Flughafen : Münchner stimmen gegen dritte Startbahn

Die Gegner der dritten Startbahn auf dem Münchner Flughafen haben die Abstimmung in München gewonnen. SPD-Bürgermeister Ude gratulierte ihnen bereits.
Gegner der geplanten dritten Startbahn am Flughafen München verfolgen auf einer Wahlparty die Präsentation der Wahlergebnisse. © Sven Hoppe /dpa

Die Mehrheit der Münchner hat sich gegen den geplanten Bau der dritten Startbahn am Flughafen ausgesprochen. Beim Bürgerentscheid der Stadt über das Milliardenprojekt kamen die Gegner des Projekts auf 54,3 Prozent, die Befürworter auf 45,7 Prozent. Oberbürgermeister Christian Ude ( SPD ) räumte die Niederlage der Befürworter ein und gratulierte der Gegenseite zum Sieg.

Denn die SPD hatte den Bau einer dritten Startbahn unterstützt. Das Aus für das Projekt ist eine Niederlage für das Bündnis der Befürworter aus CSU , FDP , SPD und der bayerischen Wirtschaft. Gegen die Startbahn hatten sich vor allem Grüne , Freie Wähler und Piraten ausgesprochen. Zahlreiche Bürgerinitiativen hatten sich im Bündnis " aufgeMUCkt " zusammengeschlossen, MUC steht für den Munich-Airport.

Die Bewohner Münchens durften in einem Bürgerentscheid über die Startbahn abstimmen, obwohl sie kaum vom Fluglärm betroffen sind und der Airport knapp 40 Kilometer nördlich der Stadt liegt. Doch die Landeshauptstadt kann als Mitgesellschafter des Flughafens in der Gesellschafterversammlung für oder gegen den Bau der dritten Startbahn stimmen. Nun muss sie sich wohl dagegen aussprechen. Zwar ist München mit 23 Prozent kleinster Anteilseigner hinter dem Freistaat (51 Prozent) und dem Bund (26 Prozent), doch die Stadt hat ein Veto-Recht.

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Kommentare

62 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren

Rote Karte für Lug und Betrug

Es war schon fast lachhaft wie die Flughafengesellschaft die Frage um die neuen Flugroute im Falle der Dritten beschrieben hat: Eigentlich müsse man lt. DSF Vorgaben dann direkt über Freising fliegen, aber das werde man schon irgendwie hinkriegen. Dreimal Laut-Lach. Unprofessioneller gehts nicht mehr. Danke an alle Münchner die diesen Wahnsinn verhindert haben und sich selbst vermutlich auch einiges an zukünftigen Lärm ersparen.

Vorallem München ist an den Entscheid gebunden, ...

kein Geld für den Ausbau in die Hand zu nehmen, d.h. aber nicht, dass München sein Anteile an Bayern oder den Bund oder ein sonstige zweckgemeinschaft verkaufen kann!
Desweiteren wurde
1. der Bau der 3. Startbahn auf der nördlichen Flughafenseite abgelehnt, der Ausabua Richtung Süden Richtung Süden (der Orignal Plan sah 4 Bahnen vor) dürfte somit möglich sein.
2. Der Ausbau eine 4 Km Bahn wurde mit kritisiert, wenn man eine 3 km Bahn baut wäre man der Initiative entggeben gekommen.
3. Wenn die bayr. Regeierung inteligentt ist läßt sie komplett Bayern abstimmen und schlägt dort paralle Ausweichplätze vor z.B. Ausbau ehem. Militärflughäfen mit Expresszügen als Verbindung!
usw.
Ich glaube der Ausbau wir in irgend einer Form kommen, man muss nur das Volk entsprechend Fragen!