NRW-Wahl: Was wird aus Norbert Röttgen?
Der Bundesumweltminister galt als große Nachwuchshoffnung, gar als kanzlertauglich. Doch der Wahlkampf in NRW hat das erst mal geändert.
© Fabian Stratenschulte/dpa

Bundesumweltminister Norbert Röttgen
Im November 2010 war der Jubel in der nordrhein-westfälischen CDU groß. Mit 92,5 Prozent der Stimmen wählte die Partei Norbert Röttgen zu ihrem Landesvorsitzenden. Mit dem smarten und eloquenten Bundesumweltminister an der Spitze, der auch in der Bundes-CDU als größte Nachwuchshoffnung galt, schien dem Wiederaufstieg der angeschlagenen Oppositionspartei nichts mehr entgegenzustehen.
Anderthalb Jahre später ist die Stimmung eine andere. Seit sieben Wochen befindet sich die NRW-CDU jetzt im Landtagswahlkampf. Doch seit Norbert Röttgen hier als Spitzenkandidat durchs Land zieht, sind die Umfragewerte gefallen. Erreichte die Partei Mitte März noch Werte um 34 Prozent, kratzt sie mittlerweile an der 30-Prozentmarke.
Frust schlägt einem entgegen, wenn man mit CDU-Wahlkämpfern redet. Die Parteimitglieder seien demotiviert, der Wahlkampf der schlechteste seit Langem, Röttgen entzaubert, kann man da hören. Und anders als in sonstigen Wahlkämpfen wird die Schuld dafür ziemlich eindeutig beim Spitzenkandidaten abgeladen.
Röttgens Unentschlosseneheit
Hauptärgernis ist zweifellos, dass Röttgen in NRW nicht mit vollem Risiko kämpft. Ob er auch als Oppositionsführer in Düsseldorf bleibt, hat er bis heute offengelassen. Andere Patzer kamen dazu. Erst wollte Röttgen die Studiengebühren wiedereinführen und das beitragsfreie Kita-Jahr abschaffen, dann doch nicht. Einerseits will er sparen, doch sagt er andererseits nicht wo. Die Umwelt will er schützen, aber trotzdem die Pendlerpauschale erhöhen.
Und zu guter Letzt erklärte er auch noch die NRW-Wahl zu einer Abstimmung über die Europapolitik der Regierung Merkel, nur um auf Druck von oben einen Tag später mitzuteilen, so habe er es jetzt auch wieder nicht gemeint.
Dass ihm dann in einer Talkshow auch noch die ironische Bemerkung entfuhr, leider seien es ja die Wähler und nicht die CDU-Mitglieder, die über die Besetzung des Amtes des Ministerpräsidenten entschieden, kann da kaum noch erstaunen.
Der ehrliche Wahlkampf zieht nicht
Während SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sich als zugewandte Kümmererin präsentiert, versucht Röttgen, die Lage des Landes ungeschminkt darzustellen. Die letzte, die im Wahlkampf auf demonstrative Ehrlichkeit setzte, war Angela Merkel 2005. Der Versuch endete mit dem zweitschlechtesten Wahlergebnis, das die CDU im Bund je erzielt hat. In NRW hat die CDU am Sonntag gute Chancen, das noch zu toppen. Jeder Wert unter den 34,6 Prozent vom letzten Mal wäre ein neuer Negativ-Rekord für die NRW-CDU.
Merkel konnte die Schlappe von damals vergessen machen, weil sie trotzdem Kanzlerin wurde. Diese Chance wird Röttgen nicht bekommen. Das Maximale, was für ihn nach bisherigem Stand der Dinge noch herausspringen kann, ist eine Große Koalition unter der Führung von Hannelore Kraft.
Dass Röttgen Stellvertreter seiner Konkurrentin wird, würde aber auch in der NRW-CDU wohl niemand verlangen. Er könnte also auf seinen Ministersessel in Berlin zurückkehren und darauf verweisen, dass er seine Partei ja immerhin in die Regierung geführt habe.
Der bisherige Fraktionschef Karl-Josef Laumann und Röttgens einstiger Konkurrent um den Landesvorsitz, Armin Laschet, wären vermutlich nicht böse, den Vize-Ministerpräsidentenposten und den Fraktionsvorsitz unter sich alleine aufteilen zu können.
Palastrevolte nicht ausgeschlossen
Möglich ist aber auch, dass Röttgen nach der Wahl der Landesvorsitz streitig gemacht wird. Als kritische Marke gelten für Röttgen dabei 30 Prozent. Mit einer drei vorne könne er Vorsitzender bleiben, heißt es in der CDU. Falle die Partei darunter, werde es eine Palastrevolte geben, falls Röttgen dann nicht ohnehin von sich aus zurücktrete.





... wenn man sich die Mühe macht, Argumente abzuwägen kommen immer wieder solche Sachen wie "Versprecher" und unprüfbare Diskussionen über Kinderbetreuung, Merkel, Finanzausgleich, Demokratie zu Tage. Soll man etwa doch bei der Stimmabgabe einfach seinem Gefühl nachgeben? Schade.
Das ist doch eine wirklich entwaffnende Bemerkung. Es ist also schon bis in die Leitmedien hinein Konsens, dass der Politiker, um erfolgreich zu sein, verlogen sein muss. Wirklich schade. Ich habe den Eindruck, die Deutsche Demokratische Republik hat überlebt und sich über die gesamte Bundesrepublik ausgebreitet. Warum wählen gehen?
Entweder Sie haben nie in der DDR gelebt, wenn doch, dann gehörten Sie sicher zu den Bevorzugten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.
Entweder Sie haben nie in der DDR gelebt, wenn doch, dann gehörten Sie sicher zu den Bevorzugten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.
Bei wem? Weshalb?
>>Bei wem?<<
Falsche Frage
Richtige Frage: Unter wem?
>>Bei wem?<<
Falsche Frage
Richtige Frage: Unter wem?
Genau so wichtig ist es, was aus Röttgen wird. Hochmut kommt vor dem Fall.
Es gibt aber noch viele weitere CDSUler, denen es ähnlich erging; von daher betrachtet ist es völlig egal, was mit Röttgen passiert: Stefan Mappus, Christian Wulff, Karl Theodor zu Guttenberg. Und die vielen etwas kleineren, die es neben Merkel auch nicht geschafft haben: Roland Koch, Günther Oettinger, Ole von Beust, Peter Müller, Friedrich Merz und sicher noch weitere. Leuchtturm im Sturm: Winfried Kretschmann, nur ist der weder in der CDU, noch wird er als Kanzlerkandidat gehandelt.
Also Medien: Nicht so viel hochschreiben, was dafür nicht qualifiziert ist.
Warum machen Sie nicht in Medien? Sie finden sicherlich das richtige Mass.
dafür dass es alle nur beliebige Fahrräder aus Peking sind
kennen Sie aber viele aus dem Stehgreif mit vollständigen Namen,
wurden diese Ihnen alle unfreiwillig von den Medien
eingetrichert oder haben diese letzte doch (auch gegen den
Willen mindestens eines Teils der Wähler) einen bedeutenden
Einfluss auf die Politik des Landes (gehabt)?
dass alles ist schon seine Artikel wert,
und sei es rein als Unterhaltung ;)
Warum machen Sie nicht in Medien? Sie finden sicherlich das richtige Mass.
dafür dass es alle nur beliebige Fahrräder aus Peking sind
kennen Sie aber viele aus dem Stehgreif mit vollständigen Namen,
wurden diese Ihnen alle unfreiwillig von den Medien
eingetrichert oder haben diese letzte doch (auch gegen den
Willen mindestens eines Teils der Wähler) einen bedeutenden
Einfluss auf die Politik des Landes (gehabt)?
dass alles ist schon seine Artikel wert,
und sei es rein als Unterhaltung ;)
der CDU in NRW ist, das es eben nicht reicht lediglich die schlechten Zustände, wie z.B. die hohen Schulden, zu beklagen. Die Wähler erwarten zu Recht klare Auskünfte darüber, wie denn eine andere Regierung es denn besser machen will. So mögen CDU und FDP noch so schön über Haushaltsdisziplin und Sparkurs philosophieren - solange sie nicht damit rausrücken wo genau sie den Rotstift ansetzen wollen wird weder ein Norbert Röttgen - noch ein ach so smarter in den Medien gepuschte Christian Lindner eine Mehrheit hinter sich vereinen können. Da nutzt auch keine Lamentiererei über Curry-Wurst Plakate der SPD.
>> Was wird aus Norbert Röttgen? <<
... ja dann glücklicherweise wieder die CDU allein, und nicht "bedauerlicherweise" die Wähler ;-)
http://www.youtube.com/wa...
auf die Frage war das eine schlagfertige Anwort nur den "Witz" hat keiner verstanden.
Klar wenn es nacht der CDU ginge wäre Röttgen MP, aber leider muss man vorher den Wähler fragen.
War schon richtig, es kam nur "zu trocken" rüber.
auf die Frage war das eine schlagfertige Anwort nur den "Witz" hat keiner verstanden.
Klar wenn es nacht der CDU ginge wäre Röttgen MP, aber leider muss man vorher den Wähler fragen.
War schon richtig, es kam nur "zu trocken" rüber.
Entweder Sie haben nie in der DDR gelebt, wenn doch, dann gehörten Sie sicher zu den Bevorzugten.
Nehmen Sie meinetwegen das Zweite an, wenn es Ihnen dadurch besser geht. Aber der Sinn Ihres Kommentares erschließt sich mir nicht.
Nehmen Sie meinetwegen das Zweite an, wenn es Ihnen dadurch besser geht. Aber der Sinn Ihres Kommentares erschließt sich mir nicht.
Warum machen Sie nicht in Medien? Sie finden sicherlich das richtige Mass.
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