Bundestagswahl 2013 : Trittin möchte Spitzenkandidat der Grünen sein

Seit Monaten ringen die Grünen um ihre Spitzenkandidaten für 2013. Nun verkündet Trittin, dass er antritt. Er kann sich aber auch zwei Frauen an der Spitze vorstellen.
Der Bundesfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Trittin © Tobias Schwarz / Reuters

Als zweiter Grünen-Politiker nach Parteichefin Claudia Roth hat sich der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2013 beworben. "Ich trete an und möchte einer der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sein", sagte er dem Spiegel . Trittin wollte sich nicht festlegen, welche Grünen-Politikerin er als zweite Spitzenkandidatin favorisiert. "Mit allen Frauen, über deren Kandidatur bisher spekuliert wird, kann ich gut zusammenarbeiten."

Jede Kandidatin müsse sich aber wie er "einem demokratischen Votum der Partei stellen", etwa durch eine Urwahl, sagte Trittin. Für diesen Fall schloss er auch sein eigenes Scheitern nicht aus: "Vielleicht will die Partei auch zwei Frauen an der Spitze. Ich bin als Mann nicht gesetzt."

Roth hatte schon im März angekündigt, dass sie Spitzenkandidatin werden wolle. Im Gespräch sind auch Fraktionschefin Renate Künast und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt .

Die baden-württembergische Landtagsfraktionschefin der Grünen , Edith Sitzmann, wünscht sich Trittin und Göring-Eckardt als Spitzenkandidaten. "Das ist ein Spitzenteam, das unsere Positionen in der Breite vertritt und mit dem wir für die Wähler personell ein gutes Angebot haben", sagte sie. Die endgültige Entscheidung werde auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember fallen.

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Kommentare

86 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren

Freiheit für Dritte

Die Grünen "bevormunden" dort, wo Freiheit für Dritte erkämpft werden muss. Das sind Themen wie die Massentierhaltung, wo es eben nicht darum geht, dass der jeweilige Mensch Gesundheit vorgeschrieben bekommen soll, sondern dass die Tiere geschützt werden sollen. Genau wie mit der Änderung des Jagdgesetzes in NRW, was viele Jäger erzürnt. Es geht da um den Schutz Dritter: Der Tiere!
Aber es gibt auch viele Themen wo durch Regelungen (und das sind es, nicht Bevormundungen) Menschen geholfen werden soll, die sonst benachteiligt werden und durch andere Parteien ignoriert oder Stiefmütterlich behandelt werden. Ausser den Linken gibt es sonst keine Partei im Bundestag, die sich für die Belange der Migranten oder Asylanten einsetzt. Für die Belange derjenigen Menschen, die durch den Klimawandel schon Heute betroffen sind, und selber gar nicht viel dazu beigetragen haben, Menschen, die den Müll ausbaden müssen, den wir in die Meere Kippen.

Und wenn wir die Realität betrachten sind die Grünen die Anti-Bevormundungspartei, auch hier gibt es sonst nur die Linken, die sich so radikal für direkte Demokratie einsetzen und sie hinterher auch noch akzeptieren!

Die Grünen mögen die Dagegen-Partei sein, aber das ist nichts schlechtes. Sie sind gegen Hass, Diskriminierung, Ausschluss, Umweltverschmutzung, Tiermissbrauch- und qual. Sie sind dagegen, dass Menschen bei großen Baulichen Projekten ausgeschlossen werden.

Besonders Parteien Rechts von ihr, können sich da einiges abhgucken!

Tut mir Leid

Für mich sind die Grünen nur die Anti-Bevormundungspartei gegenüber denjenigen, die ihrer Meinung sind.
Eine echte Anti-Bevormundungspartei würde wie mit "dem Messer zwischen den Zähnen", für Volksabstimmungen zu allen Themen kämpfen. Beispiel Schuldenunion, ESM, welche Art von europäischer Einigung das Volk will, u.s.w.
Angesichts der Tragweite dieser Entscheidungen reicht es nicht, sich mittels 3-klassiger Themen wie Stuttgart 21 ein anderes Etikett geben zu wollen.

Vor allem wenden sich die Grünen gerne ...

Ich nenne mal: Kohlekraftwerk Datteln (NRW) und Hochmoselbrücke bei Bernkastel (Rheinland-Pfalz).

Daraufhin kamen die Grünen in die jeweiligen Landesregierungen. Ja, sie müssen eben ihre Leute versorgen auf Steuerzahlergeld!

Vom mündigen Bürger, der doch selbst entscheiden kann, ist bei den Grünen nicht die Rede. Sattdessen sind sie eine Bürokratenpartei und betreiben Klientelpolitik. Und die geforderten umfangreichen Regelungen beruhen auch auf Besserwisserei und Gutmenschentum. Die Grünen wissen immer so genau, was für andere Menschen gut und von diesen zu tun ist. Das ist unfreiheitlich!
Auch die Grünen sind eine unsoziale Hartz-Partei, wie SPD, FDP und CDU/CSU. Das wollen wir doch nicht vergessen...

@ 9 Herr Wirtler

Die Problemtatik ist ja zugestanden. Aber das "Wie" im Umgang damit, ist das Enstcheidende. Da wird eingeteilt in Sünder, ohne Rücksicht auf finanziellen Mittel, nach Ideologie entschieden, Jagschutz Natur und wenn nötig für die eigene Reputation auch gehetzt. "Kanonenboot" Politik.

Dem "Basta" widerspruchslos bis gleichgültig hinterher gelaufen und selbst wenn man der Hatz IV Gesetzgebung noch eine gewisse Notwendigkeit zugestanden hat. Die Art und Weise der SPD war eine Zumutung für die Anhänger des "Mehr Demokratie wagen". Die Grünen haben es genutzt und nutzen es ausschliesslich für Ihre Klientel.

Wenn die Grünen von der Gesellschaft reden, meinen sie die, die ausschliesslich an ihre Wünsche und Ideen angepasst ist. Damit unterscheiden sie in nichts von ihren Pendants in CDU und FDP. Es geht nur drum, wer an die Macht kommt.

S 21 wird unter einem grünen Ministerpräsidenten gebaut!

Dieser tritt nicht deswegen zurück.
Da denkt er gar nicht dran ... Er baut mit.

Hauptsache, das Thema hat Stimmen (und Stimmung!) bei der Landtagswahl gebracht. Offenbar kam es doch darauf an.

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Diätenerhöhung im NRW-Lantag kürzlich um 500,- Euro (!) pro Monat: SPD, CDU und Grüne stimmten dafür. Das nenne ich mal sozial ... Da gab es auch massenweise Bürgerproteste, u.a. vom Steuerzahlerbund. Die wurden ignoriert!
- Direkte Demokratie? ... Wo war sie?

Direkte Demokartie

bedeutet nicht, dass man immer das macht was die Demos sagen, sondern dass man den Bürgern ermöglicht an der Gesetzgebung beteiligt zu sein. Etwa über Bürgerentscheide. Und dafür kämpft nunmal die Grüne und die Linke, besonders in NRW, ganz enorm. Das können Sie nicht einfach mit irgendwelchen Diätenerhöhungen vom Tisch wischen! Wenn Sie mehr Beteiligung wünschen, sollten Sie die Grünen wählen (UND NICHT DIE SPD!!!). Eine Partei sollte aber nicht das tun was die Straße sagt. Sie ist schließlich ihrer Basis verpflichtet und muss sich auch an Beschlüsse halten. Von daher vermischen Sie hier zwei Dinge peinlichst miteinander

Warum sollte Kretschmann zurücktreten? Er hat vor der Wahl immer gesagt, dass er nicht weiß ob S21 aufgrund der von der CDU geschaffenen Fakten verhindert werden kann. Sie sollten dem Mann nicht so erbarmungslos Unrecht tun, sondenr auch mal höhren was er sagt. Offenbar hört niemand in diesem Land mehr zu.

Oha...

diese bösen Grünen, haben die doch glatt nen Posten geschaffen, und dann besetzen die den auch noch mit jemanden, der kein Fachidiot ist. Entschuldigung, aber das ist ein bodenloser Vorwurf.

Und was soll der Bonusmeilen Einschub? Das ist erstens ewig her, zweitens ist das eine Bagatelle und drittens hat Özdemir für diese Bagatelle etwas getan, was >Guttenberg nicht mal getan hat, als er öffentlich gelogen hat: er sit dafür zurückgetreten! Ich finde, das wäre nicht nötig gewesen, aber er hat es getan, und damit sollte er ja wohl genug gebüßt haben um nicht jahre Später diese sache vorgehalten zu bekommen, wenn jemand belegen will, wie doof die Grünen doch sind

Als ehrlich, sie saugen sich da Kammellen aus den Fingern, das ist nicht mehr ernst zu nehmen.

Und ich brauche nicht googeln, ich verfolge das Tun der Partei ständig.

die grünen haben unter der SPD

viele Fehler gemacht, die ich damals schnaufend und schwitzend kommentiert habe. In der Retrospektive halte ich es den Grünen immer noch vor, aber die REgierungszeit war richtig. Ich sehe durch die Grüne Regioerugnsbeteiligung sehr viele Positive Entwicklungen, besonders bei Themen, die sonst unter dem Tisch fallen, wie mehr Rechte für Migranten, Tierschutz, Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung für Homosexuelle (das Lebenspartnerschaftsgestzt entstand auf Druck der Grünen und wurde gegen die NEIN-Stimmen der CDU verabschiedet.

Direkte Demokratie ist also nur gut, wenn die Ergebnisse den

Herrschenden passen ...
Für Kretschmann sollte als ein Erbauer eine Gedenktafel am neuen Stuttgarter Hauptbahnhof angebracht werden. Damit wir das nicht vergessen!

Ich darf darauf hinweisen, dass laut allen repräsentativen Umfragen immer eine große Mehrheit der Bürger in NRW gegen diese enorme Diätenerhöhung (500,- Euro pro Monat!) in Zeiten der Krise war und ist.
Ansonsten teile ich die Kritik von Jutta Ditfurth, die wissenschaftlich in Ihrem Buch belegt wurde. Link zur Sendung "Maischberger" siehe oben in meinem Beitrag. Es lohnt sich sehr, hier mal reinzuschauen. Da wird mal Klartext geredet!

Die Grünen sind sehr wendig. Sie machen Koalitionen mit der SPD, der CDU und auch Jamaika - je nach politischer Wetterlage, je nach ihrem Bedarf. Die Grünen sind weder sozial noch "links" (Hartz-Partei immer noch!).
Die Grünen haben auch zusammen mit der Schröder-SPD die Finanzmärkte "dereguliert". Die Resultate spüren wir deutlich!
Da sauge ich mir gar nichts aus den Fingern! Auch nicht die zahlreichen Skandale in der Jamaika-Koalition im Saarland (könnte man googlen! s. Saarbrücker Zeitung!).
Und die sog. "Basisdemokratie" bei den Grünen ist doch nur ein Etikett... Oder warum sehen wir immer die gleichen Gesichter bei dieser Partei?

"Und ich brauche nicht googeln" Na, da müssen Sie ja ein phänomenales Wissen und Gedächtnis haben ... Ich schaue lieber nach und arbeite daher lieber mit Belegen!

Nicht nachgeschaut - aber alles im Blick ...

"diese bösen Grünen, haben die doch glatt nen Posten geschaffen, und dann besetzen die den auch noch mit jemanden, der kein Fachidiot ist. Entschuldigung, aber das ist ein bodenloser Vorwurf."

Nach eigenem schriftlichen Bekunden schauen Sie nicht nach, aber Sie haben hier angeblich alles im Blick! Das ist schon eine reife Leistung ...
Wer kein Fachwissen hat, ist und bleibt eine Fehlbesetzung. So ist es auch im Arbeitsleben. Das sind politische Versorgungsposten auf Steuerzahlergeld - und weiter nichts!
Und das ist nicht in Ordnung!
Da hilft auch das Werfen von Nebelkerzen nichts.

Obendrein diskriminieren Sie hier Fachleute pauschal als "Fachidioten".

na dann ...

... sollte sich der gemeine Wähler vllt wieder auf die beiden "Volksparteien" beschränken, die sich Bürgerbeteiligung als oberste Prämisse ihrer Parteiprogrammatik auf die Fahne schreiben ... Denn die deutsche innenpolitische Geschichte ist ja geprägt von Selbstbestimmung und sprach dem Einzelnen in der Gesellschaft stets Mündigkeit und Verantwortung zu.

Ernsthaft: Sollten wir nicht dankbar für jede Bereicherung der parteipolitischen Landschaft sein, selbst wenn, oder gerade weil, so kontroverse politische Denkweisen dargelegt werden?

@ 78 Herr Wirtler

Auch zugestanden. Aber fürs mehr und für eine "Ganzes" stehen sie eben nicht. Es muss immer auf Kosten gehen. Andersdenkende sind reaktionär, unmodern und sonstwas und deswegen.....

Sie stehen nur für die, die sie gewählt haben. Bezahlt werden sie auch von denen, die sie nicht gewählt haben. Und wenn die dazu keine Lust mehr haben, ist die Demokratie am Ende.

Dieses Bewusstsein, was zu Zeiten der sozialen Marktwirtschaft "Common Sense war" nämlich: Politik auch für die die einen nicht gewählt haben, fehlt vielen der Grünen.

Sie postulieren das Allgemeininteresse nur. Wenn das gemacht wird, passiert das Gute für alle. Sieht man ja an der Ökosteuer: Erst mal wird alles teurer und nur wenige profitieren.

"Sie stehen nur für die, die sie gewählt haben."

"Sie stehen nur für die, die sie gewählt haben."

Das ist natürlich nicht wahr. Das gilt für die CDU, CSU, FDP und in teilen SPD, aber gerade liberale PArteien wie die Grünen schaffen durch ihre Grundgesinnung, Grundüberzeugungen Freiheit für viel mehr als die Gruppen von denen sie gewählt werden. Schließlich würde ein Bundesweites Gesetzt zu Bürgerentscheiden jedem nutzen. Die Grünen haben Gerade im Bereich der Bürgerbeteiligung gezeigt, dass es ihnen um die Sache geht und nicht um irgendwelche Posten. Denn sie halten immernoch an der Forderrung für mehr demokratie fest und setzten das auch weiter durch wo sie können, obwohl sie schon zwei mal prominent damit auf die nase gefallen sind.

"was zu Zeiten der sozialen Marktwirtschaft "Common Sense war" nämlich: Politik auch für die die einen nicht gewählt haben, fehlt vielen der Grünen."

Auch das stimmt nicht. Belegen Sie das mal. Gerade die Grünen schaffen doch immer wieder den Spagat zwischen Mittelstand und Unterschicht. Sie werden sowohl vom Rübenbauern auf dem Land als auch von der AKademikerin aus der Gro´stadt gewählt Sie setzten sich für den Erhalt der Natur ein UND für den Ausbau des Öffentlichen verkehrs. Die Industrien, die sie fördenr um der Umwelt zu genügen, sind Motoren für den Mittelstand.

Das Konzept Grün geht auf, und es nützt jedem, der tolerant, tierfreundlich, umweltorientiert und sozial denkt.

Merkel, das kleinere Übel

Die Frau, die behauptet, der amerikanische Angriff auf den Irak war richtig, obwohl keine Massenverniuchtungswaffen bei Sadam gefunden worden sind? Die heute noch den Sozialdemokraten das schröder'sche "NEIN" zu Bush übel nimmt? Diese Kriegsbefürworterin Frau ist für die das kleinere Übel? Die frau, die solche Angriffe mit dem Satz rechtfertigt hat, "Diktatoren sprechen nur die Sprache der Gewalt"? Und selbst durch eine friedliche Revolution von einer Diktatur befreit wurde? Diese Frau nennen Sie schamlos das kleinere Übel?
Die Frau, die durch ihre Europa-Politik der Deutschen Bevölkerung 100e Milliarden an Zahlungen und Haftungen aufgebrummt hat, aber trotzdem gegen Eurobonds ist?

Merkel ist nicht das kleinere Übel. Sie interessiert sich in erster Linie für ihren Machterhalt. Deswegen sorgt sie dafür, dass die Wirtschaft das erhält, was sie braucht, um auch weiterhin schlön die CDU unterstützen zu können. Deshalb schaltete sie einen nach den anderen ihrer christlichen Konkurrenten aus. Deswegen ist sie die abgehobsenste Politikerin die wir je hatten. Sie agiert am Volk vorbei und das Volk mag sie auch noch dafür, weil bei es nur das ankommt, was Merkel an es delegiert.

Merkel ist schlau, aber sie ist das größte Übel, was Deutschland geschehen konnte. Sie hat die Europapolitik zu verantworten, die Deutschland sinnlos blechen lässt, während sie Griechenland 20 Jahre zurück katapultiert.

Wer CDU wählt, begeht einen fatalen Rechenfehler!

Im Übrigen können

Sie Merkel überhaupt nicht wählen, jedenfalls nicht zur Bundeskanzlerin. Das macht immernoch der Bundestag!

WEnn Sie CDU wählen, wählen Sie eine Klöckner, eine Schröder, eine Tierqual-Befürworterin Aigner, einen Schmiergeld annehmenden Schäuble und viele weitere Glanzpersonen mit, die Leuten wie Guttenberg, Wulff oder Mappus in nichts nachstehen.

Diese Partei und sein bayrisches Rudiment sind die Kräfte in diesem Land, die dafür sorgen, dass Frauen nicht die Chancen bekommen, die sie verdienen, das Jungen nicht die Optionen erhalten, die sie bekommen sollten, dass Tiere jeden Tag millionenfach Leiden, dass Homsoexuelle keine Gleichberechtigung erleben können, dass Asylanten unter dem verfassungswidrigen Existenzminimum "gehalten" werden (Anders will ich diesen menschenunwürdigen Zustand nicht beschreiben), dass Menschen die ihr ganzes KLeben hier verbracht haben, hier zur Schule gingen, hier sozialisiert sind, abgeschoben werden. Diese Partei sorgt dafür, dass Deutschland eines der rückschrittlichsten Schulsysteme des Landes hat.

Und sie wird wieder gewählt, weil sie es mit ihrer Hardliner-Show so stellen kann, als habe sie wirtschaftskompetenz. Wirtschaftskompetenz haben nur die, die Wachstum und Sozialstaat vereinen können. Alles andere ist Versagen, und die CDU hat mit ihrer Koalition versagt. Auf voller Linie!

OK....

....jetzt mache ich mal aufgrund dieser Ausagen:

" man hoert von denen im prinzip nichts zum sozialstaat."

die Unterstellung, dass Sie sich garnicht über die Grünen schlau machen, bzw. sich nicht weiter für ihre Arbeit in Regierungsverantwortung und die Arbeit im Bundestag interessieren. Vermutlich machen sie sich aufgrund allgemeiner Artikel wie diesen Hier ein Bild. Ich weiß nicht ob ich recht habe, aber bei dieser Aussage drängt sich mir diese Ahnung auf.

Merkels Wirtschaftskompetenz

"Allein der Gedanke Trittin als nächster Wirtschafts- oder Finanzminister macht geschätzt 98% der Bundesbürger sorgen."

Naja, Frau Merkel hat m.E. von Wirtschaft soviel Ahnung wie ein Maulwurf vom Fliegen. Knallhartes Sparen in der Rezession?! Sensationelle Idee! Griechenland wird sich dank der Wirtschaftskompetenz von Frau Merkel bald auf dem Status eines Dritte-Welt-Landes wiederfinden.

Hierzulande spricht Frau Merkel mitunter gerne von einer menschlich verträglichen Marktwirtschaft, bleibt aber in ihrem Handeln dem neoliberalen Dogma verhaftet. Wo ist die Neuausrichtung unseres Wirtschaftssystems hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, die das Potential in sich trägt die Lebensqualität für die nächsten Jahrzehnte zu erhalten und womöglich sogar zu steigern? Wann begreift Merkel die Wirtschaft als ein soziales Gebilde, das auch Funktionen erfüllen muss, die jenseits der unternehmerischen Gewinninteressen liegen? Und wann versteht Frau Merkel endlich, dass man immer sämtliche Kosten (auch die nicht in den Preisen enthaltenen) berücksichtigen muss, um zu einer sachlich fundierten Entscheidung zu gelangen?

Merkels Wirtschaftskompetenz beschränkt sich auf das Nachplappern von Lobbyistenmeinungen, die sie in Davos, beim Dinner mit Ackermann oder beim privaten Meeting mit den Energiebossen aufgeschnappt hat.

sozialpolitische Kompetenz der GRÜNEN

Sorry, aber die GRÜNEN haben es noch nicht mal geschafft, eine eigene Berechnungsgrundlage für das Existenzminimum / Hartz IV zu erstellen. Jahrelang haben sie die vom Partitätischen Wohlfahrtsverband vorgegebenen 420,- Euro nachgebetet (ohne die in der Zwischenzeit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu berücksichtigen), dann ist ihnen vor ungefähr einem halben Jahr eingefallen, dass 420,- Euro leider zu nicht finanzieren sein werden.

Das ist kein Beispiel für Kompetenz in der Sozialpolitik.

Ohnehin besteht die Partei überwiegend aus Vertreter/innen der (überwiegend) gutverdienenden akademischen Mittelschicht, die gar kein Interesse an Sozialpolitik haben. Nicht umsonst ist die Partei attraktiv für Wähler/innen der "bürgerlichen Mitte" und viele GRÜNE haben nichts gegen Koalitionen mit der CDU/CSU.

das ganze ist schlicht zu kopflastig

wenn man natuerlich nur gebildete menschen ansprechen moechte,
sollte man dann im wahlkampf auch "inklusion" auf die plakate bringen - wird mit sicherheit funktionieren. ;)

medial treten die gruenen auf "sozialer ebene" halt kaum in erscheinung...wenn es kommunikationsstoerungen gibt, soll ja vor allem "der sender" schuldig sein. das waere dann die partei, die medien...aber eben nicht ich.

Die Grünen

werden immer wieder von Medienschaffenden für ihr tolles Konzept gelobt mit dem sie mit ihren Wählern und Interessierten in Kontakt treten. Sie haben früh den Wert des Internets erkannt, als die Piraten noch keiner Kannte.

Die Grüne Bundestagsfraktion hat keine eigene Idee für HArtz4 sondern ein komplett neues Konzept, nämlich die Grüne Grundsicherung.

Ich habe früher auch ab und an daran gelaubt, dass die eine oder andere Sozialleistung nicht finanzierbar ist. Seit wir aber 200 Milliarden für eine unfassbar bornierte Europapolitik zru Verfügung stellen können, glaube ich nicht mehr daran, dass wir Menschen ohne Arbeit nicht eine vernünftige Teilhabe und Zukunftschancen ermöglichen können. Ich glaube nicht mehr an das konservative "zu teuer" credo. Der Staat finanziert zur zeit mit 20Millionen Euro Deutschlands größte Tierversuchsanstalt in Berlin. Unfassbar was da passiert! Es ist Geld für jeden Müll da, für Prestigeobjekte wie S21 und dann ist der Haushalt zu klein für soziales? Dann muss er eben umgeschichtet werden.

Dumm nur,

dass die "Grüne Grundsicherung" gar nichts nutze bei der unwürdigen Diskussion um "5 Euro mehr" für Hartz IV-Empfänger. Da wäre ein gut durchdachtes grünes Konzept gut gewesen.

Allen, die sich innerhalb der GRÜNEN für die Grundsicherung einsetzen (die nach meiner Erfahrung auch nicht bei allen Parteimitgliedern auf Zustimmung stößt), ist doch klar, dass es ein längerer Weg bis dahin ist. Zwischenzeitlich müssen aber kurzfristigere Entscheidungen getroffen werden.

Wie sie mir recht geben!

"Grüne Grundsicherung" Scherz lass nach du bist umzingelt

, "Irak-Krieg" unter Schwarz-Geld waren wir nicht aktiv in Libyen aber unter Rot-Grün in Afghanistan und Kosovo. Der Cem konnte gar nicht warten in Libyen sich als nächster Aussenminister zu präsentieren.

Grüne können es nicht besser (beweisen sie jetzt vor allem in Baden-Württemberg)

Wer wählt diese Bande den noch?

Schwarz Gelb ist die Kriegskoalition

Und CDU der größte Kriegsbefürworter dieses Landes. Diese Koalition ist sich nicht zu schade über Grundprinzipien ethischen Waffenhandelns hinwegzustampfen. Da werden mal eben 60 Panzer nach Katar geschickt mit der Option 2012 auf mehr. Katar! Ein Golfstaat mit einer absoluten Monarchie! Da wird der Aghanistan Einsatz in die Länge gezogen,e s werden Nationalismen über die Bevölkerung ausgeschüttet. Wir sollten doch gefälligst den Soldaten zujubeln, die da gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung in Afghanistan ihr Wesen treiben. Wir sollen Stolz sein auf unsere Soldaten (Soldatinnen werden da selten erwähnt). Und dann dies unsägliche Guttenberg-Show, wo der Kriegsschauplatz Afghanistan zur Talkshow-Bühne eines populistischen Moderators mutierte.

Und vergessen Sie nicht, dass das "nicht so richtig" von Westerwelle ein Alleingang von ihm war. Die CDU wollte da hin. Sie will überall hin. Das passt zu ihrer Hardliner-Mentalität.

Ich sage nicht, dass die Grünen perfekt sind. Das müssen sie aber auch nicht sein. Dafür gibt es den Pluralismus. Eine Koalition in der sich SPD, Grüne und Linke(einzige Anti-Kriegs-PArtei) einig wären, wäre mein Traum. Aber der bleibt durch eine Konservative SPD versperrt, die leider so sein muss, damit Wähler wie Sie gewonnen werden können. Kein Mut nach Links. Das Volk wählt vermeintliche Wirtschaftskompetenz, und merkt nicht, wie genau diese Wahl ihn ins Finanzloch reißt.

Zu dem Zeitpunkt

war ein Alternativkonzept doch völlig sinnlos weil die Schwarz-Gelbe Koalition doch nur irgendwie dieses Urteil unterbringen wollte. Da wurde eben ein Symbolbetrag rausgeschossen und man klatschte in die Hände. Was die Opposition da zu sagen hatte, war denen doch völlig egal! Es kommt auf Konzepte an, klar, aber nur in der Wahlzeit. Danach entscheidet die Agenda der Koalition, und ich ertrage Schwarz-Gelb nicht mehr. Ich ertrage nicht mehr, was mit all den Gruppen passiert, die in irgendeiner Form schwach sind, sei es weil sie Minderheiten sind, Zugereiste, Abschiebegefährdete, Kindergartenkinder, Schüler oder eben die Tiere, die unter Schwarz Gelb wirklich sehr leiden. Nichts wird getan. Eine GroKo hätte im übrigen den selben Effekt, weshalb ich niemals SPD wählen würde,egal wie Currywurstig sie sich präsentiert.

Alternativkonzept

Konzepte sind nur vor Wahlen wichtig?! Eben nicht.

Jahrelang hatten die GRÜNEN Konzepte in der Schublade (Stichwort Energiepolitik), die keine Chance auf Umsetzung hatten, die aber trotzdem ihre Wirkung als Alternativentwürfe gezeitigt haben.

So etwas ist oft richtungsweisend und entfaltet immer Wirkung in der Gesellschaft, wenn es gut durchdacht ist.

Wie gesagt: Eine vertane Chance.

Ehrlich?

Wo wäre das Problem mit der "Grundsicherung"? Außer, dass dann kein Arbeitszwang mehr ausgeübt werden könnte?

Warum war die "PIN-AG" nur so lange "effizient", als nicht marktgerechte, sondern nur vom Staat aufzustockende Löhne gezahlt wurden?

Werden im Moment die "faulen" Griechen/Spanier/Italiener gerettet, oder vielleicht doch eher die virtuellen Werte Ihrer ach so überlegenen "privaten" Altersvorsorge?

Die Grünen und das Internet

Die Grünen haben das Internet immer eher stiefmütterlich behandelt und wollen sich seit dem Erfolg der Piraten so darstellen, als ob die "Piraten-Themen" schon immer "grüne" Themen gewesen seien. Mag sein, dass die Grünen tatsächlich ein, zwei Leute hatten, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, das heißt aber noch lange nicht, dass es politisch-inhaltlich auch tatsächlich eine Rolle gespielt hätte. Im Programm von 2009 waren - wenn ich mich recht entsinne - von rund 220 Seiten gerade mal 7 oder 8 zum Thema....

Soetwas gibt es jetzt auch

Wie ich eben schon gesagt habe. Es gibt diese Konzepte. Der Punkt ist, dass sie nichts nützen, wenn sie an eine Schwarz-Gelbe Koalition geraten, die nur den Tunnelblick kennt. Die Grünen haben die Politik bedeutend verändert und viele gute neue Gesetze bewirkt. Aber bei dieser Schwarz_Gelben Bundesregierung ist kein Durchkommen.Die haben doch sogar ohne das restliche Parlament das Verfassungswidrige Wahlgesetz verabschiedet! Die interessieren sich nicht für breite Mehrheiten und die Opposition. Dafür ist bei denen schon zu viel schief gelaufen, und dafür haben die schon zur genüge ihre eigene, eingebaute Opposition.

"Die" Piratenthemen

beziehen sich nicht ausschließlich auf das Internet, genau wie bei den Grünen. Im Vergleich zu dem Großteil der Grünen wissen die Piraten ein ganzes Stück weit mehr, was sie bzgl. des Netzes tun. Das "Engagement" der Grünen für das Internet und entsprechende Themen ist lediglich ein Resultat aus den davon schwimmenden Fellen der Partei und nicht einer ernsthaften Überzeugung zuzuschreiben.

Wie haben sich die Grünen denn bspw. hinsichtlich des "Internetstoppschildes" verhalten? Gar nicht! Sie haben sich im Bundestag enthalten! Ist das Ihre hochgelobte grüne Positionierung?

Wo ich in den letzten 10 Jahren gelebt habe? Sicher mit einem Auge bei den Grünen, aber vor allem auch mit dem anderen auf der Suche nach einer Partei, die zu ihren Themen steht und diese nicht für eine Regierungsbeteiligung verkauft oder hochproblematische Entscheidungen "mitträgt", weil man im Grunde ja doch nicht so viel Ahnung hat (siehe Internetsperren), denn hätten die Grünen eine Position gehabt, dann hätten sie sich auch positionieren können, d.h. nicht enthalten müssen. Wobei man natürlich sagen muss, dass eine Enthaltung auch eine Art Positionsbekundung ist, keine Frage. Ob diese allerdings im Sinne der Bürger, oder im Sinne der betroffenen Kinder (um beim Beispiel zu bleiben) ist, steht dann wieder auf einem ganz anderen Blatt...

Trittin ist beste Wahl...

Gut, wenn Herr Trittin Spitzenkandidat der Grünen wird. Frau Roth würde gut zu ihm passen.

Wenn die beiden die Partei anführen, werde ich sie wählen.

Sie haben so große Wirtschaftskompetenz. Und sie wirken so seriös und glaubwürdig.

Mit ihnen wird die Eurokrise sicher gut überwunden, so dass auch Griechenland im Euro bleiben kann.