Machtkampf: Grüne Wahlkampfleiterin droht mit Rückzug
Im Dauer-Machtkampf um Spitzenkandidaten und Posten zerlegen sich die Grünen immer mehr. Steffi Lemke kündigte an, vielleicht hinzuwerfen.
Der Machtkampf innerhalb der Grünen-Führung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie ZEIT ONLINE aus Kreisen des Parteivorstandes erfuhr, drohte Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke in einer internen Sitzung am vergangenen Dienstag damit, die Wahlkampfleitung niederzulegen. 14 Monate vor der Bundestagswahl würde eine Vakanz dieses Postens sowie eine Diskussion um seine Neubesetzung den von Personalquerelen überlagerten Wahlkampf der Partei vollends lahmlegen.
Schon jetzt werden die Grünen in der Öffentlichkeit kaum noch durch ihre Inhalte wahrgenommen. Denn seit Monaten beschäftigt sich die Parteiführung lautstark und selbstzerstörerisch damit, wer denn nun bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat antreten soll. Kandidaten werden genannt und verbrannt, gefordert und ausgeschlossen. Und das alles öffentlich. Die K-Debatte der SPD ist (noch) ein Kindergeburtstag dagegen.
Realos und Linke bekämpfen sich wie in alten Zeiten
Die jüngste Episode: Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer, der dem Realo-Flügel angehört, forderte die Parteilinke Claudia Roth mehr oder weniger direkt dazu auf, auf eine Spitzenkandidatur zu verzichten. Stattdessen brachte er die Realo-Frau Katrin Göring-Eckardt ins Gespräch. Die wiederum hat noch nicht klar erkennen lassen, ob sie überhaupt zu einer Kandidatur bereit ist. Das würde nämlich bedeuten, dass sie womöglich in einer Urwahl der Parteimitglieder gegen die parteiintern sehr beliebte Roth antreten müsste.
Roth hatte im März als erste und bisher einzige Spitzengrüne ihre Kandidatur angekündigt und damit den seit Monaten gärenden innerparteilichen Streit ums richtige Personal öffentlich gemacht.
Seither sind die Grünen kaum wiederzuerkennen. Realos und Linke bekämpfen sich wie in alten Zeiten. Das erstaunt insofern, als dass der Streit der Flügel bis vor einiger Zeit halbwegs befriedet schien. Die jüngsten Wahlkämpfe in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein waren allesamt mit nur einem Spitzenkandidaten – und zwar jeweils aus dem Realo-Lager – geführt worden, ohne dass es zu störenden Proporz-Debatten gekommen wäre. Und auch in der Bundesspitze arbeiteten die Realos Cem Özdemir und Renate Künast sowie die Linken Claudia Roth und Jürgen Trittin bisher recht leidlich zusammen.
Dann aber geschah etwas, das das zerbrechliche Gefüge durcheinanderbrachte: Der Realo-Flügel ließ zu, dass seine Frontfrau Künast im und nach dem Berliner Wahlkampf nachhaltig beschädigt wurde. Gleichzeitig versäumte er es, eine neue Führungsfigur wie beispielsweise Göring-Eckardt aufzubauen. Stattdessen wurde Künast erneut zur Co-Vorsitzenden der Bundestagsfraktion gewählt. Seitdem ist das Machtgefüge in der Partei komplett aus der Balance geraten.





Das die Grünen ernsthaft noch in solche "Bereiche" getrennt werden ist an sich ein Witz. Was an Roth links ist, ist mir genauso unklar, wie mir unklar ist, warum Özdemir immer noch nicht bei der CDU gestrandet ist.
Bleiben Grüne Inhalte. Was diese eigentlich noch als wirklich trennendes Alleinstellungsmerkmal vom Rest der Parteienlandschaft? Eben. Fehlanzeige.
Bleiben Grüne Inhalte. Was sind diese eigentlich noch als wirklich trennendes Alleinstellungsmerkmal vom Rest der Parteienlandschaft? Eben. Fehlanzeige.
Bleiben Grüne Inhalte. Was sind diese eigentlich noch als wirklich trennendes Alleinstellungsmerkmal vom Rest der Parteienlandschaft? Eben. Fehlanzeige.
Bleiben Grüne Inhalte. Was sind diese eigentlich noch als wirklich trennendes Alleinstellungsmerkmal vom Rest der Parteienlandschaft? Eben. Fehlanzeige.
Die einzigen "Realos" der Grünen sind die, die aus der Partei schon ausgetreten sind. ;)
Steffi Lemke wäre noch einer der wenigen Gründe, die Grünen zu wählen. Claudia Roth und auch Katrin Göring-Eckardt wohl kaum. Nach der FDP zerlegt sich jetzt die nächste Partei.
Was bitte ist an der Lemke so überzeugend? Ihr fehlendes Rhetoriktalent in einem der wichtigsten Sprecher-Ämter der Grünen überhaupt? [...]Die Frau ist doch eine der größten Fehlbesetzungen in grünen Spitzenämtern überhaupt. Und eine unverständliche obendrein, denn es gibt wirklich gute Leute in der zweiten Reihe.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/ls
Was bitte ist an der Lemke so überzeugend? Ihr fehlendes Rhetoriktalent in einem der wichtigsten Sprecher-Ämter der Grünen überhaupt? [...]Die Frau ist doch eine der größten Fehlbesetzungen in grünen Spitzenämtern überhaupt. Und eine unverständliche obendrein, denn es gibt wirklich gute Leute in der zweiten Reihe.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/ls
Es gibt in jeder Partei Kämpfe um die Macht und um die besten Posten. Heute sind die Grünen drann, vor etwa 3 Monaten waren es die Linken, vor einem Jahr oder so die Liberalen. Bei der SPD droht der Machtkampf in Kürze und wird dann offen gelegt werden, wenn der Spitzenkandidat ernannt werden soll.
In der CDU wird es zu keinen Rangeleien kommen. Es gibt keine Gegner für Angela Merkel mehr.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/ls
Hoffentlich wählen Sie niemals grün und/oder wechseln die Partei.
Hoffentlich wählen SIE mal grün. Das Umweltthema ist das wichtigste langfristige Polit-Thema überhaupt. Ich würde mir auch für Sie wünschen, dass es eine starke Partei gibt, die dieses Thema gegenüber allen anderen entschieden vertritt (und zwar mit realistischen, umsetzbaren Reformprogrammen). Dass das mit einer Nullnummer im Generalsekretariat nicht so richtig zündet, ist mal ne ganz andere Kiste.
Klar, dass ihr das alles viel besser könnt, wer hindert euch daran? :-)))))
Hoffentlich wählen Sie niemals grün und/oder wechseln die Partei.
Hoffentlich wählen SIE mal grün. Das Umweltthema ist das wichtigste langfristige Polit-Thema überhaupt. Ich würde mir auch für Sie wünschen, dass es eine starke Partei gibt, die dieses Thema gegenüber allen anderen entschieden vertritt (und zwar mit realistischen, umsetzbaren Reformprogrammen). Dass das mit einer Nullnummer im Generalsekretariat nicht so richtig zündet, ist mal ne ganz andere Kiste.
Klar, dass ihr das alles viel besser könnt, wer hindert euch daran? :-)))))
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... andererseits aufzuteilen geht ungefähr so weit am tatsächlichen grünen Pfründegerangel vorbei wie ein Versuch, die FDP in Marktradikale und Bürgerrechtler aufzuteilen.
Übriggebliebene Bürgerrechtler gibt es in der FDP soviele wie es übriggebliebene "Linke" in der Partei der Grünen gibt: Null.
Die Rangeleien drehen sich um die sicheren Pfründe für Politprofis, die das Rentenalter einfach noch nicht erreicht zu haben glauben und deswegen immer noch da mitmischen wollen, wo sie selber "vorne" definieren - und sei es gesellschaftlich und gar erst politisch noch so hinten.
Hoffentlich wählen Sie niemals grün und/oder wechseln die Partei.
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