Rösler und Kubicki: Der Eintagskanzler und der Brandstifter
Der FDP-Chef vertritt die Kanzlerin, möchte aber nicht darüber sprechen. Er muss sich gegen scharfe Kritik aus der eigenen Partei wehren.
Guido Westerwelle konnte seinen Stolz kaum unterdrücken. Im August 2010 vertrat er als Vize-Kanzler zum ersten und einzigen Mal die urlaubende Angela Merkel in der Kabinettssitzung. Im Anschluss lud er zur Pressekonferenz. Sie dauerte 78 Minuten, vier Mal so lang wie die vorherige Zusammenkunft der Minister der Bundesregierung. Vor den Journalisten bemühte sich der Außenminister zwar um einen ernsthaften, staatsmännischen Auftritt. Doch war das Echo verheerend: Westerwelle wurde als Möchtegernkanzler verspottet.
Diesen Eindruck wollte Philipp Rösler am Mittwoch tunlichst vermeiden. Er ist heute ungefähr so unbeliebt wie Westerwelle damals. Und auch er vertrat nun die Kanzlerin während ihres Urlaubs – bereits zum zweiten Mal.
Ohne großes Trara: "Business as superusal" sei das gewesen, streut hinterher einer seiner Vertrauten. Nach 15 Minuten war die Ministerrunde im Kanzleramt schon wieder vorbei. Neben Rösler saß Kanzleramtschef Roland Pofalla, der von den meisten als faktischer Stellvertreter der Kanzlerin wahrgenommen wird. Auf eine Pressekonferenz im Anschluss hat Rösler bewusst verzichtet. Es verkündete nur ein paar knappe wirtschaftspolitische Statements in seinem Ministerium. "Damit niemand auf die Idee kommt, Rösler wolle sich über Gebühr wichtig machen", heißt es aus der FDP-Zentrale.
Kubicki läutete schon Westerwelles Sturz ein
Schließlich hat Rösler genügend andere Probleme. Scharf und ultimativ wie selten zuvor ist er ausgerechnet an dem Tag, an dem er die Kanzlerin vertrat, aus den eigenen Reihen attackiert worden. Der Kritiker war Schleswig-Holsteins Fraktionschef Wolfgang Kubicki, dessen öffentliche Angriffe aus Kiel vor zwei Jahren schon Westerwelles Sturz als Parteichef eingeläutet hatten.
Kubicki forderte im Stern-Interview den Rücktritt Röslers, sollte die nächste Landtagswahl in Niedersachsen für die FDP mit dem Ausscheiden aus dem Parlament enden. Zwar steht FDP-intern schon länger fest, dass in diesem Fall die Debatte um Rösler erneut hochkochen wird. Aber so offen und deutlich wie Kubicki hat es bis jetzt noch kein Liberaler formuliert.
Er präsentierte zudem auch gleich seinen Wunschnachfolger für den dann vakanten Parteichef-Posten: Der frühere Rösler-Vertraute und heutige -Gegner, Christian Lindner, sei "der geborene neue Bundesvorsitzende", so Kubicki. Auch Bundestags-Fraktionschef Rainer Brüderle oder Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger könnten Menschen begeistern, fügt er hinzu. Und sich selbst sieht Kubicki künftig ebenfalls in der ersten Führungsriege. Er kündigte an, 2013 für einen Platz im Bundestag und im FDP-Präsidium kandidieren zu wollen. Bisher hatte er solche Ambitionen immer ausgeschlossen.





Auf geht's in die nächste Runde fröhlicher Selbstdemontage. Da kann man ein schadenfrohes Schmunzeln schwerlich unterdrücken. ;-)
...ist weiterhin die gültige Bezeichnung dieser Vereinigung. Daß die privatwirtschaftlich verfaßten Medien das beeinflussend umdeuten wollen, ist wohl der Nähe zur INSM geschuldet.
Es reicht nicht, den Ober-Roßtäuscher auszuwechseln und von der durchschaubaren "liberalen Mitgefühls"-Duselei zu ersetzen. Die Marktextremisten sind hoffentlich an ihrem letzten Kampf angekommen.
dass der bundespolitische Dilettantismus durch eine große Koalition beseitigt wird?
> Die Marktextremisten sind hoffentlich an
> ihrem letzten Kampf angekommen.
Es gibt natürlich keine "Marktextremisten", es gibt lediglich Antifaschisten, die wissen, wohin Staatsdirigismus in Deutschland und anderswo schon immer geführt hat, die schon mal was von Staatsüberschuldung gehört haben - so ungefähr alle gesunden Dreijährigen -, und es gibt natürlich eine im Zuge der gefaketen, angeblichen Krise eine anschwellende Menge von Extremisten und rot-braunen Verschwörungstheoretikern, die der verhassten bürgerlichen Marktdemokratie den Todesstoß verleihen möchten, damit sie wieder ihre Intershops errichten können.
Kinners, ihr ahnt anscheinend nicht, wie durchschaubar euer Spiel ist.
dass der bundespolitische Dilettantismus durch eine große Koalition beseitigt wird?
> Die Marktextremisten sind hoffentlich an
> ihrem letzten Kampf angekommen.
Es gibt natürlich keine "Marktextremisten", es gibt lediglich Antifaschisten, die wissen, wohin Staatsdirigismus in Deutschland und anderswo schon immer geführt hat, die schon mal was von Staatsüberschuldung gehört haben - so ungefähr alle gesunden Dreijährigen -, und es gibt natürlich eine im Zuge der gefaketen, angeblichen Krise eine anschwellende Menge von Extremisten und rot-braunen Verschwörungstheoretikern, die der verhassten bürgerlichen Marktdemokratie den Todesstoß verleihen möchten, damit sie wieder ihre Intershops errichten können.
Kinners, ihr ahnt anscheinend nicht, wie durchschaubar euer Spiel ist.
"Die Marktextremisten sind hoffentlich an ihrem letzten Kampf angekommen"
Die SPD steht felsenfest zusammen, die Fahne zu übernehmen und alle heimatlosen Banker, Apotheker und Hoteliers aufzuhehmen!
.....denken Sie? Ich denke im Vergleich, ich meine in der Großen Welt, sind sie eher milde links. Nur in Deutschland scheinen sie weiter rechts der Mitte.
Die ääh f.d.p. war schon immer *die* Partei der Rechtsanwälte und Zahnärzte.
.....denken Sie? Ich denke im Vergleich, ich meine in der Großen Welt, sind sie eher milde links. Nur in Deutschland scheinen sie weiter rechts der Mitte.
Die ääh f.d.p. war schon immer *die* Partei der Rechtsanwälte und Zahnärzte.
.. dass es zur großen Koalition derzeit keine Alternative zu geben scheint. Schuld daran ist die ausgesprochen alberne Personalpolitik der SPD.
"Das Problem ist ..
.. dass es zur großen Koalition derzeit keine Alternative zu geben scheint. Schuld daran ist die ausgesprochen alberne Personalpolitik der SPD."
Das Problem ist, dass es derzeit, was die aktuellen, entscheidenden Fragen angeht, keine Opposition mit Chance auf Regierungsbeteiligung gibt.
Beispielsweise eine europafreundliche aber sich dem Eurorettungswahn entgegenstemmende Partei.
Eine Partei, die die Rechte der Bürger, Eigenarten der Regionen oder Nationen respektiert. Eine Partei, die eine klare Vorstellung vom zukünftigen Europa hat.
Ich hatte gehofft, dass die FDP sich im Zuge der durch Schäffler initiierten Mitgliederbefragung auf ihre wahren Werte zurückbesinnt. Leider vergebens (oder war das Ergebnis tatsächlich manipuliert?).
Aber anstatt die Abzweigung zu nehmen, entschied sich die FDP dafür, weiter direkt auf die Klippe zuzusteuern.
Eine vergebene historische Chance. Die persönliche Postenwahrung war wichtiger als eigene Positionen.
So ist die FDP überflüssig.
"Das Problem ist ..
.. dass es zur großen Koalition derzeit keine Alternative zu geben scheint. Schuld daran ist die ausgesprochen alberne Personalpolitik der SPD."
Das Problem ist, dass es derzeit, was die aktuellen, entscheidenden Fragen angeht, keine Opposition mit Chance auf Regierungsbeteiligung gibt.
Beispielsweise eine europafreundliche aber sich dem Eurorettungswahn entgegenstemmende Partei.
Eine Partei, die die Rechte der Bürger, Eigenarten der Regionen oder Nationen respektiert. Eine Partei, die eine klare Vorstellung vom zukünftigen Europa hat.
Ich hatte gehofft, dass die FDP sich im Zuge der durch Schäffler initiierten Mitgliederbefragung auf ihre wahren Werte zurückbesinnt. Leider vergebens (oder war das Ergebnis tatsächlich manipuliert?).
Aber anstatt die Abzweigung zu nehmen, entschied sich die FDP dafür, weiter direkt auf die Klippe zuzusteuern.
Eine vergebene historische Chance. Die persönliche Postenwahrung war wichtiger als eigene Positionen.
So ist die FDP überflüssig.
Am 29.06.12 haben Politiker in Deutschland,
in dem sie unter Führung von BK Merkel folgendem Irrsinn Ihre Stimme gaben,
Ungeheuerliches verbrochen!
"Ein nicht gewähltes und gegenüber Strafverfolgung immunes Gremium (»Gouverneursrat«) soll dann unbegrenzt und unwiderruflich Finanzmittel bei den ESM-Mitgliedsstaaten abrufen können, also Steuergelder. Die ESM-Mitglieder verpflichten sich,
heißt es da, »unwiderruflich und uneingeschränkt, Kapital, das der Geschäftsführende Direktor« des ESM »von ihnen abruft, innerhalb von sieben Tagen ab Erhalt der Aufforderung einzuzahlen.« Der Vertrag gilt unbefristet; eine Kündigung ist nicht vorgesehen. Diktatur ohne Filter, sozusagen."
Ein NICHTGEWÄHLTES Gremium!
Das könnte auch der Teufel selbst sein, oder?
Diesem Irrsinn stimmte die FDP mit 88% zu!
Das ist gerade mal 4 Wochen her!
Herr Kubicki:
„Christian Lindner, sei "der geborene neue Bundesvorsitzende", so Kubicki. Auch Bundestags-Fraktionschef Rainer Brüderle oder Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger könnten Menschen begeistern, fügt er hinzu.“
Herr Lindner hat genau so,
wie Herr Rösler,
wie Herr Brüderle.
wie Frau Leutheusser-Schnarrenberger
"vorbildlich"
diesem ungeheuerlichen Vorhaben die Stimme gegeben!
Die "Prüf-Liste" vom 29.06.12 20120629_17_9048.pdf
Herr Kubicki, und mit solchen Vorschlägen wollen Sie „Menschen begeistern“?
Sie haben sich damit ebenfalls disqualifiziert!
Aus der Seele gesprochen.
Aus der Seele gesprochen.
FDP, damit Stefan Birkner, raus aus dem niedersächsischen Landtag; dann ist auch Philipp Rösler nicht mehr zu retten. Darauf wird sich WK nun einschießen, ob das im Thomas-Dehler-Haus sauer aufstößt oder nicht. - Ich bin gespannt darauf, wieviele Niedersachsen solchen Hieb- und Stichverein noch unterstützen. -
Die Niedersachsen-FDP wird die 5%-Hürde schon gekonnt unterlaufen -> http://www.wahlrecht.de/u... ;-)
Die Niedersachsen-FDP wird die 5%-Hürde schon gekonnt unterlaufen -> http://www.wahlrecht.de/u... ;-)
Die Niedersachsen-FDP wird die 5%-Hürde schon gekonnt unterlaufen -> http://www.wahlrecht.de/u... ;-)
Kubicki hat doch recht.
Röslers Umfragewerte sind grottenschlecht. Das kann auf die FDP zurückfallen. Glaubt man dem Spiegel, planen die Wahlkampfstrategen der FDP, Rösler nur in einer Nebenrolle im Bundestagswahlkampf einzusetzen - wegen seiner schlechten Umfragewerte. Deutlicher geht es doch nicht mehr.
Eine Palastrevolte wäre wohl das beste, was der FDP passieren könnte. Rösler durch Lindner ersetzen wäre eine Option. Vermutlich die beste, die sie haben!
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