Petra Pau: "Gysi hat mit einer Lebenslüge aufgeräumt"
Die Linken-Abgeordnete Petra Pau spricht nach dem Göttinger Parteitag von tiefen Gräben in ihrer Partei. Im Interview warnt sie: Ohne echten Neuanfang droht die Spaltung.
Frage: Frau Pau, war das in Göttingen die vom früheren Parteichef Lothar Bisky befürchtete Superhorrorshow?
Petra Pau: Die Kuh ist nicht vom Eis. Der Parteitag hat ein reales Bild der Linken vorgeführt, also auch ihrer Krise. Und damit war das auch keine einladende und werbende Veranstaltung. Eine Superhorrorshow war es auch nicht. Es gibt immer einen Montag nach dem Parteitag. Der neue Vorstand hat einen Auftrag und sollte an die Arbeit gehen.
Frage: Der Montag ist da. An der Spitze der Linken stehen eine junge Mutter, die den Job nur in Teilzeit ausfüllen will oder kann, und ein Gewerkschaftsfunktionär. Wird das nicht ähnlich schwierig wie mit dem alten Duo aus Klaus Ernst und Gesine Lötzsch?
Pau: Ich will das Personal nicht zensieren. Nicht nur die beiden Vorsitzenden, sondern alle Vorstandsmitglieder müssen begreifen, dass sie nicht der Nabel der Welt sind. Sie haben die Aufgabe, die Partei zu organisieren und, auch wenn das nur noch verspätet geschehen kann, die bevorstehenden Wahlkämpfe vorzubereiten.
Frage: Ist zu wenig geblieben von der PDS?
Pau: Es geht gar nicht so sehr um PDS und WASG oder neue Strömungen. Fest steht, sowohl der Parteitag als auch Gregor Gysi in Person haben endlich mit der Lebenslüge aufgeräumt, dass schon zusammengewachsen wäre, was zusammengehört. Das ist mitnichten der Fall.
Frage: Ist die Botschaft von Gysi verstanden worden oder verhallt?
Pau: Viele haben sie verstanden. Aber es gab auf dem Parteitag zwei Gruppen – eine mit ausgestreckter Hand, die andere mit zwei geballten Fäusten. Ich hoffe, dass die Warnung Gysis nicht nur im Saal angekommen ist, sondern zum Beispiel auch in der Bundestagsfraktion.
Frage: Dort hat der Fraktionsvorsitzende Hass und einen pathologischen Zustand diagnostiziert. Lässt sich das überhaupt kitten?
Pau: Ich bin froh, dass Gregor Gysi gesagt hat, was ist. Ich habe das in den vergangenen Monaten in der Fraktion ganz genauso empfunden, viel zugespitzter noch als in der Partei. Man muss sich nichts vormachen. Auch auf dem Parteitag war bei manchen Protagonisten Hass zu spüren. Ich kann nur allen raten, endlich abzurüsten. Es ist doch widersinnig: Eine konsequente Friedenspartei führt innerparteiliche Kriege. Das haben die meisten Delegierten und Mitglieder pappesatt.
Frage: Gysi hält eine Spaltung der Partei dann für fair, wenn die Konflikte nicht gelöst werden.
Pau: Erst mal steht eine Spaltung nicht auf der Tagesordnung. Aber sie wäre die logische Konsequenz, wenn es nach diesem Parteitag nicht gelingt, einen Neuanfang zu wagen. Wir müssen in der Partei eine Ökumene leben, in der die Protestanten vom reformsozialistischen Flügel genauso wie die Katholiken der antikapitalistischen Linken ihren Platz haben. Sonst wird das Ganze ausgehen wie Karthago. Wir wissen, drei Kriege – dann war nichts mehr da.





den Stammwählern der linken wohl aus der Seele-mal schauen wie es sich entwickelt, ich glaube im Moment gib es keine positive Prognose. Die Bürger haben die Machtkämpfe in den Parteien satt, siehe FDP und Piraten Stimmenanteil und nun auch der der linken ist gesunken.
Klare Regeln, klare Forderungen und wirklich fähige Vorsitzende die das zielstrebig umsetzen ist der Weg nach oberhalb der 5 Prozent.
Einige Fragen des Interviewers lesen sich so aussagestark als waeren sie eher Antworten der Politikerin.
Und einige der Antworten von Frau Pau orientieren sich nicht wirklich an der Frage, wie es scheint.
War das Absicht des Interviewers? Was soll ich daraus entnehmen?
gepackt hat, einfach ein derber Lapsus unterlaufen. Hinter manche Fragen kommt ohne Hinweis einfach die Antwort von Frau Pau. Etwas schwer zu lesen, aber an sich machbar.
gepackt hat, einfach ein derber Lapsus unterlaufen. Hinter manche Fragen kommt ohne Hinweis einfach die Antwort von Frau Pau. Etwas schwer zu lesen, aber an sich machbar.
gepackt hat, einfach ein derber Lapsus unterlaufen. Hinter manche Fragen kommt ohne Hinweis einfach die Antwort von Frau Pau. Etwas schwer zu lesen, aber an sich machbar.
Klickt man auf den Link zum Tagesspiegel, so findet man dort das korrekt formatierte Interview.
Liebe Zeit,
bitte gehen Sie nochmal DRINGEND über diesen Artikel drüber! Hier sind Fragen und Antworten völlig durcheinander gewürfelt und man muss sich teilweise arg anstrengen, um die von Ihnen gemachten Fehler im Kopf zu korrigieren und tatsächliche Fragen und Antworten wieder auseinander zu puzzlen.
Das kann MAL passieren, aber in diesem Interview sind die Fehler geradezu systematisch ... sowas stellt man eigentlich nicht online ...
Offensichtlich wenige Sekunden später geschehen. Damit ziehe ich den Kommentar zurück.
Offensichtlich wenige Sekunden später geschehen. Damit ziehe ich den Kommentar zurück.
Offensichtlich wenige Sekunden später geschehen. Damit ziehe ich den Kommentar zurück.
vielen Dank für Ihre Hinweise! Wir haben es inzwischen geändert!
Viele grüße aus Berlin
M. Schlieben
Einerseits danke fuer die Klarstellung.
Oh je. Das ist aber ganz schoen schief gelaufen. SO etwas soltle vor der Veroeffentlichung im Web aber shcon nochmal angeguckt werden, finde ich!
Das hat auch was mit Qualitaet zu tun. Da moechte die Zeit sicher doch einen hoeheren Standard erreichen, als hier demonstriert wurde.
Viel Erfolg dabei, so etwas in Zukunft zu vermeiden.
Einerseits danke fuer die Klarstellung.
Oh je. Das ist aber ganz schoen schief gelaufen. SO etwas soltle vor der Veroeffentlichung im Web aber shcon nochmal angeguckt werden, finde ich!
Das hat auch was mit Qualitaet zu tun. Da moechte die Zeit sicher doch einen hoeheren Standard erreichen, als hier demonstriert wurde.
Viel Erfolg dabei, so etwas in Zukunft zu vermeiden.
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...ist journalistisch erbärmlich, offenbart aber dennoch das Dilemma der Partei: ”Die Linke“.
Jeder fühlt sich berufen seinen Senf zum medial herbeizelebrierten ”Führungsdesaster“, ”Horrorszenario“ und ”Spaltungsdrama“ abzusondern.
Ich empfehle der Partei einen Maulkorb für verbalinkontinente Mitglieder.
Das Parteiprogramm stößt in vielen Punkten auf eine breite Zustimmung bei der Bevölkerung, wird aber amateurhaft bis überhaupt nicht kommuniziert.
So nicht!
Journalistisch erbärmlich?
Sie haben wohl nicht verstanden, dass die Presse nicht der Erfüllungsgehilfe einer Partei zu sein hat. Genauso, wie Sie offenbar auch nicht verstanden haben, dass ein offener Dissens, wie er zum Beispiel über die Rede von Gregor Gysi zu Tage getreten ist, nicht mehr mit Maulkörben zuzudecken ist.
Würde mich übrigens sehr interessieren, was Sie zu Gysis Rede zu sagen haben.
Journalistisch erbärmlich?
Sie haben wohl nicht verstanden, dass die Presse nicht der Erfüllungsgehilfe einer Partei zu sein hat. Genauso, wie Sie offenbar auch nicht verstanden haben, dass ein offener Dissens, wie er zum Beispiel über die Rede von Gregor Gysi zu Tage getreten ist, nicht mehr mit Maulkörben zuzudecken ist.
Würde mich übrigens sehr interessieren, was Sie zu Gysis Rede zu sagen haben.
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