es sonst bisher mau aus - wie im Artikel erwähnt hat er ja "nur" eine schlechte Wahl hingelegt und niemanden im Parlament belogen (beispiele stehen ja auch oben).
Ob Merkel jetzt irgend wann für ihre Rückradlosigkeit die Quittung bekommt? Soeben noch behaupten, dass sich an der "Aufgabenstellung des Umweltministers sich nichts geändert habe" um ihn danach zu entlassen - wird die Presse wenigstens nachhaken und Frau Merkel um ein Interviwe bitten?
"Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt."
Da handelt sie ja wie wie Herr Dr. Schröder...
"Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt."
Da handelt sie ja wie wie Herr Dr. Schröder...
Ihr meint "rising star":
http://en.wiktionary.org/...
Shooting star ist das Gegenteil.
Nein, nein, "shooting star" ist schon völlig korrekt. Ein "rising star" ist ein aufsteigender Star, langsam aufsteigend. Ein shooting star hingegen katapultiert sich nach oben.
http://de.wikipedia.org/w...
Nein, nein, "shooting star" ist schon völlig korrekt. Ein "rising star" ist ein aufsteigender Star, langsam aufsteigend. Ein shooting star hingegen katapultiert sich nach oben.
http://de.wikipedia.org/w...
>> Um sich selber zu retten würd Merkel jeden und alles opfern, was bei ihr zählt, ist die eigene Macht. <<
Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt.
Merkel hatte Röttgen gewarnt, er hat nicht zugehört. Jeder Manager dieses Landes würede einen solchen Angestellten feuern, und er hätte Recht.
Röttgen hat in NRW bewiesen, dass er keinerlei politischen Instinkt besitzt. Er erkennt seine Wirkung auf die Leute nicht, er handelt unvernünftig (vorsicht ausgedrückt). Das beweist er auch, indem er sich rausschmeißen lässt, anstatt selber den Hut zu nehmen.
In der CDU hat er nicht viele Freunde, Feinde hat er überdurchnittlich viele. Außergewöhnlich für einen Umweltminister, der sich eigentlich als gutes Gewissen präsentieren kann.
Er glaubt, Politik mit Intellekt abarbeiten zu können. Den will ich ihm ja auch absprechen, aber Hannelore Kraft konnte zeigen, dass Bauchgefühl viel wichtiger ist. Das muss nicht immer richtig sein, ... (Phrasenschwein).
Merkel hatte keine andere Wahl.
... engagiertes Plädoyer gegen persönliche Integrität, für Konformismus und Populismus.
Intellekt hatte er, aber Bauchgefüht nicht. Nach Bauchgefühl zu wählen muß nicht immer richtig sein, das haben Sie richtig erkannt. Kaum einer studiert allerdings das Parteiprogramm. Eigentlich schade, positiv ist aber, dass kein Politiker sich sicher im Sessel fühlen kann, da die Mehrheiten sich sehr schnell verändern. Siehe die FDP. Aus der bereits totgesagten Partei, von allen Medien bereits abgeschrieben, wurde der Phönix aus der Asche.
Totgesagte leben länger. Und Röttgen vorschnell abschreiben zu wollen ist fahrlässig. Auch die kritischen Töne in der CDU sind zu beachten.
Bonmot:
Als Adenauer damals am Flughafen Köln/Wahn den (wegen der Spiegelaffäre zurückgetretenen FJS verabschiedete - ja, das gabs damals, einen Abschied!) sagte er:
"Isch bin überzeucht, dat wir von dem jungen Mann in Zukunft noch einijet zu hören bekommen".
Und ich bin überzeugt, dass wir hier den Anfang vom Ende der Merkel-Ära erleben. Kann man die nicht international wegloben?
Schade nur, dass die Alternative aus der SPD-Trojka bzw. aus Grünen wie Roth-Trittin-Özdemir besteht.
... engagiertes Plädoyer gegen persönliche Integrität, für Konformismus und Populismus.
Intellekt hatte er, aber Bauchgefüht nicht. Nach Bauchgefühl zu wählen muß nicht immer richtig sein, das haben Sie richtig erkannt. Kaum einer studiert allerdings das Parteiprogramm. Eigentlich schade, positiv ist aber, dass kein Politiker sich sicher im Sessel fühlen kann, da die Mehrheiten sich sehr schnell verändern. Siehe die FDP. Aus der bereits totgesagten Partei, von allen Medien bereits abgeschrieben, wurde der Phönix aus der Asche.
Totgesagte leben länger. Und Röttgen vorschnell abschreiben zu wollen ist fahrlässig. Auch die kritischen Töne in der CDU sind zu beachten.
Bonmot:
Als Adenauer damals am Flughafen Köln/Wahn den (wegen der Spiegelaffäre zurückgetretenen FJS verabschiedete - ja, das gabs damals, einen Abschied!) sagte er:
"Isch bin überzeucht, dat wir von dem jungen Mann in Zukunft noch einijet zu hören bekommen".
Und ich bin überzeugt, dass wir hier den Anfang vom Ende der Merkel-Ära erleben. Kann man die nicht international wegloben?
Schade nur, dass die Alternative aus der SPD-Trojka bzw. aus Grünen wie Roth-Trittin-Özdemir besteht.
... engagiertes Plädoyer gegen persönliche Integrität, für Konformismus und Populismus.
"Und um sich selber nach vorne zu bringen, würde sie mit jedem paktieren, das Kriterium ist ausschließlich, ob dies in der Öffentlichkeit gut ankommt."
Da handelt sie ja wie wie Herr Dr. Schröder...
eher wie Dr. Kohl
Schröder hat wenig Minister abgeschossen oder weggelobt
eher wie Dr. Kohl
Schröder hat wenig Minister abgeschossen oder weggelobt
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