AtommüllNeues Bundesamt soll Endlager-Suche koordinieren

Umweltminister Altmaier will für die Suche nach einem Atommüll-Endlager ein neues Bundesamt schaffen. Bis 2027 soll ein geeigneter Standort gefunden sein.

Umweltminister Peter Altmaier (CDU) will ein neues Bundesamt für kerntechnische Sicherheit einrichten, das die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland koordinieren soll. Das geht aus einem Entwurf für ein Endlagersuchgesetz hervor, welcher der Welt vorliegt.

Die neue Bundesbehörde solle für die "wissenschaftliche Erarbeitung der Entscheidungs- und Beurteilungsgrundlagen, die Festlegung der standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien" zuständig sein, heißt es in dem Gesetzentwurf. Auch die "übrige Vorbereitung der Standortentscheidung" soll in der Verantwortung des neuen Bundesamts liegen.

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Die Auswahl eines geeigneten Standorts soll bis zum Jahr 2027 abgeschlossen sein. Die dadurch entstehenden Kosten würden auf etwa zwei Milliarden Euro veranschlagt, schreibt die Zeitung. Gorleben solle dabei wie jeder andere potenzielle Standort behandelt werden.

Dass bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen und Erkenntnisse aus der Erkundung gewonnen wurden, dürfe nicht in die Bewertung Gorlebens als Standort einfließen. In dem Gesetzentwurf heißt es auch, dass die bergmännische Erkundung des Salzstocks Gorlebens spätestens Ende 2012 beendet werden soll.

 
Leserkommentare
  1. 1. [..]

    Entfernt. Die Redaktion/ls

  2. Es wird niemals ein "End"-Lager geben. Alleine der Begriff suggeriert eine Sicherheit und Abgeschlossenheit, die es einfach nicht geben kann. Also sollte man so ehrlich sein, und im besten Fall von einem "Lager" reden.

    5 Leserempfehlungen
  3. Es ist schön, sich der Dogmatik zu verschreiben und ihr zu vertrauen, dass es ein "END-Lager" gäbe! Bitte suchen Sie auch ein Endlager für Politiker und wirtschaftsnahe Menschen. Kaum zu glauben, dass die Halbwertszeiten und chemischen Gifte, einen Lebenszyklus weit überdauernd, in die Kontrollierbarkeit kategorisiert werden, wohingegen Referenzen nicht vorliegen und wohingegen Kosten der langjährigen Lagerung auch nicht eingepreist oder gar bekannt sind. Bitte verschließen Sie es doch in den Schubläden der Schreibtische von EnBW, Vattenfall, RWE und EON. Danke!

    2 Leserempfehlungen
    • Sven88
    • 11.07.2012 um 8:48 Uhr
    4. Warum

    Es ist die Frage, in wessen Interesse die Behörde arbeitet. Wir bezahlen und die Konzerne schauen zu. Ich habe noch die Hoffnung, dass man den Kram irgendwann kostengünstig ins All schießen kann.

    Das wäre die beste "Endlösung", die mir einfällt.

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    • Jubufi
    • 11.07.2012 um 9:22 Uhr

    Bei allen Betrachtungen wird immer davon ausgegangen, dass Atommüll über tausende von Jahren gelagert werden muss. Dem ist aber nicht so. Es gibt längst eine theoretische Grundlage, die eine Aufarbeitung erlaubt - und zwar ohne Endlagerung. Nur muss die Technologie entwickelt werden und dafür will man möglichst kein Geld ausgeben. Wohl auch, weil die theoretische Arbeit von einem Kopf geleistet wurde, der einer Frau gehört.
    Man ist mit der Entwicklung von Transmutationsverfahren beschäftigt. Die aber können eine Umwandlung in stabile Elemente nicht schaffen. Es gibt schon recht widersinnige Verhaltensweisen in Deutschland!

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    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ein Link oder Nennung von Namen würde helfen Ihren Verweis neue Aufarbeitungstechnik zu verstehen.

    Wir brauchen für Nuklearmüll Lösungen die in der wirklichen Welt funktionieren, und nicht in Hogwarts.

    Ein Link oder Nennung von Namen würde helfen Ihren Verweis neue Aufarbeitungstechnik zu verstehen.

    Wir brauchen für Nuklearmüll Lösungen die in der wirklichen Welt funktionieren, und nicht in Hogwarts.

  4. ein BUNDESMINISTERIUM das nur eine einzige Aufgabe erfüllen soll. Wer's glaubt wird selig, sobald es an die Auflösung geht werden auf Teufel komm raus neue Aufgaben gesucht um die Existenz bis in alle Ewigkeit zu rechtfertigen.

    Ist ja nicht so dass wir ein Bundesumweltministerium haben das die Aufgabe erledigen könnte. Schließlich ist mehr Staat immer gut und Beamte tun so richtig was für unser Land und unsere Wirtschaft

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  5. Ein Link oder Nennung von Namen würde helfen Ihren Verweis neue Aufarbeitungstechnik zu verstehen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Kommentare 24
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  • Schlagworte CDU | Peter Altmaier | Atommüll | Endlager | Euro | Umweltminister
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