Euro-DebatteDie Koalition der Euro-Retter ist verunsichert

Der Bundestag beschließt die Hilfen für Spanien – ohne Kanzlermehrheit. Aber nicht nur Kanzlerin Merkel hat ein Problem, die Opposition hat auch eins.

Der Bundestag hat die Milliardenhilfen für Spanien beschlossen. Und wieder hat Angela Merkel von ihrer Koalition nicht die symbolisch wichtige Kanzlermehrheit bekommen. Merkel und ihre Getreuen haben mit diesem Ergebnis gerechnet. Die Kanzlermehrheit, sie ist doch nur ein Symbol, flüstern ihre Spin-Doktoren seit Tagen. Man brauche sie bloß, um Regierungschef zu werden, nicht aber um Abstimmungen zu gewinnen.

Kanzlermehrheit

Die symbolisch wichtige Kanzlermehrheit von Union und FDP beträgt 311 Stimmen, also die Mehrheit aller 620 Bundestagsabgeordneten. Bei Abstimmungen beweist sie, dass Angela Merkel die sehr große Unterstützung ihrer Mannschaft genießt. Union und FDP haben gemeinsam 330 Sitze im Bundestag, für eine Kanzlermehrheit können also 19 Stimmen aus der Koalition fehlen.

Einfache Mehrheit

Union und FDP können Gesetze allerdings schon ab 291 Stimmen mit einfacher Mehrheit beschließen und sich so gegen die Opposition durchsetzen: SPD, Grüne und Linke kommen im Bundestag zusammen nur auf 290 Sitze. 

Vertrauensfrage

Stellt ein Kanzler die Vertrauensfrage, dann ist das Erreichen der Kanzlermehrheit Pflicht, um den Fortbestand der Regierung zu sichern. Ende 2001 hatte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit der Vertrauensfrage verbunden, um die Zustimmung der rot-grünen Koalition zu erreichen.

Eine Mehrheit der Mitglieder des Bundestages (Kanzlermehrheit) ist laut Artikel 63 des Grundgesetzes auch notwendig, um einen neuen Regierungschef zu wählen.

Tatsächlich könnte man denken: Was sind schon 21 Abweichler in den 340 Abgeordneten starken Reihen der christlich-liberalen Koalition gegen die täglich neuen Herausforderungen der Euro-Krise? Gegen die harten nächtlichen Verhandlungen mit François Hollande und Mario Monti in Brüssel, in denen die Kanzlerin verzweifelt den deutschen Geldbeutel zuhalten muss? Selbst wenn die Opposition nicht mitgestimmt hätte, wären die Spanien-Hilfen von Schwarz-Gelb beschlossen worden, Zweifler hin oder her. Am Freitag kann der deutsche Finanzminister also grünes Licht geben für die 100 Milliarden Euro schweren Kredite zur Sanierung des spanischen Bankwesens.

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Merkel hat die dreistündige Plenarsitzung an diesem Nachmittag daher genutzt, um zu plaudern, sie sprach ausführlich mit Angehörigen der Unionsfraktion, hat ihnen aufmerksam zugehört, während ihr am Rednerpult Sahra Wagenknecht von der Linkspartei Finanzmarktkapitalismus vorwarf.

Erst Griechenland, dann ESM

Aufgewühlt wirkte sie nicht, es war absehbar, dass die Kanzlermehrheit vielleicht nicht zustande kommt. Seit Tagen hatten ihre Leute daher Erwartungsmanagement betrieben, zuletzt der eigene Vizekanzler. Philipp Rösler forderte noch am Morgen per Zeitungsinterview: "Wir brauchen für diese Entscheidung eine Mehrheit, nichts anderes." Und der Dauer-Querulant aus München, CSU-Chef Horst Seehofer, blieb stumm. Bei einer Entscheidung zu Griechenland-Hilfen im Februar hatte er noch geätzt, er wünsche sich eine Kanzlermehrheit. "Das wäre für die Koalition wirklich gut", hatte er damals gesagt.

Dennoch weiß Merkel sehr genau: Es ist inzwischen das dritte Mal, dass sie in Fragen der komplizierten und nervenaufreibenden Euro-Rettung nicht die überwiegende Mehrheit ihrer Abgeordneten hinter sich hat. Das erste Mal war im Februar, als Seehofers Wünsche nicht in Erfüllung gingen. Das zweite Mal waren es am 29. Juni drei aufeinanderfolgende Abstimmungen zum neuen Euro-Rettungsschirm ESM. Das ist natürlich kein gutes Signal an die europäischen Partner.

Merkel, die strategisch denkende Naturwissenschaftlerin, sollte aber vor allem folgendes beschäftigen: Der fehlende Zuspruch ihrer Abgeordneten begründet sich nicht in bösartiger Renitenz, sondern in einer massiven Verunsicherung. Die meisten Parlamentarier sind keine Finanzmarktexperten, haben sich mühsam in die Euro-Rettung eingelesen. Sie sind sich ihrer europapolitischen Verantwortung bewusst und daher in überwiegender Mehrheit aus dem Sommerurlaub zu dieser Sondersitzung angereist. Sie würden den Euro gerne retten, aber sie fühlen sich – wie auch schon vor den letzten Abstimmungen – völlig im Unklaren gelassen.

Leserkommentare
  1. Aus Angst vor Ansehens- und Existenzverlust verhalten sich - offensichtlich - viele Politiker in einer Weise, wo sie mehr oder weniger der Stzimme folgen, die die Partei vorgibt.

    Immerhin ist es auch logisch, kämpft eine Partei ums nackte Überleben. Eigentlich ist das pervers, aber man nennt es BRD. Bananenrepublik Deutschland, mit besonderer Verfassung, die man schützen muss. Man muss laut Ja sagen und zustimmend wirken. AMEN!
    Meiner Meinung nach, sollte es zu überlegen sein, bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, damit Politiker sich ihres Gewissens bedienen können.
    Irgendwann sind zwar alle von der Partei durch gefeuert worden, aber irgendwann sind die Chefs der Partei auch solche, die keine Machtkämpfe mehr führen wollen, und keinen Sinn für wahre Demokratie haben.
    Dabei steht im Grundgesetz, der Politiker ist NUR seinem Gewissen verplichtet. Also.

    7 Leserempfehlungen
  2. Probleme?,kennt nur eine Große Koalition oder Rot-Grün, weil da war meist der Stillstand zu spüren. Andere Koalitionen, gibs ja eh nicht.Die Piraten sind nicht bereit, die Linke zerstört sich selbst, und die FDP, ist ende 2013 bei 10 %. Unter Merkel kann es keine Probleme geben, weil sie weiß wo die richtschnur ist, danach, wird es laufen, immer mit dem kleinen gemecker, aber entgegen diesen bericht hier, mit leichten problemen, nicht mit Große.

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    Aus Ihrem Beitrag werde ich nicht schlau?
    Hat er überhaupt eine Aussage?
    Oder ist er nur "Brühe alles nur warme Brühe, kritik, angemessen?"

    Aus Ihrem Beitrag werde ich nicht schlau?
    Hat er überhaupt eine Aussage?
    Oder ist er nur "Brühe alles nur warme Brühe, kritik, angemessen?"

  3. Nicht einen Aritkel und diesem Artikel nicht ein Wort darüber, dass wieder einmal der Wille des Volkes ignoriert wurde. Allen Umfragen nach, die seit der ersten Griechenlandhilfe veröffentlicht worden sind, gab es in der Bevölkerung niemals eine Mehrheit für die Veruntreuung von Steuergeldern an Banken und fremde Staaten.
    Die Opposition ist quasi nicht existent und macht alles mit was die Regierung verlangt, wie man an der "breiten Mehrheit" dieser Abstimmung sehen konnte Und dann wundert man sich darüber, dass noch ganze 26% der Menschen Vertrauen in das Parlament haben. Die Medien(insbesondere die ZEIT) degradieren sich zur Hofberichtserstattung der großen Koalition von Verrätern in der Politik. Es ist beschämend wie weit es in Deutchland gekommen ist. Lügen, Verrat, Trickserei, Manipulation und Täuschung sind die Werkzeuge in der Eurokrise.

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    • Psy03
    • 19.07.2012 um 21:24 Uhr

    Kassen ebenfallls erstmal jegliche Grundrechte missachten.
    Mittlerweile ist es wahrscheinlich leichter einen Kredit bei der Mafia zu bekommen, statt mit Harz IV in eine andere Stadt umzuziehen.
    Zumal die Mafia einen höchstwahrscheinlich auch noch menschlicher behandelt und von solchen Schweinereien die derzeit in der EU abgehen nur Träumen können.

    Man muss sich an allen Fronten gegen den Staat wehren (Ämter, Krankenkassen) und bei jedem kleinen Schritt mit rectlichen Konsequenzen (Sozialgericht) drohen.
    Wenn das auch noch wegfällt (kommt sicher), dann gute Nacht!

    ... bekommt doch immer ihre Mehrheit, wie die sie der ZEIT in die Feder diktiert hat... und es ist so gekommen. Zwar keine Kanzlermehrheit, but tell me, who really cares. Es ist unsäglich, was in diesem Land passiert, man muss sich schämen, sonst nichts!!

    • Psy03
    • 19.07.2012 um 21:24 Uhr

    Kassen ebenfallls erstmal jegliche Grundrechte missachten.
    Mittlerweile ist es wahrscheinlich leichter einen Kredit bei der Mafia zu bekommen, statt mit Harz IV in eine andere Stadt umzuziehen.
    Zumal die Mafia einen höchstwahrscheinlich auch noch menschlicher behandelt und von solchen Schweinereien die derzeit in der EU abgehen nur Träumen können.

    Man muss sich an allen Fronten gegen den Staat wehren (Ämter, Krankenkassen) und bei jedem kleinen Schritt mit rectlichen Konsequenzen (Sozialgericht) drohen.
    Wenn das auch noch wegfällt (kommt sicher), dann gute Nacht!

    ... bekommt doch immer ihre Mehrheit, wie die sie der ZEIT in die Feder diktiert hat... und es ist so gekommen. Zwar keine Kanzlermehrheit, but tell me, who really cares. Es ist unsäglich, was in diesem Land passiert, man muss sich schämen, sonst nichts!!

    • CPUX
    • 19.07.2012 um 20:51 Uhr

    Wieder mal müssen Banken gerettet werden, die das ganz große Rad drehen wollten,damit aber voll auf die Nase gefallen sind.Es stellen sich für mich eineige Fragen:Gibt es oder gab es in Spanien keine Bankenaufsicht?Oder wie ist es möglich,das Banken zig Mrd. EURO an Krediten vergeben können,obwohl sie wußten,das die Kreditnehmer diese Kredite nicht zurück zahlen konnten?Gilt die No Bail Out Klausel aus dem Maastrichtvertrag noch?Unser Grundgesetz verbietet eindeutig die Schuldenübernahme für andere Staaten,ist dieser Artikel schon gestrichen worden oder hat heute der Bundestag zum wiederholten Mal das Grundgesetz umgangen?Es war vermutlich wieder alles alternativlos!Also raus mit der Kohle,es sind ja nur ca. 30 Mrd. EURO.

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    ..."obwohl sie wußten,das die Kreditnehmer diese Kredite nicht zurück zahlen konnten"

    Zum Zeitpunkt der Blase spielte das keine Rolle, da die Wertsteigerungen der Wohnungen die Kredite finanzierte und auch noch keine Rezession herrschte.

    Banken und Käufer handelten für sich rational kapitalistisch. Die Politik hätte gegenwirken müssen, aber die huldigt nach wie vor dem "Markt", der bei Spekulationsblasen aber offensichtlich seit jeher versagt (nicht nur da).

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mk

    NEIN und nochmals NEIN, nehmen diese arroganten Spezies
    Ruecksicht auf uns die mittelstaendischen Kunden ? Gibt
    es "Rettungsschirme" fuer den normalen Buerger der durch
    Schroeder's HARTZ IV in die Armut abstuerzt, wenn ja: WO ?

    ..."obwohl sie wußten,das die Kreditnehmer diese Kredite nicht zurück zahlen konnten"

    Zum Zeitpunkt der Blase spielte das keine Rolle, da die Wertsteigerungen der Wohnungen die Kredite finanzierte und auch noch keine Rezession herrschte.

    Banken und Käufer handelten für sich rational kapitalistisch. Die Politik hätte gegenwirken müssen, aber die huldigt nach wie vor dem "Markt", der bei Spekulationsblasen aber offensichtlich seit jeher versagt (nicht nur da).

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mk

    NEIN und nochmals NEIN, nehmen diese arroganten Spezies
    Ruecksicht auf uns die mittelstaendischen Kunden ? Gibt
    es "Rettungsschirme" fuer den normalen Buerger der durch
    Schroeder's HARTZ IV in die Armut abstuerzt, wenn ja: WO ?

  4. Es geht um die Rettung der Banken und ihre Profite.

    Punkt. Ende. Aus.

    56 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 19.07.2012 um 22:31 Uhr

    ...umbaue Rettung des trojanischen Pferdes namens Euro?

    Nein, nicht die Rettung der Banken, die Plünderung unserer Volkswirtschaften und die massenhafte Enteignung der europäischen Völker stehen im Raum.

    Die Zeit ist Reif, eine Krise wird benötigt, um unpopuläre, weil undemokratische Maßnahmen durchzuboxen.

    Es geht hier längst nicht nur ums Geld - das Geld ist nur das Mittel!

    .
    Nämlich darum, dass Merkel Co. einfach keine A r b e i t haben wollen mit der restriktiven Reorganisation der EU bei deren Zusammenbruch.

    Und erst recht nicht mit der Umstellung des EURO auf die Deutsche Mark.

    dass es wohl auch um die Rettung sehr mittelmaessiger "Politiker" geht aber bei dem jetzigen Gespann MARKEL/SCHAEUBLE wird's wohl schwer werden !

    • BSiR
    • 20.07.2012 um 17:46 Uhr

    Sie haben vergessen, dass es auch um die Rettung einer Vielzahl untauglicher Politiker in der Koalition und in der Opposition geht.

    • joG
    • 19.07.2012 um 22:31 Uhr

    ...umbaue Rettung des trojanischen Pferdes namens Euro?

    Nein, nicht die Rettung der Banken, die Plünderung unserer Volkswirtschaften und die massenhafte Enteignung der europäischen Völker stehen im Raum.

    Die Zeit ist Reif, eine Krise wird benötigt, um unpopuläre, weil undemokratische Maßnahmen durchzuboxen.

    Es geht hier längst nicht nur ums Geld - das Geld ist nur das Mittel!

    .
    Nämlich darum, dass Merkel Co. einfach keine A r b e i t haben wollen mit der restriktiven Reorganisation der EU bei deren Zusammenbruch.

    Und erst recht nicht mit der Umstellung des EURO auf die Deutsche Mark.

    dass es wohl auch um die Rettung sehr mittelmaessiger "Politiker" geht aber bei dem jetzigen Gespann MARKEL/SCHAEUBLE wird's wohl schwer werden !

    • BSiR
    • 20.07.2012 um 17:46 Uhr

    Sie haben vergessen, dass es auch um die Rettung einer Vielzahl untauglicher Politiker in der Koalition und in der Opposition geht.

  5. heißt auch wechselnde Mehrheiten, überparteilich... also es geht doch in die richtige Richtung....

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    Demokratie bedeutet nicht wechselnde Mehrheiten, Demokratie beschreibt die Herrschaft des Volkes.

    Wiki: http://de.wikipedia.org/w...

    Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“, vgl. -kratie; wörtlich: Herrschaft des Volkes) bezeichnet einerseits das Ideal einer durch die Zustimmung der Mehrheit der Bürger und deren Beteiligung legitimierten Regierungsform, der „Volksherrschaft“. Diese Idealvorstellung wird in Demokratietheorien konkretisiert, die jeweils eine bestimmte Vorstellung von Demokratie beinhalten: so die direkte Demokratie, repräsentative Demokratie, Demarchie, Radikaldemokratie oder Basisdemokratie.

    • joG
    • 20.07.2012 um 10:16 Uhr

    ....da wir nun im EFSF kaum noch Geld haben. Sollte der ESM zurückgestellt werden müssen um der Verfassung angepasst zu werden und Spanien, Portugal, Griechenland, Italien oder Frankreich Geld brauchen, so wäre keines da. Welchen Haken muss man dann schlagen? Welche Richtung nimmt unsere Richtung dann?

    Demokratie bedeutet nicht wechselnde Mehrheiten, Demokratie beschreibt die Herrschaft des Volkes.

    Wiki: http://de.wikipedia.org/w...

    Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“, vgl. -kratie; wörtlich: Herrschaft des Volkes) bezeichnet einerseits das Ideal einer durch die Zustimmung der Mehrheit der Bürger und deren Beteiligung legitimierten Regierungsform, der „Volksherrschaft“. Diese Idealvorstellung wird in Demokratietheorien konkretisiert, die jeweils eine bestimmte Vorstellung von Demokratie beinhalten: so die direkte Demokratie, repräsentative Demokratie, Demarchie, Radikaldemokratie oder Basisdemokratie.

    • joG
    • 20.07.2012 um 10:16 Uhr

    ....da wir nun im EFSF kaum noch Geld haben. Sollte der ESM zurückgestellt werden müssen um der Verfassung angepasst zu werden und Spanien, Portugal, Griechenland, Italien oder Frankreich Geld brauchen, so wäre keines da. Welchen Haken muss man dann schlagen? Welche Richtung nimmt unsere Richtung dann?

  6. Die "Retter" sind vor allem verunsichert, weil sie allmählich merken, dass Sie kein funktionierendes Konzept haben und die Erklärung der Krise als ZAHLUNGSBILANZKRISE durch Professor Sinn richtig ist.

    Da kann Lügen-Schäuble noch so oft von Professor "Unsinn" reden. Fakt ist: Die Blockparteien sind mit ihrem Latein am Ende und merken selbst, dass sie nur noch Insolvenzverschleppung zu Lasten ihrer eigenen Bürger betreiben.

    Und das beste ist: dank der verständlichen Darstellung "Das Euro-Desaster" von Elbers kann auch noch jeder halbwegs gebildete Bürger nachvollziehen, dass das ifo-institut mit Sinn an der Spitze recht hat. Zehntausende sind besser informiert als die Irllichter im Bundesfinanzministerium und im Bundestag -so etwas sorgt natürlich für Legitimitätsverlust.

    http://www.derneuekaemmer...

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    Mag sein, das Prof. Sinn seit ca. 2 Jahrung zur "Besinnung" gekommen ist.

    Vorher allerdings war er ein glühender Verfechter der Agenda 2010 und dem damit erreichten Lohn-, Sozial- und Rentendumping (...man lese seine Bücher aus der Zeit vor 2010), kurzum stand er für den Handelskrieg in Europa - nun sehen wir die Konsequenzen (Deutschland wird zum doppelten Verlierer).

    Recht hatte Oscar Lafontaine und sein Ex-Finanzsekretär Heiner Flassbleck. Beide sagten das Debakel schon immer voraus, hielten eine Eurozone ohne Fiskal- u. Sozialunion für Unfug und wurden für ihre nüchternen Analysen zu Handels- und Zahlungsbilanzen innnerhalb des Euroraumes von der Presse geschasst, Lafontaine galt gar als "gefährlichster Mann Europas" tituliert.

    Die Frage, wer Europa nun tatsächlich in das Desaster manövriert, wird die Geschichte schon bald endgültig beantworten.

    Sehr geehrter 70oekonomikus,

    nach der Lektüre des Aufsatzes "Das Euro-Desaster" von Matthias Elbers, auf den Ihr extrem informativer Link (www.derneuekaemmerer.de/f...) verweist, habe ich die Ursachen und die Tragweite der EU-Krise erstmals richtig verstanden, obwohl ich schon einiges zum Thema gelesen hatte.

    Der Euro spaltet Europa, statt es zu einen! Unsere Gemeinschaftswährung kam ca. 50 Jahre zu früh und hätte eher der triumphale Abschluss einer lange vorgelagerten EU-Wirtschaftshomogenisierung statt deren Beginn sein sollen. Unserer Politik (und auch Presse) ist leider vorzuwerfen, die Öffentlichkeit nur extrem einseitig zu informieren; die Politiker handeln hier ängstlich und schuldhaft aus reinem Eigeninteresse an ihrer Wiederwahl!

    Auch meine bisher favorisierte Idee einer Verstaatlichung von Problembanken würde viel zu kurz greifen, wie mir erst vorhin klargeworden ist. Die PIGS-Zahlungsbilanzkrise ist nur durch den dritten Mechanismus (Seite 32/33) zu lösen, den unsere Politiker aus Karrieregründen nicht einmal zu denken wagen. Diesen Elbers-Aufsatz sollte man deutschen Abgeordneten als Zwangslektüre vor neuen Abstimmungen zum Thema verordnen - und sei es nur, um eine Alternativ-Lösung zu kennen! Hoffentlich macht das Bundesverfassungsgericht diesem undemokratischen "Schnellschnell" bald ein Ende, sonst ist für mich die Emigration absolut alternativlos.

    Mag sein, das Prof. Sinn seit ca. 2 Jahrung zur "Besinnung" gekommen ist.

    Vorher allerdings war er ein glühender Verfechter der Agenda 2010 und dem damit erreichten Lohn-, Sozial- und Rentendumping (...man lese seine Bücher aus der Zeit vor 2010), kurzum stand er für den Handelskrieg in Europa - nun sehen wir die Konsequenzen (Deutschland wird zum doppelten Verlierer).

    Recht hatte Oscar Lafontaine und sein Ex-Finanzsekretär Heiner Flassbleck. Beide sagten das Debakel schon immer voraus, hielten eine Eurozone ohne Fiskal- u. Sozialunion für Unfug und wurden für ihre nüchternen Analysen zu Handels- und Zahlungsbilanzen innnerhalb des Euroraumes von der Presse geschasst, Lafontaine galt gar als "gefährlichster Mann Europas" tituliert.

    Die Frage, wer Europa nun tatsächlich in das Desaster manövriert, wird die Geschichte schon bald endgültig beantworten.

    Sehr geehrter 70oekonomikus,

    nach der Lektüre des Aufsatzes "Das Euro-Desaster" von Matthias Elbers, auf den Ihr extrem informativer Link (www.derneuekaemmerer.de/f...) verweist, habe ich die Ursachen und die Tragweite der EU-Krise erstmals richtig verstanden, obwohl ich schon einiges zum Thema gelesen hatte.

    Der Euro spaltet Europa, statt es zu einen! Unsere Gemeinschaftswährung kam ca. 50 Jahre zu früh und hätte eher der triumphale Abschluss einer lange vorgelagerten EU-Wirtschaftshomogenisierung statt deren Beginn sein sollen. Unserer Politik (und auch Presse) ist leider vorzuwerfen, die Öffentlichkeit nur extrem einseitig zu informieren; die Politiker handeln hier ängstlich und schuldhaft aus reinem Eigeninteresse an ihrer Wiederwahl!

    Auch meine bisher favorisierte Idee einer Verstaatlichung von Problembanken würde viel zu kurz greifen, wie mir erst vorhin klargeworden ist. Die PIGS-Zahlungsbilanzkrise ist nur durch den dritten Mechanismus (Seite 32/33) zu lösen, den unsere Politiker aus Karrieregründen nicht einmal zu denken wagen. Diesen Elbers-Aufsatz sollte man deutschen Abgeordneten als Zwangslektüre vor neuen Abstimmungen zum Thema verordnen - und sei es nur, um eine Alternativ-Lösung zu kennen! Hoffentlich macht das Bundesverfassungsgericht diesem undemokratischen "Schnellschnell" bald ein Ende, sonst ist für mich die Emigration absolut alternativlos.

  7. Hier nochmal für jeden der sich an einer (symbolischen) Strafanzeige gegen die Politikdarsteller (ich weigere mich sie Politiker zu nennen und zur Entwertung dieses Berufsstandes beizutragen)beteiligen möchte:
    http://eurodemostuttgart....
    "Strafanzeige

    gegen die Mitglieder der Bundesregierung, Mitglieder des Bundestages und des Bundesrates der Bundesrepublik Deutschland

    welche dem ESM-Vertrag zugestimmt haben

    wegen Hochverrates und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens

    gemäß §81 – §83 StGB"

    31 Leserempfehlungen
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    auf das Sie da verlinken:

    Die erzkonservative und neoliberale Zivile Koalition -> http://lobbypedia.de/inde...

    Und dann wird u. a. auf folgende Parteien verlinkt:

    Die Minimalstaatsverfechter/Sozialstaatsabschaffer und Verschwörungstheoretiker der pdv -> http://reflexion-blog.com...

    Die religiösen Fundamentalisten der PBC -> https://secure.wikimedia....

    Linke und Piraten werden ebenfalls einfach in Dienst genommen -> http://eurodemostuttgart.... Ob die wohl überhaupt wissen, für wen sie da unfreiwillig Werbung machen?

    auf das Sie da verlinken:

    Die erzkonservative und neoliberale Zivile Koalition -> http://lobbypedia.de/inde...

    Und dann wird u. a. auf folgende Parteien verlinkt:

    Die Minimalstaatsverfechter/Sozialstaatsabschaffer und Verschwörungstheoretiker der pdv -> http://reflexion-blog.com...

    Die religiösen Fundamentalisten der PBC -> https://secure.wikimedia....

    Linke und Piraten werden ebenfalls einfach in Dienst genommen -> http://eurodemostuttgart.... Ob die wohl überhaupt wissen, für wen sie da unfreiwillig Werbung machen?

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