SpitzentreffenMerkel plädiert für europäischen Arbeitsmarkt

Die Kanzlerin will den Fachkräftemangel durch einen EU-weiten Arbeitsmarkt bekämpfen. Mit der Wirtschaft verabredete sie, die Ausbildung von Einwandern zu verbessern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für einen europäischen Arbeitsmarkt geworben. Angesicht eines bereits verwirklichten Binnenmarktes in Europa und der Freizügigkeit von Arbeitskräften in der Union sollte nun die schrittweise Schaffung eines gemeinsamen Arbeitsmarktes angegangen werden, sagte die Kanzlerin nach einen Treffen mit den Spitzen von Gewerkschaften und Wirtschaft in Schloss Meseberg.

Für einen umfassenderen gemeinsamen Arbeitsmarkt spräche die Tatsache, dass etwa in Deutschland nach Fachkräften gesucht werde, während in vielen anderen europäischen Ländern eine hohe Arbeitslosigkeit herrsche.

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Zudem soll die Ausbildung von Jugendlichen aus Einwandererfamilien in Deutschland dringend verbessert werden, um den Fachkräftemangel abzumildern, wie Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften verabredeten. Eine gute Ausbildung auch für diese Jugendlichen sei entscheidend für ihren beruflichen Erfolg, sagte Merkel. Nach ihren Angaben ging es bei dem Treffen zudem um flexiblere Arbeitszeiten vor allem für Frauen, um Beruf und Familie besser verbinden zu können.

Merkel traf sich bereits zum dritten Mal mit Gewerkschaften und Wirtschaftsvertretern, um über ein gemeinsames Vorgehen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu beraten. An dem Treffen nahmen neben Merkel sieben Minister teil. Die Wirtschaftsdelegation führte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann an, die Gewerkschaftsseite DGB-Chef Michael Sommer.

Sommer beklagte, dass es noch 1,5 Millionen junge Menschen in Deutschland gebe, die ohne eine Berufsausbildung seien. Merkel versicherte, hier solle gemeinsam nach Wegen gesucht werden, diese Zahl zu verringern. Ein gutes Ausbildungssystem sei zentral, um Deutschland zukunftsfähig zu halten.

Vorbehalte ließ Merkel mit Blick auf ein von der Wirtschaft gefordertes Punktesystem bei der Zuwanderung von Fachkräften nach nordamerikanischem Vorbild erkennen. "Wir haben Freizügigkeit in 27 Ländern, zu uns kann jeder kommen, der Arbeit findet und Arbeit sucht".

 
Leserkommentare
  1. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Verschwörungstheorien. Danke, die Redaktion/se

    6 Leserempfehlungen
  2. ...ich kann von meinem Wohnzimmer aus in jedem Land der EU - solange ich die Sprache verstehe - nach Arbeitsplätze suchen.
    Man kann sich bei den jeweiligen Arbeitsämtern als arbeitssuchend anmelden.

    Es gibt da mMn zwei Probleme.
    Erstens, Deutsch ist eine relativ schwere Sprache, vorallem was die Grammatik betrifft.
    Meine Frau ist Spanierin, meine Kinder in Irland geboren und während es ihnen nicht schwer fällt Wörter zu übersetzen macht ihnen die Grammatik echte Schwierigkeiten.
    Es ist für uns alle (leider;-)) wesentlich einfacher wenn ich Englsich bzw. Spanisch mit ihnen spreche.

    Zweitens ist die Bezahlung in Deutschland es nicht wert wenn man ein Facharbeiter ist.
    Mir wurde zweimal der Gehalt gekürzt und eimal die Lohnsteuer erhöht. Ich erwarte das Irland die Lohnsteuer mindestens(!) ein weiteres mal erhöht und trotzdem verdiene ich immer noch mehr als ich in Deutschland bekäme.
    Ich würde auch lieber in Spanien/Portugal/Italien weniger verdienen als in Deutschland zu arbeiten - ich hätte Sonne, Strand und ein wesentlich positiveres Lebensgefühl, trotz Krise.

    Die Deutschen die die Wirtschaft braucht haben Deutschland verlassen und tun es trotz Krise immer noch.
    Die Wirtschaft und die Politik sollte sich fragen warum statt hier billige und unglaubwürdige Polemik zu machen.
    Wie kommen die im Ausland lebenden Deutsche denn zu ihren Jobs?

    18 Leserempfehlungen
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    Ich habe jetzt nicht zusammengezählt, wieviel Sprachen in Europa gesprochen werden, aber es ist doch illusorisch zu glauben, ein deutscher Ingenieur könne mal so einfach zwischen einer slowakischen, litauischen und rumänischen Großbaustelle oder gar einem Atomkraftwerk hin- und herwechseln.

    Ich kenne genau zwei Ingenieure und einen Arzt, die sich sowohl alltagssprachlich als auch fachsprachlich in zwei Kulturen und Sprachen bewegen können, weil sie in beiden Ländern gelebt haben, in beiden Ländern ihre Ausbildungen gemacht und dort gearbeitet haben.

    Mit einem 6wöchigen Schnellkurs "Deutsch für ausländische Fachkräfte" wird man wohl keine ausreichende Sprachkompetenz vermitteln können:-)

    Irgendwie muten Frau Merkels Ansinnen merkwürdig an.

    Da sollen Fachkräfte aus dem Ausland hierhin geholt werden. Da sollen Migranten geschult werden. Was ist mit den "alteingesessenen Deutschen", fragt man sich verwundert.

    Ist die Reservearmée der Arbeitslosen jetzt zu gering, so dass man die Konkurrenz zwecks Lohndumping anderweitig organisieren muss?

    Wie ein Mitforist hier schon bemerkte, sollte man die Abwanderung von deutschen Fachkräften doch erst einmal stoppen. Und das kann man, indem die Arbeitsverhältnisse menschenwürdig gestaltet und anständige Löhne und Gehälter zahlt.

    Ein Schritt dazu wären die Abschaffung des Niedriglohnsektors, der Leiharbeit und die Einführung eines AUSREICHENDEN Mindestlohnes.

    Nur Mut, Frau Merkel !

    Ich habe jetzt nicht zusammengezählt, wieviel Sprachen in Europa gesprochen werden, aber es ist doch illusorisch zu glauben, ein deutscher Ingenieur könne mal so einfach zwischen einer slowakischen, litauischen und rumänischen Großbaustelle oder gar einem Atomkraftwerk hin- und herwechseln.

    Ich kenne genau zwei Ingenieure und einen Arzt, die sich sowohl alltagssprachlich als auch fachsprachlich in zwei Kulturen und Sprachen bewegen können, weil sie in beiden Ländern gelebt haben, in beiden Ländern ihre Ausbildungen gemacht und dort gearbeitet haben.

    Mit einem 6wöchigen Schnellkurs "Deutsch für ausländische Fachkräfte" wird man wohl keine ausreichende Sprachkompetenz vermitteln können:-)

    Irgendwie muten Frau Merkels Ansinnen merkwürdig an.

    Da sollen Fachkräfte aus dem Ausland hierhin geholt werden. Da sollen Migranten geschult werden. Was ist mit den "alteingesessenen Deutschen", fragt man sich verwundert.

    Ist die Reservearmée der Arbeitslosen jetzt zu gering, so dass man die Konkurrenz zwecks Lohndumping anderweitig organisieren muss?

    Wie ein Mitforist hier schon bemerkte, sollte man die Abwanderung von deutschen Fachkräften doch erst einmal stoppen. Und das kann man, indem die Arbeitsverhältnisse menschenwürdig gestaltet und anständige Löhne und Gehälter zahlt.

    Ein Schritt dazu wären die Abschaffung des Niedriglohnsektors, der Leiharbeit und die Einführung eines AUSREICHENDEN Mindestlohnes.

    Nur Mut, Frau Merkel !

  3. Der Fachkräftemangel ist ein Popanz, der gerne von den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden aufgtebaut wird. Tatsache aber ist, es deutet nichts darauf hin, dass wir wirklich einen Fachkräftemangel haben. Erst gestern hat ein DWI-Sprecher eindeutig widerlegen können, dass es einen Fachkräftemangel in Deutschland gibt. Einzig und alleine in der Pflege- und Gesundheitsbranche gibt es diesen und da gibt es eine einfache Lösung, um diesen zu bekämpfen: Besser Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Im Rest der Arbeitswelt zeigt die Lohnentwicklung eines. Es gibt keinen Fachkräftemangel. Sonst würden in besagten Berufen die Löhne und Gehälter steigen. Und das tun sie nicht, jedenfalls nicht oberhalb der Inflationsraten.

    Die Unternehmen hingegen tun nicht wirklich etwas gegen den in naher Zukunft sich abzeichnenden Fachkräftemangel, denn sicher ist, irgendwann wird er kommen. Aber Unternehmen handeln nicht vorausschauend, sondern wollen sich aus einem Heer von Arbeitskräften die günstigsten und bestqualifiziertesten herauspicken. Gut, dass sich das in naher Zukunft ändern wird.

    18 Leserempfehlungen
    • ombf
    • 06.06.2012 um 8:28 Uhr

    ...muss das Berliner Regime die Verdienstgrenzen für Ingenieure auf 33k€/Jahr senken. Das sind 2500€ bei einer regulären Beshcäftigung und entspricht dem "Planlohn" in diesem real existierenen Bonzenkommunismus.

    Es ist völlig egal ob man studiert hat oder Arbeitet - der neue Planlohn liegt um die 2500€ - es sei denn man ist Banker, Bonze oder Journalist.

    Den größten "Bedarf" an "Fachkräften" haben im Übrigen die Zeitarbeitsfirmen, dann die Pflegedienste und dann die Baubranche... alles Sachen die früher oder später hochgehen werden. Denn auch die illegitime BRD wird das Schicksal Spaniens ereilen... nur dass wir dann ein paar Millionen ausländische Arbeitslose mehr haben und niemanden, der uns hilft...

    Und noch ein Gedankenanstoss an die Euro-Jubler: Warum tut Ihr das Euren Kindern an?! Warum duldet ihr, dass Eure Kinde die selbe Rente und Sozialfürsorge bekommen werden wie ein Bulgare? Warum? Nur wegen Eurer Großmannsucht? Warum? Was ist mit dem Euro denn besser geworden? Nix. Warum werden die Bonzen selbst in der Krise noch reicher, obwohl es eigentlich jene sind, die am meisten Masse zum Verlieren hätten? Warum stellt Ihr eure gutmenschliche Wahnideologie vor die Realität und die Zukunft Eurer Kinder? Warum gönnt Ihr Euren Kindern nicht, dass die eine Heimat und Freunde haben. Warum zwingt Ihr sie auf der Welt zu nomadieren und ausser facebook, jeden Freund nur so ein bisschen zu kennen?

    10 Leserempfehlungen
  4. Wer soll eigentlich noch ausbilden ?
    Die meisten Meistertitel hat Rot-Grün vernichtet
    und nachfolgend wurden auch die Handwerkskammern weich
    wenn sie Beiträge kassieren können!
    So werden ( Fachkräfte herbei geredet) die von eigener Hand vernichtet wurden auch durch die immer höher werdenden Nebenkosten für Lehrlinge.Nun gibt es viele selbsternannte Fachkräfte hier und davon haben wir genug

    2 Leserempfehlungen
    • ludna
    • 06.06.2012 um 8:43 Uhr

    die Herrschaften sollten sich mal lieber über Angleichungen in den Sozialversicherungen machen.
    Z.B , als ich in UK gearbeitet habe, wäre es nicht möglich gewesen, dass ich in D in ein Krankenhaus komme, obwohl meine Familie in D war. Im Gegenteil, wenn mir in D was passiert wäre, hätte man mich nach England überführt, da meine NHS Versicherung nicht in D galt.

    5 Leserempfehlungen
  5. Wenns in den anderen Staaten aufwärts gehen sollte, fehlen dann nicht Dort, die Fachkräfte?

    Alles Dummes Zeug.

    2 Leserempfehlungen
    • Dr. No
    • 06.06.2012 um 8:55 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an der Debatte. Danke, die Redaktion/se

    3 Leserempfehlungen

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