SozialdemokratenAltkanzler Schröder empfiehlt Steinbrück als Kanzlerkandidaten

Wer soll die SPD im Bundestagswahlkampf in einem Jahr anführen? Für Altkanzler Schröder ist die Sache klar: Ex-Finanzminister Steinbrück sei am besten geeignet. von afp und dpa

Peer Steinbrueck (links) und Gerhard Schröder (Archivbild von 2005)

Peer Steinbrueck (links) und Gerhard Schröder (Archivbild von 2005)  |  © Ralph Orlowski/Getty Images

Altkanzler Gerhard Schröder setzt sich für Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten ein. Der ehemalige Finanzminister sei der geeignetste Spitzenkandidat für die nächste Bundestagswahl. "Mich würde es freuen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD würde. Er hat alle Aussicht auf Erfolg", schreibt Schröder in der Biografie Peer Steinbrück , aus der die Welt am Sonntag vorab zitiert.

Autor des Buches ist der Welt -Korrespondent Daniel Friedrich Sturm, er lässt den Altkanzler ausführlich zu Wort kommen. So lobt Schröder Steinbrück als unabhängigen Geist, der authentisch bleiben wolle. "Daher habe ich hohen Respekt für ihn."

Anzeige

In der Finanzkrise sei Steinbrück während der Großen Koalition "die eigentlich führende Figur" gewesen, Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) habe sich klug stets vor und neben Steinbrück gestellt. Als Schwäche des potenziellen Kanzlerkandidaten nannte Schröder dessen "häufig missverstandene Ironie", die manchmal als Arroganz daherkomme. Steinbrück müsse das korrigieren, denn Ironie sei "in großen Sälen nicht vermittelbar".

Bei der SPD sind neben Steinbrück auch SPD-Chef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als mögliche Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 im Gespräch. Steinbrück, der dem rechten SPD-Flügel zugerechnet wird, wird immer wieder von Parteilinken vorgeworfen, sich von politischen Positionen der SPD abzugrenzen, beispielsweise bei der Rente mit 67.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. bedauerlich für Herrn Steinbrück. Die CDU
    wähle ich deshalb noch lange nicht.

  2. habe ich spontan auch gedacht!

    ich möchte nicht als kanzlerkandidat von schröder empfohlen werden-wenn ichs dann werden wollte.
    aber das zeigt das verständnis der spd von sich selbst, dass schröder doch eigentlich prima war.
    nur - so holt man seine ehemaligen stammwähler NIChT zurück!

  3. Kommentar gegen Schröder war nicht gegen Steinbrück gerichtet!Gegen ihn habe ich nichts einzuwenden!
    No!

  4. soviel wie der neoliberale Bankenmist in 5 Jahren uns gekostet hat, hätte uns die alte Sozialstaats- Regelung in 100 Jahren nicht gekostet.

    Das was uns die Neoliberalen andienen sind Milchmädchenrechnungen. Wenn die Versklavten, derer die von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können, ihre Zinsen nicht mehr zahlen können. sind auch die Reichen das Geld los.

    Das was Schröder gemacht hat, bricht auch uns in wenigen Monaten das Genick. Das was dann los sein wird zeichnet sich schon ansatzweise in Griechenland ab! Wenn es jetzt Neuwahlen gibt, werden die Nazis kommen, so wie die Geier wenn sie verfaultes Fleisch riechen.

    Wenn sie einen Taschenrechner haben, rechnen sie doch mal aus, wann es bei uns soweit ist, dass wir die Zinsen nicht mehr zahlen können?

    Wie beschränkt oder kriminell muss man eigentlich sein, uns in diesen Abgrund zu steuern?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    lesen sie lieber einmal die Geschichte dieses Mädchens aus ärmsten Verhältnissen. - Sie meinen nicht etwa MILCHBUBEN-Rechnungen? - Und wenn Sie einen Taschenrechner haben, dann müßten Sie den Zeitpunkt des Crashs doch wissen - haben Sie schon vorgesorgt? -

    dann wird uns die Rechnung präsentiert!

    wenns schnell geht, machen die Griechen jetzt Schluss!

    Was wir in Fall eines Falles machen müssen, sehen wir an den Griechen. Genau das passiert uns auch, nur noch etwas schlimmer!

    das was Sie als "Bankenmist" bezeichnen, verquicken Sie bitte nicht mit Liberalismus, denn damit hat das Fehlsteuern der Banken durch die Politelite nichts zu tun.

  5. Sozialdemokrat ist, dem das Wohl aller Bürger, nicht nur der reichen und mächtigen, am Herzen liegt" - meinen Sie, wir hätten es machen sollen wie z. B. Spanien oder Griechenland oder Italien oder ...? - Leider hatte die SPD kein Verfallsdatum eingebaut, so daß die CDU/CSU/FDP nach eigenem Gusto Verschärfungen und Hetze gebrauchen konnte. Vergessen Sie das nicht, wenn sie an die HartzIV-Sätze und die gemütliche, leistungslose soziale Hängeschaukel denken. - Ein "wahrhafter aufrechter Sozialdemokrat" setzt sich für das gesellschaftspolitische Miteinander ein; das werden Sie doch zwischenzeitlich auch getan haben! -

  6. Rechtsradikaler Sozialist ? Spalter der Mitte war
    er, mehr nicht. Bei allem Respekt, geistige
    Umnachtung Ihr Kommentar.

  7. ... eigentlich müßig?

    Begründung: Allein schon der anzunehmende Stimmenanteil der PIRATEN wird - ob die dies wollen oder nicht (vermutlich eher nicht) - dafür sorgen, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    sich über den aufzuregen, aber manches Sekret muss man einfach aus dem Körper lassen, sonst stirbt man daran!

  8. lesen sie lieber einmal die Geschichte dieses Mädchens aus ärmsten Verhältnissen. - Sie meinen nicht etwa MILCHBUBEN-Rechnungen? - Und wenn Sie einen Taschenrechner haben, dann müßten Sie den Zeitpunkt des Crashs doch wissen - haben Sie schon vorgesorgt? -

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Gerhard Schröder | SPD | Angela Merkel | CDU | Frank Walter Steinmeier | Sigmar Gabriel
Service