Altkanzler Gerhard Schröder setzt sich für Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten ein. Der ehemalige Finanzminister sei der geeignetste Spitzenkandidat für die nächste Bundestagswahl. "Mich würde es freuen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD würde. Er hat alle Aussicht auf Erfolg", schreibt Schröder in der Biografie Peer Steinbrück , aus der die Welt am Sonntag vorab zitiert.

Autor des Buches ist der Welt -Korrespondent Daniel Friedrich Sturm, er lässt den Altkanzler ausführlich zu Wort kommen. So lobt Schröder Steinbrück als unabhängigen Geist, der authentisch bleiben wolle. "Daher habe ich hohen Respekt für ihn."

In der Finanzkrise sei Steinbrück während der Großen Koalition "die eigentlich führende Figur" gewesen, Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) habe sich klug stets vor und neben Steinbrück gestellt. Als Schwäche des potenziellen Kanzlerkandidaten nannte Schröder dessen "häufig missverstandene Ironie", die manchmal als Arroganz daherkomme. Steinbrück müsse das korrigieren, denn Ironie sei "in großen Sälen nicht vermittelbar".

Bei der SPD sind neben Steinbrück auch SPD-Chef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als mögliche Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 im Gespräch. Steinbrück, der dem rechten SPD-Flügel zugerechnet wird, wird immer wieder von Parteilinken vorgeworfen, sich von politischen Positionen der SPD abzugrenzen, beispielsweise bei der Rente mit 67.