Schleswig-HolsteinSPD und CDU am Vorabend der Wahl gleichauf

Der Ausgang der Wahl in Schleswig-Holstein ist völlig offen. Weder CDU noch SPD liegen in den Umfragen vorn. Die FDP kann dank Wolfgang Kubicki hoffen.

Vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein an diesem Sonntag haben Umfragen keine ersichtlichen Vorteile für SPD oder CDU ermitteln können. Es ist völlig offen, ob das Vorhaben der SPD gelingt, mit dem Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig an der Spitze die bisherige schwarz-gelbe Koalition abzulösen. Die Abstimmung gilt als wichtiger Stimmungstest für die Wahl in Nordrhein-Westfalen eine Woche später – und damit auch für die Bundestagswahl.

Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel machte sich zum Ende des Wahlkampfes noch einmal für den Spitzenkandidaten der Union stark. "Jost de Jager muss Ministerpräsident dieses Landes werden", sagte Merkel. "Er sagt, was er denkt, und er tut, was er sagt. Sie wissen, woran Sie bei ihm sind", sagte die Kanzlerin. De Jager wolle sich unter anderem für Bildung, Forschung, gute Verkehrswege und Investitionen in den Mittelstand einsetzen. Der Auftritt Merkels war die letzte große Veranstaltung der Nord-CDU vor der Landtagswahl.

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Die FDP mit Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki könnte am Sonntag ihre Serie von schlechten Wahlergebnissen stoppen, auch wenn es für eine erneute schwarz-gelbe Koalition wohl nicht reichen wird. Der Linken droht nach nur zweieinhalb Jahren das Ausscheiden aus dem Parlament. Die Piratenpartei dürfte ihren Siegeszug fortsetzen.

Albig beliebter als de Jager

CDU und SPD liegen in Umfragen bei 31 bis 33 Prozent. Vor allem Spitzenkandidat Albig ist beliebt – ihn wollen laut Umfragen deutlich mehr Bürger an der Spitze der Regierung sehen als seinen CDU-Rivalen de Jager.

Albig hat ein Bündnis mit den Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) zur Wunschkoalition erklärt, da es laut Umfragen für Rot-Grün allein wahrscheinlich nicht reicht. Es wäre das erste Mal, dass die Partei der dänischen Minderheit mitregiert. Doch auch eine große Koalition ist möglich. Kubicki wirbt für ein Jamaika-Bündnis von CDU, Liberalen und Grünen. Eine klassische Ampel mit SPD, Grünen und FDP wäre ebenfalls denkbar.

Angesichts des ungewissen Ausgangs boten die Parteien im Wahlkampf ihre gesamte Prominenz auf – von SPD-Chef Sigmar Gabriel über die Grünen-Spitze Cem Özdemir und Claudia Roth, die in Neumünster noch an einer Demonstration gegen Rechtsextremismus teilnahm.

Die Nord-Grünen rangierten zuletzt bei 12 bis 13 Prozent. Die Piratenpartei liegt zwischen 8 und 10, der von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommene SSW bei 4 Prozent. Die FDP könnte auf 6 bis 7 Prozent kommen. Die Linke liegt bei 2 Prozent. Bei der Landtagswahl 2009 erzielte die CDU 31,5 Prozent, die SPD 25,4 Prozent, die FDP 14,9 Prozent und die Grünen 12,4 Prozent. Die Linke erhielt 6 Prozent und der SSW 4,3 Prozent. Zur Wahl sind mehr als 2,2 Millionen Bürger aufgerufen.

 
Leserkommentare
  1. dieses Wunschdenken - nur der FDP -

    3 Leserempfehlungen
  2. wie im Saarland erhält? habt ihr dann wieder keinen von der Piratenpartei zur Befragung ans Telefon bekommen?

    in einem hat der Artikel recht, die Menschen lassen sich nicht mehr hinter das Licht führen.

    einen piraten mäßigen Gruß

    euer demontjoie aus dem Piratenland NRW

    2 Leserempfehlungen
  3. damit sich die Prognosen nicht erfüllen. Im Übrigen sollten Wahlumfragen bundesweit verboten werden. Sie manipulieren und kanalisieren die Wahlentscheidungen der Wähler in eine fremdbestimmte Richtung!

    8 Leserempfehlungen
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    Man sollte statt Wahlumfragen durchzuführen, tatsächliche Wahlen abhalten.

    Man sollte statt Wahlumfragen durchzuführen, tatsächliche Wahlen abhalten.

  4. Man sollte statt Wahlumfragen durchzuführen, tatsächliche Wahlen abhalten.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Geht zur Wahl"
  5. 5. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak

  6. ... hat die Veröffentlichung von Umfragen am Abend vor der Wahl außer die Wähler zu beeinflussen? In ca. 24 Stunden gibt es ein vorläufiges amtliches Endergebnis, mit einer maximalen Basis an Befragten und einer minimalen Fehlermarge. Besser als jede Umfrage.

    Lasst die Leute doch wenigstens am Tag vor der Wahl mit Umfragen in Ruhe!

    8 Leserempfehlungen
  7. Wann begreift das denn endlich jemand?

    Politischer Spielraum ? 0
    Soziale Wohltaten ? 0
    Gesetzliche Verpflichtungen ( vom Bund) zu erfüllen 0

    Schleswig-Holstein ist ein Wrack.

    k.

    Eine Leserempfehlung
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    Es hat nur zu viele Wohltaten an ohnehin zu reiche Bürger verteilt.

    http://draketo.de/proj/sc...

    Selbst die reichsten 10% könnten die Staatsschulden (die sind sowieso maßgeblich deren Vermögen) auf 0 reduzieren, und hätten übber noch über 3 Billionen Euro und hätten damit immer noch so viel bis mehr, als der gesamte Rest zusammen.

    Und genau DAS können wir uns nicht leisten, trotzdem gibt es immer wieder neue Geschenke für diese 10%, währen der Rest ausbluten soll.

    Es hat nur zu viele Wohltaten an ohnehin zu reiche Bürger verteilt.

    http://draketo.de/proj/sc...

    Selbst die reichsten 10% könnten die Staatsschulden (die sind sowieso maßgeblich deren Vermögen) auf 0 reduzieren, und hätten übber noch über 3 Billionen Euro und hätten damit immer noch so viel bis mehr, als der gesamte Rest zusammen.

    Und genau DAS können wir uns nicht leisten, trotzdem gibt es immer wieder neue Geschenke für diese 10%, währen der Rest ausbluten soll.

  8. So kurz vor der Wahl würde ich aus Protest eine andere Partei nennen als ich wählen würde.

    Die Medien würden titeln "Ein Tag vor der Wahl, die NPD auf 29%". Da wär das Geschrei groß und wo ist das Thema NPD-Verbot hin?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Kommentare 13
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  • Schlagworte CDU | SPD | Wahl | Angela Merkel | FDP | Torsten Albig
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