Energiewende: Klischee-Attacke auf den Bundespräsidenten
Wieder scheucht Joachim Gauck die Politik auf. Diesmal kreischt die SPD: "Ost-Mentalität!" Weniger Kleingeist und mehr Argumente täten gut, kommentiert K. Polke-Majewski.
Es musste ja so kommen. Da hilft die SPD Joachim Gauck ins Amt des Bundespräsidenten – und prompt sagt er Sätze, die einigen Sozialdemokraten gar nicht gefallen. So fiel zuletzt, als er die Woche der Umwelt eröffnete, ein Wort, das in westdeutschen Genossenköpfen klassische Reflexe triggert: Der Bundespräsident warnte vor "planwirtschaftlichen Verordnungen".
Da muss die große Keule her. Sie schwingt sogleich der frühere Staatssekretär im Bundesumweltministerium und SPD-Linke Michael Müller: "Gaucks Kritik hängt wohl mit seiner Ost-Mentalität zusammen. Er hat Angst vor der Planwirtschaft."
Rumms, das sitzt. Was kann ein Ostdeutscher auch schon verstehen vom Geflecht westdeutscher Energiekonzerne, von Industriepolitik und der Notwendigkeit, Wind- und Sonnenenergie staatlich zu fördern?
Von allzu großem historischen Bewusstsein zeugt es allerdings nicht, ausgerechnet Gauck Angst als Motiv seines Handelns zu unterstellen. Und was soll diese Ost-Mentalität genau sein, die Müller da heraufbeschwört? Dass der Bundespräsident aus Ostdeutschland stammt, sollte hinlänglich bekannt sein. Was dies für ihn bedeutet, sagte Gauck jüngst der ZEIT: "Im Gemüt bin ich sicher Ostdeutscher, im Kopf nicht. Das heißt, dass ich mit all meinen Überzeugungen westlichen Werten verpflichtet bin. Ich gehöre dem Reich der Freiheit an."

Karsten Polke-Majewski ist stellvertretender Chefredakteur von ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.
Das ist der wahre Dorn, der Müller piekt: Dieser Bundespräsident ist ein Konservativer, der offenen Märkten und freiem Wettbewerb anhängt, wie er in seiner Rede zur Energiewende unumwunden zeigte: "Das ist unsere Stärke, die Stärke von Demokratie und Marktwirtschaft: der Wettstreit um den besten Weg." Mit Ost-Mentalität hat das nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Weshalb ihm die Liberalen auch zujubeln.
Es ist kaum eine Woche her, da distanzierte sich der Bundespräsident während seiner Nahostreise von der Kanzlerin und ihrem Wort von der Sicherheit Israels als deutscher Staatsräson. Nun muss auch die SPD feststellen, dass sich dieser Bundespräsident ihren Denkmustern entzieht. Schon sein Satz, dass nicht der Islam, sondern "die Muslime, die hier leben" zu Deutschland gehören, enttäuschte manche seiner Unterstützer.
Niemand verlangt, dass jeder mit Gaucks Meinung einig sein muss; der Bundespräsident selbst forderte in seiner Rede ja zum Streit auf: "Sie müssen gelegentlich auch den Leuten widersprechen, die so tun, als dürfe man sich in einer Demokratie nicht streiten." Doch statt kleingeistige Attacken zu reiten, schmückte es die Gauck-Kritiker mehr, würden sie die eigenen Argumente schärfen. Denn das ist es doch, was vom Osten zu lernen ist: dass, wer ideologische Festungen verlässt und wagt, sich aus gedanklichen Zwängen zu lösen, eine ganze Gesellschaft verändern kann.






Das passt.
Gratulation zum Artikel!
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"Es wird uns nicht gelingen allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Schon gar nicht mit einem Übermaß an Subventionen" So wird er einen Artikel weiter zitiert. Achtung, nochmal: "ÜBERMAß an Subventionen".. Die Folge: Großer Grundsatzdiskurs zu Subventionen im Allgemeinen! Und zu Planwirtschaft, Neoliberalismus, usw... Hätte mal wieder fast gelacht, ist aber doch eher Traurig, dass Politiker vieler Parteien grundsätzlich auf Bild-Niveau recherchieren. Zweifelt man etwa ernsthaft an, dass Solarstrom anfangs zu stark gefördert worden ist? Es ist ja nicht so, dass Gauck die Subventionierung an sich bekrittelt hätte, ist ja auch absolut richtig, Anreize für Forschung und Weiterentwicklung zu setzen.. Aber dass man unser Staatsoberhaupt permanent missverstehen will, finde ich langsam etwas merkwürdig..
Nun ja, die Solarstromsubventionen waren nicht zu hoch angesetzt, sondern der Fördertopf zu niedrig. Die Regierung hat nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. Deshalb musste es natürlich heruntergeregelt werden, zum Einen, damit der Anreiz geringer wird und zum Anderen, damit der Fördertopf reicht....
"Es wird uns nicht gelingen allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Schon gar nicht mit einem Übermaß an Subventionen" So wird er einen Artikel weiter zitiert. Achtung, nochmal: "ÜBERMAß an Subventionen".. Die Folge: Großer Grundsatzdiskurs zu Subventionen im Allgemeinen! Und zu Planwirtschaft, Neoliberalismus, usw... Hätte mal wieder fast gelacht, ist aber doch eher Traurig, dass Politiker vieler Parteien grundsätzlich auf Bild-Niveau recherchieren. Zweifelt man etwa ernsthaft an, dass Solarstrom anfangs zu stark gefördert worden ist? Es ist ja nicht so, dass Gauck die Subventionierung an sich bekrittelt hätte, ist ja auch absolut richtig, Anreize für Forschung und Weiterentwicklung zu setzen.. Aber dass man unser Staatsoberhaupt permanent missverstehen will, finde ich langsam etwas merkwürdig..
Nun ja, die Solarstromsubventionen waren nicht zu hoch angesetzt, sondern der Fördertopf zu niedrig. Die Regierung hat nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. Deshalb musste es natürlich heruntergeregelt werden, zum Einen, damit der Anreiz geringer wird und zum Anderen, damit der Fördertopf reicht....
Herr Karsten Polke-Majewski, wo waren Sie als sie den Artikel schrieben?
aufzugreifen: die Medien kreischen.
Debatten und Kritik gehören zum Wesen einer Demokratie, darin zeigt sich eine freiheitliche demokratische Grundordnung.
Warum die Medien stets so nervös reagieren, gleich Boulevardblättern, bleibt ihr Geheimnis, ihre öffentliche Aufgabe wir so unzureichend bewältigt.
Die Zeit-Medienkunde Zur Kritik- und Kontrollfunktion der Presse.
““ Der Journalismus hat den rechtlichen Auftrag, eine Kritik- und Kontrollfunktion in der
Gesellschaft wahrzunehmen: also Missstände aufzudecken, Gegebenheiten zu hinterfragen und Kritik zu üben. ““
http://blog.zeit.de/schue...
Herr Gauck scheucht niemand auf, er sagt seine Meinung, die man nicht teilen muss.
Gut daran ist, dass Erörterungen entstehen.
aufzugreifen: die Medien kreischen.
Debatten und Kritik gehören zum Wesen einer Demokratie, darin zeigt sich eine freiheitliche demokratische Grundordnung.
Warum die Medien stets so nervös reagieren, gleich Boulevardblättern, bleibt ihr Geheimnis, ihre öffentliche Aufgabe wir so unzureichend bewältigt.
Die Zeit-Medienkunde Zur Kritik- und Kontrollfunktion der Presse.
““ Der Journalismus hat den rechtlichen Auftrag, eine Kritik- und Kontrollfunktion in der
Gesellschaft wahrzunehmen: also Missstände aufzudecken, Gegebenheiten zu hinterfragen und Kritik zu üben. ““
http://blog.zeit.de/schue...
Herr Gauck scheucht niemand auf, er sagt seine Meinung, die man nicht teilen muss.
Gut daran ist, dass Erörterungen entstehen.
....wer tatsächlich mit dem "KaltenKriegJargon" um die Ecke kommt, zeigt,..das er noch nicht in der Mitte der Denkkkultur angekommen ist.
"Mitte der Denkkkultur": Was'n das und warum soll man da ankommen?
"Mitte der Denkkkultur": Was'n das und warum soll man da ankommen?
Heutzutage gibt es diese ideologische Festung namens Neoliberalismus. Das fällt nur nicht auf, weil es keinen existierenden Gegenentwurf gibt. Ohne Schwarz gibt's kein Weiss.
Wettbewerb, auf monetäre reduzierte Beziehungen zwischen Menschen und pure Rationalität sind nicht naturgegeben, sondern Schöpfungen unserer heutigen Ideologie.
Was das konkrete Thema angeht: Eine unregulierte Marktwirtschaft verheddert sich leider in einem Gefangenendilemma der Kurzsichtigkeit. Wenn uns unsere Umwelt etwas bedeutet, genauer die Umwelt unserer Nachkommen, dann müssen wir halt steuernd in die freie Marktwirtschaft eingreifen. Planwirtschaft ist das noch lange nicht. Womöglich sollte Herr Gauck seine ideologische Festung verlassen. Seine Zeit in der DDR scheint in ihm einen unreflektierten Marktfetischismus verankert zu haben. Die Psychologie spricht in diesem Zusammenhang von einem Trauma.
Bei solchen Leuten wie Gauck frag ich mich auch immer, ob die jetzige Ideologie nicht ebenfalls dessen Hirne vernebelt. Wer in solch einer Position wie Gauck ständig dem Volk etwas von Freiheit erzählt, der versucht diese Eigenschaft durch ständige Wiederholung in die Köpfe dieser zu knüppeln, da scheinbar ein schlechtes Gewissen vorherrscht.
Den Freiheitsbegriff in einer alternativlosen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu benutzen ist sowieso haltlos und nichts als Palaver. Geradlinigkeit hat mit Freiheit überhaupt nichts zu tun, meiner Meinung.
ungenaues Wiedergeben des Sinns an, welches aus mangelndem Zuhören oder Mitlesen zu folgen scheint. Gauck hat folgendes gesagt (und ZeitOnline verlinkt auch noch direkt darauf): "Es wird uns nicht gelingen allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Wohl auch nicht mit einem Übermaß an Subventionen. Es kann uns aber gelingen mit überzeugenden Innovationen und im fairen Wettbewerb."
Soweit ich erkennen kann, geht er qualifizierend vor und nicht ideologisierend/vereinfachend. Er benutzt "allein" und "Übermaß". Davon abgesehen, dass er eigentlich nicht viel damit aussagt und seine Aussage ziemlich inhaltsleer ist, gibt er keinen Anlass zum Urteil, der Staat solle nicht eingreifen.
Sie haben sich also schlichtweg verlesen oder einfach nicht hingehört.
Dass Sie aber auch noch eine Redaktionsempfehlung dafür bekommen, könnte wiederum ein Hinweis dafür sein, dass der "Neo-Liberalismus" seine Wirkung auf die Auffassungsgabe und Genauigkeit (schlichtweg auf das unvoreingenommene Hinhören und erst einmal Gelten-lassen) hinterlassen hat.
Aber ist es wirklich notwendig, immer in diesen polemisch zugespitzten Schubladen zu denken und zu argumentieren? Es gibt nicht nur Neoliberalismus und Planwirtschaft, das sind lediglich die beiden Extreme. Was dazwischen liegt, sind Tendenzen, auf der einen Seite Wettbewerb, auf der anderen Regulierung. Und innerhalb dieser Tendenzen findet diese Diskussion doch lediglich statt. Und ich weiß nicht, ob man jedem Ostdeutschen, der keine Planwirtschaft mag, gleich ein Trauma unterstellen muß. Umgekehrt könnte ich ihnen, sofern Sie aus dem Westen sind, ob ihrer antiliberalistischen Haltung eines unterstellen. Sind sie dagegen aus dem Osten, ist es noch einfacher, dann sind sie ein frustrierter Wendeverlierer, der sich in die "gute alte Zeit" zurückwünscht. Psychologie ist schon etwas tolles.
http://www.heise.de/tp/bl...
Zitat daraus:"Denkt man indes über inhaltliche Bedeutung von Vorwurf und Begriff ein wenig nach, wird deren ganze Unsinnigkeit schnell deutlich. Denn natürlich wird in der Wirtschaft überall und ständig geplant. ....."
"Eine unregulierte Marktwirtschaft verheddert sich leider in einem Gefangenendilemma der Kurzsichtigkeit. Wenn uns unsere Umwelt etwas bedeutet, genauer die Umwelt unserer Nachkommen, dann müssen wir halt steuernd in die freie Marktwirtschaft eingreifen. Planwirtschaft ist das noch lange nicht."
Der Energiemarkt war noch nie unreguliert, sondern ist einer der am stärksten regulierten Märkte die es so gibt. Aus gutem Grund nebenbei.
Das EEG hat jedoch nichts mit Regulierung zu tun sondern mit Planwirtschaft. Die feste Einspeisevergütung und insbesondere die Abnahmeverpflichtung von EEG-Strom sind reine Planwirtschaft. Der Ökostrom wird damit dem Markt aufgedrückt, ohne das er sich den Gegebenheiten anpassen muss.
Angebot und Nachfrage werden in dem Punkt komplett ausgehebelt. Was sich ja auch deutlich in negativen Preisen an der Strombörse zeigt. Ein stärkeres Warnzeichen für MArktversagen auf Grund von Staatseingriffen gibt es kaum.
Der Bundespräsident hat vollkommen Recht mit seiner Kritik.
Die alles beherrschende Ideologie ist die Sozialdemokratie. Neoliberal ist gewiss keine Mehrheitsmeinung. Warum wohl hat die FDP so wenig Zustimmung? Stattdessen grassiert immer nur Staat, Staat, Staat. Der durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer führt sage und schreibe 40 % seines Gehalts an den Staat ab. Was nicht so offensichtlich ist: Er finanziert auch den Arbeitgeberanteil für die Krankenkasse und die Rentenversicherung mit. Und das ist immer noch nicht alles: An der Zapfzäule, am Zapfhahn, beim Einkaufen hält der Staat nochmal die Hand auf: Verbrauchssteuern verschiedenster Art. Und als Verbraucher muss man indirekt auch noch die Steuern für die Unternehmen mitbezahlen.
Ich bin Liberaler und ich finde Gauck einfach Klasse. Ich habe mich total gefreut und in der FDP lacht man sich ins Fäustchen, dass Trittin und Co. mit Gauck diese Steilvorlage geliefert haben.
Gauck ist das gelbe U-Boot in der rot-schwarz-grünen Suppe des Staatsdirigismus.
Bei solchen Leuten wie Gauck frag ich mich auch immer, ob die jetzige Ideologie nicht ebenfalls dessen Hirne vernebelt. Wer in solch einer Position wie Gauck ständig dem Volk etwas von Freiheit erzählt, der versucht diese Eigenschaft durch ständige Wiederholung in die Köpfe dieser zu knüppeln, da scheinbar ein schlechtes Gewissen vorherrscht.
Den Freiheitsbegriff in einer alternativlosen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu benutzen ist sowieso haltlos und nichts als Palaver. Geradlinigkeit hat mit Freiheit überhaupt nichts zu tun, meiner Meinung.
ungenaues Wiedergeben des Sinns an, welches aus mangelndem Zuhören oder Mitlesen zu folgen scheint. Gauck hat folgendes gesagt (und ZeitOnline verlinkt auch noch direkt darauf): "Es wird uns nicht gelingen allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Wohl auch nicht mit einem Übermaß an Subventionen. Es kann uns aber gelingen mit überzeugenden Innovationen und im fairen Wettbewerb."
Soweit ich erkennen kann, geht er qualifizierend vor und nicht ideologisierend/vereinfachend. Er benutzt "allein" und "Übermaß". Davon abgesehen, dass er eigentlich nicht viel damit aussagt und seine Aussage ziemlich inhaltsleer ist, gibt er keinen Anlass zum Urteil, der Staat solle nicht eingreifen.
Sie haben sich also schlichtweg verlesen oder einfach nicht hingehört.
Dass Sie aber auch noch eine Redaktionsempfehlung dafür bekommen, könnte wiederum ein Hinweis dafür sein, dass der "Neo-Liberalismus" seine Wirkung auf die Auffassungsgabe und Genauigkeit (schlichtweg auf das unvoreingenommene Hinhören und erst einmal Gelten-lassen) hinterlassen hat.
Aber ist es wirklich notwendig, immer in diesen polemisch zugespitzten Schubladen zu denken und zu argumentieren? Es gibt nicht nur Neoliberalismus und Planwirtschaft, das sind lediglich die beiden Extreme. Was dazwischen liegt, sind Tendenzen, auf der einen Seite Wettbewerb, auf der anderen Regulierung. Und innerhalb dieser Tendenzen findet diese Diskussion doch lediglich statt. Und ich weiß nicht, ob man jedem Ostdeutschen, der keine Planwirtschaft mag, gleich ein Trauma unterstellen muß. Umgekehrt könnte ich ihnen, sofern Sie aus dem Westen sind, ob ihrer antiliberalistischen Haltung eines unterstellen. Sind sie dagegen aus dem Osten, ist es noch einfacher, dann sind sie ein frustrierter Wendeverlierer, der sich in die "gute alte Zeit" zurückwünscht. Psychologie ist schon etwas tolles.
http://www.heise.de/tp/bl...
Zitat daraus:"Denkt man indes über inhaltliche Bedeutung von Vorwurf und Begriff ein wenig nach, wird deren ganze Unsinnigkeit schnell deutlich. Denn natürlich wird in der Wirtschaft überall und ständig geplant. ....."
"Eine unregulierte Marktwirtschaft verheddert sich leider in einem Gefangenendilemma der Kurzsichtigkeit. Wenn uns unsere Umwelt etwas bedeutet, genauer die Umwelt unserer Nachkommen, dann müssen wir halt steuernd in die freie Marktwirtschaft eingreifen. Planwirtschaft ist das noch lange nicht."
Der Energiemarkt war noch nie unreguliert, sondern ist einer der am stärksten regulierten Märkte die es so gibt. Aus gutem Grund nebenbei.
Das EEG hat jedoch nichts mit Regulierung zu tun sondern mit Planwirtschaft. Die feste Einspeisevergütung und insbesondere die Abnahmeverpflichtung von EEG-Strom sind reine Planwirtschaft. Der Ökostrom wird damit dem Markt aufgedrückt, ohne das er sich den Gegebenheiten anpassen muss.
Angebot und Nachfrage werden in dem Punkt komplett ausgehebelt. Was sich ja auch deutlich in negativen Preisen an der Strombörse zeigt. Ein stärkeres Warnzeichen für MArktversagen auf Grund von Staatseingriffen gibt es kaum.
Der Bundespräsident hat vollkommen Recht mit seiner Kritik.
Die alles beherrschende Ideologie ist die Sozialdemokratie. Neoliberal ist gewiss keine Mehrheitsmeinung. Warum wohl hat die FDP so wenig Zustimmung? Stattdessen grassiert immer nur Staat, Staat, Staat. Der durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer führt sage und schreibe 40 % seines Gehalts an den Staat ab. Was nicht so offensichtlich ist: Er finanziert auch den Arbeitgeberanteil für die Krankenkasse und die Rentenversicherung mit. Und das ist immer noch nicht alles: An der Zapfzäule, am Zapfhahn, beim Einkaufen hält der Staat nochmal die Hand auf: Verbrauchssteuern verschiedenster Art. Und als Verbraucher muss man indirekt auch noch die Steuern für die Unternehmen mitbezahlen.
Ich bin Liberaler und ich finde Gauck einfach Klasse. Ich habe mich total gefreut und in der FDP lacht man sich ins Fäustchen, dass Trittin und Co. mit Gauck diese Steilvorlage geliefert haben.
Gauck ist das gelbe U-Boot in der rot-schwarz-grünen Suppe des Staatsdirigismus.
"panwirtschaftliche Verordnungen"
Das ist ja wirklich eine hanebüchene Drohkulisse, die BP Gauck da aufgebaut hat.
Unsere Wirtschaftsform hat nichts mit "Planwirtschaft" (=Zentralverwaltungswirtschaft) zu tun und kann gar keine planwirtschaftlichen Verordnungen hervorbringen.
Gauck kämpft immer noch gegen die Schatten seiner Vergangenheit wie gegen Windmühlen.
k.
Ist vielleicht nur eine überzogene Metapher, die auf eine gewisse Steuerung unseres Konsumverhaltens (wäre ja nicht Neues..) durch die Regierung hinweist..
LG
"
Unsere Wirtschaftsform hat nichts mit "Planwirtschaft" (=Zentralverwaltungswirtschaft) zu tun und kann gar keine planwirtschaftlichen Verordnungen hervorbringen."
Nö, wie käme auch zum Beispiel Frau Merkel und Co. dazu, sagen wir zum Beispiel, den Ausstieg vom Atomausstieg zu
forcieren, um ca. 1 Jahr später zu verordnen, das wir da wieder raus müssen. Nein, Planwirtschaft die gibt's hier nicht. Noch mehr Beispiele?
"
Gauck kämpft immer noch gegen die Schatten seiner Vergangenheit wie gegen Windmühlen.
k."
Und manche gegen Schatten, die sie noch nicht mal sehen.
wie weit Sie voraus denken. Die planwirtschaftliche Keule bezieht sich m.E. mit Nichten auf Förderung von Solar/Windenergie, sondern vielmehr auf politik-bestimmten Netzausbau per Dekret.
Mithin sollten Staatsstellen zwar dem Trassenausbau keine Steine in den Weg legen und sollten vielleicht den Netzausbau dort fördern, wo Windparks angeschlossen werden und wo Trassen nötiger sind als anderswo, vielleicht sollte sie sogar von den Netzbetreibern, die ja vertraglich an einige Dinge gebunden sind, die Vertragspflichten einfordern, die Politik sollte aber keineswegs eigene Planungen durchführen und "von oben" per Dekret bezahlt bauen lassen. Die Energiesicherheit ist nicht Aufgabe der Politik.
Wenn es gar nicht anders geht, muss halt einigen Netzbetreibern die Zerschlagung angedroht werden, mit der Option danach den Ausbau wieder zentral anzubieten, und der der als erster zuschlägt, der macht das Geschäft.
Es sollte aber auch keine Förderung pro Ausbaukilometer geben, denn das führt auch dazu, dass der "Ausbau" und die "Erneuerung" anderer Trassen schlicht falsch abgerechnet wird. (vgl: Planwirtschaft - es müssen 20 m³ Sand bewegt werden, dann wird halt 10 mal ein Berg von 2 m³ von A nach B nach A transportiert).
Ist vielleicht nur eine überzogene Metapher, die auf eine gewisse Steuerung unseres Konsumverhaltens (wäre ja nicht Neues..) durch die Regierung hinweist..
LG
"
Unsere Wirtschaftsform hat nichts mit "Planwirtschaft" (=Zentralverwaltungswirtschaft) zu tun und kann gar keine planwirtschaftlichen Verordnungen hervorbringen."
Nö, wie käme auch zum Beispiel Frau Merkel und Co. dazu, sagen wir zum Beispiel, den Ausstieg vom Atomausstieg zu
forcieren, um ca. 1 Jahr später zu verordnen, das wir da wieder raus müssen. Nein, Planwirtschaft die gibt's hier nicht. Noch mehr Beispiele?
"
Gauck kämpft immer noch gegen die Schatten seiner Vergangenheit wie gegen Windmühlen.
k."
Und manche gegen Schatten, die sie noch nicht mal sehen.
wie weit Sie voraus denken. Die planwirtschaftliche Keule bezieht sich m.E. mit Nichten auf Förderung von Solar/Windenergie, sondern vielmehr auf politik-bestimmten Netzausbau per Dekret.
Mithin sollten Staatsstellen zwar dem Trassenausbau keine Steine in den Weg legen und sollten vielleicht den Netzausbau dort fördern, wo Windparks angeschlossen werden und wo Trassen nötiger sind als anderswo, vielleicht sollte sie sogar von den Netzbetreibern, die ja vertraglich an einige Dinge gebunden sind, die Vertragspflichten einfordern, die Politik sollte aber keineswegs eigene Planungen durchführen und "von oben" per Dekret bezahlt bauen lassen. Die Energiesicherheit ist nicht Aufgabe der Politik.
Wenn es gar nicht anders geht, muss halt einigen Netzbetreibern die Zerschlagung angedroht werden, mit der Option danach den Ausbau wieder zentral anzubieten, und der der als erster zuschlägt, der macht das Geschäft.
Es sollte aber auch keine Förderung pro Ausbaukilometer geben, denn das führt auch dazu, dass der "Ausbau" und die "Erneuerung" anderer Trassen schlicht falsch abgerechnet wird. (vgl: Planwirtschaft - es müssen 20 m³ Sand bewegt werden, dann wird halt 10 mal ein Berg von 2 m³ von A nach B nach A transportiert).
Inzwischen sind in Deutschland alle Parteien für "mehr Staat". Die Mehrheit der angeblich so "freien" Bürger weiß offenbar nichts mehr mit ihrer Freiheit anzufangen - ausser der freien Wahl des Urlaubsorts vielleicht.
Für alles und jedes soll "der Staat" zuständig sein, und fast alle vergessen, dass ein Kollektiv nur dazu führt, dass die Selbsbedienungsmentalität steigt und die Verantwortung dafür, was geschieht, drastisch zurückgeht.
Dass in der Vergangenheit die Rahmenbedindungen nicht mehr gestimmt haben, trifft zu. Insbesodnere wenn man die Erträge aus einem risikoreichen Vorgehen privatisiert und die Verluste sozialisiert wird das unerträglich. Dann muss man diese Rahmenbedingungen ändern!
Doch der Schluß, dass Kollektive etwas besser können, ist leider völlig falsach. ENDLICH traut sich jemand, das klar zu sagen. Auch noch einer, der die Konsequenzen staatlicher "Fürsorge" selbst erlebt hat.
Ich hatte schon die hoffnung aufgegeben, dass es noch irgendjemanden gibt, der ähnlich wie Nr. 6 denkt.
Sie sind eine einsame stimme in der wüste der staatsgläubigen. Danke auch.
Es gab vor jahrtausenden einen anderen intelligenten bundespräsidenten, der es echt gewagt hat, WENIGER STAAT zu empfehlen.
Roman Herzog
Aber dessen worte sind längst vergessen. Zu lange her.
Ich hatte schon die hoffnung aufgegeben, dass es noch irgendjemanden gibt, der ähnlich wie Nr. 6 denkt.
Sie sind eine einsame stimme in der wüste der staatsgläubigen. Danke auch.
Es gab vor jahrtausenden einen anderen intelligenten bundespräsidenten, der es echt gewagt hat, WENIGER STAAT zu empfehlen.
Roman Herzog
Aber dessen worte sind längst vergessen. Zu lange her.
soweit er sie wirklich getan hat, disqualifiziert ihn doch wohl eindeutig.
"Im Gemüt bin ich sicher Ostdeutscher, im Kopf nicht. Das heißt, dass ich mit all meinen Überzeugungen westlichen Werten verpflichtet bin. Ich gehöre dem Reich der Freiheit an."
Der Herr Gauck ist ein Floskelpredieger, kann gut reden und verplappert sich sicher auch mal. Bedeutet Ostdeutscher zu sein, dass man sich nicht des freien Denkens verpflichtet fühlt? Reicht es nicht, dass die Medien inklusive Stefan Raab ständig auf dem stereotypen Ossi/Wessie Thema rumreiten? Alles nur dazu da das der Einzelen von sich behaupten kann, besser zu sein als der andere. Vollig fehl am Platze in einer modernen Gesellschaft!
"Im Gemüt bin ich sicher Ostdeutscher, im Kopf nicht. Das heißt, dass ich mit all meinen Überzeugungen westlichen Werten verpflichtet bin. Ich gehöre dem Reich der Freiheit an."
Ich bin auch Ostdeutscher. Heisst das jetzt, ich bin gehöre nicht dem Reich der Freiheit an ? Heisst das, ich fühle mich nicht den westlichen Werten (was immer das genau ist) verpflichtet ?
"Im Gemüt bin ich sicher Ostdeutscher, im Kopf nicht. Das heißt, dass ich mit all meinen Überzeugungen westlichen Werten verpflichtet bin. Ich gehöre dem Reich der Freiheit an."
Ich bin auch Ostdeutscher. Heisst das jetzt, ich bin gehöre nicht dem Reich der Freiheit an ? Heisst das, ich fühle mich nicht den westlichen Werten (was immer das genau ist) verpflichtet ?
Gedacht wird doch längst, und demonstriert auch.
Wer aber sein Amt wie Gauck dazu verwedet seine Thesen zu zementieren die verbal friedliche Protestbewegungen wie mit Panzerketten überrollen begeht ein Verbrechen an eben jenem Wert "Freiheit" den er wie einen Fetisch einzig für seine Person beansprucht.
immer "das Problem".Das geistige und intellektuelle Niveau hat
in Deutschland besonders in den Medien und deren Umfeld
offensichtlich gewaltig abgenommen.
Mir wird darob nicht bang, ich amüsiere mich über diesen
gackernden Hühnerstall. Scheuche ein Huhn auf und alle...
LOL
immer "das Problem".Das geistige und intellektuelle Niveau hat
in Deutschland besonders in den Medien und deren Umfeld
offensichtlich gewaltig abgenommen.
Mir wird darob nicht bang, ich amüsiere mich über diesen
gackernden Hühnerstall. Scheuche ein Huhn auf und alle...
LOL
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