Bundeswehr-LuftwaffeBundeswehr will bewaffnete Drohnen kaufen

Nach Verteidigungsminister de Maizière hat sich auch der neue Inspekteur der Luftwaffe für einen Kauf bewaffneter Drohnen ausgesprochen. Die Anschaffung sei zwingend. von dapd

Eine Predator-B-Drohne (Archiv)

Eine Predator-B-Drohne (Archiv)  |  © Gary Williams/GettyImages

Die Bundeswehr will bei künftigen Einsätzen bewaffnete unbemannte Flugzeuge nutzen. Der neue Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, nannte den Kauf solcher Drohnen "militärisch sinnvoll", an einer Beschaffung führe kein Weg vorbei. Die Bundeswehr plant von 2014/2015 an, eigene unbemannte Luftfahrzeuge zu kaufen. "Die Drohnen müssen bewaffnet sein", sagte Müllner. 

Müllner verwies auf die guten Erfahrungen, die die Bundeswehr in Afghanistan mit Aufklärungsdrohnen mache. Der Leasingvertrag für die genutzten israelischen Drohnen des Typs Heron 1 läuft im Oktober 2014 aus. Für eine Nachfolge ist die US-Drohne Predator B im Gespräch. Sie wird von der US-Armee unter anderem für die Angriffe auf mutmaßliche Islamisten in Pakistan eingesetzt.

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Opposition hat ethische Bedenken

Müllner folgt der Linie von Verteidigungsminister Thomas de Maizière ( CDU ), der erst vor wenigen Wochen den Kauf bewaffneter Drohnen befürwortet hatte. "Ich kann den Soldaten am Boden nicht erklären, warum aus politischen Gründen erst ein bemanntes Flugzeug zur Luftunterstützung angefordert werden muss, was auch eine Drohne hätte leisten können", sagte der Inspekteur der Luftwaffe. Mit dem Zeitverzug gehe in solchen Fällen auch eine längere Bedrohung der Soldaten einher. Bewaffnete Drohnen könnten diese Gefahr minimieren.

Die Opposition hatte vor der Beschaffung bewaffneter Drohnen gewarnt und neben finanziellen Fragen auch ethische Bedenken angeführt.

Müllner sagte, eine politische Entscheidung für den Kauf müsse spätestens bis Frühjahr 2013 fallen. "Marktverfügbar" sei die US-Drohne Predator, eine eigene europäische Entwicklung sei aber nicht ausgeschlossen. Eine solche europäische Drohne sei aber wohl erst nach 2020 einsatzfähig.

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Leserkommentare
    • Lutz9
    • 30. August 2012 14:25 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au

  1. Euro-Fighter sind teuer.

    Alle wollen doch die Bundeswehr weiter runter sparen;
    denn die Einsätze der neuen Bundeswehr wird es in Zukunft nur in Afrika und Asien geben und die sollen billiger werden als das BW-Projekt Afghanistan an Kosten gefressen hat!

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    • tecnyc
    • 30. August 2012 14:45 Uhr

    sondern auch die Ausbildung der Piloten kostet nur ein Bruchteil von dem, was man vorher für Kampf- und Aufklärungsflugzeuge bzw. die Ausbildung der Piloten ausgeben musste. Sie sind schneller einsatzfähig (wie im Artikel erwähnt). Außerdem besteht keine Gefahr für die Piloten.
    Wir müssen uns mit dieser neuen Technologie auseinander-setzen, wenn wir auch in Zukunft in der Luftfahrt-technologie mithalten wollen, denn Drohnen spielen auf diesem Gebiet eine immer größere Rolle.
    Die Anschaffung von Drohnen halte auch ich für sehr vernünftig.

  2. der Herr Generalleutnant von seinen Drohnen aus Bomben vom Himmel fallen lassen wird, hoffe ich, dass der Herr endlich Hirn vom Himmel wirft angesichts dieser vollkommen überflüssigen und irrationalen Anschaffung.

    Als hätten wir keine Rezession, keine Milliardenschweren Schulden und nicht 25% unserer Kinder in Armut....

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    Entfernt. Bitte führen Sie Ihre Argumente detaillierter aus. Danke. Die Redaktion/sh

    "Als hätten wir keine Rezession, keine Milliardenschweren Schulden und nicht 25% unserer Kinder in Armut...."

    Vielleicht gerade deswegen.
    Vor wenigen Wochen hat Karlsruhe die Bundeswehreinsätze im Inland genehmigt.
    Ein Zufall?

    Ich find's nur etwas pervers, wenn Menschenleben von der Situations-Einschätzung vor einem Monitor abhängt, ohne "vor Ort" zu sein.
    Einfach mal abknallen, wird schon den Richtigen treffen :/
    Vielleicht sind die Kosten nur vorgeschoben, und diejenigen welche Kriege anzetteln, sind neuerdings zu feige für's gute alte "Mann gegen Mann".
    Man kann nur spekulieren, denn uns Bürgern wird eh nur die Hälfte erzählt.

    • tecnyc
    • 30. August 2012 14:45 Uhr

    sondern auch die Ausbildung der Piloten kostet nur ein Bruchteil von dem, was man vorher für Kampf- und Aufklärungsflugzeuge bzw. die Ausbildung der Piloten ausgeben musste. Sie sind schneller einsatzfähig (wie im Artikel erwähnt). Außerdem besteht keine Gefahr für die Piloten.
    Wir müssen uns mit dieser neuen Technologie auseinander-setzen, wenn wir auch in Zukunft in der Luftfahrt-technologie mithalten wollen, denn Drohnen spielen auf diesem Gebiet eine immer größere Rolle.
    Die Anschaffung von Drohnen halte auch ich für sehr vernünftig.

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    "Die Anschaffung von Drohnen halte auch ich für sehr vernünftig."

    Warum?

    Der letzte Angriff unserer Luftwaffe, an den ich mich erinnere, war der von Oberst Klein auf zwei Tanklastzüge (völlig wertungsfrei!). Wieviel Jahre ist das jetzt her? Und die Eurofighter haben wir schon.

    Jetzt sind Sie dran...

    • fuqufk
    • 30. August 2012 14:54 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Argumenten an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh

  3. 6. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik und setzen Sie sich argumentativ mit den Inhalten des Artikels auseinander. Danke, die Redaktion/au.

  4. Entfernt. Bitte führen Sie Ihre Argumente detaillierter aus. Danke. Die Redaktion/sh

    Antwort auf "Bevor..."
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    willkommen im Club.
    Wie wär's, Sie kommen mit ein paar Argumenten rüber, sonst ist Ihr Statement nur Geschwurbel.

    Und nein, diese Drohnen sind selbstverständlich nicht notwendig.
    Es gibt viel wichtigere Aufgaben im Land, die anstatt mit dem Geld dafür zu erledigen wären.

  5. ...sollte es heissen :)

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd
  • Schlagworte CDU | Bundeswehr | Drohne | Flugzeug | Luftwaffe | Nachfolge
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