Linkspartei: Gysi bringt Parteispaltung ins Spiel
Der Fraktionschef der Linken, Gysi, rät seiner Partei, sich "fair zu trennen", falls die Streitereien nicht überwunden werden. In der Bundestagsfraktion herrsche Hass.
Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, hat auf dem Parteitag in Göttingen offen von einer möglichen Spaltung der Linkspartei gesprochen. Sollte es ihr nicht gelingen, eine kooperative Führung zu wählen, in der sich die unterschiedlichen Flügel wiederfänden, dann "wäre es besser, sich fair zu trennen", sagte Gysi in seiner Rede vor den rund 500 Delegierten. Es solle nicht "mit Tricksereien, mit üblem Nachtreten und Denunziation eine in jeder Hinsicht verkorkste Ehe" geführt werden.
Die Linke müsse begreifen, dass sie im Osten eine Volks- und im Westen eine Interessenpartei sei, sagte Gysi. "Ich will nicht begreifen, dass es uns spaltet." Hart ging der Fraktionsvorsitzende mit den radikaleren Kräften aus dem Westen ins Gericht, die einen strikten Oppositionskurs verfechten und sich immer wieder gegen den Reformkurs im Osten stellen. Die Kritik aus den westdeutschen Landesverbänden erinnere ihn "an die Arroganz der alten Bundesländer bei der Wiedervereinigung", sagte Gysi.
Er verstehe die Kritik aus dem Westen an der Koalition von SPD und Linkspartei in Brandenburg nicht. "Viele Wähler wollen, dass wir etwas gestalten. Dazu muss man auch mit anderen zusammenarbeiten." Man verliere auch Wähler, wenn man mit der SPD nur koalieren wolle, wenn diese sämtliche Beschlüsse der Linken umsetze. Die Wähler wüssten, dass das nicht gehe.
"Zwei Lokomotiven, die aufeinander zurasen"
Gysi beklagte auch den Zustand der Bundestagsfraktion. Dort herrsche Hass. Er versuche seit Jahren, die unterschiedlichen Flügel zusammenzuführen, sagte der Fraktionschef. Er sei es aber leid, sich immer bei der einen oder der anderen Gruppe unbeliebt zu machen. "Ich befinde mich zwischen zwei Lokomotiven, die aufeinander zurasen."
Die Linke habe unter anderem bei der Bundestagswahl 2009 gezeigt, welche Akzeptanz sie erreichen könne. Nun betreibe sie das, was sie regelmäßig tue: "Wir zerstören uns selbst." Die Linke habe aber eine Verantwortung. "Ich sage euch: Eine integrierte linke Partei ist nicht vornehmlich wichtig für uns, sondern für die Menschen in Deutschland, in Europa", mahnte er.
Zuvor hatte bereits Linken-Chef Klaus Ernst eindringlich vor einem Zerfall der Linken gewarnt. "Momentan driftet der Laden auseinander", sagte Ernst auf dem Wahlparteitag. "Es gibt Zerfallserscheinungen in unserer Partei." Es sei nicht gelungen, in der Linkspartei ein starkes Zentrum aufzubauen.
Am Abend wählen die 500 Delegierten auf dem Parteitag eine neue Doppelspitze. Der Ausgang der Wahl gilt als völlig offen. Zu den Bewerbern zählen Fraktionsvize Dietmar Bartsch und der von der Parteilinken unterstützte baden-württembergische Landeschef Bernd Riexinger. Zudem bewirbt sich die Parteivize Katja Kipping vom Reformerflügel gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Landeschefin Katharina Schwabedissen um eine weibliche Doppelspitze. Laut Satzung muss mindestens eine der beiden Vorsitzenden weiblich sein.
Gregor Gysi vermied in seiner Rede zwar eine Empfehlung für die Vorstandswahlen. Er nahm aber seinen Stellvertreter Bartsch in Schutz, der als ausgewiesener Gegner des früheren Parteichefs Oskar Lafontaine gilt. Dieser ist der prominenteste Vertreter des fundamentalistischen Flügels der Partei. Er war ursprünglich bereit, wieder Parteichef zu werden. Allerdings hatte er zur Bedingung gemacht, dass Bartsch seine Kandidatur zurückzieht. Als dieser sich weigerte, erklärte der Saarländer, nicht mehr zur Verfügung zu stehen.






dass Sie es als Parteianhänger lieber hätten, dass die Gysi'schen Äußerungen von den Medien totgeschwiegen werden und stattdessen von einer heilen Welt mit nur ganz zarten Differenzen berichtet wird. Diese Äußerungen sind nun aber mal gefallen, da nützt all Ihr beschönigendes Reden nichts.
Ich bin Parteilos. Aber ich habe Sympathien für die Linke und die Grünen.
Nicht totschweigen sondern im journalistisch-umfassender Kontextanalyse gesetzt. So wie die Rede hier behandelt wird, wirkt sie wie eine letzte Bittrede zur Apokalypse. War sie aber nicht. Sie war direkt vor Lafos Rede und hatte im Kontext mit dieser eine produktive Rolle!
Ich bin Parteilos. Aber ich habe Sympathien für die Linke und die Grünen.
Nicht totschweigen sondern im journalistisch-umfassender Kontextanalyse gesetzt. So wie die Rede hier behandelt wird, wirkt sie wie eine letzte Bittrede zur Apokalypse. War sie aber nicht. Sie war direkt vor Lafos Rede und hatte im Kontext mit dieser eine produktive Rolle!
aber das Wahlsystem funktioniert so. Es ist keine Frage der Sicht- sondern Wirkungsweise.
ist weit mehr als ein Wahlgesetzt, denn sonst wäre ja auch Demos überflüssig, denn die Regierung könnte sich immer auf ihren Wahlerfolg berufen. Tatsächlich sollte sich eine Demokratische Regierung aber um die veränderte oder spezifische Sichtweise der Bevölkerung oder auch von benachteiligten Minderheiten kümmern unabhängig des Wahlergebnisses. Es gibt also unabhängig davon dmeokratisch gebotene Verhaltensweisen oder zumindest Ansichtsweisen.
Hier finde ich, sollte jede Partei, aber insbesondere die Regierungspartei(en) sich darum bemühen den Wähleranteil zu erhöhen und den Nachlass dessen als eigenen Verlust behandeln. Es ist doch nur vernünftig, dass ein echter Demokrat die Unterstützung der tatsächlichen Mehrheit haben will, also die Unterstützung des breiten Volkes, anstatt der Puren Zählstimmen!
Ist halt meine komplizierte, linke, verklärte Welt. Da gibt es mehr als Weißbier und Zelt.
ist weit mehr als ein Wahlgesetzt, denn sonst wäre ja auch Demos überflüssig, denn die Regierung könnte sich immer auf ihren Wahlerfolg berufen. Tatsächlich sollte sich eine Demokratische Regierung aber um die veränderte oder spezifische Sichtweise der Bevölkerung oder auch von benachteiligten Minderheiten kümmern unabhängig des Wahlergebnisses. Es gibt also unabhängig davon dmeokratisch gebotene Verhaltensweisen oder zumindest Ansichtsweisen.
Hier finde ich, sollte jede Partei, aber insbesondere die Regierungspartei(en) sich darum bemühen den Wähleranteil zu erhöhen und den Nachlass dessen als eigenen Verlust behandeln. Es ist doch nur vernünftig, dass ein echter Demokrat die Unterstützung der tatsächlichen Mehrheit haben will, also die Unterstützung des breiten Volkes, anstatt der Puren Zählstimmen!
Ist halt meine komplizierte, linke, verklärte Welt. Da gibt es mehr als Weißbier und Zelt.
Ich bin Parteilos. Aber ich habe Sympathien für die Linke und die Grünen.
Nicht totschweigen sondern im journalistisch-umfassender Kontextanalyse gesetzt. So wie die Rede hier behandelt wird, wirkt sie wie eine letzte Bittrede zur Apokalypse. War sie aber nicht. Sie war direkt vor Lafos Rede und hatte im Kontext mit dieser eine produktive Rolle!
Aber wenn ein Gregor Gysi offen über eine Parteispaltung redet und Sie überkleistern das mit dem bemühten Euphemismus "mahnen" und sehen ansonsten die Schuld bei den Medien, dann lügen Sie sich schlichtweg selber in die Tasche.
Aber wenn ein Gregor Gysi offen über eine Parteispaltung redet und Sie überkleistern das mit dem bemühten Euphemismus "mahnen" und sehen ansonsten die Schuld bei den Medien, dann lügen Sie sich schlichtweg selber in die Tasche.
Konkret ist mir bei Wagenknecht doch eher eine Entwicklung aufgefallen, die stark in Richtung Lafo geht. Noch vor ein oder zwei Jahren, war sie äussert gut im Umgang mit Zahlen, hat klar analysiert und ihre Meinung dargelegt und konnte diese erklären.
Mittlerweile nehme ich Frau Wagenknecht in den Talkshows dieser Republik und Interviews nur noch als eine Person wahr, die unter allen Umständen versucht ihre Gesinnung durchzudrücken. Ich höre immer mehr von linken Kampfsubstantiven "Die Reichen, Die Banker" und weniger sachliche Auseinandersetzung.
Diese Entwicklung hin zu dem "Stänkern und Nörgeln" erinnert mich immer mehr an ihren Lebensgefährten.
Ich hoffe das war ihnen konkret genug.
...eher eine Entwicklung aufgefallen, die stark in Richtung Lafo geht."
Sie sind ungewöhnlich gut informiert !
Merke, wer das Bett teilt, teilt meistens auch seine Gedanken.
...eher eine Entwicklung aufgefallen, die stark in Richtung Lafo geht."
Sie sind ungewöhnlich gut informiert !
Merke, wer das Bett teilt, teilt meistens auch seine Gedanken.
ist weit mehr als ein Wahlgesetzt, denn sonst wäre ja auch Demos überflüssig, denn die Regierung könnte sich immer auf ihren Wahlerfolg berufen. Tatsächlich sollte sich eine Demokratische Regierung aber um die veränderte oder spezifische Sichtweise der Bevölkerung oder auch von benachteiligten Minderheiten kümmern unabhängig des Wahlergebnisses. Es gibt also unabhängig davon dmeokratisch gebotene Verhaltensweisen oder zumindest Ansichtsweisen.
Hier finde ich, sollte jede Partei, aber insbesondere die Regierungspartei(en) sich darum bemühen den Wähleranteil zu erhöhen und den Nachlass dessen als eigenen Verlust behandeln. Es ist doch nur vernünftig, dass ein echter Demokrat die Unterstützung der tatsächlichen Mehrheit haben will, also die Unterstützung des breiten Volkes, anstatt der Puren Zählstimmen!
Ist halt meine komplizierte, linke, verklärte Welt. Da gibt es mehr als Weißbier und Zelt.
Oder gibt es Trojaner in der Partei?
Dieser Gedanke befällt mich mnachmal - nicht nur bei der Linken. auch bei der SPD scheint es einige zu geben...
Bei der NPD ist das klar. die würde ohne die Leute vom Verfassungsschutz auseinanderfallen.
Aber in Volksparteien würde das den Etat des Verfassungsschutzes überfordern. Und die Trojaner der SPD (wie Clement und mindestens einer von den Steinen) sind ja wahrscheinlich vom Kapital bezahlt.
Jeder der Linken darf nachdenken welche Rolle man nach einer Spaltung in der Politik noch spielt: nämlich keine!
Schau'n wir mal, wie lernfähig die Linken sind.
was nie zusammen gehört hat.
WASG und PDS, darauf läuft es wieder hinaus. Die Pragmatiker und Anhänger der Fleischtöpfe bei der PDS,
gegen die Dogmatiker, die schon an den Fleischtöpfen sind und ein bischen aus Salon-Revoluzzer machen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren