Regierung und Opposition sind sich uneins über den Termin für die Bundestagswahl 2013.

Die SPD fordert, die Wahl bereits am 15. September anzusetzen, dem ersten Sonntag nach Ende der Sommerferien in allen Ländern, wie der Spiegel berichtet. Damit könnten Bundestag und bayerisches Parlament am selben Tag gewählt werden. "Dies würde dem sicher von allen Parteien getragenen Ziel einer möglichst großen Wahlbeteiligung entgegenkommen", zitiert das Magazin aus einem Brief von SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ( CSU ).

Die schwarz-gelbe Koalition von CSU-Chef Horst Seehofer in Bayern bevorzugt jedoch ein späteres Bundestagswahl-Datum. Es soll mindestens zwei Wochen nach der Landtagswahl liegen, für die der bayerische Koalitionsausschuss den 15. September favorisiert. Mit der Abkoppelung rechnet sich die CSU bessere Chancen aus. Denn bei einer Doppelwahl muss sie eher befürchten, zusammen mit der CDU für Versäumnisse in der Bundespolitik abgestraft zu werden. Würde zunächst nur der Landtag gewählt, stünden die Landesthemen womöglich mehr im Vordergrund.

SPD-Politiker Oppermann verwies aber auf Kostengründe, die für ein einheitliches Datum sprächen: "Ein zusätzlicher Wahltermin in Bayern dürfte deutlich über zehn Millionen Euro kosten, und Tausende von ehrenamtlichen Wahlhelfern müssten zwei Sonntage opfern."

Den Wahltermin stimmt das Bundesinnenministerium üblicherweise mit dem Bundestag und den Ländern ab.