LinksparteiDie Lehren aus Göttingen

Hass, Tränen, Machtkämpfe: Die Linke hat einen denkwürdigen Parteitag hinter sich. Ihre neue Führung ist jung und unerfahren, aber das hat auch Vorteile.

Abstimmung auf dem Parteitag der Linken in Göttingen

Abstimmung auf dem Parteitag der Linken in Göttingen

Der Parteitag, den die Linkspartei an diesem Wochenende in Göttingen hinter sich gebracht hat, war heftig und aufwühlend. Es gab mehrere Szenen, die im kollektiven Gedächtnis der Partei haften bleiben werden: etwa das ebenso furiose wie erbitterte Rededuell am Samstagnachmittag zwischen den alten Helden der Partei, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi.

Oder das Triumphgeheul des linken, westdeutschen Parteiflügels am späten Samstagabend. Ihr Kandidat Bernd Riexinger war da gerade in einer Kampfkandidatur zum neuen Parteichef gekürt worden. Äußerst knapp hatte er den Hoffnungsträger der Ost-Realos, Dietmar Bartsch, geschlagen. Während die einen überschwänglich jubelten, sah man im gegnerischen Lager fassungslose Delegierte und weinende Spitzenpolitiker.

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Bedenkt man, dass der Politik oft vorgehalten wird, dass sie zu diskursarm, emotionslos und hinterzimmerhaft daherkomme, muss man konzedieren: Göttingen, das war schon großes politisches Kino. Wenn auch nicht unbedingt zur Freude der Protagonisten. Viele Linken selbst hätten gern auf manche Aufregung und manches Zerwürfnis verzichtet. Aber stattdessen bot die Partei einmal mehr das Bild einer erschütterten Partei, in der "Hass" regiert (Gysi).

Ostdeutsche Reformer und westdeutsche Fundamentalisten standen sich unversöhnlich gegenüber. Über eine Spaltung der Flügel wird, spätestens seit Gysis Brandrede am Samstag, öffentlich diskutiert.

Allerdings sind das nicht die einzigen Signale, die von Göttingen ausgehen. Gleichzeitig stand der Parteitag für eine umfassende personelle Erneuerung. Die Linke hat nun zwei neue Parteichefs, drei der vier Stellvertreter sind ebenfalls neu, genauso der Bundesgeschäftsführer. Die neuen Spitzenpolitiker sind meist auffällig jung und relativ unerfahren. Der breiten Öffentlichkeit sind sie weitgehend unbekannt, besonders mitreißende Redner sind sie meist auch nicht. Nicht einmal innerparteilich verfügen sie bislang über große Autorität. Insofern birgt diese neue Aufstellung ein gewisses Risiko.

Abgedankte Alphatiere

Andererseits könnte es auch Vorteile mit sich bringen, dass in Göttingen die alten Alphatiere abgedankt haben. Bis zuletzt war auf den Parteitagsfluren spekuliert worden, ob Lafontaine, Gysi oder Ernst nicht doch noch einmal ihren Hut kurzfristig in den Ring werfen würden. Das blieb aus, stattdessen dokumentierten sie in ihren Reden, wie viele Ressentiments und verletzte Eitelkeit sich bei ihnen über die Jahre aufgestaut haben. Das zentrale Problem der Partei habe nie in strategischen oder programmatischen Streitigkeiten bestanden, sondern in den persönlichen Feindschaften innerhalb der alten Führungsriege, sagt ein junger Linken-Spitzenpolitiker. Er sei froh, dass es damit nun vorbei sei.

Anders als ihre Vorgänger sind die neuen Führungspolitiker keine Hardliner oder Exponenten verfeindeter Strömungen. Der neue Parteichef Bernd Riexinger ist moderater im Auftritt als Klaus Ernst, kein krachlederner IG-Metaller, sondern ein cleverer ver.di-Chef, der nach seiner Wahl nichts mehr betonte, als dass er künftig mehr integrieren wolle. Seine neue Co-Parteichefin Katja Kipping konnte ihrerseits mit dem alten PDS-Lager nie viel anfangen, anders als ihre Vorgängerin Gesine Lötzsch. Nicht von ungefähr gründete Kipping mit den Emanzipatorischen Linken ihren eigenen, kleinen Flügel. Im Vorfeld des Parteitags propagierte sie den Slogan vom "dritten Weg".

Der innerparteiliche Konflikt wird somit nicht eins zu eins im neuen Führungsduo widergespiegelt. Anders wäre es gewesen, wenn Bartsch sich durchgesetzt hätte. Er wäre ein Parteichef geworden, den ein großer Teil der Partei (wenn auch teilweise aus irrationalen Gründen) vermutlich niemals akzeptiert hätte. Der auch innerparteilich bislang weitgehend unbekannte Riexinger hat zumindest noch die theoretische Chance, sich Herzen der gesamten Basis zu erobern.

Leserkommentare
    • keibe
    • 03.06.2012 um 19:31 Uhr

    "Das zentrale Problem der Partei habe nie in strategischen oder programmatischen Streitigkeiten bestanden, sondern in den persönlichen Feindschaften innerhalb der alten Führungsriege, sagt ein junger Linken-Spitzenpolitiker."

    Eine dumpfe Erinnerung:

    "Oskar Lafontaine stürzt Scharping

    Wechsel im SPD-Vorsitz nach Kampfabstimmung in Mannheim ...

    Die SPD hat in einer dramatischen Kampfabstimmung einen neuen Parteivorsitzenden gewählt. Auf dem Mannheimer Bundesparteitag unterlag der bisherige Amtsinhaber Rudolf Scharping gestern seinem Stellvertreter Oskar Lafontaine. Für Scharping stimmten 190 Delegierte, Lafontaine erhielt 321 Stimmen, zwei Delegierte enthielten sich. Lafontaine nahm die Wahl an."

    http://www.welt.de/print-...

    Gut, dass die SPD dieses externalisierte "Deja-vu-Problem Lafontaine" nun aus gelassen-heiterer Distanz betrachten kann.

    8 Leserempfehlungen
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    • mcbb
    • 03.06.2012 um 20:09 Uhr

    ...das Springer-Blatt DIE WELT hier zitieren, spricht für sich. *kopfschütteln*

    Die Übernahme des Parteivorsitzes durch Oskar Lafontaine auf dem Mannheimer Parteitag der SPD war der Auftakt und die Voraussetzung für den Sieg der SPD bei der Bundestagswahl 1998 und die rot-grüne Koalition.

    Wie gut, dass die SPD dieses Problem nun aus heiter-gelassener Distanz betrachten kann.

    In Bezug auf die Linken sollte die SPD alles andere als heiter sein. Zurzeit brummt die deutsche Wirtschaft und die Mittelschicht schnauft etwas durch in einer trügerischen "Gelassenheit". Der gesellschaftliche Keil in Europa hievt die Deutschen gerade nach oben, während der Süden gedrückt wird, mit den bekannten Folgen.

    Man braucht kein Hellseher zu sein, um dem Aufwärtstrend der Deutschen "gegen" den schwachen Süden keine Nachhaltigkeit ohne Folgen in Aussicht zu stellen, auch wenn es unsere wirtschaftsliberale "Elite" zusammen mit unseren hart infizierten Steindemokraten (Steinmeier und Steinbrück) das erhoffen und sich so durch die nächste Bundestagswahl getragen wünschen.

    Wenn diese Blase platzt, und sie wird, dann wird auch die deutsche Mittelschicht weiter nach unten abbröckeln und wir werden sehen, wer dann noch heiter und gelassen ist. Die Geschichte hat es gezeigt und wird es wieder zeigen.

    Leider haben wir es im Kapitalimus mit einem Oberschichtenproblem zu tun. Sie ist unfähig, ihre Intelligenz so einzusetzen, dass ihre Stellung nicht gefährdet ist und gleichzeitig der Mittel- und Unterschicht eine Perspektive gegeben wird, die auch ihre Existenz sichert. Getrieben von einem blinden Wettbewerbsgedanken, der ein ständiges Gegeneinander braucht, wird am Ende die Unterschicht in eine existenzbedrohende Lage gebracht, die am Ende explodiert...

    Die einfache Weisheit "Teilen hat noch niemanden arm gemacht" könnte ein Ansatz sein, der wirklich elitär wäre...

    • mcbb
    • 03.06.2012 um 20:09 Uhr

    ...das Springer-Blatt DIE WELT hier zitieren, spricht für sich. *kopfschütteln*

    Die Übernahme des Parteivorsitzes durch Oskar Lafontaine auf dem Mannheimer Parteitag der SPD war der Auftakt und die Voraussetzung für den Sieg der SPD bei der Bundestagswahl 1998 und die rot-grüne Koalition.

    Wie gut, dass die SPD dieses Problem nun aus heiter-gelassener Distanz betrachten kann.

    In Bezug auf die Linken sollte die SPD alles andere als heiter sein. Zurzeit brummt die deutsche Wirtschaft und die Mittelschicht schnauft etwas durch in einer trügerischen "Gelassenheit". Der gesellschaftliche Keil in Europa hievt die Deutschen gerade nach oben, während der Süden gedrückt wird, mit den bekannten Folgen.

    Man braucht kein Hellseher zu sein, um dem Aufwärtstrend der Deutschen "gegen" den schwachen Süden keine Nachhaltigkeit ohne Folgen in Aussicht zu stellen, auch wenn es unsere wirtschaftsliberale "Elite" zusammen mit unseren hart infizierten Steindemokraten (Steinmeier und Steinbrück) das erhoffen und sich so durch die nächste Bundestagswahl getragen wünschen.

    Wenn diese Blase platzt, und sie wird, dann wird auch die deutsche Mittelschicht weiter nach unten abbröckeln und wir werden sehen, wer dann noch heiter und gelassen ist. Die Geschichte hat es gezeigt und wird es wieder zeigen.

    Leider haben wir es im Kapitalimus mit einem Oberschichtenproblem zu tun. Sie ist unfähig, ihre Intelligenz so einzusetzen, dass ihre Stellung nicht gefährdet ist und gleichzeitig der Mittel- und Unterschicht eine Perspektive gegeben wird, die auch ihre Existenz sichert. Getrieben von einem blinden Wettbewerbsgedanken, der ein ständiges Gegeneinander braucht, wird am Ende die Unterschicht in eine existenzbedrohende Lage gebracht, die am Ende explodiert...

    Die einfache Weisheit "Teilen hat noch niemanden arm gemacht" könnte ein Ansatz sein, der wirklich elitär wäre...

  1. Es war in der Tat eine "denkwürdige" Veranstaltung in Göttingen. Sie erinnerte in vielerlei Hinsicht an die sektiererischen K-Gruppen der 70er Jahre. Vielleicht erledigt sich die Linke ja auch wie diese "with a whimper not with a bang". Aber Totgesagte leben tatsächlich oft länger. In diesem Fall: leider!

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    > Sie erinnerte in vielerlei Hinsicht an die sektiererischen
    > K-Gruppen der 70er Jahre

    Waren Sie dabei??

    > Sie erinnerte in vielerlei Hinsicht an die sektiererischen
    > K-Gruppen der 70er Jahre

    Waren Sie dabei??

    • doch40
    • 03.06.2012 um 19:34 Uhr

    Die Luft an Parteispitzen ist dünn, der Kampf um die Richtung junger Parteien immer hart. Aber man sieht, diese Partei lebt, kämpft und diskutiert offen.
    Da kann sich die CDU, FDP, SPD und die Grünen mal eine Scheibe abschneiden. Ihre Parteitage sind doch nur noch Abnickveranstaltungen mit Wahlergebnissen a la SED.

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    • keibe
    • 03.06.2012 um 19:39 Uhr

    "Die Luft an Parteispitzen ist dünn, der Kampf um die Richtung junger Parteien immer hart."

    Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um? Wie mir an Ihrem Kommentar offenkundig wird, taten sie dieses nicht ohne einen gewissen Erfolgt (@ junge Partei).

    • keibe
    • 03.06.2012 um 19:39 Uhr

    "Die Luft an Parteispitzen ist dünn, der Kampf um die Richtung junger Parteien immer hart."

    Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um? Wie mir an Ihrem Kommentar offenkundig wird, taten sie dieses nicht ohne einen gewissen Erfolgt (@ junge Partei).

    • APGKFT
    • 03.06.2012 um 19:35 Uhr

    Bartsch wird mir vom "Feind" (Bebel) zu oft gelobt!!! Rational kann ich bei ihm nichts von einem Reformer entdecken. Im Osten hält man sich schon mit 15-17% erfolgreich. Hier sollten aber andere Maßstäbe gelten. Die LINKE war hier leider nicht in der Lage die SPD zu einer Koalition zu zwingen (MVP).

    2 Leserempfehlungen
  2. Die Partei hat den ältesten Mitgliederdurchschnitt: 60 Jahre.
    Gysi ist als Fraktionschef der Linken aber einer der letzten Ü60 in der Spitze.
    Wie in der fdp hat jetzt die jüngere Generation die Zügel in die Hände genommen und kann die Gräben und Risse mit jungem Elan wieder zuschütten und kitten.
    Abwarten und Tee trinken.
    Eine Linke neben der SPD bleibt notwendig, weil die SPD zu opportunistisch ist und schnell wieder ohne die Linke ins Schröderlager abdriften kann .

    6 Leserempfehlungen
    • keibe
    • 03.06.2012 um 19:39 Uhr

    "Die Luft an Parteispitzen ist dünn, der Kampf um die Richtung junger Parteien immer hart."

    Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um? Wie mir an Ihrem Kommentar offenkundig wird, taten sie dieses nicht ohne einen gewissen Erfolgt (@ junge Partei).

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Lebendiger Parteitag"
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    > Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann
    > in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um?

    Sie haben auch nicht viel zum Thema beizutragen!? Fehlt noch der "Kommunismus" in Ihrem Kommentar..

    ...rechter "Rand" und deswegen wundern wir uns heute auch nicht über die ehemaligen Nationalsozialisten nach dem 2. Weltkrieg in der CDU und im Bundestag.

    Ach und im Übrigen, im Wort Nationalsozialist steckt das Wort "Sozialist" drin. Vermutlich ist die CDU doch die Linke oder wie Sie sagen die SED ? Alles Sozialisten! Ich gehe schon sogar soweit und behaupte die CDU ist Karl Marx der Große selbst... wer das Wort "Mindestlohn" in den Mund nicht der muss einfach ein Kommi sein.

    Nun gut Spass bei Seite aber so solche blöden Spielchen könnte man mit jeder Partei bis in die Lächerlichkeit treiben , es kommt immer drauf an wie viele Leute schreien.

    Ich habe es ehrlich gesagt Leid, spätestens dann, wenn die Krise auch bei uns angekommen ist wird sich hier jeder über unsere Politiker ausheulen, dass ja nicht gemacht wurde!

    Und dem Internet sei dank, können wir ja alle sehen wie wir unsere Zeit vertrieben haben.

    Danke fürs zulesen,

    G300Marker

    > Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann
    > in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um?

    Sie haben auch nicht viel zum Thema beizutragen!? Fehlt noch der "Kommunismus" in Ihrem Kommentar..

    ...rechter "Rand" und deswegen wundern wir uns heute auch nicht über die ehemaligen Nationalsozialisten nach dem 2. Weltkrieg in der CDU und im Bundestag.

    Ach und im Übrigen, im Wort Nationalsozialist steckt das Wort "Sozialist" drin. Vermutlich ist die CDU doch die Linke oder wie Sie sagen die SED ? Alles Sozialisten! Ich gehe schon sogar soweit und behaupte die CDU ist Karl Marx der Große selbst... wer das Wort "Mindestlohn" in den Mund nicht der muss einfach ein Kommi sein.

    Nun gut Spass bei Seite aber so solche blöden Spielchen könnte man mit jeder Partei bis in die Lächerlichkeit treiben , es kommt immer drauf an wie viele Leute schreien.

    Ich habe es ehrlich gesagt Leid, spätestens dann, wenn die Krise auch bei uns angekommen ist wird sich hier jeder über unsere Politiker ausheulen, dass ja nicht gemacht wurde!

    Und dem Internet sei dank, können wir ja alle sehen wie wir unsere Zeit vertrieben haben.

    Danke fürs zulesen,

    G300Marker

  3. > Sie erinnerte in vielerlei Hinsicht an die sektiererischen
    > K-Gruppen der 70er Jahre

    Waren Sie dabei??

    Antwort auf "Denkwürdig!"
  4. > Hießen die LINKEN früher nicht mal SED, nannten sich dann
    > in SED-PDS, dann in PDS und dann in LINKE um?

    Sie haben auch nicht viel zum Thema beizutragen!? Fehlt noch der "Kommunismus" in Ihrem Kommentar..

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    Antwort auf "Junger Parteien?"
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    als Kommunisten diejenigen bezeichnen, die den Kommunismus verhunzt haben?

    Die erfolgreichsten Propagandisten FÜR den Kommunismus waren die Machesterkapitalisten des 19. Jahrhunderts. Niemand hat erfolgreicher GEGEN ihn agitiert als praktisch alle jemals an der Macht gewesenen kommunistischen Parteien und Funktionäre.

    Ich verstehe das Bedürfnis nach einer kommunistischen Utopie. An ihre Verwirklichung zu glauben ist ebenso blasphemisch und größenwahnsinnig, wie wenn ein Christ behaupten würde, das Himmelreich wäre bereits im Diesseits möglich - am besten noch mit ihm selbst als "Elite des Glaubariats".

    Nein! Diese selbstsüchtigen Verhunzer der Idee haben die Bezeichnung "Kommunisten" NICHT verdient!

    als Kommunisten diejenigen bezeichnen, die den Kommunismus verhunzt haben?

    Die erfolgreichsten Propagandisten FÜR den Kommunismus waren die Machesterkapitalisten des 19. Jahrhunderts. Niemand hat erfolgreicher GEGEN ihn agitiert als praktisch alle jemals an der Macht gewesenen kommunistischen Parteien und Funktionäre.

    Ich verstehe das Bedürfnis nach einer kommunistischen Utopie. An ihre Verwirklichung zu glauben ist ebenso blasphemisch und größenwahnsinnig, wie wenn ein Christ behaupten würde, das Himmelreich wäre bereits im Diesseits möglich - am besten noch mit ihm selbst als "Elite des Glaubariats".

    Nein! Diese selbstsüchtigen Verhunzer der Idee haben die Bezeichnung "Kommunisten" NICHT verdient!

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