BundeswehrGauck fordert mehr Offenheit für Auslandseinsätze

Der Bundespräsident redet den Deutschen ins Gewissen: Er beklagt eine "gewisse Ignoranz" gegenüber den Streitkräften und spricht von einer "glückssüchtigen Gesellschaft".

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Deutschen zu größerer Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr aufgerufen und zugleich eine gewisse Ignoranz der Bürger gegenüber den Streitkräften bemängelt. Er stelle in der Bevölkerung auch eine Tendenz zum "Nicht-Wissen-Wollen" fest, kritisierte Gauck bei einem Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Es sei zwar menschlich, nicht mit Leid und Terror behelligt werden zu wollen. "Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glückssüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagte Gauck. Aber "'ohne uns' als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernstnehmen", mahnte der Präsident.

Die Abscheu gegen Gewalt sei zwar verständlich, und Gewalt werde immer ein Übel bleiben. "Aber sie kann – solange wir in der Welt leben, in der wir leben (...) – notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden", sagte Gauck. Gerade Deutschland wisse, dass Frieden, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte vielfach nicht von allein entstünden. "Freiheit ist ohne Verantwortung nicht zu haben, sie entbehrt auch ihres Wertes und ihrer Würde ohne diesen Begriff", wiederholte der Präsident eine Maxime, die schon seine Kandidatur prägte. Dies sei für Soldaten selbstverständlich, nicht aber in der Gesellschaft.

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"Freiheit und Wohlergehen sehen viele als Bringschuld der Demokratie und des Staates", kritisierte Gauck. "Manche verwechseln Freiheit mit Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit und Hedonismus." Eine funktionierende Demokratie erfordere aber auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut "und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben".

Bundeswehr zu wenig präsent

Im Gegenzug habe die Truppe einen Anspruch darauf, dass die Gesellschaft sich bewusst mache, was den Soldaten abverlangt werde und vor welche Aufgaben sie in Zukunft gestellt würden. "All das darf nicht allein in Führungsstäben und auch nicht allein im Parlament debattiert werden", forderte Gauck. "Es muss da debattiert werden, wo unsere Streitkräfte ihren Ort haben: In der Mitte unserer Gesellschaft."

Derzeit aber sei die Bundeswehr im öffentlichen Bewusstsein nicht sehr präsent, und über ihre Einsätze werde nicht ausreichend in der Gesellschaft diskutiert.

Gauck, der in der DDR als Bürgerrechtler aktiv war, würdigte die Bundeswehr als Parlamentsarmee im Gegensatz zur NVA, die eine unmenschliche Grenze gegen das eigene Volk militärisch abgesichert habe. "Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sondern eine Stütze unserer Freiheit", sagte Gauck. Die Bundeswehr habe sich von unseligen militärischen Traditionen gelöst und sei heute fest verankert in einer lebendigen Demokratie. "Sie hat unser Zutrauen verdient."

 
Leserkommentare
    • gquell
    • 12.06.2012 um 13:08 Uhr

    Was hat die Bundeswehr im Ausland zu suchen - gar nichts.
    Und da die Bundeswehr von einer Wehrpflichtarmee in eine Freiwilligenarmee konvertierte, ist der Staatsbürger in Uniform ad absurdum geführt worden.
    Die Bundeswehr hat ausschließlich die Aufgabe, die deutschen Grenzen zu verteidigen. Die Sicherung unserer Ausbeutung und der Transportwege ist nicht die Aufgabe der Bundeswehr.
    Ich habe einmal gedient, aber heute schäme ich mich für den Mißbrauch unserer Soldaten für ökonomische Interessen im Ausland. Und komme mir bitte keiner mit Menschenrechten, Demokratie und frei Marktwirtschaft. Darum geht es beim Einsatz der Bundeswehr im Ausland zuletzt.

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    • PGMN
    • 12.06.2012 um 13:20 Uhr

    "Was hat die Bundeswehr im Ausland zu suchen - gar nichts."

    ... sollte man nicht argumentieren

    Im Prinzip haben Sie Recht mit Folgendem: Die Bundeswehr sollte nicht eingesetzt werden, um deutsche Wirtschaftsinteressen gegen die legitimen Interessen anderer Länder durchzusetzen.

    Man könnte es so formulieren:
    Die Bundeswehr hat in anderen Ländern (ausgenommen denen der EU und der NATO, wenn diese den Verteidigungsfall ausrufen und nur, um sie zu verteidigen) Nichts verloren.

    Die Sicherung von Transportwegen dagegen, sofern diese nicht durch die Hoheitsgebiete anderer Länder führen, was dann nur auf internationale Gewässer zutrifft, ist aber durchaus Aufgabe jeder Marine, inklusive der Deutschen.

    • joG
    • 12.06.2012 um 13:46 Uhr

    .... Meinung. Sie zwei Beiden sollten das ausdiskutieren.

    beuten wir denn in Afghanistan aus? Wo sind da wirtschaftliche Interessen?

    Hätten die USA 1945 so gehandelt, wie Sie es heute von der deutschen Aussenpolitik fordern, dann hätten wir seitdem in halb Europa eine deutsche Nazi-Diktatur. Fänden Sie das besser?

    5 wichtige Ölleitungen gehen durch das Land. Und dann noch der Mohn. Wichtig für die Finanzierung der CIA. Seit die Ami's im Land sind, hat Afghanistan Kolumbien als Drogenland Nummer 1 abgelöst. Das ist ein Faktum und leicht zu recherchieren. Nichts geschieht auf dieser Welt ohne Grund. Noch weniger, um Demokratie zu exportieren.

    • Effbeh
    • 13.06.2012 um 14:23 Uhr

    der Warenwege hat der Präsident auch nicht gesprochen, sondern eigentlich nur Selbstverständliches.

    • PGMN
    • 12.06.2012 um 13:20 Uhr

    "Was hat die Bundeswehr im Ausland zu suchen - gar nichts."

    ... sollte man nicht argumentieren

    Im Prinzip haben Sie Recht mit Folgendem: Die Bundeswehr sollte nicht eingesetzt werden, um deutsche Wirtschaftsinteressen gegen die legitimen Interessen anderer Länder durchzusetzen.

    Man könnte es so formulieren:
    Die Bundeswehr hat in anderen Ländern (ausgenommen denen der EU und der NATO, wenn diese den Verteidigungsfall ausrufen und nur, um sie zu verteidigen) Nichts verloren.

    Die Sicherung von Transportwegen dagegen, sofern diese nicht durch die Hoheitsgebiete anderer Länder führen, was dann nur auf internationale Gewässer zutrifft, ist aber durchaus Aufgabe jeder Marine, inklusive der Deutschen.

    • joG
    • 12.06.2012 um 13:46 Uhr

    .... Meinung. Sie zwei Beiden sollten das ausdiskutieren.

    beuten wir denn in Afghanistan aus? Wo sind da wirtschaftliche Interessen?

    Hätten die USA 1945 so gehandelt, wie Sie es heute von der deutschen Aussenpolitik fordern, dann hätten wir seitdem in halb Europa eine deutsche Nazi-Diktatur. Fänden Sie das besser?

    5 wichtige Ölleitungen gehen durch das Land. Und dann noch der Mohn. Wichtig für die Finanzierung der CIA. Seit die Ami's im Land sind, hat Afghanistan Kolumbien als Drogenland Nummer 1 abgelöst. Das ist ein Faktum und leicht zu recherchieren. Nichts geschieht auf dieser Welt ohne Grund. Noch weniger, um Demokratie zu exportieren.

    • Effbeh
    • 13.06.2012 um 14:23 Uhr

    der Warenwege hat der Präsident auch nicht gesprochen, sondern eigentlich nur Selbstverständliches.

    • ohopp
    • 12.06.2012 um 13:11 Uhr

    dem Bundespräsidenten erstmal das Grundgesetz und weist darauf hin, dass Sätze in denen das Freiheit fehlt auch Gültigkeit besitzen.

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    • joG
    • 12.06.2012 um 13:53 Uhr

    ...das Problem mit dem gg nur sehr schlampig geheilt wurde; wie man hier halt mit solchen Dingen traditionell umgeht. Aber scheint in Politik und Gerichten recht verbreitet die Meinung zu herrschen, man dürfe das Heer in Übersee einsetzen. Ich fürchte Sie haben den kurzen Halm gezogen. Aber vielleicht ändert sich der Zeitgeschmack wieder und Deutschland bleibt Trittbrettfahrer.

    • joG
    • 12.06.2012 um 13:53 Uhr

    ...das Problem mit dem gg nur sehr schlampig geheilt wurde; wie man hier halt mit solchen Dingen traditionell umgeht. Aber scheint in Politik und Gerichten recht verbreitet die Meinung zu herrschen, man dürfe das Heer in Übersee einsetzen. Ich fürchte Sie haben den kurzen Halm gezogen. Aber vielleicht ändert sich der Zeitgeschmack wieder und Deutschland bleibt Trittbrettfahrer.

  1. 3. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au.

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    • ludna
    • 12.06.2012 um 14:02 Uhr

    Herr Gauck kann ja die Soldaten demnächst persönlich mit einem Feldgottesdienst in den Krieg schicken.

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    Mit Verlaub: Herr Gauck ist seit über 20 Jahren weder Pastor noch Pfarrer.

    Hier gibt es offenbar in der Red. wie auch im Bundespräsidialamt ein paar Leute, die ein Update auf die - NOCH - geltende Rechtslage vertragen können:

    STRAFGESETZBUCH:

    § Aufstacheln zum Angriffskrieg

    Wer im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zum Angriffskrieg (§ 80) aufstachelt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    Herr Gauck hat UMGEHEND zurückzutreten und sich den Strafverfolgungsbehörden zu stellen! Und in der Red. würde ich mich an Ihrer Stelle auch nicht mehr allzu sicher fühlen!

    • ludna
    • 12.06.2012 um 14:02 Uhr

    Herr Gauck kann ja die Soldaten demnächst persönlich mit einem Feldgottesdienst in den Krieg schicken.

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    Mit Verlaub: Herr Gauck ist seit über 20 Jahren weder Pastor noch Pfarrer.

    Hier gibt es offenbar in der Red. wie auch im Bundespräsidialamt ein paar Leute, die ein Update auf die - NOCH - geltende Rechtslage vertragen können:

    STRAFGESETZBUCH:

    § Aufstacheln zum Angriffskrieg

    Wer im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zum Angriffskrieg (§ 80) aufstachelt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    Herr Gauck hat UMGEHEND zurückzutreten und sich den Strafverfolgungsbehörden zu stellen! Und in der Red. würde ich mich an Ihrer Stelle auch nicht mehr allzu sicher fühlen!

  2. Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?
    Dazu frage ich mich in was für einer Scheinwelt dieser Mensch lebt - sein Geschwafel von der Sicherheit ist eine der Größten Luegen der Herschaftselite des "Westens"
    Die Kriege der letzten Jahrzehnten haben kein bisschen zur Stabilisierung der Welt beigetragen - im Gegensatz, sie haben die Situation verschlechtert. Besatzungsmächte mag keiner - je mehr Kriege ein Land fuehrt, desto verhasster ist es weltweit.
    Man schaue sich nur der Ruf des größten Kriegstreiber der USA an...

    Aber die Unterdrückung anderer Voelker sowie der Voelkermord haben in Europe ja Tradition... - und Nein, ich meine nicht nur den zweiten Weltkrieg. In der Kolonialzeit davor haben andere Nationen ebenfalls unzählige Verbrechen gegen andere Volker getätigt.

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    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?"

    Das lesen Sie falsch. Wo steht das?

    • tecnyc
    • 12.06.2012 um 16:28 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?"

    Nein.
    Bei einem Krieg muss man doch nicht zwangsläufig das Land besetzen.
    Siehe Serbien.

    Und man muss Menschen auch nicht ermorden.

    Es kommt höchstens zu Kolateralschäden.

    Außerdem kann man so verhindern, das Kinder als Schutzschilde auf Panzer genagelt werden.

    • kyon
    • 13.06.2012 um 9:59 Uhr

    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?" (DetlevCM)

    Nein, das lesen Sie hier nicht, dass ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern aufruft und zur Ermordung von Menschen aufruft. Oder können Sie uns die Stelle zeigen?

    Sie sind offensichtlich auch noch nicht in der Realität angekommen !

    Wie dekadent doch DIE Deutschen sind, die den 2. WK und Adolf als ewiges Feigenblatt des Nichtstuns und Zusehens benutzen !
    Obwohl sie nicht dabei waren !

    Wer die Freiheit und Demokratie nicht weltweit verteidigen und schützen will, hat beide nicht verdient.

    Daher hat Gauck mehr als recht ! Die NATO und UNO setzen sich hauptsächlich GEGEN Völkermord, internationalen Terrorismus ein und betreiben notwendige Prävention.

    Wer DAS nicht unterstützt, aber die Früchte dieser Politik in seinem persönlichen Freiheitsgenuss haben will, der kann gerne auswandern.

    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?"

    Das lesen Sie falsch. Wo steht das?

    • tecnyc
    • 12.06.2012 um 16:28 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?"

    Nein.
    Bei einem Krieg muss man doch nicht zwangsläufig das Land besetzen.
    Siehe Serbien.

    Und man muss Menschen auch nicht ermorden.

    Es kommt höchstens zu Kolateralschäden.

    Außerdem kann man so verhindern, das Kinder als Schutzschilde auf Panzer genagelt werden.

    • kyon
    • 13.06.2012 um 9:59 Uhr

    "Lese ich hier tatsächlich wie ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern und Ermordung von Menschen aufruft?" (DetlevCM)

    Nein, das lesen Sie hier nicht, dass ein deutscher Präsident zur Besetzung von Ländern aufruft und zur Ermordung von Menschen aufruft. Oder können Sie uns die Stelle zeigen?

    Sie sind offensichtlich auch noch nicht in der Realität angekommen !

    Wie dekadent doch DIE Deutschen sind, die den 2. WK und Adolf als ewiges Feigenblatt des Nichtstuns und Zusehens benutzen !
    Obwohl sie nicht dabei waren !

    Wer die Freiheit und Demokratie nicht weltweit verteidigen und schützen will, hat beide nicht verdient.

    Daher hat Gauck mehr als recht ! Die NATO und UNO setzen sich hauptsächlich GEGEN Völkermord, internationalen Terrorismus ein und betreiben notwendige Prävention.

    Wer DAS nicht unterstützt, aber die Früchte dieser Politik in seinem persönlichen Freiheitsgenuss haben will, der kann gerne auswandern.

  3. Eine Regierungsarmee ist schlimm, eine Parlamentsarmee ist nicht viel besser.
    Erträglich wäre eine demokratische Armee, in der das Volk im Rahmen der Gesetze entscheidet, wann sie eingesetzt werden soll.

    Das führte nämlich zum Schweizer Modell: wehrhaft nach außen, aber ohne imperialistische Anfälle, wie sie den Deutschen jetzt wieder als "Normalität" verkauft werden sollen.

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    "Das führte nämlich zum Schweizer Modell: wehrhaft nach außen, aber ohne imperialistische Anfälle, wie sie den Deutschen jetzt wieder als "Normalität" verkauft werden sollen."

    Und was hat die Schweizer Armee dann in Afghanistan zu suchen? Siehe diese Quelle, Schweizer Verteidigungsministerium. *peng* Das war dann wohl eben Ihre Traumseifenblase vom Paradies Schweiz, die da geplatzt ist...

    "Das führte nämlich zum Schweizer Modell: wehrhaft nach außen, aber ohne imperialistische Anfälle, wie sie den Deutschen jetzt wieder als "Normalität" verkauft werden sollen."

    Und was hat die Schweizer Armee dann in Afghanistan zu suchen? Siehe diese Quelle, Schweizer Verteidigungsministerium. *peng* Das war dann wohl eben Ihre Traumseifenblase vom Paradies Schweiz, die da geplatzt ist...

  4. Die Bundeswehr verteidigt das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes und als Bündbisarmee die Werte der westlichen Zivilisation. Dafür hat sie die aktive Solidarität der gesamten Gesellschaft verdient.
    Herr Gauck spricht diese Tatsachen endlich an und aus. Er wird mir von Tag zu Tag sympathischer.

    24 Leserempfehlungen
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    und welche Freiheit "verteidigt" denn die BW in Afghanistan?

    Mit welchem Recht töten deutsche Soldaten im Ausland? Luftangriff von Kunduz, schon mal gehört? 142 Tote! Weil ein deutscher Oberst sich vertan hatte, mit anschließender großangelegter Vertuschungsaktion. Nur ein Beispiel. Wo ist da irgend ein Recht des deutschen Volkes? Wo ist da die Freiheit?

    Was heißt denn westliche Zivilisation, was ist das? Privatfernsehen und McDonalds? Und warum meinen Sie, wir müssen die im Irak und in Afghanistan "verteidigen"?

    Haben Sie gedient? Dienst an der Waffe geleistet? Waren im Ausland als Soldat? Kann ich mir kaum vorstellen, sonst würden Sie nicht so dummes Zeug absondern. Ich habe gedient, 6 Jahre, als Unteroffizier. Und ein guter Freund von mir auch, 6 Monate in Jugoslawien. Wir haben uns damals schon gefragt was das alles soll. Das ganze ist schon 15 Jahre her, und wir denken immer noch darüber nach. Das "befrieden" von Ländern und Leuten, die nicht befriedet werden wollen. Die haben nichts von unserer Freiheit und unseren Werten, sie wollen sie nicht. Darum geht es auch gar nicht. Es geht um wirtschaftliche Interesse, knallhart. Politisch motiviert. Dafür sterben meine ehemaligen Kameraden, dafür sterben tagtäglich Unschuldige. Kopieren Sie doch mal ihren Kommentar und schicken diesen an die Mütter und Väter und Familien der getöteten Soldaten. Mal sehen, was Ihnen dann noch so einfällt.

    Das ist echt unfaßbar.

    Nennen sie bitte ein einziges Beispiel für Ihre Behauptung die Bundeswehr verteidige die die Freiheit Deutschlands. Wann fand und findet dies statt, in Afghanistan? Dieses Phrasendreschen erinnert mich an einen Lehrer von mir in DDR-Zeiten. Der predigte auch immer sämtliche Parteiparolen hoch und runter und nach der Wende ging er in die CDU und schenkte uns im Geschichtsunterricht A4- Blätter mit Hitler`s Gesicht drauf.

    unsere Werte denn in Auslandseinsätzen? Das klingt für mich eher danach, als wollte man anderen unsere Werte in deren Land aufdrängen.

    so: "die Streitkräfte stellen die HAndlungsfreiheit der Bunderegierung sicher" ist korrekter!

    MfG KM

    Immer mit den Scheuklappen durch die Wand, nicht wahr? Der Pakt - Wirtschaft und Nationalisten - hat zu einer nicht vergleichbaren Verwüstung Europas geführt. Aber dies nur weil die Bevölkerung stramm dahinter stand...
    Gauck vermisst also die Diskussion über unsere Soldaten?
    Er möchte demzufolge die Diskussion umlenken vom Sinn des Auslandseinsatzes hin zu einem Beistehen und Zutrauen unserer Soldaten.
    Der Sohn, der seiner Mutter zuruft, dass sie es schon schafft währenddessen der Vater auf sie einprügelt statt dem Vater zu sagen er solle es lassen, zeugt doch genau von dieser Schizophrenie...

    • kfmb
    • 12.06.2012 um 16:41 Uhr

    Gauck versteht sein Handwerk aufs feinste! Er schneidet die Themen an, die den Deutschen unlieb sind, wo es einen sogenannten Konsens gibt und dieser Konsens aber irgendwie nicht mit der Realität übereinzustimmen scheint. Gauck stößt uns auf diesen Graben zwischen dem, was die Politik zu entscheiden hat, und dem, was das Volk glaubt, die Politik leisten sollte. Dass beide Pole weit auseinanderliegen, erkennt der Mann. Er hat es ja auch zu seinem Präsidentschaftsthema gemacht: Die Regierenden und Regierten zusammenführen. Er legt dar, dass es Notwendigkeiten gibt, denen sich die Politiker stellen müssen und die sie dem Volke lieber verheimlichen. Sei es aus dringenden Gefahren oder aus Bündnisverträgen oder aus Absicherungen. Ein Parlamentarier, der gleiches aussprechen würde, weil er (wie nun Gauck) jeden Tag auf seinem Schreibtisch über Informationen brütet, die ein anderes Bild zeichnen als das der Wünsche der Masse, ein solcher würde sich nicht lange halten können. Gauck traut sich zu, diese Themen offen anzusprechen. Ob man ihm in der Sache zustimmt oder nicht. Anerkennen muss man, dass es eine Armee gibt, dass sie an Auslandseinnsätzen teilnehmen und dass es aus Gründen geschieht, über die sich Volksvertreter den Kopf zerbrochen haben. Als Bürger dann ein Ideal einer friedlichen Welt entgegenzusetzen, reicht nicht. Deutschland stellt sich der Aufgabe, wie die Welt zu befrieden ist. Das Land muss sich der Aufgabe stellen. Wenn es irgend möglich ist, ohne Krieg!

    Gauck! Nur haben für die Freiheit andere gekämpft und er genießt diese nur!!!

    Ich finde Menschen wie Sie und Herrn Gauck laecherlich, selbst von Freiheit schwafeln und dann andere in den Krieg schicken. Wenn Herr Gauck und Sie meinen, man muesse unbedingt Krieg fuehren, ja dann bitte machen Sie es, aber nicht dabei andere verpflichtet werden. [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    ... aber nicht in diesem Zusammenhang. Was mir fehlt, ist eine gewissenhafte Prüfung dessen, was die Verfassung hinsichtlich von Auslandseinsätzen erlaubt. Juristisch mag das geklärt sein; politisch ist es das m. E. nicht. Und wenn der Bundespräsident einer bestimmten Art Hedonismus entgegenwirken möchte, sollte er sich für die Wiedereinführung des Grundwehrdienstes einsetzen. Auslandseinsätze wird man - eben aus den Gründen, die er kritisiert - nur dann mit echtem Interesse verfolgen und kritisch begleiten, wenn die eigenen Kinder - zumindest potenziell - auch Betroffene sind.

    und welche Freiheit "verteidigt" denn die BW in Afghanistan?

    Mit welchem Recht töten deutsche Soldaten im Ausland? Luftangriff von Kunduz, schon mal gehört? 142 Tote! Weil ein deutscher Oberst sich vertan hatte, mit anschließender großangelegter Vertuschungsaktion. Nur ein Beispiel. Wo ist da irgend ein Recht des deutschen Volkes? Wo ist da die Freiheit?

    Was heißt denn westliche Zivilisation, was ist das? Privatfernsehen und McDonalds? Und warum meinen Sie, wir müssen die im Irak und in Afghanistan "verteidigen"?

    Haben Sie gedient? Dienst an der Waffe geleistet? Waren im Ausland als Soldat? Kann ich mir kaum vorstellen, sonst würden Sie nicht so dummes Zeug absondern. Ich habe gedient, 6 Jahre, als Unteroffizier. Und ein guter Freund von mir auch, 6 Monate in Jugoslawien. Wir haben uns damals schon gefragt was das alles soll. Das ganze ist schon 15 Jahre her, und wir denken immer noch darüber nach. Das "befrieden" von Ländern und Leuten, die nicht befriedet werden wollen. Die haben nichts von unserer Freiheit und unseren Werten, sie wollen sie nicht. Darum geht es auch gar nicht. Es geht um wirtschaftliche Interesse, knallhart. Politisch motiviert. Dafür sterben meine ehemaligen Kameraden, dafür sterben tagtäglich Unschuldige. Kopieren Sie doch mal ihren Kommentar und schicken diesen an die Mütter und Väter und Familien der getöteten Soldaten. Mal sehen, was Ihnen dann noch so einfällt.

    Das ist echt unfaßbar.

    Nennen sie bitte ein einziges Beispiel für Ihre Behauptung die Bundeswehr verteidige die die Freiheit Deutschlands. Wann fand und findet dies statt, in Afghanistan? Dieses Phrasendreschen erinnert mich an einen Lehrer von mir in DDR-Zeiten. Der predigte auch immer sämtliche Parteiparolen hoch und runter und nach der Wende ging er in die CDU und schenkte uns im Geschichtsunterricht A4- Blätter mit Hitler`s Gesicht drauf.

    unsere Werte denn in Auslandseinsätzen? Das klingt für mich eher danach, als wollte man anderen unsere Werte in deren Land aufdrängen.

    so: "die Streitkräfte stellen die HAndlungsfreiheit der Bunderegierung sicher" ist korrekter!

    MfG KM

    Immer mit den Scheuklappen durch die Wand, nicht wahr? Der Pakt - Wirtschaft und Nationalisten - hat zu einer nicht vergleichbaren Verwüstung Europas geführt. Aber dies nur weil die Bevölkerung stramm dahinter stand...
    Gauck vermisst also die Diskussion über unsere Soldaten?
    Er möchte demzufolge die Diskussion umlenken vom Sinn des Auslandseinsatzes hin zu einem Beistehen und Zutrauen unserer Soldaten.
    Der Sohn, der seiner Mutter zuruft, dass sie es schon schafft währenddessen der Vater auf sie einprügelt statt dem Vater zu sagen er solle es lassen, zeugt doch genau von dieser Schizophrenie...

    • kfmb
    • 12.06.2012 um 16:41 Uhr

    Gauck versteht sein Handwerk aufs feinste! Er schneidet die Themen an, die den Deutschen unlieb sind, wo es einen sogenannten Konsens gibt und dieser Konsens aber irgendwie nicht mit der Realität übereinzustimmen scheint. Gauck stößt uns auf diesen Graben zwischen dem, was die Politik zu entscheiden hat, und dem, was das Volk glaubt, die Politik leisten sollte. Dass beide Pole weit auseinanderliegen, erkennt der Mann. Er hat es ja auch zu seinem Präsidentschaftsthema gemacht: Die Regierenden und Regierten zusammenführen. Er legt dar, dass es Notwendigkeiten gibt, denen sich die Politiker stellen müssen und die sie dem Volke lieber verheimlichen. Sei es aus dringenden Gefahren oder aus Bündnisverträgen oder aus Absicherungen. Ein Parlamentarier, der gleiches aussprechen würde, weil er (wie nun Gauck) jeden Tag auf seinem Schreibtisch über Informationen brütet, die ein anderes Bild zeichnen als das der Wünsche der Masse, ein solcher würde sich nicht lange halten können. Gauck traut sich zu, diese Themen offen anzusprechen. Ob man ihm in der Sache zustimmt oder nicht. Anerkennen muss man, dass es eine Armee gibt, dass sie an Auslandseinnsätzen teilnehmen und dass es aus Gründen geschieht, über die sich Volksvertreter den Kopf zerbrochen haben. Als Bürger dann ein Ideal einer friedlichen Welt entgegenzusetzen, reicht nicht. Deutschland stellt sich der Aufgabe, wie die Welt zu befrieden ist. Das Land muss sich der Aufgabe stellen. Wenn es irgend möglich ist, ohne Krieg!

    Gauck! Nur haben für die Freiheit andere gekämpft und er genießt diese nur!!!

    Ich finde Menschen wie Sie und Herrn Gauck laecherlich, selbst von Freiheit schwafeln und dann andere in den Krieg schicken. Wenn Herr Gauck und Sie meinen, man muesse unbedingt Krieg fuehren, ja dann bitte machen Sie es, aber nicht dabei andere verpflichtet werden. [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    ... aber nicht in diesem Zusammenhang. Was mir fehlt, ist eine gewissenhafte Prüfung dessen, was die Verfassung hinsichtlich von Auslandseinsätzen erlaubt. Juristisch mag das geklärt sein; politisch ist es das m. E. nicht. Und wenn der Bundespräsident einer bestimmten Art Hedonismus entgegenwirken möchte, sollte er sich für die Wiedereinführung des Grundwehrdienstes einsetzen. Auslandseinsätze wird man - eben aus den Gründen, die er kritisiert - nur dann mit echtem Interesse verfolgen und kritisch begleiten, wenn die eigenen Kinder - zumindest potenziell - auch Betroffene sind.

  5. 39 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Herr Köhler musste für die gegenteilige Aussage gehen. Das müssen Sie Sich auf der Zunge zergehen lassen.

    das wurde nur vorgeschoben. Die wahren Gründe liegen bis heute im Verborgenen. Wenn öffentlich würde, was Köhler herausgefunden hat, wäre vermutlich ganz was anderes los hierzulande.

    • Afa81
    • 13.06.2012 um 13:50 Uhr

    ...und musste garnicht gehen.

    Leider hat sein Opfer nicht zum Umdenken beigetragen. Wahrheit und eigene Meinung sind in Deutschland nicht willkommen.

    Herr Köhler musste für die gegenteilige Aussage gehen. Das müssen Sie Sich auf der Zunge zergehen lassen.

    das wurde nur vorgeschoben. Die wahren Gründe liegen bis heute im Verborgenen. Wenn öffentlich würde, was Köhler herausgefunden hat, wäre vermutlich ganz was anderes los hierzulande.

    • Afa81
    • 13.06.2012 um 13:50 Uhr

    ...und musste garnicht gehen.

    Leider hat sein Opfer nicht zum Umdenken beigetragen. Wahrheit und eigene Meinung sind in Deutschland nicht willkommen.

    • edgar
    • 12.06.2012 um 13:17 Uhr

    ... von diesem in einer alten Zeit stehen gebliebenen Menschen.

    31 Leserempfehlungen
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    • TDU
    • 13.06.2012 um 8:40 Uhr

    Kriege, die Auseinandersetzung um Rohstoffe, Nahrungsmittel und Sonstiges sind leider immer noch höchst aktuell. Durch Frieden herbei reden zu wollen oder sie zu ignorieren, hören sie auch nicht auf. Wir in Europa haben auch Glück, dass hier alles friedlich ist.

    Das zu erhalten, auch mit dem leider notwendigen und deshalb auch zu respektierienden Militär und seinen Soldaten, war der Tenor von Gaucks Rede, so wie ich sie verstanden habe. Weder einen imperialen Anspruch noch Dominanz durch militärisches Konzept konnte man m. E. aus seiner Rede ablesen.

    • TDU
    • 13.06.2012 um 8:40 Uhr

    Kriege, die Auseinandersetzung um Rohstoffe, Nahrungsmittel und Sonstiges sind leider immer noch höchst aktuell. Durch Frieden herbei reden zu wollen oder sie zu ignorieren, hören sie auch nicht auf. Wir in Europa haben auch Glück, dass hier alles friedlich ist.

    Das zu erhalten, auch mit dem leider notwendigen und deshalb auch zu respektierienden Militär und seinen Soldaten, war der Tenor von Gaucks Rede, so wie ich sie verstanden habe. Weder einen imperialen Anspruch noch Dominanz durch militärisches Konzept konnte man m. E. aus seiner Rede ablesen.

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